Wer A sagt, muss nicht B sagen…

…er kann auch erkennen, dass A falsch war
(Bertold Brecht)

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So, nachdem dieses Wochenende überraschend doch ganz anders verläuft als es ursprünglich geplant war, habe ich heute Morgen erst mal die Vorräte aufgestockt und mich dann entspannt ans Kochen & Backen gemacht :)

Letzte Woche haben wir in einem Restaurant einen eher traurigen solchen gegessen und so habe ich heute selber einen Versuch gestartet und einen veganen Flammkuchen gebacken – mit wunderbar dünnem Teig (natürlich ohne Hefe) und einer würzigen Cashew-Creme als Basis. Wir fanden ihn (fast) perfekt.

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Rezept Flammkuchen mit Cashewcreme

Zutaten für den Teig* (pro Portion)
1 EL Öl
60 ml Wasser
1 Prise Salz
125 g Dinkel- oder Weizenmehl

Alles miteinander vermischen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten, dann mit der Hand weiterkneten (falls der Teig zu feucht ist, kannst du noch etwas Mehl dazugeben). Ca. 20 Minuten ruhen lassen, dann zwischen zwei Backpapierstücken so dünn wie möglich ausrollen.

(*…das Grundrezept für den Teig habe ich von hier.)

Zutaten für die Cashewcreme (pro Portion)
eine große Hand voll Cashewkerne
ca. 150 ml Wasser
ca. 3 Esslöffel Hefeflocken
Salz

Cashews und Wasser in einem Hochleistungsmixer zu einer feinen Sahne pürieren. Hefeflocken dazugeben, sehr gründlich durchmixen.
Flüssigkeit in einen Topf geben und vorsichtig aufkochen, dann auf mittlerer Hitze etwas einkochen, bis eine streichfeste Creme entsteht. Ggf. mit etwas Salz abschmecken. Abkühlen lassen.

Zutaten für den Belag (pro Portion)
½ rote Paprika
½ Gemüsezwiebel
1 kleine Stange Lauch

Gemüse waschen. Paprika in hauchdünne Steifen, Zwiebeln und Lauch in ganz dünne Scheiben schneiden.

Fertigstellen:

Ofen auf 250° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Das obere Backpapier vom ausgerollten Teig abziehen. Cashewcreme auf dem ausgerollten Teig verstreichen (unbedingt bis an die Ränder streichen). Gemüse darauf verteilen und ganz leicht salzen. Flammkuchen auf dem unteren Backpapier auf einem Gitterrost zunächst 5 Minuten in den Ofen geben, dann die Hitze auf 220° reduzieren und nochmals ca. 5 Minuten backen.

Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln und mit frischem Pfeffer würzen.

Zum Dessert gabt es eine Abwandlung von diesem Mangokuchen – passend zur Jahreszeit mit wunderbaren Aprikosen aus dem Odenwald.

Rezept Aprikosenkuchen

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Den Teig habe ich nach diesem Rezept zubereitet, jedoch statt der Mango ca. 12 mittelgroße Aprikosen verwendet. Aprikosen waschen, halbieren, die Kerne entfernen und in feine Spalten schneiden. Die Hälfte davon mit 5-6 Esslöffeln Wasser zum Kochen bringen, dann die Hitze auf ein Minimum reduzieren und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen, dann diese Masse vorsichtig unter den Teig ziehen. Jetzt den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und die restlichen Aprikosenspalten darauf verteilen. Ich habe bei
180° ca. 75 Minuten gebacken (in der ersten Dreiviertelstunde auf keinen Fall den Ofen öffnen, danach per Stäbchenprobe kontrollieren, wann der Kuchen fertig ist. Er schmeckt wunderbar als Dessert oder zu einer Tasse Kaffee…

In diesem Sinne euch einen schönen Sonntag und
viele liebe Grüße
Cala

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Margarete Backstage oder: zwei Brüder, zwei Köche und eine geniale Erfindung

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Wer mich kennt und schon eine Weile meinen Blog und meine Beiträge auf Facebook verfolgt, weiß, dass mein erklärter Favorit unter den veganen Frankfurter Restaurant-Optionen das Margarete in der Braubachstraße ist. Hier gibt es zwar nur sonntags rein vegane Küche, dafür ist die aber vom Allerfeinsten.

