eine Entschuldigung für langes Fehlen und ein neues Interview

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Ich habe euch nicht vergessen, habe nur momentan so viel um die Ohren gehabt, dass ich einfach nicht zum Posten kam. Aber natürlich läuft hier im Hintergrund alles weiter und ich arbeite an meinen Ideen. Morgen haben wir wieder einen Themenabend bei Meike Prostmeyer zum Thema „Superfoods“ und ich denke ich werde das eine oder andere hier auch demnächst noch mal aufgreifen (siehe auch meinen Post zum letzen Superfood-Abend im November, hier). Völlig hin und weg bin ich vom Acai-Pulver, dem ich dafür aber auch wochelang hinterhergelaufen bin – das hat sich gelohnt! Aber auch  Sanddorn (Saft und getrocknete Beeren) waren eine echte Entdeckung für mich (leider noch nicht im Shop, das haben wir noch nicht geschafft…)

Heute habe ich erst einmal das nächste Interview für euch, das schon eine Weile darauf wartet, veröffentlicht zu werden – ich muss mich mit Nachdruck bei Anette entschuldigen, dass das hier so lange liegengeblieben ist…

Anette Kleszcz-Wagner sagt von sich, sie sei ein “Projekt-Junkie”. Nachdem ihr erst die Uni-Tätigkeit in den Landes- und Kulturwissenschaften, dann das Projektmanagement in den New Media zur Routine geworden war, hat sie ihre Leidenschaft für Bücher zum Beruf gemacht und arbeitet seit zehn Jahren als freie Lektorin. Ihre zweite Leidenschaft gilt den Tieren. Eine Zeit lang hat sie in Paris gelebt und ist dort zum Gourmet geworden, was sie heute in der veganen Küche auslebt.

Anette lebt schon eine ganze Weile vegan und wir waren zwischendurch immer mal wieder im Kontakt, so dass ich ein paar Stationen auf diesem Weg auch miterlebt habe. Und ich freue mich, dass sie jetzt auch für ein Interview zur Verfügung gestanden hat.

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Anette, seit wann isst du vegan?

Anette: Seit Oktober 2012

Was war deine Motivation?

Anette: Der Tierschutz. Wenn man realisiert, dass eine rein pflanzliche Ernährung uns mit allen Nährstoffen versorgt (sehen wir mal von dem sagenumwobenen B12 ab), dann sehe ich absolut keinen Grund mehr, Tieren Leid zuzufügen. Nicht durch die Haltung noch durch das Töten nach einem kurzen qualvollen Leben. Und auch die „biologische Produktion“ ist letztlich nichts als Produktion. Ein Rind kann 25 Jahre alt werden, ein Kalb, in dem der Mensch nichts als „leckeres“ Fleisch sieht, 5-6 Monate, ein Jungbulle 18 Monate, eine Milchkuh maximal. 5 Jahre. Ich habe schon als Kind nicht verstanden, wie ein Tier, das dem Menschen anvertraut wurde, zum Schlachthof geführt werden kann oder gar vom selben Menschen selbst geschlachtet wird (Ich sage nur Stallhasen, mit denen mal erst die Kinder spielen lässt und sie ihnen dann auf dem Teller serviert…).

Hast du deine Ernährung am Tag X komplett umgestellt, oder bist du allmählich vegan geworden?

Anette: Ich habe mich jahrelang vegetarisch ernährt. Die zunehmende Kenntnis der Haltungsbedingungen des vom Menschen so genannten „Nutztiers“ haben sicher den Ausschlag gegeben, einen Schritt weiter zu gehen.

Hast du Literatur oder Bücher für die Umstellung benutzt? Wenn ja, gibt es welche, die du besonders empfehlen kannst?

Anette: Natürlich habe ich viel gelesen. Ich finde es aber als Nicht-Spezialistin sehr schwer, verlässliche Kriterien zu entwickeln, um den Inhalt eines Buches auf seine Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Natürlich wird jeder Autor von seinem Verlag als DER Spezialist angepriesen. Das ist Marketing. Und ich selbst war viel zu lange im Wissenschaftsbereich tätig, um zu wissen, dass a) jede Erkenntnis vom Standpunkt des Autors abhängt und b) morgen (also schon bei Erscheinen des Buches, das ja eine gewisse Produktionszeit benötigt) schon überholt sein kann. Deshalb kann ich nichts empfehlen Ich habe immer versucht, Informationen in möglichst vielen unterschiedlichen anderen Quellen (auch im Internet) gegenzuprüfen.

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Worauf muss man deiner Meinung nach bei der Umstellung achten?

Anette: Erstens Vielfalt und Abwechslung. Ich habe mir nie zuvor so viel Abwechslung beim Essen gegönnt wie jetzt. Ich komme aus dem Schlemmen gar nicht raus! Zweitens, den veganen Weg zu finden, der dem eigenen Geschmack entspricht. Der eine sucht nach Ersatzprodukten für Käse du Fleisch. Der andere liebt es, nach alternativer Nährstoffversorgung bei Getreide, Nüssen, Gemüse, Obst zu suchen. Der eine gart sein Essen, der andere liebt Rohkost. Entscheidend ist, dass man mit Lust isst.

Was hat sich verändert, seit du vegan isst?

Anette: Das Essen hat einen ganz anderen Stellenwert bekommen: Ich kaufe bewusster ein, ich verwende – lustvoll – mehr Zeit beim Zubereiten (vorher war ich ein absoluter Kochmuffel). Ich bin gesünder, leichter, ausgeglichener. Ich bin mit mir selbst im Reinen.

Gibt es vegane Lieblingsrezepte?

Anette: Mindestens vierzig!

Gibt es auch etwas, dass du vermisst?

Anette: Manchmal, ganz, ganz selten, ein schönes Stück Käse aus bäuerlicher Produktion. Aber dann denke ich die Kälber, denen ich die Milch wegessen würde. Und ich bin zufrieden ohne den Käse. Der Mensch ist ja bekanntlich die einzige Art, die die Milch einer anderen Art verzehrt – und um welchen Preis für das Tier!

Auf Reisen, im Urlaub und unterwegs ist es für viele besonders problematisch, sich vegan zu ernähren – wie handhabst du das?

Anette: Das ist meines Erachtens (noch, hoffe ich) ein richtig schweres Thema. Im Internet kann man inzwischen ja gute Websites finden, die vegane Restaurants auflisten. Ich spreche das Thema auch in traditionellen Restaurants an und treffe immer häufiger auf positive Reaktionen und bekomme z.B. einen Teller mit gegrilltem Gemüse. Schlimmer finde ich Feiern. Ich weigere mich, mein eigenes Essen mitzubringen (wie von vielen Veganern empfohlen), das finde ich einen Affront gegen den Gastgeber. Auch der Mensch gehört ja zu den Wesen, denen ich mit Respekt begegnen möchte ;-) . Also springe ich schon mal über meinen Schatten. Vegetarisch geht eigentlich immer.

Und wenn doch mal die Lust auf Tierisches kommt?

Anette: Erstens kommt das bei meinem lustvollen Speisplan so gut wie nie vor. Zweitens (s.o.) denke ich an das Leid, das dadurch lebenden, fühlenden Wesen zugefügt wird.
Das reicht.

 

 

 

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Ein Abschied und ein Willkommensessen

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Es gibt ungute Neuigkeiten aus Italien. Il Casale wird leider mangels ausreichender Nachfrage die Produktion unserer heiß geliebten Roggenspaghetti einstellen müssen.

Ich weiß, dass diese Nachricht nicht nur für uns, sondern auch für viele unserer Kunden keine gute ist, denn viele von euch werden – wie wir – diese einzigartige Pasta sicherlich vermissen. Ich kann allerdings auch verstehen, dass der deutsche Markt für Il Casale im Vergleich zum italienischen (und dem in der Schweiz) nur ein kleiner ist und dass das, was wir mit Cala kocht abnehmen können, auf keinen Fall reicht, um die Produktion aufrecht zu erhalten. Außerdem brauchen die Casalitas wohl mehr Weideflächen für die Schafe, so dass auch Ackerland wegfällt.

