Goodbye Spargelzeit: dicke Spargelspitzen aus dem Ofen mit Kartoffelgratin & das Rezept für meine Linsen-Zitronen-Creme

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Die Spargelsaison ist vorbei… Der Bauer, von dem wir unseren Spargel bekommen, sticht schon seit einer Woche nicht mehr, auf dem Markt gibt es zwar noch den einen oder anderen Stand, aber das Angebot läuft jetzt definitiv aus.

Und das macht Sinn: Ab Ende Juni sollte kein Spargel mehr geerntet werden.

Zum einen schützt dies die Pflanzen (der Spargel braucht jetzt Zeit zum Wachsen, damit er im nächsten Jahr kräftige Triebe bilden kann), zum anderen wächst er jetzt langsamer und reichert zu viel Oxalat an.

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Ich richte mich immer nach der Saison, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen: ich mag es, bestimmte Gemüse- und Obstsorten dann zu essen, wenn sie ihre Zeit haben und ich mag auch die Vorfreude auf  Gemüse und Obst, das nicht das ganze Jahr verfügbar ist.

Wir genießen den Spargel deshalb immer sehr, wenn er Saison hat und wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich dann auch gerne abwechslungsreich mit Spargel koche. Am Anfang der Saison essen wir ihn am liebsten pur und brauchen dazu nicht mehr als gute Kartoffeln und unser wunderbares Olivenöl. Wenn die erste Lust gestillt ist, fange ich dann an experimentierfreudiger zu werden.

Was es in diesem Jahr allerdings fast gar nicht bei uns gab ist Ofenspargel – es ergab sich einfach nicht.

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Weil Boris Ofenspargel liebt, macht er sich aber gerne welchen, wenn ich nicht da bin und er für sich alleine kocht. Und so kam auch die Idee für dieses Rezept zustande.

Boris benutzt zum Garen eine Auflaufschale, die er mit Alufolie abdeckt (gut festdrücken, damit die Folie so dicht wie möglich abschließt!). Den geschälten Spargel übergießt er mit etwas Olivenöl und gibt grobes Meersalz darüber.

Ich habe das ausprobiert und ein Kartoffelgratin dazu gemacht, das ich entweder in in der gleichen Schale oder in einer zweiten Auflaufform parallel gare: Kartoffeln schälen, in sehr dünne Scheiben schneiden und aufgefächert in eine Auflaufform legen, darüber Olivenöl, Salz und etwas Zitronenabrieb geben. Beides kommt für ca. 45 Minuten in den Ofen (175°, Ober- und Unterhitze).

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Schließlich habe ich zum Abschluss der Saison bei unserem Bauern noch mal ganz dicke Spargelspitzen ergattert – diese Stücke, die letztendlich eine Art„Abfallprodukt“ sind, weil die meisten Leute die dünneren Spargel bevorzugen, sind meine absoluten Favoriten, ich liebe diese dicken aromatischen Spargelstücke und bin überglücklich damit nach Hause geradelt.

Um weiter mit dem Ofenrezept zu experimentieren, habe ich diese Spargel im Le-Creuset-Topf zubereitet – herausgekommen ist eine Gaumenfreude par Excellence, die ich unbedingt noch dokumentieren und euch zeigen muss…

Calas Spargelzpitzen auf Kartoffelgratin

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Zutaten (für 2 Personen)
(Achtung: der Topf sollte nicht zu voll sein, damit dich die Aromen entfalten können und alles gleichmäßig gart…).

500g sehr dicke Spargelspitzen (am besten beim Spargelbauern explizit danach fragen)
3-4 mittelgroße Kartoffeln
1 Bio-Zitrone (verwendet wird nur die Schale)
allerbestes Olivenöl
großes Meersalz (ich verwende Sel Gris)

Zubereitung (dauert ca. 20 Minuten, Garzeit 60 Minuten)
Ofen auf 175 ° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Kartoffeln schälen und mit einem großen scharfen Messer (am besten funktioniert ein japanische Messer mit gerader Klinge) in ganz dünne Scheiben schneiden.

Den Le-Creuset-Topf (oder einen anderen gusseisernen, ofenfesten Topf) großzügig mit Olivenöl einpinseln. Die Kartoffelscheiben auf dem Boden fächerförmig verteilen. Etwas grobes Meersalz und Zitronenabrieb darüber geben.

Spargelspitzen waschen und falls erforderlich in unteren Teil ein wenig schälen. Auf dem Kartoffeln verteilen, dabei nicht zu hoch aufschichten – eine einzelne Schicht wäre ideal, eine zweite Schicht ist aber möglich. Etwas Olivenöl und grobes Meersalz darübergeben (jedoch keine Zitronenzesten mehr).

Den Topf mit dem Deckel verschließen und 60 Minuten in den Ofen stellen.

Der Spargel sollte danach butterzart, die Kartoffeln gar und eventuell leicht gebräunt sein.