Am vergangenen Sonntag durfte ich hinter die Kulissen schauen.

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Verantwortlich für den veganen Sonntag im Margarete sind die Brüder Johannes und Joseph Schreiter. Beide sind als Köche Quereinsteiger, beide leben privat überwiegend vegan. Johannes kocht auch unter der Woche im Margarete, Joseph arbeitet hauptberuflich als Designer.

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Raffaela Schöbel, Inhaberin und Geschäftsführerin im Margarete, unterstützt den veganen Sonntag aus Überzeugung

Inzwischen ist der Sonntag im Margarete zu einer echten Institution in der Frankfurter Restaurantszene geworden – und das nicht nur unter veganem Publikum. „Anfangs haben sich manchmal noch Gäste beschwert, die zufällig sonntags reserviert hatten und enttäuscht über die fleischlose Karte waren“, erzählt uns Margarete-Inhaberin und Geschäftsführerin Raffaela Schöbel, die sonntags immer vor Ort ist und sich persönlich um den Service kümmert. Mittlerweile komme es nur noch ausgesprochen selten vor, dass sich ein Gast „verirrt“ und enttäuscht geht. „Der vegane Sonntag ist mittlerweile fest verankert und sehr gut besucht.“

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Gekocht wird kreativ und extrem abwechslungsreich mit saisonalem Gemüse, ausgesuchten Gewürzen und Kräutern. Die Karte wird jede Woche überarbeitet und nach den neuen Ideen der Köche angepasst. Hier geht es nicht darum, irgendwelche Gerichte vegan nachzubauen, sondern mit veganen Zutaten auf höchstem Niveau gesund und genussvoll zu kochen. Wer sonntags ins Margarete geht, will nicht essen, sondern genießen – dass die Karte nebenbei auch vegan ist, vergisst man beinah.

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„Unser Ziel ist ein phantasievoller Umgang mit Gemüse, ein fröhliches, genussvolles Essen ohne tierische Begleitung und ohne Verzicht“, erklärt mir Johannes, während er die Tomaten für die Vorspeisen auf Bleche verteilt, die jetzt mit reichlich Gewürzen mindestens zwei Stunden in Ofen schmoren werden.

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Dass die beiden Brüder in jeder Hinsicht ein eingespieltes Team sind und ihre Ideen mit großem Durchhaltevermögen in die Tat umsetzen, zeigen sie bei ihrem jüngsten Projekt. Auf Basis ihrer praktischen Erfahrungen haben sie ein Profi-Schneidbrett mit  ausgeklügelten Details entwickelt.

„Die Idee kam mir, als ich sah, wie sich im größten Küchenstress ein Kollege eine Box unter sein Schneidbrett klemmte, um die Küchenabfälle direkt entsorgen zu können“, erzählt Johannes.

Entstanden ist das „Frankfurter Brett“, ein massives Multi-Funktions-Brett, das in drei Größen erhältlich sein wird und für den ambitionierten Hobbykoch gleichermaßen interessant ist, wie für Profis und Gastroküchen. In das Brett eingearbeitet sind ausziehbare Halterungen für die klassischen Gastro-GN-Behälter. Hier finden Zutaten, Schnittgut, Abfälle und Werkzeuge Platz, so dass das Arbeiten effizient, platzsparend und professionell wird – ganz zu schweigen von dem Spaß, den es macht, so zu arbeiten.

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Die Profi-Version, die ich im Margarete bewundere, liegt zudem rutschfest auf einem massiven Sockel aus schwarzem Gussbeton.

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Seit drei Jahre arbeiten die Brüder jetzt mit Partnern aus der Industrie an der Umsetzung ihrer Idee, haben Prototypen entwickelt, Partner gesucht und gewechselt und unzählige Hürden genommen. Nun soll die pfiffige Erfindung durch Crowdfunding finanziert werden und in Produktion gehen.