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Ich bin Ulisse trotzdem dankbar, dass er damals auf meinen Wunsch hin den Versuch mit den Roggen-Vollkorn-Spaghetti überhaupt gewagt hat und freue mich auch, dass wir sie jetzt zwei Jahre lang genießen durften – auch das Feedback unserer Kunden war durchweg begeistert. Und die Casalistas – das weiß ich – mochten die Pasta selber auch sehr und haben sich deshalb die Entscheidung sicher nicht leicht gemacht.

Es ist nun so, dass es noch ein paar Restbestände gibt (die aktuelle Produktion ist haltbar bis Mai bzw. September 2015). Wer sich also von der Pasta noch ein paar Packungen sichern möchte, kann sie noch eine Weile bei uns bestellen (hier) – wir haben bei Il Casale noch mal nachgeordert, und verkaufen, so lange unser Vorrat reicht bzw. so lange wir von Il Casale noch Nachschub bekommen können.

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neu bei uns: Dinkel-Spaghetti vom Pankratzhof in Oberösterreich (im Shop hier)

Nichts desto trotz möchten wir aber auch künftig eine Roggenpasta anbieten können und haben uns in den letzten Wochen auf die Suche nach Ersatz gemacht. Fündig geworden sind wir in Österreich. Der Pankatzhof in Oberösterreich wird uns künftig mit Roggenpasta (Spaghetti und Spiralnudeln) beliefern. Die Muster sind vergangene Woche eingetroffen. Die Konsistenz ist zwar anders und noch etwas kräftiger als die Il-Casale-Pasta, insgesamt finden wie sie aber sehr lecker und nehmen sie gerne in den Shop auf (hier).

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Außerdem hatte mir Frau Zimmer allerwärmstens ihre Dinkelpasta ans Herz gelegt und mir ein Muster geschickt. Die haben wir vorgestern ausprobiert und sind total begeistert – auch die sind sofort in den Shop gewandert (hier).

Ich habe eine einfache weiße Soße aus Macadamia-Nüssen gemacht und gedünsteten Fenchel dazu serviert:

Zutaten (für 2 Portionen)
eine (große) Hand voll Macadamia-Nüsse
(Achtung: ein Teil muss mehrere Stunden eingeweicht werden)
ca. 250g Fenchel
½ Packung Dinkel-Pasta
Olivenöl
Frischer Knoblauch
Meersalz
schwarzer Pfeller (ich verwende unseren Tellicherry-Pfeffer)

3-4 Macadamianüsse beiseite legen, den Rest mindestens 6 Stunden in (Quell-)Wasser (ich verwende Aquion-gefiltertes Leitungswasser) einweichen. Abgießen und mit etwas Olivenöl zu einer feinen Creme pürieren. Falls die Creme zu fest wird, mehr Olivenöl, oder auch etwas Wasser hinzugeben. Mit frischem Knoblauch und Salz abschmecken.

Fenchel waschen und in feine Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten, leicht salzen, dann auf kleiner Temperatur vorsichtig bis zur gewünschten Konsistenz gar dünsten. Inzwischen ein paar Macadamianüsse in der Küchenmaschine hacken und in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten. Die Dinkel-Pasta nach Packungsanweisung in Salzwasser garen. Abschütten und mit der Macadamia-Creme mischen. Fenchel auf einen Teller geben und die Pasta darauf anrichten. Vor dem Servieren mit den gerösteten Nüssen bestreuen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Cala

 

 

 

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„Experimentierfreude kann richtig spannend sein“ – Kirstin Knufmann über veganes Leben und Ernährung

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Ich freue mich sehr, unsere Interviewserie mit Kirstin von PureRaw fortsetzen zu können. Vor allem, weil sie sich in den allerletzten Schwangerschaftstagen noch Zeit dafür genommen hat.

Lebst du konsequent vegan?

Kirstin: Ja, ich ernähre mich konsequent vegan.  Mit 15 Jahren habe ich angefangen mich vegetarisch zu ernähren und seit ca. 10 Jahren ernähre ich mich vegan.

Was war deine Motivation?

Kirstin: Mein Opa hatte einen Bauernhof. Dort hatten wir auch immer viele Tiere und es wurde selbst geschlachtet. Es kam mir komisch vor, diese Tiere zu essen. Dann kam der Aspekt hinzu, dass es diesen Tieren bis dahin wirklich gut gegangen ist und den Tieren, welche im Supermarkt landen, bestimmt nicht. Also habe ich beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Als ich dann Anfang 20 eine Lebensmittelunverträglichkeit gegen Milch und Ei entwickelt habe, bin ich Veganerin geworden. Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, und hinter die „Kulissen“ geschaut habe, desto mehr Sinn hat es für mich gemacht und macht es immer noch. Selbst wenn ich jetzt wieder alles essen könnte, würde ich es nicht tun. Denn es sind ethische, ökologische und gesundheitliche Aspekte hinzugekommen.

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© Christian Verlag / Maria Brinkop

Was hat sich verändert, seit du vegan lebst?

Kirstin: Vegan ist für mich nicht nur Ernährung. Ich finde, dass „vegan“ das Bewusstsein für das eigene Umfeld, für die eigene Verantwortung und die Möglichkeiten, die eigene Umwelt positiv zu beeinflussen, wesentlich sensibilisiert. Mit jedem Kauf, den wir tätigen, geben wir ein Statement ab. Ob bewusst oder unbewusst. Bei einer ausgewogenen veganen Ernährung fühlt man sich viel besser, ist gesünder und schenkt sich selbst und seiner Umwelt die entsprechende Achtung.

Gibt es manchmal etwas, das du vermisst?

Kirstin: Bis jetzt noch nicht. Zumindest nicht, dass ich mich daran erinnere. Anfangs bestimmt. Aber daran erinnere ich mich nicht mehr. Es gab, soweit ich zurückdenke, immer sehr gute Alternativen und viel Neues zum Genießen. Wenn es keine Alternative zu kaufen gibt, dann experimentiere ich so lange, bis ich eine für mich gefunden habe, die gleichwertig ist oder die mir sogar oft noch besser schmeckt. Experimentierfreude kann richtig spannend sein.

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© Christian Verlag / Maria Brinkop

Wenn jemand seine Ernährung umstellen möchte, worauf solle er deiner Meinung nach achten, wie sollte er vorgehen?

Kirstin: Die eigene Motivation spielt eine große Rolle. „Warum möchte ich das?“

Wenn wir uns diese Frage beantworten können, fällt uns alles andere leichter. Beim Einkaufen benötigt man erst mal wesentlich länger, weil man sich die Zutatenlisten sorgfältig durchliest. Aber auch das hat man schnell raus. Wenn es mal „schwache Momente“ gibt, in denen man es einfach haben möchte, hilft es immer, eine leckere „Reserve“ dabei oder zumindest zu Hause zu haben, auf die man zurückgreifen kann. Inspirationen in Rezeptbüchern etc. sind herzlich willkommen und helfen gerade am Anfang, ein gutes Gefühl fürs vegane Zubereiten zu bekommen. Abwechslungsreich, natürlich und ausgewogen sollte die Ernährung dabei sein und je weiter wir eintauchen, desto mehr werden wir über unsere Nahrung und uns selbst erfahren.

Gibt es Menschen, denen du grundsätzlich von einer veganen Ernährung abraten würdest?

Kirstin: Grundsätzlich würde ich erst mal mit „nein“ antworten. Sofern es sich um eine ausgewogene und durchdachte Ernährung handelt, die alle relevanten Nährstoffe abdeckt. Praktisch kann das jedoch nur jeder für sich selbst entscheiden. Das heißt nicht, dass jeder Veganer automatisch gesund lebt. Aber gut durchdacht und umgesetzt, bietet die vegane Ernährung die besten Voraussetzungen dafür.

