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Ed Browns Erdbeertarte

Um frisches Obst und Gemüse für Zuhause zu haben, machen wir vor unserer Abreise aus Montepulcinao noch einen Großeinkauf im Bioladen. Ich bin wie immer hin und weg von dem Angebot, vor allem von der enormen Frische – es gibt nur ganz wenig von allem, aber was es gibt ist sichtbar tagesfrisch und kommt direkt von den Bauern der Umgegend. Ergänzt wird das Angebot durch Käse, Wurstwaren, Hülsenfrüchte, Reis und Pasta, so dass am Ende wirklich alles da ist, was gebraucht wird – komplett von regionalen Produzenten. Oh gäbe es doch nur etwas halbwegs Vergleichbares bei uns…

Sicherlich muss man ganz klar sagen, dass die Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse in der Toskana natürlich ganz andere sind als bei uns: Man schmeckt die Reife der Produkte und die Sonne unter der sie wachsen.

Unter anderem habe ich eine Schale traumhafter Erdbeeren mit nach Haus gebracht, und da ich ohnehin in der Küche mit Kneten und Rühren beschäftigt bin, weil ich Karins Sauerteig-Ansatz gleich verarbeiten möchte, um ein frisches Brot zu backen, beschließe ich, eine Mini-Version von Ed Browns Erdbeertarte zu machen.

Ich finde das Rezept vor allem deshalb reizvoll, weil ich immer wieder mal extreme Lust auf einen „Kuchen“ im weitesten Sinne habe und schon eine Weile nach einen unkomplizierten Rezept suche, das es mir ermöglicht, schnell eine ganz kleine Menge zuzubereiten und eine Mini-Tarte zu backen. Hier ist es…

Die Original-Zutaten nach dem Rezept von Ed-Brown für eine große Tarte-Form (oder den Boden einer Springform) sind:

200g Weizenmehl
50g Weizenvollkornmehl
eine Prise Salz
3 EL Zucker
Schale von einer Zitrone (der Saft wird später gebraucht)
175g Butter
etwas getrocknetes Vanillemark (Bioladen)

Ich habe für meine Version die Zutaten einfach um die Hälfte reduziert und statt Weizenmehl hälftig Roggen- und Weizenmehl verwendet, um eine kleinere Menge zu erhalten und den Weizenmehl-Anteil zu reduzieren. Auch den Zucker könnte man noch etwas weiter reduzieren, ich finde den Teig noch sehr süß.

Die Zitronenschale wird mit einem Messer dünn von der Zitrone geschnitten und dann mit einem scharfen Messer klein gehackt oder geschnitten. Bitte keinen einen Zestenreißer verwenden – ich war sehr überrascht wie wunderbar das Zitronenaroma bei dieser (viel einfacheren) Methode ist, bitte unbedingt probieren!

Alle Zutaten kommen zusammen in eine Schüssel und werden „verknetet“ in dem man sie zwischen den beiden Handflächen vorsichtig zerreibt, bis eine Art „Brösel“ entstehen.

Diese Brösel drückt man vorsichtig auf den Boden einer (beschichteten) Tarte- oder Springform. Bei beschichteten Formen ist ein Anfetten nicht erforderlich, da der Teig selber genug Fett enthält. Andere Formen kann man entweder buttern und mehlen, oder mit Backpapier auslegen. Man kann mit dem Teig auch vorsichtig einen kleinen Rand bilden, sollte aber aufpassen, dass dieser nicht zu hoch und zu dünn wird, damit der Teig an diesen Stellen nicht verbrennt.

Da Ed keine Angaben zu den Backtemperaturen und Garzeiten gemacht hat, habe ich die Tarte bei 180° mit Umluft gebacken und immer wieder nachgeschaut. Wenn der Teig leicht bräunt, ist der Boden fertig – meiner brauchte (allerdings in einer Form mit sehr hohen Rändern) etwa 20 Minuten.

Inzwischen etwas Magerquark (Ed nimmt einen etwas fetteren Quark oder Topfen, mir ist das aber zu üppig…) mit Honig und Zitronensaft abschmecken (auch hier könnte man versuchen, den Honig wegzulassen, ich finde den Kontrast aus dem süßen Teig und dem herben Quark eigentlich ganz reizvoll).

Der Quark wird auf den fertigen Tarteboden gestrichen (je nach persönlichem Geschmack mehr oder weniger dünn) und dann mit den Erdbeeren belegt. Ed schmeckt die Erdbeeren vorher mit Zucker, Balsamico-Essig und Anissamen ab, mir persönlich sind die reinen Früchte lieber, weil es mir sonst zu viele verschiedene Komponenten werden. unbedingt merken sollte man sich aber die Kombination Erdbeeren & Balsamico – ein traumhaftes und simples Dessert für die Erdbeerzeit.

Für die Tarte kann man natürlich auch alle möglichen anderen Früchte verwenden – ich werde demnächst z.B. Äpfel probieren, diese aber vorher kochen oder backen. Sehr lecker kann ich mir die Tarte auch mit Zwetschgen oder Aprikosen vorstellen – Aprikosen gibt es ja schon und die Pflaumenzeit müsste jetzt eigentlich auch bald beginnen.

Wie gesagt: Diese Tarte ist ganz sicher kein „gesundes“ Essen im Sinne moderner Ernährungsprogramme, sie ist aber lecker und wenn einem nach etwas Süßem der Sinn steht sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Ich werde weiter damit experimentieren und auch schauen, wie man die Zutaten durch gesündere oder leichter bekömmliche ersetzen kann. Auch den Zucker werde ich versuchen zu reduzieren. Ich will auch gerne mal versuchen, ob man einen Teil der Butter durch Öl ersetzen kann.