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Als Eiweiß-„Beilage“ lieben wir dazu meine

Linsen-Zitronen-Creme

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Zutaten (pro Portion)
ca. 80g gelbe Linsen
1 Bio-Zitrone (benötigt wird nur der Abrieb)
Meersalz, Kreuzkümmel
1-2 EL bestes Olivenöl

Linsen gründlich abspülen, dann mit der dreifachen Menge Wasser aufsetzen (nicht salzen). Aufkochen, dann auf kleinster Stufe ca. 8-10 Minuten köcheln lassen – die Linsen sollte nicht zu weich werden, weil die Creme sonst zu flüssig wird.

Nach dem Kochen die Linsen in ein Haarsieb abschütten und unter kaltem Wasser spülen.

Olivenöl, Zitronenzesten sowie etwas Salz hinzugeben und zu einer dicken Creme pürieren. Nach Geschmack mit Kreuzkümmel, Salz und Zitronenzesten abschmecken.

Tipp: Diese Creme ist eine wunderbare Eiweiß-Beilage z.B. zu gegrilltem oder gebackenem Gemüse – und eben auch zu Spargel. Sie ist im Handumdrehen gemacht und eignet sich nicht nur gut zum Mitnehmen und als Brotaufstrich, sondern auch, wenn man kein anderes Eiweiß im Haus hat und spontan auf etwas zurückgreifen möchte. Wer keinen Kreuzkümmel mag, kan ihn problemlos weglassen, auch die Variante ohne Kreuzkümmel ist sehr lecker.

Liebe Grüße und eine schöne Woche
eure
Cala

 

 

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Pilz-Zitronen-Risotto mit weißem Trüffelöl und Spargelspitzen

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Dieses herrliche Pilz-Risotto habe ich am Montag gekocht und fotografiert, nachdem es bei uns den ganzen Tag unerbittlich geregnet hat. Mit den Hunden konnte man grade mal eine schnelle Runde laufen – so fiel unser großer Mittagsspaziergang dem Wetter zum Opfer und ich hatte Zeit, genüsslich zu kochen und mir dieses schöne Rezept zu überlegen.

Zutaten (für 2 Portionen)
2 kleine Schalotten
ca. 150g Risottoreis
ca. 100g gemischte Pilze: Austernpilze, Shiitake, Kräutersaitling
1 Zehe frischen Knoblauch
etwas Olivenöl
ca. 100g feine Spargelspitzen
Meersalz, Pfeffer
1 Bio-Zitrone
heißes Wasser oder (besser): Spargelfond
6-8 Macadamianüsse
sehr gutes Trüffelöl (ich benutze dieses Trüffelöl von Ppura)
etwas glatte Petersilie


Vorbereitungen

– Reis gründlich waschen bis das Wasser klar bleibt.
– Pilze putzen und in feine Scheiben oder Streifen schneiden.
– Zwiebeln in feine Würfel schneiden.
– Knoblauch in hauchdünne Scheiben schneiden.
– Macadamianüsse in einer kleinen Schüssel mit kochend heißem Wasser überbrühen.
– Spargelspitzen waschen, schälen (falls erforderlich), in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

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Zubereitung

Etwas Olivenöl in einer Edelstahlpfanne erhitzen (Vorsicht: nicht zu heiß!) Zwiebeln glasig anbraten, Hitze etwas reduzieren, dann die Pilze und den Knoblauch dazugeben.
Etwas anschmoren, dann den Reis hinzugeben und ebenfalls mit anbraten.

Leicht salzen, und etwas Zitronenabrieb dazugeben. Etwas heißes Wasser (oder Spargelfond) angießen, so dass der Reis grade bedeckt ist (keine kalte Flüssigkeit verwenden, sie stoppt sonst ständig den Garprozess).
Hitze auf ein Minimum reduzieren und warten, bis der Reis die Flüssigkeit vollständig aufgenommen hat. Dann wieder etwas Flüssigkeit angießen. Dies so lange fortsetzen, bis der Reis fast gar ist (ich mag ihn bissfest und probiere zwischendurch immer, bis er die Konsistenz hat, die ich mag…).

Inzwischen Salzwasser zum Kochen bringen und die Spargelspitzen hineingeben – je nach Dicke brauchen sie 3-8 Minuten um gar zu werden.

Die Macadamianüsse mit dem Einweichwasser so lange pürieren, bis eine milchige Flüssigkeit entsteht – ideal ist es, wenn die Macadamianüsse vollständig püriert sind. Durch ein feines Haarsieb abgießen – benötigt wird nur die Flüssigkeit.

Kurz bevor der Reis gar ist, diese Macadamiasahne zum Risotto geben und noch etwas weiterkochen lassen, bis das Risotto sämig wird.

Mit Trüffelöl, Salz, Pfeffer und Zitronenzesten abschmecken (wer möchte kann auch Zitronensaft verwenden).

Risotto auf einem Teller anrichten, Spargelspitzen darauf verteilen mit glatter Petersilie dekorieren.

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du eine Gremolata zum Risotto machen:
dazu Petersilie und Knoblauch hacken und mit Zitronenzesten mischen.