Wenn du mehr über das Frankfurter Brett erfahren möchtest, schau dir diese beiden YouTube-Videos an:

Zum Crowdfunding-Projekt (und damit zur Möglichkeit, dir dein eigenes Brett zu sichern), geht’s hier.

Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende
Cala

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Der beste Johannisbeerkuchen aller Zeiten….

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Ich liebe Johannisbeeren. Ich mag die feine Säure und das herrliche Aroma.
Ich esse sie pur und im Müsli, aus dem Ofen (im WECK-Glas), als Konfitüre und genieße bei dem heißen Wetter eine herrlisch erfrischende Johannisbeerschorle…

Sehr, sehr gerne mag ich Johannisbeerkuchen – und ich liebe diesen…
Für den Teig habe ich dieses Beerenkuchen-Rezept aus dem letzten Jahr abgewandelt und ich mache gerne eine kleine Menge, die für uns zu zweit ausreichend ist (wer einen größeren Kuchen haben möchte, nimmt einfach die doppelte Menge der Zutaten).

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Johannisbeer-Grieß-Kuchen
(für eine Kastenform, ergibt 4 große oder 6 kleine Stücke)

2-3 EL Kokosöl
175g Soja-Joghurt Natur
55g Zucker
1-2 EL Arche Vanille-Pudding
110g Grieß – ich mische Dinkelgrieß mit 2-3 EL Hartweizengrieß
1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
3 große Hände voll Johannisbeeren

Zubereitung:

1. Ofen auf 180° vorheizen, Backform mit Backpapier ausschlagen.

2. Beeren mit Hilfe einer Gabel von den Stielen streifen und vorsichtig abspülen.
Abtropfen lassen.

3. Kokosöl schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Kokosöl, Soja-Joghurt, Zucker, Vanille-Pudding und Salz mit einem Schneebesen oder den Rührstäben einer Küchenmaschine zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.

4. Grieß mit Backpulver mischen und unter ständigem Rühren in die Soja-Joghurt-Masse rieseln lassen, gut verrühren.

5. Teig in die Kastenform füllen und die Johannisbeeren darauf verteilen.

6. Kuchen für 30-45 Minuten in den Ofen geben (Stäbchenprobe).

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Viel Spaß beim Ausprobieren & genießt den Sommer :)

Liebe Grüße
Cala

 

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Goodbye Spargelzeit: dicke Spargelspitzen aus dem Ofen mit Kartoffelgratin & das Rezept für meine Linsen-Zitronen-Creme

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Die Spargelsaison ist vorbei… Der Bauer, von dem wir unseren Spargel bekommen, sticht schon seit einer Woche nicht mehr, auf dem Markt gibt es zwar noch den einen oder anderen Stand, aber das Angebot läuft jetzt definitiv aus.

Und das macht Sinn: Ab Ende Juni sollte kein Spargel mehr geerntet werden.

Zum einen schützt dies die Pflanzen (der Spargel braucht jetzt Zeit zum Wachsen, damit er im nächsten Jahr kräftige Triebe bilden kann), zum anderen wächst er jetzt langsamer und reichert zu viel Oxalat an.

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Ich richte mich immer nach der Saison, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen: ich mag es, bestimmte Gemüse- und Obstsorten dann zu essen, wenn sie ihre Zeit haben und ich mag auch die Vorfreude auf  Gemüse und Obst, das nicht das ganze Jahr verfügbar ist.

Wir genießen den Spargel deshalb immer sehr, wenn er Saison hat und wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich dann auch gerne abwechslungsreich mit Spargel koche. Am Anfang der Saison essen wir ihn am liebsten pur und brauchen dazu nicht mehr als gute Kartoffeln und unser wunderbares Olivenöl. Wenn die erste Lust gestillt ist, fange ich dann an experimentierfreudiger zu werden.

Was es in diesem Jahr allerdings fast gar nicht bei uns gab ist Ofenspargel – es ergab sich einfach nicht.

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Weil Boris Ofenspargel liebt, macht er sich aber gerne welchen, wenn ich nicht da bin und er für sich alleine kocht. Und so kam auch die Idee für dieses Rezept zustande.