Die Teigmenge, die ich aus der Hälfte der angegeben Zutaten gemacht habe, war übrigens immer noch so viel, dass ich etwas mehr als die Hälfte davon eingefroren habe, was sicherlich problemlos möglich ist. (Ich habe für eine Tarteform mit 13 cm Durchmesser nur knapp die Hälfte des Teiges gebraucht). Wenn ich also jetzt im Spätsommer frische Früchte bekomme, die sich für eine Tarte eignen, habe ich jederzeit die Möglichkeit, schnell einen Teig zu backen…

 

A Gambe di Gatto

Gestern waren wir in einem sehr ambitionierten kleinen Lokal in Montelpulciano, das von einem jungen Pärchen geführt wird – sie kocht, er bedient und verköstigt Weine und Olivenöl. „A Gambe di Gatto“ liegt in der Altstadt von Moltepulciano und war an diesem Sonntagabend erstaunlich leer, worüber wir glücklich waren, denn wir hatten gehört, dass unter der Woche ein reger Betrieb herrscht und man zum Essen sehr viel Zeit mitbringen muss. Das Angebot ist eine Kombination aus landestypischen bzw. regionalen Gerichten und verschiedenen kulinarischen Raffinessen. Gekocht wird ausschließlich mit biologischen Produkten und wer hier gegessen hat, weiß hinterher auch, was ein wirklich guter Balsamico kostet: zwischen 60 und 160 € muss man – je nach Dauer der Reifung – investieren. Außerdem lernt man im Gambo e Gatto ein paar von den mehr als 200 verschiedenen Olivenölen Italiens kennen. Die geschmacklichen Unterschiede sind interessant und die Erklärungen des Hausherrn dazu auch – stets bietet er eine Auswahl aus 3-4 Weinen zu einem Gang an und verköstigt sie alle, bevor man sich festlegen muss: eine gute Möglichkeit die Weine der Region entspannt kennen zu lernen.

Was das Essen betrifft, waren wir unter anderem von der Vorspeise begeistert – einer Kombination aus Schafskäse mit frittierten roten Peperoni. Der Käse stammt netterweise von „Il Casale“, einem Bio-Schafzüchter in der Nähe von Pienza, was uns freut, weil bei wir dort heute unseren letzten Abend verbringen, Käse kaufen und auch essen werden.

Doch zurück zum Gambo di Gatto. Im Zwischengang haben wir Pasta – einmal die „Pici“, die Nudeln, die überall in der Toskana gegessen werden, mit einer herrlichen würzigen Soße aus einer regional typischen Wurst. Ich probiere Linguine mit einer vom Haus besonders empfohlenen Kapernsorte und Staudensellerie – denn nach Rezepten mit Staudensellerie werde ich immer wieder gefragt und freue mich, neue Ideen aufzugreifen. Von den feinen und milden Kapern bin ich so begeistert, dass ich auch davon ein paar Gläser kaufe, um sie nach Deutschland mitzubringen. Ich brauche sie nicht nur für Nudelgerichte, sondern auch für den Reis- bzw. Gemüsesalat nach Karins Rezept, von dem ich schon berichtet habe.

Im Hauptgang gibt es für mich Schweineleber, die – gekocht in verschiedenen Kräutern – hervorragend zubereitet war, für mich aber aber eine Ausnahme bleibt, weil ich generell ja versuche, so wenig Fleisch wie möglich zu konsumieren. Ich denke also gar nicht darüber nach, solche Gerichte nachzukochen. Ich merke übrigens auch, dass mir – umso gesünder ich lebe – fleischlastige und üppige Mahlzeiten immer mehr zusetzen und ich nach einem solchen Abend (vor allem in Kombination mit Alkohol) sehr schlecht schlafe, häufig aufwache und mich auch am nächsten Tag noch unwohl fühle. Insofern war in diesem Urlaub für mich auch der Vergleich zwischen Karins sehr leichter Gemüse-Küche und den teils sehr viel üppigeren Restaurant-Besuchen lehrreich: Genuss hat für mich immer mehr auch mit der Frage zu tun, wie ich mich nach einem Essen fühle – der spontane Genuss kann noch so toll sein: wenn ich mich hinterher wie gerädert fühle, ist der Sinn für mich doch fraglich, zumal sich dann automatisch bei mir auch ein schlechtes Gewissen einstellt. Ich finde zwar, dass man sich die Fähigkeit zum spontanen Genießen und Schlemmen unbedingt erhalten sollte, aber ich glaube auch, dass eine gewisse Ausgewogenheit entscheidend ist. Wenn der generelle Verzicht dazu führt, dass aus den Ausnahmen Orgien werden, ist das Konzept sicherlich fraglich…

Obwohl ich ausreichend satt bin und der Sinn mir ganz sicher nicht nach Dessert steht, entscheide ich mich, die angebotenen frischen Erdbeeren (mein Gott sind sonnengereifte Erdbeeren lecker…) mit einen 12 Jahre alten Balsamico zu probieren – ein wunderbares Geschmackserlebnis. Trotzdem entscheide ich mich gegen den Kauf des teueren Balsamicos, da ich in Deutschland eine interessante Quelle habe, wo ich in kleineren Mengen und daher zu günstigeren Preisen kaufen kann (ich werde das in den nächsten Tagen noch mal recherchieren).

Heute Abend schließen wir unseren Urlaub mit einem Kurzbesuch in Pienza ab, wo ich im Geschäft von Karins Freundin nach Stoffen schauen will. Karins Entwürfe haben mich inspiriert, vielleicht doch noch mal in dieser Hinsicht kreativ zu werden. Mal sehen….

Auf dem Rückweg sind wir zum Dinner in Il Casale und werden unsere restlichen Einkäufe tätigen.

Schwer sich vorzustellen, dass wir morgen diesen traumhaften Ort verlassen müssen und tatsächlich die Rückfahrt nach Deutschland antreten… Andererseits freue ich mich darauf, die vielen Inspirationen zu verarbeiten und wieder selber zu kochen – das wird sicherlich spannend …

Karin kocht – die traumhafte Küche von Karin Lijftogt in der Fattoria San Martino in Montepulciano

Karin Lijftogt

Wenn Karin Lijftogt anbietet, am Abend ein Dinner zu kochen, sagen alle Gäste der Fattoria begeistert zu: wer einmal in den Genuss gekommen ist, hofft inständig, dass er während seines Aufenthaltes noch ein zweites Mal an der langen Tafel Platz nehmen darf, die dann im Garten oder im Frühstücksraum gedeckt wird. Hier kommt dann buchstäblich die ganze Welt zusammen und plaudert, während Karin ihre Gerichte serviert und erklärt, was sie sich hat einfallen lassen.

Vorspeise aus Frischkäsebällchen, Birnenkompott, Gemüse und eingelegtem Tofu

Das Essen ist großartig – Karin kocht so gesund wie möglich, rein vegetarisch und inspiriert von allem, was sie selber anspricht und was zu ihrem Stil passt. Sie ist sehr vertraut mit den Grundsätzen der makrobiotischen Küche, ist aber überzeugt, dass gesundes und genussvolles Essen nicht so extrem reglementiert sein darf. Als Holländerin sei sie sowieso gewohnt, zu experimentieren und kreativ zu sein, erzählt sie lachend.