 

Viele Spaß beim Ausprobieren, genießt die Sonne und das lange Wochenende

Eure
Cala

 

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Grüner Spargel mit Cocktailtomaten und Pilzen

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Habt ihr das lange Pfingstwochenende genießen können? Schade, dass das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat, wir hatten uns sehr auf ein paar sonnige Tage gefreut.

Aber trotz allem haben wir es uns natürlich schön gemacht.
Am Samstag waren zu einem privat Dinner auf dem Main bei Tina (hier) – das war wunderbar…
Sehr nette Tischnachbarn und ein ganz tolles Menü haben uns einen rundum schönen und sehr gelungenen Abend beschert.

Am Montag habe ich dann wieder selber gekocht und diesen Spargelsalat gemacht – wir essen ihn sehr gerne zu Ofenkartoffeln:

Grüner Spargel mit Cocktailtomaten und Pilzen

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Zutaten (für 2 große Portionen)
500g grüner Spargel
6-8 Cocktailtomaten
100g Austernpilze
50g kleine Kräutersaitlinge
Olivenöl
Aceto Balsamico (möglichst beste Qualität)
Meersalz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Zubereitung
Spargel waschen und die unteren 2/3 schälen. In 3-4 cm lange Stücke schneiden.
Cocktailtomaten waschen, halbieren oder vierteln. Pilze putzen und in mundgerchte Stücke schneiden.

Spargel in kochendem Salzwasser je nach Geschmack bissfest garen (sie sollten nicht zu weich werden). Abschütten und abkühlen lassen.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze vorsichtig anbraten (Achtung, das Olivenöl darf nicht zu heiß werden), etwas schmoren lassen, bis die Pilze gar sind, dann vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

Spargel, Pilze und Tomaten in eine Schüssel geben. Mit 2-3 EL Aceto, 1-2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
viele liebe Grüße
Cala

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Sommerliche Rhabarbertarte

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Wie habt ihr den Feiertag verbracht? Wart ihr eingeladen? Seid ihr ausgegangen? Oder seid ihr einfach daheim geblieben wie wir und habt die freie Zeit und das tolle Wetter genossen?

Kulinarisch ist der Mai ja einer meiner Lieblingsmonate. Ich esse wahnsinnig gern Spargel, im Garten reifen die ersten Erdbeeren und auf dem Markt gibt es jetzt wunderschönen Rhabarber.

Diese Tarte haben wir schon dreimal gebacken, weil wir sie so lecker finden – vielleicht habt ihr Lust, sie nachzubacken:

Sommerliche Rhabarber-Tarte*

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300g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl (ich bevorzuge Dinkelmehl)
75g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1,5 TL Backpulver
125g Alsan (sehr kalt oder sogar gefroren)
6-7 mittelgroße Stangen Rhabarber

Die trockenen Zutaten vermischen, kalte Margarine in Flöckchen dazugeben, gefrorene Margarine hineinreiben. Mit den Knethaken der Küchenmaschine krümelig mischen. Wer keine Küchenmaschine hat, mischt die Zutaten mit der Hand.

Nach und nach 10-12 EL eiskaltes Wasser hinzugeben, so dass die Krümel zusammenklumpen. Teig in eine große flache Schüssel oder auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen schnell zu einer Kugel formen.

In Frischhaltefolie wickeln oder in einen Gefrierbeutel geben und im Kühlschrank ca. 30 Minuten kalt stellen.

In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Rhabarber abspülen, ggf. schälen (manche Sorten wie Himbeerrhabarber müssen nicht geschält werden), in feine Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben – wer möchte kann ihn mit etwas Zucker mischen (ich nehme 1 EL).

Backofen auf 220° vorheizen. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier dünn ausrollen und auf dem Backpapier in eine Tarte-Form geben, so dass ein Rand entsteht.

Überflüssiges Backpapier abschneiden. Belag auf dem Teig verteilen
Die Tarte im Ofen auf der mittleren Schiene 30-35 Minuten backen.

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150514_Rhabarbertarte gebacken

Viel Spaß beim Ausprobieren,
liebe Grüße und einen schönes Wochenende

Cala

*) Für den Teig der Rhabarbertarte habe ich mich inspirieren lassen von Nicole Just „La Veganista backt“, S. 96 „Very Berry Pie“. Ebenfalls lecker ist die vegane Zwetschgentarte aus dem letzen Jahr (hier). Ein weiteres Tarte-Rezept – diesmal eine Erdbeertarte aus meiner vor-veganen Zeit – findet hier auf Cala kocht – für eine vegane Variante einfach die Butter durch Margarine ersetzen. Für den Belag könnte man statt Quark Seidentofu oder eine selbstgemachte Cashew-Sahne verweden.

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Kochkurs & Saisongemüse: Deftige Pastasauce mit Räuchertofu und Wirsing


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Morgen Abend halte ich meinen Kochkurs „Vegan kochen im Frühling“ in Neu-Isenburg. Ich freue mich schon sehr darauf, vor allem, weil das ein sehr kreativer alltagsnaher Kurs mit vielen Optionen ist.