Boris benutzt zum Garen eine Auflaufschale, die er mit Alufolie abdeckt (gut festdrücken, damit die Folie so dicht wie möglich abschließt!). Den geschälten Spargel übergießt er mit etwas Olivenöl und gibt grobes Meersalz darüber.

Ich habe das ausprobiert und ein Kartoffelgratin dazu gemacht, das ich entweder in in der gleichen Schale oder in einer zweiten Auflaufform parallel gare: Kartoffeln schälen, in sehr dünne Scheiben schneiden und aufgefächert in eine Auflaufform legen, darüber Olivenöl, Salz und etwas Zitronenabrieb geben. Beides kommt für ca. 45 Minuten in den Ofen (175°, Ober- und Unterhitze).

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Schließlich habe ich zum Abschluss der Saison bei unserem Bauern noch mal ganz dicke Spargelspitzen ergattert – diese Stücke, die letztendlich eine Art„Abfallprodukt“ sind, weil die meisten Leute die dünneren Spargel bevorzugen, sind meine absoluten Favoriten, ich liebe diese dicken aromatischen Spargelstücke und bin überglücklich damit nach Hause geradelt.

Um weiter mit dem Ofenrezept zu experimentieren, habe ich diese Spargel im Le-Creuset-Topf zubereitet – herausgekommen ist eine Gaumenfreude par Excellence, die ich unbedingt noch dokumentieren und euch zeigen muss…

Calas Spargelzpitzen auf Kartoffelgratin

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Zutaten (für 2 Personen)
(Achtung: der Topf sollte nicht zu voll sein, damit dich die Aromen entfalten können und alles gleichmäßig gart…).

500g sehr dicke Spargelspitzen (am besten beim Spargelbauern explizit danach fragen)
3-4 mittelgroße Kartoffeln
1 Bio-Zitrone (verwendet wird nur die Schale)
allerbestes Olivenöl
großes Meersalz (ich verwende Sel Gris)

Zubereitung (dauert ca. 20 Minuten, Garzeit 60 Minuten)
Ofen auf 175 ° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und mit einem großen scharfen Messer (am besten funktioniert ein japanische Messer mit gerader Klinge) in ganz dünne Scheiben schneiden.

Den Le-Creuset-Topf (oder einen anderen gusseisernen, ofenfesten Topf) großzügig mit Olivenöl einpinseln. Die Kartoffelscheiben auf dem Boden fächerförmig verteilen. Etwas grobes Meersalz und Zitronenabrieb darüber geben.

Spargelspitzen waschen und falls erforderlich in unteren Teil ein wenig schälen. Auf dem Kartoffeln verteilen, dabei nicht zu hoch aufschichten – eine einzelne Schicht wäre ideal, eine zweite Schicht ist aber möglich. Etwas Olivenöl und grobes Meersalz darübergeben (jedoch keine Zitronenzesten mehr).

Den Topf mit dem Deckel verschließen und 60 Minuten in den Ofen stellen.

Der Spargel sollte danach butterzart, die Kartoffeln gar und eventuell leicht gebräunt sein.

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Als Eiweiß-„Beilage“ lieben wir dazu meine

Linsen-Zitronen-Creme

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Zutaten (pro Portion)
ca. 80g gelbe Linsen
1 Bio-Zitrone (benötigt wird nur der Abrieb)
Meersalz, Kreuzkümmel
1-2 EL bestes Olivenöl

Linsen gründlich abspülen, dann mit der dreifachen Menge Wasser aufsetzen (nicht salzen). Aufkochen, dann auf kleinster Stufe ca. 8-10 Minuten köcheln lassen – die Linsen sollte nicht zu weich werden, weil die Creme sonst zu flüssig wird.

Nach dem Kochen die Linsen in ein Haarsieb abschütten und unter kaltem Wasser spülen.

Olivenöl, Zitronenzesten sowie etwas Salz hinzugeben und zu einer dicken Creme pürieren. Nach Geschmack mit Kreuzkümmel, Salz und Zitronenzesten abschmecken.