Karins Gemüsegerichte sind unglaublich vielseitig – selbst ich bin erstaunt, dass die vegetarische Küche derartig innovativ, abwechslungsreich und genussvoll sein kann.

Zu ihren Gemüse-Kreationen kombiniert Karin nur wenige, ausgesuchte Milchprodukte. Dafür experimentiert sie umso mehr mit Aromen, legt z.B. Tofu und rote Zwiebeln in Umeboshi ein (ein japanischer Pflaumen-Essig), oder rundet ihre Gerichte mit einem rafinierten Pesto ab.

Verschiedene Käse präsentiert sie so außergewöhnlich, dass eine kleine Menge genügt um ein Gericht zu ergänzen: z.B. mischt sie Parmesan und (Ziegen-)Frischkäse, formt kleine Kugeln und wälzt sie in Sesam oder gehackten Nüsse – eine phantastische Komposition, zu der sie dann Birnenkompott und frittierte Algen serviert.

Zwischengang: kalter Reissalat mit Gemüse

Ebenfalls eine traumhafte Inspiration ist Karins kalter Reissalat – ein erfrischendes, sommerliche Pendant zum Risotto, das in Italien eher im Winter gegessen wird. Teils roh, teils angebraten und in feine Würfel oder Streifen geschnitten, werden Aubergine, Zucchini, Staudensellerie, Basilikum, Rote Beete und Kirschtomaten mit kaltem Reis und Käsewürfeln gemischt und abgeschmeckt, dann mit einer Mischung aus gehackten Oliven und Kapern bestreut – himmlisch. Mit diesem Gericht werde ich daheim ganz sicher experimentieren – ich könnte mir z.B. auch Avocado und Fenchel gut darin vorstellen. Und auch ganz ohne Reis dürfte ein solcher „Gemüsesalat“ interessant sein.

Als Hauptgericht serviert Karin eine Art „Samosa“, verschiedene Gemüse in einem Teigmantel, dazu kleine Kartoffel-Würfel mit Petersilie, Tomaten und Pistazien und ein Auberginen-Mus.

Zum Dessert gibt es eine leichte Creme aus Joghurt oder Ricotta mit Obst und dazu Karins selbstgemachte „Pralinen“ aus Feigen, Kokosmus, Sonnenblumenkernen und Nüssen, in Kakao gewälzt – auch etwas, das ich ganz sicher zu Hause ausprobieren werde…

Bio-Toskana

Allgemein ist das Bio-Angebot in der Toskana noch recht dünn. In den Supermärkten findet man kaum Bio-Produkte und auch Bio- und Naturkostläden sind selten. Trotzdem gibt es einige ambitionierte und vielversprechende Projekte und eine Anzahl hochinteressanter Produkte.

Besonders gefreut habe ich mich, Kichererbsen und Linsen in Bio-Qualität zu finden. Im Bioladen fiel mir schon des öfteren auf, dass gerade Hülsenfrüchte oft über unglaubliche Distanzen zu uns kommen und aus Ländern, bei denen es (jedenfalls mir) schwer fällt, hinter der biologischen Zertifizierung nicht bereits den nächsten Skandal zu wittern – wir haben es ja gerade bei den Linsen aus der Türkei wieder erlebt. Umso interessanter ist es zu wissen, dass solche Produkte auch in verhältnismäßig nahen europäischen Nachbarländern erhältlich sind – in kleinen Biobetrieben, von denen ich mir vor Ort ein Bild machen kann. Ein solcher Betrieb ist „Pieve a Salti“ in Buonconvento. Hier kann man nicht nur in einem der größten Agriturismi der gesamten Toskana Urlaub machen, sondern eine Vielzahl hauseigener Bioprodukte erwerben (das angeschlossene Restaurant kocht jedoch leider in Ermangelung geeigneter Zulieferanten nicht ausschließlich biologisch).

Über die Herstellung von Olivenöl habe ich auf „Il Casale“, einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Pienza eine Menge gelernt. Der Betrieb entstand 1985. Er wird heute von einem schweizer Paar geführt, das sich auf die biologische Herstellung von Ziegenkäse, Olivenöl und Honig

spezialisiert hat. Zunächst etwas verhalten, im Laufe des Gespräches aber immer interessierter gibt Ulrich Brandli Hintergrundinformationen zu seinen Produkten preis. So erfahre ich, dass umso milder bzw. „süßer“ ein Olivenöl schmeckt, desto wahrscheinlicher sind die Oliven bereits vor der Pressung oxidiert, was zu einer minderen Qualität führt. Was vielen besonders gut schmeckt (mich eingeschlossen!) ist also nicht etwa ein Qualitätsmerkmal – im Gegenteil. Der Oxidationsprozess beginnt in dem Moment, da die Olive vom Baum gepflückt wird – umso schneller die Pressung erfolgt, desto hochwertiger und gesünder ist das Öl. In Italien gibt es dafür praktisch noch in jedem Dorf eine Ölpresse – Brandli schwärmt von den ersten Ölen, die gleich zu Beginn der Erne im Oktober gepresst werden.

Wenn man weiß, dass die Herstellungskosten von einem Liter qualitativ hochwertigem Olivenöl bei etwa 9 € liegen und dass Italien etwa 15% mehr Olivenöl exportiert als es herstellt, kann man sich nicht nur ausrechnen, was für eine Qualität ein (Bio-) Olivenöl hat, dass für einen Preis von 5 oder 6 € verkauft wird, sondern auch, wie die fehlenden Mengen und die kleinen Preise kompensiert werden: hier wird das Öl ganz einfach mit billigen Ölen (oft aus Nordafrika) gepanscht. Spätestens hier wird mir wieder bewusst, dass wir auch bei Bio-Produkten Qualität und Herstellungsprozess ganz genau hinterfragen müssen.

Für Bio-Marmeladen haben wir einen sehr beindruckenden kleinen Bio-Betrieb in der Nähe von Montelpulciano entdeckt: In einem kleinen Hofladen, der eher eine Mischung aus Wohnzimmer und Büro ist, verkaufen die Brüder Peruzzi ganz wunderbare biologische Marmeladen, die zum Teil komplett ohne Zucker hergestellt werden. Sie bestehen zu 100% aus Frucht (eine Sorte, keine Mischungen) und sind sicherlich auch hervorragend zum Kochen geeignet. Ich freue mich schon darauf, das auszuprobieren… So unscheinbar der Betrieb „San Benedetto“ auf den ersten Blick erscheint, so umtriebig sind die beiden Brüder: im Gegensatz zu anderen, findet man deren Produkte im Umkreis tatsächlich in einigen Feinkostläden wieder. Und ganz „nebenbei“ betreiben die Peruzzis im Verband des Agriturismo auch noch ein kleines, nettes Gästehaus mit Swimmingpool.

