Neueste Artikel

Frohe Weihnachten & liebe Grüße aus Zandvoort/Amsterdam

151225_Collage

Wir schicken euch viele liebe Grüße aus Zandvoort, wo wir unseren Weihnachtsurlaub sehr genießen – ganz ruhig und gemächlich, ohne Stress & Druck und genau so wie wir es mögen.

151225_Colage_Strand

In Holland sind die Feiertage sehr viel entspannter, die Geschäfte, Restaurants und Cafés haben auch am Heiligabend lange geöffnet und geschlossen sind sie nur heute, am ersten Weihnachtsfeiertag.

151225_Collage Amsterdam_Kuchen

So haben wir gestern nach einem Strandspaziergang am Morgen einen wunderbaren Einkaufsbummel in Amsterdam gemacht, in unserem (veganen) Lieblingscafé weihnachtliche Leckereien genossen und sind dann ganz gemütlich in den Heiligabend übergegangen – mit einer deftigen Gestensuppe (Rezept folgt), kleinen Geschenken und vielen Kerzen – begleitet von einem sehr leckeren (veganen!) Chenin Blanc Sparkling in Bio-Qualität, den wir in Amsterdam zufällig in einem Hipster-Fair-Trade-Laden entdeckt haben – so gut, dass wir auf jeden Fall versuchen werden, ihn für Cala kocht zu bekommen, damit ihr auch in den Genuss kommt.

151224_Collage_Essen

Für heute steht außer einem Strandapziergang gar nichts auf unserem „Programm“ – wir legen einfach die Füße hoch sind zur Abwechslung mal „faul“, lesen in unsere neuen Bücher hinein und genießen die leckeren Weihnachtsplätzchen von unserer Nachbarin – himmlischer Luxus.

Euch allen schöne Weihnachtstage, genießt sie so, wie ihr es mögt!

Liebe Grüße
Cala, Boris
Seni & Anny

Das allerbeste Früchtebrot – versprochen!

151209_Früchtebrot_Schrift

Ich bin ein absoluter Früchtebrot-Junkie. Nichts liebe ich in der Weihnachtszeit so sehr wie Früchtebrot und Lebkuchen.

Und natürlich weiß ich, wo ich gutes Früchtebrot kaufen kann. Deshalb fand ich es bisher auch völlig unnötig, selber eines zu backen. Weil ich im Moment aber so empfindlich auf viele Zutaten reagiere, bin ich vorsichtig mit allem, was ich fertig kaufe. Also habe ich angefangen selber zu experimentieren und siehe da: das Ergebnis ist nicht nur sehr viel besser, als das bisher gekaufte – das Früchtebrot ist auch ganz einfach zu machen.

Wir sind süchtig danach, Boris genauso wie ich und (fast) jeden Abend stehen wir gemeinsam in der Küche und bereiten für den nächsten Tag ein frisches zu (das dauert zu zweit keine 5 Minuten…).

151209_Früchtebrot_mit Schrift

Für dieses Früchtebrot verwende ich außer einem Löffel Zuckerrübensirup keinen weiteren Zucker – auch wenn in vielen Früchtebrot-Rezepten (ich habe einige gelesen) reichlich Zucker verwendet wird. Die Trockenfrüchte machen das Brot so süß, dass weiterer Zucker einfach Blödsinn wäre, hier kann man problemlos darauf verzichten.

Nach wie vor reagiere ich auf Getreide extrem empfindlich.
Dinkel vertrage ich zum Beispiel im Moment überhaupt nicht, auch Roggen ist schwierig. Was hingegen erstaunlicherweise problemlos funktioniert, ist Weizen. Für das Früchterbrot verwende ich ein wunderbares, ganz feines Strudelmehl, das ich bei Manufactum kaufe (hier) Sicherlich ist es geschmacklich für das Früchtebrot ideal, du kannst aber alternativ natürlich auch Dinkel- oder Roggenmehl ausprobieren.

151208_Früchtebrot_Mood_Titel

Calas weihnachtliches Früchtebrot
Zubereitungszeit: ca. 1h zzgl. 12 + 2 Stunden Ziehzeit

Zutaten für einen kleinen Laib (1/2 Kastenform)
250g Äpfel (ungeschält und mit Kerngehäuse gewogen)
ca. 150g gemischte Trockenfrüchte (siehe Anmerkung unten)
50g Haselnüsse
1 EL Zuckerrübensirup (ich verwende den Zuckerrübensirup von Naturata)
½ TL Zimt
½ TL Pfeffersack & Söhne Gewürzmischung „Weihnachtsbäckerei“, frisch gemahlen
2 Gewürznelken, fein vermahlen
150g sehr feines Weizenmehl („Strudelmehl“, siehe Text oben)
1 TL Backpulver
½ TL Natron

Zubereitung

1. Äpfel schälen, vierteln und die Kerngehäuse entfernen. Grob reiben.
Trockenfrüchte abwiegen, die größeren Trockenfrüchte etwas zerkleinern (je nach Größe halbieren, vierteln, achteln oder in scheiben schneiden). Zu den Äpfeln geben.

2. Gewürze und den Zuckerrüben-Sirup hinzugeben. Gut mischen, dann über Nacht ziehen lassen.

3. Am nächsten Morgen Mehl, Backpulver und Natron zu den Trockenfrüchten geben und sehr gut durchkneten (Küchenmaschine).

4. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. 2 Stunden ruhen lassen.

