Ein Rezept aus meinen Coachings: Gemüsetürmchen mit Austernpilzen

Damit ihr euch überzeugen könnt, dass es den Teilnehmern in meinen Coachings gut geht, habe ich hier mal ein Rezept aus den Coachings für den Blog aufbereitet – vegan, ohne Zucker und getreidefrei – viel Spaß beim Ausprobieren! Die Kombination mit dem Sauerkraut wirkt auf den ersten Blick vielleicht befremdlich, ist aber ist aber unglaublich lecker – ganz davon abegesehen, dass Sauerkraut soooo gesund ist….

Gemüsetürmchen mit Austernpilzen

Zutaten (pro Portion)
ca. 150g Austernpilze
ca. 100g Pak Soi
2-3 Gabeln Sauerkraut
1 mittelgroße Süßkartoffel
2-3 Stängel frischen Thymian
etwas Bratöl
Meersalz, Pfeffer (beides möglichst frisch aus der Mühle)
sehr hochwertiges Olivenöl zum Anrichten

Zubereitung

1. Ofen auf 175° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

2. Austernpilze putzen. Thymian abspülen, trockentupfen und die Blättchen abzupfen. Eine feuerfeste Form mit etwas Bratöl auspinseln, Austernpilze hineinlegen, mit Meersalz und Pfeffer würzen, dann die Thymianblättchen darübergeben. Für ca. 30 Minuten im Ofen garen.

3. Inzwischen die Süßkartoffeln schälen und längs in breite Scheiben schneiden (0,5-0,8 mm). Pak Soi waschen, vom weißen Teil des Stiels ca. 2 cm wegschneiden, dann Stiel und Blätter in Streifen schneiden (max. 1 cm breit)

4. Auf einem Tepanyaki-Grill oder in einer beschichteten Pfanne etwas Bratöl erhitzen und die Süßkartoffelscheiben darin braten, dabei immer wieder wenden – Vorsicht, dass sie nicht verbrennen. Bis sie gar sind, dauert es ca. 10-15 Minuten.

5. Kurz vor Ende der Garzeit den Pak Soi ebenfalls auf den Grill oder in die Pfanne geben. Sauerkraut in einem Topf vorsichtig ein wenig erhitzen.

6. Anrichten: Zuerst das Sauerkraut, darauf den Pak Soi auf einen Teller geben. Mit etwas Meersalz und Pfeffer vorsichtig würzen (Achtung, da das Sauerkraut auch schon salzig ist…). 1 EL Olivenöl darüber verteilen. Auf das Gemüsebett die Süßkartoffelscheiben sternförmig anrichten (siehe Foto), darauf die Austernpilze. Wieder 1-2 EL Olivenöl darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Liebe Grüße
Cala

PS: Wer die traditionelle Fastenzeit für ein Coaching nutzen möchte, findet die aktuellen Angebote hier.

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Von der Freude bekocht zu werden, von meinen Coachings und der Vergänglichkeit der Zeit

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich erschrecke jedes Mal, wenn ich auf den Kalender schaue – wir sind tatsächlich schon wieder im Februar…. Statt zu klagen und mich zu fragen, wo die Zeit geblieben ist, habe ich jetzt angefangen zu resümieren, sobald der Gedanke aufkommt, dass die Zeit so schnell vergeht.

Was habe ich bis jetzt gemacht?
Wohin ist die Zeit gegangen?
Was war mir wichtig?

Und dann kommt eine ganze Menge zusammen…

Ich habe eine neue Coachingreihe begonnen, dafür jede Menge Material und etliche Rezepte dokumentiert, sechs Tage die Woche gearbeitet, viel gehandarbeitet  (mich sogar überreden lassen, auch für Boris einen Pullover zu stricken…). Ich bin endlich ein Restaurierungsprojekt angegangen, dass ich schon ewig vor mir herschiebe und bin dafür zweimal samstags in eine Werkstatt gefahren, ich habe die Terrasse aufgeräumt und verschiedene Projekte im Haus auf den Weg gebracht. Ich bin sehr viel mit den Hunden spazieren gegangen (und dass oft bei sehr schönem Wetter), wir hatten einige nette Treffen mit Freunden und Familie und ich lese wieder regelmäßig (im Moment „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante). Außerdem habe ich mir durch Eigencoaching – darauf bin ich sehr stolz! – eine Alltagsroutine antrainiert, die mir wichtig ist und meine Zufriedenheit deutlich erhöht (es hat mich jahrzehntelang (!) gestört…).

Diese Liste ließe sich leicht sogar noch fortsetzen und ich stelle fest, dass ein solches Resümee hervorragend gegen den Frust über die sich scheinbar auflösende Zeit hilft – sie schwindet nicht einfach so dahin. Sie ist angefüllt mit Dingen, viele davon sind sehr schön, ich genieße sie und einige von ihnen werden zu schönen Erinnerungen werden…

Viel Spaß macht mir meine neue Coachingreihe (hier), die ich „zwischen den Jahren“ ausgearbeitet habe (die Idee dazu habe ich aber auch schon ganz lang im Kopf…).
Es gibt jetzt Online-Coachings zum Thema Gewichtsreduktion, aber auch ein Fasten-Coaching für alle, die eine Weile auf Zucker, Getreide und Milch verzichten und den Stoffwechsel umstellen möchten.

