Energien neu verteilen – oder: Wovon wir uns verabschiedet haben…

Einige von euch haben mitbekommen (oder zumindest zwischen den Zeilen gelesen),
dass das letzte Jahr für uns ziemlich turbulent war.

Wir haben viel nachgedacht, überlegt und diskutiert und am Ende ein paar (eigentlich längst überfällige) Entscheidungen getroffen. Dieser Prozess hat lange gedauert und war  streckenweise auch ziemlich anstrengend und schmerzhaft.

Sich einzugestehen, dass ein aus Überzeugung eingeschlagener Weg eine Sackgasse ist und dass man dafür vielleicht auch zu viele Opfer gebracht hat, ist nicht so leicht.

Wir haben geglaubt, dass gesundes Essen und gesunde Lebensmittel vielen Menschen ein  Anliegen sein müssten und hatten fest geglaubt, mit Cala kocht ein Projekt auf die Beine zu stellen, das vielen Spaß machen würde. Gesunde Lebensmittel von kleinen Bio-Betrieben anzubieten, die nicht in erster Linie gewinnorientiert arbeiten, sondern aus Leidenschaft für ihr Tun, die für den Erhalt unserer Lebensmittelvielfalt, traditionelle Anbau- und Herstellungsmethoden und für faire, tier- und umweltfreundliche Arbeitsmethoden kämpfen, glaubten wir, würde nicht nur uns begeistern. Wir waren überzeugt, dass Alternativen zu Supermarkt- und Discountware in einem kleinen, feinen Projekt dauerhaft glückliche Abnehmer finden würden.

Gleichzeitig wollten wir diese Produzenten unterstützen, die überall dafür kämpfen, dass Lebensmittel, Genuss und unsere tägliche Ernährung nicht zu etwas gemacht werden, was zu Billigpreisen verramscht wird und einzelne reich macht. Überall kämpfen solche Menschen mit kleinen, enthusiastischen Projekten um ihre Existenz und tun etwas, das wir für ungeheuer wertvoll halten: Sie bieten Preisdumping, Einheitslebensmitteln, Massentierhaltung und  „Nahrungsmittelindustrie“ mit klugen Projekten und ungeheurem Engagement die Stirn.

Ihre Produkte kennen lernen und verkaufen zu dürfen, ihr Vertrauen und ihre Gastfreundschaft zu genießen, ihre Geschichten zu hören und aufzuschreiben, war ein sehr großes Geschenk für uns.

Sechs Jahre lang haben wir uns für unsere Idee engagiert und viel, viel Zeit, Geld und Herzblut in unser Projekt „Cala kocht“ gesteckt, Rückschläge akzeptiert und an der Idee gefeilt. Wir haben immer wieder versucht, über querfinanzierte Veranstaltungen wie unsere Dinner, Kochkurse, den Stammtisch oder Themenabende interessierte Menschen zu erreichen, in der Hoffnung, langfristig Kunden zu gewinnen, die durch ihre regelmäßigen Einkäufe das Projekt mitfinanzieren und die Idee verbreiten würden.

Ehrlich gesagt waren wir oft am Rande unserer Kräfte und die Hoffnung , dass es mit der Zeit leichter werden würde, hat sich nicht erfüllt.

Manches, was uns viel bedeutet, musste in diesen sechs Jahren zurückstehen – auch das war nicht immer leicht auszuhalten.

In dem verzweifelten Versuch, das Projekt doch noch irwgendwie über Wasser zu halten, verbog sich unsere eigentliche Idee dabei immer mehr.

Das Ganze war zum Schluss in vielen Bereichen nur noch ein „Eiertanz“, weil es schwer ist, Dinge aufzugeben, die einem eigentlich wichtig sind und sich einzugestehen, dass die Kräfte nicht mehr zum Durchhalten reichen.

Zum Jahreswechsel haben wir dann endlich den Mut gefunden, Entscheidungen zu treffen und in konkrete Worte zu fassen, was uns fehlt und was uns wichtig ist, wie wir uns unser Leben vorstellen und was wir nicht mehr länger aushalten und verdrängen wollen.

Vor allem haben wir entschieden, uns von vermeintlichen Verpflichtungen loszusagen, die sehr viel mehr Energie gekostet haben, als zurückgeflossen ist.

Das hieß zum Beispiel, dass wir den Laden in der bestehenden Form zum Jahresanfang aufgegeben haben, was eine der schwierigsten und schmerzvollsten Entscheidungen überhaupt war, weil wir beide ihn so sehr gemocht haben und auch sehr daran hingen.

Andererseits erlebten wir ständig, dass wir der Erwartungshaltung der Kunden bezüglich Angebot, Preisen, Öffnungszeiten und Verfügbarkeit von Produkten nicht gerecht werden konnten, was immer wieder zu Ärger und Verdruss bei uns geführt hat. Ich war oft auch sehr traurig und ratlos. Während wir wundervolle Menschen kennen gelernt haben, die uns liebevoll die Treue halten und auch auf Veränderungen flexibel und verständnisvoll reagiert haben, gab es – das sage ich ganz offen – auch große menschliche Enttäuschungen.