5. Ofen auf 160° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Auf der mittleren Schiene 60-75 Minuten backen.

Das Früchtebrot schmeckt pur, mit (veganer) Butter, mit Kokosöl oder einem Belag deiner Wahl – aber auch zu Herzhaftem ist es ein fantastischer Begleiter. Es hält sich theoretisch an einem kühlen Ort ein paar Tage, bei uns ist es aber innerhalb weniger Stunden verzehrt 😉

Tipp: das Brot ist in der Weihnachtszeit auch ein wunderbares Mitbringsel – eingeschlagen in ein schönes (Geschirr-)Tuch oder in Brotpapier gewickelt ist es ein nettes Geschenk für einen Adventsbesuch.

Anmerkung zu den verwendeten Trockenfrüchten:
Ich verwende tatsächlich ein „buntes“ Sammelsurium: Aprikosen, Pflaumen, Datteln, Feigen, Rosinen und Cranberrys – du kannst aber auch die Früchte ganz gezielt aussuchen oder nur eine einzige Sorte verwenden.

Ich wünsche euch sehr viel Spaß beim Ausprobieren – genießt die Weihnachtszeit!

Liebe Grüße
Cala

 

 

Weihnachtsleckereien aus dem Schirner-Verlag: roh, vegan und glutenfrei

151205_Titel

Eine weihnachtliche Rezeptsammlung für alle, die rohköstlich vegan leben und auf Gluten achten müssen, hat der Schirner-Verlag neu vorgestellt.

Auf den ersten Blick wirkt das Büchlein eher unscheinbar, aber das täuscht. Hier finden sich viele nützliche Informationen und Tipps, auch viele „Basics“. Sehr nützlich finde ich z.B. die vorangestellte Übersicht, wie man ungesunde „konventionelle“ Zutaten durch gesündere ersetzen kann. Übrigens wird auch in den vorgestellten Rezepten keinerlei Zucker verwendet – Trockenfrüchte wie z.B. Datteln sorgen für ausreichend Süße.

Was ich ganz toll finde: Die Rezepte sind bewusst so gestaltet, dass sie variabel sind – wer gegen eine Zutat allergisch ist, kann sie durch eine andere/ähnliche, besser verträgliche Zutat ersetzen.

Im Rezeptteil sind fast alle Klassiker vertreten – es finden sich Rezepte für Früchtebrot, Gewürzkuchen, Lebkuchen und Christstollen genauso wie für Zimtsterne, Konfekt oder Vanillekipferl, weihnachtliche Kuchen und Desserts.

151205_Collage_2

Sehr nützlich sind auch die Grundrezepte für Kuchen und Plätzchenteige, die man für die eigenen Bedürfnisse perfekt anpassen kann – auch Ideen für nussfreie Teige sind dabei.

Ein kleines Manko – für meinen Geschmack – ist die optische Aufbereitung – hier darf man für den kleinen Preis des Buches auch wirklich keine großen Erwartungen haben, dafür wird inhaltlich umso mehr geboten.

151205_Cover

Britta Diana Petri
Köstliche Weihnachtsleckereien
roh, vegan und glutenfrei
Schirne Verlag Oktober 2015
ca. 136 Seiten, 9,95 €
im Buchhandel oder über den Schirner-Verlag

Deine Chance für ein weihnachtliches Präsent:
Gemeinsam mit dem Schirner-Verlag verlosen wir am 12.12. ein Exemplar des Buches unter allen Kommentaren die bis dahin zu diesem Post hier und auf meiner Facebook-Seite eingegangen sind.

 

Rechtlicher Hinweis:
Für diesen Post hat mir der Schirner-Verlag ein Rezensions- und ein Verlosungs-exemplar des besprochenen Titels zur Verfügung gestellt, was allerdings an keinerlei Absprachen bezüglich der Art der Berichterstattung gebunden ist. Somit übt der Schirner-Verlag selbstverständlich keinen Einfluss auf meine Meinung oder die Gestaltung dieses Posts aus.

 

 

Zum Wochenende der zweite: Chiccoree-Postelein-Salat mit Walnüssen und Camelinaöl

IMG_1614

Wie versprochen kommt hier der zweite von meinen Wintersalaten. Hier ergänzen sich  feine Aromen wirklich perfekt.

Entstanden ist er – wie so oft – aus einem Zufall heraus. Boris hatte Chiccoree und Postelein vom Markt mitgebracht (er geht donnerstags jetzt immer auf den neuen Wochenmarkt im Offenbacher Nordend, den wir ganz großartig finden.

Fandler_Bio_Camelina

Da ich im Moment keine Nussöle vertrage (die ich im Winter am Salat liebe…), bin ich gezwungen, Neues auszuprobieren oder Öle zu verwenden, die ich sonst nicht so häufig benutze. So habe ich das herrliche Camelinaöl wiederentdeckt, das in diesem Salat mit den leichten Bitteraromen vom Chiccoree und der würzigen Note des Posteleins eine wunderbare Kombination eingeht.

Camelina– oder „Leindotter“öl war lange Zeit vergessen und wurde von der Feinschmeckerszene erst vor kurzem wiederentdeckt. Man kannte das Öl schon in der Keltenzeit. Es ist sehr aromatisch, fein im Geschmack und lange haltbar.
Camelinaöl ist sehr reich an den wichtigen Omega-3-Fettsäuren (ca. 37%).

