Neueste Artikel

Stephanies Plan: gesunde Rezepte und Anregungen für den September – Teil I: Frühstück

Stephanie hat einen rein vegetarischen Plan und darf fast gar keine Milchprodukte essen. Ziegenkäse und Eier sind die einzigen tierischen Eiweißquellen. Ein so eingeschränkter Plan ist sicherlich eine Herausforderung, wenn man langfristig dabeibleiben will. Es gilt, besonders raffiniert und einfallsreich zu kombinieren und sich wirklich auf alle Vorschläge und Lebensmittel auf dem Plan einzulassen, sonst wird es schnell eintönig. Zudem (aber das gilt für alle Vegetarier) ist darauf zu achten, dass Sojaprodukte nicht zu häufig konsumiert werden. Ein hoher Sojakonsum wird in einigen Studien im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs auch kritisch gesehen. Wer vegetarisch oder vegan lebt, sollte deshalb keinesfalls alle tierischen Produkte durch Soja ersetzen – auch wenn das verführerisch ist.

Ich beginne heute mit Rezepten fürs Frühstück, werde den Artikel aber im Laufe der nächsten Tage ergänzen und in einem zweiten Teil Vorschläge für die Hauptmahlzeiten nachliefern.

Für das Frühstück hat Stephanie drei Vorschläge:

Sojajoghurt + Obst, Sojamilch + Haferflocken oder Körnermischung + Gemüse.

Sojajoghurt mit warmen Zwetschgen

Sojajoghurt + Obst

Beim Sojajoghurt war ich selber total gespannt, weil ich ihn noch nicht gegessen hatte. Mein Eindruck: super lecker! Ich habe dazu geschmorte Pflaumen gemacht. Die habe ich im WECK-Glas am Tag zuvor im Ofen gegart und habe sie morgens noch mal leicht erwärmt. 1-2 Roggenknäcke fein zerbröseln (klappt mit dem Pürierstab oder in der Küchenmaschine am besten) und in einer Pfanne anrösten. In ein Glas geben. Darauf den Sojajoghurt geben. Etwas Leinöl zu den Pflaumen geben und auf das Joghurt schichten. Wer möchte, kann zusätzlich mit etwas Zimt würzen. Das Ganze sieht toll aus und schmeckt außerordentlich lecker.

Tipp: Unbedingt noch den letzten Rest der Pflaumenzeit nutzen, Pflaumen entkernen und für den Winter einfrieren!

Wenn es schnell gehen muss, kann man das Soja-Joghurt natürlich auch einfach pur löffeln (ich würde aber auf jeden Fall einen Löffel Leinöl dazu essen) und das Obst separat essen, z.B. den obligatorischen Apfel. Ansonsten kann man Joghurt und Obst wirklich in unendlichen Variationen genießen. An Stephanies Stelle würde ich mir das vorgeschlagene Obst in möglichst kleinen Mengen besorgen, damit sie sehr abwechslungsreich essen kann.

aufgeschäumte Sojamilch, hier mit Hafeflocken und heißen Kirschen

Sojamilch + Haferflocken

Sojamilch und Haferflocken sind die Basis für mein Lieblingsfrühstück. Vor meiner eigenen Ernährungsumstellung hätte ich mir niemals vorstellen können, auf Milchkaffee zu verzichten – ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, ihn mit Sojamilch zu versuchen, als ich keine Kuhmilch mehr trinken durfte. Dann schon lieber gar keinen Kaffee. Irgendwann hat mich mein Freund aber doch zu einem Versuch überredet – und ich war hin und weg. Milchkaffee mit Sojamilch schmeckt um Längen besser als herkömmliche Kuhmilch und seit ich den Unterschied kenne, ist „normaler“ Milchkaffee für mich nur noch eine wenig verlockende Alternative.

Mein Lieblingsfrühstück

Für dieses Frühstück erhitze ich die Sojamilch und schäume sie auf (klappt hervorragend!). Mit der einen Hälfte mache ich mir einen schönen großen Milchkaffee. Die andere Hälfte gebe ich über die Haferflocken, die ich vorher in einer Pfanne ohne Fett anröste. Kombinieren kann man mit einer Obstsorte und Leinöl, von dem man gar nicht genug essen kann. Ich versuche, immer gleich morgens einen Löffel Leinöl zu essen, dann weiß ich, dass ich auf der sicheren Seite bin.

Bei Stephanis immensen Obstangebot im Plan hat sie wirklich tausend Möglichkeiten, Hafeflocken und Sojamilch lecker zu ergänzen: Neben Ananas, Apfel und Brombeeren passen auch Johannisbeeren, Nektarinen, Papaya oder Zwetschgen hervorragend dazu. Wenn man mag, kann man auch das Obst erwärmen – das ist besonders in der kalten Jahreszeit sehr lecker und für viele auch bekömmlicher als rohes Ost.

Ab Phase 3 (laut mb aber keinesfalls vorher, ich habe extra noch einmal angefragt) kann man statt der Obstsorten vom Plan auch Aroniasaft nehmen und hat dann mit dem Leinöl zusammen einen schönen morgendlichen Budwig-Cocktail.

Frühstückssalat, hier mit Apfel, Avocado, Gurke und der Körnermischung

Körnermischung + Gemüse

Körnermischung und Gemüse habe ich auch auf meinem Plan und fand das anfangs sehr herausfordernd. Vor mb hätte ich mir nicht vorstellen können, jemals Gemüse zum Frühstück zu essen. Wer mal in der Türkei war, weiß zwar, dass es Länder gibt, in denen Gemüse ganz selbstverständlich zum Frühstück gehört. Und wer morgens Käse essen darf, kann mit Käse, Tomaten, Gurken und Oliven tatsächlich ein sehr leckeres Frühstück machen. Wohingegen ich die Kombination Körnermischung & Gemüse auf meinem Plan ziemlich befremdlich fand. Heute liebe ich Frühstückssalate und esse sie vollkommen freiwillig mindestens zwei-, oft sogar dreimal die Woche.