Inzwischen ist ein bisschen Zeit vergangen und ich merke, dass ich immer mehr loslassen kann und mich tatsächlich auch sehr befreit fühle. Es ist erleichernd zu wissen, dass wir uns nicht mehr anstrengen und auch keine „gute Miene“ mehr machen müssen. Dem Lädchen trauere ich noch manchmal nach, aber ich merke, dass es vor allem das schöne Gefühl vom Anfang ist, das ich vermisse, als alles noch sehr leicht und ohne Druck war.

Da wir von Cala kocht finanziell nicht abhängig sind, können wir jetzt wieder das tun, was uns mit Freude erfüllt. Und wir merken, dass das im Moment vor allem bedeutet, unsere privaten Akkus aufzufüllen, freie Zeit zu genießen und auch wieder unsere Partnerschaft ein bisschen zu pflegen.

Alles, was mit Cala kocht zu tun hat, haben wir auf ein Minumum reduziert und wir planen auch erst mal keine Veranstaltungen mehr. Wie das weitergeht und ob wir das eine oder andere noch mal aufgreifen, ist völlig offen. Den Webshop (hier) wird es mit reduziertem Warenangebot vorerst weiterhin geben und wir verkaufen auf Anfrage auch noch Produkte für Abholer vor Ort – aber wir haben unser Engagement und  unsere diesbezüglichen Aktivitäten stark zurückgefahren. Wir machen uns nicht mehr verrückt, wenn wir es den Leuten nicht recht machen können oder unser Angebot keinen Anklang findet – dann ist es eben so.

Wir werden weiter nach unserer Philosophie leben, gutes Essen genießen und schöne Produkte finden. Und es ist durchaus befreiend nicht mehr bei jedem Schritt sofort zu überlegen, wie wir das umsetzen und in unsere Projekte integrieren können.

Ich merke, dass plötzlich der Spaß am Kochen und Schreiben zurückkommt und ich mich wieder ohne Druck meinem Blog widmen kann. Die administrative Arbeit wird langsam weniger und die Ausgaben sind stark geschrumpft. Vor allem aber ist Zeit frei geworden und das ist nach all den Jahren wirklich ein sehr, sehr schönes Gefühl…

Last but not least ist es ja so: Wenn sich Türen schließen (oder wenn man bereit wird, sie selber zuzumachen), öffnen sich neue – aber davon erzähle ich euch ein andermal.

In diesem Sinne viele liebe Grüße
eure
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | 1 Kommentar

…und gleich nochmal… Roher Spinatsalat mit pochiertem Ei

Habt ihr mein Rezept von letzter Woche (hier) schon ausprobiert?

Dann kommt heute eine Variante, die eigentlich eine Erweiterung ist.
Weil der Spinat roh gegessen wird, ist das Rezept für abends nicht gut geeignet, ich esse diesen Salat mittags, deshalb darf er jetzt auch ein bisschen üppiger sein.

Spinatsalat mit pochiertem Ei, grünem Spargel und kleinen Frühlingskartoffeln.

Zutaten (pro Portion)
ca. 150g zarter junger Spinat (umso kleiner und zarter die Blätter, desto besser)
2 kleine feste Champignons
1 Bio-Ei
5-6 Stangen grüner Spargel
2-3 kleine Frühlingskartoffeln
etwas Apefessig
Meersalz
Tasmanischer Bergpfeffer (siehe Tipp)
2-3 Teelöffel vagane Mayonnaise
1 EL Kürbiskernöl
Meersalz, Pfeffer (ich benutze Tasmanischen Bergpfeffer)

Zubereitung

1. Spinat waschen und putzen. Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Spargel abspülen und in der unteren Hälfte schälen.

2. Kartoffeln waschen und kochen.

3. Inzwischen die Mayonnaise mit dem Kürbiskernöl gut verrühren und mit Salz abschmecken. In eine Schüssel geben, Spinat dazugeben und gut mischen, so dass der Spinat gut mit der Sauce benetzt ist.

4. Wenn die Kartoffeln fast fertig sind, den Spargel aufsetzen und kochen.

5. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Sobald das Wasser kocht, 1-2 TL Apfelessig hineingeben. Das Ei in eine Schöpfkelle oder eine kleines Schälchen hinein aufschlagen. Mit dem Stiel eines Kochlöffels im Wasser einen Strudel erzeugen, in diesen hinein vorsichtig das Ei gleiten lassen. Maximal 2 Minuten kochen, dann mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser heben.

6. Kartoffeln schälen und vierteln.

7. Anrichten: Auf einen Teller oder in eine flache Schüssel zuerst den Spinat geben, dann Champignons, Spargel, Kartoffeln und das pochierte Ei darauf anrichten. Das Ei mit Salz und Pfeffer würzen, warm servieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren und ein schönes Wochenende
eure
Cala

 

 

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Schnell gemacht: Leichtes Abendessen wir wir es mögen…

Im Moment muss ich aus organisatorischen Günden wieder öfter abends essen.
Ich hatte mir das eigentlich abgewöhnt, weil ich spätes Essen nicht (mehr) gut vertrage und viel besser zurechtkomme, wenn die letzte Mahlzeit das Mittagessen ist und ich danach bis zum Frühstück am Folgetag pausieren kann.