Tipp: Diese Creme ist eine wunderbare Eiweiß-Beilage z.B. zu gegrilltem oder gebackenem Gemüse – und eben auch zu Spargel. Sie ist im Handumdrehen gemacht und eignet sich nicht nur gut zum Mitnehmen und als Brotaufstrich, sondern auch, wenn man kein anderes Eiweiß im Haus hat und spontan auf etwas zurückgreifen möchte. Wer keinen Kreuzkümmel mag, kan ihn problemlos weglassen, auch die Variante ohne Kreuzkümmel ist sehr lecker.

Liebe Grüße und eine schöne Woche
eure
Cala

 

 

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Pilz-Zitronen-Risotto mit weißem Trüffelöl und Spargelspitzen

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Dieses herrliche Pilz-Risotto habe ich am Montag gekocht und fotografiert, nachdem es bei uns den ganzen Tag unerbittlich geregnet hat. Mit den Hunden konnte man grade mal eine schnelle Runde laufen – so fiel unser großer Mittagsspaziergang dem Wetter zum Opfer und ich hatte Zeit, genüsslich zu kochen und mir dieses schöne Rezept zu überlegen.

Zutaten (für 2 Portionen)
2 kleine Schalotten
ca. 150g Risottoreis
ca. 100g gemischte Pilze: Austernpilze, Shiitake, Kräutersaitling
1 Zehe frischen Knoblauch
etwas Olivenöl
ca. 100g feine Spargelspitzen
Meersalz, Pfeffer
1 Bio-Zitrone
heißes Wasser oder (besser): Spargelfond
6-8 Macadamianüsse
sehr gutes Trüffelöl (ich benutze dieses Trüffelöl von Ppura)
etwas glatte Petersilie


Vorbereitungen

– Reis gründlich waschen bis das Wasser klar bleibt.
– Pilze putzen und in feine Scheiben oder Streifen schneiden.
– Zwiebeln in feine Würfel schneiden.
– Knoblauch in hauchdünne Scheiben schneiden.
– Macadamianüsse in einer kleinen Schüssel mit kochend heißem Wasser überbrühen.
– Spargelspitzen waschen, schälen (falls erforderlich), in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

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Zubereitung

Etwas Olivenöl in einer Edelstahlpfanne erhitzen (Vorsicht: nicht zu heiß!) Zwiebeln glasig anbraten, Hitze etwas reduzieren, dann die Pilze und den Knoblauch dazugeben.
Etwas anschmoren, dann den Reis hinzugeben und ebenfalls mit anbraten.

Leicht salzen, und etwas Zitronenabrieb dazugeben. Etwas heißes Wasser (oder Spargelfond) angießen, so dass der Reis grade bedeckt ist (keine kalte Flüssigkeit verwenden, sie stoppt sonst ständig den Garprozess).
Hitze auf ein Minimum reduzieren und warten, bis der Reis die Flüssigkeit vollständig aufgenommen hat. Dann wieder etwas Flüssigkeit angießen. Dies so lange fortsetzen, bis der Reis fast gar ist (ich mag ihn bissfest und probiere zwischendurch immer, bis er die Konsistenz hat, die ich mag…).

Inzwischen Salzwasser zum Kochen bringen und die Spargelspitzen hineingeben – je nach Dicke brauchen sie 3-8 Minuten um gar zu werden.

Die Macadamianüsse mit dem Einweichwasser so lange pürieren, bis eine milchige Flüssigkeit entsteht – ideal ist es, wenn die Macadamianüsse vollständig püriert sind. Durch ein feines Haarsieb abgießen – benötigt wird nur die Flüssigkeit.

Kurz bevor der Reis gar ist, diese Macadamiasahne zum Risotto geben und noch etwas weiterkochen lassen, bis das Risotto sämig wird.

Mit Trüffelöl, Salz, Pfeffer und Zitronenzesten abschmecken (wer möchte kann auch Zitronensaft verwenden).

Risotto auf einem Teller anrichten, Spargelspitzen darauf verteilen mit glatter Petersilie dekorieren.

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du eine Gremolata zum Risotto machen:
dazu Petersilie und Knoblauch hacken und mit Zitronenzesten mischen.

