…über die Resteverwertung und was dabei an Neuem entsteht – Calas Kichererbsenpizza

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In der letzen Woche habe ich ein bisschen experimentiert.

Vielleicht kennt ihr das: Im Laufe der Zeit sammeln sich bei uns immer alle möglichen Reste an – angebrochene Packungen, die dann irgendwo im Nirwana verschwinden… Ich habe mir deshalb angewöhnt, regelmäßig die Vorratsschränke durchzusehen und alles rauszuholen, was aufgebraucht werden muss.

Dabei lauten die Regeln:
1. Es wird alles verbraucht oder weggeworfen, was nicht zu den Dauervorräten gehört.
2. Reste, die zu Vorräten gehören, die wir ohnehin ständig nachkaufen, kommen – sofern sie nicht schon umgefüllt sind – sauber in Weck-Gläser.

Eigentlich gilt bei uns für Vorräte nämlich strikt:
a) Verschlossene Packungen kommen getrennt von geöffneten Packungen in einen eigenen Vorratsschrank.
b) Alles was angebrochen wird, wird sofort in WECK-Gläser umgefüllt und gut verschlossen in anderen Schubladen aufbewahrt.

Das hat natürlich hygienische Gründe, denn angebrochene Verpackungen sind anfällig für Schädlinge und Verderb. Deshalb ist es wichtig, alle offenen Vorräte in saubere und gut verschließbare Gefäße umzufüllen und verschlossene Packungen getrennt von angebrochenen aufzuheben.

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Trotzdem sammeln sich auch bei uns ständig Packungsreste an, die irgendwer nicht umgefüllt hat und die – meistens zusamengerollt und mit einem Gummiband versehen – zwischen den Vorratsgläsern herumliegen und da in Vergessenheit geraten.

Die fische ich von Zeit zu Zeit gezielt heraus, werfe sie weg oder brauche sie auf.

So bin ich vergangene Woche auch zu einem Experiment mit Kichererbsenmehl gekommen, das ich normalerweise gar nicht verwende, weil mir alle Vesuche damit bisher misslungen sind. Boris liebt es aber, damit zu kochen (womit auch klar ist, wer den Packungsrest nicht „ordnungsgemäß“ verstaut hat 😉 ).

Jedenfalls sollte der Rest weg und ich habe überlegt, was ich damit mache. Obwohl wir ja dieses schöne Kichererbsenmehl aus der Toskana haben (hier), ist mir der Geschmack pur oft zu „erbsig“ (Boris dagegen mag das gerade gern…). Ich habe deshalb beschlossen das Kichererbsenmehl mit Weizmehl zu mischen. Entstanden ist dieses Rezept für eine Gemüsepizza, die uns beiden so gut geschmeckt hat, dass ich schon wieder eine neue Packung aufgemacht (…und selbstverständlich auch gleich umgefüllt) habe.

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Calas Gemüsepizza mit Kichererbsenmehl (vegan)

Zutaten
3 gehäufte Esslöffel Kichererbsenmehl
3 gehäufte Esslöffel sehr feines Weizenmehl
200ml Wasser
etwas Salz
Gemüse nach Wahl (ideal sind z.B. Zwiebeln, Zucchini, Chamignons und Cocktailtomaten)

Zubereitung
Achtung: Der Teig sollte über Nacht quellen!

1. am Abend zuvor: Kichererbsenmehl und eine Prise Salz mit einem Schneebesen möglichst klümpchenfrei ins Wasser einrühren.

2. Am nächsten Tag die Kichererbsenmasse in die Küchenmaschine geben. Mehl und 1/4 TL Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren (er ist sehr dünnflüssig, das ist aber so gewollt).

3. Ofen auf 160° vorheizen

4. Gemüse waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden

5. Eine Auflauf- oder Tarteform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben.

6. Das Gemüse auf dem Teig verteilen.

7. Die Gemüsepizza im vorgeheizten Ofen zunächst 50 Minuten bei 160° backen. Dann die Hitze auf 175° erhöhen und weitere 30 bis 35 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn die Kichererbsenmasse durchgebacken ist und an den Rändern leicht bräunt.

8. Wer mag, kann vor dem Servieren noch etwas frischen Olivenöl und etwas Salz auf die Pizza geben.

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Tipp: Die Kichererbsen-Pizza schmeckt warm und kalt und ist deshalb auch wunderbar zum Mitnehmen geeignet.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren,
habt einen schönen Sonntag!

Eure
Cala

 

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Ich habe es getan – mein Drachenfelstuch ist tatsächlich fertig geworden

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Ich habe es tatsächlich geschafft: Nachdem ich bei meinen wenigen Strickprojekten in den letzen Jahren selten über das erste Drittel hinaus gekommen bin und sie dann meistens irgendwann im Mülleimer gelandet sind, hatte ich Ende des Jahres zufällig bei Pinterest (hier) ein Tuch entdeckt und so schön gefunden, dass es mich gepackt hat. Der Link führte auf diese Seite, wo es auch das komplette Strickpaket zu kaufen gibt, allerdings wurde dort nur auf eine englische Anleitung verwiesen.

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Das wollte ich mir fürs erste nicht zumuten und habe weiter recherchiert. Die deutsche Anleitung für das Drachenfelstuch habe ich dann hier gefunden.