 

Frühstückssalate

Eine meiner Lieblingskombinationen (und eine gute Möglichkeit, Staudensellerie zu essen, der grundsätzlich nicht zu meinen Favoriten gehört) ist Apfel + Avocado + Staudensellerie, abgeschmeckt mit Leinöl, Walnussöl, Apfelessig, Salz & Pfeffer. Das ist allerdings nichts für Stephanie, denn sie hat keinen Staudensellerie auf dem Plan. Sie kann diesen jedoch durch Gurke oder Karotten ersetzen. Die Körnermischung röste ich an und streue sie zum Schluss über den Salat (vorher einen Löffel davon als Eiweißbissen essen).

Ebenfalls eine sehr leckere Kombination mit Zutaten, die Stephanie auf ihrer Liste hat, ist Karotte, Apfel und Gurke. Ich schneide alles in kleine Würfel und schmecke den Salat mit Walnussöl, Apfelessig, Salz, Pfeffer und etwas Leinöl ab. Dann verteile ich die geröstete Körnermischung darüber.

Zu den Frühstückssalaten esse ich gerne ein Stück Roggenbrot. Wer sein Brot – wie ich – selber bäckt, kann die Körnermischung übrigens auch ins Brot einbacken.

Grüne Smoothies
Stephanies Plan gibt für die Frühstückssalate leider nicht allzu viel her. Da sie aber einige grüne Gemüse auf dem Plan hat (Avocado, diverse Salate, Gurke, Kresse, Lauch, Löwenzahn, Pak-Soi, Portulak, Rucola, Sauerampfer, grünen Spargel, Spinat, Spitzkohl und Wirsing), kann sie Grüne Smothies machen: Gemüse einfach nach Wunsch kombinieren, waschen und im Mixer mit etwas Mineralwasser zu einem Drink zerkleinern. Leinöl hinzugeben – fertig. Dazu kann man die (geröstete) Körnermischung einfach knabbern.

Obstsalat

Stephanie hat unglaublich viele Obstsorten auf dem Plan. Sie kann aus Ananas, Apfel, Brombeeren, Granatapfel, Johannisbeeren, Mango, Nektarine, Pampelmuse, Papaya und Zwetschgen wählen. Somit kann sie sich zum Frühstück auch einen „Obstsalat“ machen (allerdings darf sie nur eine Sorte Obst zu jeder Mahlzeit essen!) und die Körnermischung darüber streuen. Dann muss sie allerdings die zugehörige Gemüsemenge separat auch noch essen – z.B. als Rohkoststicks aus Gurke und Karotte zu einer Scheibe Roggenbrot. Wenn sie möchte, kann sie sich dafür aus der Avocado einen Dipp machen.

 

Öle – eine Liebeserklärung

Aus Flachs wird Leinöl gewonnen - eines der wertvollsten Öle, die es gibt

Dass Fette Dickmacher sind, ist eine längst veraltete Ansicht und eine vollkommene Fehlinformation. Man weiß heute sicher, dass diese Annahme – mit der wir fast alle aufgewachsen sind – grundverkehrt ist.

Wichtig und richtig hingegen ist, es, dass wir die richtigen Fette zu uns nehmen müssen, um gesund zu bleiben. Viele lebensnotwendige Vitamine sind fettlöslich und können ohne die Zufuhr von Fetten vom Körper gar nicht aufgenommen werden. Auch für viele andere körperliche Prozesse spielen gute Fette eine entscheidende Rolle.

Fakt ist jedoch, dass die überwiegende Anzahl der Menschen die falschen Fette im Übermaß zu sich nimmt – und die guten, lebensnotwendigen Fette leider kaum verzehrt werden. Die Folge sind zum Teil gravierende Mangelerscheinungen.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Gruppen von Fetten:

  • gesättigte Fettsäuen
  • einfach ungesättigte Fettsäuren
  • mehrfach ungesättigte Fettsäure

Die gesättigten Fettsäuen müssen dem Körper nicht zugeführt werden, weil er sie selber herstellen kann. Sie sind z.B. enthalten in Speck, Fleisch, Wurstwaren, Milchprodukten der Vollwertstufe oder gehärteten Pflanzenfetten. Sie sind erkennbar an der weißen Farbe und es gilt die Faustregel: Je härter das Fett ist, desto mehr gesättigte Fettsäuren enthält es.

Dieses Fett ist das Brennfett unserer Muskeln und wird dort in Energie umgesetzt. Es wird (direkt) verbraucht, wenn wir uns ausrechend bewegen. Ein übermäßiger Verzehr sollte jedoch vermieden werden, nicht nur weil Überschüsse in Fettpolstern angelegt werden, sondern weil sich die gesättigten Fettsäuen auch negativ auf den gesamten Fettstoffwechsel in unserem Körper auswirken.

Deshalb sollte nicht mehr als ein Drittel der täglich aufgenommenen Fette aus gesättigten Fettsäuren bestehen.

Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper ebenfalls selber herstellen. Sie befinden sich z.B. in Ölen, Eiern, Oliven, Avocados und Nüssen. Einfach ungesättigte Fettsäuren senken das schädliche LDL Cholesterin. Auch die (künstlich) gehärteten Fette (auch Transfette oder hydrierte Fette genannt) gehören zu den einfach gesättigten Fettsäuren. Sie entstehen aus ursprünglich gesunden Pflanzenölen, die jedoch durch den Vorgang der Härtung zur Belastung für den Körper (Leber!) werden. Die Lebensmittelindustrie schätzt sie dennoch, weil sie billig, lange haltbar und stabil sind.