Das Feedback der Klienten ist super und ich bin sehr motiviert, neben den Coachings vor Ort auch diese Art von Coachings auszubauen. Nach den vielen Jahren des Unterrichtens, der (Koch-)Kurse, Workshops und Themenabende ist das eine gute Möglichkeit für mich, mein Wissen zu strukturieren, „zu Papier“ zu bringen und weiterzugeben. Ich sortiere mich und überlege, wie mein Arbeitsalltag künftig aussehen soll. Die Ringana-Produkte laufen durch ihre hohe Qualität bei uns sehr gut, wodurch sich für mich möglicherweise auch mehr Freiheiten für andere Projekte ergeben. Das ist spannend und fühlt sich gut an!

Boris hat sich gewünscht, wieder öfter zu kochen und das kommt mir sehr entgegegen. Nach einem vollen Arbeitstag ist es auch für mich mal schön, nicht mehr übers Essen nachzudenken und mich einfach an den Tisch zu setzen. Deshalb ist sonntags jetzt immer Boris der Koch und ich lasse mich überraschen.

So kam ich in den Genuss dieser wunderbaren „Buddha-Bowl“. Das Rezept stammt von diesem Blog, Boris hat es aber ein bisschen abgewandelt, damit es für uns passt. Absolut genial fand ich die Sauce und sie ist noch dazu ganz leicht zu machen – ich habe sie jetzt auch schon öfter zu Gemüse gemacht – sehr lecker ist sie zu Grünkohl und Wirsing, aber auch für die kommende Spargel-Zeit stelle ich sie mir spannend vor und ich werde auch mal Zucchinspaghetti damit machen. Auch zu „richtiger“ Pasta müsste sie hervorragend schmecken…

Hier meine Version:

Zutaten (pro Portion)
Saft von 1-2 Zitronen
gleiche Menge Olivenöl wie Zitronensaft
2 Zehen Knoblauch
1 Teelöffel Dijon-Senf (möglichst ohne Zucker)
1 Teelöffel Salz
etwas schwarzer Pfeffer

Zutaten für die Sauce in einen Blender geben und pürieren, bis eine gleichmäßige, cremige Sauce entsteht…

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Calas Geschenk- und Wunschbuch-Tipps

161214_collage_titel

Wie immer vor Weihnachten kommen von mir ein paar Buch-Tipps, die sich als liebevolle Geschenke eignen, die aber auch wunderbar auf den eigenen Last-Minute-Wunschzettel passen.

Leider sind nicht alle Bücher, die ich auf Buchmesse ausgesucht habe und die euch gerne gezeigt hätte, rechtzeitig bei mir eingetroffen, aber eine schöne Auswahl von vier ganz besonderen Büchern kann ich euch heute vorstellen.

Die Reihenfolge ist wie immer willkürlich und stellt keine Wertung dar.

Tipp 1: Best of Interior

Knaupp_BestOfInterior

Für alle, die so gerne dekorieren, in Wohnzeitschriften blättern oder die entspreche Blogs lesen wie ich, ist bei Callway auch in diesem Jahr wieder das große Ideen-Buch der Interior-Blogger-Szene erschienen.

161213_collage_blogger

Wer sich für die neuesten Trends der Wohnszene interessiert, nach effektvollen Deko- und Einrichtungstipps sucht oder einfach den Einblick in andere Wohnkonzepte genießt, wird an diesem Buch wieder sehr viel Freude haben. Im September erschienen, ist das Buch jetzt schon wieder ein Bestseller.

Nicole Knaupp
Best of Interior: Wohnideen aus dem wahren Leben. Die Blogger-Trends.
Callwey-Verlag, September 2016, 208 Seiten, 29,95 €
ISBN: 978-3-7667-2232-4
______________________________________________________________

Tipp 2: Toskana, Eine kulinarische Liebeserklärung

Eines meiner diesjährigen Kochbuch-Highlights ist ebenfalls im Callwey-Verlag erschienen.
Toskana - Eine kulinarische Liebeserklärung
Den schönen Titel trägt das Buch ganz zu Recht, denn eine Liebeserklärung ist das Werk in der Tat. Wer die Toskana kennt, wird auch dieses Buch lieben. Mir gefällt vor allem, dass die Rezepte wirklich authentisch sind, denn in der Toskana kocht man so, wie ich es mag: einfach und bodenständig aber mit den allerbesten Zutaten. Neben den Rezepten erzählt das Buch kurzweilige Geschichten rund um Florenz und die Familie der Autorin.

Csaba dalla Zorza ist eine der erfolgreichsten Kochbuchautorinnen, Foodbloggerinnen und Lifestyleexpertinnen Italiens. Wunderschöne Fotos runden das Werk ab, das weit mehr als ein Kochbuch ist – eine Liebeserklärung eben.

161213_collage_toskana

Csaba dalla Zorza
Toskana. Eine kulinarische Liebeserklärung.
Callwey-Verlag, September 2016, 416 Seiten, 39,95 €
ISBN: 978-3-7667-2234-8

______________________________________________________________

Tipp 3: Celebrating Whole Food

Ein wunderbares (Koch-)Buch ist auch dieses der New-Yorker Star-Köchin Amy Chaplin, die sich einer modernen Vollwerternährung verschrieben hat. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung als Küchenchefin vieler vegetarischer Restaurants auf der ganzen Welt und bereitet mit Getreide, Nüssen, Samen, Kräutern und Gewürzen faszinierende Gerichte zu – überwiegend pflanzlich und glutenfrei.