Nach dem zweiten Teil meiner Ernährungsberater-Ausbildung und der damit verbundenen Arbeit an den eigenen „Baustellen“ nehme ich im Moment aber abends ein Supplement, was das Abendessen erforderlich  macht.

Allerdings: Wenn ich abends üppig esse, ist die Nacht nicht sehr erholsam – ich wache öfter auf und schlafe auch nicht so gut. Eine Abendmahlzeit im Alltag muss bei mir deshalb sehr leicht sein.

Seit meinem Horror-Neurodermitis-Schub vor 2 Jahren leben wir nicht mehr vegan. Auf dem Blog habe ich bisher trotzdem ausschließlich vegane Gerichte gepostet, denn ethisch habe ich mit nicht-veganer Ernährung nach wie vor erhebliche Probleme.

Gesundheitlich bin ich allerdings nicht mehr so sicher, ob sich das Dilemma so einfach lösen lässt. Aber das ist ein anderes Thema und ich werde das sicherlich auch noch einmal aufgreifen. Ich habe – da bin ich ehrlich – für mich immer noch keine endgültige Antwort gefunden.

Eier sind jedenfalls wieder ein Teil unserer Ernähung. Ich kaufe ausschließlich Eier aus demeter-Haltung, was die Sache aber nicht drastisch bessser macht: auch diese Hühner leben nur eine Legeperiode lang (ein Lebewesen, das eigentlich 14 Jahre alt werden kann…) Dass sie in ihrer kurzen Lebenszeit wenigsten ein halbwegs anständiges Leben haben, macht es deshalb nur minimal erträglicher. Faktisch kannst du – wenn du keine Eier isst – das Ei in diesem Gericht auch durch (Räucher-)tofu prima ersetzen.

Blitzschnell gebratener Spinat mit pochiertem Ei und Champignons

Zutaten (pro Portion)
ca. 150g zarter junger Spinat (umso kleiner und zarter die Blätter, desto besser)
2 kleine feste Champignons
1 Bio-Ei
etwas Apefessig
Meersalz
Tasmanischer Bergpfeffer (siehe Tipp)
Etwas Bratöl
sehr gutes Olivenöl

Zubereitung

1. Spinat waschen und putzen. Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden.

2. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Sobald das Wasser kocht, 1-2 EL Apfelessig hineingeben. Das Ei in eine Schöpfkelle oder eine kleines Schälchen hinein aufschlagen. Mit dem Stiel eines Kochlöffels im Wasser einen Strudel erzeugen, in diesen hinein vorsichtig das Ei gleiten lassen. Maximal 2 Minuten kochen, dann mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser heben, warm halten.

3. Etwas Bratöl in einer Pfanne erhitzen und den Spinat ganz kurz braten und sofort wenden – es soll fast roh bleiben.

4. Auf einem Teller den Spinat anrichten und das Ei darauf legen. Reichlich Olivenöl darüber geben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Champignons anrichten.

Wir essen frisches Brot dazu…

Tipp:
Der Tasmanische Bergpfeffer sort für die tolle Farbe – in Verbindung mit Eiweiß färbt er sich lila.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | 1 Kommentar

Sorgen, Hoffnungen und das Glück heller Tage

Wir machen uns große Sorgen um unsere Seni. Sie baut mit ihren 14 Jahren ziemlich ab in letzter Zeit. Sie hatte eine Phase, in der sie extrem müde, traurig und lustlos gewirkt hat und uns ist bewusst, dass sie nicht mehr allzu lange bei uns sein wird.

Das einzige, wofür sie sich nach wie vor immer begeistern kann – auch in schlechten Zeiten – ist fürs Fressen und wir bemühen uns, ihre Lieblingswünsche zu erfüllen und sie glücklich zu machen.

Jede schöne Stunde und jeder gute Tag ist im Moment etwas Besonderes für uns.

Selbstverständlich ist schulmedizinisch alles abgeklärt worden, was sinnvoll und möglich ist und vor einer Woche waren wir zusätzlich auch bei einer Spezialistin in der Nähe von Bamberg, die sie eingehend untersucht hat und homöopathisch unterstützen wird.

Die Situation ist vor allem deshalb schwierig, weil es keinen konkreten Anhaltspunkt gibt – die Laboruntersuchungen und Röntgenbilder haben (Gott sei Dank!) keine gravierenden pathologischen Befunde geliefert und Seni hat zwischendurch auch ganz wunderbare Tage, an denen es ihr sehr gut zu gehen scheint. Im Moment sieht es auch so aus, als ob die Medikamente anschlagen und sie hat Tage, an denen sie quietschfidel ist.

