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Karrottenchips und süße Raita

Die eine Hälfe dieses merkwürdigen Wochenendes habe ich damit verbracht, mich über unsere geplatzte Reise zu ärgern, die andere damit, die perfekten Karottenchips herzustellen.

Dazwischen haben wir den Garten auf Vordermann gebracht, uns um die Buchhaltung gekümmert, sind endlich mal wieder bei unserem Lieblings-Inder gewesen, haben die Rezepte von Frau Gonder ausprobiert und die Gewinner unserer Oster Verlosung ermittelt (dazu demnächst mehr).

Auf die Idee mit den Karottenchips  kam ich über den amerikanischen Food-Blog “Oh My Veggies“, den ich über Pinterest entdeckt habe (Rezept “Curried baked Carrot Chips“). Gemüsechips habe ich schon öfter gemacht (zum Beispiel hier), aber mit Karotten hatte ich es – ehrlich gesagt – noch gar nicht richtig probiert und auch gewürzt hatte ich meine Gemüsechips bisher eher verhalten. Gefallen hat mir an den Karottenchips zuerst vor allem die tolle Farbe ;-).  Da ich kein Curry-Fan bin, habe ich andere Gewürze verwendet, aber meine Chips sollten auf jeden Fall genauso fotogen werden wie im Original-Rezept.
Dabei habe ich festgestellt, dass die gewürzten Karotten-Chips von allen bisher probierten Chips definitiv die besten sind. Die Süße der Karotten und die Schärfe der Gewürze ist einfach fantastisch miteinander…

Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, es zu schaffen, dass die Chips zwar schön kross werden, aber nicht verbrennen, die Gewürze annehmen ohne zu viel Öl aufzunehmen und ihre Farbe behalten.

Und wenn man ein Rezepte weitergeben will, genügt es nicht, dass das ganze einmal klappt. Wie in der Wissenschaft, gilt auch hier: Bei Wiederholung unter gleichen Bedingungen sollte das Ergebnis reproduzierbar sein. Und so habe ich dieses Wochenende unendlich viele Karotten verarbeitet (und gegessen), bis ich zufrieden war und die “perfekte” Methode gefunden hatte. Hier ist sie:

Gewürzte Karottenchips

Zutaten
1-2 möglichst dicke, sehr frische Karotten
(es macht Sinn, gleich mehrere Portionen zu zubereiten).
Meersalz
weißer Pfeffer
Kreuzkümmel
Olivenöl

Karotten waschen und mit der Küchenmaschine längs in ca. 1-2 mm dicke Scheiben schneiden. Ein Backblech dünn mit Olivenöl einstreichen. Die Karottenscheiben auf das Backblech legen und einmal wenden, damit sie von beiden Seiten Olivenöl aufnehmen. Die Karottenscheiben dürfen sich auf dem Backblech berühren (sie schrumpfen im Ofen ohnehin ziemlich), sollten aber nicht überlappen (sonst werden sie nicht kross). Gewürze frisch vermahlen und auf die Karottenscheiben geben, dann die Scheiben wenden und auch die andere Seite kräftig würzen.

Backblech in den Ofen geben (mittlere Höhe) und Grillfunktion (mittlere Stufe) einschalten (zum Vergleich: mein Ofen hat  4 Schienen, ich benutze die 2. von unten und 5 Grillstufen, ich habe auf  Stufe 3 gegrillt).

Karottenscheiben 5 min grillen, dann wenden und erneut 5 min grillen. Ofen ausschalten und die Karottenscheiben im warmen Ofen trocknen lassen. Wenn der Ofen abgekühlt ist, die Karottenscheiben kontrollieren und diejenigen Karotten aus dem Ofen nehmen, die bereits kross sind. Erneut die Grillfunktion 5 min einschalten und so fortfahren, bis alle Karotten kross sind.

Ich bin sicher, dass ihr – genau wie ich – ein bisschen experimentieren müsst, bis das Ergebnis perfekt ist, aber es lohnt sich, das verspreche ich euch!

Beim Inder habe ich dann am Samstag eine leicht süße Raita probiert, die mir die Inspiration zu einem wunderbaren Dipp für die Karottenchips gegeben hat – so kombiniert wird es zum perfekten Snack – auch zum Mitnehmen:

Joghurt (ich fand Schaf-Joghurt am besten, Menge nach Belieben), eine frisch gemahlene Mischung aus Kreuzkümmel, Salz, Cardamom und weißem Pfeffer sowie ein Teelöffel Honig (ich habe mit mehren Sorten experimentiert und fand unseren spanischen Blazei-Honig ideal, weil er durch die Pilze noch mal ein ganz ganz besonders Aroma liefert) gut miteinander verrühren.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren

und einen guten Start in die neue Woche

eure
Cala

3 Kommentare

  1. Wow, das klingt ja toll! Und die Bilder sind wunderschön… Danke für die Anregung, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

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