IMG_1654

Postelein (bzw. Portulak, wie er auch genannt wird), ist eine einjährige, krautige Pflanze. An langen dünnen Stielen bildet sie tellerförmige Blätter aus, weshalb sie auch „Tellerkraut“ genannt wird. Die Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen, aber wenig Nitrat, das bei anderen Salatpflanzen oft ein Problem ist. Die feinen Blätter sind übrigens weniger empfindlich, als man denkt – gibt man sie in eine Schüssel und deckt sie mit einem feuchten Tuch ab, kann man sie im Kühlschrank durchaus ein paar Tage aufheben. Essbar sind sowohl die Blätter, als auch die Stengel. Postelein schmeckt roh als Salat, aber auch warm (angebraten oder geschmort).

Chicorée ist aus gutem Grund eine häufige Empfehlung bei Diäten und Ernährungsumstellungen. Er zählt zu den kalorien- und fettärmsten Gemüsesorten überhaupt, ist aber reich an gesunden Inhaltsstoffen, Vitaminen (A, B und C) und Mineralien (Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium). Auch die enthaltenen Bitterstoffe sind sehr gesund, eine Wohltat für Magen und Darm. Chicorée enthält den löslichen Ballaststoff Inulin, der als besonders günstig für eine gesunde Darmflora gilt.

In Belgien und Frankreich wird Chicorée übrigens sehr viel häufiger gegessen als bei uns. Dort liegt der Jahresverbrauch pro Kopf zwischen 4 und 8 Kilogramm – bei uns sind es grade mal 300g. Man kann ihn roh, aber auch gedünstet oder angebraten genießen – hervorragend schmeckt er auch, wenn man ihn halbiert, mit Olivenöl begießt, leicht salzt und im Ofen schmort.

Im 19. Jahrhundert ergaben die Wurzeln des Chicorée getrocknet und geröstet einen preiswerten Kaffee-Ersatz, den sog. Zichorienkaffee.

IMG_1611

Chiccoree-Postelein-Salat mit Walnüssen und Camelinaöl

Zutaten (pro Portion)
1-2 kleine Chicorée
ca. 50-80g Postelein
1-2 Walnüsse, ausgelöst
1-2 EL Camelinaöl
1 EL Apfelessig
feines Meersalz

Chiccorée putzen und abspülen, dann in etwa 8 mm breite Ringe schneiden.
Postelein waschen, dunkle Stielenden ggf. abschneiden.
Walnüsse grob zerkleinern.

Zutaten in eine Schüssel geben und mit Apfelessig, Camelinaöl und Salz fein abschmecken.

Dieser Salat ist eine wunderbare Vorspeise für ein feines winterliches Menü. Kombiniert mit gebratenem Tofu oder in Kombination mit Austerpilzen und Quinoa wird er zu einer vollwertige Hauptmahlzeit.

mein Tipp:
Der Geschmack von Ölen ist sehr, sehr unterschiedlich, selbst wenn sie hochwertig sind. Da der Geschmack solcher Salate wesentlich von den verwendeten Ölen mitbestimmt wird, macht es Sinn, hier in ein qualitativ und geschmacklich optimales Öl zu investieren – wie bei vielem anderen, macht es mehr Spaß, wenig vom Besten als viel vom Mittelguten zu genießen. Ich schwöre auf die Öle von der Ölmühle Fandler, die wegen ihres besonderen Presseverfahrens (Stempelpressen) geschmacklich einzigartig sind. Ihr bekommt die Fandler-Öle bei uns im (Web-)Shop oder in sehr gut sortierten Feinkostläden.

weitere Rezepte mit Postelein:
Winterlicher Eisbergsalat mit Postelein und Kürbiskernöl-Walnuss-Dressing
http://www.cala-kocht.de/?p=1998

Ich freue mich auf eure Kommentare
und wünsche euch ein schönes Wochenende

Cala

Der erste von zwei leckeren Wintersalaten – im Handumdrehen gemacht

151120_Collage Salat

Ihr wisst: Ich liebe Salate – sommers wie winters. Und ich bin überzeugt, dass mir diese Leidenschaft meine Großmutter vererbt hat. Sie hat alle erdenklichen Lebensmittel, Überbleibsel und Reste zu wunderbaren Salaten verarbeiten und hatte ein Händchen für schmackhafte Kombinationen. Dabei wurde in unserer Familie die Salatsoße nie separat angerührt, sondern direkt abgeschmeckt – so handhabe ich es bis heute.

Ich experimentiere gern, halte mich aber auch an meinen Grundsatz, nicht zu viele Aromen zu mischen.

Zwei schöne winterliche Salatrezepte, die es im Moment öfter bei uns gibt, möchte ich euch heute und im nächten Post vorstellen.

Hier findet ihr einen (wenig fotogenen aber umso leckereren)
Winterlichen Endiviensalat mit gebackenem Kürbis (vegan)

151120_Endiviensalat_Titel

Wer meinen Newsletter bekommt (du kannst dich per Mail an info@cala-kocht.de dafür anmelden), kennt dieses Rezept schon. Den Salat kannst du sowohl mit Endivien-, als auch mit Feldsalat machen. Beides sind typische regionale Wintersalate, deshalb sollten sie jetzt auch regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
Diese Salate enthalten viele Vitamine, die uns im Winter guttun. Endivien besitzen außerdem einen verhältnismäßig hohen Anteil an Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium und Eisen.