Weil ich unbedingt bio-zertifizierte Wolle haben wollte (und deshalb auch nicht das Komplettpaket vom ersten Link genommen habe), war die Wolle für das Tuch nicht ganz günstig. Ich habe dann beschlossen, sie mir von Boris zum Geburtstag zu wünschen. Ihn nicht zu enttäuschen (und vor allem sein Geld nicht zum Fenster raus zu werfen…), würde eine willkommene zusätzliche Motivation für mich sein. Die Vorfreude auf das fertige Tuch, die Aussicht auf das schöne Gefühl, so ein Projekt endlich mal wieder zu Ende gebracht zu haben, die Verknüpfung mit einem Geburtstagsgeschenk und die Tatsache, dass ich im Urlaub viel Zeit hatte, haben dazu geführt, dass ich das Werk diesmal tatsächlich vollendet habe.

In die Strickanleitung musste mich erst ein bisschen einlesen, bin dann aber wunderbar zurecht gekommen. An zwei Stellen habe ich improvisiert – einmal weil mir der vorgesehene Farbverlauf nicht 100% gefiel und einmal, weil ich von einer Farbe noch viel Wolle übrig hatte und gerne alles möglichst ohne Reste verarbeiten wollte.

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Was ich noch nie gestrickt habe, war der sog. I-Cord-Abschluss, das ist eine schöne Stricktechnik für den Abschlussrand. Dazu habe ich mir aber einfach ein YouTube-Video angesehen (Stricken & Häkeln mit eliZZZa, hier).

Und ganz zum Schluss habe ich auch noch mal Hilfe gebraucht, weil ich mit dem Vernähen der Fäden überhaupt nich zurecht kam. Hier gab mir eine Freundin aber auch wieder einen guten YouTube-Tipp (ebenfalls Stricken & Häkeln mit eliZZZa, hier) und schließlich ist mir das auch prima gelungen :)

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Nun ist das Werk fertig, ich trage mein Tuch glücklich durch die Gegend und freue mich, weil es bei diesen Temperaturen wunderbar wärmt. Es hat ein paar kleine Schönheitsfehler, aber da ist nicht so tragisch, weil sie kaum auffallen und nur ich sie kenne – ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit mir. Außerdem bin ich mutig geworden und extrem motiviert: das nächste Projekt wird ein „Nachbau“ von meinem Lieblingspulli, ich habe schon angefangen :)

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Liebe Grüße und einen schönen Start in die neue Woche

eure
Cala

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Wie es war und was wir erlebt haben – Impressionen aus unserem Weihnachts-Urlaub in Zandvoort

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Es ist unglaublich: Die erste Hälfte des Monats im neuen Jahr ist fast schon wieder vorbei und bevor es merkwürdig wird, noch vom Weihnachtsurlaub zu berichten, habe ich euch ein paar Impressionen zusammengestellt.

Wir haben die Feiertage ja in Zandvoort am Meer verbracht und dementsprechend auch wieder viel Zeit mit unseren geliebten Strandspaziergängen verbracht – es ist wunderschön zu sehen, wie die Hunde es genießen, am Strand entlangzuflitzen – endlich weder Leinen, noch Zäune… Aber auch ich blühe am Meer immer auf – es ist und bleibt einfach etwas ganz Besonderes für mich…

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Natürlich sind wir auch wieder viel in Amsterdam gewesen. Wir stellen immer wieder fest, dass wir dort nicht nur entspannter einkaufen können, sondern dass auch das Angebot für uns genau passt – ich habe das Gefühl, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr stimmig ist, zumal natürlich die Möglichkeiten in dieser Stadt schier unbegrenzt scheinen – wir entdecken jedes Mal Neues, wissen inzwischen aber auch genau, wo wir auf jeden Fall fündig werden. Besonders die 9 Straatjes (hier) haben es uns angetan, aber auch rund um die Ferdinand Bolstraat gibt es eine Menge zu entdecken (weitere Einkauftipps hier und hier).

Diesmal hatten wir aber auch Zeit, um endlich mal ins Rijksmuseum zu gehen, was ich schon lange tun wollte. Tatsächlich habe ich den Besuch sehr genossen, auch wenn die Menschenmassen auch um diese Jahreszeit nicht wegzureden sind. Dank Audioguide und viel gutem Willen haben wir uns aber trotzdem einen ersten Eindruck verschaffen können. Und selbstverständlich haben wir auch die berühmte Nachtwache von Rembrandt bewundert, die man nur hier sehen kann – sie wird grundsätzlich nicht verliehen.

Früher hätte ich übrigens ein Tagesticket fürs Museum immer „ausgenutzt“ und hätte mich stundenlang von Gemälde zu Gemälde gequält – inzischen bin ich da sehr viel entspannter, lasse mich treiben, solange es Freude macht und habe überhaupt keine Scheu, ins Museumscafé zu wechseln, wenn ich die Schnauze voll habe und die Füße weh tun. Was früher immer auch irgendwie „Pflichtprogramm“ war, fällt heute definitiv unter „Vergnügen“ und ich vermute, dass jetzt sogar mehr „hängenbleibt“…

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Eines unserer absoluten Highlights war das Dinner bei Maartje im Koffie Ende Koeck. Erst im Nachhinein wurde uns klar, was für ein Riesenglück wir damit hatten – sie veranstaltet dieses spezielle Dinner nämlich nur ein einziges Mal im Jahr.
Dass wir a) zufällig gerade vor Ort waren und b) Boris ihren Facebook-Post rechtzeitig gelesen hat (die Plätze sind wohl immer sofort ausverkauft), war reines Glück.