Die Meinungen darüber, ob Schwangere sich vegan ernähren können/sollten gehen ziemlich auseinander. Du bist selber gerade hochschwanger und erwartest dein erstes Kind – hast du auch während der Schwangerschaft konsequent vegan gelebt? Und planst du, auch dein Kind vegan zu ernähren?

Kirstin: Auch während meiner Schwangerschaft habe ich mich vegan ernährt. Durch die regelmäßigen Kontrollen beim Arzt, hatte dieser einen guten Überblick darüber, wie die Werte sich verändern. Trotz oder gerade wegen veganer Ernährung war alles bestens. Z.B. Eisen und Folsäure mussten zu keiner Zeit supplementiert werden. Sowieso hatte ich eine ganz unkomplizierte Schwangerschaft, wofür ich auch sehr dankbar bin. Es ist durchaus möglich, sich in der Schwangerschaft vegan zu ernähren. Bewusst und ausgewogen ist auch hierbei wieder das Stichwort. Wobei es in der Schwangerschaft nochmal doppelt wichtig ist, seinem Körpergefühl zu vertrauen und auf sich zu achten. Und Wissen zu Ernährungsfragen ist natürlich auch wichtig. Ich werde meinem Kind diese Ernährung und das Verständnis dafür mit auf den Weg geben. Was es dann daraus macht, muss es selbst entscheiden. Aber zumindest bekommt sie von mir die Grundlagen, ihre Entscheidungen so gut wie möglich zu treffen.

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Auf Reisen und unterwegs ist es für viele besonders problematisch, sich vegan zu ernähren – wie handhabst du das?

Kirstin: Es mag seltsam klingen, aber es ist wirklich recht einfach, sich auch auf Reisen vegan zu ernähren. Zum einen habe ich immer etwas dabei, z.B. von meinen Produkten oder auch etwas Obst/Gemüse. Zum anderen frage ich, wenn ich essen gehe, immer die Bedienung, was sie vegan zubereiten können. Diese versichert sich dann in der Küche, hat vielleicht noch ein paar Fragen und dann habe ich bisher immer etwas zu essen bekommen. Manchmal ist es jedoch hilfreich zu erwähnen, dass Milch, Ei, Käse, Butter, Geflügel, etc. nicht vegan sind. Nur um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn man „vegan“ ist, ist es für einen selbstverständlich, was dazu gehört, aber eben für viele, die sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt haben, ist es noch ein Buch mit sieben Siegeln…

Im Moment erlebt die vegane Ernährung ja einen regelrechten Boom. Glaubst, dass diese Entwicklung anhalten wird oder dass das ein vorrübergehender Trend ist?

Kirstin: Ich glaube, dass die Ansichten darüber weit auseinander liegen. Zum einen beschäftigen sich mehr und mehr Leute mit ihrer Ernährung und ernähren sich bewusster. Zum anderen gibt es mehr Leute, die sich nicht darum kümmern, was wo drin ist. Wenn ich zurückdenke, erinnert mich das Thema „vegan“, so wie es jetzt ist, an meine damaligen Erfahrungen mit dem Thema „vegetarisch“. Ich selbst denke nicht, dass es ein Trend ist, der bald wieder abgeflaut ist. Es wird so kommen, dass viele sich auf Dauer bewusster ernähren werden, auch vielleicht ohne komplett vegan zu sein, aber bewusster damit umgehen und damit ebenfalls ihren Teil dazu beitragen.

Gefällt dir dieser momentane „Hype“?

Kirstin: Ich finde es sehr positiv zu sehen, wie sich das Bewusstsein ausbreitet und im Mainstream ankommt, bzw. Wellen schlägt. So bewirkt es viel im Ganzen und je mehr Menschen umdenken, desto positiver ist es insgesamt. Und ich bin froh darüber, dass ich die Möglichkeit habe, meinen Beitrag dazu beizusteuern, Leute zu inspirieren und ihnen den Weg erleichtern kann/darf.

Glaubst du, dass die vegane Ernährung die Ernährung der Zukunft ist?

Kirstin: Das ist es ein sehr erstrebenswerter Ansatz. Andererseits lässt sich dies sicher nicht für die gesamte Menschheit umsetzen, da enorm viele Faktoren eine Rolle spielen. Bewusstsein und Empathie für uns und unsere Umwelt mit ihren Lebewesen, die Achtung vor diesen ist es, was wichtig ist und was wir beherzigen sollten. Jeder fängt bei sich selbst an. Dadurch gestalten wir unsere Zukunft. Unter diesem Aspekt wird sich die vegane Ernährung zukünftig weiter und stärker ins Bewusstsein bringen – und das befürworte ich sehr.

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© Christian Verlag / Maria Brinkop

 

Weitere Infos über Kirstin Knufmann und PureRaw findet ihr hier.

Mit Cala kocht arbeiten wir übrigens seit 2013 mit PureRaw zusammen und haben einige ausgewählte Produkte auch bei uns im Shop. Wir sind dabei, dieses Sortiment weiter auszubauen, um euch noch mehr von diesen großartigen Produkten anbieten zu können.

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Kirstins Buch „Raw!“ erscheint Ende März im Christian-Verlag. Es kann über den Buchhandel, direkt über PureRaw  oder per Mail bei uns (info@cala-kocht.de) (vor-)bestellt werden. Nach Erscheinen werde ich das Buch natürlich auch auf dem Blog vorstellen.

 

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Zwischenspiel & Vorgeschmack auf die Spargelzeit: Quinoa-Spargel-Salat mit Hanfsamen und Avocado

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Bevor ich euch das nächste Interview präsentiere, wollte ich unbedingt noch ein Rezept mit euch teilen. Ich selbst habe diesen Salat nicht mit frischem, sondern mit eingelegtem Spargel vom Wochenmarkt gemacht, was nicht sehr glücklich war, aber das Glas sollte leer werden. Ich würde auf jeden Fall frischen Spargel bevorzugen, ansonsten ist der Salat sensationell lecker und auch super zum Mitnehmen (sicherlich auch als “Partysalat” in einer größeren Menge wunderbar…)

Quinoa-Spargel-Salat mit Hanfsamen und Avocado 

Zutaten:
pro Portion
ca. 4 EL Quinoa
2-3 Stangen Spargel
½ mittelgroße Avocado
eine Handvoll gemischte Nüsse & Kerne (Mandeln, Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Aprikosenkerne etc.)
Olivenöl
2 EL Hanfsamen
etwas Meersalz

Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten. Spargel schälen und kurz in Salzwasser blanchieren – nicht zu weich kochen. In mundegerechte Stücke schneiden. Avocado schälen, Fruchtfleisch herauslösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Nüsse und Kerne grob hacken (am besten in der Küchenmaschine). Alle Zutaten miteinander mischen. Hanfsamen hinzugeben und mit Olivenöl und Meersalz abschmecken.

Liebe Grüße und noch eine schöne Woche
Cala

 

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„Ich lese auch keine schlechten Bücher, nur weil ich gerade keine guten habe“ – Ruediger Dahlke im Interview mit Cala kocht

Rüdiger Dahlke

Ich freue mich sehr, dass ich Gelegenheit hatte, einen der Vorreiter und größten Fürsprecher der veganen Ernährung für ein Interview zu gewinnen. Ruediger Dahlke ernährt sich seit knapp 5 Jahren vegan, nachdem er bereits fast 40 Jahre vegetarisch gelebt hat. Der Arzt und Bestsellerautor lebt seit 2012 mit seiner Frau in der Südsteiermark, wo er ein wunderschönes Seminar- und Lebenszentrum aufgebaut hat.

Herr Dahlke, was war Ihre Motivation, sich vegan zu ernähren?

