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Ein Loblieb auf den Herbst: Maronencreme

Liebst du Maronen auch so sehr wie ich?

Herbstzeit – und natürlich auch der beginnende Winter – ist Maronen-Zeit und ich liebe es mit Maronen zu kochen. Auf dem Weihnachtsmarkt sind Maronen für mich ein Muss – nur leider wird dieser Genuss 2020 ja coronabedingt ausfallen.

Deshalb muss ich erst recht die schmackhaften Nussfrüchte jetzt vermehrt auf unseren Speiseplan bringen. Pur aus dem Ofen, gekocht als Beilage, als wunderbare Maronen-Suppe oder als leckeren Aufstrich wie hier.

Wusstest du, dass Maronen ursprünglich aus dem Gebiet rund um das Schwarze Meer stammen wo sie wild wuchsen? Heute werden sie hauptsächlich in Italien, Spanien und Südfrankreich angebaut.  In vielen Ländern rund um das Mittelmeer wird diese herbstliche Spezialität daher auch besonders geschätzt. In der Toskana isst man z.B. den Castagnaccio, ein Kuchen, der mit Kastanienmehl gemacht wird und der auch auf meiner herbstlichen “to-do-Liste” steht. Kastanienmehl wird – vor allem weil es glutenfrei ist – inzwischen auch bei uns immer beliebter.

Das Fruchtfleisch der Maronen besteht hauptsächlich aus Stärke, hat einen hohen Nährwert und sättigt gut – in den Bergregionen und im gesamten Süden Europas waren Maronen deshalb vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts eines der Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung.

Durch die komplexe Zusammensetzung der Kohlenhydrate sättigen Maronen sehr gut und bremsen Heißhungerattacken aus. Außerdem enthalten Maronen viel Vitamin C, aber auch viel Kalium, das zur Herzgesundheit beiträgt. Die enthaltenen Ballaststoffen sind nicht nur gut für Verdauung und Darm, sie sollen sogar LDL-Cholesterin binden können.

Nach der Diagnose meiner Fructoseintoleranz bin ich mit Maronen vorsichtiger geworden, denn sie enthalten relativ viel Fructose (5,25 g auf 100g). Runter gerechnet auf dieses Rezept, landen wir bei rund 4,2 g, aber wenn man den Aufstrich nicht auf einmal ist, sonder etwas aufteilt, kann ich die Creme sogar für die Karenzzeit empfehlen: auf vier Portionen verteilt hat man dann nicht viel mehr als 1 g Fructose.

Für meine Maronencreme weiche ich außerdem ein bisschen vom Protokoll ab, denn klassisch wird sie meist mit Butter, Honig und Sahne gemacht. Ich habe mich bei meinem Rezept aber für eine etwas weniger fettreiche und weniger süße Variante entschieden.

Zutaten:

🍂 80 g Maronen (gekocht, geschält und vom braunen Häutchen befreit, siehe Tipp)
🍂 2-3 Esslöffel Sauercreme oder Crème Fraîche
🍂 1 Esslöffel Haselnuss- oder Walnussöl
🍂 1/4 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten werden im Blitz Hacker (zur Not geht auch ein Pürierstab…) zu einer cremigen Masse püriert. Falls nötig – also wenn die Masse zu trocken ist, um cremig zu werden – kann man ganz vorsichtig Wasser (oder Sahne…) hinzugeben (dann aber nur teelöffelweise).

Tipps:
Maronen bekommst du um diese Jahreszeit entweder als ganze Frucht auf den Wochenmarkt bzw. im Biohandel oder vorgekocht und vakuummiert im Supermarkt. Ich bevorzuge es, die Maronen selber zu kochen, es ist leicht zu machen und man kann die Qualität der Früchte besser einschätzen. Dazu die Schale der Maronen einfach kreuzweise einschneiden und in kochendem Wasser circa 20 Minuten kochen. Dann die Schale und die braune Haut entfernen. Maronen  schmecken auch wunderbar im (Endivien- oder Feld-)Salat, zu Wirsing oder im Müsli.

 

Herbstliebe – die einfachste (und natürlich beste) Kürbissuppe

Zum Herbst gehören Kürbissuppen. Unbedingt.
Selbst mit meiner (hoffentlich vorübergehenden) Fructoseintoleranz verzichte ich nicht komplett darauf (ich esse einfach kleinere Portionen). Kürbis hat auch gar nicht so schrecklich viel Fructose (im Durchschnitt ca. 1,5 g auf 100g Fruchtfleisch), nur summiert sich die Menge halt schnell. 500g Kürbis sind schnell verarbeitet. Aber so gesehen sind Kürbissuppen bei einer Aufnahmestörung für Fructose natürlich immer noch besser als das Fruchtfleisch pur zu essen, z.B. aus dem Ofen (was ohne Frage auch sehr lecker ist…).

Für Kürbissuppen gibt es natürlich unzählige Rezepte.

Meine Lieblings-Kürbissuppe kommt allerdings mit ganz wenigen Zutaten aus und das macht sie zu einem Alltagsfavoriten bei uns.

Muskatkürbis hat – wie ich finde – einen ganz besonders angenehmen, fruchtigen Geschmack. Ich persönlich esse ihn viel lieber als den ganz besonders beliebten Hokaido-Kürbis.

Den Muskatkürbis muss man schälen, im Gegensatz zum Hokaidokürbis, bei dem man die Schale (theoretisch) mitessen kann (ich mag sie allerdings nicht und schäle deshalb jeden Kürbis, auch den Hokaido.

Muskatkürbisse sind sehr viel größer als Hokaidos – man bekommt sie am besten in Hofläden und auf Wochenmärkten, wo sie zurechtgeschnitten und in Stücken verkauft werden.

Zutaten (für 3-4 Portionen)
ca. 500g Muskat-Kürbis
1-2 Esslöffel Ghee
1,5 Liter Hühnerbrühe (siehe Tipp)
Salz, Pfeffer (falls verträglich)
optional: Muskatnuss (siehe Tipp)
Creme Fraiche nach Geschmack

Zubereitung
Hühnerbrühe erhitzen. Kürbis schälen und in Würfel schneiden (ca. 3 x 3 cm). Ghee in einem großen Topf erhitzen und die Kürbiswürfel kräftig anbraten. Hühnerbrühe hinzugeben, einmal aufkochen und dann auf kleiner Hitze lange köcheln lassen (gerne ein Stunde).
Pürieren und mit etwas Salz abschmecken, optional (wenn gewünscht und verträglich) auch mit Pfeffer und Muskatnuss. Mit Creme Fraiche servieren.

Tipps:

Ich mache meine Hühnerbrühe am liebsten selbst, weil ich mit einem großen Topf Brühe viele Gerichte auf einmal machen kann. Ich verwende für eine Brühe übrigens gerne Hähnchenflügel – da ich grundsätzlich alles, was vom Tier kommt, in Demeter-Qualität kaufe, haben diese Flügel ausreichend Fleisch und bestehen nicht nur aus Knochen und Haut. Sie eignen sich hervorragend für Suppen.

Zum Thema Muskatnuss: Viele schwören ja auf Muskatnuss in der Kürbissuppe (Boris übrigens auch…). Ich bin kein gar kein Muskatfan und lasse ihn einfach weg – ich finde, er macht Suppen irgendwie “muffig”…

Viel Spaß beim Ausprobieren – ich freue mich wie immer über deinen Kommentar zum Rezept.

Liebe Grüße
deine Cala

PS: Wenn dich das tolle (getreidefreie!) Brot auf den Bildern interessiert, folge meinem Instagram-Kanal “calakocht” – dort demnächst mehr dazu…

Saisongemüse Mai & Juni – Blogbeitrag zur aktuellen Podcastfolge

Wer einen Garten hat, der weiß natürlich besonderes zu schätzen, was gerade Saison hat: sämtliche Salate, Radieschen und vor allem Kräuter kann man jetzt schon reichlich ernten.

In der aktuellen Podcastfolge (hier) gebe ich euch Tipps, was ihr mit dem Gemüse der Saison so alles anstellen könnt. Das Thema Spargel haben wir schon im April besprochen, deshalb geht es diesmal vor allem um Salate, Kräuter und Erdbeeren 🙂

Beim Thema Erdbeeren kann man gar nicht oft genug auf die wunderbare Erdbeertarte von Ed Brown verweisen (hier). Unser größter Favorit sind aber nach wie vor Erdbeeren mit frischer Sahne – so genieße ich sie wirklich am liebsten. Im Podcast erkläre ich übrigens auch, warum wir nur noch Bio-Erdbeeren essen.

Was ich in dieser Jahreszeit am meisten mag, sind frische Salate und Kräuter. Es ist gar nicht so lang her, dass ich angefangen habe, mit reinen Kräutersalaten zu experimentieren. Meine Favoriten sind dabei Kerbel, Koriander und Petersilie – nicht gemischt, sondern einzeln als Basis für einen tollen Salat.

Schöne Kombinationen sind z.B. Koriander, Avovado, Mango & Cashewkerne oder Petersilie mit blanchierten Mandeln und Hühnchenfleisch. Kräutersalate schmecke ich nicht mit Essig, sondern mit Zitronensaft ab, ich finde, dass der Essig in diesen feinen Salaten zu dominant ist. Ein gutes Olivenöl, Zitronensaft, ein schönes Salz und – wer ihn verträgt – ein bisschen Pfeffer, dann passt es meist schon.

Was ist mit dir? Was sind deine Lieblingsrezepte in dieser Jahreszeit?

Lass mit gerne einen Kommentar da und teile deine Ideen!

Viele liebe Grüße
Cala

 

Vitaminboost im Winter: Steckrübensuppe

Die Steckrübe (auch “Kohlrübe” oder “Runkelrübe”)  ist ein typisches Wintergemüse. Weil sie während der Kriegsjahre – wegen ihrer guten Haltbarkeit – oft das einzige war, was die Leute überhaupt noch zu esssen hatten und sie deshalb so ziemlich für alles herhalten musste, verschwand sie nach dem Krieg erst mal für viele Jahre fast vollkommen von der Bildfläche…

Erst seit ein paar Jahren erlebt sie – absolut zu Recht – wieder eine Renaissance. Die Steckrübe hast nämlich – wie viele Wintergemüßse – viele gesunde Inhaltsstoffe, die uns gerade jetzt im Winter besonders gut tun.

Steckrüben sind kalorienarm (100g haben nur etwa 22 kcal), fettarm und sehr vitaminreich.
Sie enthalten Beta-Karotin, viele Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, viel Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K. Auch Mineralien und Spurenelemente haben sie reichlich, vor allem Kalium, aber auch Kalzium, Phosphor, Schwefel, Chlor, Magnesium, Natrium, Flur, Jod, Zink und Eisen.
Das Eisen liegt in der Steckrübe zudem in einer Form vor, die besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann. Deshalb sind Steckrüben auch in der veganen und vegetarische Küche sehr wichtig. Ihr Ballaststofgehalt regt die Verdauung an und wirkt positiv auf die Darmflora.

Wie ihr wisst, bin ich kein Rüben und auch kein Kohl-Fan. Das Rezept für die folgende Steckrübensuppe habe ich mir deshalb nach meinem Geschmack zusammengestellt und finde es in dieser Form tatsächlich sehr, sehr lecker. Die Suppe ist schnell gemacht, sättigt sehr gut und ist auch ein bisschen “Seelenfutter” an einem kalten Wintertag….

Zutaten (für 2 Portionen)
250g Steckrübe (geschält gewogen)
1 Karotte (ca. 100g, geschält gewogen)
1 Kartoffel (ca. 75g, geschält gewogen)
2 TL Ghee (alternativ Bratöl)
800ml Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch (siehe Tipps)
Räuchersalz
Zitronensaft
3-4 Esslöffel Kresse
evtl. Sahne oder Sauerrahm  zum Servieren

Zubereitung
1. Gemüse schälen und in Würfel schneiden.
2. Gemüsebrühe erhitzen.
3. Ghee in einen großen Topf geben und erhitzen. Gemüse anbraten, dann mit der heißen Brühe übergießen. Deckel aufsetzen, aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei kleiner Flamme ca. 40 Minuten köcheln.
4. Suppe pürieren. Mit Zitronen-Saft und Rauchsalz abschmecken.
5. Ich serviere die Suppe gerne mit etwas Sauerrahm (am liebsten) oder Sahne und streue die Kresse darüber. Sie schmeckt wunderbar mit einem rustikalen Brot…

Tipps:
In Hollland bekommen wir auf dem Markt geräucherten Knoblauch, der sich für diese Suppe hervorragend eignet. In Deutschland habe ich ihn leider noch nirgendwo gesehen, aber vielleicht hast du ja eine Quelle…
Ich mag die Suppe am liebsten, wenn sie nur mit Rächersalz und Zitronensaft abgeschmeckt wird. Wem das zu wenig ist, kann mit Pfeffer, Muskatnuss oder Kreuzkümmel experimentieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren, danke für eure Kommentare und
viele liebe Grüße
eure Cala

Last-Minute-Geschenktipp: Yvette von Boven “Weihnachten in Amsterdam”

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“Weihnachten in Amsterdam“ – das haben wir ja oft erlebt und lieben es…

Stimmungsvoll, aber entspannt genießen die Holländer die Weihnachtszeit – gemeinsam gut zu essen, spielt eine wichtige Rolle dabei. In diesem Jahr ist im Dumont- Verlag ein ganz tolles Buch von Yvette van Boven erschienen, das das weihnachtliche Amsterdam kulinarisch zu euch nach Hause bringt: „Weihnachten in Amsterdam“ liefert auf knapp dreihundert Seiten tolle Rezepte, sehr ansprechend fotografiert mit vielen stimmungsvollen Bildern und leicht nachzukochenden Rezepten – sowohl herzhaft, als auch süß.

Hier ein paar meiner Favoriten (ich habe etliche…):

Kartoffel-Lauch-Cremesuppe mit Jakobsmuscheln und Petersilienöl (S.89), Gerösteter Blumenkohl mit Ziegenkäsecreme (S.119, Staudensellerie-Mandel-Salat (S. 180), Rosenkohl à la Carbonara (S. 191 – ich ersetze den Speck durch Räuchertofu…), Vollkornreissalat mit Äpfeln, Walnüssen und Cranberrys (S. 202), Cranberrykompott (S. 266) und, und und….

Yvette van Boven
Weihnachten in Amsterdam
Dumont-Verlag
Hardcover, ca. 300 Seiten: 34,00 €

Weihnachtsplätzchen – unsere Familienrezepte…

Im letzten Jahr haben Boris und ich die Weihnachtszeit als sehr “flüchtig” empfunden: ruck-zuck war der Zauber vorbei und wir hatten uns eigentlich kaum Zeit genommen, zu genießen und auch mal innezuhalten. Dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, es anderes zu machen und bewusst Oasen zu schaffen.

Ein Teil dieses Projektes war unser Vorhaben, an den Andventswochenenden Plätzchen zu backen, was wir – gefühlt – eine Ewigkeit nicht mehr getan haben.
Die Regeln: Jeder ist für eine Sorte verantwortlich (Zutaten einkaufen, Teig vorbereiten, backen) – entweder ein altes Familienrezept oder etwas, das man gerne ausprobieren möchte.

Bevor ich euch die Rezepte verrate und Bilder poste, schon mal ein kleines Fazit.
Es ist zweifelsohne schön, innezuhalten, Weihnachtsmusik anzumachen und sich ein paar Stunden mit voller Konzentration dem Plätzchenbacken hinzugeben. Es ist meditativ, tut gut und es macht Spaß sein Werk später zu bewundern.

Außerdem sind auf diese Weise schöne Geschenke für liebe Menschen entstanden, die man nicht mit Geld kaufen kann, weil Zeit und Hingabe nicht bezahlbar sind.

Aber: Ich hatte eigentlich schon nach dem ersten Backabend so ziemlich genug… Diese Berge von Plätzchen, die da entstehen, sind für mich wirklich herausfordernd: Zu viel genaschter Teig, zuviel Zucker, zuviel Butter, zuviel Mehl. Obwohl ich de facto sicherlich viel weniger genascht habe, als ich denke, fühlt es sich für mich überhaupt nicht stimmig an, solche Mengen an ungesunden Süßigkeiten zu produzieren und auch solche gewaltigen Mengen an Butter, Zucker und Mehl zu verarbeiten.

Aber das war mein Part. Boris hat damit weniger Probleme und kann das auch mehr genießen. Er ist in solchen Dingen auch geduldiger als ich und wenn er um zehn noch in der Küche steht und seine Plätzchen backt, wird er nicht grantig (ich schon)…

Jetzt aber zum “Inhalt”:

Bei mir standen zwei ganz traditionelle Rezepte auf dem Plan, beide Erinnerungen aus meiner Kindheit: Buttergebäck nach Omas Rezept und Vanillekipferl wurden bei uns daheim in der Weihnachtszeit immer gebacken, sorgfältig in Dosen aufbewahrt und sehr dosiert “genascht”. Besonders für ihre Vanillikipferl ist meine Mutter “berühmt” und ich habe immer mal wieder versucht, sie genauso hinzubekommen, aber ihr wisst, ja wie das ist: Meine sind natürlich nicht genauso so geworden wie ihre. Aber trotzdem toll 🙂

Boris hat zuerst Pfefferkuchen gemacht – ein Rezept aus seiner Kindheit. Pfefferkuchen wurden bei ihm zu Hause traditionell in großen Mengen am Anfang der Adventszeit von seinem Vater gebacken. Die nach dem Backen erst mal harten Plätzchen müssen  in Dosen “reifen”, bis sie weich werden. Boris zweites Rezept stammt aus der Zeitschrift Efilee – hier hat eine Köchin mit den Frauen eines Flüchtlingslagers gebacken und sich deren traditionelle Rezepte zeigen lassen. Wir fanden die Idee ganz großartig und Boris hat sich die “Wüstenziegel” als Backwunsch rausgesucht.

Unsere Rezepte findet ihr unten ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren. Ich habe die Rezepte so übernommen, wie sie in unseren Familien überliefert sind – auch wir mussten an manchen Stellen (z.B. bei den Temperaturangaben) improvisieren…

Lasst mir gerne mal eure Gedanken zum Plätzchenbacken da und postet gerne in den kommentaren auch eure eigenen Lieblingsrezepte – ich bin sehr gespannt…

Buttergebäck nach dem Rezept meiner Großmutter
(“Mamus Weihnachtskekse”)

Zutaten
350 g Butter
1 Ei
5 Esslöffel Zucker
300 g Mehl
3 Esslöffel Kartoffelmehl
eine Messerspitze Hirschhornsalz

Butter mit Ei und Zucker schaumig rühren. Mehl, Kartoffelmehl und Hirschhornsalz dazugeben. Durchneten. Teig kalt stellen (am besten mindestens über Nacht).  Am nächsten Tag den Teig ausrollen und Formen ausstechen. Bei mittlerer Hitze (ich habe 175° gewählt) backen.

Mit diesem Teig habe ich auch marmeladengefüllten Sterne (siehe Foto oben). Sterne ausstechen, aus der Hälfte der Sterne vor dem Backen in der Mitte ein Loch ausstechen. Direkt nach dem Bachen die Sterne ohne Loch mit Marmelade bestreichen (ich habe Aprikosenmarmelade genommen) und einen Stern mit Loch aufsetzen. Mit Puderzucker bestäuben und gut trockenen lassen.



Vanillekipferl nach unserem Familienrezept

Zutaten
250 g Weizenmehl
220 g Butter
100 g gemahlene Mandeln
70 g Zucker
Vanillezucker

Zubereitung
“Die Zutaten gut verbröselt zu einem Teig ankneten. Aus diesem Teig kleine Kipferl formen, auf das Blech legen und bei stärkerer Hitze backen.” (ich habe 220° gewählt) “Vanillekipferl sollen licht gebacken sein, dürfen nicht braun werden. Aus dem Rohr herausnehmen und sofort ganz vorsichtig in Vanillezucker wenden.”

Achtung: Man muss die Kipferl unbedingt noch heiß im Vanillezucker wenden, weil sonst der Zucker nicht haftet. Andererseits sind die frisch gebackenen Kipfels extrem empfindlich – mir ist das “Wendemanöver” nicht gelungen und ich habe sie dann einfach auf dem Blech mit einer im Blithacker pluverisierten Mischung aus Zucker und Vanillepulver bestäubt

Schlesische Pfefferkuchen

Zutaten:
250 g Weizenmehl
250 g Roggenmehl
150 g Honig
150 g Zuckerrübensirup
75 g Butter
1 Ei
5 g Pottasche
5 g Hirschhornsalz
1 Päckchen Lebkuchengewürz, gemahlen

Zubereitung:
Butter, Honig und Zuckerrübensirup in etwas warmen Wasser aufösen.
Gewürze, Mehl und Ei dazugeben den so entstehenden Teig kneten.
Die Pottasche in etwas waren Wasser auflösen und zum Teig geben und durcharbeiten.
Unbedingt danach das Hirschhornsalz in etwas kaltem Wasser auflösen und zum Teig geben. Den Teig noch einmal kräftig durcharbeiten, dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Am nächsten Tag etwa 7 mm dick ausrollen, Pfefferkuchen ausstechen und bei  175°C auf der mittleren Schiene ca. 16 – 20 Minuten backen.

Die Pfefferkuchen nach dem Auskühlen in eine gut schließende Dose geben und einige Tage ruhen lassen. Sie werden dann erst weich.

Wüstenziegel

Die “Wüstenziegel” werden mit einer Dattelfüllung zubereitet – ich finde sie einmalig lecker.
Das Rezept stammt aus der Zeitschrift Effilee (Heft Nr. 50, Herbst 2019) – ihr findet es hier.

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Meine Rezeptsammlung jetzt gedruckt und gebunden – inkl. Rabattcode…

Seit Freitag ist sie da: Wir freuen uns sehr, endlich die erste gedruckte Version meiner Rezeptsammlung (Vol. II) in den Händen zu halten.

Da die Nachfrage dazu immer wieder kam (viele finden eine gedruckte Version im Alltag offensichtlich praktischer als das digitale pdf.), haben wir uns dem Thema genähert und eine Möglichkeit gefunden, eine optisch schöne und preislich erschwingliche Druckversion zu erstellen. Die erste Auflage davon ist nun fertig und wir ergänzen damit jetzt das Angebot auf der Website www.darmfreundlich-essen.de (hier).

Zunächst haben wir nur eine Druckversion für die zweite Sammlung (Vol. II) erstellt, weil das die umfangreichere und deshalb auch beliebtere Version ist, wir werden aber auch die erste Rezeptsammlung irgendwann entsprechend aufbereiten, so dass diese dann auch in einer Druckversion zur Verfügung steht.

Mein Dankeschön an alle, die geduldig auf die Druckversion gewartet haben:
Bis zum 17.12. bekommst du mit dem Rabattcode “6ywzn39q” 20% Rabatt, so dass dem Start in ein gesundes 2020 nichts mehr im Wege steht…

Bestellen könnt ihr die Sammlung hier, die Versandkosten sind inklusive.

Ich freue mich auf euer Feedback!

Viele liebe Grüße
Cala

Genuss ohne Reue, schnell und lecker: zuckerfreie Dattel-Mandel-Pralinen

Diese Dattel-Mandel-Pralinen habe ich zur Zeit immer im Kühlschrank. Ich mache sie am Wochenende und habe dann einen kleinen “Vorrat” für die Woche.

Denn ich weiß nicht, wie es euch geht – ich möchte jedenfalls nicht zu früh und zu häufig den Weihnachtsverführungen erliegen. Deshalb bleibe ich – zumindest unter der Woche absolut diszipliniert, gönne mir nach dem Essen eine (!) meiner Pralinen und bin sehr zufrieden…

Durch die Mandeln haben die Pralinen ein feines Marzipanaroma und schmecken überhaupt nicht nach “Verzicht”. Sie eignen sich natürlich auch prima für den bunten Teller an Weihnachten.

zuckerfreie Dattel-Mandel-Pralinen

Zutaten
3 Medjoul-Datteln
5 EL gemahlene Mandeln
1 TL Kokosöl
1-2 EL Kokosraspel

Zubereitung

1. Datteln, gemahlene Mandeln und Kokosöl in einen Blitzhacker geben und sehr fein pürieren, bis eine Masse entsteht, aus der man Kugeln formen kann.

2. Kokosraspeln auf einen flachen Teller geben. Aus der Dattel-Nuss-Masse kleine Kugeln formen und in den Kokosraspeln wälzen.