Maatje servierte

– einen Vorspeisensalat mit fermentiertem Tofu und gekochter Birne
– Pasta mit einer Füllung aus Pilzen und Nüssen (siehe auch hier)
– einen Pie nach historischem Rezept in einer wunderschönen antiken Form gebacken, dazu allerfeinstes Gemüse
– zum Nachtisch einen Kokospudding mit Früchten, feiner Fruchtsauce und einem Hut aus – man höre und staune – Zuckerwatte

So gut haben wir vegan bisher nur bei Johannes und Joseph im Margarete gegessen, dann aber natürlich nicht in dieser Fülle – es war einfach köstlich! Wir hatten einen wunderbaren Abend (ich habe hier schon kurz berichtet) und haben das Dinner und die nette Gesellschaft sehr genossen.

Als „Nachschlag“ zu dem Abend habe ich dann noch von meiner lieben Tischnachbarin Iris eine wunderbare E-Mail mit unzähligen veganen Amsterdam-Tipps bekommen – für die nächsten Urlaube sind wir also allerbestens aufgestellt :)

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Kulinarisch ist Amsterdam natürlich ohnenhin eine Stadt mit unbegrenzten Möglichkeiten – egal ob man rein vegan essen möchte, oder – wie wir im Moment – auch mal eine Ausnahme macht. Überwiegend haben wir wie gehabt in unserem Ferienhäuschen gekocht – übrigens mit einer nigel-nagel-neuen Küche, die zu meiner Freude jetzt auch einen Backofen hat :). Unsere Vermieterin hatte sie gerade eingebauen lassen, bevor wir kamen. Zweimal sind wir essen gegangen und haben auch mal die eine oder andere Kleinigkeit im Vorbeigehen probiert.

Sehr angetan waren wir vom holländischen „Kerststollen„, dem Pendant zu unserem Christstollen (vermutlich mit Butter gebacken, also sicher nicht vegan), ein Zufallskauf, der uns die Weihnachtstage im wahrsten Sinne des Wortes sehr versüßt hat.

Die Focaccia die ihr in der Collage oben in der mittleren Reihe ganz rechts seht, haben wir in der Bäckerei „Bakken met Passie“ in der Albert Cuyp Straat entdeckt (auch eine neue Entdeckung). Sie kostet eine Vermögen, ist ihren Preis aber wert 😉 Wenn sie nach traditionellem Rezept (also mit Olivenöl) gebacken wird, müsste sie sogar vegan sein – gefragt haben wir aber nicht. Von den Oliebollen (dritte Reihe, ganz rechts) hatte ich ja schon berichtet (hier). Die sind in der Weihnachtszeit in Amsterdam allgegenwärtig und zu Silvester sogar die Hauptattraktion im Fernsehen – unsere waren von Maartje und damit nicht nur vegan, sondern sicherlich die besten in der Stadt, man bekommt sie aber wirklich an jeder Ecke.

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Ansonsten habe ich im Urlaub einige Rezepte aus der „Vegan Love Story“ (hier) gekocht, das Kochbuch finde ich wirklich großartig (ich hatte es hier und hier schon vorgestellt). Alles was wir bisher daraus ausprobiert haben, war toll und es hat sich für die Feiertage und den Urlaub wieder absolut bewährt. Die Zutaten sind einfach zu bekommen und die Rezepte nicht zu aufwändig. Zu Weihnachten haben wir besonders die Gerstensuppe genossen (S. 29), aber auch der überbackene Chiccoree (S. 99) ist sehr gut und wir lieben den Kartoffel-Maronen-Pfeffer (S. 108). Ganz oft habe ich – im neuen Ofen – die gerösteten Rosmarin-Mandeln mit Cranberrys (S. 31) zum Knabbern gemacht – ich habe das Rezept leicht abgewandelt und verarbeite frische Cranberrys, weil die getrockneten meist gezuckert sind. Ich schreibe das Rezept demnächst noch mal auf.

Die Nuss-Pilz-Creme vom Bild oben habe ich euch ja bereits hier dokumentiert.

Außerdem genießen wir im Moment ein ganz einfaches Gericht sehr, dass irgendwann durch Zufall bei der Resteverwertung enstanden ist, und das mich vom Geschmack und von der Konsistenz her sehr an „Haschee“ erinnert, das ich früher geliebt habe (das allesbeste, noch dazu in einer echten“Seelentrösterportion“ gab es im „Markthaus“ in Offenbach…). Hier eine (vegane) Version:

Calas Seitan-„Haschee“

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Zutaten (für 2 Portionen)
ca. 100g YAKSO Seitan in Tamari (Abtropfgewicht)
1-2 mittelgroße gelbe Zwiebeln
ca. 200g Chinakohl
Sojasauce (ich benutze ausschließlich „Tamari Strong“)
Salz, Pfeffer nach Bedarf
2 EL neutrales Bratöl oder vegane Butter (Alsan)
etwas glatte Petersilie

Zubereitung
(1)   Seitan abtropfen lassen und klein schneiden. Zwiebel(n) schälen und fein würfeln. Chinakohl gründlich waschen und in feine Streifen schneiden. Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und fein hacken.
(2)  Bratöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln anbraten. Unter Rühren schmoren, bis sie glasig werden. Chinakohl und Seitan dazugeben. Kurz anbraten, dann die Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Umrühren schmoren, bis der Chinakohl weich ist. Mit Sojasauce und ggf. etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
(3) Vor dem Servieren mit der Patersilie bestreuen – schmeckt am besten ganz klassisch zu Spiralnudeln.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
liebe Grüße
Cala

 

 

 

 

 

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Silvestergrüße aus Zandvoort – kommt gut in ein glückliches und gesundes neues Jahr!