Auch hier gilt: Maximal ein Drittel des täglich aufgenommenen Fettes sollte aus einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen.

Von immenser Bedeutung für unseren Körper und unser Wohlbefinden sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der Körper kann sie nicht selber herstellen – sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Das ist der Grund, warum sie auch als „essentielle“ Fettsäuren bezeichnet werden. Sie haben eine überaus positive Wirkung auf den gesamten Fettstoffwechsel. Ganz besonders wichtig für unzählige Funktionen in unserem Körper sind die sog. Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren, die z.B. in Leinöl, Walnüssen und Walnussöl enthalten sind, aber auch in Raps- und Hanföl, Sonnenblumen-, Kürbiskern-, Traubenkern- und Sojaöl. Darüber hinaus finden sich große Mengen in Thunfisch, Hering, Lachs, Makrele, Bückling und Sardinen.

Mindestens ein Drittel der täglich aufgenommenen Fette sollte mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Es geht aber nicht – wie so oft fälschlicherweise angenommen – pauschal darum, möglichst viele ungesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen. Vielmehr – und das vernachlässigen die meisten Menschen – ist unbedingt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren zu achten.

Dieses Verhältnis sollte maximal (!) bei 5:1 liegen. Schaut man sich die Verteilung von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in Nahrungsmitteln (relevant sind vor allem Fische und Öle) an, so wird allerdings schnell deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, den Körper ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Pflanzen- und Keimöle liefern nämlich hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren, wohingegen die Omega-3-Fettsäuren vorwiegend in Ölen wie Leinöl, Sojaöl, Rapsöl, Walnussöl und in Fischölen vorkommen. In unserer Ernährung hat sich das Verhältnis deshalb stark zugunsten der Omega-6-Fettsäuren verschoben. Wir alle leiden nach neuesten Studien daher an einem deutlichen Mangel an Omega-3-Fettsäuren, bei gleichzeitigem Überschuss von Omega-6-Fettsäuren.

Wer zudem auch noch vegetarisch oder vegan lebt (oder aus anderen Gründen keinen Fisch isst) muss seinen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren besonders im Blick haben: Lieferanten sind die oben beschriebene Öle und außerdem (in geringeren Mengen) grünes Gemüse wie Lauch, Portulak, Rosenkohl, Mangold, Spinat und grüne Algen.

Omega-3-Fettsäuren regulieren die Blutfette, verbessern die Fließgeschwindigkeit des Blutes und die Durchblutung, wirken blutdrucksenkend und schützen somit vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Sie hemmen die Blutgerinnung und Thrombose-Neigung, wirken entzündungshemmend, regulieren die Bildung und Funktion der Neurotransmitter und wirken ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel.

Dabei ist zu beachten, dass Omega-3-Fettsäuren hochsensibel auf Verarbeitungsprozesse wie Erhitzen oder Kochen reagieren, weshalb sich z.B. empfiehlt, entsprechende Öle möglichst erst nach dem eigentlichen Garprozess zu den Speisen zu geben, wenn diese schon leicht abgekühlt sind. Noch besser ist es, sie mit kalten Speisen wie Salaten oder Quark zu kombinieren. Daher sollten Gerichte wie Kartoffeln mit Quark und Leinöl, die früher ganz selbstverständlich auf dem Speisezettel standen, auch wieder Einzug in unsere Ernährungsgewohnheiten finden. Grünes Gemüse sollte man so oft wie möglich roh verzehren.

Gesunde Fette – klug in die Ernährung integriert – sind nicht nur kulinarisch eine enorme Bereicherung. Sie haben einen unmittelbar positiven Effekt auf die Gesundheit. Sie reduzieren das Risiko von Krebs, Herzerkrankungen, Allergien, Ekzemen und Infektionen und wirken Müdigkeit, Gedächtnisproblemen und depressiven Verstimmungen entgegen.

Gerade wenn es um gesunde Öle geht, loht es sich, genau hinzusehen und bewusst zu konsumieren. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dem Übermaß an Omega-6-Fettsäuren genügend Omega-3-Fettsäuren entgegenzusetzen. Dies gilt nicht nur, weil Omega-6-Fettsäuren vom Körper besonders gern in Fettdepots gelagert werden, sondern vor allem deshalb, weil ein Übergewicht der Omega-6-Fettsäuren (ebenso wie die Transfettsäuren aus den gehärteten Fetten) die körpereigene Verwertung von Omega-3-Fettsäuren deutlich behindert: beide Fettsäuren konkurrieren für ihre Verwertung im Körper um das gleiche Enzymsystem.

In großen Mengen kommen Omega-6-Fettsäuren in Traubenkern-, Kürbiskern- und Meiskeimöl vor, außerdem in Sojabohnen, Sesam und (gehärteten) Pflanzenmargarinen.

Auch Fleisch, Schweineschmalz, Leberwurst und Thunfisch enthalten viel Omega-6-Fettsäuren.

Zusammenfassend lässt sich also sagen:

  • gesättigte Fette sind nur in geringem Maße gesund und vertretbar (maximal 1/3 der täglich zugeführten Fette sollte aus gesättigten Fetten bestehen.
  • Mehrfach ungesättigte Fette sind essentiell wichtig für unseren Organismus.Dabei ist auf ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren zu achten

Was ist zu tun?

1. Fisch essen
2. Omega-3 / Omega-6-Samenöle essen (dunkel und kühl lagern und nicht erhitzen)

optimal:
Leinöl (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 1 : 4)
Rapsöl (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 2 : 1)
Hanföl: (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 3 : 1)

Walnussöl: (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 8 : 11)

Besonders schlecht ist das Verhältnis in

Sonnenblumenöl (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 122:1)
Traubenkernöl (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 138 : 1)
Distelöl (Verhältnis Omega-6 : Omega-3 = 148 : 1)

Mandel, Sesam- und Erdnussöl sowie Kokosfett enthalten überhaupt keine Omega-3-
Fettsäuren.

3. Den Konsum von gesättigten oder verarbeiteten Fetten drastisch reduzieren, damit die
gesunden Fette ungehindert ihre Wirkung entfalten können.

Die Bandbreite an gesunden Ölen ist immens und wer einmal auf den Geschmack gekomemen ist, wird überrascht sein, wie vielfältig und nuanciert die unterschiedlichen Öle sind. Sie sind eine phantastische Bereicherung für den Speisezettel und werten selbst einfachste Gerichte überraschend abwechsungsreich auf.

zum Weiterlesen:

Martina Sieber-Mahler, „Kursbuch Stoffwechsel“, Südewest-Verlag München 2010
(ISBN: 978-3-517-08540-1)

http://oel-wechsel.com/Probleme/Problem3_Verhaeltnis.htm

Fisch & Frucht

Eine ganz tolle Kombination, mit der ich im Moment gerne experimentiere sind Fischgerichte mit Früchten. Eigentlich war es zunächst wirklich eher ein Experiment.
Dass Früchte zu Fleisch gut passen ist ja hinlänglich bekannt und Frucht und Fisch wird in der asiatioschen Küche natürlich häufig kombiniert. Auch ich habe zu Fisch natürlich schon oft Zitrusfrüchte oder Mango kombiniert. Jetzt wollte ich aber auch exotischere Kombinationen testen und „rustikalere“ Gerichte kreieren. Und siehe da: Das Ergebnis ist nicht nur „interessant“ (was ja gemeinhin eher eine Umschreibung für „gewöhnungsbedürftig“ ist) sondern sehr, sehr schmackhaft und eine echte Bereicherung auf dem Teller. Ich habe euch ein paar Inspirationen zusammengestellt und bin neugierig auf eure Ideen.

Forelle auf einem Bett aus Johannisbeeren und Knollensellerie

So lange es jetzt noch die letzten Johannisbeeren gibt, solltet ihr unbedingt diese Kombination ausprobieren (funktioniert sicherlich auch mit anderen Fischsorte und mit Fleisch toll):

Johannisbeeren waschen und mit einer Gabel von den Rispen lösen. Knollensellerie waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit den Johannisbeeren zusammen in eine Auflauf- oder Tarteform geben. Salzen und pfeffern. Forelle(n) gründlich waschen, trocketupfen und auf das Obst-/Gemüsebett legen. Im Ofen mit Umluft backen oder grillen.

Nach dem Garen nach Wunsch mit Ölen beträufeln (hervorragend past natürlich Olivenöl, aber auch Nussöle sind eine tolle Ergänzung) und eventuell noch einmal salzen und pfeffern.

Ich habe zum Fisch Rosmarinkartoffeln und Spinat mit Walnüssen und Honig gemacht.
Dazu habe ich den frischen Spinat gewaschen und in Ghee ganz leicht angebraten. Ein wenig schmoren lasen, bis die Blätter leicht (!) zusammenfallen. Vom Herd mehmen und ein wenig abkühlen lassen. Dann pro Portion 2-3 Teelöffel Akazienhonig mit Walnüssen unterheben (ich verwende fast ausschließlich die Honige von Neber). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Filet vom Steinbeisser mit Pflaumensauce und Thymian (Foto oben)

Ich habe es mir einfach gemacht und habe diese Kombination im WECK-Glas zubereitet. Wenn Früchte beteiligt sind, hat man dadurch immer die Gewissheit, das eine leckere Sauce entsteht. Theoretisch wäre die oben beschriebene Garmethode aber natürlich auch für dieses Gericht ideal.

Das Prinzip ist ja immer gleich – ob WECK-Glas oder Auflauf bzw. Tarte-Form: Unten gibt man die Früchte und dan Gemüse hinein, legt darauf den Fisch, würzt alles und gibt es in den Ofen.

Den Steinbeisser habe ich mit gerebeltem Thymian, Sel Gris und Pfeffer gewürzt (wenn ich keine frischen Kräuter haben, benutze ich die Gewürze und Kräuter von Pfeffersack und Söhne, die wir auch im Shop haben. Sie haben nicht nur eine hervorragende Qualität sondern sind zudem noch BIO, außerdem ist das Konzept nachhaltig und die Firmenphilosophie vorbildlich). Wer mag kann obenauf noch ein paar Zitronenscheiben legen, das ist aber nicht zwingend nötig.

Mit den Kombinationen Fisch, Frucht & Gemüse lässt sich genüsslich experimentieren und meine eignene Experimente haben mich gelehrt, ruhig auch ungewöhnliche Kombinationen auszuprobieren.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Liebe Grüße
Cala

Der Laden im August

Apotheker-Gefäße: 18,00 €, Kerzen groß: 7,50 €, klein: 4,50 €, Glas-Kübel: 3,50 € (nicht über den online-Shop erhältlich), WECK-Gläser: 1,50 €, Seifen (Michiko/Hambug): 2,50 € // Silber und Bücher: privat, Seesterne, Muscheln, Deko: privat

Endlich ist wieder ein großer Schritt gemacht: seit gestern ist unser online-Shop freigeschaltet (über die Menüleiste oben zu erreichen). (Fast) alle Waren, die wir im Laden haben, sind jetzt eingepflegt – es ist aber noch nicht allzu viel da, wir warten noch auf einige Lieferungen, die aber erst im September eintreffen werden.

Apothekergefäße, alt, Stück 18,00 €

Aus einer Apothekenauflösung haben wir wunderschöne Keramikgefäße erstanden und da ich selber schon eine ganze Sammlung davon besitze (ich liebe diese herrlich dekorativen Allround-Talente), sind diese hier für euch.

In 2 Größen habe ich tolle, hellblaue Kerzen eingekauft, damit wir wenigstens farblich ein bisschen an den Sommer erinnert werden – ihr seht sie auf dem Bild ganz oben. Die kleinere Größe passt übrigens prima in die Glas-Kübel (siehe unten).

Naturseifen von Michiko Hamburg, Sorten Grapefruit & Rosmarin, Olive und Amyris, Stück 2,50 €

Von Michiko, einer ganz kleinen Seifenmanufaktur aus Hamburg, haben wir herrlich duftende Naturseifen eingekauft, in die ich mich sofort verliebt habe. Sie werden in Handarbeit hergestellt und sind auch wunderschön zum Verschenken.
Außerdem habe ich schöne, ganz schlichte und wunderbar robuste Glas-Kübel für euch, die man ganz vielseitig nutzen kann (als Vasen, Windlichter, für Salate und Brot, für Krimskrams und Fundstücke…). Diese Kübel können aber nur direkt im Laden gekauft werden, sie sind im Web-Shop nicht erhältlich, weil wir sie nicht verschicken können – die Bruch-Gefahr wäre einfach zu groß. Ihr seht sie oben auf dem Foto ganz hinten auf dem Tisch.

Und last but not least habe ich natürlich eine große Menge WECK-Gläser in meiner Lieblingsgröße bestellt, für alle, die meine WECK-Glas-Rezepte ausprobieren möchten und keine Gläser haben – ihr bekommt sie jetzt einzeln bei uns im Shop.

In Zukunft wird es so sein, dass wir ein festes Food-Sortiment haben werden. Ende August/Anfang September kommt der tolle Bio-Honig von Neber (Steiermark) – die Ernte 2011 wird gerade abgefüllt. Zusammen mit dem Bio-Rotwein aus der Toskana kommt auch das sensationelle Bio-Olivenöl von „Podere Il Casale“, das wir nach langem Ringen nun tatsächlich offiziell importieren dürfen. Wir sind aber mit dem bisher einzigen deutschen Anbieter so verblieben, dass wir das Öl nicht über unseren Webshop vertreiben werden, sondern nur auf Anfrage – ihr könnt einfach mailen (shop@cala-kocht.de) oder bei einer Bestellung über den Webshop als Bemerkung dazuschreiben, dass ihr auch Öl haben wollt. Ich denke, das wird sich schon einspielen. Vor Ort im Laden ist das Öl dann natürlich auch immer da. Die Flasche mit 500 ml kostet 11,20 €.

Olivenöl, Podere Il Casale, 500 ml 11,20 €

Ich schätze, dass Öl und Wein Ende August/Anfang September hier sein werden, es ist alles bestellt, wir suchen nur noch nach dem sinnvollsten Transportweg. Vorbestellungen für das Olivenöl nehme ich aber gerne schon entgegen, im Moment haben wir ja noch Einfluss auf die Liefermengen. Außerdem verhandle ich gerade mit einem Anbieter für hochwertigste Gewürze in Bio-Qualität – ich möchte aber noch keinen Namen nennen, lasst euch überraschen! Ich hoffe, dass wir bereits bei unserem Wein- und Öl-Tasting am 20. August das Geheimnis lüften können und die Gewürze hier haben werden – drückt die Daumen! Sie sind nicht nur von erstklassiger Qualität, sondern kommen auch in wunderschönen Gefäßen, so dass sie auch ein ideales Geschenk sind, dem man die Wertigkeit ansieht. Wein, Honig und Gewürze werden selbstverständlich auch über den online-Shop erhältlich sein, wir stellen die Lebensmittel aber erst ein, wenn wir sie tatsächlich hier haben.

Das Sortiment der Non-Food-Artikel wird immer wechseln, ich bin grade dabei, Kontakte zu knüpfen und werde mit ganz ausgesuchten kleinen Manufakturen zusammenarbeiten, immer limitierte Auflagen haben, eigene Serien produzieren oder nur kleine Stückzahlen einkaufen. Mit machen Anbietern werden wir auch dauerhaft zusammenarbeiten, wenn euch die Produkte gefallen. Bei vielen Produkten (z.B. bei kleinen Wäsche-Serien) wird es aber keine Möglichkeit der Nachbestellung geben, weil die Kollektionen limitiert sind, so dass es dann auch gilt, schnell zu sein, wenn euch ein Produkt gefällt. Aber ich denke, das macht die Sache auch ein bisschen spannend und man kann sicher sein, etwas Außergewöhnliches zu bekommen. Es wird alos einige Produkte geben, die ihr über einen längeren Zeitraum in gleicher oder wechselnder Form immer wieder bei uns bekommt und andere, die nur für eine kurze Zeit erhältlich sind. Ich habe vor, das Angebot immer monatlich zu aktualisieren und farblich und inhaltlich dem Wechsel der Jahreszeiten und unseren Stimmungen anzupassen. Ich bemühe mich sehr, auch hier möglichst Bio-Produkte anzubieten und fair einzukaufen, weshalb es bei mir auch keine Dumping-Preise geben wird. Ich bin überzeugt davon, dass ein gutes Produkt zu Recht seinen Preis hat, den es wert ist. Und ich persönlich zahle lieber einen höheren Preis für ein Produkt, das mit Liebe und Sorgfalt hergestellt wird, anstatt mit Massenprodukten Geld zu sparen. Ich bin halt persönlich davon überzeugt, dass unsere Welt nur eine Chance hat, wenn wir von dem Prinzip wegkommen, immer mehr für immer weniger Geld besitzen zu wollen und uns statt dessen wieder auf Werte wie Beständigkeit und Nachhaltigkeit besinnen. Auf jeden Fall werde ihr bei mir immer Sachen finden, die ich selber mag und verwenden würde.

Das eine oder andere Produkt werde ich im Laufe eines Monats auch immer noch einmal im Blog näher vorstellen und beschreiben und ggf. auch zeigen, wie man es verwenden oder einsetzen kann.

Dann kann man auch mal eine Hintergrundgeschichte erzählen, oder zeigen, wie die Dinge hergestellt werden, so dass ein persönlicher Bezug möglich wird und die Dinge Charakter bekommen. Ich freue mich sehr darauf!

In diesem Sinne viel Spaß beim Stöbern und
viele liebe Grüße

Cala

PS: Wer regelmäßig über unsere Angebote informiert werden möchte, kann entweder bei Facebook Fan unserer Seite werden (nach „cala kocht“ suchen) oder sich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen (bitte Nachricht an info@cala-kocht.de)

 

Neues aus dem WECK-Glas

Ich experimentiere im Moment fast täglich mit dem Kochen, Garen & Backen im WECK-Glas. WECK kann nämlich nicht nur süß, sondern auch deftig. Funktioniert einfach hervorragend und ich bin total begeistert.

Das Entscheidende scheint zu sein, dass die Gläser, die ich benutze verhältnismäßig klein sind. Ich benutze das „1/4-Liter Sturz-Glas Rundrand 100 von WECK“. Es reicht genau für eine Portion, somit füllt das Gargut das Glas fast komplett aus. Wenn man größere Mengen zubereiten will, oder für mehrere Personen kocht, kann man das entweder in größeren Gläsern tun, oder man verwendet mehrere von den kleinen Gläsern. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass zwischen Gargut und Topf nicht zu viel Luft sein darf – umso weniger Platz im Glas ist desto eher „schmort“ das Gargut im eigenen Saft und umso intensiver wird der Geschmack.

Da meine Rezept ja ohnehin auf eine Person zugeschnitten sind (ich gehe von mir selbst aus und davon, dass ich unter der Woche meist nur für mich alleine koche), ist die Methode für mich ideal. Von euren Zuschriften und Kommentaren weiß ich, dass inzwischen viele die Methode auch ausprobiert haben oder damit experimentieren, deshalb hier noch mal einige meiner Lieblingskreationen.

Die Gläser habe ich inzwischen übrigens in einer größeren Stückzahl bestellt – ihr bekommt sie einzeln bei mir im Webshop (hoffentlich ab morgen online…), so dass niemand einen ganzen Karton kaufen muss. Ihr könnt mir aber auch einfach eine E-Mail schicken an info@cala-kocht.de. Die Gläser kosten bei mir mit Deckel pro Stück 1,80 €, wer möchte kann separat dazu Klammern und Gummiringe bestellen (Set aus Gummiring und 2 Klammern kostet 0,30 €). Ich verwende die Gläser grundsätzlich ohne Klammern, nur ab und zu ist es vorteilhaft, wenn man den Deckel fixieren kann. Die Gummiringe habe ich noch nie benutzt, sie ermöglichen einen luftdichten Abschluss des Glases (z.B. beim Einkochen), sind aber sicherlich für das Garen in Ofen nicht geeignet (und auch nicht erforderlich).

Mit Ricotta gefüllte Paprika

1 kleine rote Paprika waschen, den Deckel abschneiden (aufheben), Kerne entfernen und in ein WECK-Glas geben. Ricotta würfeln und in die Paprika füllen.

Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, getrocknetem Salbei und Rosmarin würzen.

Statt des natürlichen Paprika-Deckels den Glasdeckel des WECK-Glases aufsetzen und bei 185° für ca. 30 Minuten in den Ofen geben. Achtung: Der Glasdeckel sollte wirklich ganz fest aufliegen, sonst entwickelt sich nicht genügend Feuchtigkeit, um die Paprika zu garen. Zur Not – falls die Paprika zu groß und dadurch ein bisschen widerspenstig ist – entweder die Ränder abschneiden oder die Metallklammern benutzen, um den Deckel zu fixieren.

Der eigentliche Garprozess beginnt, wenn es im Glas zu brodeln beginnt. Die Paprika wird im Ofen butterzart und die Gewürze entfalten ein herrliches Aroma.

Vor dem Servieren die Paprika noch einmal mit dem eigenen Saft von oben begießen und mit einem erstklassigen Olivenöl beträufeln. Zum Servieren kann man den richtigen Deckel wieder auf die Paprika setzen, oder damit den Teller dekorieren.

Dieses Gericht müsste eigentlich auch super mit Tofu oder Frischkäse funktionieren.

Als Beilage eignen sich Kartoffeln (kann man parallel im WECK-Glas zubereiten, siehe unten) oder Reis.

Kartoffeln

Kartoffeln habe ich bisher in zwei Varianten zubereitet: im Ganzen (dazu habe ich die kleinen „Pellis“ benutzt) und in Scheiben geschnitten. Man gibt die Kartoffeln ins Glas, würzt sie nach Wunsch – ich verwende am liebsten Salz und Rosmarin –, setzt den Glasdeckel auf und gart sie wie gehabt.

Tomate(n)

Tomaten gebe ich ganz oder geschnitten ins Glas. Toll eignen sich die „Ochsenherz“-Tomaten, wenn man das Glück hat, ein kleineres Exemplar zu erstehen. Tomaten ohne Flüssigkeit ins Glas geben, salzen, pfeffern und ggf. mit Kräutern würzen. Dann den Glasdeckel aufsetzen und ab in den Ofen.

(Wald-)Pilze

Pilze kleinschneiden und mit Kräutern (Rosmarin) und Salz ins Glas geben. Eventuell etwas Öl dazugeben. Garen wie gehabt. Müsste auch toll mit ganzen kleinen Champignons schmecken – dann aber ohne Öl (erst vorm Servieren mit einem sehr guten Olivenöl beträufeln).