Ruediger Dahlke: „Als ich die China-Study das erste Mal las – damals noch auf Englisch, weil sie auf Deutsch noch gar nicht vorlag -, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Vorher war ich allerdings schon durch das Beispiel meiner Partnerin und die Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Thom Bezenek, dem schon längst vegan lebenden Hersteller von „Take me – Glücksnahrung“ immer wieder auf Vegan gestoßen worden.“

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Was hat sich verändert, seit Sie vegan leben?

Ruediger Dahlke: „Meine Beweglichkeit ist besser geworden, ich fühle mich leichter und seelisch viel wohler, da ich an all dem Tierleid nicht mehr mitverantwortlich bin, vor allem aber,  weil ich nicht mehr zu der Hungerkatastrophe in den armen Ländern beitrage, aber auch in ökologischer Hinsicht auf der besseren Seite bin. Für mich persönlich noch ganz wichtig: Ich schlafe weniger, bin aber wacher, meine Meditationen sind tiefer und noch schöner geworden.“

Gibt es etwas, das Sie vermissen?

Ruediger Dahlke: „Anfangs habe ich die Nachtische vermisst, aber inzwischen haben wir noch bessere auf der „Peace-Food“-Schiene gefunden. Und ja, so sehr ich die vielen neuen Begleiter auf diesem Weg schätze, vermisse ich einige Freunde und Seminarteilnehmer, die diesen Schritt zu pflanzlich-vollwertig nicht mitgemacht haben und sich offenbar auch kaum mehr in meine Nähe trauen…“

Sind Sie denn so dogmatisch?

Ruediger Dahlke: „Ganz und gar nicht und deshalb ist die Distanz auch unnötig. Ich lasse Mischköstler grundsätzlich in Ruhe, höchstens versuche ich, ihnen durch immer bessere und vielfältigere Rezepte goldene Brücken in eine gesündere Zukunft zu bauen. „Vegan für Einsteiger“ ist ausdrücklich als Einladung für einen veganen Versuch auf Zeit gedacht.”

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Worauf ist bei der Ernährungsumstellung zu achten?

Ruediger Dahlke: „Vegan ist noch nicht zwingend gesund, denn Whiskey und Vodka, Weißmehl und –zucker sind auch vegan, aber eben nicht gesund. Es muss also schon vollwertig sein. Veganer sind bei vielfältiger pflanzlich-vollwertiger Kost im Gegensatz zu normalen Mischköstlern mit allem versorgt, bis auf B12. Dieses kann am besten in veganer Form und als Methycobalmin etwa als „Take me – B12“ eingenommen werden.“

Gibt es Menschen, denen Sie grundsätzlich von einer veganen Ernährung abraten würden?

Ruediger Dahlke: „Nein, als Arzt kann ich das nicht, denn pflanzlich-vollwertige Kost ist für jede Lebensphase am besten geeignet – inklusive Schwangerschaft und Stillzeit – weil am gesündesten. Die weltweit größte Ernährungsgesellschaft ist die US-amerikanische und die stellt das im Gegensatz zur Deutschen Gesellschaft für Ernährung auch ganz klar heraus.“

Auf Reisen und unterwegs ist es für viele besonders problematisch, sich vegan zu ernähren – wie handhaben Sie das?

Ruediger Dahlke: „Also zum Glück wird es ja ständig besser mit der Versorgung, allein in meinen gerade mal fünf veganen Jahren ist es schon so viel einfacher geworden.

Persönlich nehme ich mir viel Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten in TamanGa mit, es gibt die leckeren Produkte von Keimling, überall Neuformläden, wo ja die längste Erfahrung und Kompetenz für diese Ernährungsform besteht. Also es ist in meinen Augen kein Problem mehr. Eher bei Einladungen, aber auch da habe ich Wege gefunden. Bevor ich etwas Schädliches oder gar Gefährliches wie Milch(produkte) esse, lasse ich es lieber sein. Ich schaue ja auch keine schlechten Filme oder lese schlechte Bücher, nur weil ich gerade keine guten habe.“

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Im Moment scheint die vegane Ernährung ja einen regelrechten Boom zu erleben. Glauben Sie, dass diese Entwicklung anhalten wird, oder dass das ein vorrübergehender Trend ist?

Ruediger Dahlke: „Also ich glaube und hoffe, dass das der neue Lebensstil wird und tue auch alles dafür, damit sich aus dem Trend ein neues Lebensgefühl und ein neuer für alle besserer Lebensstil entwickelt. Dazu sind Kochbücher wichtig und einfache Ein- und Umstiegsszenarien und für beides sorge ich sehr gern und danke allen, die das auch tun und mitmachen.“

Gefällt Ihnen dieser momentane „Hype“?

Ruediger Dahlke: „Ja, sehr. Es ist immer ein wundervolles Gefühl am richtigen Punkt der Welle zu sein wie beim Surfen. Das habe ich schon mehrfach erleben dürfen, einmal mit der Krankheitsbilder-Deutung – heute steht “Krankheit als Symbol” in Hundertausenden von Familien und ich stehe voll und ganz und sehr gern dazu. In kleinerem Maßstab war das mit dem Mandala-Malen, dem Wassertrinken und dem Fasten ähnlich und das macht mir richtig Freude.“

Glauben Sie, dass die vegane Ernährung die Ernährung der Zukunft ist?

Ruediger Dahlke: „Davon bin ich überzeugt. Sie muss nur auch vollwertig sein, um die Hoffnungen, die sie mit Recht weckt, auch erfüllen zu können. Außerdem ist sie wissenschaftlich belegt und Fleisch- und vor allem Milch(produkte) sind als gefährlich entlarvt. Das wird wie beim Tabak eine Zeit lang dauern, aber irgendwann setzt sich die neue Erkenntnis durch. Die Nahrungsindustrie tut ja zwar, was sie kann, um diese Welle zu stoppen mit eigenartigsten Verdrehungen der Wahrheit und manipulierten Meldungen und sogar Studien, und es nützt ihr so herrlich wenig. Denn schon kleine Kinder sind mit von der veganen Partie, Jugendliche teilen mit Begeisterung diesen Lebensstil und wenn die Gesundlebe-Szene, die Menschen- und die Tierfreunde sich dann noch mit den Ökologen zusammentun, anstatt übereinander herzufallen, kann diese Entwicklung wohl nichts mehr aufhalten. Sie ist ja jetzt schon sehr breit – letztlich gehört auch die Begeisterung für die grünen Smoothies usw. dazu – und sie ist wissenschaftlich belegt in den USA schon viel weiter.“

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Ruediger Dahlke wurde 1951 in Berlin geboren und wuchs in Bayern auf. Er studierte Medizin in München und ist seit 1979 Arzt und Psychotherapeut. Er absolvierte eine Zusatzausbildung zum Arzt für Naturheilweisen und bildete sich bereits während des Studiums in Homöopathie weiter. Ruediger Dahlkes Bücher haben im deutschsprachigen Raum Millionen Menschen erreicht und dazu beigetragen, ein wachsendes Bewusstsein für psychosomatische Zusammenhänge und ganzheitliche Medizin zu schaffen. Sie liegen in 250 Übersetzungen in 28 Sprachen vor. Weiter Infos: www.dahlke.at und www.mymedworld.cc.

Zum Weiterlesen:

Ruediger Dahlke hat zwei Standardwerke zur veganen Ernährung geschrieben, die ihr über den Buchhandel beziehen könnt, aber auch bei uns im Shop findet:

In „Peace-Foodwie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ stellt  Ruediger Dahlke fundiert und ganzheitlich das Thema “fleischlose Ernährung” dar, analysiert den wissenschaftlichen Hintergrund und die Ergebnisse der China-Study und stellt die Fakten in Zusammenhang zu seinen eigenen Erkenntnissen als Arzt. Vegane Rezepte geben Praxisanregungen für den Einstieg.

Peace-Food – das vegane Kochbuch“ ist das Praxis-Buch zum Basiswerk. Hier hat Ruediger Dahlke 90 vegane Rezepte seiner Lieblingsköche zusammengetragen und den Umstieg leicht machen. Dazu gibt es viele Tipps für vegane Alternativen zu Eiern, Fleisch- und Milchprodukten.