151120_Endiviensalat ganz

Endiviensalat gehört zu den sog. Zichoriengewächsen, die alle eine leicht bittere Note haben. Diese Bitterstoffe sind gesund für Galle, Darmflora und Immunsystem und haben eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

Feldsalat enthält Provitamin A, Folsäure und Eisen sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Er enthält aber auch ätherische Öle, z.B. Baldrianöl, dem man nachsagt, dass es die Venen stärkt. Tatsächlich ist Feldsalat der vitaminreichste von allen Salaten – du solltest beim Einkauf aber darauf achten, dass er ganz frisch ist und solltest ihn auch gleich verarbeiten.

Um die Aufnahme des Eisens in Endivien- oder Feldsalat zu verbessern, empfiehlt sich immer eine Kombination mit Vitamin C, z.B. in Form von Zitronen- oder Orangensaft. In meinem Rezept ist der Kürbis der Vitamin-C-Lieferant.

151120_Kürbis_ganz

Kürbis ist auch bei uns ein traditionelles Wintergemüse und als solches sehr gesund. (siehe auch hier) Die im Kürbis enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind wichtige Antioxidantien. Sie schützen unter anderem die Netzhaut im Auge. Wasser und Ballaststoffe fördern die Verdauung. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd und harntreibend. Außerdem enthält Kürbis B-Vitamine und Vitamin C.

Aufgrund seines hohen Wassergehaltes (je nach Sorte zwischen 80 und 97 %) und den vielen Ballaststoffen ist Kürbis extrem kalorienarm (pro 100 g lediglich ca. 27 kcal.).

Besonders häufig wird er für die Zubereitung von Suppen verwendet – aber auch in Currys oder – wie hier – im Salat ist Kürbis sehr schmackhaft.

Der Hokkaidokürbis hat den Vorteil, dass man ihn nicht schälen muss – im Gegensatz zu anderen Kürbissen ist seine Schale essbar. Sein faserarmes Fruchtfleisch und der leicht nussige Geschmack machen ihn besonders beliebt. Man hat übrigens festgestellt, dass der Nährstoffgehalt von Hokkaidokürbissen zwei- bis siebenmal höher ist als der von anderen Kürbissorten. Beim milden Garen (Kochen oder Dünsten bei ca. 100 °C) bleiben diese Nährstoffe zu einem sehr großen Teil erhalten.

151120_Collage_Make off

Winterlicher Endiviensalat mit gebackenem Kürbis (vegan)

Zutaten (pro Portion)
1/2 mittelgroßer Hokaido-Kürbis
1/2 mittelgroßer Endiviensalat (oder die entsprechende Menge Feldsalat)
hochwertiger Apfelessig (z.B. hier)
Fandler Hanföl (hier)
Solling Nachtkerzenöl (hier)
Sel Gris (hier), Flor de Sal (hier), Tellicherry-Pfeffer (hier)

Zubereitung

Ofen auf 175° vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Kürbis gründlich waschen, entkernen, erst in Spalten dann in kleine Würfel scheiden (ca. 8mm x 8mm, siehe Foto unten). Den Boden einer Auflaufform mit Wasser benetzen, Kürbiswürfel hineingeben, mit etwas Sel Gris bestreuen und mit den Händen vermischen. Für 30-45 Minuten in den Ofen geben – der Kürbis sollte nach dem Garen butterweich sein und auf Druck sofort nachgeben.

Inzwischen Endiviensalat gründlich waschen und in ganz feine Streifen schneiden (siehe Foto unten).

151120_Collage_Kürbis

Sobald der Kürbis gar ist, diesen noch warm zum Salat geben.  1 EL Hanföl, 1/2 EL Nachtkerzenöl, 1/2 Esslöffel Apfelessig, etwas Flor de Sal und Tellicherry-Pfeffer dazugeben und ganz gründlich vermischen, so dass der Kürbis zerfällt.
Nach Geschmack mit den Ölen und Gewürzen abschmecken, dabei das Mengenverhältnis (Öle 2:1, nicht zu viel Essig) in etwa beibehalten.

Der Salat schmeckt als Beilage, ist aber auch üppig genug für eine Hauptmahlzeit (ich serviere ihn dann mit frischem Brot).

Gut zu wissen: Hanföl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, davon ca. 21 % Omega-3-Fettsäuren. Nachtkerzenöl ist reich an Omega-6-Fettsäuren. Beide enthalten die wertvolle Gamma-Linolensäure. Obwohl es bisher keine wissenschaftliche Bestätigung dafür gibt, finden sich viele Berichte darüber, dass sich sowohl Hanföl, als auch Nachkerzenöl (innerlich und äußerlich angewendet) für die Hautgesundheit positiv auswirken.

Weitere Kürbisrezepte auf Cala kocht:

Gebackener Hokkaido-Kürbis mit Linsen und Senfsauce (hier)
Kürbis-Apfel-Suppe mit Ingwer (hier)
Kürbisgnocchi (hier)

Wer darüber  hinaus Anregungen für Wintersalate sucht, dem sei auch dieses Buch empfohlen, das gerade im Verlag Bassermann erschienen ist. Die Rezepte sind zwar nicht alle vegan oder vegetarisch, man kann sich aber schöne Anregungen daraus ziehen.