161214_collage_wholefood

In dem preisgekrönten Kochbuch Celebrating Whole Food zeigt sie gesunde, nachhaltige und köstliches Rezepte aus ihrem Repertoire und erklärt die Zubereitung und Verwendung heimischer Vorräte wie Hülsenfrüchte, Sprossen oder Pflanzendrinks.

Amy Chaplin
Celebrating Whole Food
Mit über 150 veganen und vegetarischen Rezepten aus Amy Chaplins bunter und köstlicher Vollwertküche
Unimedica-Verlag, September 2016, 408 Seiten, 34,00 €
ISBN 978-3946566014

__________________________________________________________

Tipp 4: Festlich Vegetarisch

festlich-vegetarisch

Ein traumhaft schönes Buch ist das Buch „Festlich Vegetarisch“ aus dem Hölker-Verlag – ich war schon auf der Buchmesse hin und weg. Hier stimmt wirklich alles – die Idee, die wunderschönen Bilder und die herrlichen Rezepte. Für alle, die gern (vegetarisch) kochen ist dieses Buch das optimale Geschenk, in das man sich über die Feiertage dann auch so richtig vertiefen kann. Was mir besonders gut gefällt ist die schöne Gestaltung – auf den Bildern kann man sich viele schöne Idee für besondere Tischdekorationen holen.

mezze

Martin Kintrup ist seit 2004 Autor von zum Teil preisgekrönten, oft veganen oder vegetarischen Kochbüchern, Julia Hoersch ist eine renommierte Foodfotografin.
Das Buch weckt die Lust auf gemeinsames Schlemmen und Genießen mit Familie und Freunden in jeder Saison. Ob ein Spargelmenü im Frühling, ein buntes Mezze-Buffet im Sommer, ein edles Weihnachtsmenü oder die glamourösen Silvesterparty – hier finden sich unzählige Anregungen. Und selbstverständlich können sich alle Rezepte auch außerhalb eines Menüs sehen lassen – Inspiration pur.

Martin Kintrup
Festlich Vegetarisch
18 Menüs fürs ganze Jahr
ISBN: 978-3-88117-111-3
Verlag: Hölker Verlag, 208 Seiten, 29,95 €

Ich wünsche euch noch wunderbare Vorweihnachtstage
– genießt die Zeit!

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Der Sehnsuchts-Kuchen

img_4972

Ich muss sagen: Eigentlich habe ich während der 8-wöchigen Darmsanierung nicht allzu viel vermisst.

Auch wenn die Liste der „verbotenen“ Lebenmittel am Anfang lang erscheint, gewöhnt man sich tatsächlich sehr schnell daran, wird kreativ und mein anfänglicher Verdacht, dass ich vielen Dingen hinterhertrauern würde, hat sich überhaupt nicht bestätigt.
Boris ging es genauso.

Einer der wenigen Punkte, an denen ich gerne schwach geworden wäre, war unsere November-Stammtisch, für den  ich diesen Kuchen gebacken habe.

Nicht nur sah er sehr verlockend aus, er duftete auch herrlich…

Das Originalrezept von Chefkoch (hier) hatte eine Bekannte auf Facebook gepostet.

Auch wenn ich beim Stammtisch widerstehen konnte, war mir klar war, dass dieses Rezept nach der Darmsanierung eines der ersten sein würde…

Der Kuchen ist kinderleicht zu machen und braucht nicht viele Zutaten – perfekt, wenn sich überraschend jemand zum Adventskaffee ankündigt… Ich habe für mein Rezept den zucker etwas reduziert und ihn vor dem Servieren mit Puderzucker bestreut..

Kokoskuchen mit Walnüssen, vegan

Zutaten:
6 EL Kokosöl
4 TL Backpulver
250 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
120 g Rohrohrzucker
200 g Mehl (ich habe unser Strudel-Mehl benutzt)
1/2 TL gemahlene Vanille
60 g Kokosraspel
einige Walnüsse (Menge nach Geschmack)
etwas Puderzucker

Zubereitung

1. Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine kleine Sprinform mit Backpapier auslegen.

2. Alle Zutaten – bis auf die Walnüsse und den Puderzucker – zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in die Springform füllen, die Walnüsse auf dem Teig verteilen.

3. Bei 180°C ca. 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

4. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Viel Spaß beim Ausprobieren, lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Der erste Adventssonntag…

dsc_8257

Nachdem mich gestern eine sehr traurige Todesnachricht ziemlich erschüttert hat, fällt es mir gar nicht so leicht, „zur Tagesordnung“ überzugehen. Tatsächlich bin gerade sehr nachdenklich.

