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Das große Kleiderschrankprojekt – oder: ich muss nicht jedes Teil behalten, das ich mag…

Dass ich dabei bin, in großem Stil auszumisten, davon habe ich euch hier schon berichtet.

Und wenn man sieht, dass dieser Post vom Mai war, sieht man auch, wie unendlich lang das dauert… Ehrlich gesagt habe ich ja sowieso das Gefühl, dass ich mir schon mein ganzes Leben lang hinterherräume…

Und doch: Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Endlich hatte ich auch bei meinem Kleiderschrank einen echten Durchbruch und konnte mich von etlichen Dingen trennen. Kistenweise habe ich Zeug aussortiert und in den Keller getragen, das ich “eigentlich” gar nicht (mehr) anziehe. Und ich war sehr erschrocken, diesen Kistenberg dann vor mir zu sehen…
Gott sei Dank bin ich nicht allein damit:  Ich höre von etlichen anderen, die ebenfalls aussortieren, dass es ihnen genauso geht. Wie ist es bei dir?

Peu à peu werde ich jetzt meine Kisten sichten und aussortieren, was in die Kleidersammlung gehört oder was ich verschenken möchte. Den Rest will ich verkaufen und habe auch schon angefangen, ein paar Stücke auf den jeweiligen Verkaufsportalen einzustellen. Über meine Erfahrungen mit diesen Portalen werde ich demnächst im Podcast mal ausführlicher berichten, denn das ist – habe ich festgestellt – auch so eine Sache für sich…

…ein paar meiner geliebten Schätzchen – Mäntel und Schals, die nicht mehr in mein Farbkonzept passen…

Vorab kann ich schon mal sagen, dass ich im Moment am besten mit ebay Kleinanzeigen zurechtkomme. Hier hat man am wenigsten Reglements, kann Preis, Vesandkosten und Zahlungsmethode frei wählen und mit Interessenten und Käufern sehr einfach kommunizieren. Das “normale” ebay und Plattformen wie Mädchenflohmarkt haben sich bei mir leider nicht so gut bewährt.

Das Verkaufen hat bei mir aber noch ein ganz anderes Problem zutage geförtert: Ich habe nämlich festgestellt, dass ich mich  ganz schlecht von den Dingen trennen kann.

Mit Hilfe des Buches von Anushka Rees (hier), ging das Aussortieren des Kleiderschrankes selbst ja plötzlich ganz flott. Ich als Kopfmensch brauche halt ein Konzept und das habe ich jetzt.
Seitdem kaufe ich auch ganz anderes ein und das ist sehr erholsam.

Aber mich endgültig vonden Dingen zu trennen ist eine ganze Ecke schwieriger als gedacht.
Es ist nämlich eine Sache, die aussortieren Kleidungsstück in einem Karton eine Etage tiefer zu tragen, und eine ganz andere, sie wirklich herzugeben.

Selbst ein Kleidungsstück, das ich seit Jahren nicht mehr getragen habe, wird im Moment des Abschieds auf wundersame Weise wieder extrem attraktiv. Es ist fast wie Magie: Die Schuhe, die nur im Regal standen, finde ich – wenn ich sie fotografiere – plötzlich wunderschön und kann mir gar nicht vorstellen, sie wegzugeben. Oder ich verpacke ein Kleid, das ich verkauft habe und finde es auf einmal unendlich schade, dass ich es hergegeben habe…

Nachdem das ein paarmal passiert ist, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was dahintersteckt. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass im Moment des Abschiedes mein Blick vermutlich ganz ähnlich ist, wie in dem Moment, als ich einst mit dem Teil zur Kasse gegangen bin: schließlich ist es nicht ohne Grund bei mir gelandet. Offensichtlich mag ich etwas an ihm, irgendwas hat mich angesprochen und das ist nicht weg. Ich habe dann verstanden: Dass ich ein Teil immer noch schön finde, zeigt eigentlich nur, dass ich es aus gutem Grund gekauft habe, dass es meinem Geschmack entspricht und ich es gern habe. Ich hätte es schließlich nicht gekauft, wenn ich es doof gefunden hätte…
Kannst du meinem Gedankengang folgen?

Daran schießt sich dann natürlich unweigerlich die Frage an, ob ich ein Teil, das ich so sehr mag, das mir passt und das in Ordnung ist, wirklich hergeben muss.
Die Antwort ist: Nein. Muss ich nicht.

Und das wiederum wirft die Frage auf, welche Gründe es geben könnte, mich trotzdem zu trennen (anstatt alles wieder in den Schrank zu räumen). Und das können – das ist mir dann bewusst geworden – auch ganz pragmatische sein. Z.B. dass das Teil mich nicht langfristig glücklich gemacht hat. Dass es nicht zu meinem Bedarf oder meinem Alltag passt (wie ich diesen ermittelt habe, darüber habe ich hier gschrieben). Dass es überhaupt nicht zu meiner Garderobe passt, weil ich andere Dinge brauche oder künftig andere Farben tragen möchte. Dass ich es – aus welchem Grund auch immer – nie wirklich getragen habe.

…der “Destroyed-Vintage-Look” hat eigentlch nie zu mir gepasst

Im allergrößten Zweifelsfall half Probetragen sehr:
Wenn der Trennungsschmerz besonders groß war, habe ich das Teil einfach zeitnah noch mal angezogen um herauszufinden, ob ich mich darin (und mit den sich ergebenden Kombinationsmöglichkeiten) noch oder wieder wohlfühle. Und in allen Fällen – ausnahmslos – lautete die Antwort (wie überraschend…): Nein.
Und meistens wusste ich beim erneuten Tragen auch sofort, was mich gestört hat, selbst wenn es nur ein ganz subtiles Gefühl war, dass ich mich einfach in dem Teil nicht wohlgefühlt habe…

Ich kann also von solchen Teilen durchaus Abschied nehmen, mir auch sagen, dass ich es schade finde, dass es bei mir keine Verwendung gefunden hat und mir wünschen, dass es bei der neuen Besizerin mehr Aufmerksamkeit bekommt als bei mir. Das hilft auch über den Trennungs-schmerz hinweg…

….mein geliebter großer Strickschal. Trennungsgrund: ich habe einen zweiten ähnlichen, der bleiben soll…

Die allerwichtigste Erkenntnis war für mich deshalb, dass die Tatsache, dass ich ein Kleidungsstück sehr mag, oder dass mit die Trennung schwer fällt, noch lange kein Kriterium dafür ist, dass ich es behalten sollte.

Auch ein Kleidungsstück, das mir gut steht oder tadellos passt, muss nicht zwangsläufig bleiben.
Ich kann auch solche Teile mit Respekt und Liebe gehen lassen. Irgendwohin, wo sie nicht nur gemocht, sondern geliebt werden…

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß beim Aussortieren und Loslassen – berichte mir gerne von deinen Erfahrungen!

Liebe Grüße
Cala

PS: Übrigens brachten mich die Überlegungen in diesem Post auch zu der Erkenntnis, dass viele meiner Einkäufe (und Fehlkäufe) auf der gleichen Fehleinschätzung beruhen: Ich habe viele  gekauft, einfach weil sie mir gefallen oder gut gestanden haben haben und ohne die Frage zu stellen, wann und wie sie meinen Bedürfnissen gerecht werden..