Am wahrscheinlichsten ist wohl die Theorie, dass die Ursache für ihre Beschwerden eine altersbedingte degenerative Veränderung im neurologischen Bereich ist, was sich auch in ihrem Bewegungsapparat zeigt. Aber etwas Genaues kann uns niemand sagen.

Die Sorge um Seni treibt mich sehr um und ich wünsche mir vor allem, die Zeit mit ihr genießen zu können. Insofern trifft es sich gut, dass wir schon Ende des letzten Jahres ein paar Entscheidungen getroffen haben, die uns entlasten – sowohl finanziell, als auch von unserer Zeit her. Ich bin so froh darüber…

Wie alle Hunde, mögen es auch unsere beiden am liebsten, wenn wir alle zusammen sind. Deshalb versuchen wir, soviel Zeit wie möglich auf diese Weise zu verbringen, was den netten Nebeneffekt hat, dass wir uns öfter mal die Zeit nehmen, einfach daheim zu entspannen (in den letzten Jahren haben wir das nur selten getan).

Boris hat mich infiziert mit den Koch-Serien bei Netflix, was auch eine willkommene Ablenkung von unseren Sorgen ist. Zuerst haben wir die 4-teilige Serie „Cooked“ geschaut (extrem sehenswert!), jetzt sind wir hängengeblieben bei „Chef’s Table“ – traumhafte Portraits großartiger Köche und Köchinnen, absolut sehenswert, wir sind vollkommen fasziniert…

Mein eigenes Kochen ist im Moment stark von meinen Coachings geprägt. Da die nicht immer 100% vegan sind, sind leider nicht alle Rezepte für den Blog geeignet, wo ich gerne weiterhin vor allem vegane Rezepte dokumentieren möchte.

Ein ganz schnelles Rezept kann ich euch trotzdem vorstellen – es wirkt so simpel und ist trotzdem sehr lecker – ideal also für den Alltag. Wer fasten oder Gewicht verlieren möchte, isst es pur oder mit einem Süßkartoffelpürree, alle anderen dürfen es auch zu Pasta genießen.

Solche einfachen Gerichte schmecken natürlich nur, wenn man erstklassige, frische Zutaten verwendet – am besten in demeter-Qualität. Der ganze Geschmack hängt von dem ab, was Chinakohl, Pilze und Olivenöl an Eigengeschmack mitbringen…

Shiitake-Pilze mit Chinakohl

Zutaten (pro Portion)
ca. 60g möglichst kleine Shiitake-Pilze
150-200g Chinakohl
Bratöl oder Kokosfett (kein Kokosöl!)
50ml Gemüsebrühe
Meersalz und Pfeffer – beides frisch gemahlen
zum Servieren: erstklassiges Olivenöl

Zubereitung
1. Die Shiitake-Pilze gründlich putzen, ggf. kurz abspülen.
2. Den Chinakohl waschen und in dünne Streifen schneiden (ca. 4 mm).
3. In einer Pfanne etwas Bratöl erhitzen und die Pilze anbraten, bis sie fast gar sind.
4. Chinakohl hinzugeben und 1-2 Minuten mitschmoren. Brühe angießen und nochmal 2-3 Minuten schmoren lassen. Mit Meersalz und Pfeffer würzen (beides frisch gemahlen).
5. Zum Servieren mit reichlich Olivenöl übergießen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag – besseres Wetter gibt’s ab Mittwoch, habe ich grade gehört…

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Kochen um der Freude am Kochen willen – mir aus dem Herzen gesprochen….

„Kochen oder Nichtkochen ist eine folgenschwere Frage. Mir ist klar, dass ich die Angelegenheit damit ein wenig zu banal darstelle. Kochen bedeutet für verschiedene Leute zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes.

Selten ist es ein Alles-oder-Nichts-Vorhaben.

Wenn man nur einige wenige Tage in der Woche selber kocht, wenn man am Sonntag einige Mahlzeiten für die kommende Woche vorbereitet oder wenn man ab und zu versucht etwas zu kochen, was man sonst nur im Restaurant bekommt, dann wird selbst dieser bescheidene Akt zu einen Votum.

Ein Votum für was genau?

In einer Welt, in der so wenige von uns noch kochen müssen, ist es ein Protest gegen die Spezialisierung, gegen die totale Rationalisierung des Lebens, gegen das Eindringen wirtschaftlicher Interessen in den letzten Winkel unseres Lebens, Kochen um der Freude am Kochen willen, dem Kochen einen Teil unser Freizeit zu widmen, heißt, dass wir uns unabhängig von jenen Unternehmen machen, die jeden Moment unserer Leben eine Gelegenheit zum Konsum ansehen.

Kochen hat nicht nur die Macht, Pflanzen und Tiere zu verwandeln, Kochen verschafft uns die im modernen Leben so seltene Möglichkeit, uns selbst und unsere Angehörigen zu versorgen.

In wirtschaftlicher Hinsicht mag der Hobbykoch seine Zeit vielleicht nicht immer besonders effizient nutzen, aber gerade das ist das Schöne.