Wer probeweise vegan leben möchte, oder Literatur zum Einstieg sucht, dem wird dieses neue Buch von Ruediger Dahlke nützlich sein:

Vegan für Einsteiger. In 4 Wochen zu einem gesunden, nachhaltigen Leben

Das Buch enthält neben grundsätzlichen Fakten und Infos schmackhafte Rezepte und einen 4-Wochen-Ernährungs-Plan.

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Fans von Ruediger Dahlke sei unbedingt auch die wunderbare DVD „Unser Biogarten“ empfohlen, ein absolut sehenswerter Dokumentarfilm über das Seminar- und Lebenszentrum TamaGa (z.B. über den Shop von Rüdiger Dahlke, hier)

Peace-Food-Rezepte findet ihr auch hier.

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Superfood Hanfmus: die besten Sushi ever, Petersilienpesto und ein großartiges Wirsing-Rezept

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Bevor ich mich gleich auf den Weg machen werde zum ersten Rhein-Main Foodblogger-Treffen (ich bin ganz gespannt…) wollte ich euch unbedingt noch mit ein paar neuen veganen Rezepten versorgen. Auf der ProVego in Darmstadt haben wir uns vor zwei Wochen nämlich unter anderem auch die Produkte von naturARTen angesehen und auch Produktmuster mitgenommen. Spätestens seit wir vegan leben, wollte ich vor allem die Muse unbedingt testen, denn ich hatte sehr viel Positives gehört und war sehr neugierig.

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Pro Portion ½ Bund glatte Petersilie mit 1-1½ Esslöffeln Hanfmus und etwas Sel Gris zu einer feinen Creme pürieren – schmeckt traumhaft auf einem rustikalen Roggenbrot.

Wir haben zuerst das Hanfmus ausprobiert und sind absolut begeistert. Das Besondere: Das Mus wird aus gekeimten Hanfsaaten hergestellt. Das Ankeimen verbessert  nicht nur die Verdaulichkeit, sondern sorgt auch für einen unvergleichlichen Geschmack – ich könnte das Mus glasweise löffeln… Nachdem wir zu Hause ein bisschen experimentiert hatten, haben wir keine Minute gezögert und die Muse direkt auch für den Laden geordert (hier). Seit gestern sind sie da und ich muss mich sehr beherrschen, nicht darüber herzufallen…

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Dass NaturARTen ausschließlich angekeimte Samen verwendet, hat einen guten Grund. Ich habe mir erklären lassen, dass Samen für uns Menschen nur sehr schwer verdaulich sind (das weiß  im Grunde jeder, der schon mal „beobachtet“ hat, wie z.B. Leinsamen unverändert wieder ausgeschieden werden ;-) …). Auch wenn das unappetitlich kling: die Natur hat sich etwas dabei gedacht, denn sie erhält die Samen dadurch voll funktionsfähig.

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Feldsalat mit Avocado und Hanfmus:
Hanfmus mit Leinöl, Kala Namak (indisches „Eiersalz“) und etwas Wasser verquirlen. Avocado in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Feldsalat waschen und mit der Sauce mischen. Vor dem Servieren mit Sesam bestreuen

Frank von NaturARTen hat mir erklärt: „Samen sind kleine Lebewesen. Sie bestehen aus einem Keimling (Embryo), dem Körper (Endosperm) und der Umhüllung (Schale). Der Stoffwechsel des Keimlings ist im Samen quasi in einer Art „Winterschlaf“. Die Nahrung, die er für die ersten Tage des Keimens benötigt, trägt er in der Fruchtschale mit sich.“

Stimmen die Bedingungen, steht somit für einen „Schnellstart“ alles zu Verfügung: Der Same keimt und wächst zu einer Pflanze heran. „Beim Keimen werden wichtige Enzyme aktiviert, die komplexe Verbindungen in einfach verdauliche und für den Menschen verwertbare Stoffe verwandeln – Kohlehydrate, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren und Vitamine. Beim Keimprozess erhöht sich zudem auch die Anzahl der Vitamine und Mineralien enorm – auch deshalb sind Keimlinge so wertvoll für die menschliche Nahrung.“

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Hanfmus mit Spinat und Sesam
Pro Portion ca. 100g Spinat in Olivenöl vorsichtig dünsten. Etwas salzen, dann abkühlen lassen. 1-2 EL Sesam in eine Pfanne ohne Öl rösten. 2 TL Hanfmus in eine Schüssel geben. Spinat hinzugeben und gut mischen. Ggf. nochmals mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren mit geröstetem Sesam bestreuen.

 

NaturARTen sind nicht nur Bio-, sondern auch Neuform-zertifiziert. Die Neuform-Reformhäuser listen ausschließlich Produke, die umfangreiche Qualitätsauflagen erfüllen. Auch für uns sind die NaturARTen-Produkte deshalb so interessant, weil sie nicht nur großartig schmecken, sondern auch qualitativ Top-Produkte sind: Es werden ausschließlich laborgeprüfte, hochwertige Zutaten verwenden und zu Naturerzeugnissen ohne künstliche Zusätze verarbetiet. Es werden keinerlei künstliche Geschmacksverstärker oder Aromen zugesetzt, keine gehärteten Fette, keine Bestrahlung oder bestrahlten Zutaten, keine Zusatz- und Konservierungsstoffe chemisch-synthetischer Herkunft usw. Alle Produkte unterliegen strengsten internen und externe Qualitätskontrollen. Dass solche Produkte ihren Preis haben, versteht sich von selbst, zumal NaturARTen auch Wert legt auf eine für alle Seiten faire und transparente Preisgestaltung. Aus unserer Sicht ist das eine durchweg runde Sache und wer die Muse einmal probiert hat, wird deren Wert sofort zu schätzen wissen.

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Vegane Hanfmus-Avocado-Sushi
(Kleb-)Reis kochen, abkühlen und mit Reisessig würzen. Etwas Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten. Avocado halbieren, Kern entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale löffeln und in Streifen scheiden. Noriblatt über (!) – nicht auf ;-) – einer heißen Herdplatte kurz anrösten, bis es sich grün färbt. Auf eine Maki-Matte legen, etwas Reis darauf verteilen, mit Hanfmus bestreichen und die Avoadostreifen darauflegen. Mit Sesam bestreuen, aufrollen und in Maki schneiden. Mit Sojasauce servieren.

Das Hanfmus von NaturARTen, das ich für die Rezepte hier verwendet habe, besteht aus 100% angekeimten bio-zertifizierten Hanfsamen. Es ist reich an Proteinen/Aminosäuren und Mineralien und deshalb auch besonders wertvoll für die vegane Ernährung. Hanf gehört zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt, enthält alle lebensnotwendigen Aminosäuren (essentielle wie nicht essentielle), verdauungsstärkende Ballaststoffe, viele Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Phospor, Eisen, wertvolle Vitamine wie B1, B2, B3, B6 und Spuren an B12, D und E, sowie 2-4 % Gamma-Linolensäure.

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Wirsing mit Hanfmus und geschälter Hanfsaat
Schmeckt nicht nur lauwarm (z.B. als Beilage oder zu Pasta), sondern eignet sich auch hervorragend zum Mitnehmen:
Pro Portion ca. 80g Wirsing waschen und in ganz feine Streifen schneiden. In Kokosöl anbraten und leicht salzen. Zitronenzesten zugeben und dünsten, bis der Wirsing weich ist. Nochmal mit Salz und Zitronenzesten abschmecken, dann abkühlen lassen. Noch lauwarm mit 2-3 TL Hanfmus und 1 EL Hanfsaat gut mischen. Vor dem Servieren mit Hanfsaat bestreuen.