Es geht darum, das Gemüse der Saison frisch vom Wochenmarkt zu verarbeiten und ich werde ein paar Ideen geben, wie man mit Basis-Techniken abwechslungsreiche Gerichte auf den Tisch bringen kann.

Auch Wirsing gehört – man glaubt es kaum – im Mai zum Saisongemüse.
Ich mag ihn zur Zeit am liebsten in einer deftigen Variante mit Räuchertofu:

Wirsing mit Räuchertofu und Cashewsahne

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Zutaten (pro Portion)
eine Handvoll Cashewnüsse (oder Cashewbruch)
40g Räuchertofu
2-3 Blatt Wirsing
2 kleine Karotten
2 EL Olivenöl
(Meer-)salz, Pfeffer
Zubereitung
Cashewnüsse mit kochendem Wasser überbrühen, 20 Minuten ziehen lassen.

Räuchertofu in kleine Würfelchen schneiden. Wirsing waschen, den dicken Strunk in der Mitte entfernen und in feine Streifen schneiden. Karotten schälen, erst in Streifen, dann in ganz kleine Würfelchen schneiden.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (Vorsicht, nicht zu heiß!). Karotten anbraten, Wirsing hinzugeben, Hitze reduzieren und etwas schmoren lassen (3-5 Minuten).

Inzwischen die Cashews mit dem Einweichwasser und etwas Salz (ich nehme grobes Meersalz) zu einer feinen, dünnflüssigen Creme pürieren. Wenn sie zu dick wird, etwas heißes Wasser hinzugeben.

Räuchertofu zum Gemüse geben und kurz mitschmoren, dann die Cashewsahne angießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Tipp: Schmeckt großartig als Pastasauce oder zu Kartoffeln – wenn das Gericht ohne Beilage gegessen werden soll, nehme ich mehr Wirsing.

Euch ein schönes Wochenende und
viele liebe Grüße
Cala

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Der Laden auf der Zielgeraden und eine wunderbare Sommersuppe

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Heute lasse ich euch mal einen kleinen Blick in unseren fast fertig renovierten Laden werfen. Boris hat in den letzten Wochen ziemlich geschuftet und jetzt nimmt die Sache tatsächlich Gestalt an – ich freue mich schon sehr! Die Bilder sehen zwar noch nicht so wirklich nach „fertig“ aus, aber das täuscht ;)

Und deshalb peilen wir jetzt auch mal ganz vorsichtig (!) das dritte Mai-Wochenende für die Wieder-Eröffnung an.

Nächsten Samstag haben wir ja noch das Asian-Tasting mit Tine (Infos hier), da ist Boris auch ein bisschen eingespannt und am Freitag darauf habe ich einen Kochkurs, aber danach wird es ruhiger bei uns und wir können uns wieder den Aktivitäten hier vor Ort widmen – es wird Zeit, ich bin nämlich schon ganz unruhig, weil ich so große Lust habe, im Laden wieder aktiv zu werden…

Ich hoffe sehr, dass wir zur Eröffnung gutes Wetter haben werden und auch im Garten sitzen können, dann lassen wir uns sicher etwas Nettes einfallen :)

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Dass wir das Gebälk im Dach freigelegt haben, erweist sich als sehr gute Entscheidung und wir finden, dass alles wunderbar hell und sauber geworden ist, ohne dass wir uns im Stil zu sehr verändern müssen. Für die Elektrik haben wir noch keine endgültige Lösung (außer einer sündteuren Idee…), aber das können wir auch noch mal ein bisschen zurückstellen.

Nun sind also nur noch ein paar “Kleinigkeiten” zu machen, dann muss der Laden wieder eingeräumt werden und dann kann es losgehen…  Zumindest sind wir also deutlich auf der Zielgeraden und das ist doch schon mal ein Lichtblick :)

Was ich außerdem unbedingt mit euch teilen wollte, ist dieses Rezept für eine Tomaten-Fenchel-Suppe  – wir lieben sie…. Ich hatte sie mir für den letzten Themenabend vor zwei Wochen (Thema „Superfoods“) ausgedacht und seitdem auch schon dreimal für uns gekocht, weil sie wirklich großartig schmeckt. Ich mache sie auf Basis unseres hochkonzentrierten Tomatensaftes – werde sie im Sommer aber auch mal mit frischen geschälten Tomaten probieren, wobei diese dann aber wirklich sonnenreif und sehr aromatisch sein müssen.

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Tomaten-Fenchel-Suppe
Zubereitungszeit nach Vorbereitung der Zutaten: ca. 1,5 Stunden (inkl. Kochzeit)

Zutaten (pro Portion)
1 kleine Fenchelknolle
ca. 200ml eingelegte oder passierte Tomaten – auf allerbeste Qualität achten!
Kokosöl
2 TL Kokosblütenzucker
Salz (ich benutze Sel Gris)
Pfeffer
Kreuzkümmel

Zubereitung

2/3 des Fenchels waschen und klein schneiden. In Kokosöl anbraten und mit Kokosblütenzucker bestäuben. Rühren, bis der Zucker geschmolzen ist.