Nachtrag 15. Juli 2011:
Ich habe eine kleine Auswahl Bio-Produkte aus der Toskana mitgebracht und kann auch noch ein paar davon zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen. Weil mich die Qualität absolut überzeugt, arbeite ich daran, einige dieser Produkte nach Deutschland zu importieren. Wer Interesse hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen: info@calas-welt.de.

Hier die Produktübersicht:

Hülsenfrüchte:

Linsen, 500g: 5,20 €
Kichererbsen, 500g: 4,60 €
weiße Bohnen (Fagioli), 500g: 5,40 €

Olivenöl
Olivenöl, 1/2 Liter: 9,50 €

Honig (Akazien, Kastanie, Sonnenblumen, Klee-, Wald- oder Wildblütenhonig)

250g: 5,20 €
500g: 8,90 €
(bitte die gewünschte Sorte angeben)

Marmelade:
Pflaumen, 500g (100% Frucht, ohne Zucker): 4,20 €
Feige, 500g (100% Frucht, ohne Zucker): 4,20 €

Essig
Apfel-Essig (von der Bio-Apfelzucht „Fontecornino“ in Montepulciano):
6,20 € / Flasche (750 ml)
Honig-Thymian-Essig mit (vom Bio-Hof „L’Alpe della Luna“) 9,80 € / Flasche (250 ml)

 

Fattoria San Martino

Abseits von allem Lärm aber dennoch einigermaßen zentral auf einem Hügel am Rande von Montepulciano (südliche Toskana) gelegen, ist die Fattoria San Martino ein Juwel für Menschen, die fern vom Mainstream etwas Besonderes suchen, Wert auf eine gepflegte Atmosphäre und gesundes Leben legen.

Hier haben die Designerin Karin Lijftogt und ihr Mann Antonio, die 1999 aus dem Modegeschäft in Mailand („It was all about money“…) ausgestiegen sind, eine Villa und ein kleines Bauernhaus zu einem Gästehaus ausgebaut – die ältesten Teile des Anwesens stammen aus dem 12. Jahrhundert. Geleitet von dem Wunsch nach einem Leben im Einklang mit der Natur und einem bewundernswerten Gespür für die Harmonie von Farben, Materialien und Formen haben die beiden das alte Gut über mehrere Jahre hinweg aufwendig und liebevoll nach organischen und biologischen Grundsätzen restauriert und ausgebaut.

Die Gästezimmer sind alle individuell gestaltet, jeder Gegenstand des täglichen Gebrauches ausgesucht und für sich etwas Besonderes. Die Möbel fanden sich zu einem Großteil auf regionalen Flohmärkten oder in Antiquitätenläden, alles andere wurde nach den Entwürfen von Karin Lijftogt gestaltet und zum Teil sogar von ihr selbst genäht oder angefertigt – wie die liebevoll dekorierten Bettbezüge und Kissen oder die handgenähten Wanddekorationen in den Zimmern. Teile ihrer Kollektion verkauft sie zusammen mit einigen Bio-Produkten aus eigener Herstellung in einem kleinen Shop in der Fattoria.

Hier ist ist nichts einheitlich oder langweilig, sogar die Frühstückstische werden jeden Morgen individuell gedeckt. Zwei Angestellte – eine Küchenhilfe und ein Zimmermädchen – helfen beim Tagesgeschäft. Karins Sinn für Schönheit, Ästhetik und gesundes Leben steckt buchstäblich in jedem Detail des Hauses, der Zimmer und in der Philosophie, mit der die Fattoria (ital. für „Bauernhaus“) bewirtschaftet wird. Zum Haus gehören ein Olivenhain und fünf Hektar Land. Kinder und Hunde sind willkommen. Wer keine Ausflüge machen will, findet hinter dem Haus einen Schwimmteich oder kann im Garten entspannen. Haushund Persia ist der Liebling der Kinder und ein leuchtendes Beispiel italienischer Gelassenheit.

Die Fattoria bietet Bed & Breakfast. Das Frühstück ist leicht und gesund (selbst gemachter Joghurt, Müsli, Kekse, hervorragendes selbst gebackenes Brot, verschiedene Marmeladen und täglich ein anderer selbst gebackenen Kuchen) – es gibt jedoch weder Käse, noch Aufschnitt oder Eier, auch kein Obst oder Gemüse.

Zum Essen und Ausgehen finden sich in Montepulciana und Umgebung zahlreiche hervorragende Restaurants – die Adressen ihrer besten Empfehlungen hat Karin liebevoll auf einem Falt-Plan arrangiert, den jeder Gast bei der Ankunft erhält. Ab und zu kocht die geborene Holländerin abends für die Gäste des Hauses. Dann sitzen alle um eine große Tafel im Garten oder im Frühstücksraum, essen, trinken und erzählen. Was auf den Tisch kommt, stammt entweder aus der eigenen (biologischen) Landwirtschaft oder von Bio-Bauern aus der Gegend. Es gibt ausschließlich biologisches, rein vegetarisches Essen. Tierische Produkte (Milch, Käse) kommen nur sehr spärlich zu Einsatz. Gekocht oder in Öl gebraten wird so wenig wie möglich, dadurch ist das Essen sehr leicht, bekömmlich und gesund.

Gestern waren wir 16 Menschen aus allen Teilen der Welt: Äthiopien, Norwegen, Kanada, Polen, Deutschland, Holland und England. Karin serviert eine raffinierte Vorspeise aus Brot mit verschiedenen Frischkäsen und Gemüsen belegt; darunter auch ganz extravagante Kombinationen aus karamellisierten Zwiebeln und Schokolade oder roter Beete mit Orangenmarmelade. Sie liebt es zu experimentieren, erzählt sie mir später und hat oft Gäste, die allergisch gegen bestimmte Zutaten sind, so dass sie erfinderisch werden muss. Sehr lecker und eine schöne Anregung fand ich eine Kombination aus Aubergine, Zucchini (ohne Öl gebraten) und Frischkäse, die Karin mit ganz fein geschnittenen Streifen aus roten Zwiebeln garniert hat.

Die obligatorische Pasta stammt aus eigener Produktion (mit biologischem Mehl aus Assisi in Umbrien gefertigt). Karin kombiniert sie mit Zucchinistreifen, Olivenöl, einer Pesto aus Zitronenzesten und Petersilie und gehobeltem Ziegen-Peccorino. Eine hervorragende Mischung, die ich ganz sicher zu Hause ausprobieren werde – vielleicht sogar einmal ohne Nudeln.

Das Hauptgericht ist eine raffinierte Kombination aus gebratenem Seitan und verschiedenen (rohen oder leicht angebratenen) Gemüsen – kunstvoll übereinander geschichtet. Im Ganzen gebratener (oder gebackener?) Knoblauch sorgt für ein herrliches Aroma. Dazu gibt es eine kleine Portion gebratener Kartoffeln.

Zum Abschluss gibt es Karins Schokoladeneis mit Waldfrüchten, schmeckt hervorragend und ist ganz leicht nachzumachen: Sie schlägt Sahne und mischt sie mit flüssiger Schokolade. Löffelbiskuit zerkleinern und in die Schokoladen-Sahne rühren. Diese Mischung kommt für etwa eine halbe Stunde ins Gefrierfach und wird dann mit gemischten (Wald-)früchten serviert.

Zum Essen gab es Weiß- und Rotweine aus der Region, alle gut, aber nichts, was mich bewegen würde, es nachzukaufen und mitzunehmen.

Zum Dessert reicht Karin ein kleines Gläschen „Fragolino“ (übersetzt „kleine Erdbeere“), ein eher lieblicher Perlwein mit fruchtigem (Wald-)Erdbeeraroma, der aber mit Erdbeeren nichts zu tun hat. Ich kannte ihn vorher nicht, fand sein Aroma aber interessant. Das Recherchieren ergab, dass der Fragolino aus einer Rebsorte gekeltert wird, die man „Vitis Labrusca“ nennt. Sie ist auch als „uva fragola“ (Erdbeer-Rebe), bzw. „uva americana“ (amerikanische Rebe) bekannt, was erklärt, warum Karin uns sagte, der Weine werde aus einer „amerikanischen Beere“ gemacht.

Der ursprünglich aus dem Nordosten Italiens stammende Wein ist dunkelrot, leicht prickelnd und nur dezent süß. Die Traube bildet sehr früh kleine, dunkle Beeren, ist starkwüchsig, kälteunempfindlich und hat auch eine gewisse Resistenz gegen die Reblaus. Das ist der Grund, warum diese ursprünglich wohl tatsächlich aus Amerika stammende Rebsorte im 19. Jahrhundert nach einer Reblaus-Epidemie anstelle der empfindlicheren heimischen Sorten eingesetzt wurde.

Außerhalb Italiens ist der Fragolino nur noch sehr schwer erhältlich, weil Nach EU-Recht die Weine, die aus dieser Traube hergestellt werden, nicht als Qualitätsweine bezeichnet werden und daher ausschließlich für den Eigenverbrauch produziert werden dürfen.

 

Der in der Europäischen Union im Handel befindlicher „Fragolino„, ist deshalb kein „echter“ Fragolino aus der gleichnamigen Rebe, sondern entweder ein mit künstlichen Aromen aromatisierter Wein aus sehr reifen roten Weintrauben oder ein Verschnitt mit anderen Rebsorten – wenigstens das ist einigen Winzern in Italien heute wohl wieder erlaubt.

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erwachendes Florenz

Wir sind nach einer anstrengenden aber sinnvollen Nachtfahrt und einem beeindruckenden Zwischenstop – frühmorgens in Florenz – an unserem Urlaubsziel in der Toskana angekommen. Das erwachende Florenz war ein außergewöhnliches Erlebnis und ein unerwartetes Geschenk auf dem Weg – es hat sich ausgezahlt, dass wir uns für diese eine Nacht nicht festgelegt hatten und also kein „Etappenziel“ erreichen mussten. Diese Freiheit bescherte uns einen herrlichen Abend in Bozen, wo wir ein leichtes, einfaches Risotto und einen sehr guten Büffelmozzarella gegessen haben. Nach einigen Stunden Nachfahrt und einem kurzen aber erfrischenden Schlaf auf einem Rastplatz kurz vor Florenz haben wir bei Sonnenaufgang die Stadt erreicht und auf einem rund dreistündigen Spaziergang der toskanischen Metropole beim Aufwachen zugesehen. Kaffee und Gebäck haben wir in einer kleinen Bar genossen und uns an dem herrlichen Licht und dem Glück berauscht, Florenz nicht mit tausenden von Touristen teilen zu müssen. Gegen 8 Uhr haben wir dann die Weiterfahrt angetreten und sind über Land durch die malerische Landschaft der Toskana bis nach Monte San Savino gefahren, wo wir zu Mittag gegessen haben – das Angebot war leider sehr touristisch und dürftig, so dass wir uns schließlich für ein paar Bruschetti und ein Glas Wein in einer kleinen Vinothek entschieden haben. Dann ging es zügig weiter nach Montepulciano, wo wir nach einigem Suchen die Fattoria San Martino erreicht haben. Wir sind vollkommen überwältigt vor der Schönheit und Einzigartigkeit dieses Hauses, das mit ungeheurer Liebe zum Detail und großer Achtsamkeit an diesem außergewöhnlichen Ort entstanden ist.

Ich habe übrigens lange überlegt, ob und wie ich die Zeit in Eisenbuch aufarbeite und bin zu dem Schluss gekommen, das zurückzustellen. Ich hatte natürlich nicht damit gerechnet, überhaupt nicht online gehen zu können und hätte sehr gerne schon während des Kurses mit Ed Brown berichtet. Somit gibt es zwar einiges nachzuholen, ich denke aber, es wäre schade, die Präsenz hier mit einer Zusammenfassung der Zeit mit Ed Brown zu überfrachten und ich glaube, das würde beidem nicht gerecht. Ich werde also erst mal in der Erfahrung des Momentes hier bleiben und von den Eindrücken aus der Toskana berichten. Davon, „wie man sein Leben kocht“, werde ich dann in Ruhe nach meiner Rückkehr berichten. Ich glaube ohnehin, dass die Inspirationen des Zen-Klosters mich noch eine ganze Weile beschäftigen werden. Es macht auch Sinn, diese Eindrücke zu Hause Revue passieren zu lassen, wenn ich auch das eine oder andere selber ausprobieren kann, bevor ich einzelne Tipps und Rezepte an euch weitergebe.

Jetzt soll sich erst einmal die Toskana entfalten können…

Ich werde morgen ein paar Bilder von der Fattoria online stellen und versuchen, einen Eindruck zu vermitteln. Sobald wir uns hier einigermaßen akklimatisiert und zurechtgefunden haben, werden wir uns auf die Suche nach interessanten Produkten und kulinarischen Entdeckungen begeben. Ich bin schon total gespannt darauf… Für heute Abend haben wir eine Reservierung in einer ganz einfachen Osteria, die uns vom Haus empfohlen wurde. Wir sind müde und die Hunde auch und wir alle freuen uns erst mal auf Schlaf…

Liebe Grüße
Cala

 

 

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Wie man sein Leben kocht

Es ist gar nicht lang her, dass mir eine liebe Freundin die DVD „How to cook you life“ brachte – ein Dokumentarfilm von Doris Dörrie über Edward Espe Brown, einem Zen-Priester aus Fairfax in Kalifornien (Infos unter: www.how-to-cook-your-life.de).
Brown ist der Verfasser der berühmten Tassajara Kochbücher, Philosoph und Zen-Lehrmeister. Ganz „nebenbei“ gilt er auch noch als Meisterkoch…
In Deutschland und Österreich gibt Ed Brown regelmäßig Kochkurse.

Film und Meister fand ich so inspirierend, dass ich spontan beschloss, einen der nächsten für mich erreichbaren Kurse zu besuchen.

Und so sitze ich also jetzt im Zug Richtung München auf den Weg ins Zen-Zentrum Eisenbuch (www.eisenbuch.de). Da ich seit Jahren in Zen-buddhisitischer Tradition meditiere, bin ich nicht nur aufs Kochen, sondern auch auf die Praxis des Klosters gespannt und bin sicher, in vielerlei Hinsicht Inspiration zu erfahren. Selbstverständlich werde ich versuchen, täglich im Blog zu berichten.

Nach dem Besuch im Kloster geht es am Sonntag weiter in die Toskana, wo wir unter anderem einige Bio-Erzeuger besuchen werden.

Ich freue mich, wenn ich auch euch ein bisschen inspirieren kann.
In diesem Sinne

Liebe Grüße
Cala

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Grillfest-Rezepte

Am Wochenende hatten wir ein Gartenfest und einige der Gäste haben nach Rezepten gefragt. Grund genug für mich, mal ein paar Grillrezepte zusammenzutragen. Diese Rezepte sind natürlich nicht unbedingt für die gesunde Küche geeignet, sondern eher zum Schlemmen, aber es ist ein auch einiges dabei, was sich abwandeln und vereinfachen lässt.

Die beste und schnellste Kräuterbutter

 

Ich schäme mich fast zu sagen, wie einfach diese Kräuterbutter zu machen ist, die alle immer lieben und nach deren Rezept ich schon oft gefragt worden bin. Ich mache sie seit Jahren, sie lässt sich sehr gut vorbereiten und im fertigen Zustand sogar einfrieren, so dass man auch Reste davon nicht sofort aufbrauchen muss.

Wenn ich zum Grillen eingeladen bin und nicht genug Zeit habe, um einen Salat vorzubereiten, bringe ich gerne die Kräuterbutter und frische Baguettes mit, die man inzwischen ja auch sonntags problemlos bekommt.

Mittlerweile gibt es tiefgefrorene frische Kräuter, die man gut auch bevorraten kann, sogar in Bio-Qualität. Ich bevorzuge für die Kräuterbutter die „Italienische Kräutermischung“, bei der rote Zwiebeln schon dabei sind. Man kann aber auch alle anderen Kräutermischungen verwenden und je nach Geschmack frische Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und dazugeben.

Grundlage der Kräuterbutter und entscheidend für den Geschmack ist eine gute Butter – ich kaufe meine direkt in der Käserei (http://www.labbate.de/), prinzipiell ist aber jede gute Butter geeignet.

Bei Milchprodukten ist eine gehobene Bio-Qualität für mich übrigens fast noch wichtiger als bei Fleisch, denn die Massentierhaltung ist nicht nur bei der Fleischerzeugung ein dramatisches Problem, was – sogar von Vegetariern – leider oft übersehen wird. Deshalb spare ich bei tierischen Produkten nie, was sich natürlich auch im Geschmack bemerkbar macht. Eine billige Butter aus einer Massenproduktion wird nie den unvergleichlich vollen Geschmack einer guten Bio-Butter erreichen.

Hier jetzt aber das Rezept:

Ich rechne für 300 g Butter ca. 50g gemischte Kräuter. Die Butter lasse ich eine Weile außerhalb des Kühlschranks weich werden, dann mische ich sie mit den gefrorenen Kräutern in der Küchenmaschine mit dem Schlagbesen einfach kräftig durch und schmecke die Kräuterbutter mit Salz ab.

Ich füllte sie mit einem Teigschaber in kleinere Gefäße um – z.B. Schälchen oder Gläser.

Man kann die weiche Butter aber auch in einen Spritzbeutel geben, portionsweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder in eine Schale geben und (abgedeckt) im Tiefkühlfach wieder etwas fester werden lassen. Theoretisch könnte man sie sogar in Klarsichtfolie rollen und später in leicht angefrorenem Zustand wieder in Scheiben schneiden – das habe ich aber selber noch nicht gemacht. Ich persönlich stelle sie an liebsten einfach in Schälchen auf den Tisch – die einen essen sie auf Brot oder Beguette,die anderen zu ihrem Grillfleisch oder -gemüse.

Gefüllte Baguettes

Für diese gefüllten Baguettes, die eine tolle Begleitung zum Grillen sind, kann man im Notfall auch Brot verwenden, das nicht mehr tagesfrisch ist. Ich halbiere die Baguettes, schneide sie oben längs auf und fülle sie mit der Kräuterbutter. Dann backe ich sie im Ofen (Umluft) warm auf, bis die Kräuterbutter gerade geschmolzen und das Brot knusprig ist. Auf den Boden des Ofens dabei unbedingt eine Schale mit Wasser stellen!

Auf diese Weise lassen sich am Tag nach einem Grillfest auch Reste hervorragend verarbeiten – zum Kräuterbutter-Baguette dann einfach einen grünen Salat machen – fertig.

Katalanisches Brot

Ein Rezept, das ich von meinen Reisen nach Spanien mitgebracht habe, ist dieses köstliche Brot. Es wird vorwiegen in Katalonien gegessen und dort auch als Tapa gereicht. Auch dieses Rezept ist denkbar einfach, und sozusagen ein „Selbstläufer“:

Zutaten:

frische Knoblauchzehen, geschält
einige sehr reife, saftige Tomaten, halbiert
Baguette, in Hälften oder Scheiben geschnitten und geröstet
Olivenöl

Wichtig ist, dass das Baguette mit der Schnittfläche nach unten kross geröstet wird und heiß auf den Tisch kommt – das kann man auf dem Grill oder in einer Pfanne machen. Ich benutze dafür auch gerne meinen Tepanjaki-Grill, weil er eine große Fläche hat und ich darauf größere Mengen an Brot in der Küche „nebenbei“ rösten kann. Alle Zutaten kommen direkt auf den Tisch. Jeder reibt sich dann den frischen Knoblauch selbst auf das geröstete Weißbrot (einfach mitder Zehe über die rauhe Fläche des Brotes reiben), drückt eine Tomatenhälfte auf dem Brot aus und verreibt sie, begießt das ganze mit Olivenöl (die Spanier sind da nicht zimperlich) und salzt zum Schluss das Brot. Auch wenn das Procedere gewöhnungsbedürftig erscheint – probieren Sie es aus, das Brot macht süchtig. Übrigens ist das eine hervorragende Möglichkeit, Gäste zu beschäftigen und bei Laune zu halten, während sie darauf warten, dass das Grillfleisch fertig wird. Man muss nur immer wieder einen Korb warmes, geröstetes Brot reichen…

Warmer Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurke

Ganz ehrlich: Dieser Kartoffelsalat schmeckt warm herrlich, lässt sich für eine Party aber genauso gut mit abgekühlten Kartoffeln zubereiten. Ich finde ihn wunderbar erfrischend und sehr viel spannender als die herkömmlichen Kartoffelsalate. Man kann den Salat übrigens auch wunderbar als Einzelportion für eine Hauptmahlzeit zubereiten und kombiniert dann als Eiweiß z.B. ein Ei.

Das Rezept ist eine Abwandlung aus einem Rezept, das ich vor einiger Zeit in einem vegetarischen Kochbuch fand und das ich für meine Zwecke etwas abgeändert habe.

Zutaten für ca. 4 Portionen

10 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
½ Bund Radieschen
½ Gurke
etwa 1/8 l Gemüsebrühe
etwas Ghee (Butterschmalz)
ca. 4 EL Olivenöl
1-2 TL Honig
1 El Senf
Apfelessig
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale kochen.

Inzwischen die Zwiebel schälen und fein würfeln. Radieschen und Gurke gründlich waschen und in ganz dünne Scheiben schneiden – wem das mit dem Messer zu kompliziert ist, kann einen Gemüsehobel nehmen.

Gemüsebrühe erhitzen und mit Honig, Essig und Senf abschmecken.

Wenn die Kartoffeln grade gar sind, diese kurz ausdampfen lassen und dann sofort schälen und in Scheiben schneiden. Das warme Dressing über die Kartoffeln geben und ein paar Minuten durchziehen lassen. Inzwischen Ghee erhitzen und die Zwiebelwürfel anbraten. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen, Olivenöl hinzufügen und zu den Kartoffeln geben. Gurken- und Radieschenscheiben vorsichtig unterheben. Des Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Milas Salat

Diesen Salat betitele ich immer noch mit dem Namen einer alten Freundin, mit der ich schon lange keinen Kontakt mehr habe. Sie war vor Jahren mit dem Freund eines Freundes verheiratet und wir haben sie ein paar Mal in Bacelona besucht, wo sie uns immer diesen Salat servierte, weil wir ihn alle liebten. Für meine Begriffe schmeckt er am besten, wenn man Romana-Salat verwendet, der in Spanien und Italien gerne gegessen wird, er schmeckt aber auch mit jedem anderen Blattsalat gut – ich mag ihn z.B. auch mit Batavia-Salat. Es spricht auch nichts dagegen, verschiedene Salatsorten zu mischen. Ganz wichtig sind die Hefeflocken – man bekommt sie in jedem guten Reformhaus. Sie sind nicht nur lecker und sehr würzig, sondern auch gesund, weil sie viel Vitamin B enthalten.

Den Salat sollte man vor dem Servieren immer ganz frisch zubereiten, er eignet sich nicht gut, um ihn irgendwohin mitzunehmen, weil er schnell matschig wird. Wenn ich ihn bei uns auf Gartenfesten serviere, bereite ich die einzelnen Zutaten in der Küche schon vor und stelle sie bereit, mische aber immer wieder eine frische Schüssel.

Zutaten:

  • verschiedenen Gemüse wie Mais, Radieschen, Tomaten, Möhren, Champignons, Paprika, Zwiebeln und Gurke nach Geschmack
  • Blattsalat(e)
  • Avocado
  • Hefeflocken aus dem Reformhaus
  • Sojasauce (am besten „Tamari Strong“ aus dem Bioladen)
  • Olivenöl

Mais, Radieschen, Tomaten, Möhren, Champignons, Paprika, Gurke, Avocado und Zwiebeln werden klein geschnitten – die Menge richtet sich nach dem eigenen Geschmack. Selbstverständlich kann man auch andere Zutaten verwenden oder einzelne Zutaten weglassen – verpflichtend ist aber die Avocado, denn sie macht unter anderem den besonderen Geschmack des Salats aus.

Das Gemüse mit reichlich Olivenöl, Sojasoße und Pfeffer würzen(kein Salz!). Gründlich mischen und kurz durchziehen lassen. Dann die Blattsalate hinzugeben. Mischen, die Hefeflocken unterheben und noch einmal abschmecken.

Fleisch

 

Da wir sehr wenig Fleisch essen, achten wir darauf, dass es aus ethisch einwandfreien Quellen kommt. Wenn wir Fleisch essen, dann Wild oder Bio-Fleisch. Auch Pferdefleisch lässt sich sehr gut grillen und schmeckt hervorragend.

Ganz toll vorbereiten lässt sich Grillfleisch, wenn man es mit Kräutern in Olivenöl einlegt. Dazu das Fleisch waschen und trockentupfen. Mit Olivenöl begießen. Eine Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und zum Fleisch geben. Kräuter waschen, grob zerkleinern und ebenfalls zum Fleisch geben. Kräftig einmassieren, dann im Kühlschrank durchziehen lassen (maximal einen Tag).

Beim Grillen unbedingt Grillschalen verwenden, damit kein Fett in Glut tropfen kann (durch den entstehenden Rauch gelangen sonst hochgiftige und krebserregende Stoffe auf das Grillgut).

Fleisch erst nach dem Grillen würzen.

Gemüsespieße

Auch Gemüsespieße sind zum Grillen gut geeignet, sie dürfen nur nicht zu trocken werden, deshalb immer leicht mit Öl bepinseln Alles, was sich in Scheiben schneiden lässt, – also z.B. Zucchini und Auberginen, ist ideal für Spieße. Aber auch Paprika, Zwiebeln und Champignons lassen sich gut grillen. Tomaten kann man in Grillpfannen schmoren. Viele Leute mögen auch kleine, in Alufolie verpackte Gemüsepäckchen, die man auf dem Grill schmort – ich selber bevorzuge aber die Spieße.

Kartoffeln

Kartoffeln gart man am besten ganz herkömmlich in Alufolie gewickelt in der Glut. Weil es immer ein Glücksspiel ist, ob sie gleichzeitig mit dem Fleisch gar werden, bin ich dazu übergegangen, sie für Grillfeste immer leicht vorzukochen. Dazu kann man einen leichten Schnittlauch-Quark oder eine Sauercreme reichen. Für den Schnittlauchquark schlage ich Quark mit Mineralwasser leicht auf (für Magerquark nimmt man besser Milch), gebe fein geschnittenen Schnittlauch hinzu und schmecke mit Salz ab. Die Sauercreme mache ich ganz schlicht aus sauerer Sahne mit Salz. Wer es üppiger mag, kann zu Quark und Joghurt jeweils auch noch Schmand dazugeben.

Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße

Cala

 

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Brokkoli-Spargel-Suppe mit Lachs

 

Die Spargelzeit geht jetzt definitiv dem Ende zu. Der Pfingstmontag wird vielerorts der letzte Verkaufstag in diesem Jahr sein, einige Spargelstände in unserer Gegend haben bereits geschlossen. Bei mir gibt es deshalb an diesem Wochenende noch einmal Spargel satt – ganz sicher noch mal in meiner Lieblingsvariante: pur mit Kartoffeln und Olivenöl. Für den Stoffwechsel esse ich dazu allerdings inzwischen auch gerne eine Portion Quark mit Leinöl.

Da ich viel auf Spargerezepte angesprochen worden bin, möchte ich euch noch ein schönes Rezept mit in das lange Wochenende geben.

Für diese Brokkoli-Spargel-Suppe mit Lachs braucht ihr (1 Portion):

Eiweiß: eine Portion Lachs, Sashimi-Qualität (ca. 130 g)
Gemüse: 3-4 Stangen Spargel, etwas Brokkoli
außerdem: Hanföl, Salz, Spargel-Kochwasser

Spargel schälen und in kleine Stücke schneiden. Brokkoli waschen, kleine Röschen vom Stielansatz schneiden. Stiel leicht schälen, ggf. holzige Teile entfernen und klein schneiden. Um eine geschmacklich besonders intensive Grundlage für die Suppe zu erhalten, hebe ich etwas Spargel-Kochwasser von einer vorherigen Mahlzeit auf und koche darin den Spargel zusammen mit den Teilen vom Brokkoli-Stiel. Brokkoli-Röschen separat in Salzwasser garen. Wenn der Spargel gar ist, die Spargelspitzen aus dem Topf nehmen und beiseite legen. Rest fein pürieren und ggf. vorsichtig mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. In eine flache Schüssel geben. Brokkoli-Röschen in die Mitte geben. Lachs waschen, in Streifen schneiden und auf dem Brokkoli verteilen. Mit den Spargelspitzen garnieren. Vor dem Servieren die Suppe großzügig mit Hanföl beträufeln. Der Lachs erwärmt sich durch die Hitze der Suppe nur leicht und bleibt fast roh – eine spannende Kombination.

Ich wünsche euch allen ein schönes Pfingstwochenende!
Liebe Grüße
Cala

 

 

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Muss das sein?

Ich habe heute 6 Stangen Rhabarber beim Biostand meines Vertrauens auf dem Wochenmarkt gekauft und alle 6 zu Hause direkt in dem Müll geworfen, weil sie bei näherem Hinsehen an den Enden allesamt schon verschimmelt waren. Dabei habe ich das nur durch Zufall überhaupt bemerkt – beinahe wären sie in den Kochtopf gewandert. Leider ist das kein Einzelfall: jede Woche werfe ich einen Teil des gekauften Obsts und Gemüses in dem Müll – manchmal gleich nach der Inspektion daheim, oder ein, zwei Tage später, wenn im Obstkorb Zitronen in beeindruckender Geschwindigkeit schimmeln oder im Gemüsefach die Zucchini einen Pelz bekommt. Zu unserem Bio-Supermarkt im Ort gehe ich schon gar nicht mehr, weil die Qualität dort wirklich unter aller Würde ist – absolut unvertretbar, ich wundere mich, dass es überhaupt Menschen gibt, die das kaufen. Auf dem Markt hingegen kaufe ich gern und zum größten Teil bin ich auch zufrieden. Aber in letzter Zeit gibt mir auch dort die Qualität zu denken. Ständig stoße ich auf verschimmelte Ware oder Obst und Gemüse in ziemlich fragwürdigem Zustand. Letzten Samstag nahm die Kundin vor mir vom Kauf von Zitronen Abstand, nachdem sie drei verschimmelte Exemplare aus dem Korb am Stand gefischt hatte. Da sei ihr jetzt nicht mehr wirklich wohl dabei, meinte sie – und das kann ich verstehen. Müssen wir denn jetzt wirklich jedes Blatt und jeden Stiel genauestens inspizieren und unter die Lupe nehmen? Mir ist schon klar, dass die Schimmelanfälligkeit von Bio-Obst und -Gemüse größer ist, schließlich werden keine chemischen Hämmer eingesetzt, die die Schimmelbildung verhindern. Aber mal ganz ehrlich ihr Bios: was ist so schwer daran, das Obst und Gemüse, das ihr verkauft, regelmäßg zu kontrollieren und wenigstens das auszusortieren und wegzuschmeißen, was schon vor Ort aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vertretbar ist? Ich meine: Wir zahlen für Bio-Lebesmittel doch ohnehin ein Vielfaches der „herkömmlichen“ Preise, können wir da nicht auch erwarten, dass wir eine Top-Qualität von euch bekommen? Zwei, drei Tage sollte doch auch eine Bio-Gurke im Kühlschrank durchhalten können – tut sie das nicht, stimmt was nicht. Oder sehe ich das falsch?
Bei aller Liebe: Klar boomt Bio, aber bitte seht das nicht als Selbstläufer und übernehmt wieder mehr Verantwortung für eure Produkte, euer Image und die Gesundheit eurer Kunden.

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