Weiterhin viel Spaß beim Ausprobieren & Nachkochen und
viele liebe Grüße
Cala

 

 

Wunderbare Weck-Gläser

Mit Johannisbeeren fing es an. Die hatte ich letzen Samstag irgendwie im Überfluss gekauft und mochte sie dann roh nicht essen. Also habe ich sie gewaschen (die Beeren lassen sich ganz leicht mit einer Gabel von den Rispen entfernen), in ein Weck-Glas gepackt und in den Ofen gestellt (ca. 180° C).

Und siehe da: nach gar nicht allzu langer Zeit begann es fein zu brodeln. Ich ließ die Beeren schmoren, bis sie schön weich geworden waren und viel Fruchtsaft abgegeben hatten. Das Ergebnis war extrem lecker – ich habe die Johannisbeeren abkühlen lassen, bis sie nur noch leicht warm waren und dann einfach pur aus dem Glas gelöffelt.

Jetzt war mein Forschergeist geweckt und ich habe dasselbe mit Pflaumen, Kirschen, Blaubeeren und Äpfeln durchexerziert – genial. Wer gesund essen will, kann sich so aus puren Mono-Früchten ohne jeden Aufwand einen wirklich leckeren Nachtisch zaubern, der auch ideal ist, wenn man Gäste bewirten will.

Zwischendurch habe ich dann auch mal die Reste von meinen Tarte-Teig aus dem Gefrierfach geholt (siehe meinen Post zu „Ed Browns Erdbeertarte“) und vorm Backen auf den Früchten verteilt, auf diese Weise bekommt man im Handumdrehen einen klassischen Crumble. Man kann es aber auch  einfach haben, und einen grob zerkleinerten Haferkeks in die warmen Früchte rühren – schmeckt wunderbar.

Als herzhafte Variante habe ich auf die gleiche Weise rote Zwiebeln im Glas geschmort – phantastisch und so lecker, dass sie es nicht mal als Beilage auf den Teller geschafft haben: auch die habe ich direkt aus dem Glas gelöffelt…

Viel Spaß beim Ausprobieren, ich bin sehr gespannt auf eure Experimente!

Liebe Grüße
Cala

PS: Für alle, die die Weck-Gläser nicht kartonweise kaufen möchten (http://www.shop-weck.de/shopindex.htm), habe ich ab Montag einzelne Weck-Gläser im Laden und im Shop.

 

Pasta mit Staudensellerie und sardischen Kapern


In dem kleinen Restaurant „A Gambe di Gatto“ in Montelpulciano hatte ich Pasta mit Staudensellerie und Kapern gegessen und war total begeistert – vielleicht erinnert ihr euch an meinen Post. Dort habe ich auch diese wunderbaren sardischen Kapern erstanden, die wirklich ein Traum sind.

Am Wochenende habe ich die Pasta nachgekocht – wir haben es geliebt!

So habe ich es gemacht:

Staudensellerie waschen und diagonal in feine Streifen schneiden. Schale von einer Bio-Zitrone schälen und hacken. Kapern eventuell ein paar Minuten wässern, dann hacken.

Staudensellerie in Ghee anbraten. Gehackte Zitronenschale dazugeben, leicht (!) salzen und pfeffern. Da die Kapern sehr salzig sind, muss man mit Salz sparsam sein, so lange die Kapern noch nicht untergemischt sind.

Wasser angießen und eine Weile schmoren lassen, der Sellerie sollte aber noch leicht bissfest sein. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Nach Geschmack 1-2 Esslöffel sehr gutes Olivenöl (wir essen praktisch nur noch das Olivenöl von Il Casale) unterrühren und die Kapern unterheben. Nach Zugabe der Kapern eventuell noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse passt hervorragend zu Pasta (wir haben unsere toskanischen „Pici“ dazu gemacht), ist aber auch sehr lecker zu Ricotta oder zu einem anderen schnittfesten, milden Frischkäse. Ich könnte mir auch Ziegenkäse sehr gut dazu vorstellen.

Unbedingt probieren!

Liebe Grüße
Cala

ein Nachmittag mit Bio-Produkten aus der Toskana

Vielen lieben Dank für eure Besuche gestern, das war nett! Wir hatten in unserer Garage behelfsmäßig eine kleine „Toskana-Ecke“ aufgebaut und erfreulicherweise hat ja auch das Wetter mitgespielt… Das war ein schöner Nachmittag bzw. Abend mit anregenden Gesprächen übers Essen und Trinken in der Toskana und anderswo. Hat uns richtig Spaß gemacht! Nun sind alle Lebensmittel erst mal wieder ordnungsgemäß im Vorratskeller verstaut, weil ich sie in der Garage nicht dauerhaft lagern kann, aber wir arbeiten daran, eine Präsentationsmöglichkeit zu schaffen, die wir nicht dauernd auf- und abbauen müssen.

Eine Freundin hatte mich heute Morgen angemailt und gebeten, eine Übersicht zu machen, über die „Reste“, die jetzt noch da sind, das mache ich gern:

Wir haben noch

2 Flaschen Olivenöl von Il Casale à 11,20 €*
1 Flasche Thymian-Honig-Essig à 9,80 € (250 ml)
1 Flasche Apfelessig von Fontecornino à 6,20 € (750 ml)
1 Packung weiße Bohnen (Fagioli) – je 500g à 5,40 €
2 Packungen Kichererbsen – je 500g à 4,60 €
1 Glas in Salz eingelegte Kapern aus Sardinien à 9,80 € (50g)
1 Glas Pflaumenmus – reine Frucht ohne Zucker à 4,90 € (400g)
1 Glas Feigenmus – reine Frucht ohne Zucker à 4,90 € (400g)
Gelees (begleitend zu Käse, Fleisch und Gemüse) von LaBandita**, je 106g à 4,20 €
Ich habe noch jeweils 1 Glas von den folgenden Sorten:
Birne & Grappa, rote Zwiebeln, Wein-Aspik, rote Paprika, gelbe Paprika, Rosmarin-Aspik und Sellerie

* der ursprünglich angegebenes Preis von 9,50 € war falsch, da wir für die Flaschenabfüllung einen höheren Preis bezahlen mussten
** Achtung: La Bandita ist (noch) nicht bio-zertifiziert, sie haben die Zertifizierung aber beantragt.