Karl Newedel
„Wintersalate
Bassermann Inspiration
12,99 €
ISBN 978-3572081332
erhältlich im Buchhandel

Quellen, Verweise & Literatur zu diesem Artikel:

https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2006/08_06/EU08_305_308.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliches_Tellerkraut
http://www.wie-gesund-ist.de/kuerbis-hilfreich-bei-haar-und-hautproblemen/

 

 

Straßbourg, Samstag, den 17. Oktober 2015

151018_Straßbourg_5

Tagesausflug nach Straßbourg – einfach mal rauskommen und etwas anderes sehen, eine Reise machen, wenn auch nur eine kleine…

151018_Straßbourg_Collage_2

…um diese Jahreszeit ist Straßbourg nicht mehr so überlaufen….

151018_Straßbourg_4

151018_Straßbourg_3
…natürlich besuchen wir auch den tollen Wochemarkt…

151018_Straßbourg_2

151018_Straßbourg_1

…halten Ausschau nach kulinarischen Leckerbissen….

151018_Collage Straßbourg_Markt

…und bummeln durch die schönen Altstadtgassen.

Unser Fazit: das wiederholen wir ganz bestimmt…..

Liebe Grüße
eure
Cala

Trotz aller Einschränkung: extrem lecker, das müsst ihr probieren :)

IMG_1473

Jetzt bin ich doch mal wieder in der Lage, ein Rezept mit euch zu teilen, denn dieser Süßkartoffel-Auflauf ist – obwohl er mit minimalen Zutaten auskommt und ganz einfach zu machen ist – wirklich extrem lecker. Außerdem macht er durch seine fröhliche Farbe gute Laune, etwas, das ich im Moment gut gebrauchen kann und ist außerdem noch himmlisch wärmend bei diesem Schmuddelwetter…

einfacher Süßkartoffel-Auflauf

Zutaten (pro Portion)
eine mittelgroße Süßkartoffel
1 kleine Dose Kokosmilch
Meersalz

Zubereitung

Ofen auf 175° vorheizen.

Süßkartoffel schälen, in kleine, mundgerechte Stücke schneiden und in eine Auflaufform geben. Kokosmilch mit Salz verühren und gleichmäßig über die Süßkartoffeln geben.
Ca. 45 Minuten in den Ofen geben, bis die Süßkartoffeln ganz weich sind.

Ich esse dazu Reis und grünen Salat.

IMG_1468

Tipp: wenn du nicht so empfindlich bist, wie ich im Moment, kannst du natürlich die Kokosmilch auch mit weiteren Gewürzen abschmecken – allerdings finde ich, dass das Gericht schon in dieser schlichten Form sehr, sehr lecker ist und kaum weitere Anstrengungen braucht.

Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße

Cala

Ende der veganen Ernährung? Nachdenkliches über das Essen, über ein Erntedank-Paket aus Westfalen und eure liebe Unterstützung

151008_Collage_4

Im Moment hört ihr nicht viel von mir, was zum einen daran liegt, dass ich sehr mit mir selber beschäftigt bin, zum anderen daran, dass das Kochen im Moment alles andere als kreativ ist und ich folglich auch nicht viel zu berichten habe.

Tatsächlich bin ich einigermaßen frustriert und halte ich mich noch immer an einen relativ strengen Diätplan (ich habe hier schon berichtet). Ich war beim Heilpraktiker und habe meine Darmsanierung fortgesetzt. Ich habe auf Weizen, Zucker, Alkohol und Obst verzichtet, musste dafür aber meine gluten- und sojafreie Diät aufgeben, die mich ohnehin nicht viel weiter gebracht hatte. Das Ergebnis war, dass sich die Haut eher verschlechtert als verbessert hat, was zunächst einmal unerklärlich war. Selbstverständlich bin auch dabei, das schulmedizinisch abklären lassen, aber das ist ein zähes Unterfangen und bis jetzt gibt es kaum brauchbare Ergebnisse.

Ich achte akribisch darauf, keine Lebensmittel zu essen, die bei Neurodermitis besonders kritisch sind (Kakao, Zitrusfrüchte, diverse Gemüsesorten usw.), trage nur noch Baumwollkleidung, arbeite nicht mehr im Garten, sorge dafür, dass die Wohnung blitzblank ist, dass ich keinen Stress und ausreichend Schlaf habe.

151009_Collage_1

Seit einer Woche bekomme ich Medikamente, die Alternative wäre die Einweisung in eine Hautklinik gewesen (wobei diese Option immer noch offen ist). Die tatsächliche Ursache für diesen heftigen Schub hat bisher niemand gefunden (auch ich habe keine Idee), aber es gibt ein paar Ansätze, die ich jetzt weiterverfolgen muss, dazu brauche ich aber noch ein bisschen Zeit. Auf die Klinik bin ich gar nicht scharf, denn ich wüsste nicht, was man dort tun könnte, was ich nicht auch zu Hause machen kann…

Ganz abgesehen von meinem Hauptproblem, gab die Tatsache, dass ich die Lebensmittel, die ich zu mir nehme, immer weiter reduziert habe, den Blick frei auf eine Reihe von Lebensmitteln, die ich verstärkt zu mir nehme, seitdem wir vegan leben. Als ich mir diese Lebensmittel genauer angesehen habe, bin ich ziemlich erschrocken: Soja, Nüsse, Hülsenfrüchte, Mais, viele Getreide und auch die Pseudogetreide Buchweizen, Amaranth und Hirse sind allesamt sowohl Nickel- als auch Histaminbomben – erst recht in Bio-Qualität.

