Autor: Cala

Dialog zwischen den Kulturen – die Rezepte von Mehmet Susever

Im Dezember 2021 durfte ich für ein Podcast-Interview (hier) Mehmet Susever in seinem Unternehmen „Nautical Elements“  in Bad Oeynhausen besuchen und mit ihm über seine vielen Leidenschaften und Visionen sprechen. Hintergrundinfos und Bilder zum dem Interview findest du auf Calas Welt (hier). Nachfolgend habe ich die Rezepte dokumentiert, die Mehmet mit uns geteilt hat. Salat mit Auberginen, Paprika und Knoblauch vom Grill Auberginen, Paprika und Knoblauch ungeschält auf den Grill legen. Das Gemüse ist gar, wenn es weich wird und zusammenfällt. In eine Plastiktüte geben und verschließen (Mehmet empfiehlt die Zipper-Tüten). In der Tüte abkühlen lassen, dann lässt sich die Schale ganz leicht lösen. Der Knoblauch kann einfach aus der Schale gedrückt werden. Gemüse klein schneiden und mischen, frische glatte Petersilie grob hacken und dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Gläser geben und mit Olivenöl aufgießen. Das Gemüse hält ein paar Tage im Kühlschrank. Schmeckt fantastisch zu frisch gebackenen Brot, aber auch zu Pasta oder Reis. Wer möchte, kann vor dem Servieren Feta-Käse dazugeben. ________________________________________________________________ Mehmets Brotrezept (bitte beachte auch meine Tipps unten) …

Kräuter und Brot – ich liebe diese Kombi…

Getreide ist für den Darm ja so eine Sache (Hintergründe in der aktuellen Podcastfolge über Gluten, hier). Ab und zu gönnte ich mir trotzdem ein schönes Brot, einfach weil es mir schwer fällt, völlig darauf zu verzichten und ich es auch recht gut vertrage. Seit einiger Zeit backen wir unser Brot praktisch nur noch selbst – ich habe schon lange kein Brot mehr gekauft. Dadurch kann ich das Getreide gezielt auswählen und auch die Länge der Teigführung selber bestimmen – all das sind Faktoren, die mitbestimmen, wie gut oder schlecht Brot verträglich ist. In der aktuellen Kräuterzeit essen wir sehr gerne ein Mischung aus gehackten Kräutern (Kräuter, Olivenöl, Knoblauch, Salz) auf geröstetem Brot. Dazu schmecken Tomaten, Ziegenkäse, oder auch Parmesan. Auch Ruccola kannst du auf die gleiche Weise hacken und als „Brotbelag“ essen. Diese Greens sind wunderbares „Futter“ für unsere Darmbakterien und reich an Ballaststoffen und Vitaminen. Wer es verträgt, kann zusätzlich Chiliflocken oder getrocknete Tomaten zum Würzen verwenden, auch ein Würzsalz auf Basis von Nüssen und Hefeflocken schmeckt sehr gut dazu. Was sind deine …

Zum Osterfrühstück: Eier im Glas

Eine schöne Variante von „Eier im Glas“ habe ich heute nach einer Inspiration vom Lindenhoff (hier) zum Osterfrühstück gemacht. Den Lindenhoff besuchen wir traditionell immer auf der Hinreise zu unserem Urlaubsdomizil in Holland. Leider haben Corona und die vermutlich damit verbundenen Umstrukturierungen hier deutliche Spuren hinterlassen und wir sind ganz traurig, dass der „alte“ Lindenhoff in dieser Form nicht mehr existiert. Ob das zurückkommt? Vor Corona war der Lindenhoff nicht einfach nur ein sehr edler Hofladen (Fleisch, Gemüse, Brot und Käse), sondern man konnte hier herrlich lunchen und Kaffee trinken – die Karte war zwar immer klein, aber saisonal, frisch und super lecker. Vom Gastronomiebetrieb ist leider so gut wie nichts übrig, das Personal hat gewechselt (viele Menschen, die für uns zum Lindenhoff gehörten, sind leider nicht mehr da) und auch das Sortiment im Laden hat sich verändert – unser Lieblingskäse ist komplett verschwunden und die Preise haben sich dermaßen verteuert (Lindenhoff war immer schon eher edel und hochpreisig…), dass wir außer Brot und Butter diesmal gar nichts mitgenommen haben.  Immerhin gab es diesmal eine …