 

Viele Spaß beim Ausprobieren, genießt die Sonne und das lange Wochenende

Eure
Cala

 

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Grüner Spargel mit Cocktailtomaten und Pilzen

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Habt ihr das lange Pfingstwochenende genießen können? Schade, dass das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat, wir hatten uns sehr auf ein paar sonnige Tage gefreut.

Aber trotz allem haben wir es uns natürlich schön gemacht.
Am Samstag waren zu einem privat Dinner auf dem Main bei Tina (hier) – das war wunderbar…
Sehr nette Tischnachbarn und ein ganz tolles Menü haben uns einen rundum schönen und sehr gelungenen Abend beschert.

Am Montag habe ich dann wieder selber gekocht und diesen Spargelsalat gemacht – wir essen ihn sehr gerne zu Ofenkartoffeln:

Grüner Spargel mit Cocktailtomaten und Pilzen

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Zutaten (für 2 große Portionen)
500g grüner Spargel
6-8 Cocktailtomaten
100g Austernpilze
50g kleine Kräutersaitlinge
Olivenöl
Aceto Balsamico (möglichst beste Qualität)
Meersalz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Zubereitung
Spargel waschen und die unteren 2/3 schälen. In 3-4 cm lange Stücke schneiden.
Cocktailtomaten waschen, halbieren oder vierteln. Pilze putzen und in mundgerchte Stücke schneiden.

Spargel in kochendem Salzwasser je nach Geschmack bissfest garen (sie sollten nicht zu weich werden). Abschütten und abkühlen lassen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze vorsichtig anbraten (Achtung, das Olivenöl darf nicht zu heiß werden), etwas schmoren lassen, bis die Pilze gar sind, dann vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

Spargel, Pilze und Tomaten in eine Schüssel geben. Mit 2-3 EL Aceto, 1-2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
viele liebe Grüße
Cala

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Sommerliche Rhabarbertarte

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Wie habt ihr den Feiertag verbracht? Wart ihr eingeladen? Seid ihr ausgegangen? Oder seid ihr einfach daheim geblieben wie wir und habt die freie Zeit und das tolle Wetter genossen?

Kulinarisch ist der Mai ja einer meiner Lieblingsmonate. Ich esse wahnsinnig gern Spargel, im Garten reifen die ersten Erdbeeren und auf dem Markt gibt es jetzt wunderschönen Rhabarber.

Diese Tarte haben wir schon dreimal gebacken, weil wir sie so lecker finden – vielleicht habt ihr Lust, sie nachzubacken:

Sommerliche Rhabarber-Tarte*

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300g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl (ich bevorzuge Dinkelmehl)
75g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1,5 TL Backpulver
125g Alsan (sehr kalt oder sogar gefroren)
6-7 mittelgroße Stangen Rhabarber

Die trockenen Zutaten vermischen, kalte Margarine in Flöckchen dazugeben, gefrorene Margarine hineinreiben. Mit den Knethaken der Küchenmaschine krümelig mischen. Wer keine Küchenmaschine hat, mischt die Zutaten mit der Hand.

Nach und nach 10-12 EL eiskaltes Wasser hinzugeben, so dass die Krümel zusammenklumpen. Teig in eine große flache Schüssel oder auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen schnell zu einer Kugel formen.

In Frischhaltefolie wickeln oder in einen Gefrierbeutel geben und im Kühlschrank ca. 30 Minuten kalt stellen.

In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Rhabarber abspülen, ggf. schälen (manche Sorten wie Himbeerrhabarber müssen nicht geschält werden), in feine Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben – wer möchte kann ihn mit etwas Zucker mischen (ich nehme 1 EL).

Backofen auf 220° vorheizen. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier dünn ausrollen und auf dem Backpapier in eine Tarte-Form geben, so dass ein Rand entsteht.

Überflüssiges Backpapier abschneiden. Belag auf dem Teig verteilen
Die Tarte im Ofen auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten backen.