Jetzt wäre mir zwar neu, dass ich auf Nickel reagiere, aber ich habe schon länger den Verdacht, dass ich sehr empfindlich gegenüber Histamin bin. Fakt ist jedenfalls, dass unsere 1,5-jähriges veganes Leben (zumindest bei mir) für eine immense Nickel- und Histamin-Zufuhr gesorgt haben muss. Das sicherheitshalber runterzufahren, war jetzt erst mal mein oberstes Ziel. Eine allergische Reaktion auf Nickel kann man leider im Blut nicht testen, so dass ich warten muss, bis ein Hauttest wieder möglich ist.

Wenn eines von beidem (Nickel oder Histamin) die Ursache ist, würde das auch erklären, warum sich das Problem kontinuierlich verschlimmert hat – vielleicht war irgendwann die Toleranzschwelle meiner Haut einfach überschritten

Tatsache ist jedenfalls, dass die vegane Ernährung bei mir keinesfalls das Neurodermitis-Problem gelöst hat (wie es so oft propagiert und berichtet wird), sondern ich einen Schub habe, wie seit etlichen Jahren nicht mehr.

151008_Collage3

Wenn sich die Lebensmittel-Befürchtung bestätigt, wäre das natürlich der Super-Gau und de facto für mich auch das Ende der (rein) veganen Ernährung. Vorher gilt es aber (medizinisch) noch einiges zu klären und ich versuche, optimistisch zu bleiben.

Eine Histamin-Intoleranz wäre bei weitem nicht so tragisch wie Nickel, das ließe sich a) eher vermeiden und b) auch besser mit Medikamenten kontrollieren.

Da ich gewichtsmäßig schon an einer absoluten Untergrenze angelangt bin und mich nicht weiterhin von Chinakohl und Reis ernähren kann, habe ich vorerst leider einen Kompromisse in der Ernährung machen müssen und baue jetzt moderat auch tierische Eiweiße ein (vor allem Fisch und Geflügel). Gefallen tut mir das überhaupt nicht, aber schließlich muss ich etwas essen und habe mich eigentlich schon viel zu lang  „mangelernährt“, das war nicht mehr länger möglich ohne eine ernste Gesundheitsgefahr und kann auch für die Heilung nicht sinnvoll sein. Nur weglassen funktioniert eben – leider – auch nicht, zumindest nicht auf Dauer. Meine Hoffnung war ja, durch die Reduktion ganz schnell herauszufinden, welche Lebensmittel die „Übeltäter“ sind, aber das ist dann leider doch nicht so einfach, wie ich dachte.

Ob und welches Getreide ich vertrage, habe ich noch nicht herausgefunden (und vermeide auch Experimente), aber ich vertrage im Moment praktisch keinerlei pflanzlichen Proteine – kein Soja, keine Nüsse, keine Hülsenfrüchte, keinerlei Saaten oder Samen. Da wird es dann wirklich dünn und von einer ausgewogenen Ernährung kann keine Rede mehr sein.

Ich führe ein Ernährungstagebuch, habe mit aber auch einen Essensplan gemacht, um a) so abwechslungsreich wie möglich und b) bestimmte Lebensmittel nur in bestimmten Abständen zu essen. Ich beobachte weiter und hoffe, den Dingen auf die Spur zu kommen, mehr kann ich nicht tun.

Im Moment – ich bin ganz ehrlich – bin ich einigermaßen ratlos und mitunter auch sehr unglücklich. Seitdem ich die Medikamente und entsprechende Salben nehme (ich habe ewig gebraucht, bis ich mich dazu durchringen konnte…), sehe ich zumindest einen Lichtblick und haben mal das Gefühl, dass sich etwas tut, was mir psychisch gut tut und mir Mut macht – ich sehe wieder einigermaßen aus wie ein Mensch und hoffe, dass mir das auch eine Weile erhalten bleibt…

151009_Collage 2

Mitunter bin ich aber auch sehr traurig und mutlos, ich hatte hier schon üble Durchhänger… Boris sammelt fast täglich herrliche Steinpilze im Wald und wir könnten wunderbar vegan (!) schlemmen – allerdings vertrage ich die Pize in diesem Jahr überhaupt nicht und reagiere heftig (auch Steinpilze haben viel Histamin…). Da ich nur noch „Basics“ essen kann, fällt auswärts essen komplett flach und auch das Kochen ist sehr eingeschränkt, das Einkaufen entsprechend unkreativ und langweilig.

Ich gebe zu: einfach ist das im Moment nicht und es fällt mir tatsächlich auch sehr schwer, die nötige Geduld aufzubringen, andererseits habe ich ohnehin keine Wahl – ich kann (im besten Sinne des Wortes) sowieso nicht aus meiner Haut. Ich versuche mir die Sache so nett wie möglich zu machen, mitunter bin ich aber trotzdem reichlich frustriert – die Liste der Dinge, nach denen ich mich sehne, ist lang…

151008_Collage Carepaket

Ein wunderbares Highlight war ein sehr netttes „Erntedank-Paket“ aus Westfalen. Per Post kamen Kartoffeln, Äpfel, einen Kürbis, verschiedene Kräuter und ein großes Glas Pflaumenreduktion – das war eine wunderbare Überraschung und ein echtes Highlight, zumal das Paket völlig unerwartet kam.

Außerdem habe ich mich sehr über euer Feedback und die Rückmeldungen gefreut, die Ideen, das Mitdenken und Mutmachen – von vielen Seiten kamen und kommen ganz wunderbare Ideen, Ratschläge, Erfahrungsberichte – jede einzelne ist unendlich wertvoll, tausend Dank dafür!!!

In diesem Sinne euch ein schönes Wochenende, genießt das Leben!