Buchvorstellung: Anissa Helou – Das Leben ein Fest

#Werbung (unbezahlt) Im Extro meiner aktuellen Podcastfolge „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ (hier), habe ich euch  einen Buchtipp gegeben, den ich gerne auch hier nochmal aufgreifen möchte. Es geht um das Buch „Das Leben ein Fest“ von Anissa Helou, das im Sommer 2020 im at-Verlag erschienen ist. Der Untertitel „Kochbuch der islamischen Welt“ verrät, worum es geht, es handelt sich nämlich um eine dicke Sammlung von Rezepten vor allem aus Arabien, Persien und Nordafrika, großformatig und mit vielen Bildern. Es ist nicht nur eine Sammlung mit über 300 authentischen Rezepten, sondern auch ein Buch mit viel Hintergrundwissen über Traditionen, Feste, Geographie, Geschichte und Religion. Vor allem ist es aber die sicherlich bisher umfassendste Sammlung von Rezepten aus der islamischen Welt. Der New Yorker urteilte sogar, das sei eines der bisher 10 besten Kochbücher des 21. Jahrhunderts und ich freue mich wirklich, dass das Buch jetzt auch meine Kochbuchsammlung ergänzt. Man findet hier wirklich alle typischen Gerichte wie Fatoush, Tabouleh, Humus und Falafel, aber auch viele Fleischgerichte und die typischen Lamm- und Auberginengerichte. Wer vegetarisch …

Lecker & gesund: Pfannkuchen mit Kastanienmehl

Der Beitrag enthält Werbung für die Produkte der Firma BAUCK Als Kind liebte ich „Eier-Pfannkuchen“. Die gab es – wenn es sie gab – bei uns grundsätzlich mit Marmelade. Die Reste davon kamen dann auch gerne mal als „Frittaten“ in Suppe. Pfannkuchen mit Weißmehl gibt es bei mir heute nur noch sehr selten. Stattdessen bereite ich sie in einer deutlich gesündere Variante zu, nämlich mit Kastanienmehl. das Rezept habe ich irgendwann mal bei Chefkoch gefunden und für meine Zwecke ein bisschen vereinfacht bzw. abgewandelt. Es funktioniert tadellos und liefert sehr leckere Pfannkuchen – z.B. für ein Sonntagsfrühstück. Ich benutze dafür das großartige Kastanienmehl vom Bauckhof, das ich sowohl aufgrund der Qualität, aber auch wegen des hervorragenden Geschmacks liebe. Den Teig rühre ich auf unterster Stufe im Standmixer. Mit der Dicke muss man etwas experimentieren – dickerer Teig liefert dickere, weichere Pfannkuchen, umso dünner der Teig, desto schneller wird der Pfannkuchen fertig und wenn man sehr dünnen Teig ausbäckt, erhält man eine ganz dünne knusprige Variante. Für den Anfang würde ich raten, ihn ruhig erst mal …

Auf der Alm und zu Hause: Ein Hoch auf gesundes Brot…

#Werbung Wer mich schon eine Weile kennt, der weiß, dass ich zu Brot und Getreide eine zwiespältige Meinung habe. Während meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin habe ich gelernt, dass Getreide ganz oft problematisch ist, Entzündungen im Körper begünstigen kann und häufig für Unverträglichkeiten sorgt. Wenn jemand Darmprobleme hat, macht es also durchaus Sinn, mal eine Weile auf Getreide zu verzichten. Die zucker- und getreidefreie Ernährung ist mir ein großes Anliegen und ich habe mehrere Rezeptsammlungen dazu geschrieben (hier). Andererseits liebe ich Brot. Schlicht und ergreifend. Ich finde es eines der köstlichsten Lebensmittel überhaupt. Eine Scheibe frisches Sauerteigbrot mit Butter oder ganz dünn geschnittenem Käse – ein Traum… Ganz auf Brot zu verzichten, gelingt mir nicht. Seitdem ich durch die Diagnose meiner Fruktoseintoleranz auch nochmal genauer hinschaue, was mir bekommt und was nicht, stelle ich fest, dass Brot überraschenderweise eben nicht zu den Lebensmitteln gehört, die mir persönlich Probleme machen. Allerdings esse ich auch fast ausschließlich sehr hochwertiges, handwerklich hergestelltes Brot, am liebsten mit Bio-Mehlen gebacken. In der aktuellen Folge meines Podcasts habe ich ein Interview mit …

Ein Loblieb auf den Herbst: Maronencreme

Liebst du Maronen auch so sehr wie ich? Herbstzeit – und natürlich auch der beginnende Winter – ist Maronen-Zeit und ich liebe es mit Maronen zu kochen. Auf dem Weihnachtsmarkt sind Maronen für mich ein Muss – nur leider wird dieser Genuss 2020 ja coronabedingt ausfallen. Deshalb muss ich erst recht die schmackhaften Nussfrüchte jetzt vermehrt auf unseren Speiseplan bringen. Pur aus dem Ofen, gekocht als Beilage, als wunderbare Maronen-Suppe oder als leckeren Aufstrich wie hier. Wusstest du, dass Maronen ursprünglich aus dem Gebiet rund um das Schwarze Meer stammen wo sie wild wuchsen? Heute werden sie hauptsächlich in Italien, Spanien und Südfrankreich angebaut.  In vielen Ländern rund um das Mittelmeer wird diese herbstliche Spezialität daher auch besonders geschätzt. In der Toskana isst man z.B. den Castagnaccio, ein Kuchen, der mit Kastanienmehl gemacht wird und der auch auf meiner herbstlichen „to-do-Liste“ steht. Kastanienmehl wird – vor allem weil es glutenfrei ist – inzwischen auch bei uns immer beliebter. Das Fruchtfleisch der Maronen besteht hauptsächlich aus Stärke, hat einen hohen Nährwert und sättigt gut – in …