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Viel Spaß beim Ausprobieren,
liebe Grüße und einen schönes Wochenende

Cala

*) Für den Teig der Rhabarbertarte habe ich mich inspirieren lassen von Nicole Just „La Veganista backt“, S. 96 „Very Berry Pie“. Ebenfalls lecker ist die vegane Zwetschgentarte aus dem letzen Jahr (hier). Ein weiteres Tarte-Rezept – diesmal eine Erdbeertarte aus meiner vor-veganen Zeit – findet hier auf Cala kocht – für eine vegane Variante einfach die Butter durch Margarine ersetzen. Für den Belag könnte man statt Quark Seidentofu oder eine selbstgemachte Cashew-Sahne verweden.

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Kochkurs & Saisongemüse: Deftige Pastasauce mit Räuchertofu und Wirsing


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Morgen Abend halte ich meinen Kochkurs „Vegan kochen im Frühling“ in Neu-Isenburg. Ich freue mich schon sehr darauf, vor allem, weil das ein sehr kreativer alltagsnaher Kurs mit vielen Optionen ist.

Es geht darum, das Gemüse der Saison frisch vom Wochenmarkt zu verarbeiten und ich werde ein paar Ideen geben, wie man mit Basis-Techniken abwechslungsreiche Gerichte auf den Tisch bringen kann.

Auch Wirsing gehört – man glaubt es kaum – im Mai zum Saisongemüse.
Ich mag ihn zur Zeit am liebsten in einer deftigen Variante mit Räuchertofu:

Wirsing mit Räuchertofu und Cashewsahne

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Zutaten (pro Portion)
eine Handvoll Cashewnüsse (oder Cashewbruch)
40g Räuchertofu
2-3 Blatt Wirsing
2 kleine Karotten
2 EL Olivenöl
(Meer-)salz, Pfeffer
Zubereitung
Cashewnüsse mit kochendem Wasser überbrühen, 20 Minuten ziehen lassen.

Räuchertofu in kleine Würfelchen schneiden. Wirsing waschen, den dicken Strunk in der Mitte entfernen und in feine Streifen schneiden. Karotten schälen, erst in Streifen, dann in ganz kleine Würfelchen schneiden.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (Vorsicht, nicht zu heiß!). Karotten anbraten, Wirsing hinzugeben, Hitze reduzieren und etwas schmoren lassen (3-5 Minuten).

Inzwischen die Cashews mit dem Einweichwasser und etwas Salz (ich nehme grobes Meersalz) zu einer feinen, dünnflüssigen Creme pürieren. Wenn sie zu dick wird, etwas heißes Wasser hinzugeben.

Räuchertofu zum Gemüse geben und kurz mitschmoren, dann die Cashewsahne angießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Tipp: Schmeckt großartig als Pastasauce oder zu Kartoffeln – wenn das Gericht ohne Beilage gegessen werden soll, nehme ich mehr Wirsing.

Euch ein schönes Wochenende und
viele liebe Grüße
Cala

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Der Laden auf der Zielgeraden und eine wunderbare Sommersuppe

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Heute lasse ich euch mal einen kleinen Blick in unseren fast fertig renovierten Laden werfen. Boris hat in den letzten Wochen ziemlich geschuftet und jetzt nimmt die Sache tatsächlich Gestalt an – ich freue mich schon sehr! Die Bilder sehen zwar noch nicht so wirklich nach „fertig“ aus, aber das täuscht 😉

Und deshalb peilen wir jetzt auch mal ganz vorsichtig (!) das dritte Mai-Wochenende für die Wieder-Eröffnung an.

Nächsten Samstag haben wir ja noch das Asian-Tasting mit Tine (Infos hier), da ist Boris auch ein bisschen eingespannt und am Freitag darauf habe ich einen Kochkurs, aber danach wird es ruhiger bei uns und wir können uns wieder den Aktivitäten hier vor Ort widmen – es wird Zeit, ich bin nämlich schon ganz unruhig, weil ich so große Lust habe, im Laden wieder aktiv zu werden…

Ich hoffe sehr, dass wir zur Eröffnung gutes Wetter haben werden und auch im Garten sitzen können, dann lassen wir uns sicher etwas Nettes einfallen :)

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Dass wir das Gebälk im Dach freigelegt haben, erweist sich als sehr gute Entscheidung und wir finden, dass alles wunderbar hell und sauber geworden ist, ohne dass wir uns im Stil zu sehr verändern müssen. Für die Elektrik haben wir noch keine endgültige Lösung (außer einer sündteuren Idee…), aber das können wir auch noch mal ein bisschen zurückstellen.