Andererseits hatte ich mir fest vorgenommen, euch ein bisschen an unserer Adventsstimmung teilhaben zu lassen, die uns die letzen Tage so viel Freude gemacht hat – vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung oder Idee für euch dabei. Ich werde im Laufe der Woche noch mehr Fotos machen.

dsc_8258

Ich bin sehr froh, dass wir schon seit ein paar Jahren relativ entspannt in die Weihnachtszeit starten. Wir besprechen frühzeitig, was wir uns in der Adventszeit wünschen, was möglich ist und was nicht und wie wir unsere Zeit verbringen möchten. Gott sei Dank haben wir sehr ähnliche Vorstellungen und kommen uns nicht in die Quere.

Diese Zeit im Jahr ist ja auch nur dann wirklich nett, wenn sie nicht in Stress ausartet…

Wir lieben Rituale und so beginnt für uns auch die Weihnachtzeit: 2 Wochen vor dem ersten Advent findet der Herbstmarkt im benachbarten Kindergarten statt. Wir schlendern immer gerne hin, kaufen die ersten Plätzchen, trinken den ersten Glühwein und schauen, ob wir etwas Nettes finden – diesmal habe ich mich in einen wunderbaren roten Elch verliebt, der jetzt auf einem Schränkchen steht – genauso nett wie der Elch, war die Dame, die ihn gemacht hat – ich hätte unmöglich widerstehen können…

dsc_8260

Gleichzeitig ist dieser Kindergarten-Samstag dann immer der Startschuss für die Adventsvorbereitungen bei uns zu Hause: am Abend holen wir die Kisten mit dern Weihnachtssachen raus und sichten schon mal, was dieses Jahr noch zu uns passt.

In den letzten Jahren habe ich Berge an Weihnachtskram entsorgt und bin froh, dass das alles leicht und übersichtlich geworden ist. Christbaumschmuck haben wir z.B. gar keinen mehr, weil wir auf einen Weihnachtsbaum gerne verzichten. Alle Weihnachtssachen bewahre ich in zwei robusten Boxen auf, dadurch ist auch nach Weihnachten alles wieder schnell und sauber verpackt.
161127_advent_collage-1

Ich merke ohnehin, dass ich es von Jahr zu Jahr immer natürlicher mag. Ich brauche nicht mehr so viel Klimbim, lasse Zweige gerne ohne Anhänger wirken, mag die einfachen Sachen. Ich liebe unsere antike Weihnachtswäsche – Bettwäsche, Küchenhandtücher und Servietten, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe und auf die ich mich jedes Jahr freue.

Das macht alles schon eine wunderbare Stimmung….

161127_fenster

Am Wochenende vor dem ersten Advent ist dann im Nachbarort traditionell der Herbstmarkt der Waldorfschule – für uns ebenfalls ein Fixpunkt während des Jahres. Hier gehen wir nicht nur hin, weil es unendlich viele selbstgemachte Leckereien gibt, sondern auch, weil es riesigen Spaß macht, dort zu stöbern. Hier ist noch alles sehr liebevoll selbstgemacht, es gibt überhaupt nichts Konventionelles, das ist richtig shcön zu sehen.

Nach diesem Fest mache ich am Abend immer unseren Adventskranz, der über die Jahre auch ganz einfach geworden ist: Als Gerüst dient ein großer Strohkranz, den wir jedes Jahr wiederverwenden und bevor ich fehlende Zweige im Gartenmarkt einkaufe, schaue ich immer, was ich auf meinen Spaziergängen finde – wir haben eine kleine Grünmülldeponie ganz in der Nähe und die schönsten Zweige finde ich eigentlich immer dort. Bei einem Glas Wein ist der Kranz dann schnell gemacht.
Nur über die Farbe der Kerzen kann ich mich jedes Jahr nicht entscheiden…

Ich wünsche euch eine schöne und genussvolle Adventszeit,
habt Spaß und genießt das Leben…

Eure
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Calas Ofengemüse mit Äpfeln und Kräutersaitlingen

161110_rote_beete_nah

Für den Geschmack hat die hübsche Anordnung (fast) keine Relevanz, man könnte das Gemüse also auch einfach mischen. So nett präsentiert, ist das Gericht aber besonders hübsch und es macht Spaß, wenn man sich etwas Besonderes gönnen will oder Gäste hat. Und keine Angst: so aufwändig, wie es aussieht, ist es gar nicht…

Achtung:
Die Rote Beete braucht 1 Stunde Vorlaufzeit, ggf. schon am Vorabend garen…

Zutaten (für 2 Portionen)
2 Knollen Rote Beete
1 großer Apfel
2 rote Zwiebeln
1 mittelgroße Süßkartoffel
6-8 kleinere Kräutersaitlinge
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
Fett zum Braten: Bratöl, Ghee oder Butter

Vorbereitung für die Rote Beete:
Ofen auf 175° vorheizen. Die Rote-Beete-Knollen mit Schale in einer feuerfesten Form in den Ofen stellen. Nach ca. 1 Stunde sind sie weich und die Schale lässt sich – solange sie heiß sind – ganz leicht abziehen.

161110_rote_beete_vor_ofen

Zubereitung

1. Ofen auf 175° vorheizen.

2. Rote Beete in dünne Scheiben schneiden. Apfel, Zwiebeln und Süßkartoffel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

3. Die Gemüsescheiben in einer Auflaufform im Wechsel anrichten (siehe Foto oben). Knoblauch schälen, vierteln und zwischen das Gemüse stecken.