Herbstliebe – die einfachste (und natürlich beste) Kürbissuppe

Zum Herbst gehören Kürbissuppen. Unbedingt. Selbst mit meiner (hoffentlich vorübergehenden) Fructoseintoleranz verzichte ich nicht komplett darauf (ich esse einfach kleinere Portionen). Kürbis hat auch gar nicht so schrecklich viel Fructose (im Durchschnitt ca. 1,5 g auf 100g Fruchtfleisch), nur summiert sich die Menge halt schnell. 500g Kürbis sind schnell verarbeitet. Aber so gesehen sind Kürbissuppen bei einer Aufnahmestörung für Fructose natürlich immer noch besser als das Fruchtfleisch pur zu essen, z.B. aus dem Ofen (was ohne Frage auch sehr lecker ist…). Für Kürbissuppen gibt es natürlich unzählige Rezepte. Meine Lieblings-Kürbissuppe kommt allerdings mit ganz wenigen Zutaten aus und das macht sie zu einem Alltagsfavoriten bei uns. Muskatkürbis hat – wie ich finde – einen ganz besonders angenehmen, fruchtigen Geschmack. Ich persönlich esse ihn viel lieber als den ganz besonders beliebten Hokaido-Kürbis. Den Muskatkürbis muss man schälen, im Gegensatz zum Hokaidokürbis, bei dem man die Schale (theoretisch) mitessen kann (ich mag sie allerdings nicht und schäle deshalb jeden Kürbis, auch den Hokaido. Muskatkürbisse sind sehr viel größer als Hokaidos – man bekommt sie am besten in …

Saisongemüse Mai & Juni – Blogbeitrag zur aktuellen Podcastfolge

Wer einen Garten hat, der weiß natürlich besonderes zu schätzen, was gerade Saison hat: sämtliche Salate, Radieschen und vor allem Kräuter kann man jetzt schon reichlich ernten. In der aktuellen Podcastfolge (hier) gebe ich euch Tipps, was ihr mit dem Gemüse der Saison so alles anstellen könnt. Das Thema Spargel haben wir schon im April besprochen, deshalb geht es diesmal vor allem um Salate, Kräuter und Erdbeeren 🙂 Beim Thema Erdbeeren kann man gar nicht oft genug auf die wunderbare Erdbeertarte von Ed Brown verweisen (hier). Unser größter Favorit sind aber nach wie vor Erdbeeren mit frischer Sahne – so genieße ich sie wirklich am liebsten. Im Podcast erkläre ich übrigens auch, warum wir nur noch Bio-Erdbeeren essen. Was ich in dieser Jahreszeit am meisten mag, sind frische Salate und Kräuter. Es ist gar nicht so lang her, dass ich angefangen habe, mit reinen Kräutersalaten zu experimentieren. Meine Favoriten sind dabei Kerbel, Koriander und Petersilie – nicht gemischt, sondern einzeln als Basis für einen tollen Salat. Schöne Kombinationen sind z.B. Koriander, Avovado, Mango & Cashewkerne …

Vitaminboost im Winter: Steckrübensuppe

Die Steckrübe (auch „Kohlrübe“ oder „Runkelrübe“)  ist ein typisches Wintergemüse. Weil sie während der Kriegsjahre – wegen ihrer guten Haltbarkeit – oft das einzige war, was die Leute überhaupt noch zu esssen hatten und sie deshalb so ziemlich für alles herhalten musste, verschwand sie nach dem Krieg erst mal für viele Jahre fast vollkommen von der Bildfläche… Erst seit ein paar Jahren erlebt sie – absolut zu Recht – wieder eine Renaissance. Die Steckrübe hast nämlich – wie viele Wintergemüßse – viele gesunde Inhaltsstoffe, die uns gerade jetzt im Winter besonders gut tun. Steckrüben sind kalorienarm (100g haben nur etwa 22 kcal), fettarm und sehr vitaminreich. Sie enthalten Beta-Karotin, viele Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, viel Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K. Auch Mineralien und Spurenelemente haben sie reichlich, vor allem Kalium, aber auch Kalzium, Phosphor, Schwefel, Chlor, Magnesium, Natrium, Flur, Jod, Zink und Eisen. Das Eisen liegt in der Steckrübe zudem in einer Form vor, die besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann. Deshalb sind Steckrüben auch in der veganen und vegetarische Küche sehr …