Tomaten hinzugeben und anschmoren.

Etwa die 3-fache Menge heißes (!) Wasser dazugeben, dann Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel hinzufügen. Nochmal aufkochen, dann mindestens eine Stunde auf kleiner Hitze köcheln lassen. Pürieren und je nach gewünschter Konsistenz ggf. noch etwas Wasser hinzugeben.

Jetzt den restlichen Fenchel hinzugeben, wieder aufkochen, dann runterschalten und nochmals ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Wieder pürieren und mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Nachkochen und liebe Grüße

Cala

 

 

 

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Pippos Geschichte

Pippo

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber manchmal ergreift mich eine Geschichte und lässt mich nicht mehr los. So ging es mir, als ich über Facebook auf Pippos Blog stieß und “das letzte Kapitel las“.

Inzwischen habe ich ein bisschen auf dem Blog gestöbert und ich möchte euch einladen es ebenfalls zu tun.

Natürlich: Es gibt viel Elend auf dieser Welt, ich weiß, und ich kenne auch die gefühlten 4000 Argumente von Menschen, die glauben, ihnen wären die Hände gebunden, aber einen Hund oder eine Katze bei sich aufzunehmen ist vergleichsweise einfach (und neben Kindern vielleicht das größte Glück, das ihr euch vorstellen könnt).

Für ein Wesen wie Pippo bedeutet es die vielleicht einzige Chance jemals.

Pippo hatte nach 14 (!) Jahren hinter Gittern ein paar wunderschöne letzte Monate und zum ersten Mal ein eigenes Zuhause – ist Gassi gegangen, durfte im Garten liegen, hat ein eigenes Bett und Zuwendung bekommen, Gras gerochen, Freude gespürt und das Gefühl gehabt irgendwo hinzugehören.

Mal ganz ehrlich: es gibt für uns Menschen doch nicht so wahnsinng viele Möglichkeiten mal etwas wirklich Bedeutendes, Richtiges und Wichtiges im Leben zu tun, warum nicht damit beginnen…

Ich grüße euch herzlich und wünsche euch ein schönes Wochenende
eure
Cala

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Amsterdam vegan, die Zweite: Liebgewonnenes und neu Entdecktes

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Wie einige von euch mitbekommen haben, haben wir das Osterwochenende wieder in Zandvoort und Amsterdam verbracht (wir waren ja im Herbst schon mal da).

Wir haben einiges Neues entdeckt aber auch Bewährtes genossen und nachdem auf meiner Facebook-Seite die Frage nach (veganen) Tipps für Amsterdam aufkam, werde ich hier noch mal das eine oder andere zusammenstellen.

Wer in Amsterdam vegan essen gehen möchte, findet bei happycow oder Facebook jede Menge Tipps. Wir haben inzwischen ein paar Sachen ausprobiert & selbst entdeckt, hier unsere Empfehlungen:

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Unser veganes Lieblings-Café, das Koffie Ende Koeck, befindet sich im Haarlemmerweg gegenüber vom großen Westerpark-Gelände, wo man übrigens wunderbar spazieren gehen kann – für die Hunde gibt es sogar spzielle Wege.

Im Koffie ende Koeck bekommt man – unserer Meinung nach – die besten veganen Kuchen und Sandwiches der Stadt in extrem schöner und entspannter Atmosphäre. Die Crew ist  super freundlich und wir fühlen uns hier schon richtig zu Hause… Allein dieses Café wäre für uns schon Grund genug, immer wieder nach Amsterdam zu kommen…

Achtung, beachtet bitte die Öffnungszeiten: Das Koffie Ende Koeck ist sonntags und montags bedauerlicherweise geschlossen

Koffie Ende Koeck, Haarlemmerweg 175
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 9:30 bis 17:30 Uhr und Sa. 10-17 Uhr

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In Laufnähe vom Koffie ende Koeck auf dem Gelände der Westergasfabrik (Polonceaukade 27) findet ihr “De Bakkerswinkel“. Dort könnt ihr das sensationell leckere vegane Sauerteig-Brot von Vanmenno kaufen, das auch im Koffee Ende Koeck serviert wird. Die Bäckerei gehört zu einem Bistro-Restaurant, das ebenfalls verlockend aussieht, das wir aber noch nicht getestet haben, daher kann ich in Bezug auf die veganen Optionen nichts sagen.