2 herbstliche Suppen, die von innen wärmen – ganz schnell gemacht…


Bei diesem Wetter brauchen wir dringend etwas Wärmendes, oder?
Was bietet sich da besseres an als zwei wunderbare Suppen – beide ruck-zuck gemacht.

Selleriesuppe mit Cranberries und Champignons

Zutaten (für 1 Portion)
ca. 150g Sellerie
300-400 ml Brühe (Gemüse- oder Fleischbrühe)
100 ml Sahne
2 mittelgroße feste Champignons
eine Handvoll frische Cranberries
Ghee oder Bratöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Sellerie schälen, abspülen und in Würfel schneiden. Ghee oder Bratöl erhitzen und den Sellerie kräftig anbraten. Brühe angießen, etwas salzen, aufkochen, dann die Hitze auf ein Minimum reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Inzwischen die Champignons waschen, den Stil entfernen und die Köpfe in Scheiben schneiden. Die Cranberries waschen. Beides in Ghee oder Bratöl anbraten und auf mittlerer Hitze garen, bis Champignons und Cranberries weich sind.

Die Suppe pürieren. Sahne angießen und mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken. Nicht mehr aufkochen.

Vor dem Servieren die Suppe noch einmal schaumig pürieren. In eine Schale geben und Champignons und Cranberries dazugeben.

Suppe vom Muskatkürbis mit Kreuzkümmel und Zitrone (vegan)

Zutaten (für 1 Portion)
ca. 200 – 250g Muskatkürbis
ca. 300  ml Gemüsebrühe
Ghee oder Bratöl
Zitronenzesten
Zitonensaft
Salz, 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen

Kürbis schälen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Ghee oder Bratöl erhitzen und die Kürbisstücke anbraten. Zitronenzesten und Kreuzkümmel hinzugeben. Brühe angießen (sie sollte etwa 3cm höher stehen als die Kürbisstücke) etwas salzen, aufkochen, dann die Hitze auf ein Minimum reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren und mit Zitronensaft (vorsichtig dosieren!), Salz und Kreuzkümmel abschmecken. Nicht mehr aufkochen.

Tipp: Du kannst diese Kürbissuppe auch gut mit Kokosmilch verfeinern.

Viel Spaß beim Ausprobieren
Liebe Grüße
Cala

here we go: die erste Neuvorstellung von meinem diesjährigen Besuch auf der Buchmesse

Dieser Beitrag enthält (unbezahlte) Werbung.
Ich wurde von Ars Vivendi unterstützt, jedoch in meiner Meinung nicht beeinflusst.

Zurück aus Holland erwarteten mich schon die ersten Rezensionsexemplare von der Buchmesse.
“Simple” musste direkt mit in die Küche und da wir ganz tolle Süßkartoffeln und wunderbare frische Eier mitgebracht hatten, gab es gleich am Samstag “Ofenkartoffeln, (Chorizo), Champignons & Ei” (S. 261)

Das Originalrezept findest du am Ende des Beitrags, ich habe allerdings ein paar Abwandlungen vorgenommen: Den Chorizo habe ich weggelassen und statt des Rauchpaprikas (den ich nicht im Haus hatte) habe ich das Rauchpaprika-Würzöl von Solling verwendet habe (hier = Affiliate Link). Außerdem brate ich – wie du weißt – nicht in Olivenöl. Ich verwende statt dessen Ghee, Bratöl oder Kokosöl.

Inzwischen ist mein Exemplar von “Simple” mit etlichen Merkzetteln gespickt: Ich bin ja nicht nur grundsätzlich immer auf der Suche nach neuen leckeren, gesunden & alltagstauglichen Rezepten, sondern auch nach solchen, die ich meinen Klienten empfehlen kann, wenn sie (z.B. aufgrund einer Diät im Rahmen einer Darmsanierung) auf Zucker und Getreide verzichten sollen. Selbst dafür erweist sich Simple als hervorragender Fundus – auch wenn man das eine oder andere Rezept vielleicht minimal abändern muss.

Hier ein paar meiner Favoriten:

“Gebratene Gewürzkarotten mit Granatapfel & Avocado” (S. 31)
“Salat von Melone, Blaubeere & Feta mit Ingwer & Minze” (S. 45)
“Karottenhummus, Ofentomaten & Harissajoghurt” (S. 54)
“Ofenauberginen mit Kreuzkümmel, Walnüssen & Datteln (S.74)
“Blumenkohl aus dem Ofen mit Granatapfel, grünen Oliven & Kichererbsenpürree” (S. 89)
“Türkische Pasta mit Feta, Joghurt & Dill” (S. 103)
“Dinkel mit Brombeeren, Roter Beete, Walnüssen & Buttermilch” (S. 112)
“Glasierte Makrele mit Miso & Soja” (S. 136)
“Andalusisches Hähnchen mit Honig, Safran & Mandeln” (S. 220)
“Ingwer-Miso-Kürbis & Pilze mit schwarzem Sesam” (S. 241)
“Artischocken, Karotten & eingelegte Zitronen mit Ingwer & Honig

Die Autorin Diana Henry © Chris Terry

Diana Henry ist übrigens eine der beliebtesten britischen Food-Autorinnen. Sie hat zahlreiche Preise für Ihre journalistische Arbeit und ihre Bücher erhalten. Ebenfalls von ihr bei ars vivendi erschienen ist das Buch „Alle meine Hähnchen“.

Was mir  – außer den Rezepten selbst – besonders gut gefällt:

– Die meisten Rezepte sind bebildert: ich mag das und benutze solche Kochbücher deutlich lieber als andere
– das Verhältnis Gemüse/Fleisch ist vertretbar: es gibt ein großes Gemüse-Kapitel
– Hülsenfrüchte und Pasta haben ein eigenes Kapitel erhalten
– es gibt sowohl ein Rezept-, als auch ein Zutatenregister: finde ich immer sehr, sehr hilfreich

 

“Andalusisches Hähnchen mit Honig, Safran & Mandeln” (Seite 220)

 

Dass das Buch sehr viele Geflügelrezepte enthält (fast ausschließlich Hähnchen), hat natürlich etwas mit der Affinität der Autorin zum Geflügel zu tun (siehe oben). Das sehr leckere & verführerisches Dessertkapitel enthält aber leider durchweg Rezepte mit Zucker.

Mein Fazit: Ein traumhaftes Kochbuch. Gebe ich nicht mehr her.

Diana Henry
Simple: Kleiner Aufwand, grandioser Geschmack
ISBN: 978-3869137599
ars vivendi, 336 Seiten
29,90 €

Ofenkartoffeln, Chorizo, Champignons & Ei (S. 261)

Hier das Originalrezept:

für 2 Portion
2 Süßkartoffeln
150g braune Champignons, geputzt und in Stücke geschnitten
Salz und Pfeffer aus der Mühle
100g Chorizo, in etwa 3 mm dicke Scheiben geschnitten
2 große Eier
1 kleine Handvoll Koriandergrün (nach Belieben)
1 Prise Pimenton (geräuchertes Paprikapulver, nach Belieben)

Den Backofen auf 200° vorheizen.