Nun sind also nur noch ein paar „Kleinigkeiten“ zu machen, dann muss der Laden wieder eingeräumt werden und dann kann es losgehen…  Zumindest sind wir also deutlich auf der Zielgeraden und das ist doch schon mal ein Lichtblick :)

Was ich außerdem unbedingt mit euch teilen wollte, ist dieses Rezept für eine Tomaten-Fenchel-Suppe  – wir lieben sie…. Ich hatte sie mir für den letzten Themenabend vor zwei Wochen (Thema „Superfoods“) ausgedacht und seitdem auch schon dreimal für uns gekocht, weil sie wirklich großartig schmeckt. Ich mache sie auf Basis unseres hochkonzentrierten Tomatensaftes – werde sie im Sommer aber auch mal mit frischen geschälten Tomaten probieren, wobei diese dann aber wirklich sonnenreif und sehr aromatisch sein müssen.

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Tomaten-Fenchel-Suppe
Zubereitungszeit nach Vorbereitung der Zutaten: ca. 1,5 Stunden (inkl. Kochzeit)

Zutaten (pro Portion)
1 kleine Fenchelknolle
ca. 200ml eingelegte oder passierte Tomaten – auf allerbeste Qualität achten!
Kokosöl
2 TL Kokosblütenzucker
Salz (ich benutze Sel Gris)
Pfeffer
Kreuzkümmel

Zubereitung

2/3 des Fenchels waschen und klein schneiden. In Kokosöl anbraten und mit Kokosblütenzucker bestäuben. Rühren, bis der Zucker geschmolzen ist.

Tomaten hinzugeben und anschmoren.

Etwa die 3-fache Menge heißes (!) Wasser dazugeben, dann Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel hinzufügen. Nochmal aufkochen, dann mindestens eine Stunde auf kleiner Hitze köcheln lassen. Pürieren und je nach gewünschter Konsistenz ggf. noch etwas Wasser hinzugeben.

Jetzt den restlichen Fenchel hinzugeben, wieder aufkochen, dann runterschalten und nochmals ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Wieder pürieren und mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Nachkochen und liebe Grüße

Cala

 

 

 

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Pippos Geschichte

Pippo

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber manchmal ergreift mich eine Geschichte und lässt mich nicht mehr los. So ging es mir, als ich über Facebook auf Pippos Blog stieß und „das letzte Kapitel las„.

Inzwischen habe ich ein bisschen auf dem Blog gestöbert und ich möchte euch einladen es ebenfalls zu tun.

Natürlich: Es gibt viel Elend auf dieser Welt, ich weiß, und ich kenne auch die gefühlten 4000 Argumente von Menschen, die glauben, ihnen wären die Hände gebunden, aber einen Hund oder eine Katze bei sich aufzunehmen ist vergleichsweise einfach (und neben Kindern vielleicht das größte Glück, das ihr euch vorstellen könnt).

Für ein Wesen wie Pippo bedeutet es die vielleicht einzige Chance jemals.

Pippo hatte nach 14 (!) Jahren hinter Gittern ein paar wunderschöne letzte Monate und zum ersten Mal ein eigenes Zuhause – ist Gassi gegangen, durfte im Garten liegen, hat ein eigenes Bett und Zuwendung bekommen, Gras gerochen, Freude gespürt und das Gefühl gehabt irgendwo hinzugehören.

Mal ganz ehrlich: es gibt für uns Menschen doch nicht so wahnsinng viele Möglichkeiten mal etwas wirklich Bedeutendes, Richtiges und Wichtiges im Leben zu tun, warum nicht damit beginnen…

Ich grüße euch herzlich und wünsche euch ein schönes Wochenende
eure
Cala

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