151231_Collage TitelSilvester verbringen wir seit vielen Jahren zu Hause – wir gehen schon lange nicht mehr aus. Unsere ältere Hündin hat unglaubliche Angst vor der Böllerei und da ist es natürlich eine Ehrensache, dass wir bei ihr bleiben und ihr nicht noch durch unsere Abwesenheit zusätzlichen Kummer bereiten.

Auch über den Jahreswechsel sind wir dieses Jahr in Zandvoort in dem Ferienhaus, das uns inzwischen fast schon zu einem zweiten Zuhause geworden ist – zumindest fühlt es sich so an. Leider ist die Böllerei hier aber kein bisschen besser als bei uns, wie wir es gehofft hatten – eher noch viel schlimmer. Feuerwerk und Knallerei gibt es seitdem die Sonne untergegangen ist nicht zu knapp – die arme Seni liegt seit 5 Uhr heute Nachmittag nur noch unter dem Esstisch… Gut nur, dass wir heute Mittag noch mal einen ausgiebigen Spaziergang am Meer gemacht haben… Das alte Jahr habe ich mit dem Sonnenuntergang verabschiedet – in Dankbarkeit, denn auch wenn es ein anstrengendes Jahr war, bin ich für vieles dankbar und froh.

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Gestern Abend waren wir zu einem veganem Dinner im Koffie Ende Koeck – unserem Liebslingscafé in Amsterdam. Es ergab sich einfach zeitlich perfekt, dass es während unsers Urlaubs hier stattfand – zumal Maartje dieses Dinner nur einmal im Jahr veranstaltet – was für ein großartiger Zufall :)

Das Essen war phänomenal – wirklich einzigartig und die Gesellschaft – insgesamt nicht mehr als 14 Personen – ebenso wunderbar. Ein rundum perfekter Abend, wir haben herrlich gegessen, nette Leute getroffen und viele neue Amsterdam-Tipps bekommen.

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Und natürlich habe ich nach solchen Events immer extra viel Lust zu kochen. Was Maartje gestern gezaubert hat, lässt sich zwar nicht so einfach nachmachen (ich habe auch nicht nach ihren Rezepten gefragt, sondern einfach den abend genossen…), die eine oder andere Anregung nehme ich aber immer mit und probiere dann einfach aus…

Also war ich heute auch direkt im Bioladen, habe eingekauft und mich daran gemacht, eine Pilz-Nuss-Creme auszuprobieren, denn die gefüllten Nudeln von Maartje waren einfach großartig. Der Nachteil der grau-braunen Creme ist nur, dass sie nicht besonders spektakulär aussieht, deshalb macht es tatsächlich Sinn, sie irgendwo verschwinden zu lassen. Als Nudelfüllung ist sie also ideal, sie eignet sich aber auch hervorragend als Pasta Sauce oder Protaufstrich. Wir haben sie heute Abend auf geröstetem Brot gegessen, zu Hause werde ich aber sicherlich auch einmal Cannelloni oder Ravioli damit füllen.

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Hier mein Rezept:
Zutaten (für 2 kleine Portionen)
5-6 mittelgroße braune Champignons
2 mittelgroße Shiitake
2 mittegroße Portobello
2 kleine Schalotten
2-3 kleine Knoblauchzehen
Olivenöl
etwas Salz
1 Esslöffel Haselnüsse
1-2 Esslöffel Cashews
etwas Gemüsebrühe (es wird nur ganz wenig bei Bedarf gebraucht)
etwas Mandelmehl bei Bedarf

Vorbereitungen
(1) Pilze putzen und in Scheiben schneiden
(2) Schalotten und Knoblauch schälen, Schalotten halbieren, beides in feine Scheiben schneiden

Zubereitung
(1) In einer Pfanne etwas Olivenöl vorsichtig erhitzen und die Schalotten anbraten (Achtung, nicht zu heiß werden lassen!). Knoblauch dazugeben und 1-2 Minuten mitschmoren. Pilze hinzugeben, kurz anbraten, dann etwas salzen, Hitze reduzieren und schmoren lassen, bis die Pilze gar und ganz weich sind (8- 10 Minuten). Abkühlen lassen.
(2) Nüsse im Zerkleinerer fein vermahlen. Pilze und 1-2 Esslöffel Olivenöl dazugeben und zu einer feinen Paste pürieren – falls die Masse zu trocken ist, vorsichtig 1-2 Esslöffel Gemüsebrühe dazugeben. Falls die Masse zu feucht wird, kann man ggf. etwas Mandelmehl dazugeben.
(3) Mit Salz und Olivenöl abschmecken.

Weiterverarbeitung: Als Nudelfüllung, zu Pasta (mit der gekochten Pasta großzügig vermischen) oder auf (geröstetem) Brot oder Toast

Tipp: Man kann die Pilzcreme auch mit Zitronensaft, Kräutern oder Trüffelöl abschmecken.

Wir werden den Abend jetzt gemütlich mit kleinen Häppchen genießen und ausklingen lassen. Bei dem Dauerfeuerwerk gewöhnt sich sogar Seni allmählich an den Krach und ist nicht mehr ganz so erschrocken…

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Heute Mittag haben wir schon Bekanntschaft mit einem traditionellen holländischen Silvesterbrauch genossen. Hier isst man nämlich am 31.12. überall „Oliebollen und Apfelflappen“ – das ist ein frittiertes, krapfenähnliches Gebäck, das es hier wirklich an jeder Ecke gibt – vermutlich die perfekte Grundlage für den einen oder anderen Drink 😉
Maartje macht sie nach einem alten Rezept ihrer Großmutter – per se vegan mit einem Bierteig statt Hefe und Milch – so lecker….