De Bakkerswinkel, Polonceaukade 27

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Auf dem Gelände der Westergasrfabrik findet an mehreren Wochenenden auch der Sunday-Market (http://www.sundaymarket.nl/) statt – an zahlreichen Ständen auf dem Gelände und in dem alten Fabrik-Gebäude kann man Kunsthandwerk und Selbstgemachtes kaufen oder sich an diversen Ständen verköstigen – vereinzelt ist auch Veganes dabei. Für uns machte der Holzofen-Pizzabäcker auf Nachfrage trotz Andrang mit viel Geduld eine Gemüse-Pizza ohne Käse :)

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Auf der Suche nach einem Parkplatz (in Amsterdam grundsätzlich kein großes Problem, ist aber überall kostenpflichtig und an zentralen Punkten muss man manchmal etwas suchen…) verirren wir uns in ein bisher ungekanntes Viertel rund um die Frans Halsstraat und sind hin und weg: Hier gibt es abseits vom Mainstream kleine Restaurants und wunderschöne Geschäfte. Im “KOLIFLEUR” z.B. kauft man “clothes & things” – Designerkleidung und Alltagsgegenstände aus erster und zweiter Hand, wunderschön und liebevoll präsentiert. Traumhaft schön sind die ausgefallene Papierwaren und Karten z.B. von liekeland oder Nikki Dotti – man möchte am liebsten alle haben…

Kolifleur, Frans Halsstraat 35
www.kolifleur.nl

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Im Deshima (Weteringschans 65) kann man wochentags (offiziell bis 14 Uhr, wobei wir auch schon später dort waren) in entspannter Atmosphäre vegan-makrobiotisch lunchen (Suppen ab 3,50 €, Tagesmenü ab 15,00 €, Snacks ab 3,50 €). Im Basement gibt es einen kleinen Laden mit Biogemüse und einer großen Auswahl makrobiotischer Lebensmittel.

Deshima, Weteringschans 65

In der gleichen Straße ca. 100 Meter weiter ist ein großer Bioladen mit reichhaltiger veganer Auswahl und viel frischem Obst und Gemüse (auch sonntags geöffnet).

BioMarkt, Weteringschans 133-137

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Wenn ihr nach Amstersdam kommt, müsst ihr auf jeden Fall samstags den Noordermarkt besuchen – wo ihr u.a. einem großen Biomarkt findet. Der Markt befindet sich vor der Noorderkerk am Anfang der Prinsengracht. Hier gibt es ganzjähring ein sensationelles Angebot und tolles Obst und Gemüse in Top-Qualität. Wir lieben vor allem den Pilz-Stand (was für eine Auswahl!), kaufen hier aber auch superfrisches Gemüse ein.

Die Gegend rund um den Markt hat generell einiges zu bieten – es lohnt sich, in den kleinen Geschäften, Boutiquen und Bars rundherum zu stöbern. Vor allem in der Westerstraat lässt sich eine Menge entdecken.

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Hier befindet sich z.B. eine schöne Filiale vom „Sla“ (5 x in Amsterdam), wo ihr gesunde Salate, Smoothies, Kaffee & Bio-Wein und einige vegane Optionen bekommt.

SLA Westerstraat, Westerstraat 34
Öffnungszeiten: Mo. – So. 11:00 – 21:00 Uhr

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Ebenfalls der Westerstraat findet ihr einen weiteren Bioladen. Im “Delicious Food” bekommt ihr viele Produkte – Nüsse, Hülsenfrüchte, Reis usw. – weniges ist abgepackt, ein riesiges Angebot dagegen lose zum Selberabfüllen.

delicious food, Westerstraat 24

weitere Tipps:

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Wir wohnen nicht direkt in Amsterdam, sondern in Zandvoort – für uns ist das mit den Hunden ideal. Man ist einerseits innerhalb von 30-40 Minuten mit dem Auto in Amsterdam (es gibt natürlich auch Bus- und Bahnverbindungen, die Fahrt kostet pro Person ca. 11 €, Hund 3 €), andererseits lebt es sich sehr entspannt und beschaulich am Meer (vor allem in der Nebensaison).

Am Strand kann man um diese Jahreszeit natürlich wunderschön spazieren gehen, aber auch die ersten Kitesurfer haben wir schon gesehen.

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Die Standbars (z.B. das Ubuntu) machen jetzt alle auf und auch wenn die Drinks dort kein Schnäppchen sind (wir bezahlten für 0,1l Weißwein rund 5 Euro), ist es einfach herrlich dort zu sitzen und dick eingewickelt in die bereitliegenden Decken den Sonnenuntergang zu genießen. Wer hier auch essen möchte, sollte auf jeden Fall reservieren. Veganes findet man nicht allzu viel auf der Karte, aber zum Wein tun es ja auch ein paar Nüsschen oder Oliven als Snack…

Hunde sind von Mitte April an zwischen 9 und 19 Uhr an den Stränden nicht erlaubt – Außerhalb dieser Zeiten ist es nicht nur problemlos, sondern auch ein tolles Vergnügen, mit den Hunden an den Strand zu gehen, weil sich hier viele Hundebesitzer tummeln und die Fellnasen ausgelassen spielen und toben können. Selbstverständlich entsorgt man die Hinterlassenschaften seiner Vierbeiner zuverlässig – dafür stehen entlang der Uferpromenade und zum Teil auch am Strand überall Mülleimer und Plastiktüten bereit :)

PS: Übrigens: Dass Hirsche und Rehe in Zandvoort spazieren gehen, ist wohl ganz normal, hat man uns erhklärt. Sie kommen vom Wildpark und wandern manchmal sogar in Grüppchen durch den Ort. Wir haben jedenfalls ganz schön gestaunt, als eines Morgens ein Hirsch im Nachbargarten stand…

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Slow Food und Vegan Fast Food – Eindrücke aus Stuttgart und ein schnelles Rezept mit Reis & Räuchertofu

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Wie jedes Jahr haben wir heute einen Tag in Stuttgart auf der Slow-Food-Messe verbracht – ich freue mich immer sehr darauf.