4. Etwas Olivenöl und Meersalz über das Gemüse geben und für ca. 45 Minuten in den Ofen geben.

5. In der Zwischenzeit die Kräutersaitlinge putzen und in Scheiben schneiden. Kurz vor dem Ende der Garzeit des Gemüses die Kräutersaitlinge in einer beschichteten Pfanne mit etwas Fett braten. Salzen, pfeffern und warm stellen.

6. Das Gemüse zum Servieren vorsichtig mit einem Spatel oder Tortenheber aus der Form nehmen und auf dem Teller auffächern. Die Kräutersaitlinge ebenfalls auf dem Teller anrichten. Mit Olivenöl beträufeln.

161110_rote_beete_vor_ofen_ganznah

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen
guten Start in die neue Woche

eure
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Von einer Zeitreise, interessanten Erfahrungen und ein paar Abschieden…

161107_pulli

Seit einigen Wochen räumen Boris und ich das Haus meiner Stiefgroßmutter aus, die in ein Pflegeheim umgezogen ist.

collage_1_affe_swinnie_taschen

Wie haben wir uns um diesen Affen gestritten, den mein Bruder von meinem Vater geschenkt bekommen hatte. Ich musste betteln, um ihn anrühren zu dürfen. Jetzt saß er viele Jahre lang auf dem Schrank bei meiner Oma – ich habe überall rumgefragt, wer ihm noch eine Chance geben würde und freue mich sehr, dass die kleine Lilli ihn adopiert hat… Die Ledertaschen hat mein Stiefopa (er war Sattler) für meine Oma gemacht – die lange für die langen Stricknadeln, eine kurze für die kurzen Stricknadeln und eine andere für die Rundstricknadeln. So lagen sie auf dem Dachboden, seit vielen Jahren unberührt, inklusive Inhalt… Für sie habe ich noch keine Verwendung gefunden und auch niemanden, der sie haben möchte – sie wegzuschmeißen bringe ich aber nicht übers Herz..

Irgendwie war uns wichtig, dass möglichst viele Dinge noch irgendwo Verwendung finden, und nicht einfach auf dem Müll landen. Kostet Zeit und Mühe, ist aber auch auch eine wichtige, teilweise traurige, manchmal sehr ernüchternde, aber mitunter auch sehr schöne Erfahrung für uns. Es ist erschreckend, wie sich ein ganzes Leben einfach auflöst, wie wenig Wert Gegenstände haben, wenn ihr Besitzer sie nicht mehr mit Bedeutung füllt und wie wertlos dann alles ist. Andererseits ist es schön zu sehen, wenn Menschen sich über etwas wirklich freuen, das sie erstanden oder geschenkt bekommen haben und den Dingen neues Leben einhauchen.

collage_4_gla%cc%88ser_sammelt_sessel

Seine Weingläser waren der ganze Stolz meines Stiefgroßvaters. Am Jahresende bekam nur derjenige eines, der im ganzen Jahr keine einzige Singstunde verpasst hatte – und mein Großvater ging jede Woche tapfer zu seinem Gesangverein – trotz Kriegsbehinderung und Diabetes – nicht zu fehlen war ihm so wichtig, wie sonst kaum etwas anderes. Die Gläser wurden gesammelt und liebevoll im Wohnzimmerschrank präsentiert – ich glaube, wir haben am Ende 49 gezählt und ich habe mich riesig gefreut, dass ich eine Sammlerin gefunden habe, die sie so liebevoll verpackt hat, dass ich wusste, dort sie sind in guten Händen….

collage_3_puppenw_teeservice

Einer unserer Dachbodenfunde: ein Puppenwagen aus den 50er Jahren, der seinen Weg über ebay genommen hat… Das schöne Kaffeeservice hat ein lieber Freund von uns bekommen, der sich sehr darüber gefreut hat und der es auch wieder benutzt wird….

Mit der Räumerei haben wir uns nicht nur eine Menge Arbeit angelacht, wir haben uns auch auf eine kleine Zeitreise begeben, denn es kam einiges aus dem Leben meiner Stiefgroßeltern zum Vorschein, das noch mal gewürdigt und besprochen werden wollte.
Ich habe gar kein sehr enges Verhältnis, aber in einer Zeit meines Lebens, haben mich Lina und Willi einmal sehr unterstützt und dafür werde ich immer dankbar sein.

Dies war eine Gelegenheit, etwas zurückzugeben.

Aber es ging nicht nur darum, die Sachen meiner Großeltern aufzulösen.
Ich habe mich auch selber auf eine kleine emotionale Entdeckungsreise begeben, denn auf dem Dachboden standen auch noch ein paar uralte Kartons von mir mit allerlei vergessenen Erinnerungen. Ehrlich gesagt ist das meiste – auch durch das lange Rumliegen – nicht mehr zu gebrauchen, aber es war trotzdem anrührend, die Kartons, Kisten und Schachteln zu öffnen.