Gibt es eine weniger egoistische, weniger entfremdende Arbeit, weniger verschwendete Zeit als etwas Köstliche und Nahrhaftes für die Menschen zuzubereiten, die man liebt?“

zitiert aus: Michael Pollan, „Cooked: A Natural History of Transformation“
und der gleichnamigen, unglaublich sehenswerte Netflix-Serie

Ich möchte hinzufügen:

Nicht nur die Liebe zu anderen, auch die Liebe zu uns selbst und zur Schöpfung
verdient diesen Respekt.

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Rezept aus meinen Coachings: Gemüsetürmchen mit Austernpilzen

Damit ihr euch überzeugen könnt, dass es den Teilnehmern in meinen Coachings gut geht, habe ich hier mal ein Rezept aus den Coachings für den Blog aufbereitet – vegan, ohne Zucker und getreidefrei – viel Spaß beim Ausprobieren! Die Kombination mit dem Sauerkraut wirkt auf den ersten Blick vielleicht befremdlich, ist aber ist aber unglaublich lecker – ganz davon abegesehen, dass Sauerkraut soooo gesund ist….

Gemüsetürmchen mit Austernpilzen

Zutaten (pro Portion)
ca. 150g Austernpilze
ca. 100g Pak Soi
2-3 Gabeln Sauerkraut
1 mittelgroße Süßkartoffel
2-3 Stängel frischen Thymian
etwas Bratöl
Meersalz, Pfeffer (beides möglichst frisch aus der Mühle)
sehr hochwertiges Olivenöl zum Anrichten

Zubereitung

1. Ofen auf 175° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

2. Austernpilze putzen. Thymian abspülen, trockentupfen und die Blättchen abzupfen. Eine feuerfeste Form mit etwas Bratöl auspinseln, Austernpilze hineinlegen, mit Meersalz und Pfeffer würzen, dann die Thymianblättchen darübergeben. Für ca. 30 Minuten im Ofen garen.

3. Inzwischen die Süßkartoffeln schälen und längs in breite Scheiben schneiden (0,5-0,8 mm). Pak Soi waschen, vom weißen Teil des Stiels ca. 2 cm wegschneiden, dann Stiel und Blätter in Streifen schneiden (max. 1 cm breit)

4. Auf einem Tepanyaki-Grill oder in einer beschichteten Pfanne etwas Bratöl erhitzen und die Süßkartoffelscheiben darin braten, dabei immer wieder wenden – Vorsicht, dass sie nicht verbrennen. Bis sie gar sind, dauert es ca. 10-15 Minuten.

5. Kurz vor Ende der Garzeit den Pak Soi ebenfalls auf den Grill oder in die Pfanne geben. Sauerkraut in einem Topf vorsichtig ein wenig erhitzen.

6. Anrichten: Zuerst das Sauerkraut, darauf den Pak Soi auf einen Teller geben. Mit etwas Meersalz und Pfeffer vorsichtig würzen (Achtung, da das Sauerkraut auch schon salzig ist…). 1 EL Olivenöl darüber verteilen. Auf das Gemüsebett die Süßkartoffelscheiben sternförmig anrichten (siehe Foto), darauf die Austernpilze. Wieder 1-2 EL Olivenöl darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Liebe Grüße
Cala

PS: Wer die traditionelle Fastenzeit für ein Coaching nutzen möchte, findet die aktuellen Angebote hier.

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Von der Freude bekocht zu werden, von meinen Coachings und der Vergänglichkeit der Zeit

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich erschrecke jedes Mal, wenn ich auf den Kalender schaue – wir sind tatsächlich schon wieder im Februar…. Statt zu klagen und mich zu fragen, wo die Zeit geblieben ist, habe ich jetzt angefangen zu resümieren, sobald der Gedanke aufkommt, dass die Zeit so schnell vergeht.

Was habe ich bis jetzt gemacht?
Wohin ist die Zeit gegangen?
Was war mir wichtig?

Und dann kommt eine ganze Menge zusammen…

Ich habe eine neue Coachingreihe begonnen, dafür jede Menge Material und etliche Rezepte dokumentiert, sechs Tage die Woche gearbeitet, viel gehandarbeitet  (mich sogar überreden lassen, auch für Boris einen Pullover zu stricken…). Ich bin endlich ein Restaurierungsprojekt angegangen, dass ich schon ewig vor mir herschiebe und bin dafür zweimal samstags in eine Werkstatt gefahren, ich habe die Terrasse aufgeräumt und verschiedene Projekte im Haus auf den Weg gebracht. Ich bin sehr viel mit den Hunden spazieren gegangen (und dass oft bei sehr schönem Wetter), wir hatten einige nette Treffen mit Freunden und Familie und ich lese wieder regelmäßig (im Moment „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante). Außerdem habe ich mir durch Eigencoaching – darauf bin ich sehr stolz! – eine Alltagsroutine antrainiert, die mir wichtig ist und meine Zufriedenheit deutlich erhöht (es hat mich jahrzehntelang (!) gestört…).

