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How to cook your life – oder: Wie ich mich auf unseren Sommerurlaub einstimme

Ich bin so gut wie auf dem Weg – morgen früh steige ich in den Zug und fahre ins Zen-Kloster DAIHIZAN FUMONJI nach Eisenbuch. Bis Sonntag ist Edward Espe Brown, den einige vielleicht von dem Film „How to cook your life“ von Doris Dörrie kennen, im Kloster, um dort seinem gleichnamigen (Koch-)kurs zu geben.

Vor zwei Jahren war ich schon mal da (siehe meinen Post hier) und im letzten Jahr leider viel zu spät mit meiner Anmeldung, so dass ich keinen Platz mehr bekam. Umso mehr freue ich mich, dass es dieses Jahr wieder klappt.

Der Ort ist etwas ganz Besonderes und der Kurs, der – eingebettet in das Leben und den Tagesablauf in einem Zen-buddhistischen Kloster – aus Kochen, Meditation, „Ed Gong“ (so nennt Ed seine etwas eigenwillige Interpretation von Qui Gong) und Eds Lectures besteht, ist es auch. Für mich war beim letzten Mal alles dabei – von der Leichtigkeit und dem Genuss des gemeinsamen Kochens und des – manchmal ausgelassenen, manchmal auch herausfordernden – Miteinanders bis hin zu sehr berührenden, tiefen und bewegenden Momenten bei den Meditationen, Eds Lectures oder beim obligatorischen Schweigen ab der Abendmeditation (eine eigentümliche und sehr bereichernde Erfahrung). Und natürlich kehre ich dieses Jahr mit entsprechend hohen Erwartungen nach Eisenbuch zurück – zumindest aber mit der Hoffnung, dass diese Zeit wieder eine  Bereicherung für mich sein wird.

Kochen als Lebenserfahrung – oder die Interpretation des Lebens durch das Kochen… Ich mag Eds Herangehensweise an das Kochen, die Art wie er seine Zutaten kombiniert (auch wenn ich entgegen aller Erwartungen so üppig wie selten gegessen habe….) und die Art, wie er seine Lebenserfahrung und die Zen-buddhistische Tradition durch das Kochen vermittelt, auch seine Bereitwilligkeit, persönliche Erfahrungen „ungeschminkt“ zu teilen und uns alle bei unserer Menschlichkeit (inklusive unserer allzu menschlichen Schwächen) abzuholen – für mich einfach ein absolutes Highlight.

Das Kloster ist so gelegen, dass Handy- und Internet-Empfang nicht nur eingeschränkt, sondern im Grunde unmöglich sind (zumindest war das vor 2 Jahren so) und ich werde diese Zeit auch konsequent nutzen, um mich ein paar Tage zu „entkoppeln“, Geist und Körper zur Ruhe kommen zu lassen, mich auf das Leben im Kloster einzulassen und mich dem Kochen, der Meditation, dem Schweigen und dem Miteinander hinzugeben – wirklich einmal alles zu seiner Zeit, statt wie im Alltag oft alles auf einmal…

Deshalb werde ich auch diesmal direkt aus Eisenbuch nicht posten, euch aber wie beim letzten Mal nachträglich gerne an ein paar Eindrücken (und Rezepten) teilhaben lassen.

Boris holt mich am Sonntag ab und dann geht es weiter ins Salzburger Land, später in die Steiermark und gegen Ende des Urlaubs ein paar Tage nach Südtirol.

Von unserem Urlaub werde ich mich natürlich wie immer zwischendurch melden.

Ich bin gespannt auf alles Neues, das wir entdecken werden!

In diesem Sinne viele liebe Grüße und eine gute Zeit

eure
Cala

2 Kommentare

  1. Krisztina sagt

    Hallo Cala, das hört sich ja fantastisch an…. das wäre auch was für mich, endlich mal wieder runter kommen, alles hinter sich lassen…
    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit.
    Liebe Grüße
    Krisztina

  2. Pingback: How to cook your life – Eisenbuch, 29. Juni – 02. Juli 2017 | Cala kocht

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