161107_collage_monchichi

Mit unendlicher Geduld hat meine Mutter alle unsere Kuscheltiere und Puppen bestrickt und benäht – das ist etwas, was ich absolut von ihr geerbt habe: die Fähigkeit, mich in Details zu verlieren und daran Freude zu haben… Den Monchichi bekam ich zu meiner größten Verzückung zu Ostern von meiner Tante Renate, nachdem sich meine Eltern strikt geweigert hatten „für so etwas“ Geld auszugeben – ich war selig und überglücklich und werde mich an dieses Osterfest immer erinnern… Swinnie, das Meerschweichen, fiel bei mir in Ungnade, weil mein Bruder es zu meinem Entsetzen an den Stinkefüßen meines Onkels hatte schnuppern lassen – ich konnte es nie wieder anrühren, ohne daran zu denken….

161107_collage_namenlose

Sogar die Namenlosen, die nicht zu unseren Favoriten gehörten und mit denen wir selten spielten, hatten einen festen Platz in unseren Herzen und wir brachten es nicht über uns, uns von ihnen zu trennen – nicht mal von dem wirklich sehr fragwürdigen Räuber mit der Säufernase – er tat uns einfach Leid….

Ein paar Kindheitserinnerungen habe ich natürlich aufgehoben, für die anderen habe ich einen brauchbaren Kompromiss gefunden, habe sie fotografiert und werde mir ein virtuelles Erinnerungsalbum machen….

Mich hat überrascht, wie all die Dinge aus der Vergangenheit die Erinnerung in fast schon plastischer Weise wecken – es erwacht alles wieder zum Leben, regelrecht magisch… Trotzdem kann (und will) ich diese Dinge nicht auf Dauer mit mir herumschleppen, das macht keinen Sinn und blockiert auch…

161107_kleintierfamilie

Ein Teil der „Kleintierfamilie“, das eines unserer Lieblingsspiele war. Links „Hedi“, das Muttertier, sie trägt den Namen einer Tante, die ich besonders gern mochte. Das Häschen rechts hat immer schon so mürrisch geschaut, ich hatte es trotzdem irgendwie gern. Das Oberhaupt der Familie war mein Eselchen „Bim“, das leider unauffindbar ist.

Sehr gefreut habe ich mich, als vor zwei Wochen die Flüchtlingshilfe da war und ein kleiner Junge freudestrahlend meine ausrangierten Kuscheltiere eingepackt hat. Ich dachte, dass man die nur noch wegwerfen kann, habe aber gelernt, dass solche Sachen gewaschen und gereinigt werden und dass sich die Kinder in den Flüchlingsunterkünften sehr darüber freuen.

collage_2_topf_schreibm_tisch

…ein großer alter (leider beschädigter) Frankfurter Topf, eine sehr nette Reiseschreibmaschine, ein paar alte Tische – ein paar Sachen wollen wir noch versuchen zu verkaufen….

Sehr, sehr traurig war ich, dass ich mein Eselchen „Bim“ nicht wiedergefunden habe, an dem mein Herz wirklich sehr hängt. Bei einem meiner vielen Umzüge ist es verloren gegangen und nie wieder aufgetaucht, ich suche es schon seit Jahren.

Meine allerletzte Hoffnung war, dass es in irgendeinem Winkel des Hauses zum Vorschein kommen würde – leider war das aber nicht so…

Das Haus ist jetzt für den Entrümpler bereit, der die letzten Reste Mitte des Monats entsorgen wird.

Wir haben Abschied genommen und für mich war das auch gut und richtig so…

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

In all dem Chaos…

…ein paar herrliche Tage Urlaub….

Nach Buchmesse und wirklich viel, viel Arbeit, haben wir uns ein paar Tage Urlaub gegönnt – dreimal dürft ihr raten, wo 😉

161025_collage_1

…gut gegessen, ausgeschlafen, wunderbare Spaziergänge gemacht….

161025_collage_2

…und wie immer hatten wir tolles Wetter und haben uns prima erholt – hier fühlen wir uns einfach sauwohl… 

161025_collage_3

Jetzt ist mein fester Vorsatz, etwas kürzer zu treten und wieder mehr Ruhe einkehren zu lassen – hoffenlich komme ich dann auch wieder öfter zum Bloggen…

Liebe Grüße
Cala

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Alles neu?

161013_fru%cc%88hstu%cc%88ckssalat
Ihr wundert euch bestimmt, dass es auf dem Blog so ruhig geworden ist.

Tatsächlich tut sich bei mir gerade eine Menge und ich weiß gar nicht so genau,
wie ich das auf dem Blog umsetzen soll, ohne mir selbst untreu zu werden.

Von der Ernährung her sind wir seit drei Wochen sehr „speziell“ unterwegs, weil wir die angekündigte Darmsanierung machen und auf vieles verzichten – allem voran auf Zucker, Weißmehl, aber auch auf Getreideprodukte aller Art, Hülsenfrüchte usw. Dazu kommt eine spezielle Nährstoffkombination, die den Darm in sein natürliches Gleichgewicht zurückbringen soll.

Vegan war das nicht möglich was dazu führt, dass wir unser ganzes Ernährungsverhalten zur Zeit neu überdenken – alles ist auf den Kopf gestellt.

161012_blumenkohl

…aus den ersten Tagen der Ernährungsumstellung: Blumenkohl mit Cashew-Sahne (Rezept am Ende des Blogposts)

 

Wir erfahren wieder einmal, wie gesund und bereichernd „Verzicht“ sein kann und machen viele interessante Erfahrungen – vor allem auch mit längeren Essenspausen.