Diese Liste ließe sich leicht sogar noch fortsetzen und ich stelle fest, dass ein solches Resümee hervorragend gegen den Frust über die sich scheinbar auflösende Zeit hilft – sie schwindet nicht einfach so dahin. Sie ist angefüllt mit Dingen, viele davon sind sehr schön, ich genieße sie und einige von ihnen werden zu schönen Erinnerungen werden…

Viel Spaß macht mir meine neue Coachingreihe (hier), die ich „zwischen den Jahren“ ausgearbeitet habe (die Idee dazu habe ich aber auch schon ganz lang im Kopf…).
Es gibt jetzt Online-Coachings zum Thema Gewichtsreduktion, aber auch ein Fasten-Coaching für alle, die eine Weile auf Zucker, Getreide und Milch verzichten und den Stoffwechsel umstellen möchten.

Das Feedback der Klienten ist super und ich bin sehr motiviert, neben den Coachings vor Ort auch diese Art von Coachings auszubauen. Nach den vielen Jahren des Unterrichtens, der (Koch-)Kurse, Workshops und Themenabende ist das eine gute Möglichkeit für mich, mein Wissen zu strukturieren, „zu Papier“ zu bringen und weiterzugeben. Ich sortiere mich und überlege, wie mein Arbeitsalltag künftig aussehen soll. Die Ringana-Produkte laufen durch ihre hohe Qualität bei uns sehr gut, wodurch sich für mich möglicherweise auch mehr Freiheiten für andere Projekte ergeben. Das ist spannend und fühlt sich gut an!

Boris hat sich gewünscht, wieder öfter zu kochen und das kommt mir sehr entgegegen. Nach einem vollen Arbeitstag ist es auch für mich mal schön, nicht mehr übers Essen nachzudenken und mich einfach an den Tisch zu setzen. Deshalb ist sonntags jetzt immer Boris der Koch und ich lasse mich überraschen.

So kam ich in den Genuss dieser wunderbaren „Buddha-Bowl“. Das Rezept stammt von diesem Blog, Boris hat es aber ein bisschen abgewandelt, damit es für uns passt. Absolut genial fand ich die Sauce und sie ist noch dazu ganz leicht zu machen – ich habe sie jetzt auch schon öfter zu Gemüse gemacht – sehr lecker ist sie zu Grünkohl und Wirsing, aber auch für die kommende Spargel-Zeit stelle ich sie mir spannend vor und ich werde auch mal Zucchinspaghetti damit machen. Auch zu „richtiger“ Pasta müsste sie hervorragend schmecken…

Hier meine Version:

Zutaten (pro Portion)
Saft von 1-2 Zitronen
gleiche Menge Olivenöl wie Zitronensaft
2 Zehen Knoblauch
1 Teelöffel Dijon-Senf (möglichst ohne Zucker)
1 Teelöffel Salz
etwas schwarzer Pfeffer

Zutaten für die Sauce in einen Blender geben und pürieren, bis eine gleichmäßige, cremige Sauce entsteht…

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Calas Geschenk- und Wunschbuch-Tipps

161214_collage_titel

Wie immer vor Weihnachten kommen von mir ein paar Buch-Tipps, die sich als liebevolle Geschenke eignen, die aber auch wunderbar auf den eigenen Last-Minute-Wunschzettel passen.

Leider sind nicht alle Bücher, die ich auf Buchmesse ausgesucht habe und die euch gerne gezeigt hätte, rechtzeitig bei mir eingetroffen, aber eine schöne Auswahl von vier ganz besonderen Büchern kann ich euch heute vorstellen.

Die Reihenfolge ist wie immer willkürlich und stellt keine Wertung dar.

Tipp 1: Best of Interior

Knaupp_BestOfInterior

Für alle, die so gerne dekorieren, in Wohnzeitschriften blättern oder die entspreche Blogs lesen wie ich, ist bei Callway auch in diesem Jahr wieder das große Ideen-Buch der Interior-Blogger-Szene erschienen.

161213_collage_blogger

Wer sich für die neuesten Trends der Wohnszene interessiert, nach effektvollen Deko- und Einrichtungstipps sucht oder einfach den Einblick in andere Wohnkonzepte genießt, wird an diesem Buch wieder sehr viel Freude haben. Im September erschienen, ist das Buch jetzt schon wieder ein Bestseller.

Nicole Knaupp
Best of Interior: Wohnideen aus dem wahren Leben. Die Blogger-Trends.
Callwey-Verlag, September 2016, 208 Seiten, 29,95 €
ISBN: 978-3-7667-2232-4
______________________________________________________________

Tipp 2: Toskana, Eine kulinarische Liebeserklärung

Eines meiner diesjährigen Kochbuch-Highlights ist ebenfalls im Callwey-Verlag erschienen.
Toskana - Eine kulinarische Liebeserklärung
Den schönen Titel trägt das Buch ganz zu Recht, denn eine Liebeserklärung ist das Werk in der Tat. Wer die Toskana kennt, wird auch dieses Buch lieben. Mir gefällt vor allem, dass die Rezepte wirklich authentisch sind, denn in der Toskana kocht man so, wie ich es mag: einfach und bodenständig aber mit den allerbesten Zutaten. Neben den Rezepten erzählt das Buch kurzweilige Geschichten rund um Florenz und die Familie der Autorin.