Die Süßkartoffeln wie gewöhnliche Kartoffeln backen, allerdings nur etwa 30 Minuten (Garzeit hängt von der verwendeten Sorte und Größe ab). Das Backblech sollte mit Backpapier ausgelegt sein, da Süßkartoffeln klebrigen Saft absondern, der schwer zu entfernen ist.

Kurz vor Ende der Garzeit 1 ELOlivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Pilze darin kurz bei starker Hitze dünsten, dann salzen und pfeffern. Pilze verlieren beim Kochen viel Flüssigkeit. Lassen Sie diese komplett verdampfen. In eine Schüssel füllen und warm halten. Zusätzlich 1/2 EL Öl in die Pfanne gießen und die Chorizo darin rundum anbraten. Zu den Pilzen geben.

Das restliche Öl in der Pfanne erhitzen. Die Eier darin braten. Heißes Öl über die Eigelbe löffeln, um das Garen zu beschleunigen.
Die Süßkartoffeln längs aufbrechen. Pilze und Chorizo hineinlöffeln, Koriander nach Belieben darüber streuen. Die Spiegeleier darauflegen. Nach Belieben mit Räucherpaprika bestäuben.
Mit jungen Blättern, wie etwas Babyspinat, servieren

Viel Spaß beim Nachkochen!

Liebe Grüße
Cala

 

Rückblick Buchmesse

Auch wenn ich leider dafür nicht bezahlt werde: Dieser Beitrag enthält Werbung.

Von links nach rechts: Das Buch “Brot Backen” werde ich nochmal ausführlich vorstellen. // die weltgrößte Buchmesse findet immer im Oktober in Frankfurt statt. //  Das Buch “Speisekammer: Vorräte einfach selbst gemacht. Über 350 Rezepte” (Lisa Eisenman Frisk und Monica Eisenman) ist im Sommer 2018 im Hölker Verlag erschienen und versammelt – liebevoll aufbreitet – unzählige Techniken zur Haltbarmachung und Bevorratung von Lebensmitteln. Sinnvoll für alle, die jenseits von Marmelade und Kompott aktiv werden wollen: Hier wird sogar gezeigt, wie aus Milch Käse wird… 

Schön war’s wieder. Die Frankfurtter Buchmesse ist und bleibt für mich ein Pflichttermin. Einen, den ich gerne wahrnehme, auch wenn es in diesem Jahr wider nur zu einem eintägigen Besuch gereicht hat. Ich lliebe idese Messe und habe – seit meiner Jugend – nur wenige Jahre verpasst. Früher war ich an den Publikumstagen privat dort, seit einigen Jahren gehören die Fachbesuchertage für mich zum festen Bestandteil der Oktoberplanung.

Halle 3 (Sachbuch und Belletristik) arbeite ich ja immer sehr akribisch ab, aber zum ersten Mal habe ich mir dieses Jahr auch Zeit für ein paar Kochshows in der Gourmet-Gallerie genommen (traditionell in Halle 4). Unter anderen hat Stefan Marquard dort sein (Koch-)Buch “Küche Rockt” vorgestellt – druckfrisch Anfang Oktober  im Matthaes-Verlag erschienen.

Und wie immer habe ich einige spannende Titel für euch mitgebracht, die ich euch in den nächsten Wochen hier im Blog, aber auch im Podcast vorstellen werde.

Euch erwarten nochmal zwei tolle Bücher zum Thema Sauerteig & Brot backen, spannende Titel über Selbstheilung und Gesundheit, traumhafte Kochbücher und das eine oder andere Autoren-Interview auf meinem Podcast.

Seid gespannt – es lohnt sich!

Liebe Grüße
Cala

Monatsrückblick August: RINGANA Summer-Sale, Ernte satt, Ausflug ins Elsass und die zehn Regeln für einen Neustart

Zuerst die juristischen Formalitäten:
Dieser Beitrag enthält wie immer jede Menge Werbung – für mich, meinen Podcast, meine Ernährungsberatung, die Firma Ringana, das Elsass und sicherlich noch einige andere Dinge, die ich vergessen habe aufzuzählen.

Sodann zum eigentlichen Post:

Das war wieder ein wunderbarer August. Denn das ist immer einer der beiden Monate, in denen der RINGANA-Sale jeden Tag für eine Überraschung sorgt: Täglich ist ein anderes Produkt mit 20% im Angebot und ich habe megaviel Spaß dabei, meine Kunden zu überraschen und freue mich natürlich auch selber darauf, das eine oder andere Schnäppchen zu machen.

Diesmal habe ich mich unter anderem mit unseren Hair & Beauty-Caps eingedeckt und starte im Herbst wieder eine kleine Kur 🙂 Ich bin sonst nicht unbedingt ein Schnäppchenjäger, aber da ich die RINGANA-Produkte nicht nur weiterempfehle, sondern selber auch durch die Bank weg sehr gerne nutze, freue auch ich mich, mal ein paar Euro einzusparen – und 20% sind ja wirklich eine Ansage…

Falls du auch in diesen Genuss kommen möchtest: Im Dezember gibt es unseren Adventskalender, der genauso aufgebaut ist (täglich 20% Rabatt). Melde dich gerne bei mir (info@cala-kocht.de), dann verrate ich dir genau, was du tun musst, um dabei zu sein und diesen und viele andere Vorteile zu nutzen.

Im August haben wir außerdem jede Menge aus dem Garten geernet, eingekocht, eingefroren, getrocknet und zu Marmelade verarbeitet. Es war durch den tollen Sommer wirklich ein unglaublich reiches Ernte-Jahr. Und weil wir festgestellt haben, dass die blöden Klebeetiketten ganz schwer wieder von den Gläsern zu lösen sind (die wir gerne wiederverwenden möchen), haben viele unserer Gläser in diesem Jahr ein angehängtes Schildchen oder ein Stoffmützchen bekommen und sehen jetzt besonders nett aus. 🙂

Mein Tipp übrigens für alle, die mit dem gleichen Problem kämpfen: Ätherisches Zitronenöl löst selbst die harnäckigsten Etiketten…

Mitte August haben wir dann auch wieder eine traumhaften Ausflug ins Elsass gemacht.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass diese kleinen Auszeiten wie ein Urlaub wirken.
Wir sind einfach alle vier so glücklich und froh an diesen Tagen (ich hatte hier schon mal berichtet), dass die Nachhaltigkeit den Aufwand wett macht.

Durch die Lebensmittel, die wir vom Markt mitbringen und die vielen schönen Erinnerungen und Fotos haben wir wirklich lange etwas davon und sind deshalb jedesmal dankbar…

In meinem aktuellen Podcast (hier) habe ich mich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie du Schritte für Schritt wieder zu einer gesunden bzw. gesünderen Ernährung kommen kannst, wenn du vielleicht – wie ich – im Sommer viel “gesündigt” hast.

Ich hatte vor vielen Jahren schon mal berichtet (hier), wie ich persönlich nach der “Sommer-Auszeit” einen Neueinstieg gestalte und diese “Zehn Regeln für den Neustart” habe jetzt gründlich überarbeitet, aktualisiert und im Podcast kommentiert.

Hier meine neuen Regeln noch mal in schriftlicher Form – ich empfehle dir allerdings unbedingt, dir im Podcast auch die Erläuterungen dazu anzuhören. Außerdem bedenke bitte, dass das meine persönlichen Regeln sind – sie sind nur als Anregung gedacht und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Jeder Mensch ist anders und für dich kann etwas anderes richtig sein, als für mich.