Diesmal sind wir nicht nur über die Messe gelaufen, haben Lieferanten besucht und nach neuen Produkten Ausschau gehalten (wir haben tolle Sachen mitgebracht!) – ich war auch bei einem Blogger-Treffen und habe einen Workshop für ein spannendes Regio-Portal besucht, das gerade im Aufbau ist (demnächst mal mehr dazu).

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Auf der Messe blieb trotzdem noch ausreichend Zeit um zu stöbern, zu probieren und uns umszuschauen – ich habe zwischendurch sogar noch schnell einen Abstecher auf die Kreativmesse und die Fair-Trade-Messe machen können, die zeitgleich laufen, für die ich mir im nächsten Jahr aber unbedingt noch mal extra Zeit nehmen muss.

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Schwerpunkt war für uns natürlich die Slow-Food-Messe “Markt des guten Geschmacks”. Sie findet inzwischen zum 9. Mal statt, lockt mittlerweile rund 20.000 Besucher aufs Messegelände und verzeichnet dieses Jahr mit 481 Ständen sogar einen Aussteller-Rekord.

Auch wenn hier leider immer noch viele tierische Produkte angeboten werden (was für uns nicht mehr wirklich begreiflich und immer schwerer nachzuvollziehen ist), gibt es viele, viele Stände, die für uns interessant sind – vor allem, weil hier gerade auch kleine Produzenten ausstellen.

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Unter anderem habe ich großartigen Senf und eine tolle (preisgekrönte!) Barbecue-Sauce entdeckt, wir haben Buchweizengrieß und Linsen von der Schwäbischen Alb mitgebracht, glutenfreie Pasta, Lupinen-Kaffee (ich fand ihn total lecker…), eine wunderbare Gemüsebrühe (ihr werde überrascht sein!) Chutneys aus Österreich und eine traumhafte Mandelpesto (in Stuttgart hergestellt). Natürlich sind alle diese Produkte bio-zertifiziert.
Wir werden sie in den nächsten Wochen auf Herz und Nieren prüfen, schauen, ob sie unseren Ansprüchen standhalten und dann entscheiden, welche wir in unser Sortiment aufnehmen und euch anbieten möchten.

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Und natürlich haben wir wie immer auch einige unserer Lieferanten getroffen, die uns netterweise Produkte nach Stuttgart mitgebracht haben. So ist das Olivenöl von La Uliva (Sizilien) jetzt wieder lieferbar (hier) und auch den großartigen Aceto Balsamico von La Vecchia, nach dem so viele von euch in den letzten Monaten gefragt haben, können wir euch nun endlich wieder anbieten (hier) – den Condimento gibt es ab sofort in einer neuen Flaschengröße.

Das Olivenöl von Il Casale kam ja schon letzte Woche per Spedition aus Italien zu uns, aber es ist immer wieder schön, Sandra und Michael in Stuttgart zu treffen – der Empfang ist jedes Mal so herzlich, dass wir sofort Sehnsucht nach der Toskana bekommen. Und auch die erste Frage von Sandra ist immer dieselbe: “Wann kommt ihr…?”

Zu Hause hatten wir dann trotz der vielen Schlemmerei noch Lust auf eine gesunde warme Mahlzeit und ich habe überlegt, was wir da haben und ein schnelles Reisgericht gemacht – so lecker, dass ich es hier direkt noch für euch dokumentiert habe…

Knoblauch-Mandel-Reis mit Räuchertofu, Zwiebeln und Schnittlauch

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Zutaten (pro Portion)

1 Tasse Arborio- oder Risotto-Reis
ein paar Mandeln, blanchiert
eine Knoblauchzehe (ich habe geräucherten Knoblauch verwendet)
1/4 Gemüsezwiebel (mittelgroß)
3-4 Scheiben Räuchertofu
frischer Schnittlauch
Kokosöl zum Braten
3 Tassen heißes Wasser
Meersalz

Reis waschen. Knoblauchzehe schälen und achteln. Gemüsezwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden (ca. 3mm dick). Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden.

Etwas Kokosöl erhitzen, Reis kurz anbraten, Knoblauch und Mandeln hinzugeben, dann mit heißem Wasser auffüllen, salzen und aufkochen. Auf kleine Hitze zurückschalten und den Reis garen lassen. Inzwischen in einer Pfanne etwas Kokosöl erhitzen und die Zweibeln anbraten – darauf achten, dass sie weich werden und nicht verbrennen. Leicht salzen.