Cala

 

 

vegan, glutenfrei und ohne Zucker – oje… :( ?

150901_Collage_div

Ich habe die Nase voll. Seit Woche plage ich mich mit einem Neurodermitis-Schub herum, der zwar (Gott sei Dank!) auf einige wenige Stellen begrenzt, aber absolut nicht in den Griff zu bekommen ist. Jetzt habe ich durchgegriffen und verzichte seit einer Woche auf Zucker und glutenhaltiges Getreide. Außerdem meide ich alle Obst- und Gemüsesorten mit Allergiepotential, jedweden Alkohol, viele Öle, alle verarbeiteten Lebensmittel (von denen wir ohnehin so gut wie keine im Haus haben) und solche, die ich bereits in Verdacht habe, dass sie mir nicht gut tun (….leider gehört auch Schokolade dazu 🙁 ) Was ich zudem im Blick behalte, sind  histaminreiche Nahrungsmittel.

Selbstverständlich habe ich vorher ALLES ausprobiert, gefühlte 400 Salben gekauft, am Ende sogar Kortison geschmiert und eine Leber-Entgiftung gemacht. Alles ohne Erfolg. Und ja: Ich behalte auch die emotionalen und psychischen Trigger wie Ärger, Wut, Stress, oder Druck im Auge, die ich ursprünglich für die Übeltäter hielt. Nachdem ich aber trotz Ferien und sehr gemäßigten Wochen keine echte Besserung erreicht habe, können diese Faktoren beim besten Willen nicht vorrangig sein. Selbst während unserer wunderschönen Urlaubswoche am Meer gab es keine brauchbare Veränderung.

Es hilft also alles nichts: Ich muss anders an die Sache herangehen. Und da ich ja nicht davor zurückschrecke, aus einmal Erkanntem die Konsequenzen zu ziehen, bin ich auch nicht schlechter Dinge deswegen.

150901_Collage Titel

Mein Plan ist, erst mal so lange so reduziert zu essen, bis die Haut vollständig abgeheilt ist und dann peu à peu kritische Lebensmittel wieder dazuzunehmen, um so herauszufinden, was die Haut irritiert – denn dass es irgendetwas ist, was von innen kommt, davon bin ich mittlerweile felsenfest überzeugt.

Gleichzeitig stärke ich ganz bewusst den Darm – denn dass Haut und Darm zusammenhängen, ist ja bekannt. Insofern mache ich also so etwas wie eine Rundum-Entschlackungs-und-Entgiftungs-Kur, die mir auf jeden Fall gut tun wird…

Wenn ich es nicht vergesse, schreibe auf, was ich esse und welche Beobachtungen ich mache. Das ist vor allem deshalb hilfreich, weil eine Überempfindlichkeitsreaktion sich nicht sofort bemerkbar machen muss, sondern bis zu 48 Stunden auf sich warten lassen kann.

150901_Collage Brot

Wer mich kennt, weiß, dass ich jetzt nicht auf glutenfreiem Zwieback herumkauen und sehnsüchtig auf die Teller der anderen starren werde. Also habe ich als erstes das leckere glutenfreie Life-Changing-Bread (hier) gebacken, das ja nun nach allem, nur nicht nach Verzicht schmeckt – es ist übrigens auch in einer Vaiante mit Hirse- statt Reisflocken lecker, die ich ebenfalls ausprobiert habe.

Mit veganer Butter und frischen Kräutern aus dem Garten habe ich mir dazu eine Kräuterbutter gemacht, die auch sehr lecker zu Kartoffeln schmeckt.
Meine Linsencreme (hier) vertrage ich ebenfalls gut, allerdings mache ich sie im Moment ohne Öl oder lasse die Linsen komplett abkühlen und benutze Leinöl.

IMG_1238

Als „süße“ Alternative habe ich mir aus frischem Pflaumen, Rosmarin und Salz eine Reduktion gekocht, die himmlisch schmeckt – ich habe sie in den letzten Wochen sowieso häufig gekocht und zu verschiedenen Desserts serviert, sie passt jetzt auch prima, weil sie – außer dem Fruchtzucker – keinen Zucker enthält.

Zutaten (für ein kleines Weck-Glas)
ca. 15 Zwetschgen, gewaschen und entkernt
eine große Prise Salz
ein Zweig Rosmarin
ca. 50ml Wasser

Die Zwetschgen mit Wasser, Salz und Rosmarin in einen Topf geben. Aufkochen, dann die Hitze auf ein Minimun reduzieren und ca. 2 Stunden köcheln lassen. Masse durch ein feines Sieb streichen. Je nach gewünschter Konsinstenz weiter einkochen (man kann die Masse reduzieren, bis sie streichfest wird), dann in eine Glas füllen. Im Kühlschrank aufheben (dort wird sie noch fester) und rasch aufbrauchen (hält sich 3-4 Tage).

Da ich sowieso weiß, dass ich glutenhaltiges Getreide nicht gut vertrage, haben wir immer Pasta aus anderen Getreidesorten, Linsen oder Kichererbsen im Haus – auch hier gibt es mittlerweile so viele Alternativen, dass man perfekt ersetzen kann. Reis esse ich gern und vertrage ihn gut (z.B. als Risotto, aber auch als einfache Beilage). Meine Sushi mache ich mit Hanfmus statt mit Majonnaise, was sowieso sehr lecker ist. Gemüse würze ich so wenig wie möglich und verzichte bis auf weiteres auch schweren Herzens auch auf mein geliebtes Olivenöl….