Regel 1: (Wieder) Viel (mehr) Wasser trinken
Regel 2: Alkohol, Getreide und Zucker vom Speiseplan streichen
Regel 3: Alle Mahlzeiten ausgewogen kombinieren: Eiweiß, Gemüse, Obst (Obst nicht in zu großen Mengen)
Regel 4: Bewegung und Sport wieder konsequent in den Alltag integrieren
Regel 5: Konkrete Regeln für Ausnahmen formulieren, sich daran halten und Ausnahmen generell nicht zu früh und nicht zu oft machen
Regel 6:  Tierische Lebensmittel reduzieren, vor allem Vierbeiner-Fleisch und Milchprodukte
Den Fokus auf pflanzliche Lebensmittel richten – Gemüse konsequent als Basis für die Ernährung nutzen
Regel 7: Für Entspannung und ausreichend Schlaf sorgen, Achtsamkeitspraxis und Meditation in den Alltag integrieren und selbstgemachten Stress vermeiden
Regel 8: Wieder konsequent das intermittierende Fasten praktizieren
Regel 9: Zeitplanung und Organisation – ein Gerüst für den Alltag schaffen
Regel 10: Kümmere dich um deinen Darm – ersteht im Mittelpunkt deines Stoffwechsels, deiner Gesundheit und deines Wohlbefindens.

Apropos Podcast: Ich freue ich mich sehr, wenn ihr dem Podcast auf itunes eine gute Bewertung gebt. Nur über eure positiven Bewertugnen steigt er im Ranking und kann noch mehr interessierte Menschen erreichen…

Und natürlich freue ich mich über Feedback und Rückmeldungen in jedweder Form 🙂

Viele liebe Grüße
eure Cala

Keine andere ist wie du… Happy Birthday Queen Anny

Dieser Beitrag enthält Werbung für den Verein Dogs & Friends in Hanau.

Mein Mädchen. Heute bist du 10 Jahre alt geworden.

Vor 9 Jahren – auch im Sommer – hast du unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt, seitdem ist nichts mehr wie es war… Keinen einzigen Tag davon möchten wir missen – auch die ganz chaotischen nicht!

Du bist ein einzigartiges Wesen, das uns immer wieder zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringt. Trotz deiner Behinderung genießt du das Leben in vollen Zügen und lässt dich buchstäblich durch nichts aufhalten.

Dabei hast du schon vom Anbeginn deines Lebens so viel Glück gehabt: Rosi Schnee vom Verein Dogs & Friends hat es nicht übers Herz gebracht, dich als dreibeinigen Welpen in der Tötung in Spanien zurückzulassen und sich kurzerhand mitgenommen. Sie und ihre Mutter haben sich dann ein Jahr lang rührend um dich gekümmert. Heiß und innig haben sie dich geliebt und dich auch nur schweren Herzens hergegeben…

Am Anfang wollte ich nicht glauben, was für ein Wirbelwind du bist – wenn wir dich besucht haben, hast du immer geschlafen. Heute weiß ich: du warst einfach erschöpft…

2009 und 2010: das Anny erobert erst unser Herz und dann das gesamte Haus…

2011 und 2012: Anny hat sich eingelebt – und uns schon fest im Griff. Eine ihrer vielen Leidenschaften sind Aussichten aller Art und sie kommt auf ihre Kosten, denn seit sie eingezogen ist, fahren wir nur noch mit den Hunden in den Urlaub: Pienza, Florenz, Südtirol – Seni und Anny sind überall dabei… Über ihre legendären Posen wundern wir uns heute nicht mehr…

2013, 14 und 15: Anny genießt das Leben. Sie hat uns alle drei “eingenordet”, wir haben uns auf sie eingestellt und dienen ihr leidenschafltlich und mit großer Liebe…

2016 Beautiful, beautiful you….

2017 Deine Anhänglichkeit und dein Schmusebedürfnis sind unersättlich und ohne dich geht nichts… Wenn wir in den Urlaub fahren oder unterwegs sind, bist du die erste im Auto – so groß ist deine Angst, dass wir dich vergessen könnten…

Ende 2017 hast du uns dann von jetzt auf gleich mit einem agressiven, bösartigen Tumor in deinem Hinterbein überrascht – ausgerechnet bei einem dreibeinigen Hund… Die Ärzte haben uns keine großen Hoffnungen gemacht, aber wir haben uns überlegt, was du tun würdest, wenn du selbst entscheiden könntest.

Und weil du eine Kämpferin bist, haben wir beschlossen, mir dir und für dich zu kämpfen. Unglaublich tapfer hast du die Behandlungen über dich ergehen lassen, als ob du wusstest, dass das deine einzige Chance war. Dank deinem unbändigen Lebenswillen und großartiger Ärzte, hast du tatsächlich die Kurve gekriegt und bist noch immer bei uns – kein Tag vergeht, an dem wir nicht unendlich dankbar dafür sind!

2017 & 2018 Als du 2017 so krank geworden bist, haben wir dir versprochen mir dir zu kämpfen und wir sind so stolz, wie tapfer du warst und überglücklich, dass du dem Schicksal ein Schnippchen geschagen hast und immer noch bei uns bist… Noch einen Sommer…, das haben wir uns so sehr gewünscht – den hast du bekommen, und was für einen…

Bitte misch noch lange den Laden bei uns auf und hör nicht auf, uns mit deinem einzigartigen Wesen zu verzaubern. Wir wollen vom Schicksal nicht zuviel fordern, aber wir freuen uns über jeden einzelnen Tag, den wir noch zusammen verbringen können.

Wir lieben dich sehr!

PS: …und keine Frage: natürlich bist du die Königin… 😉

Der Zucchiniflut mit Süßkartoffeln begegnen…

Boris hat uns ein wunderbares Hochbeet gebaut. Auf dem Bild ober war die Sache noch sehr überschaubar.

Dann kam dieser Wahnsinns-Sommer.
Und unsere Nachbarin, die eine leidenschaftliche Gärtnerin ist, hatte mich gewarnt.
Zucchini (zu sehen ganz links) im Hochbeet, das würde eine Invasion werden.

Und sie hat Recht behalten. Aber ich mochte nicht mehr umdisponieren und so leben wir jetzt mir einem Zucchiniblätterdach und einer Wahnsinnsernte. Und wie werden sehr kreativ.

Im nächsten Jahr – das steht fest – muss die Zucchini aber auf dem Boden bleiben…

Zucchini mit Süßkartoffeln, Nüssen und Feta

Zutaten (pro Portion)
je ca. 150g Zuchhini und Süßkartoffeln
ca. 80g Feta
eine Handvoll gemischter Nüsse (ich habe Mandeln und Haselnüsse verwendet)
Bratöl oder Ghee
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Wenn sie sehr groß sind, die Zuchhini etwas schälen, dann raspeln. Süßkartoffeln schälen und raspeln (ich habe dafür die Küchenmaschine benutzt, es geht aber auch auf einer groben Reibe).

Die Süßkartoffeln in etwas Bratöl oder Ghee anbraten, salzen und dünsten bis sie (fast) gar sind.