Was ich euch an Rezepten zeigen kann, ist insofern nicht sehr spektakulär – selbst wenn es uns sehr gut schmeckt und glücklich macht ;).

Für mich ist der eingeschränkte Speiseplan eine willkommene Herausforderung, so was mag ich ja. Es erinnert mich an die Zeit meiner Ernährungsumstellung vor ein paar Jahren, als ich auch nur bestimmte Lebensmittel zur Auswahl hatte und jede Menge Spaß daran, diese interessant und schmackhaft zu kombinieren. Außerdem stelle ich ja seit vielen Jahren Rezepte und Ernährungspläne für unsere Kunden zusammen und habe insofern Übung.

buchweizenbrei

warmer Frühstücksbrei mit Buchweizen, dunkler Schokolade, Nüssen und Kokosöl – so lecker…

Die ganze Geschichte geht 8 Wochen lang und ist für mich ein Testdurchlauf dessen, was ich (neben vielem anderen) im ersten Teil meiner Ausbildung im Sommer gelernt habe. Boris hat sich netterweise angeschlossen und auch zwei Freundinnen machen mit, so dass ich ganz gut zu tun habe und schon richtig „am Klienten“ üben kann. Diese neue Aufgabe gefällt mir sehr und merke auch, dass das genau die Richtung ist, in die es künftig gehen soll. Gleichzeitig arbeite ich mich durch die Rückfragen und die „Betreuung“ immer mehr in die Materie ein und es macht Spaß, mein Wissen immer mehr zu vertiefen.

Wie das mit unserer Ernährung weitergehen wird, wenn die 8 Wochen vorbei sind, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich glaube nicht, dass wir wieder 100% vegan leben werden, aber wir werden sicherlich wieder den Großteil unserer Mahlzeiten vegan bestreiten – schon allein aus ethischen Gründen wäre für mich alles andere unvertretbar…

Die Rezepte:

Calas „Frühstückssalat“
(Titelfoto)

Zutaten (pro Portion)
1 mittelgroßer Apfel
1/2 nicht zu reife Avocado
3-4 Esslöffel Hanfsamen
5-6 Pekannusshälften
1 Esslöffel Mandelmehl
1 Esslöffel Leinöl
1 Esslöffel Olivenöl
etwas frischer Zitronensaft
1 Prise Salz

Apfel und Avocado schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit den Hanfsamen mischen. Mandelmehl, die Öle, den Zitronensaft und das Salz hinzugehen und erneut mischen.

Blumenkohl in Cashew-Sahne mit Zedernnüssen
(2. Foto)

(Achtung: die Cashews müssen 3-4 Stunden eingeweicht werden)

Zutaten (pro Portion)
½ mittelgroßer Blumenkohl
eine Handvoll Cashewmüsse
1-2 Esslöffel Zedernnüsse
Instant Gemüsebrühe (ohne Hefe & ohne Zucker)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

3-4 Stunden vor Zubereitung Cashews in kaltem Wasser einweichen (ich nehme etwa doppelt soviel Wasser wie Cashews).

Blumenkohl putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und in heißem Salzwasser garen (nicht zu weich werden lassen).

Zedernnüsse in einer beschichteten Pfanne rösten, bis sie bräunen, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Cashews mit frischem Wasser in einem Blender geben und zu einer feinen Creme pürieren – falls sie zu fest wird, noch etwas Wasser dazugeben.

Etwas Ghee oder Bratöl in die Pfanne geben, den Blumenkohl hineingeben und kurz erwärmen, dann die Cashewsahne dazugeben. Mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren die gerösteten Zedernnüsse darübergeben und mit etwas frisch geriebener Muskatnuss bestreuen.

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Cala meint | Hinterlasse einen Kommentar

Alles auf Anfang? Oder: Was essen wir denn jetzt?

160905_Hallein_Collage

Ich bin zurück aus Salzburg. Genau genommen aus dem kleinen Örtchen Hallein bei Salzburg, wo ich in den Räumlichkeiten der  Salzburger Sportuni das erste Modul meiner Ausbildung zur Ernährungsberatung absolviert habe. Ich war restlos begeistert….

Es hat sich ausgezahlt, dass ich a) gründlich recherchiert und nach einer fundierten (medizinisch-wissenschaftlichen) Ausbildung gesucht habe und b) tatsächlich den Weg nach Salzburg gemacht habe, um mich – weg von daheim – voll und ganz auf das Thema konzentrieren zu können.

Die Kulisse war atemberaubend, die Räumlichkeiten der Uni wunderschön (wir hatten noch dazu das Glück auf den besonders netten Hörsaal im Schloss ausweichen zu „müssen“…), das Wetter traumhaft und der Dozent (Therapeut für klinische PNI, Heilpraktiker und Sportwissenschaftler) wirklich großartig – ich habe richtig gepaukt und bin vollgestopft mit Wissen und absolut brennend für das Thema zurückgekehrt….

160805_Hallein_UniGelände_3

Jetzt geht es an die Umsetzung und die hat leider einen gewaltigen Haken…

Schon seit meinem Neurodermitis-Rückfall im letzten Jahr (besser gesagt seit meiner Genesung) beschäftigt mich die Frage, ob ich wieder komplett zur veganen Ernährung zurückkehren kann und möchte. Im Moment lebe ich ja nicht 100% vegan, sondern mache meiner Gesundheit zuliebe ein paar Kompromisse.