Weil ich den feinen Geschmack vom Hanfmus auch pur so großartig finde, war es mir wichtig, ihn in allen Rezepten zu erhalten und nicht mit Gewürzen zu überdecken. Außerdem war mir wichtig, dieses wertvolle Lebensmittel auf keinen Fall zu erhitzen. Deshalb lasse ich gedünstetes Gemüse erst abkühlen, bevor ich es mit dem Hanfmus mische. Regelrecht süchtig sind wir nach den veganen Sushi, die ich demnächst sicherlich auch noch mal mit dem Sesam-Mus ausprobieren werde. Wir finden, dass sie den „echten“ Sushi in nichts nachstehen (im Gegenteil…). Diese Erkenntnis hat mich sehr glücklich gemacht, denn ein Leben ohne Sushi wäre auf Dauer für mich sehr schwer vorstellbar gewesen…

Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Cala

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Cala kocht für den Tierfreitag

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Eine wunderbare Sammelstelle für „tierfreie“ Pflanzen-Rezepte ohne Ersatzprodukte ist www.tierfreitag.com. Die Idee stammt von der österreichischen Kulinarik-Journalistin und Kochbuch-Autorin Katharina Seiser, die Beiträge kommen von verschiedenen Autoren, die ihre Blog-Posts, Artikel oder Kommentare verlinken.

Ich finde die Idee genial und bin natürlich gern dabei. Neben einer grundsätzlich tier-freien Küche gefallen mir vor allem drei Dinge:

In den Rezepten dürfen keine Fleisch-Ersatzprodukte verwendet werden (bäh…), es geht um Genuss (ganz wichtig!) und die Beiträge sollen nicht ideologisch motiviert sein, also nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen (auch das finde ich grundsätzlich gut, muss mich aber manchmal sehr am Riemen reißen ;-) )

Natürlich habe ich überlegt, welches Gericht ich bei meinem ersten Tierfreitag-Post vorstellen möchte. Ich habe mich für diese Suppe entschieden, die ich zur Zeit sehr mag – sie ist einfach zu machen, lecker und wärmend. Shiitake-Pilze sind eine gute Eiweißquelle und ich habe getrocknete immer im Haus, um jederzeit darauf zurückgreifen zu können.

 

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Calas  Interpretation der (selbstverständlich tierfreien)
Tom Yam Gung – Suppe

Zutaten (pro Portion)
ca. 15g getrocknete Shiitake-Pilze (alternativ frische Pilze)
ca. 120g gemischtes Gemüse: Lauch, Paprika und Champignons
250 – 300ml Wasser oder Gemüsebrühe
3-4 Esslöffel Kokosmilch
Oliven- und Sesamöl
1 kleine Knoblauchzehe
Carib Jerk Rub (siehe Info unten)
Salz

Shiitake-Pilze mindestens 6 Stunden in Wasser einweichen. Danach leicht ausdrücken und in Streifen schneiden. (Frische Pilze werden nur gereinigt und in Streifen geschnitten). Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch hinein reiben und vorsichtig anbraten. Shiitake-Pilze dazugeben. Anbraten, dann leicht salzen. Auf minimale Hitze zurückschalten und einen Deckel aufsetzen. Die Pilze sollten jetzt durch die in ihnen vorhandene Feuchtigkeit schmoren und garen. Zwischendurch trotzdem immer wieder kontrollieren, dass sie nicht anbrennen, ggf. ganz wenig Wasser angießen.

Inzwischen Lauch waschen und in Scheiben schneiden. Paprika waschen und in Streifen oder mundgerechte Stücke schneiden. Champignons kurz abspülen, Stiele entfernen und in Scheiben schneiden.

Lauch mit ca. 250ml Wasser  (oder Gemüsebrühe) aufsetzen. Leicht salzen und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren, dann ca. 3 Minuten köcheln lassen. Paprika und Champignons hinzugeben. Weiter 3 Minuten köcheln lassen. 3-4 Esslöffel Kokosmilch hinzugeben. Mit Carib Jerk Rub und ggf. etwas Salz abschmecken. Shiitake-Pilze dazugeben und gut verrühren. Suppe abkühlen lassen und vor dem Servieren nochmal mit Carib Jerk Rub und etwas Sesamöl abschmecken.

Wer möchte, kann zusätzlich Glas- oder Udon-Nudeln in die Suppe geben.

Karib Jerk Rub ist eine Würzmischung von Pfeffersack und Söhne. Sie enthält unter anderem Kreuzkümmel, Thymian, Waldkaffee, Ingwer, Ceylon-Zimt, Kaffirlimette, Anatto und Chili und hat ein ganz wunderbares Aroma, das sich auch hervorragend für Gemüsegerichte eignet und wunderbar mit Kokosmilch schmeckt. Ihr erhaltet sie in Feinkostläden, über den online-Shop von Pfeffersack & Söhne oder über Calas Web-Shop (hier).

Viele weitere vegane Rezepte findet ihr über das Rezeptregister auf Cala kocht (hier) – leider sind aber noch nicht alle Rezepte entsprechend markiert.

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Rezept geklaut, Boris versöhnt und kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen

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Nachdem ich in den letzten Tagen abwechslungsreich und sehr lecker vegan gekocht habe und wir am Samstag mit Freunden in einem Tapas-Lokal in Rödermark (hier) überraschend gut gegessen haben – die Auswahl an veganen Tappas war zwar klein aber sehr lecker – ist Boris wieder guter Dinge. Und ich freue mich, dass die Lieferung von Zotter eingetroffen ist mit vielen veganen Sorten (hier) ;-)

Inzwischen dementiert Boris auch vehement, jemals ins Straucheln gekommen zu sein, das hätte ich völlig missverstanden… Von meiner Freundin habe ich noch nichts gehört, aber ich hoffe, dass sie auch wieder etwas optimistischer (und hoffentlich noch dabei) ist.

Das folgende Rezept ist keine Erfindung von mir, ich habe es fast 1:1 aus der aktuellen Schrot & Korn nachgekocht (hier). Allerdings habe ich es ein bisschen abgewandelt und auf Zutaten aus unserem Fundus angepasst. Mangels Verfügbarkeit habe ich den Spinat, der Bestandteil des Originalrezeptes ist, komplett weggelassen. Wir haben das Gericht später noch mal mit Spinat gekocht und fanden ihn keine große Bereicherung, weshalb ich hier auch die Variante ohne Spinat poste.

Vom Chana Masala waren wir jedenfalls beide total begeistert:

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Chana Masala (Calas Version)
Zutaten (pro Portion)
ca. 60 g Kichererbsen
1 mittelgroße oder zwei kleine Schalotten
1 Knoblauchzene
1-2 EL Kokosöl
etwas getrocknete Chilischote (ich mahle sie fein, man kann aber auch Chiliflocken verwenden oder die getrocknete Chili fein haken)
½ TL Koriander (getrocknet und frisch gemahlen)
½ TL Kreuzkümmel (frisch gemahlen)
½ Glas geschälte Tomaten (ich benutze diese)
ca. 150ml Kokosmilch
4-5 Streifen getrocknete Mango
Salz
Carib Jerk Rub zum Abschmecken (siehe Info unten)
Kichererbsen mindesten 12 Stunden (am besten über Nacht) einweichen. Gründlich abspülen, dann mit frischem Wasser (ohne Salz!) aufsetzen. Aufkochen, dann auf kleine Flamme zurückschalten und ca. 60 Minuten köcheln lassen.

Schalotte(n) schälen und würfeln. Ingwer und Knoblauch fein hacken. Mango in feine Streifen schneiden.

Kichererbsen abschütten und abtropfen lassen.

Kokosöl und in einem Topf oder in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel anschwitzen. Ingwer und Knoblauch kurz mitbraten. Gewürze zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Kichererbsen, Tomaten, Kokosmilch und Mangostreifen zufügen. Aufkochen, dann ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Mit Salz und Carib Jerk Rub vorsichtig abschmecken und am besten zu Reis servieren.

Ich habe gleich mehrere Portionen gemacht – sofern ohne Spinat gekocht, lässt es sich das Chana Masala nämlich auch hervorragend aufwärmen.