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Danke für eure Treue und das wunderbare Feedback, den Trost, die Freude, das Lesen, Zuhören und die Freundschaft.

In diesem Sinne auf ein wunderbares, gesundes, spannendes und genussreiches 2016

Liebe Grüße
eure
Cala

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Frohe Weihnachten & liebe Grüße aus Zandvoort/Amsterdam

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Wir schicken euch viele liebe Grüße aus Zandvoort, wo wir unseren Weihnachtsurlaub sehr genießen – ganz ruhig und gemächlich, ohne Stress & Druck und genau so wie wir es mögen.

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In Holland sind die Feiertage sehr viel entspannter, die Geschäfte, Restaurants und Cafés haben auch am Heiligabend lange geöffnet und geschlossen sind sie nur heute, am ersten Weihnachtsfeiertag.

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So haben wir gestern nach einem Strandspaziergang am Morgen einen wunderbaren Einkaufsbummel in Amsterdam gemacht, in unserem (veganen) Lieblingscafé weihnachtliche Leckereien genossen und sind dann ganz gemütlich in den Heiligabend übergegangen – mit einer deftigen Gestensuppe (Rezept folgt), kleinen Geschenken und vielen Kerzen – begleitet von einem sehr leckeren (veganen!) Chenin Blanc Sparkling in Bio-Qualität, den wir in Amsterdam zufällig in einem Hipster-Fair-Trade-Laden entdeckt haben – so gut, dass wir auf jeden Fall versuchen werden, ihn für Cala kocht zu bekommen, damit ihr auch in den Genuss kommt.

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Für heute steht außer einem Strandapziergang gar nichts auf unserem „Programm“ – wir legen einfach die Füße hoch sind zur Abwechslung mal „faul“, lesen in unsere neuen Bücher hinein und genießen die leckeren Weihnachtsplätzchen von unserer Nachbarin – himmlischer Luxus.

Euch allen schöne Weihnachtstage, genießt sie so, wie ihr es mögt!

Liebe Grüße
Cala, Boris
Seni & Anny

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Das allerbeste Früchtebrot – versprochen!

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Ich bin ein absoluter Früchtebrot-Junkie. Nichts liebe ich in der Weihnachtszeit so sehr wie Früchtebrot und Lebkuchen.

Und natürlich weiß ich, wo ich gutes Früchtebrot kaufen kann. Deshalb fand ich es bisher auch völlig unnötig, selber eines zu backen. Weil ich im Moment aber so empfindlich auf viele Zutaten reagiere, bin ich vorsichtig mit allem, was ich fertig kaufe. Also habe ich angefangen selber zu experimentieren und siehe da: das Ergebnis ist nicht nur sehr viel besser, als das bisher gekaufte – das Früchtebrot ist auch ganz einfach zu machen.

Wir sind süchtig danach, Boris genauso wie ich und (fast) jeden Abend stehen wir gemeinsam in der Küche und bereiten für den nächsten Tag ein frisches zu (das dauert zu zweit keine 5 Minuten…).

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Für dieses Früchtebrot verwende ich außer einem Löffel Zuckerrübensirup keinen weiteren Zucker – auch wenn in vielen Früchtebrot-Rezepten (ich habe einige gelesen) reichlich Zucker verwendet wird. Die Trockenfrüchte machen das Brot so süß, dass weiterer Zucker einfach Blödsinn wäre, hier kann man problemlos darauf verzichten.

Nach wie vor reagiere ich auf Getreide extrem empfindlich.
Dinkel vertrage ich zum Beispiel im Moment überhaupt nicht, auch Roggen ist schwierig. Was hingegen erstaunlicherweise problemlos funktioniert, ist Weizen. Für das Früchterbrot verwende ich ein wunderbares, ganz feines Strudelmehl, das ich bei Manufactum kaufe (hier) Sicherlich ist es geschmacklich für das Früchtebrot ideal, du kannst aber alternativ natürlich auch Dinkel- oder Roggenmehl ausprobieren.

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Calas weihnachtliches Früchtebrot
Zubereitungszeit: ca. 1h zzgl. 12 + 2 Stunden Ziehzeit

Zutaten für einen kleinen Laib (1/2 Kastenform)
250g Äpfel (ungeschält und mit Kerngehäuse gewogen)
ca. 150g gemischte Trockenfrüchte (siehe Anmerkung unten)
50g Haselnüsse
1 EL Zuckerrübensirup (ich verwende den Zuckerrübensirup von Naturata)
½ TL Zimt
½ TL Pfeffersack & Söhne Gewürzmischung „Weihnachtsbäckerei“, frisch gemahlen
2 Gewürznelken, fein vermahlen
150g sehr feines Weizenmehl („Strudelmehl“, siehe Text oben)
1 TL Backpulver
½ TL Natron

Zubereitung

1. Äpfel schälen, vierteln und die Kerngehäuse entfernen. Grob reiben.
Trockenfrüchte abwiegen, die größeren Trockenfrüchte etwas zerkleinern (je nach Größe halbieren, vierteln, achteln oder in scheiben schneiden). Zu den Äpfeln geben.

2. Gewürze und den Zuckerrüben-Sirup hinzugeben. Gut mischen, dann über Nacht ziehen lassen.

3. Am nächsten Morgen Mehl, Backpulver und Natron zu den Trockenfrüchten geben und sehr gut durchkneten (Küchenmaschine).

4. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. 2 Stunden ruhen lassen.