In der Zwischenzeit Ofen auf 175° vorheizen.
Die Nüsse im Blitzhacker hacken und trocken in einer Pfanne anrösten, wenn man mag (niht zwingend erforderlich ,es schmeckt aber besser).

Wenn die Süßkartoffeln (fast) gar sind, Zucchini dazugeben und kurz mit anbraten.
Mischung ggf. noch mal salzen und pfeffern.

Den Feta zerbröckeln und mit den Nüssen mischen.
Über das Gemüse geben und für 15-20 Minuten in den Ofen stellen

 

 

Sauerteig ist eine Diva… oder: Glück erreicht man manchmal auch über Umwege

Im letzen Post habe ich euch das wunderbare Buch “Sauerteig” von Martina Goernemann  vorgestellt (hier). Und ich habe euch berichtet, dass das Buch schon nach den ersten Seiten eine solche Lust auf ein selbstgebackenes Brot in mir geweckt hat, dass ich direkt meinen ersten Sauerteigstarter angesetzt haben. Wie es mir dabei ergangen ist und welche Tipps ich dir für dein selbstgebakenes Sauerteigbrot geben kann, liest du hier. Außerdem bekommst du mein persönliches Brot-Rezept, das ich mir aus mehreren Anleitungen und meiner eigenen Erfahrung zusammengestellt habe.

Eigentlich müsste ich meine Liebe zum Brot ein bisschen einschränken, denn eigentlich gilt meine Liebe explizit dem reinen Roggen-Sauerteigbrot. Der Geschmack einer Scheibe guten Roggen-Sauerteigbrotes mit frischer Butter macht mich einfach selig…

Kaum hatte ich deshalb die ersten Seiten im Sauerteig-Buch gelesen, juckte es mich gewaltig in den Fingern: nach der Anleitung auf S. 11 stand schon am Abend mein erster Ansatz für einen Roggensauerteig-Starter in der Küche – ganz ohne Fertigmischung oder Backtriebmittel, nur mit Mehl und Wasser. Denn ein “echtes” Sauerteigbrot, braucht wirklich nur vier Dinge: ein gutes Mehl (!), Wasser, Salz und eine große Portion Geduld.

Zuerst habe ich sehr wenig Hoffnung, dass aus dem Teiggemisch etwas werden kann. Skeptisch lüpfe ich während der ersten 24 Stunden immer mal wieder das Tuch und beäuge die Mischung.

Am Morgen des zweiten Tages erwartet mich dann eine wunderbare Überraschung:
Die Küche war nachts realtiv warm und mein Sauerteig, begrüßt mich sehr aktiv mit einer Fülle wunderbarer Bläschen. Ich bin ganz glücklich und sooo gespannt darauf, wie es  weitergeht. Ordnungsgemäß und nach Rezept wird er am Abend wieder gefüttert. Als homogene Masse plumpst er platschend in ein frisches Glas. Das soll bestimmt so sein, denke ich – und habe trotzdem ein ungutes Gefühl…

Mein Sauerteig ist eine Diva.

Voller Erwartung aber auch mit bösen Vorahnungen stehe ich am dritten Tag auf und finde meinen Sauerteig genauso vor, wie ich ihn am Abend verlassen habe – es hat sich nichts bewegt, keine Bläschen, kein Aufplustern, keine Spur von Leben. Geahnt habe ich das, denn die Küche war wesentlich kälter als am Abend zuvor und Wärme scheint der Sauerteig wirklich gerne zu mögen.

Kurzerhand kommt er deshalb in den Ofen, bei dem ich aber nur die Beleuchtung einschalte.
Im Sauerteig-Buch habe ich gelesen, dass dies die meisten Öfen auf eine Temperatur von 28° bringe – optimal also für den Sauerteigstarter, der Temperaturen zwischen 20° und 35° angeblich besonders gerne mag. Tatsächlich erholt sich mein Starter ein bisschen (finde ich) und als es gegen Mittag wieder deutlich wärmer in der Küche ist, befreie ich ihn aus dem Ofen, rühre ihn einmal durch und stelle ihn zurück an seinen gewohnten Platz. Jetzt heißt es Daumen drücken. Den Nachmittag darf er draußen in der Sonne verbringen – jede Wärme ist mir sehr willkommen.

Trotzdem kommt bis zum Abend nicht viel in Gang und ich beschließe, den vierten Tag noch anzuhängen und abzuwarten. Ich gebe alles, was von ihm übrig ist in eine Schüssel, gebe 100g Mehl und 100g Wasser dazu, rühre gut durch, fülle alles in ein frisches Glas und weil der Ofen vom Abendessen noch warm ist, darf der Sauerteig die Nacht dort verbringen.

Allerdings habe ich mit Konsequenzen gedroht: wenn sich bis morgen nichts tut, fange ich von vorne an. Zwischnedurch fragt mich Boris übrigens, ob Frau Goernemann eigentlich auch mit ihrem Sauerteig spricht… Tut sie. Und ich glaube nur deshalb tue ich es auch…

Der nächste Morgen ist grausam, denn ich muss schweren Herzens meinen Sauerteigstarter entsorgen. Ich spüre deutlich: das wird nichts mehr. Ich setze – ein bisschen entmutigt – einen zweiten an und bin vorgewarnt: so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe, ist die Sache nicht…

Starter 2 startet an einem warmen Tag, plustert sich sofort auf und wirft rasch Bläschen, das ist schon mal sehr vertrauenerweckend. Ich bin glücklich aber sehr viel weniger optimistisch als beim ersten Versuch. Ich habe inzwischen – parallel zu meiner Lektüre im Sauerteig-Buch – ein bisschen im Internet recherchiert und entscheide mich diesmal für ein Keramikgefäß, das ich mit warmem Wasser anwärme, bevor es losgeht. Und beim täglichen “Füttern” erwärme ich auch das Wasser leicht und wiege wieder sehr genau ab. Außerdem verwende ich den gesamten Teig vom Vortag, selbst wenn er mehr als 100g wiegt.

Sauerteig-Starter II lehrt mich, wie ein kräftiger Sarter aussehen muss – es ist nicht mir meinem ersten zu vergleichen. Starter II strotzt nur so vor Leben und ist schon am Ende von Tag drei so was von “reif”, dass es losgehen kann. Ich verzichte auf einen vierten Tag und lege mit dem mehrstufigen Backprozess los.

Da im Buch leider kein Rezept für ein 100% Roggen-Sauerteig-Brot angegeben ist, krame ich alte Aufzeichnugnen von mir aus. Ich hatte nämlich schon mal so eine “Brot-Back-Phase”, damals allerdings mit einem Sauerteigstarter als dem Laden.