Csaba dalla Zorza ist eine der erfolgreichsten Kochbuchautorinnen, Foodbloggerinnen und Lifestyleexpertinnen Italiens. Wunderschöne Fotos runden das Werk ab, das weit mehr als ein Kochbuch ist – eine Liebeserklärung eben.

161213_collage_toskana

Csaba dalla Zorza
Toskana. Eine kulinarische Liebeserklärung.
Callwey-Verlag, September 2016, 416 Seiten, 39,95 €
ISBN: 978-3-7667-2234-8

______________________________________________________________

Tipp 3: Celebrating Whole Food

Ein wunderbares (Koch-)Buch ist auch dieses der New-Yorker Star-Köchin Amy Chaplin, die sich einer modernen Vollwerternährung verschrieben hat. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung als Küchenchefin vieler vegetarischer Restaurants auf der ganzen Welt und bereitet mit Getreide, Nüssen, Samen, Kräutern und Gewürzen faszinierende Gerichte zu – überwiegend pflanzlich und glutenfrei.

161214_collage_wholefood

In dem preisgekrönten Kochbuch Celebrating Whole Food zeigt sie gesunde, nachhaltige und köstliches Rezepte aus ihrem Repertoire und erklärt die Zubereitung und Verwendung heimischer Vorräte wie Hülsenfrüchte, Sprossen oder Pflanzendrinks.

Amy Chaplin
Celebrating Whole Food
Mit über 150 veganen und vegetarischen Rezepten aus Amy Chaplins bunter und köstlicher Vollwertküche
Unimedica-Verlag, September 2016, 408 Seiten, 34,00 €
ISBN 978-3946566014

__________________________________________________________

Tipp 4: Festlich Vegetarisch

festlich-vegetarisch

Ein traumhaft schönes Buch ist das Buch „Festlich Vegetarisch“ aus dem Hölker-Verlag – ich war schon auf der Buchmesse hin und weg. Hier stimmt wirklich alles – die Idee, die wunderschönen Bilder und die herrlichen Rezepte. Für alle, die gern (vegetarisch) kochen ist dieses Buch das optimale Geschenk, in das man sich über die Feiertage dann auch so richtig vertiefen kann. Was mir besonders gut gefällt ist die schöne Gestaltung – auf den Bildern kann man sich viele schöne Idee für besondere Tischdekorationen holen.

mezze

Martin Kintrup ist seit 2004 Autor von zum Teil preisgekrönten, oft veganen oder vegetarischen Kochbüchern, Julia Hoersch ist eine renommierte Foodfotografin.
Das Buch weckt die Lust auf gemeinsames Schlemmen und Genießen mit Familie und Freunden in jeder Saison. Ob ein Spargelmenü im Frühling, ein buntes Mezze-Buffet im Sommer, ein edles Weihnachtsmenü oder die glamourösen Silvesterparty – hier finden sich unzählige Anregungen. Und selbstverständlich können sich alle Rezepte auch außerhalb eines Menüs sehen lassen – Inspiration pur.

Martin Kintrup
Festlich Vegetarisch
18 Menüs fürs ganze Jahr
ISBN: 978-3-88117-111-3
Verlag: Hölker Verlag, 208 Seiten, 29,95 €

Ich wünsche euch noch wunderbare Vorweihnachtstage
– genießt die Zeit!

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Der Sehnsuchts-Kuchen

img_4972

Ich muss sagen: Eigentlich habe ich während der 8-wöchigen Darmsanierung nicht allzu viel vermisst.

Auch wenn die Liste der „verbotenen“ Lebenmittel am Anfang lang erscheint, gewöhnt man sich tatsächlich sehr schnell daran, wird kreativ und mein anfänglicher Verdacht, dass ich vielen Dingen hinterhertrauern würde, hat sich überhaupt nicht bestätigt.
Boris ging es genauso.

Einer der wenigen Punkte, an denen ich gerne schwach geworden wäre, war unsere November-Stammtisch, für den  ich diesen Kuchen gebacken habe.

Nicht nur sah er sehr verlockend aus, er duftete auch herrlich…

Das Originalrezept von Chefkoch (hier) hatte eine Bekannte auf Facebook gepostet.

Auch wenn ich beim Stammtisch widerstehen konnte, war mir klar war, dass dieses Rezept nach der Darmsanierung eines der ersten sein würde…

Der Kuchen ist kinderleicht zu machen und braucht nicht viele Zutaten – perfekt, wenn sich überraschend jemand zum Adventskaffee ankündigt… Ich habe für mein Rezept den zucker etwas reduziert und ihn vor dem Servieren mit Puderzucker bestreut..