Reis in eine Schale geben, Räuchertofu und Zwiebeln darauf anrichten um mit Schnittlauch bestreut servieren.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag :)

Liebe Grüße
Cala

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…ein Bloggerinnenfrühstück, neue Inspirationen und endlich die vegane Leberwurst

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Heute habe ich mich auf den Weg nach Wiesbaden gemacht, um endlich die netten Bloggerinnen persönlich zu treffen, mit denen ich schon eine Weile auf Facebook “verbandelt” bin.

Wir haben uns im Heimathafen getroffen, eine schöne Location mitten in Wiesbaden, mit viel Platz zum Arbeiten und tollem Frühstücksangebot – leider Null Komma Nichts davon vegan :( Hier hat Wiesbaden eindeutig Nachholbedarf… :( Immerhin bekam ich einen Cappuccino mit Sojamilch (ich hätte für den Notfall aber auch meine eigene Sojamilch dabeigehabt…)

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Dafür waren die Bloggerinnen und das Programm ganz toll und ich habe tatsächlich eine Menge erfahren, nette Leute kennen gelernt und Neues gelernt. Der Weg hat sich auf jeden fall gelohnt!

Giovanna (stadtblogozin) hat nicht nur das Frühstück wunderbar organisiert, sondern auch eine kleine Präsentation zum Thema “Social Media Strategie für Blogger” vorbereitet – weil das ja auch noch ein Thema ist, mit dem ich bei Cala kocht noch nicht richtig zufrieden bin, habe ich die eine oder andere Anregung mitgenommen und mir später von Boris auch gleich ein noch paar zusätzlich Infos geholt…

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Mit Barbara (die photographin) sind wir dann alle kreativ geworden und ich habe gelernt, dass das, was ich immer so nebenbei auf irgendwelche Zettelchen kritzele und in meinen Skizzenbüchern verarbeite, grade richtig “in” ist – der Trend geht zurück zum Handschreiben und Zeichnen – schaut euch mal auf Pinterst die Ergebniss zu “handwriting” und “Sketch Notes” an – ich war total fasziniert, was sich da tut…
Nachdem wir also jahrelang alles digital, möglichst steril und einheitlich gemacht haben, gehen wir jetzt quasi rückwärts und entdecken alte Werte neu – sogar Werbeschilder werden heute wieder handgemalt, habe ich gelernt. Mir soll es Recht sein, mir war die Welt der 90er und 00er Jahre sowieso zu steril. Auch wenn es ein bisschen absurd ist, kehren wir also über einen Umweg zurück zum Individuellen: jetzt zeichnen wir, fotografieren dann und binden das Foto vom Handgeschriebenen danach wieder digital ein…

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Natürlich sind wir in Wiesbaden auch gleich selbst kreativ geworden – ich gebe zu, das sieht noch sehr nach Kinderzeichnung aus, aber ich arbeite dran, die Idee gefällt mir auf jeden Fall…

Mit Kohldampf kam ich am frühen Nachmittag nach Hause und da ich bis Mittwoch beinahe täglich im Edelkiosk Annas traumhafte Kuchen genießen kann, habe ich beschlossen, heute herzhaft zu schlemmen und endlich das Rezept für die vegane Leberwurst auszuprobieren, für das ich schon vor einiger Zeit die Zutaten eingekauft habe.

Auf das Rezept bin ich mal wieder über Pinterest gestoßen und habe “vegangusto“, den Blog von Jasmin Feß entdeckt.

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Meine “Leberwurst” habe ich fast genau nach dem Rezept dort gemacht, allerdings habe ich die Menge halbiert. Räuchersalz habe ich nicht bekommen, das war aber kein Problem – ich habe es diesmal mit normalem Meersalz gemacht und würde es das nächste Mal vielleicht sogar mit Kala Namak versuchen.

…Zur Übung habe ich die Zutatenliste gleich mal per Hand geschrieben und ihr könnt sie sogar downloaden und zum Einkaufen mitnehmen :) Download Zutatenliste

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Bei der Zubereitung habe ich mich an das Original gehalten, aber die Reihenfolge etwas verändert, damit das Pürieren einfacher wird:

  • Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden
  • Knoblauch schälen und fein hacken
  • Räuchertofu klein würfeln
  • Kidneybohnen abspülen

1. Olivenöl in einer Pfanne (nicht zu heiß) erhitzen und die Zwiebeln glasig andünsten. Knoblauch hinzufügen, etwas mit anschwitzen dann die Pfanne von Herd nehmen und abkühlen lassen

2. Räuchertofu in einem Zerkleinerer oder mit dem Pürierstab grob pürieren, dann alle anderen Zutaten hinzugeben und bis zur gewünschten Konsistenz pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Schmeckt sehr lecker auf einem würzigen Roggenbrot…
Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße
Cala

PS: Lasst mich gerne mal wissen, ob die downloadbaren Zutatenlisten für euch eine Bereicherung sind… Und: Findet ihr sie handgeschrieben nett oder hättet ihr sie lieber in einer getippten Version?

Veröffentlicht unter Cala meint | 4 Kommentare