IMG_1255

Sehr gut komme ich mit Zucchini (lecker gegrillt vom Tepanjaki-Grill, aus dem Ofen oder als Spaghetti) und grüne Bohnen zurecht, aber auch Spinat, Avocado und Karotten kann ich problemlos essen. Ansonsten ist meine Auswahl im Moment tatsächlich (noch) sehr beschränkt, aber abwechslungsreich genug, um nicht zu verzweifeln. Das Gute ist: im Prinzip erkenne ich schon an der Reaktion meines Magens & Darms, wie ich auf das jeweilige Essen reagiere und habe zudem etliche Jahre Erfahrung mit dem Problem, das immer mal auflammt und dann gerne auch wieder vollständig verschwindet…

Alles in allem ist meine Ernährung im Moment zwar nicht üppig, aber ich darbe nicht. Zumal sich inzwischen auch eine allmähliche Besserung meines Hautbildes zeigt – und das ist mir die Sache allemal wert. Hinzu kommt, dass es sowieso überfällig war, mich mal wieder bewusster mit meinem Körper und meiner Ernährung zu beschäftigen – es passt also alles und soll wohl so sein…

In diesem Sinne
Liebe Grüße
eure
Cala

„Schatz, es gibt Schlutzkrapfen!“ – das geniale neue Kochbuch von Sebastian Copien

150811_SC_Titel

…schon eine ganze Weile liegt das großartige neue Kochbuch von das Sebastian bei mir, das er mir netterweise geschickt hat, um zu hören, wie es mir gefällt. Vielleicht hat es der eine oder andere von euch ja schon im Buchhandel entdeckt, oder hat in der neuen bio & vegan davon gelesen.

Was soll ich sagen? Das ist das Buch, auf das ich gewartet habe (und viele andere sicherlich auch…) Endlich macht jemand nicht nur ein veganes Kochbuch, sondern widmet sich ausführlich und liebevoll den Grundzügen der veganen Küche. Herausgekommen ist ein Basiswerk das in keiner veganen Küche fehlen darf und das ganz bestimmt auch jede nicht-vegane Küche bereichert.

150811_SC_Collgage 1

Was das Buch so einzigartig macht, sind nicht nur die ausgefallenen Rezepte (das ist nicht das übliche 08/15…), sondern auch, dass es sich eingehend mit Warenkunde und Küchenpraxis befasst. Hier kann man nachlesen, was eine gesunde vegane Ernährung ausmacht, auf welche Nährstoffe man achten sollte, welche Grundausstattung an Gewürzen, Zutaten und Küchengeräten man für die vegane Küche braucht, wie man vegane Grundlebensmittel (z.B. Milch, Joghurt, Sahne und Käse) herstellt, wie man Lebensmittel haltbar macht, für einen deftigen Geschmack im Essen sorgt, ohne Eier auskommt (und trotzdem panieren, binden oder „Eigeschmack“ erreichen kann) und vieles mehr. Zahlreiche nützliche Infos & Küchentipps, Sebastians Erfahrungen und Hintergrundwissen zu seinem „Kochstil“ sorgen für Abwechslung und bereichern jedes Küchen-Know-How.

150813_Collage_SC_Klassiker

Was mir sehr gut gefällt: Die Rezepte sind saisonal sortiert und für jede Jahreszeit werden einzelne Gemüsesorten ausführlich vorgestellt, bevor der jeweilige Rezeptteil beginnt.

Ein ausführlicher Basisteil enthält darüber hinaus viele nützliche Grundrezepte, z.B. für Dinkelsaitan, Smoothies, Knuspertoppings, verschiedene Aufstriche, Mayonnaisen, Dipps & Saucen, Frühstücksideen und diverse „Klassiker“ (z.B. Pizza, Pasta mit Ragù, Kraftbrühe, Chili, Gulasch usw.)

Sehr gefreut haben wir uns über die Rezepte für solche „Klassiker“ wie Schlutzkrapfen (wie haben sie so vermisst…) oder Wan Tans….

150813_Collage SC_Saison

Sehr gut finde ich, dass die meisten Rezepte mit einer erträglichen Zutatenliste und ohne irgendwelche „exotischen“ Extras auskommen. Die Basis ist eine frische, auf Gemüse basierende Küche, die keine „Ersatzprodukte“ braucht. Neben den etwas umfangreicheren Rezepten gibt es zu jedem Gemüse auch einfache „Basic“-Vorschläge, die man sofort umsetzen kann.

Wunderschöne Bilder – die Fotos hat Hansi Heckmair gemacht – inspirieren zum Kochen, machen aber auch dem Auge Freude (für mich ist ein Kochbuch im besten Fall ja auch immer ein sinnliches Erlebnis…)

150813_SC_Titel

….übrigens auch ein tolles Geschenk für die nicht-vegane Family, die immer grübelt, was sie kochen sollen, wenn der Veganer kommt….

Sebastian Copien, Hansi Heckmair
Die vegane Kochschule
Küchenpraxis · Warenkunde · 200 Rezepte
256 Seiten, ca. 250 Abbildungen, Format 22,6 x 27,1 cm, Hardcover
ISBN-13: 978-3-86244-694-0
Preis: 29,99 €
hier bei uns im Shop oder im Buchhandel

unser Schmankerl: bis zum 25. August erhaltet ihr auf Wunsch das Kochbuch auch von Sebastian handsigniert – bitte bei eurer Bestellung angeben