Die detaillierte Ausbildung führt mir jetzt nochmal vor Augen, dass es bei der veganen Ernährung einige ernstzunehmende Probleme und eine Menge zu berücksichtigen gibt – dass das so ist, wusste ich schon, aber jetzt verstehe ich auch wieso. Eingentlich hatte ich irgendwie gehofft, dass man mit dem richtigen Hintergrundwissen enstehende Probleme gezielt kompensieren kann, aber es stellt sich heraus, dass das ganz so einfach leider nicht ist.

160905_Hallein_Schloss

Natürlich wird jetzt jeder, der vegan lebt und weiterhin vegan leben möchte, zu Recht argumentieren, dass es zig Beispiele von Menschen gibt, die sich jahrzehntelang vegan ernähren und vor Gesundheit und Vitalität strotzen. Und ja: diese Menschen gibt es ohne jede Frage. Aber leider lässt sich das Prinzip nicht umkehren. Die Tatsache, dass es viele Veganer gibt, die völlig gesund sind, heißt nach allem was ich verstanden habe – und ich bin wirklich tief eingetaucht – leider nicht im Umkehrschluss, dass es medizinisch sinnvoll ist, sich vegan zu ernähren, wenn man gesund bleiben will. Soll heißen: Es mag sein, dass jemand, der sich über Jahre und Jahrzehnte vegan ernährt, nie irgendwelche Probleme bekommt. Das heißt aber nicht, dass sich das als Prinzip verallgemeinern und umkehren lässt.

Kurzfristige Auswirkungen sind zwar eher unwahrscheinlich, auf lange Sicht ist die Sache aber keinesfalls ohne Risiko (O-Ton meines Dozenten: „Immer mal wieder für ein paar Wochen oder Monate vegan zu leben ist sicherlich eine gute Sache, langfristig ist es aber keine wirklich gute Idee.“)

160907_Collage_Schulweg

Jetzt werden natürlich die nächsten sagen, dass Fleisch und Milch auch total ungesund sind und dass das stimmt, wird ja immer deutlicher (im aktuellen Spektrum der Wissenschaft ist gerade wieder ein interessanter Artikel darüber im Zusammenhang mit der Entstehung von Multipler Sklerose). Wobei man aber auch hier fairerweise sagen muss, dass offenbar immer mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, damit bestimmte Mechanismen greifen.

Aber dass Fleisch und Milch von Vierbeinern problematisch für die Gesundheit sind, hat  auch unser Dozent ausführlich beleuchtet. Jedoch betreffen diese negativen Aspekte eben a) nicht alle tierischen Produkte und es gibt b) leider auch ein paar Inhaltsstoffe, auf die wir praktisch nicht verzichten können.

Herrje ist das kompliziert…

160907_Collage

Basis einer gesunden Ernährung – so haben wir es gelernt – ist (und das war mir schon mal eine große Beruhigung) tatsächlich Gemüse, während man beim Obst wegen der vielen Fructose durchaus schon relativieren muss. Daneben gibt es pflanzliche Proteine (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte), die für den Darm höchst problematisch sind und offenbar durchaus ein paar tierische Proteine, die für uns wichtig und gesund sind – und für die es leider auch keinen pflanzlichen Ersatz gibt (ich hätte auch gerne etwas anderes gehört…).
Ich will jetzt hier nicht zu tief ins Detail gehen, zumal es ja neben Gemüse und Proteinen auch noch andere wichtige Bestandteile der Ernährung gibt und auch die Menge, Art und Frequenz der Nahrungszufuhr für die Gesundheit wichtig ist, aber das würde jetzt ausufern.

Für mich war entscheidend, die Stoffwechsel-Mechanismen bis hin zur Zellebene zu verstehen, die hinter all diesen Dingen stecken, denn jetzt erklärt sich mir so manches sehr viel besser.

Im Moment bin ich dabei, zu überlegen, wie ich das Gelernte am besten umsetzen und – vor allem – mit meinen ethischen Vorstellugen in Einklang bringen kann. Was dabei herauskommen wird, kann ich noch gar nicht genau sagen, es gilt ja auch ein bisschen abzuwägen. Ich werde also in mich gehen (müssen) und nachdenken, wie ich mich und meine Famile künftig ernähren möchte, was ich (in beiderlei Richtung) verantworten kann und was nicht.

Da wir auch eine Methode für eine gezielte Darmsanierung gelernt haben und ich jetzt  verstehe, dass ich meinem Darm in den letzten Jahren ziemlich zugesetzt habe, wird das mein allerster Schritt sein. Das nämlich dürfte auch die wichtigste Voraussetzung dafür sein, dass ich meinen Stoffwechsel wieder in den Griff bekomme und mich gesund ernähren kann. Und natürlich möchte ich bei dieser Geglegenheit auch selber erfahren, was ich später meinen Klienten an die Hand geben werde.

Ich bin sehr gespannt, voller Elan und neugierig, wie es weitergeht…

In diesem Sinne liebe Grüße
und ein wunderbares, sonniges Wochenende

eure
Cala

 

Veröffentlicht unter Cala meint | 2 Kommentare