Das Ergebnis ist überwältigend lecker, ich kann es gar nicht fassen. Selbst Boris, der explizit keine Sauerteigbrote mag, ist total begeistert und verpflichtet mich dafür zu sorgen, dass künftig “dieses Brot immer im Haus ist”. Was für ein schönes Kompliment…

Mein mehrstufiges Roggen-Sauerteigbrot backe ich seitdem nach folgendem Rezept:

Zutaten
Sauerteig-Starter (angesetzt nach dem Rezept aus dem Buch wie oben beschrieben)
ca. 500g demeter Roggenvollkornmehl
2 kleine Teelöffel Salz

Schritt 1:
3-4 große Löffel (= gehäufte Esslöffel) Sauerteig-Starter mit 150g Roggenvollkornmehl und 150 ml lauwarmen Wasser mischen (vorsichtig verrühren, bis eine einheitliche Konsistenz entsteht, nicht kneten). Ruhezeit: ca. 5-6 Stunden

Schritt 2:
50g Roggenvollkornmehl, ca. 75 ml lauwarmes Wasser und 1 kleinen Teelöffel Salz hinzufügen (wieder vorsichtig verrühren, bis eine einheitliche Konsistenz entsteht, nicht kneten).
Ruhezeit: ca. 12-15 Stunden (siehe Tipps)

Schritt 3:
150g Roggenvollkornmehl, ca. 25-50 ml lauwarmes Wasser und wieder 1 kleinen Teelöffel Salz hinzufügen (wieder vorsichtig verrühren, bis eine einheitliche Konsistenz entsteht, nicht kneten, Wasser nach Bedarf verwenden, so dass der Teig nicht zu fest wird – siehe Tipps).
Ruhezeit: ca. 5-6 Stunden (siehe Tipps)

Schritt 4 – der letzte Schritt vorm Backen:
100g Roggenvollkornmehl in eine große flache Schüssel, auf ein großes Brett oder auf eine saubere Arbeitsplatte geben, den Teig darauf geben und mit einem großen Teigschaber so “falten”, dass man von unten her das Mehl komplett in den Teig einarbeitet ohne zu kneten.
Ein Gärkörbchen (zu Not kann man auch einen anderen Korb aus unbehandelter Naturfaser oder eine Schüssel verwenden) mit einem sauberen Leintuch ausschlagen. Das Leintuch leicht bemehlen und den Teig hineingeben.
Ruhezeit: ca. 2-3 Stunden (siehe Tipps)

Schritt 5 – Backen
Ofen auf 250° vorheizen (Ober- und Unterhitze). Dabei einen schweren, gusseisernen Topf mit erhitzen (wichtig!). Laib aus dem Gärkörbchen vorsichtig auf ein Backpapier “stülpen” (die Seite, die im Gärkörbchen unten war, liegt beim Backen oben). Mit einem Zahnstocher mehrfach einstechen.

Sobald der Ofen 250° erreicht hat, Topf aus dem Ofen nehmen, Brot mit Hilfe des Backpapiers in den Topf geben, Deckel aufsetzen und in den Ofen stellen. Gleichzeitig schon eine Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Brot zunächst bei 250° 20 Minuten bei geschlossenem Deckel backcn, dann die Hitze auf 200° reduzieren und weitere 10 Minuten backen. Schließlich den Deckel abnehmen und das Brot weitere 30 Minuten backen. Danach per “Klopfprobe” schauen, ob das Brot fertig ist: Dazu das Brot mit einem Tuch aus dem Topf heben (Vorsicht: sehr heiß!) und mit dem Knöchel des Zeigefingers auf die Unterseite des Brotes klopfen – wenn sich das dumpf anhört, ist das Brot fertig.

Meine Tipps und Erfahrungen:
– Mein Sauerteig ist eher feucht, was das Brot schön saftig und großporig macht.
– das verwendete Mehl hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität und den Geschmack des Brotes. Ich verwende ein demeter-Rogggenmehl aus einem Hofladen in der Nähe und habe ebenfalls gute Erfahrungen mit frisch gemahlenem Bio-Roggenmehl (eigene Züchtugnen, alte Sorten) gemacht. Hingegen hatte ich übdrhaupt keine guten Resultate mit einfachen abgepackten Mehlen aus dem Bio-Supermarkt.
– Ich verwende keine Maschine zum Kneten, weil ich eher “rühre und falte” statt zu kneten, das mag der Teig offenbar lieber.
– Bei der Ruhezeit auf folgende Regel achten, die ich aus den Informationen aus dem Buch abgeleitet habe, und die sich bei mir sehr bewährt hat: der Teig sollte weiterverarbeitet werden, wenn er seine größte Ausdehnung im jeweiligen Schritt erreicht hat. Er fängt dann wieder an zusammenzufallen, weil er “Futter” braucht und das ist kontraproduktiv. Man entwickelt irgendwann ein gutes Gespür für den richtigen Zeitpunkt…
– ich verwende weder Plastik- noch Edelstahl-Schüsseln, während der Teig reift, sondern ausschließlich Keramikschüsseln und ich decke die Schüsseln immer mit einem feuchten Leinentuch ab (auch hier lauwarmes Wasser verwenden).
– Im 2. Schritt kannst du – neben dem Salz – nach Belieben auch andere Gewürze hinzufügen, z.B. Brotgewürz, Koriander oder Kümmel.
– Die Backzeit von insgesamt 1 Stunde reicht bei mir immer aus, bezieht sich aber auf das verwendetet Mehl, die verwendeten Mengen und die angegebenen Temperatueen. Wenn du etwas veränderst, kann es sein, dass dein Brot länger oder kürzer backen muss, probier es per Klopfprobe aus.

Falls du – wie ich – deinen eigenen Sauerteigstarter ansetzen möchtest, auch hierzu noch ein paar Tipps von mir:

– setze den Sauerteigstarter in einem mit warmem Wasser angewärmten Keramkgefäß an
– verwende, wenn du den Starter fütterst, lauwarmes Wasser, nicht kaltes
– sorge dafür, dass der Raum, in dem der Starter steht, warm genug ist und dass der Starter keine Zugluft bekomt.
– nicht jedes Mehl funktiniert gleich – notfalls sind mehrer Anläufe nötig. Wen ndu einmal einne kräftigen Starter angesetzt hast, soger dafür, dass du ihn immer weiter vermehrst.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Experimentieren und freue mich sehr auf eure Kommentare.
Wenn du magst, poste sehr gerne ein Foto von deinem Brot!

Viele liebe Güße
Cala

 

Wie sich das Glück in 4 Tagen vermehrt (Buchvorstellung)

Dieser Beitrag wurde unterstützt vom DVA-Verlag und enthält Werbung für das Buch “Sauerteig” von Martina Goernemann.

Als die Pressemitteilung für dieses Buch kam, wusste ich:
Das ist genau meins, dieses Buch muss ich mir ansehen. Ich liebe Brot und ich liebe es, Brot zu backen. Und erst recht liebe ich Sauerteig. Sauerteigbrot ist kulinarisch in meinen Augen überhaupt eines des schönsten Lebensmittel, die es gibt…

Als Ernährungsberaterin sehe ich das Thema Getreide natürlich kritisch. Wer Probleme mit dem Darm hat, sollte da auch ganz genau hinschauen. Trotzdem überzeugt mich ein genereller Verzicht auf Getreide auch nicht – es sei denn natürlich, jemand hat eine nachweisbare Unverträglichkeit (Zöliakie).

Ein Übermaß an Getreide kann allerdings tatsächlich eine Belastung werden und ich mache selber deshalb regelmäßig konsequent getreidefreie Phasen und pflege meinen Darm. Auf diese Weise bleiben Getreide und Brot etwas Besonderes für mich und umso mehr, weiß ich es zu schätzen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass immer mehr Stimmen laut werden mit der Vermutung, dass vielleicht gar nicht das Getreide selbst das Problem ist, sondern a) die wahnwizigen Mengen, die wir davon essen und b) unsere modernen Verarbeitungsweisen. Dazu kommt aber leider auch das geschwächte Darmmilleu, das ganz viele Menschen heute plagt, das ist ein großes Thema in meiner Beratung.