Kokoskuchen mit Walnüssen, vegan

Zutaten:
6 EL Kokosöl
4 TL Backpulver
250 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
120 g Rohrohrzucker
200 g Mehl (ich habe unser Strudel-Mehl benutzt)
1/2 TL gemahlene Vanille
60 g Kokosraspel
einige Walnüsse (Menge nach Geschmack)
etwas Puderzucker

Zubereitung

1. Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine kleine Sprinform mit Backpapier auslegen.

2. Alle Zutaten – bis auf die Walnüsse und den Puderzucker – zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in die Springform füllen, die Walnüsse auf dem Teig verteilen.

3. Bei 180°C ca. 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

4. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Viel Spaß beim Ausprobieren, lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Der erste Adventssonntag…

dsc_8257

Nachdem mich gestern eine sehr traurige Todesnachricht ziemlich erschüttert hat, fällt es mir gar nicht so leicht, „zur Tagesordnung“ überzugehen. Tatsächlich bin gerade sehr nachdenklich.

Andererseits hatte ich mir fest vorgenommen, euch ein bisschen an unserer Adventsstimmung teilhaben zu lassen, die uns die letzen Tage so viel Freude gemacht hat – vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung oder Idee für euch dabei. Ich werde im Laufe der Woche noch mehr Fotos machen.

dsc_8258

Ich bin sehr froh, dass wir schon seit ein paar Jahren relativ entspannt in die Weihnachtszeit starten. Wir besprechen frühzeitig, was wir uns in der Adventszeit wünschen, was möglich ist und was nicht und wie wir unsere Zeit verbringen möchten. Gott sei Dank haben wir sehr ähnliche Vorstellungen und kommen uns nicht in die Quere.

Diese Zeit im Jahr ist ja auch nur dann wirklich nett, wenn sie nicht in Stress ausartet…

Wir lieben Rituale und so beginnt für uns auch die Weihnachtzeit: 2 Wochen vor dem ersten Advent findet der Herbstmarkt im benachbarten Kindergarten statt. Wir schlendern immer gerne hin, kaufen die ersten Plätzchen, trinken den ersten Glühwein und schauen, ob wir etwas Nettes finden – diesmal habe ich mich in einen wunderbaren roten Elch verliebt, der jetzt auf einem Schränkchen steht – genauso nett wie der Elch, war die Dame, die ihn gemacht hat – ich hätte unmöglich widerstehen können…

dsc_8260

Gleichzeitig ist dieser Kindergarten-Samstag dann immer der Startschuss für die Adventsvorbereitungen bei uns zu Hause: am Abend holen wir die Kisten mit dern Weihnachtssachen raus und sichten schon mal, was dieses Jahr noch zu uns passt.

In den letzten Jahren habe ich Berge an Weihnachtskram entsorgt und bin froh, dass das alles leicht und übersichtlich geworden ist. Christbaumschmuck haben wir z.B. gar keinen mehr, weil wir auf einen Weihnachtsbaum gerne verzichten. Alle Weihnachtssachen bewahre ich in zwei robusten Boxen auf, dadurch ist auch nach Weihnachten alles wieder schnell und sauber verpackt.
161127_advent_collage-1

Ich merke ohnehin, dass ich es von Jahr zu Jahr immer natürlicher mag. Ich brauche nicht mehr so viel Klimbim, lasse Zweige gerne ohne Anhänger wirken, mag die einfachen Sachen. Ich liebe unsere antike Weihnachtswäsche – Bettwäsche, Küchenhandtücher und Servietten, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe und auf die ich mich jedes Jahr freue.

Das macht alles schon eine wunderbare Stimmung….

161127_fenster

Am Wochenende vor dem ersten Advent ist dann im Nachbarort traditionell der Herbstmarkt der Waldorfschule – für uns ebenfalls ein Fixpunkt während des Jahres. Hier gehen wir nicht nur hin, weil es unendlich viele selbstgemachte Leckereien gibt, sondern auch, weil es riesigen Spaß macht, dort zu stöbern. Hier ist noch alles sehr liebevoll selbstgemacht, es gibt überhaupt nichts Konventionelles, das ist richtig shcön zu sehen.

Nach diesem Fest mache ich am Abend immer unseren Adventskranz, der über die Jahre auch ganz einfach geworden ist: Als Gerüst dient ein großer Strohkranz, den wir jedes Jahr wiederverwenden und bevor ich fehlende Zweige im Gartenmarkt einkaufe, schaue ich immer, was ich auf meinen Spaziergängen finde – wir haben eine kleine Grünmülldeponie ganz in der Nähe und die schönsten Zweige finde ich eigentlich immer dort. Bei einem Glas Wein ist der Kranz dann schnell gemacht.
Nur über die Farbe der Kerzen kann ich mich jedes Jahr nicht entscheiden…

Ich wünsche euch eine schöne und genussvolle Adventszeit,
habt Spaß und genießt das Leben…

Eure
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar