Urlaub, endlich….

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… ich hatte noch so viel vor vor dem Urlaub und wollte auch noch mindestens zwei Post schreiben -  aber die Zeit ist gerast und ich bin zu nichts gekommen, obwohl ich geschafft habe wie ein Pferd…

Jetzt sind erst einmal Ferien angesagt -   wenn ich Lust habe, melde ich mich aus der Toskana!

Euch viele liebe Grüße
und eine gute Zeit
Cala

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Okraschoten in Bioqualität und Erinnerungen an meine Türkei-Reisen

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Ich habe mich sehr gefreut, dass ich letzte Woche auf dem Markt Okraschoten in Bio-Qualität bekommen habe (Querbeet) – eine absolute Rarität. Beim Türken und Inder kann man sie fast immer kaufen, aber da sind mir die Quellen zu dubios. Deshalb ist es auch schon lange her, seit ich zum letzten Mal welche gegessen habe – eine Delikatesse.

Beim Kauf ist es wichtig, auf Frische zu achten, die Schoten sollten schön grün und prall sein, runzlige, bräunliche Exemplare braucht ihr gar nicht erst zu kaufen.

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Okraschoten erinnern mich immer an meine Reisen in die Türkei. Eine Zeitlang war ich halb beruflich, halb privat öfter dort.  Und unter anderem habe ich stundenlang in der Abendsonne auf der Terrasse gesessen und mit der Mutter eines türkischen Freundes Okraschoten geputzt – wenn ich die Augen zumache, sehe ich die Szene deutlich vor mir.

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Beim Vorbereiten der Okraschoten gibt es folgendes zu beachten: Der Stielansatz muss entfernt werden, die Frucht sollte aber nicht beschädigt werden. Das funktioniert am besten, wenn man sie mit einem Messer „bleistiftartig“ anspitzt (siehe Fotos).

Die Okraschoten vom Wochenmarkt habe ich in einem Schmorgericht weiterverarbeitet:

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Schmortopf mit Okraschoten

Zutaten (für 3-4 Portionen)
ca. 150g Okraschoten
1 kleine Aubergine
3-4 Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 kleine Zucchini
½ Blumenkohl
4-5 sehr reife Tomaten
Meersalz
Pfeffer
Kreuzkümmel (frisch gemahlen)
eventuell Saft und Schale einer Zitrone
(alle Zutaten möglichst in Bio-Qualität)

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Gemüse waschen und putzen. Zwiebeln in mundgerechte Stücke, Knoblauch in Scheiben schneiden. Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Zucchini und Aubergine in mundgerechte Würfel schneiden. Tomaten kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen und die Schale abziehen.

Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln anbraten und unter Rühren schmoren, bis sie glasig sind, dann den Knoblauch dazugeben und ebenfalls leicht anbraten. Gemüse hinzugeben und anbraten. Salz, Pfeffer und reichlich gemahlenen Kreuzkümmel dazugeben. Deckel aufsetzen, die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren und mindestens 45 Minuten schmoren lassen, bis die Okraschoten ganz weich sind – eine lecker Sauce entsteht dabei automatisch. Vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken. Wer möchte, kann auch etwas Zitronensaft oder –zesten hinzugeben.

Dazu passt idealerweise Reis oder Getreide.

Eine einfachere Variante – gleiche Zubereitung wie oben, jedoch lediglich mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch gab es gestern noch mal bei uns zu Pasta – am Freitag bereits vorgekocht, ist das ein ideales Essen zum Aufwärmen am nächsten Tag.

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Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren

eure
Cala

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Safran aus Umbrien und eine wunderbare vegane Paella

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In der letzten Schrot & Korn (Ausgabe 06/2014) habe ich das Rezept für eine vegane Paella entdeckt. Als ich es las, fiel mir ein, dass wir von der Slow-Food-Messe in Stuttgart von einem unserem Lieferanten aus Umbrien auch Safran mitgebracht hatten – wie gut, dass mir dieser Geistesblitz kam, denn er war bei uns ausverkauft und im Webshop noch gar nicht wieder freigeschaltet (jetzt ist er wieder verfügbar und zwar hier ;) ).

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Ihr denkt, eine Paella ohne Meeresfrüchte und Fleisch geht gar nicht? Stimmt nicht.
Der typische Geschmack der Paella kommt im Wesentlichen vom Safran und durch das Anbraten von Zwiebeln, Knoblauch und Paprika (in Spanien nennt man diese Grundlage „Soffritto“).

Im Original gehört auch Staudensellerie in die Paella und so ist es auch im Rezept aus der Schrot & Korn. Ich habe darauf verzichtet, weil ich nicht so viele Einzelgemüse kaufen mochte (Resteproblem). Auch ein paar andere Zutaten habe ich abgewandelt oder weggelassen. Erbsen habe ich nicht tiefgefroren, sondern frisch verwendet (eine Delikatesse um diese Jahreszeit) und zusätzlich dicke Bohnen verwendet – die gehören natürlich ursprünglich nicht in die Paella, passen aber sehr gut und sind eine wunderbare Eiweißquelle (Zubereitung siehe hier). Als Topping habe ich Mandel-Kerne benutzt, was mir authentischer erschien als Cashews (Schrot & Korn) und was sich als gute Entscheidung erwies. Bei der Zubereitung selbst habe ich mich weitgehend an das Rezept gehalten. Wir waren restlos begeistert, und ich war froh, eine große Menge gekocht zu haben – wir haben alles aufgefuttert, dazu einen grünen Salat gegessen und einen Weißwein genossen – Urlaubsfeeling :)

Hier ist mein Rezept:

Calas Version der veganen Paella

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Zutaten (ca. 4 Portionen)
4 kleine oder 2 größere Schalotten
3 Knoblauchzehen
1 rote Paprika
1 mittelgroße Fenchelknolle
1 große Karotte
ca. 100g gekochte und ausgelöste dicke Bohnen (entspricht etwa 500g Schoten)
1 mittelgroße weiche Tomate
300g Risottoreis
500-600ml Gemüsebrühe (wird aus den Gemüseresten frisch gekocht, siehe Rezept)
Olivenöl
Sel Gris, Tellicherry-Pfeffer
3-4 Fäden Safran
etwas Kurkuma (getrocknet oder frisch)
schwarze Oliven
ein paar Cocktailtomaten
eine große Handvoll Mandeln
1 Zitrone

Vorbereitung:

  • dicke Bohnen auslösen, kochen und aus den Schalen lösen – siehe hier
  • Erbsen aus den Schoten lösen
  • restliches Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Die Gemüsereste (bis auf die Erbsen- und Bohnenschoten) zusammen mit der geviertelten Tomate, 600ml Wasser und etwas Salz zu Kochen bringen, dann auf kleiner Stufe köcheln lassen – die Brühe wird später gebraucht.
  • Reis gründlich abspülen.
  • Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken.

Zubereitung

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln anbraten und glasig dünsten, dann den Knoblauch und die Hälfte der Paprika dazugeben. Unter Rühren bei mittlerer Hitze so lange braten/schmoren, bis das Gemüse beginnt zu zerfallen und eine ganz weiche Konsistenz hat (das ist das „Sofritto“).

Gemüse dazugeben und anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann die heiße (!) Gemüsebrühe dazugeben. Reis, Safran und Kurkuma zufügen. Auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis der Reis gar ist. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, falls Flüssigkeit fehlt, noch etwas Gemüsebrühe dazugeben.

Inzwischen Mandeln häuten und rösten. Cocktailtomaten waschen und vierteln, Zitrone in Spalten schneiden. Paella auf Teller verteilen und Oliven, Cocktailtomaten und geröstete Mandeln darauf verteilen. Mit den Zitronenspalten servieren.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen!

Startet gut in die neue Woche,

liebe Grüße
Cala

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Der Hülsenfrüchte-Kochkurs & super leckere dicke Bohnen mit Bergpfeffersalz

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Ich freue mich sehr, dass das Interesse an meinen Kochkursen so groß ist – mir machen sie auch richtig viel Spaß :)

Der Hülsenfrüchte-Kochkurs am Freitag war so gut nachgefragt, dass es am kommenden Freitag noch einen zweiten Termin geben wird- falls noch jemand Lust hat: hier wären jetzt sogar noch drei Plätze frei.

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Die schönen Fotos in der Collage hat Steffi am Freitag gemacht – vielen lieben Dank nochmal dafür!

Hülsenfrüchte sind ja generell, besonders aber in der veganen Ernährung sehr wichtige Eiweiß-Lieferanten. Man bekommt sie – bis auf wenige Ausnahmen – vor allem getrocknet oder im Glas bzw. in der Dose. Ich selbst verwende fast ausschließlich die getrocknete Variante, die sowohl von der Bevorratung her, als auch im Blick auf Geschmack und Qualität in meinen Augen große Vorteile hat.

Im Rohzustand enthalten Hülsenfrüchte giftige Substanzen, deshalb sind die Koch- und Einweichzeiten unbedingt einzuhalten. Hülsenfrüchte dürfen nicht roh gegessen werden!

Hülsenfrüchte kocht man grundsätzlich ohne Salz, weil sie sonst nicht weich werden. Gesalzen wird also immer erst nach dem Garvorgang (oder bei der Weiterverarbeitung).

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Größere Hülsenfrüchte (Kirchererbsen und größer) weicht man mindestens 12 Stunden (am besten über Nacht) ein. Das Einweichwasser wird abschüttet, weil sich darin die gelösten Giftstoffe befinden. Danach spült man die Hülsenfrüchte noch einmal gründlich und setzt sie dann mit frischem Wasser auf.  Aufkochen (Achtung, sie kochen schnell über), Hitze reduzieren und dann bei kleiner Flamme 45-90 Min. (je nach Sorte) gar kochen.

Kleine Hülsenfrüchte wie Linsen haben kürzere Garzeiten und müssen nicht eingeweicht werden – hier orientiert man sich am besten an den Angaben auf der Verpackung.

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Hülsenfrüchte kann man sehr gut pürieren und zu Pasten und Aufstrichen verarbeiten. So sind sie auch perfekt zum Mitnehmen geeignet. (Vor allem) größere Hülsenfrüchte lieben Knoblauch – schon allein die Zugabe von Salz, Knoblauch und Olivenöl macht aus gekochten Hülsenfrüchten eine sehr schmackhafte Mahlzeit. Nach eigenem Gusto kann man weitere Gewürze, Zitronensaft und/oder –schale und auch Gemüse hinzugeben. Zwiebeln und Knoblauch machen Hülsenfrüchte zudem auch bekömmlicher.

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Für meinen Kochkurs habe auf dem Markt am Freitag ganz frische dicke Bohnen erstanden und diese sehr gerne als Auftakt genutzt. Ich hoffe sehr, dass ich auch diese Woche noch mal Glück habe und sie in guter Qualität bekomme.

Dicke Bohnen sind eine Delikatesse, auch wenn sie etwas anstrengend in der Zubereitung sind. Ich liebe sie und die Kochkursteilnehmer waren ebenfalls begeistert. Wichtig ist, dass sie sehr frisch sind – die Schoten also knackig und grün und ohne allzu viele braune oder schwarze Flecken.

Dicke Bohnen mit Bergpfeffersalz und Olivenöl

So geht es:

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Schoten mit dem Messer öffnen und die Bohnen auslösen.

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In kochendes Wasser (ohne Salz!) geben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten garen. Jetzt kommt die Fleißarbeit: Mit einem spitzen Messer das weiße Außenhäutchen anritzen und den „Kern“ herausdrücken (geht ganz leicht). Essbar ist nur das grüne Innere.

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Für das Bergpfeffersalz (siehe auch hier) Tasmanischen Bergpfeffer frisch vermahlen und mit Flor de Sal, Zitronenzesten und frischen Thymianblättern mischen.

Lauwarme Bohnen mit viel Olivenöl, (frischem geriebenem Knoblauch) und dem Bergpfeffersalz abschmecken.

Außerdem haben wir im Kurs das weiße Bohnenmus mit Lavendel und Rosmarin (siehe hier) in einer etwas verkürzten Version ohne Emulsion gemacht, ein Linsen-Dhal und mein Chana Masala (hier) gekocht.

Für das Linsen-Dhal fehlten in meinem Skript die Mengenangaben, deshalb hier noch mal ein überarbeitetes Rezept:

Calas abgewandelte ayurvedische Dhal-Suppe

Zutaten (pro Portion)
60 – 80g Linsen
1-2 EL Oliven- oder Kokosöl zum Anbraten
ca. 120g Gemüse – gelbe Paprika Zucchini, Möhre
etwas glatte Petersilie zum Servieren
heißes Wasser oder Gemüsebrühe
2 TL “Indisches Gewürz“ von Pfeffersack & Söhne
(enthält Braune Senfsaat, Kreuzkümmel, Fenchelsaat, Schwarzkümmel u. Bockshornklee)
½ -1 EL sehr guten Apfelessig
etwas frische oder getrocknete Chili
etwas Asa Foetida (Asant)

Gemüse waschen und in feine Würfel schneiden. Wasser oder Gemüsebrühe bereitstellen. In einem Topf oder in einer Pfanne Öl erhitzen. Gewürze mahlen und etwas anrösten, bis sie duften (Vorsicht: die Gewürze brennen schnell an!) Das Asa Foetida hinzugeben und weiter rühren. Linsen ebenfalls kurz anbraten. Heißes Wasser (oder Gemüsebrühe) zugeben (etwa 2 Finger breit über den Linsen) dann Chili, etwas Salz und den Apfelessig zufügen. Ca. 20 Minuten bei offenem Topf garen, ev. zwischendurch noch etwas Wasser angießen, je nachdem, wie flüssig man das Dal später haben möchte. 5 Minuten vor dem Ende der Garzeit das Gemüse hinzugeben und kurz mitkochen.

Vor dem Servieren das Dhal mit gehackter Petersilie bestreuen und nach Wunsch mit Olivenöl abschmecken.

Hinweis: Im Dhal macht die Zugabe von Salz während des Kochens keine Probleme, da die Kochzeit ohnehin recht lang ist und es sogar vorteilhaft ist, wenn die Linsen nicht so sehr zerfallen.

Ich freue mich auf die Kochkurs an den nächsten beiden Freitagen (04.07. wiederholungskurs Hülsenfrüchte und 11.07. “Sommerküche”).

Euch wünsche ich einen guten Start in die neue Woche – hinterlasst doch gerne mal eure Lieblings-Hülsenfrüchte-Rezepte als Kommentar.

Liebe Grüße
Cala

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Eine Pfingsteinladung und drei vegane Kuchenrezepte

140609_Beerenkuchen

Gestern war ich zum Kaffeetrinken im sommerlichen Garten eingeladen. Genau der richtige Anlass, um ein paar vegane Backrezepte auszuprobieren.

Die Grundrezepte habe ich alle aus dem Internet (vegane Gruppen, Chefkoch usw.) habe sie dann aber für meine Zwecke abgewandelt (Zutaten ausgetauscht oder ergänzt, Zucker reduziert usw.)

Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße

Cala

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Schokokuchen mit Kirschen
(für eine kleine Springform, ca. 20 cm Durchmesser)
160g Mehl
40 g Mandelmehl
½ Päckchen Backpulver
Mark von ½ Vanilleschote
20g Kakao
100 g Zucker
125 ml Kokosöl
175 ml Wasser
50g dunkle Schokolade (ich verwende zum Backen die Basic-Schokoladen von Zotter)
25g vegane Margarine
2-3 Handvoll Kirschen, entkernt

Backofen auf 180° vorheizen. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstäuben.

Mehl, Kakao, Backpulver, Zucker und Vanille mit einem Schneebesen gut verrühren. Dann langsam das Öl und das Wasser einarbeiten (ich arbeite mit der Küchenmaschine), so dass ein glatter Teig entsteht. 1/3 des Teiges in die Form geben und die Kirschen darauf verteilen. Die Schokolade hacken und unter den restlichen Teig heben. Diesen über die Kirschen verteilen.

Kuchen ca. 40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Wer möchte, kann nach dem Abkühlen eine Glasur auf dem Kuchen geben, dazu gehackte Schokolade mit etwas Kokosöl schmelzen und mit einem Backpinsel auf dem Kuchen verteilen.

 

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Einfacher Rübli-Kuchen
(für eine kleine Springform, ca. 20 cm Durchmesser)

200 g Karotten
Saft und Schale von ½ unbehandelten Zitrone
80 g Rohrzucker
100 ml Kokosöl
½ TL Zimt (oder Weihnachtsgebäck-Mischung von Pfeffersack & Söhne)
½ Päckchen Backpulver
200 g Dinkel-Mehl
etwas Tonkabohne
Puderzucker
Fett für die Form

Die Karotten fein raspeln und mit den restlichen Zutaten vermischen. Den Teig in eine gefettete Springform füllen und bei 180°C 40-50 Minuten backen. Nach Erkalten mit Puderzucker bestreuen.

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Grießkuchen mit Beeren (mein Favorit…)
(für eine kleine Springform, ca. 20 cm Durchmesser)

30g vegane Margarine
175g Soja-Joghurt Natur
55g Zucker
Mark einer halben Vanilleschote
110g Grieß
1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
2 Hände voll gemischte Beeren
(ich habe Himbeeren, Blaubeeren und Erdbeeren aus dem Garten verwendet)

Ofen auf 180° vorheizen.

Margarine schmelzen und etwas abkühlen lassen. Margarine, Soja-Joghurt, Zucker, Vanille und Salz mit einem Schneebesen zu einer gleichmäßigen Masse verrühren

Grieß mit Backpulver mischen und unter ständigem Rühren in die Soja-Joghurt-Masse rieseln lassen, gut verrühren. Beeren vorsichtig abspülen und trocken tupfen. Springform mit Backpapier ausschlagen, Teig einfüllen und die Beeren darauf verteilen.

Kuchen für ca. 45 Minuten in den Ofen geben.

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viel Sonne (vor dem Regen), Erdbeeren, Schokolade und ein Studentenprojekt

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Geht es euch auch so? Ich habe die Sonne am letzten Wochenende und in den Tagen zuvor so sehr genossen (und hoffe, sie kommt bald wieder). Im Moment muss ich zwar sehr viel arbeiten, aber ich finde, es geht alles leichter von der Hand, wenn die Sonne strahlt, man sich nicht in tausend Schichten einwickeln muss und alles etwas entspannter ist – himmlisch!

Ein Traum ist auch unser Garten, in dem es wächst und gedeiht wie sonst erst viel später im Jahr. Für ihn sind natürlich auch die Regengüsse ideal, zumindest wenn die Temperaturen mild bleiben.

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Meine kleine „Erdbeerzucht“ trägt reichlich Früchte, wir ernten den ersten eigenen Salat des Jahres und ziehen auf der Fensterbank Erbsen, Bohnen und auch den einen oder anderen Obstbaum (unser “Kernprojekt” – sobald die Kerne keimen, weiß niemand von uns mehr, um welches Obst es sich handelt). Unsere Pfingstrose blüht wie immer später als die der Nachbarn und ich habe überall im Haus Blumensträuße verteilt, um die kurze Pracht so ausführlich wie möglich zu genießen. Ich bin sehr guter Dinge, dass unser Feigenbaum es in diesem Jahr schafft, seine Früchte auszureifen, bevor der Herbst einbricht – bisher hat das in all den Jahren nur einmal geklappt – und insgeheim freue ich mich schon sehr auf diese Köstlichkeit.

Außerdem habe ich eine große Himbeer-und Brombeerhecke herangezogen – auch die ist voller Blüten, was eine reiche Ernte verspricht. Und unsere Goji-Sträucher fangen auch allmählich (allerdings sehr viel langsamer als vom Züchter versprochen…) an zu wachsen.

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Natürlich liefert der Garten auch herrliche Kräuter mit denen sich simple Gerichte einfach bereichern lassen. Ofenkartoffeln mit Olivenöl, Salz und frischen Kräutern, dazu ein grüner Salat und ein Glas Weißwein – was für ein herrliches Abendessen…

Am vorletzten Wochenende waren wir bei einer traumhaften Pflanzenbörse im botanischen Garten in Frankfurt (hier) und haben uns noch mit ein paar Sommerpflanzen eingedeckt. Schon im April hat Boris uns eine Hängematte gekauft und jetzt zwischen den Bäumen aufgehänt und wir haben einen kleinen Meditationsplatz im Garten eingerichtet – der Sommer kann kommen!

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Ansonsten bin ich – nach mehreren visuellen Anregungen – unter die Schokoladenmacher gegangen. Ich habe ein Rezept von Attila Hildmann aus „Vegan for Fit“ als Grundlage genommen und für mich abgewandelt. Das kam mir ganz gelegen, weil ich ohnehin gerade mit der Kakaobutter experimentiere, die wir von Flores Farm neu im Sortiment haben (hier). Ebenfalls neu sind die getrockneten Sauerkirschen (hier), die ich liebe. Somit stand fest, dass ich auf jeden Fall probieren musste, eine Sauerkirsch-Schokolade zu machen, außerdem habe ich eine mit Mandeln gemacht (beide sind himmlisch…):

Zutaten für 1-2 Portionen:
ca. 40g Zotter Basic 100%
2 Stück Kakaobutter
etwas Meersalz
etwa frisch geriebene Tonkabohne
1 gehäufter Esslöffel Mandelmus
1 TL Kakao (roh)
1 EL getrocknete Sauerkirschen / 1 EL Mandeln

Schokolade und Kakobutter im Wasserbad schmelzen. Mandelmus unterrühren und mit eine Prise Meersalz und etwas Tonkabohne verfeinern. Eine flache Schale mit Backpapier auslegen. Sauerkirschen (oder Mandeln) hinengeben. Schokoladenmasse darauf verteilen. Zunächst ca. 15 minuten ins Gefrierfach stellen, danach mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Tipp: die Schokolade ist durch die Kakaobutter und das Mandelmus sehr weich und sollte erst unmittelbar vorm Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden.

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Mit der Kakaobutter lässt sich außerdem auch eine sehr leckere Variation meiner Dattelpralinen (hier) herstlellen:

1-2 Stücke Kakaobutter sehr fein vermahlen (oder im Wasserbad schmelzen), dann 2-3 Datteln, das Kakaopulver (1/2 – 1 Teelöffel) und etwas geriebene Tonkabohne dazugeben. Uu einer formbaren Masse pürieren, dann aus der Masse Kugeln formen, in Kakaopulver wälzen und mit einer Haselnuss verzieren (Achtung, Suchgefahr….).

Und wenn ihr Lust auf einen sehr leckeren süßen (und noch dazu gesunden!) Brotaufstrich habt, nehmt statt der Kakaobutter so viel Kokosöl, dass eine streichfähige Masse entsteht – fertig. Diese lässt sich übrigens als Dessert auch pur aus dem Glas löffeln (großartig zum Mitnehmen…)

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Unsere Buch-Verlosung ist auch abgeschlossen und „Campus Food“ (siehe hier) hat die Reise nach Göppingen angetreten. Wir freuen uns schon darauf, was Eva und Sebastian uns aus dem veganen studentischen Alltag berichten werden. Eva macht ein duales BWL-Studium in zweiten Semester und Sebastian studiert Chemie im fünften Semester.

Eva hat geschrieben: „Wir sind beide seit einem guten Jahr Veganer und kennen das Problem mit dem Kochen während der Prüfungsphase oder wenn man abends von der Uni heimkommt. Trotzdem kochen wir beide leidenschaftlich gern und man hat am Anfang gar nicht geahnt, welche neue Vielfalt sich einem ohne Tierprodukte auftun würde.“

Das kommt uns bekannt vor und wir sind schon sehr neugierig, mehr von den beiden zu hören…

Außerdem könnt ihr euch demnächst auf ein Interview mit der Ernährungsberaterin Ulrike Gonder freuen. Ich habe schon mal zum Thema „gesunde Öle“ mit ihr gesprochen, vielleicht erinnert ihr euch (hier). Frau Gonder sieht die vegane Ernährung eher kritisch und ich bin gespannt zu erfahren, warum. Insbesondere freue ich mich, dass sie sich „zwischen die Fronten“ wagt und mir ein Interview zum Thema gibt – ich bin immer der Meinung, dass man aus Kritik lernen und für das eigene Verhalten profitieren kann. Und wo es unterschiedliche Meinungen gibt, ist es sicher spannend, die Hintergründe und Argumente zu hören. Somit bin ich gespannt, wo es ihrer Meinung nach “hakt”.

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In diesem Sinne freue ich mich auf eine bewegte Zeit, bin neugierig auf die nächsten Wochen und schicke euch

liebe Grüße
Cala

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Ein Vierteljahr veganes Leben – eine kleine Bilanz und ein paar unserer Lieblingsrezepte

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In etwa seit einen Vierteljahr leben wir jetzt vegan. Alles in allem ist die Bilanz absolut positiv.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich mehr Energie habe und weniger Schlaf brauche, mich auch insgesamt gesünder und fitter fühle. Das hat sich noch verstärkt, seit ich begonnen habe, darauf zu achten, abends möglichst nach 19 Uhr/19:30 Uhr nichts mehr zu essen. Mein Osteopath hat mir dazu geraten und mir erklärt, dass bestimmte Hormone, die zur nächtlichen Regeneration des Körpers wichtig sind, nicht ausgeschüttet werden, solange der Körper mit Verdauungsprozessen beschäftigt ist. Und siehe da, seit ich diesen Rat beherzige, schlafe ich (noch) besser und habe auch keine Magen- und Darmbeschwerden mehr.

Sehr herausfordernd finde ich das vegane Verreisen. Während es in Deutschland für mich überhaupt kein Problem ist, vegan unterwegs zu sein (praktisch in jedem Restaurant wird man zuvorkommend, oft sehr kreativ und fast immer rücksichtsvoll bedient), finde ich es im Ausland oft noch schwierig. Belgien war eine Katastrophe – hier stehen schon vegetarische Gerichte nur in ganz seltenen Fällen auf der Speisekarte, Veganes ist aussichtslos zu bekommen und in den Cafés gibt es nicht einmal Sojamilch. Für Italien befürchten wir Ähnliches, weshalb wir unsere Sommerpläne entsprechen ausgerichtet und Ferienwohnungen gebucht haben, in denen wir selber kochen können.

Und auch das ist interessant für mich: Während wir uns im Januar/Februar noch sicher waren, dass wir im Italienurlaub keinesfalls auf unsere geliebten Restaurantbesuche verzichten wollten und sicherlich die vegane Ernährung hintenanstellen würden, sind wir inzwischen sehr entschieden, tierische Produkte weiterhin zu meiden und darauf eingestellt, selbst zu kochen. Den Sonnenuntergang auf unserer Lieblingsterrasse in Pienza werden wir dann statt beim Essen einfach bei einem Glas Wein genießen. Wobei wir uns allerdings nach wie vor ein „Hintertürchen“ offenhalten: wenn der Wunsch nach einem Risotto, einer Pasta mit Pecorino oder einem Fischgericht im Urlaub allzu groß werden sollte, werden wir uns nicht kasteien, sondern dem auch nachgeben. Mit diesem „Joker“ in der Hinterhand sind wir bisher ganz gut gefahren und haben ihn bisher nie gebraucht – selbst in Brüssel nicht, wo wir mit hängendem Magen von Restaurant zu Restaurant gelaufen sind und den Leuten auf die Teller geschaut haben.

Zum meinen absoluten Lieblingsrezepten gehört nach wie vor der Spargel-Quinoa-Salat, den ich schon gepostet habe (hier). Aber auch diese Avocado-Nuss-Creme liebe ich und nehme sie oft mit wenn ich unterwegs bin:

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Zutaten:
Macadamia Nüsse
Kürbiskerne (ich verwende die gerösteten und gesalzenen Kürbiskerne von Fandler)
Sonnenblumenkerne
Avocado-Fruchtfleich
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Macadamia Nüsse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne zu gleichen Teilen vermahlen. Mit Avocado-Fruchtfleich zu einer Creme pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Schmeckt ganz hervorragend zu einen kräftigen Roggenbrot.

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Natürlich diskutieren auch wir viel und erklären den Menschen, warum wir nicht befürchten, an Nährstoffmangel zu sterben und dass wir tatsächlich glauben, dass das Essen von tierischen Produkten nicht nur amoralisch und ethisch verwerflich, sondern auch ungesund ist. Aber insgesamt finde ich, dass ehrliches Interesse und Neugier überwiegen und ich treffe auf erstaunlich viele Menschen, die selber mit einer veganen Lebensweise zumindest liebäugeln und insofern oft sogar von eigenen Erfahrungen und Gedanken zum Thema berichten können. Ich treffe nur wenige, die sich mit der Thematik noch nie auseinadergesetzt haben.

Der schönste Witz zum Thema ist mir neulich irgendwo auf Facebook begegnet – ich gebe ihn in meiner eigenen freien Übersetzung wieder:

„Wenn ich gefragt werde, ob ich als Veganer genug Proteine bekomme, antworte ich, dass mein Körper gelernt hat, blöde Fragen in hochwertige Aminosäuren umzuwandeln und bedanke mich für die gehaltvolle Mahlzeit.“ :-)

Dieses Nudelgericht mögen wir sehr und haben es auch bei unserem veganen Tasting Anfang Mai gekocht – es lässt sich praktisch mit jedem Gemüse abwandeln, Basis ist immer die Cashew-Creme:

Pasta mit Spargelstreifen und Cashew-Sahne

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Zutaten (pro Portion)
für die Cashew-Sahne:
ca. 2 EL Cashew-Mus (ich schwöre auf das Cashew-Mus von NaturARTen, hier)
Salz, Pfeffer, Hefeflocken
weitere Zutaten:
Pasta nach Wunsch
2-3 Stangen Spargel
1 Zehe Knoblauch
etwas Lauch
Zitronenzesten, Muskatnuss, Salz und Pfeffer
Olivenöl

Für die Cashew-Sahne pro Portion ca. 2 EL Cashew-Mus mit 1 EL Wasser verrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer großen Prise Hefeflocken würzen.

Pasta nach Packungsanweisung in Salzwasser garen.

2-3 Stangen Spargel waschen und mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Pro Portion 1 Zehe Knoblauch in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl vorsichtig anbraten. Eine kleine Stange Lauch waschen, in Streifen schneiden und dazugeben. 3-4 Minuten schmoren, dann die Spargelstreifen dazugeben und kurz mitschmoren. Etwas heißes (!) Wasser  angießen, aufkochen, 1-2 Minuten köcheln lassen, dann die Cashewsahne unterrühren. Kurz aufkochen, dann etwas eindicken lassen. Mit Zitronenzesten, etwas Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

Sobald die Pasta gar ist, diese durch ein Sieb abschütten, etwas abtropfen lassen und dann unter die Sauce heben. Auf einem Teller anrichten und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Wer möchte, kann parallel noch ein paar grüne und weiße Spargelstücke kochen und diese vor dem Servieren auf der Pasta anrichten.

Tipp: Noch besser als Lauch (allerdings selten zu bekommen) schmeckt der Lauch vom Knoblauch, den man in Ringe schneidet (dann natürlich den restlichen Knoblauch und den Lauch weglassen). Diesen frischen Knoblauch mit Grün bekommt man jetzt zu dieser Jahreszeit oft an den Bioständen auf dem Markt (bei uns z.B. bei Querbeet und am Dottenfelder Hof).

******************

Und was sagt Boris nach diesem Vierteljahr?
Ich habe ihn gefragt und das hat er geantwortet:

„Vegan für immer?  - zu 99%. Ich fühle mich einfach sehr viel besser, vor allem wacher, seitdem ich auf Milchprodukte verzichte. Ich habe außerdem das Gefühl, dass sich mein Geschmackssinn verfeinert hat. Vielleicht weil die vegane Küche nicht die vordergründigen Sensationen bietet, die ein kräftiger Käse, eine Auster oder eine gut gewürzte Bratwurst auf den Teller bringen. Diese drei Dinge ausgenommen, empfinde ich die vegane Ernährung auch nicht als andauernden Verzicht. Durch die intensivere Beschäftigung mit den Dingen, ihren Inhaltstoffen und ihrem Geschmack ist das Kochen auf jeden Fall eine Bereicherung und auch jedem weiterhin omnivor lebenden Menschen zu empfehlen. Auch die vielen Lebensmittel, die man allein auf der Suche nach neuen Eiweißquellen entdeckt hat, machen neugierig und es ist sehr spannend, Rezepte und neue Kombinationen zu entdecken. Das heißt nicht, dass mir einige tierische Lebensmittel (siehe oben) nicht fehlen würden und ich gebe zu, dass es an manchen Tagen schwer ist, an einem Bratwurststand oder dem Käsewagen auf dem Markt vorbeizugehen. Hier hilft jedoch die Vergegenwärtigung des veganen Mantras, dass die fünf Minuten meines kulinarischen Genusses das lebenslange Leid, oder den Tod vor der Zeit, der von mir verspeisten Kreatur, bzw. ihres Produkts nicht aufwiegen. Und die 1% Restrisiko beziehe ich im Moment noch aufs Reisen – es fällt mir einfach noch schwer mir vorzustellen, 2 Wochen durch Italien oder Frankreich zu reisen, ohne ein Stück Käse oder eine gegrillte Meeresfrucht probiert zu haben. Aber genau das werden wir in diesem Sommer ausprobieren.“

Auch Boris kocht ab und zu – für sich selbst ohnehin, aber manchmal auch für uns beide. Besonders lecker schmecken mir seine „Tofu-Nuggets“:

Boris’ Tofu-Nuggets („Tempeh-Taler“)
nach einer Inspiration aus dem Peace-Food-Kochbuch von Ruediger Dahlke

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Zutaten (für 2-3 Personen)
1 Rolle Tempeh
2 Tassen Cornflakes
Mehl, Gewürze

Die Tempehrolle in ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden.

In 200 ml Wasser nach und nach so viel Mehl geben, das ein zähflüssiger Teig entsteht. Diesen Teig kann man nun nach Belieben würzen. Pfeffer und Salz sind Pflicht, indische oder mediterrane Gewürze geben dem ganzen hinterher die entsprechende Note, müssen aber nicht sein.

Cornflakes mit der Hand oder der Küchenmaschine nicht zu fein zerbröseln und in eine flache Schüssel oder einen Teller geben.

In einer Pfanne reichlich Öl zum Braten (wir nehmen Kokosöl) erhitzen.

Sobald das Öl heiß genug ist (an einem in das Öl getauchten HOLZstäbchen müssen Blasen aufsteigen), die Tempeh-Scheiben erst in das Wasser/Mehl/Gewürzgemisch tunken, danach in den Cornflakes-Bröseln wenden und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen. Ca. 3-4 Minuten frittieren/braten, dann vorsichtig wenden und auf der anderen Seite noch mal 3-4 Minuten frittieren/braten. Sobald die Tempehtaler Farbe angenommen haben, aus dem Öl nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Wir essen die Tempeh-Taler gern zu grünem Salat, haben, haben sie aber auch schon – asiatisch gewürzt – mit Reis und Gemüse gegessen (Foto oben).

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Auf allen Messen zeichnet sich übrigens ein ganz klarer Trend hin zur veganen Ernährung ab –  es ist überall das Thema Nr. 1. Insofern glaube ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich dieser neue Lebens- und Ernährungsstil überall durchsetzt. Und umso mehr Menschen vegan leben (wollen), desto mehr Produkte und Rezeptideen wird es geben, auch wunderbare, gesunde Alternativen zu Bewährtem – es ist schön, das zu beobachten.

Allein in der kurzen Zeit, in der wir uns mit dem Thema beschäftigen, wurden einige vegane Cafés oder Restaurants in unserer Umgebung neu eröffnet, wurden zig Speisekarten in vielen Restaurants, die wir kennen, angepasst und umgestellt, haben wir unzählige Tipps bekommen, sehr viel Neues kennen gelernt und uns mit interessanten Gruppen und Menschen vernetzt – eine absolute Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Facebook ist in dieser Hinsicht zur Abwechslung mal eine echte Bereicherung.

Insofern sind wir ablsotut zufrieden mit unserem neuen Lebensstil und möchten ihn nicht mehr missen.

Zum Schluss habe ich noch ein sehr leckeres „Pralinen“-Rezept für euch, das aus der „Eiweiß-Not“ heraus entstanden ist und somit ein wunderbares Alibi liefert – es besteht im Wesentlichen aus Kürbis- und Sonnenblumenkernen (als Eiweißlieferanten):

Calas Kürbiskernpralinen

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Zutaten (für ca. 6-8 Pralinen)
Je 2 EL Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne
2-3 Datteln
Kakaopulver
1-2 TL Kokosöl

Sonnenblumen- und Kürbiskerne fein vermahlen, dann mit den Datteln und etwas Kokosöl zu einer glatten, formbaren Masse pürieren. Zu Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen.

Alternativ kann man die Kugeln auch mit Feigen machen – dann sind sie etwas weniger süß.

Tipp: Echter, hochwertiger Kakao (in Rohkostqualität!) ist ein sehr wertvolles und gesundes Lebensmittel – er ist eines der seltenen Lebensmittel die das wertvolle Resveratol enthält. Wir verwenden (und verkaufen im Shop) den Kakao von FloresFarm. Ebenfalls interessant für das oben genannte Rezept ist das MakaoPulver von PureRaw, das neben Kakao z.B. auch noch Maca, Lucuma und Carob enthält.

 

Euch noch viel Spaß beim Experimentieren – nutzt die Kommentarfunktion, wenn ihr eure veganen Lieblingsrezepte teilen möchtet. Ihr lebt vegan und möchtet einen Gastbeitrag schreiben oder ein Interview machen? Meldet euch gern!

Liebe Grüße
Cala

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Campus-Food – das vegane Studentenkochbuch – wir suchen eine(n) Testleser(in)

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Neu erschienen im systemed-Verlag ist das BuchCampus Food – Vegane Studentenküche“ von  Anne Bühring und Kurt-Michael Westermann (Fotos). Wie der Titel schon sagt, geht es um vegane Küche für Studenten – und zwar ausgelegt auf deren speziellen Bedarf. Denn wer viel lernt und vorm PC sitzt, wer auch mal eine ganze Nacht feiern geht oder viel Sport macht, braucht gesunde Nahrung – auch fürs Gehirn und für die Nerven. Die vegane Küche ist dafür ideal, denn Hülsenfrüchte, Nüsse und reichlich Gemüse, Obst und Getreide liefern Vitamine, Eiweiß und Vitalstoffe.

Campus Food zeigt, wie man vollwertig Fleisch und Milchprodukte ersetzen und so ausgewogen vegan kochen kann ohne auf Geschmack und Vielfalt zu verzichten. Die Zutaten kann man schnell und preiswert einkaufen, zubereiten und kochen.
Dazu gibt Tipps für vegetarische Varianten, sowie Zeit- und Geldspartipps vom Vorratskochen bis zum Fertigprodukt.

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Das Buch liefert 55 Rezepte für alltagstaugliche, vegane Gerichte für den studentischen Alltag – vom Partydinner bis zum Brainfood vor der Prüfung – für eine rundum gesunde Versorgung mit Vitaminen, Vitalstoffen und Fettsäuren, und Dutzende clevere Tipps und Tricks, Varianten und Denkanstöße für gesunden Geschmack.

Anne Bühring ist studierte Oecotrophologie  und Journalistin. Sie arbeitete viele Jahre für das Foodressort einer deutschen Gesundheitszeitschrift. Heute arbeitet sie als freie Food-Autorin und betreibt eine Praxis für Ernährung und Prävention.

Anne Bühring/Kurt-Michael Westermann
Campus Food – Vegane Studentenküche
148 Seiten, 4-farbig, Broschur
ISBN 978-3-942772-21-1
16,99 €, systemed Verlag April 2014

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Wir verlosen ein Rezensionsexemplar:

Du bist Student(in) und hast Lust das Buch für uns zu lesen und zu rezensieren? Dann schenken wir dir zusammen mit dem systemed-Verlag dein persönliches Exemplar. Was du tun musst? Stell dich bis zum 20.Mai 2014 kurz per E-Mail bei uns vor (info@cala-kocht.de) und sag uns, warum du das Buch gerne für uns rezensieren möchtest.

Was wir erwarten: Nach maximal 2-3 Wochen solltest du einen „Testbericht“ über das Buch verfassen und uns mailen. Welche praktischen Erfahrungen hast du gemacht? Kannst du das Buch empfehlen? Sind die Rezepte alltagstauglich? Welche Gerichte sind deine persönlichen Favoriten? Wenn du dich bewirbst, solltest du also auch Zeit haben, das Kochbuch zu testen und Rezepte auszuprobieren. Ganz toll wäre es, wenn du uns auch ein paar Fotos von nachgekochten Rezepten aus dem Buch schicken kannst. Je nachdem, wie viel Spaß du am Schreiben hast, darfst du auch gerne kreativ werden und einen komplett eigenen Gastbeitrag für den Blog verfassen.

Unter allen Mails, die uns bis zum 20. Mai 2014 erreichen, wählen wir eine Bewerbung aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich freue mich sehr darauf, von euch zu hören!

Liebe Grüße
Cala

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Aus der aktuellen Schrot & Korn: „Bannock“ – ein superleckeres, schnelles Pfannenbrot

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Geht es euch auch so? Manchmal gibt es Rezepte, die springen mir ins Auge  und ich muss sie sofort ausprobieren. Bei diesem war es so. Und schön ist es, wenn man Zutaten braucht, die man ohnehin im Haus hat.

Das Originalrezept stammt aus der aktuellen Schrot & Korn (05 / 2014, S. 14). Online findet ihr es hier.

Der Teig ist leicht und schnell gemacht, nur fürs Braten braucht man ein bisschen Geduld. Lohn sich aber! Ich habe übrigens nur die Hälfte der vorgeschlagenen Teigmenge gemacht (ursprünglich 300g Mehl), das hat locker für 2 Personen gereicht:

  140501_Teig in Pfanne

150 g Mehl (ich habe Weizenvollkornmehl genommen)

1/4 Päckchen Backpulver (ich habe Weinstein-Backpulver genommen)

1/4 Teelöffel Salz (ich habe Meersalz genommen)

60 ml Wasser

etwas Rosmarin (da ich keinen frischen  hatte, habe ich unseren getrockneten verwendet)

Flor de Sal
reichlich Sonnenblumenöl

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, dann mit dem Knethaken in der Küchenmaschine langsam 60 ml Wasser einarbeiten. Den Teig kneten, bis er eine gleichmäßig elastische Konsistenz hat. Das dauert ein bisschen, schließlich formt sich der Teig aber zu einer weichen, geschmeidigen Kugel.

140501_Collage_Teig roh

Den Teig in kleine Portionen teilen. Im Original-Rezept werden mit den Fingern Fladen geformt. Ich habe den Teig auf einem bemehlten Brett dünn ausgerollt, dass funktioniert super. In einer unbeschichteten Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen (nicht zu heiß) und einen Teig-Fladen hinein geben. Braten, bis er fest wird und bräunt, dann umdrehen und von der anderen Seite braten. Auf die bereits gebratene Seite etwas Rosmarin geben.  Auf diese Weise alle Fladen braten – dazu immer wieder etwas frisches Sonnenblumenöl in die Pfanne geben. Vor dem Servieren mit Flor de Sal bestreuen.

140501_Brot_halb_fertig

Bei uns gab es das Brot zum Sonntags-Brunch, es passt aber natürlich ideal zum Grillen oder zu einem schönen Sommersalat. Wir fanden es extrem lecker und werden es sicher öfter machen. Im Originalrezept wird die Pfanne übrigens dirket auf dem Grill erhitzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Feiertag
eure
Cala

PS: Inzwischen haben wir das Pfannenbrot auch mit Dinkelmehl probiert – ebenfalls super lecker!

 

 

 

 

 

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Neu entdeckt: Sanddorn

140424_Sanddorndressing

Wenn ich Meike Prostmeyer bei ihren Themenabenden unterstütze, gibt es auch für mich immer die eine oder andere Neuentdeckung. Anfang April haben wir uns noch einmal mit „Superfoods“ beschäftigt und Meike hatte im Vorfeld angeregt, auch Sanddorn vorzustellen. Auf der Biofach habe ich mich deshalb im Februar schon umgesehen, ein bisschen probiert und nachgehört und mich dann für einen Anbieter entschieden, der Sanddorn hier in Deutschland anbaut und gewissenhaft weiterverarbeitet (hier). Saft und Beeren kamen zwar erst kurz vorm Themenabend, aber ich konnte durchaus ein bisschen experimentieren.

140427_Sanddornbeeren

Interessant ist, dass Sanddornbeeren mit 200 bis 900 mg pro 100 g Fruchtfleisch in allererster Linie einen ungewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt aufweisen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Vitamin-C-Gehalt von Zitronen und Orangen liegt bei 50 mg pro 100 g. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass sich die Sache sich ein bisschen relativiert, wenn man bedenkt, das man Orangen und Zitronen doch meist in größeren Mengen isst. Dennoch: Wer regelmäßig Vitamin C aufnehmen möchte, für den ist Sanddorn ideal. Und wer – wie ich – Zitrusfrüchte nur bedingt und nicht in rauen Mengen verträgt, für den ist Sanddorn optimal. Zudem sind Sanddornbeeren natürlich geschmacklich westentlich besser fürs Müsli geeignet als Orangen ;-)
Vitamin C ist wichtig für den Körper: Es stärkt die Immunabwehr, stimuliert die Bildung von Bindegewebe, regt die Verwertung von Eisen an und schützt als Antioxidans das Zellinnere vor der Zerstörung durch Sauerstoff.

Daneben enthält Sanddorn auch noch einige andere interessante Vitamine wie z.B. Provitamin A, Vitamin E und Vitamin K, außerdem verhältnismäßig hohe Werte von Beta-Karotin. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend und entzündungshemmend.

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Seit ich Sanddorn kennen gelernt habe, verwenden wir die getrockneten Beeren regelmäßig im morgendlichen Müsli. Für den Themenabend habe ich mir einen Sanddorncocktail ausgedacht und ein Thyminandressing gemacht (das auf dem Themenabend unbeabsichtigt sogar dem Acai-Dressing nach dem Rezept von Attila Hildmann den Rang abgelaufen hat ;-)

Calas Sanddorn-Cocktail:

Sanddorn-Direktsaft (findet ihr inzwischen auch bei uns im Shop hier), Karotten-, Apfel und Mangosaft zu etwa gleichen Teilen im Blender aufmixen – der Cocktail ist sehr erfrischend und schmeckt im Sommer natürlich auch gekühlt oder auf Eis ganz toll.

Calas Sanddorn-Thymian-Dressing (Foto oben): Getrocknete Sanddorn-Beeren (jetzt ebenfalls bei uns im Shop erhältlich, hier) in der Küchenmaschine sehr fein vermahlen. Mit Haselnuss- oder Walnussöl, etwas Honig, getrocknetem oder frischem Thymian im Mixer aufschlagen. Mit Meersalz abschmecken.

Zur Verwendung von Honig im Dressing: Trotz meiner veganen Ernährung esse ich noch ab und zu Honig, die Gründe will ich jetzt hier gar nicht weiter ausführen, weil das zu weit führen würde. Wer ganz strikt ist, kann den Honig z.B. durch Agavendicksaft oder Reissirup ersetzen.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag
Viele liebe Grüße
eure
Cala



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