5. Ofen auf 160° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Auf der mittleren Schiene 60-75 Minuten backen.

Das Früchtebrot schmeckt pur, mit (veganer) Butter, mit Kokosöl oder einem Belag deiner Wahl – aber auch zu Herzhaftem ist es ein fantastischer Begleiter. Es hält sich theoretisch an einem kühlen Ort ein paar Tage, bei uns ist es aber innerhalb weniger Stunden verzehrt 😉

Tipp: das Brot ist in der Weihnachtszeit auch ein wunderbares Mitbringsel – eingeschlagen in ein schönes (Geschirr-)Tuch oder in Brotpapier gewickelt ist es ein nettes Geschenk für einen Adventsbesuch.

Anmerkung zu den verwendeten Trockenfrüchten:
Ich verwende tatsächlich ein „buntes“ Sammelsurium: Aprikosen, Pflaumen, Datteln, Feigen, Rosinen und Cranberrys – du kannst aber auch die Früchte ganz gezielt aussuchen oder nur eine einzige Sorte verwenden.

Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim Ausprobieren – genießt die Weihnachtszeit!

Liebe Grüße
Cala

 

 

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Weihnachtsleckereien aus dem Schirner-Verlag: roh, vegan und glutenfrei

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Eine weihnachtliche Rezeptsammlung für alle, die rohköstlich vegan leben und auf Gluten achten müssen, hat der Schirner-Verlag neu vorgestellt.

Auf den ersten Blick wirkt das Büchlein eher unscheinbar, aber das täuscht. Hier finden sich viele nützliche Informationen und Tipps, auch viele „Basics“. Sehr nützlich finde ich z.B. die vorangestellte Übersicht, wie man ungesunde „konventionelle“ Zutaten durch gesündere ersetzen kann. Übrigens wird auch in den vorgestellten Rezepten keinerlei Zucker verwendet – Trockenfrüchte wie z.B. Datteln sorgen für ausreichend Süße.

Was ich ganz toll finde: Die Rezepte sind bewusst so gestaltet, dass sie variabel sind – wer gegen eine Zutat allergisch ist, kann sie durch eine andere/ähnliche, besser verträgliche Zutat ersetzen.

Im Rezeptteil sind fast alle Klassiker vertreten – es finden sich Rezepte für Früchtebrot, Gewürzkuchen, Lebkuchen und Christstollen genauso wie für Zimtsterne, Konfekt oder Vanillekipferl, weihnachtliche Kuchen und Desserts.

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Sehr nützlich sind auch die Grundrezepte für Kuchen und Plätzchenteige, die man für die eigenen Bedürfnisse perfekt anpassen kann – auch Ideen für nussfreie Teige sind dabei.

Ein kleines Manko – für meinen Geschmack – ist die optische Aufbereitung – hier darf man für den kleinen Preis des Buches auch wirklich keine großen Erwartungen haben, dafür wird inhaltlich umso mehr geboten.

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Britta Diana Petri
Köstliche Weihnachtsleckereien
roh, vegan und glutenfrei
Schirne Verlag Oktober 2015
ca. 136 Seiten, 9,95 €
im Buchhandel oder über den Schirner-Verlag

Deine Chance für ein weihnachtliches Präsent:
Gemeinsam mit dem Schirner-Verlag verlosen wir am 12.12. ein Exemplar des Buches unter allen Kommentaren die bis dahin zu diesem Post hier und auf meiner Facebook-Seite eingegangen sind.

 

Rechtlicher Hinweis:
Für diesen Post hat mir der Schirner-Verlag ein Rezensions- und ein Verlosungs-exemplar des besprochenen Titels zur Verfügung gestellt, was allerdings an keinerlei Absprachen bezüglich der Art der Berichterstattung gebunden ist. Somit übt der Schirner-Verlag selbstverständlich keinen Einfluss auf meine Meinung oder die Gestaltung dieses Posts aus.

 

 

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Zum Wochenende der zweite: Chiccoree-Postelein-Salat mit Walnüssen und Camelinaöl

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Wie versprochen kommt hier der zweite von meinen Wintersalaten. Hier ergänzen sich  feine Aromen wirklich perfekt.

Entstanden ist er – wie so oft – aus einem Zufall heraus. Boris hatte Chiccoree und Postelein vom Markt mitgebracht (er geht donnerstags jetzt immer auf den neuen Wochenmarkt im Offenbacher Nordend, den wir ganz großartig finden.

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Da ich im Moment keine Nussöle vertrage (die ich im Winter am Salat liebe…), bin ich gezwungen, Neues auszuprobieren oder Öle zu verwenden, die ich sonst nicht so häufig benutze. So habe ich das herrliche Camelinaöl wiederentdeckt, das in diesem Salat mit den leichten Bitteraromen vom Chiccoree und der würzigen Note des Posteleins eine wunderbare Kombination eingeht.

Camelina– oder „Leindotter“öl war lange Zeit vergessen und wurde von der Feinschmeckerszene erst vor kurzem wiederentdeckt. Man kannte das Öl schon in der Keltenzeit. Es ist sehr aromatisch, fein im Geschmack und lange haltbar.
Camelinaöl ist sehr reich an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren (ca. 37%).

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Postelein (bzw. Portulak, wie er auch genannt wird), ist eine einjährige, krautige Pflanze. An langen dünnen Stielen bildet sie tellerförmige Blätter aus, weshalb sie auch „Tellerkraut“ genannt wird. Die Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen, aber wenig Nitrat, das bei anderen Salatpflanzen oft ein Problem ist. Die feinen Blätter sind übrigens weniger empfindlich, als man denkt – gibt man sie in eine Schüssel und deckt sie mit einem feuchten Tuch ab, kann man sie im Kühlschrank durchaus ein paar Tage aufheben. Essbar sind sowohl die Blätter, als auch die Stengel. Postelein schmeckt roh als Salat, aber auch warm (angebraten oder geschmort).