Ein mehrstufiges Sauerteigbrot jedenfalls, das aus nichts anderem besteht, als aus Mehl bester Qualität und Wasser, ist sowohl geschmacklich als auch qualitativ ein ganz anderes Lebensmittel als das industriell gefertigte “Husch-Husch-Brot” mit jeder Menge Zusatzstoffe und Backtriebmitteln, das es heute überall zu kaufen gibt. Wir haben auch hier – wie in so vielen Bereichen – verlernt, Geduld zu haben und das hat seinen Preis.

Ein echtes Sauerteigbrot – ein gutes Sauerteigbrot – braucht Zeit und Geduld und ganz viel Liebe.

Zutaten, die aus vielen Küchen heute leider verschwunden sind.

Umso schöner, wenn solche Traditionen wieder aufleben und dafür sind Werke wie dieses natürlich geradezu prädestiniert.

Deshalb jetzt unbedingt zurück  zu dem großartigen Buch von Martina Goernemann. Die Autorin macht sich mit ihrem Sauerteigstarter, den sie liebevoll “VITUS” nennt, auf die Reise. Sie trifft überall auf der Welt Menschen, die sich – aus unterschiedlichen Gründen – privat oder beruflich mit Sauerteig(brot) beschäftigen.
Die Autorin erzählt deren Geschichten, während sie gemeinsam mit ihnen Brot backt, sich die jeweiligen Lieblings-Rezepte zeigen lässt und Erfahrungen austauscht.

Entstanden ist ein spannendes, kurzweiliges, teilweise sehr berührendes und wunderschönes Buch – ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und las es in wenigen Tagen buchstäblich von A bis Z. Nicht das kleinste Fitzelchen wollte ich mir entgehen lassen…

Die Autorin Martina Goernemann | Foto: Barbara Simon (c) DVA Verlag

Wer ein Backbuch erwartet, ist hier falsch. Trotzdem fließen die Anleitung für eine Fülle von Broten und sogar das Rezept für einen eigenen Sauerteigstarter mit ein – das Buch ist voller wertvoller Tipps und Ideen. Ganz zu schweigen natürlich von den schönen Geschichten, die hier gesammelt wurden und die von der Leidenschaft für gutes Brot und den Sauerteig erzählen.

Martina Goernemann ist Journalistin und Autorin. Sie bloggt täglich auf “Raumseele” (hier) und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht (das Sauerteig-Buch ist ihr siebtes). Die wunderschönen Fotos im Buch stammen von Barbara Simon.

Die Geschichten sind so unterschiedlich wie die Rezepte für gutes Brot. Karl De Smedt z.B. leitet die Sauerteig-Bibliothek in St. Veith und ist ein Experte für Sauerteige und Sauerteig-Starter. Vanessa Kimbell hat sich an ihre Kindheit erinnert und mit dem Sauerteig ein neues Leben angefangen, als sie dachte, nie mehr Brot essen zu können. Pablo Paluke hat durch das Brotbacken auf den richtigen Weg zurückgefunden und Oma Frieda gab die Leidenschaft für gutes Brot an ihre Tochter und die Enkelinnen weiter. Für viele wurde die Liebe zum Brot zu einer zweiten Chance – wie für John van den Broek, der mit der Liebe zum Brot auch die Liebe seiner Frau wiederfand. Diese und viele andere große und kleine Geschichten werden im Buch lebendig, Seite für Seite. Und alle verbindet diese großartige Leidenschaft für gutes Brot…

Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die Geschichte von Stefan Heins, der auf wunderbare Weise die Backstube des Klosters Wettenhausen und das Brot von Schwester Columba zu neuem Leben erweckt hat. Jetzt gibt es dank ihm im Kloster wieder regelmäßig Backtage. Oder die Geschichte von Dr. Barbara Elisi Carraciolo, die in der größten Erschöpfung ihrer akademischen Karriere den Rücken gekehrt hat und heute dabei ist, eine kleine Bäckerei mit Café zu eröffnen…

Dazu gibt es unendlich viele Tipps rund ums Brot – z.B. was man mit alten Mehlsäcken machen kann, wie man Brot aufhebt und dem Teig bei Gehen behilflich sein kann, wie wichtig richtiges Abwiegen ist und wann man seinem Bauchgefühl vertrauen kann, aber auch wie die schönen Symbole auf manche Brote kommen. Das Buch ist eine Fundgrube und auch dank der tollen Bilder eine Bereicherung für jede Koch- und Backbuchsammlung.

Das Buch macht nicht nur Lust auf Brot, es ist Futter für die Seele – darin zu blättern und zu lesen macht unendlich Spaß.

Vor allem aber juckte es mich umgehend in den Fingern, sobald ich die ersten Seiten gelesen hatte und ich setzte meinen eigenen Sauerteig-Starter an… Meine Erfahrungen habe ich dokumentiert und werde sie euch – um den Rahmen hier nicht zu sprengen – im nächsten Post ausführlich schildern. Vorab kann ich verraten: die Geduld mit dem Sauerteig zahlt sich wirklich aus. Schon lange hat es bei uns nicht mehr so wunderbar nach frischem Brot geduftet…

Martina Goernemann
Sauerteig – das Glück vermehrt sich in 4 Tagen
ISBN 978-3421040954
DVA-Verlag, 192 Seiten
29,95 €

…ausgelesen und (wieder) angefangen…

ausgelesen:
Taiye Selasi, “Diese Dinge geschehen nicht einfach so”

Ich gebe zu: der Stil ist nicht ganz meins. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven und mit vielen Rückblenden erzählt – das ist mir oft zu durcheinander.
Trotzdem: Unterm Strich hat mich der Roman so sehr fasziniert, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.

Es geht um eine Familiengeschichte, die in Afrika ihren Anfang nimmt und die Familienmitglieder schließlich in der ganzen Welt zerstreut. Die unterschiedlichen Facetten und Schicksalswendungen beieinflussen und prägen die einzelnen Familienmitglieder auf unterschiedliche Weise. Und wie es in Familien oft so ist: Kaum jemand weiß wirklich, was im anderen vorgeht. Wer risktiert es schon nachzufragen oder sich mitzuteilen, wenn Wegsehen (oder Weglaufen…) einfacher oder sicherer erscheint, vielleicht sogar der einzig denkbare Ausweg ist? Es mag die Angst vor dem Unerträglichen sein oder die immerwährende Furcht, selber missverstanden zu werden, die uns mitunter blind, taub und stumm macht.

Verstrickt in Liebe, Eifersucht, Schuld und Mischuld, Scham und Angst ist das eigene Handeln im “System Familie” ja immer auch wieder ein Ergebnis der dort gemachten Erfahrungen.
Nicht nur das eigene, auch das Leid des anderen kann schwer auszuhalten sein und manchmal erkennt man über das eigene Schicksal hinaus nicht einmal die Not des anderen.