Achtung: Die Dattelbällchen sind sehr süß und sehr mächtig. Trockenfrüchte enthalten viel Fruktose, weshalb man sie nur sparsam essen sollte.

Viel Spaß beim Ausprobieren – lass mich gerne per Kommentar wissen, wie dir die Pralinen schmecken 🙂

Liebe Grüße
Cala

 

Ein zuckerfreier Zwetschgenflan und die Frage, was für mich persönlich Zuckerverzicht bedeutet

Wenn es um die Verwendung von Zucker geht, bin ich ziemlich konsequent. Ich staune immer, wenn ich in den Zuckerfrei-Gruppen bei Facebook lese, wie Industriezucker weggelassen und dann munter durch alle möglichen Ersatzzucker ersetzt wird, nur um weiterhin süß zu essen.

Ich habe dazu jetzt auch mal eine Podcastfolge aufgenommen, um das Problem von mehreren Seiten ausfühlich zu beleuchten. Du findest sie hier.

Denn mit dem Ersatz von Industriezucker redet man sich die Sache eigentlich nur schön:
Viele dieser Zuckerersatz-, Zuckeraustauschstoffe oder Zuckeralternativen sind ähnlich schädlich oder sogar noch schädlicher als Zucker selbst.

Außerdem ist mit dem Verzicht auf Zucker nicht automatisch jedes Gericht gesund: auch die restlichen Zutaten spielen schließlich eine Rolle.

Ich handhabe es für mich persönlich deshalb so, dass ich im Alltag versuche, auf zugesetzte Süße vollständig zu verzichten und meine Geschmack entsprechend zu trainieren.

Dafür genehmige ich mir hin und wieder dann auch mal Zucker, esse ein Stück besonders verlockenden Kuchen oder ein Eis und schlage damit 2 Fliegen mit einer Klappe: ich bin die überwiegende Menge an Zucker im Alltag komplett los, muss mich aber nicht kasteien, kann Ausnahmen wunderbar genießen und habe dann auch kein schlechtes Gewissen oder das ständige Gefühl, verzichten zu müssen (beides ist auch nicht gesund…). Und wenn dann – wie neulich – diese wunderbaren Marillenknödel auf der Karte stehen, natürlich mit Zucker und – noch schlimmer – jeder Menge Butter, dann mache ich dafür gerne eine Ausnahme und freue mich auch darüber….

Zurück zum Zuckerverzicht. Wenn ich in meinem zuckerfeine Alltag koche oder backe, dann sind die Gerichte eben konsequent zuckerfrei. Da helfe ich auch nicht mit etlichen Datteln, Xylit oder Kokosblütenzucker nach. Und ich finde, das muss auch gar nicht sein. Ein Zwetschgenflan wie dieser, schmeckt nämlich auch in seiner natürlichen leicht säuerlich-süßen Variante ganz wunderbar. Übrigens so gut, dass Boris mir die Hälfte einfach weggefuttert hat…

Zuckerfreier Zwetschgenflan

4-5 Esslöffel Dinkelgrießbrei (mit Wasser oder Mandelmilch gekocht)
3-4 Esslöffel Joghurt
2 mittelgroße Eier
10-15 Zwetschgen, gewaschen, entsteint und geviertelt

1. Ofen auf 175° vorheizen

2. Die Hälfte der Zwetschgen in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte ofenfeste Form geben. Für 15 Minuten in den Ofen stellen.

3. In der Zwischenzeit Grießbrei, Joghurt und Eier im Mixer zu einem glatten Teig verrühren.

4. Den Teig auf die bereits vorgegarten Zwetschgen geben. Restliche Zwetschgen auf den Tei geben (sie sinken in den Teig ein).
Den Flan für 30-40 Minuten in den Ofen geben, bis er leicht bräunt. Vorsichtig aus der Form lösen – der Teig ist sehr weich.

Übrigens: Die vorgegarten Zwetschgen haben ihren Sinn:  Sie geben dem Flan seine leichte Süße.

Kommentiert gerne, wie ihr Zuckerverzicht handhabt.

Viel Freude beim Ausprobieren
und liebe Grüße
Cala