Chicorée ist aus gutem Grund eine häufige Empfehlung bei Diäten und Ernährungsumstellungen. Er zählt zu den kalorien- und fettärmsten Gemüsesorten überhaupt, ist aber reich an gesunden Inhaltsstoffen, Vitaminen (A, B und C) und Mineralien (Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium). Auch die enthaltenen Bitterstoffe sind sehr gesund, eine Wohltat für Magen und Darm. Chicorée enthält den löslichen Ballaststoff Inulin, der als besonders günstig für eine gesunde Darmflora gilt.

In Belgien und Frankreich wird Chicorée übrigens sehr viel häufiger gegessen als bei uns. Dort liegt der Jahresverbrauch pro Kopf zwischen 4 und 8 Kilogramm – bei uns sind es grade mal 300g. Man kann ihn roh, aber auch gedünstet oder angebraten genießen – hervorragend schmeckt er auch, wenn man ihn halbiert, mit Olivenöl begießt, leicht salzt und im Ofen schmort.

Im 19. Jahrhundert ergaben die Wurzeln des Chicorée getrocknet und geröstet einen preiswerten Kaffee-Ersatz, den sog. Zichorienkaffee.

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Chiccoree-Postelein-Salat mit Walnüssen und Camelinaöl

Zutaten (pro Portion)
1-2 kleine Chicorée
ca. 50-80g Postelein
1-2 Walnüsse, ausgelöst
1-2 EL Camelinaöl
1 EL Apfelessig
feines Meersalz

Chiccorée putzen und abspülen, dann in etwa 8 mm breite Ringe schneiden.
Postelein waschen, dunkle Stielenden ggf. abschneiden.
Walnüsse grob zerkleinern.

Zutaten in eine Schüssel geben und mit Apfelessig, Camelinaöl und Salz fein abschmecken.

Dieser Salat ist eine wunderbare Vorspeise für ein feines winterliches Menü. Kombiniert mit gebratenem Tofu oder in Kombination mit Austerpilzen und Quinoa wird er zu einer vollwertige Hauptmahlzeit.

mein Tipp:
Der Geschmack von Ölen ist sehr, sehr unterschiedlich, selbst wenn sie hochwertig sind. Da der Geschmack solcher Salate wesentlich von den verwendeten Ölen mitbestimmt wird, macht es Sinn, hier in ein qualitativ und geschmacklich optimales Öl zu investieren – wie bei vielem anderen, macht es mehr Spaß, wenig vom Besten als viel vom Mittelguten zu genießen. Ich schwöre auf die Öle von der Ölmühle Fandler, die wegen ihres besonderen Presseverfahrens (Stempelpressen) geschmacklich einzigartig sind. Ihr bekommt die Fandler-Öle bei uns im (Web-)Shop oder in sehr gut sortierten Feinkostläden.

weitere Rezepte mit Postelein:
Winterlicher Eisbergsalat mit Postelein und Kürbiskernöl-Walnuss-Dressing
http://www.cala-kocht.de/?p=1998

Ich freue mich auf eure Kommentare
und wünsche euch ein schönes Wochenende

Cala

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Der erste von zwei leckeren Wintersalaten – im Handumdrehen gemacht

151120_Collage Salat

Ihr wisst: Ich liebe Salate – sommers wie winters. Und ich bin überzeugt, dass mir diese Leidenschaft meine Großmutter vererbt hat. Sie hat alle erdenklichen Lebensmittel, Überbleibsel und Reste zu wunderbaren Salaten verarbeiten und hatte ein Händchen für schmackhafte Kombinationen. Dabei wurde in unserer Familie die Salatsoße nie separat angerührt, sondern direkt abgeschmeckt – so handhabe ich es bis heute.

Ich experimentiere gern, halte mich aber auch an meinen Grundsatz, nicht zu viele Aromen zu mischen.

Zwei schöne winterliche Salatrezepte, die es im Moment öfter bei uns gibt, möchte ich euch heute und im nächten Post vorstellen.

Hier findet ihr einen (wenig fotogenen aber umso leckereren)
Winterlichen Endiviensalat mit gebackenem Kürbis (vegan)

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Wer meinen Newsletter bekommt (du kannst dich per Mail an info@cala-kocht.de dafür anmelden), kennt dieses Rezept schon. Den Salat kannst du sowohl mit Endivien-, als auch mit Feldsalat machen. Beides sind typische regionale Wintersalate, deshalb sollten sie jetzt auch regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Diese Salate enthalten viele Vitamine, die uns im Winter guttun. Endivien besitzen außerdem einen verhältnismäßig hohen Anteil an Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium und Eisen.

151120_Endiviensalat ganz

Endiviensalat gehört zu den sog. Zichoriengewächsen, die alle eine leicht bittere Note haben. Diese Bitterstoffe sind gesund für Galle, Darmflora und Immunsystem und haben eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

Feldsalat enthält Provitamin A, Folsäure und Eisen sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Er enthält aber auch ätherische Öle, z.B. Baldrianöl, dem man nachsagt, dass es die Venen stärkt. Tatsächlich ist Feldsalat der vitaminreichste von allen Salaten – du solltest beim Einkauf aber darauf achten, dass er ganz frisch ist und solltest ihn auch gleich verarbeiten.