Die präzise Beobachtung dieser innerfamiliären Verstickungen sind es, die – in meinen Augen –  die Faszination des Romanes ausmachen. Deshalb hat mich dieses Buch, das 2013 eines des meistbesprochenen Bücher überhaupt war (und das ich insofern mit großer “Verspätung” gelesen habe…), auch sehr bewegt.

Der Roman ist 2013 im Fischer-Verlag erscheinen und es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen ab 12 € beim Buchhändler deines Vertrauens. Falls du mein (gebrauchtes) Exemplar haben möchtest, schreib mir bitte – ich schicke es dir kostenlos gegen Übernahme der Versandkosten.

(wieder) angefangen:
Mein Kleiderschrankprojekt

Im Moment ist das Thema Minimalismus mal wieder sehr präsent bei mir (ich komme bestimmt noch öfter darauf zurück…). Vor allem mein übervoller Kleiderschrank beschäftigt mich von Zeit zu Zeit sehr.

Zu Weihnachten hatte ich mir das Buch “Das Kleiderschrankprojekt” (hier) gewünscht und habe dort sehr  wertvolle Anregungen gefunden. Vor allem habe ich verstanden, dass ich viele Kleidungsstücke besitze (besser “besaß”, denn ich bin jetzt schon einen deutlichen Schritt weiter…), die überhaupt nicht zu meinem Alltag pass(t)en. Erst wollte ich das gar nicht so richtig wahrhaben, habe aber meine “Hausaufgaben” in Form der vorgeschlagenen Übungen gemacht und festgestellt, dass da was dran ist. Jetzt wundere ich mich auch nicht mehr, dass viele Kleidungsstücke ungenutzt in meinem Kleiderschrank hingen, obwohl ich sie wirklich gerne mochte (und mich deshalb auch nicht von ihnen trennen konnte).

Ich habe die Anregungen aus dem Buch jedenfalls genutzt, um dem Inhalt meines Kleiderschrankes noch mal einer strengen Prüfung zu unterziehen, eine Struktur zu finden und endlich auszumisten. Ich bin erstaunt, wie viel das in Bewegung gebracht hat. Ich bin lange noch nicht fertig, aber es hat sich viel getan, das macht sich bemerkbar.

Parallel habe ich das Buch  “Einfach leben – ein Guide für einen Minimalistischen Lebensstil” (hier) regelrecht  “verschlungen”, das ich im letzten Jahr auf der Buchmesse entdeckt und mir jetzt – gebraucht 😉 – zugelegt habe. Es ist ein großartiges Sammel- (und Nachschlage-) Werk zum Thema Minimalimus mit unzähligen praktischen Tipps, vielen nützlichen Adressen und spannenden Geschichten, von Menschen, die mehr oder weniger umfangreich Minimalismus in ihrem Leben umsetzen.

Schon während der Lektüre habe ich mich mit neuem Elan wieder ans Ausmisten gemacht – bei uns hat sich über die Jahre wirklich elend viel angesammelt, teils eigene Sachen, teils aber auch Dinge, die wir von anderen übernommen haben, die keinen Platz mehr dafür hatten und die zu schaden waren, um sie wegzuwerfen. Ich kann manchmal gar nicht fassen, was wir alles “horten”…

Ich gebe unumwunden zu: Ich bin ein ganz, ganz schlechter “Wegwerfer”. Ich kann mich nur sehr schwer von Sachen trennen. Zum einen habe ich Sorge, ich könnte sie vermissen, wenn sie nicht mehr da sind, zum anderen mag ich es nicht, wenn Sachen, die “eigentlich noch gut sind” auf dem Müll landen. Müll gibt es – finde ich – schon mehr als genug. Und so mache ich mich oft auf die – leider meist langwierige und zähe – Suche nach jemandem, der für die Sachen, die ich nicht mehr brauche, vielleicht noch Verwendung finden könnte. Manchmal wünschte ich mir aber doch – wenigstens vorübergehend – so eine “Deckel-auf-und-rein-damit”-Einstellung, das würde vieles erleichtern…

Das Thema “Loslassen” ist jedenfalls ein Lebensthema von mir und Impulse dazu sind deshalb auch immer willkommen. Und seitdem ich verstande habe, dass ich die Dinge, die ich mir zulege nur schwer wieder loswerde, bin ich sehr viel achtsamer mit meinem Konsum geworden.

Ich laufe sehr viel weniger und wenn ich etwas kaufen, dann ****** Immerhin kaufe ich seit vielen Jahren schon fast ausschließlich gebrauchte Sachen, um wenigstens so meinen Beitrag zu Müllvermeidung und gegen “Fast Fashion” zu leisten – ich finde es erschreckend und unerträglich, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen, um Dinge zu besitzen, die eigentlich gar keinen Wert haben.

In Sachen Kleiderschrank habe ich wirklich gründlich nachgedacht und festgestellt, dass ich mir manchmal gar nicht so sicher bin, ob ich bestimmte Teile nur im Moment nicht trage (weil ich einfach zu viel Auswahl oder gerade andere Lieblingsteile habe), oder ob ich sie generell nicht mehr tragen werde. Das nicht sicher zu wissen, macht das Ausmisten schwierig. Um mich durch solche Überlegungen nicht zu sehr zu blockieren, musste für mich deshalb ein Kompromiss her und ich glaube, einen guten gefunden zu haben. Alles, was nicht ganz sicher gerade zu meinen Bedürfnissen passt, packe ich erst mal rigoros in Kisten. In einem zweiten Schritt werde ich diese Kisten nochmal durchgehen (ja, sowas mache ich wirklich…) und entscheiden, was ich final mit den einzelnen Teilen tun werde.

Capsule Wardrobe?

Vermutlich werde ich zu einem System übergehen, bei dem immer ein paar Kleidungsstücke in Kisten wandern, aus denen ich mir von Saison zu Saison einzelne Teile aussuche, auf die ich grade mal wieder Lust habe. Das ist keine Erfindung von mir. Das Prinzip nennt sich “Capsule Wardrobe” und normalerweise begrenzt man dabei die Stückzahl der Teile, die im Kleiderschrank bleiben dürfen  auf eine ganz bestimmte Anzahl pro Saison.
So weit will ich zwar nicht gehen, aber da ich das (zeitweise) Auslagern für die Sommer- und Wintersaison ohnehin schon praktiziere, könnte das für mich eine gute Lösung sein.

Bis ich beim echten Minimalismus angelangt bin, wird es jedenfalls noch eine Weile dauern.
Es gibt Bereiche bei uns, da wird mir nur vom Angucken schwindelig. Die Tee-Schublade bei uns in der Küche ist so ein Beispiel. Es sieht aus, wie in der Teeküche einer Jugenherberge. Wir könnten problemlos 1 Jahr lang eine 6-köpfige Familie versorgen. Und das, obwohl wir selber gar nicht so viel Tee trinken. Ich habe ein Foto gemacht – aber dann beschlossen, dass ich mich nicht traue, das zu zeigen…

Mir kommt es manchmal so vor, als ob Aufräumen und Ausmisten bei mir ein Lebensprojekt  ist. Dass ich in früheren Jahren sehr viel gekauft, an- und aufgenommen, gebastelt, archiviert  und “gehortet” habe, wird mir jetzt zum Verhängnis, wo ich am liebsten Dreiviertel davon wieder los wäre. Ich habe also noch jede Menge zu tun….

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Cala