Bei Interesse könnt ihr einfach eine Mail an mich schicken: info@calas-welt.de

Außerdem sind wir im Moment dabei, nach Möglichkeiten zu suchen, einzelne Bio-Produkte aus der Toskana dauerhaft zu importieren – drückt die Daumen, dass es klappt, ich halte euch auf dem laufenden!

Liebe Grüße
Cala

Fagioli (weiße Bohnen)

Natürlich will ich im Moment alles ausprobieren, was ich aus der Toskana mitgebracht habe. Heute habe ich die weißen Bohnen zubereitet und war restlos begeistert. Ich weiß nicht ,ob das reines Wunschdenken ist, aber ich bilde mir ein, dass die Bohnen aus der Toskana viel besser schmecken als die Biobohnen, die ich hier gekauft habe – ich habe übrigens noch mal auf die Packungen geschaut: restlos alle Hülsenfrüchte aus dem Bioladen (bis auf ein paar kanadische Linsen) stammen aus der Türkei… Ich weiß jetzt schon, dass ich versuchen werde, Nachschub aus der Toskana zu bekommen, ich weiß nur noch nicht genau, wie…

Hier, was ich aus den Bohnen gemacht habe:

Eiweiß: weiße Bohnen (getrocknet)
Gemüse: rote Zwiebeln, Tomaten
außerdem: Rosmarin, Salbei (geröstet), frischen Knoblauch, Zitronenzesten, Salz & Pfeffer aus der Mühle, Ghee (Butterschmalz)

Die Bohnen werden gewaschen und über Nacht (mindestens 12 Stunden) in Wasser eingeweicht. Dann in frischem, leicht gesalzenem Wasser entweder nach Packungsanweisung oder bis zur gewünschten Konsistenz kochen.

Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in etwas Ghee anbraten. Knoblauch fein hacken und dazugeben. Bohnen hinzufügen und ebenfalls anbraten. Die Tomaten häuten und zu den Bohnen geben. Zitronenzesten, Rosmarin und etwas Wasser hinzugeben und gut durchschmoren, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Dann mit Salz & Pfeffer würzen. Auf einem Teller anrichten und mit geröstetem Salbei bestreuen. Nach Wunsch mit Olivenöl servieren.

Dazu schmeckt ein grüner Salat: ich mache meinen neuerdings mit geriebenem Knoblauch – auch eine Anregung aus der Toskana. Dazu schmecke ich den Salat – im Moment liebe ich in feine Steifen geschnittenen Romana-Salat – erst ganz normal mit Öl (Kernöl ist klasse!), Salz und Pfeffer ab. Zum Schluss gebe ich eine Mischung aus Zitronensaft, Olivenöl und geriebenem frischen Knoblauch darüber…

Toskanischer Reissalat

Erinnert ihr euch an Karins Reissalat? Hier kommt meine erste eigene Variante davon – super lecker!

Eiweiß: Peccorino, Feta- oder Bergkäse in kleinen Würfeln
Gemüse: nach Wunsch – in Würfel oder feine Streifen geschnitten
außerdem: etwas kalten Reis, Olivenöl, Zitronensaft, Kapern und/oder Oliven,
frische Basilikum- und Salbeiblätter, Salz, Pfeffer

Ich habe diese Version mit Auberginen, Roter Beete, roten Zwiebeln und Tomaten gemacht – im Prinzip ist man aber vollkommen frei in der Auswahl der Gemüse, wobei ich denke, dass Auberginen und Tomaten ziemlich ideal sind.

Die Auberginen habe ich in Scheiben geschnitten und im Ofen gegart (man kann sie vorher mit einer Mischung aus Olivenöl und Knoblauch bestreichen, muss man aber nicht). Nach dem Garen habe ich sie in kleine Würfel geschnitten.

Die Rote Beete (ich hatte noch wunderschöne aus dem Bioladen in Montepulciano) habe ich nach Ed Browns Rezept mit der Schale im Ofen gegart und sie erst später geschält, das klappt prima. Die roten Zwiebeln habe ich in Würfel geschnitten und in Ghee leicht angebraten. Auch die Salbeiblätter habe ich in etwas Ghee knusprig angebraten – das dauert eine Weile, deshalb bereite ich immer eine größere Menge davon zu, die ich dann für verschiedene Gerichte verwende.

Den Basilikum habe ich in feine Streifen geschnitten und roh verwendet, die Kapern fein gehackt – da ich die in Salz konservierten Kapern aus Sardinien verwende (genial!), habe ich sie vorher etwa eine Viertelstunde gewässert. Das klein geschnittene Gemüse wird mit dem kalten Reis gemischt und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und den Kräutern abgeschmeckt. Zum Schluss die Käsewürfel unterheben – wenn man sehr salzige Käsesorten verwendet, sollte man den Salat erst nach dem Zufügen des Käses salzen.

Der Reissalat schmeckt herrlich frisch, ist leicht zuzubereiten und ist auch hervorragend zum Mitnehmen geeignet – unbedingt ausprobieren! Ich freue mich schon darauf, eine Variante mit Staudensellerie und Fenchel zu machen.

Wer aus Gesundheitsgründen keinen oder nur wenig Reis essen darf oder will, kann entweder die Reismenge erheblich reduzieren, oder den Salat nur mit Gemüse zubereiten – wobei ich dann ein bisschen mit den Käsesorten experimentieren würde um herauszufinden, was am besten passt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und

liebe Grüße
Cala