Um die Aufnahme des Eisens in Endivien- oder Feldsalat zu verbessern, empfiehlt sich immer eine Kombination mit Vitamin C, z.B. in Form von Zitronen- oder Orangensaft. In meinem Rezept ist der Kürbis der Vitamin-C-Lieferant.

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Kürbis ist auch bei uns ein traditionelles Wintergemüse und als solches sehr gesund. (siehe auch hier) Die im Kürbis enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind wichtige Antioxidantien. Sie schützen unter anderem die Netzhaut im Auge. Wasser und Ballaststoffe fördern die Verdauung. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd und harntreibend. Außerdem enthält Kürbis B-Vitamine und Vitamin C.

Aufgrund seines hohen Wassergehaltes (je nach Sorte zwischen 80 und 97 %) und den vielen Ballaststoffen ist Kürbis extrem kalorienarm (pro 100 g lediglich ca. 27 kcal.).

Besonders häufig wird er für die Zubereitung von Suppen verwendet – aber auch in Currys oder – wie hier – im Salat ist Kürbis sehr schmackhaft.

Der Hokkaidokürbis hat den Vorteil, dass man ihn nicht schälen muss – im Gegensatz zu anderen Kürbissen ist seine Schale essbar. Sein faserarmes Fruchtfleisch und der leicht nussige Geschmack machen ihn besonders beliebt. Man hat übrigens festgestellt, dass der Nährstoffgehalt von Hokkaidokürbissen zwei- bis siebenmal höher ist als der von anderen Kürbissorten. Beim milden Garen (Kochen oder Dünsten bei ca. 100 °C) bleiben diese Nährstoffe zu einem sehr großen Teil erhalten.

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Winterlicher Endiviensalat mit gebackenem Kürbis (vegan)

Zutaten (pro Portion)
1/2 mittelgroßer Hokaido-Kürbis
1/2 mittelgroßer Endiviensalat (oder die entsprechende Menge Feldsalat)
hochwertiger Apfelessig (z.B. hier)
Fandler Hanföl (hier)
Solling Nachtkerzenöl (hier)
Sel Gris (hier), Flor de Sal (hier), Tellicherry-Pfeffer (hier)

Zubereitung

Ofen auf 175° vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Kürbis gründlich waschen, entkernen, erst in Spalten dann in kleine Würfel scheiden (ca. 8mm x 8mm, siehe Foto unten). Den Boden einer Auflaufform mit Wasser benetzen, Kürbiswürfel hineingeben, mit etwas Sel Gris bestreuen und mit den Händen vermischen. Für 30-45 Minuten in den Ofen geben – der Kürbis sollte nach dem Garen butterweich sein und auf Druck sofort nachgeben.

Inzwischen Endiviensalat gründlich waschen und in ganz feine Streifen schneiden (siehe Foto unten).

151120_Collage_Kürbis

Sobald der Kürbis gar ist, diesen noch warm zum Salat geben.  1 EL Hanföl, 1/2 EL Nachtkerzenöl, 1/2 Esslöffel Apfelessig, etwas Flor de Sal und Tellicherry-Pfeffer dazugeben und ganz gründlich vermischen, so dass der Kürbis zerfällt.
Nach Geschmack mit den Ölen und Gewürzen abschmecken, dabei das Mengenverhältnis (Öle 2:1, nicht zu viel Essig) in etwa beibehalten.

Der Salat schmeckt als Beilage, ist aber auch üppig genug für eine Hauptmahlzeit (ich serviere ihn dann mit frischem Brot).

Gut zu wissen: Hanföl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, davon ca. 21 % Omega-3-Fettsäuren. Nachtkerzenöl ist reich an Omega-6-Fettsäuren. Beide enthalten die wertvolle Gamma-Linolensäure. Obwohl es bisher keine wissenschaftliche Bestätigung dafür gibt, finden sich viele Berichte darüber, dass sich sowohl Hanföl, als auch Nachkerzenöl (innerlich und äußerlich angewendet) für die Hautgesundheit positiv auswirken.

Weitere Kürbisrezepte auf Cala kocht:

Gebackener Hokkaido-Kürbis mit Linsen und Senfsauce (hier)
Kürbis-Apfel-Suppe mit Ingwer (hier)
Kürbisgnocchi (hier)

Wer darüber  hinaus Anregungen für Wintersalate sucht, dem sei auch dieses Buch empfohlen, das gerade im Verlag Bassermann erschienen ist. Die Rezepte sind zwar nicht alle vegan oder vegetarisch, man kann sich aber schöne Anregungen daraus ziehen.

Karl Newedel
„Wintersalate
Bassermann Inspiration
12,99 €
ISBN 978-3572081332
erhältlich im Buchhandel

Quellen, Verweise & Literatur zu diesem Artikel:

https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2006/08_06/EU08_305_308.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliches_Tellerkraut
http://www.wie-gesund-ist.de/kuerbis-hilfreich-bei-haar-und-hautproblemen/

 

 

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Straßbourg, Samstag, den 17. Oktober 2015

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Tagesausflug nach Straßbourg – einfach mal rauskommen und etwas anderes sehen, eine Reise machen, wenn auch nur eine kleine…

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…um diese Jahreszeit ist Straßbourg nicht mehr so überlaufen….

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…natürlich besuchen wir auch den tollen Wochemarkt…

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…halten Ausschau nach kulinarischen Leckerbissen….

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…und bummeln durch die schönen Altstadtgassen.

Unser Fazit: das wiederholen wir ganz bestimmt…..

Liebe Grüße
eure
Cala

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