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Karib Jerk Rub ist eine Würzmischung von Pfeffersack und Söhne. Sie enthält unter anderem Kreuzkümmel, Thymian, Waldkaffee, Ingwer, Ceylon-Zimt, Kaffirlimette, Anatto und Chili und hat ein ganz wunderbares Aroma, das sich auch hervorragend für Gemüsegerichte eignet und wunderbar mit Kokosmilch schmeckt. Ihr erhaltet sie über den online-Shop von Pfeffersack & Söhne oder über Calas Web-Shop (hier).

Viel Spaß beim Kochen und
liebe Grüße
Cala

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Ein bisschen Verdruss auf allen Seiten und der Ansporn, mich ein bisschen mehr reinzuhängen…

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Meine Freundin schrieb mir eine Mail, sie könne keinen Tofu mehr sehen. Boris hat sich in diversen veganen Restaurants einen mächtigen Ekel vor „Ersatzprodukten“ aus Soja und Seitan geholt (wir haben extrem gruselige Erlebnisse gehabt, fragt lieber nicht…). Außerdem vermisst er seinen „richtigen“ Kuchen. Boris, der eigentlich viel vehementer hinter der veganen Ernährung stand als ich, war diese Woche ganz schlecht drauf und ich glaube kurz davor, die Flinte ins Korn zu werfen. Er träumt von Käse, Quark und Fisch. Komischerweise habe ich diese Gelüste zur Zeit gar nicht, obwohl ich zwischendurch viel eher diejenige war, die gemeckert hat.

Soviel aber zu der Mär, dass die Umstellung vollkommen unproblematisch ist und dass man nichts vermisst – ganz so einfach ist es offenbar dann doch nicht.

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Nachdem ich im Moment also von Zweiflern umgeben bin, habe ich versprochen, mich selber wieder mehr zu bemühen, mehr Abwechslung auf den Tisch und neue Rezepte auf den Blog zu bringen. Ich halte mich deshalb gar nicht mit viel Text auf und werde in den nächsten Tagen verstärkt Rezepte posten. Hier die ersten beiden…

Mit Mandelbolognaise gefüllte Champinons
(Eines von Boris Lieblingsgerichten, er isst sie sogar kalt…)

pro Portion
2 große Champignons
Olivenöl
Bergpfeffersalz (Rezept siehe hier)
2 EL ungeschälte Mandeln
1 EL Sonnenblumenkerne
2 kleine Schalotten
ca. 150ml geschälte Tomaten
etwas Zucker

Champignons reinigen und den Stiel entfernen. Hüte umgedreht in eine Auflaufform legen, je einen Esslöffel Olivenöl hineingeben und mit etwas Bergpfeffersalz würzen.

Bei 175° in den Ofen geben und schon etwas vorgaren. Mandeln und Sonnenblumenkerne in der Küchenmaschine hacken. In einer beschichteten Pfanne anrösten, dann beiseite stellen. Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, Schalotten klein schneiden und anbraten. Geschälte Tomaten und eine Prise Zucker dazugeben.

Vorsichtig mit dem Bergpfeffersalz würzen (nicht zu viel, weil das Gericht sonst insgesamt zu salzig wird.

Mandelbolognaise in die Champignons geben.

Darauf etwas Mandelcreme verstreichen (ich benutze auch gerne die Reste von der Mandelmilch-Herstellung dafür), wieder etwas Bergpfeffersalz darauf geben und dann bei 175° in den Ofen geben, bis die Champignons gar sind (dauert je nach Größe der Champignons etwa 20 – 30 Minuten).

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Und hier kommt gleich noch ein Rezept, das wir sehr mögen – das Foto passt nicht ganz, muss ich noch durch das richtige ersetzen:

Wokpfanne mit Austernpilzen, Brokkoli und Spinat

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Zutaten (pro Portion):
ca. 150g Spinat und Brokkoli, etwa zu gleichen Teilen
ca. 100g Austernpilze (alternativ Shiitake)
Erdnussöl
Meersalz, Pfeffer (ich benutze Sel Gris und Tellicherry-Pfeffer)
1 EL Sojasoße (Tamari Strong), 1 EL Worcestershire-Sauce
1-2 EL Kokosmilch (je nach persönlichem Geschmack auch mehr)
Lotao Perfectioner für grünen Bambusreis (hier)

Spinat waschen und putzen, Brokkoli in mundgerechte Röschen schneiden und waschen. Austernpilze waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Erdnussöl im Wok erhitzen und zuerst den Brokkoli hineingeben. Austernpilze dazugeben und leicht salzen. Anbraten, dann den Deckel aufsetzen und bei moderater Hitze schmoren lassen, bis Brokkoli und Austernpilze fast gar sind – der Brokkoli darf bissfest bleiben, die Austernpilze sollten aber durchgegart und weich sein. Spinat hinzugeben und unter Rühren kurz mitbraten, bis er zusammenfällt (eventuell dazu den Deckel noch mal kurz aufsetzen, dann entsteht mehr Flüssigkeit/Dampf). Sojasauce, Worcestershire-Sauce und Wasser zu gleichen Teilen verrühren und dazugeben. Kokosmilch hinzugeben und mit dem Perfectioner abschmecken. Dazu schmeckt Reis.

Wer keinen Wok hat, kann das Gericht auch in einer Pfanne machen ;-)

In den nächsten Tagen gibt es noch ein Rezepte für Hülsenfrüchte, weil es daran wohl am meisten mangelt, die muss ich aber noch ins Reine schreiben. Bis dahin findet ihr auch allerhande Rezepte mit Hülsenfrüchten im Rezeptregister (unter K wie Kichererbse und W wie weiße Bohnen). Diese Rezepte sind alle vegan.

Liebe Grüße, viel Spaß beim Ausprobieren
und ein schönes Wochenende

Cala

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Die Welt in Nürnberg oder: Für uns beginnt das Jahr mit der BioFach

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(c) www-cala-kocht.de

 

Am Freitag und Samstag waren wir auf der BioFach und es war wieder großartig. Umso länger wir dabei sind, desto mehr Spaß macht es uns, in Nürnberg zu sein. Allmählich kennt man den jeweiligen Hintergrund und entsprechend nett ist die persönliche Begegnung. Unser Netzwerk wird immer dichter und es ist schön, das wachsen zu sehen.

Immer wieder freuen wir uns, wenn auch ein paar unserer Erzeuger-Freunde aus Italien nach Nürnberg kommen können. Das gibt immer ein großes Hallo. Hier tun sich meist mehrere kleine Aussteller zusammen und teilen Fahrzeug, Hotel und Standfläche – letztere oft gesponsert von regionalen Kooperationen. Über die persönliche Begegnung hinaus ist die Messe für uns dann immer auch eine Gelegenheit, Ware von diesen kleinen italienischen Kooperationspartnern zu bekommen und unser Lager wieder zu füllen (ach ja: der wilde Spargel von Borgo La Rocca ist jetzt auch wieder lieferbar ;-) ). Jeder Zentimeter Platz in den Autos wird genutzt und wir freuen uns über jeden Karton, der es nach Nürnberg schafft (danke Nicola!). Kleine Erzeuger in Direktvermarktung ins Sortiment zu nehmen ist einfach eine große Herausforderung…

Als (Bio-)Einzelhändler hat man grundsätzlich 2 Möglichkeiten einzukaufen: direkt oder über einen der vielen Großhändler in Deutschland. Der Bio-Großhandel fungiert als Zwischenhändler zwischen dem Erzeuger, Hersteller, Importeur oder Vertreiber und dem Einzelhandel. Für denjenigen, der eine Ware herstellt, liefert oder produziert ist der Großhandel attraktiv, weil der seine Ware in größeren Mengen, manchmal sogar „en bloc“ abnimmt. Allerdings ist der Großhändler – oft mir einer großen administrativen Struktur und entsprechend kostenintensiver Logistik – natürlich auch ein weiterer Zwischenverdiener, und der Produzent erzielt nicht die gleichen Preise, wie bei der Direktvermarktung an den Endkunden oder den Direktverkauf an den Einzelhandel. Außerdem steht er automatisch unter einem gewissen Preis- und Konkurrenz-Druck und er muss zudem auch in der Lage sein, dauerhaft eine gleichbleibende Qualität und Abnahmemenge zu garantieren. Viele Erzeuger – obwohl sie einmalig gute, spannende und qualitativ hervorragende Produkte machen -  sind viel zu klein um das zu leisten, können keine großen Mengen produzieren oder sind einfach uninteressant für den Großhandel.

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Auch aus Sicht des Einzelhändlers hat der Großhandel eine Menge Vorteile. Die Preise können zwar gegenüber dem Direkteinkauf etwas höher sein, viele Produkte kauft der Großhandel aber durch die großen Abnahmemengen zu besonders attraktiven Konditionen ein, so dass der Unterschied zum Direkteinkauf oft gar nicht oder nur gering ins Gewicht fällt – vor allem, wenn beim Direkteinkauf noch Transport- oder Versandkosten hinzukommen. Der größte Vorteil für den Einzelhändler liegt nämlich sicherlich darin, dass der Großhändler die Produkte vieler verschiedener Anbieter bündelt und der Einzelhändler somit sehr komfortabel aus einem großen Angebot vieler verschiedener Produkte per Katalog oder Preisliste wählen kann, eine einzige Lieferung (und Rechnung) erhält und sich logistisch ganz einfach organisieren kann. Gleichzeitig kann er leicht dafür sorgen, dass sein Sortiment stets vollständig bleibt. Beim Großhändler kann er im Zweifelsfall nämlich auch kleine Mengen bestimmter Produkte nachbestellen, die ihm gerade ausgegangen sind. Gerade für größere Bioläden ist der Großhändler  praktisch unumgänglich.

Wer schon mal bei Cala kocht bestellt hat, weiß, dass wir bei bestimmten Produkten manchmal Lieferschwierigkeiten haben. Das kommt daher, dass wir trotz aller Vorteile, die der Großhandel bietet, grundsätzlich nur direkt einkaufen (ich werde gleich noch erklären, warum). Beim Direkteinkauf müssen aber oft Mindestbestellmengen eingehalten und ggf. nicht unerhebliche Transportkosten gezahlt werden – der Aufwand für kleine Sendungen ist sonst für viele Firmen logistisch nicht darstellbar. Das hat zur Folge, das wir immer schauen, dass ein bestimmtes Volumen zustande kommt, bevor wir Ware nachbestellen. Insbesondere gilt das natürlich für Waren aus dem Ausland. Gegenüber unseren Kunden ist das nicht immer unproblemtisch (und setzt viel Geduld voraus, ich weiß…) Trotzdem hat der Direkteinkauf einen Vorteil, der für uns so entscheidend ist, dass wir die Nachteile in Kauf nehmen und sehr hoffen, dass ihr uns die damit verbundenen Probleme nachseht: Der Direkteinkauf ermöglicht uns nämlich einen sehr persönlichen Kontakt zum jeweiligen Produzenten oder Erzeuger. Und dieser Kontakt ist für uns absolut entscheidend und hat oberste Priorität, weil wir glaubem dass das nicht nur ein gutes Konzept, sondern auch in eurem Sinne ist. Der direkte Kontakt ermöglicht uns nämlich gezielte Nachfragen und ein sehr persönliches Miteinader, was wir in Form von Informationen und Geschichten an unsere Leser und Kunden weitergeben. Das wäre beim Bezug über den Großhändler nicht so ohne weiteres möglich. Auch Rückfragen zu Produkten können wir so ohne Umwege klären. Unser Anspruch ist folglich auch ein ganz anderer, als ihn der “normale” Einzelhandel hat. Der Laden ist eine Ergänzung zum Blog und nicht umgekehrt. Hinter vielen Produkten steht eine Geschichte und stehen Menschen, die wir euch nahebringen und in Bezug zu den Themen des Blogs setzen möchten.

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Nicht zuletzt gibt es natürlich einige Produkte, die bei keinem Großhändler gelistet sind, weil sie für ihn wirtschaftlich vermutlich nicht attraktiv genug sind. Dazu gehören z.B. alle Produktem die wir direkt bei (kleineren) Erzeugern in Italien einkaufen wie Il Casale, Borgo la Rocca, Cascina Caremma oder Pieve a Salti. Das ist der Grund, warum ihr bei uns auch Produkte findet, die ihr zwar bei einem italienischen Bio-Feinkosthändler in Südtirol oder Florenz, aber nicht im deutschen Biohandel finden könnt.

Wir kaufen 95% unserer Produkte direkt ein und nutzen Messen wie die Biofach (aber auch gezielte Recherchen und Reisen zu den Erzeugern), um neue Produkte zu finden und persönliche Kontakte herzustellen und zu pflegen. Auf der anderen Seite findet ihr bei uns aber auch einige „Stars“ der Bio-Lebensmittel und große, namhafte Marken.

Unser Vorteil ist, dass wir durch unsere spezifische Struktur sowohl für die größeren als auch die kleinen Firmen interessant sind. Denn auch wenn wir (im Moment) für Calas Laden nur kleine Stückzahlen an Produkten abnehmen können, ist der Blog mit derzeit rund 30.000 Lesern im Monat und kontinuierlich steigenden Zugriffszahlen ein guter Mulitplikator und man  begegnet uns entsprechend respektvoll, interessiert und zuvorkommend – selbst bei den ganz Großen.

Unser Konzept ist sicher ungewöhnlich, spiegelt aber das wider, was wir uns selber wünschen und wofür wir stehen: eine felxible Vielfalt, ein authentisches Sortiment und ausgesuchte Qualität. Es gibt kein einziges Produkt bei uns im Shop, das wir nicht selber verwenden, wir sind von jedem einzelnen überzeugt. Bei allem was wir tun, steht unsere Idee von einem qualitätiv hochwertigen, auf Genuss, (Gaumen-)Freude und Nachhaltigkeit ausgerichteten Sortiment im Vordergrund und daran halten wir auch fest. Und Gott sei Dank sind wir dabei bisher auch frei von wirtschaftlichem Druck.

Zurück zur BioFach. Ob als Besucher oder Aussteller – hier sind alle unterwegs: Einzelhändler, die Produkte für ihre Läden suchen, Großhändler, die Lieferanten besuchen, sich die Neuigkeiten zeigen lassen und Konditionen verhandeln oder auf der Suche nach neuen Produkten und Firmen sind, die Riesen der Biobranche wie dennree, boydo, Sonnentor und wie sie alle heißen (und natürlich deren Einkäufer und Produktscouts), Hersteller und Erzeuger aus aller Herren Länder („exotische“ Produkte wie Maca und Lucuma tauchen oft auf von irgendwo auf der Welt auf solchen Messen zuerst auf), kleine und große Erzeuger, Hersteller und Produzenten – eigentlich gibt es niemanden, der in der Biobranche unterwegs ist, der sich die Weltleitmesse für Bioprodukte entgehen lässt.

Die Nachbereitung der BioFach – das habe ich inzwischen gelernt – dauert bei uns in der Regel ein ganzes Jahr. In der Tat habe ich in der ersten Februar-Woche 2014 die letzten Prospekte von der Biofach 2013 gesichtet und abgelegt – jetzt stehen wieder die Tüten mit (Foto)mustern und Informationen im Büro, die ersten E-Mails von Lieferanten und Kooperationspartnern sind schon eingetrudelt, wir haben wunderbare Pläne für die kommenden Monate geschmiedet, die jetzt vor ihrer Realisierung erst mal im Kopf nachwirken dürfen und viele Ideen ausgetauscht – das wird ein sehr spannendes Jahr!

In diesem Sinne
liebe Grüße
Cala

 

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