Neueste Artikel

Zum Osterfrühstück: Eier im Glas

Eine schöne Variante von „Eier im Glas“ habe ich heute nach einer Inspiration vom Lindenhoff (hier) zum Osterfrühstück gemacht. Den Lindenhoff besuchen wir traditionell immer auf der Hinreise zu unserem Urlaubsdomizil in Holland.

Leider haben Corona und die vermutlich damit verbundenen Umstrukturierungen hier deutliche Spuren hinterlassen und wir sind ganz traurig, dass der „alte“ Lindenhoff in dieser Form nicht mehr existiert. Ob das zurückkommt?

Vor Corona war der Lindenhoff nicht einfach nur ein sehr edler Hofladen (Fleisch, Gemüse, Brot und Käse), sondern man konnte hier herrlich lunchen und Kaffee trinken – die Karte war zwar immer klein, aber saisonal, frisch und super lecker. Vom Gastronomiebetrieb ist leider so gut wie nichts übrig, das Personal hat gewechselt (viele Menschen, die für uns zum Lindenhoff gehörten, sind leider nicht mehr da) und auch das Sortiment im Laden hat sich verändert – unser Lieblingskäse ist komplett verschwunden und die Preise haben sich dermaßen verteuert (Lindenhoff war immer schon eher edel und hochpreisig…), dass wir außer Brot und Butter diesmal gar nichts mitgenommen haben.  Immerhin gab es diesmal eine „Appeltaart“ im Garten und „richtigen“ Kaffee – wir haben aber auch schon erlebt, dass es außer „Coffee to go“ und Hotdogs gar nichts gab. Eine echte Empfehlung ist der Lindenhoff deshalb im Moment leider nicht, aber wer weiß – vielleicht kommen die schönen Zeiten ja nochmal zurück.

Jedenfalls habe ich mir beim Rausgehen eine Rezeptkarte mitgenommen und zum Osterfrühstück diese „Eier in der Kokotte“ nachgekocht:

Ofen auf 180° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Ofenfeste kleine Gläser (ich habe Joghurtgläser genommen, zu Hause hätte ich WECK-Gläser benutzt) mit Butter leicht einfetten, einen Löffel Crème Fraiche oder saure Sahne hineingeben. Spinat waschen, kleinschneiden und in die Gläser füllen (im Originalrezept wird Babyspinat empfohlen, ich habe normalen Spinat genommen). Jeweils ein ei aufschlagen und oben auf den Spinat geben. Die kleinen Gläser in eine ofenfeste Schale stellen und diese so mit Wasser füllen, dass die Gläschen bis zur Hälfte im Wasserbad stehen.  Für 10 Minuten in den Ofen geben. Die Eier sind gar, wenn das Eiweiß gestockt und das Eigelb noch weich ist.

Viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen Ostermontag

Liebe Grüße
Cala

Buchvorstellung: Anissa Helou – Das Leben ein Fest

#Werbung (unbezahlt)

Im Extro meiner aktuellen Podcastfolge „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ (hier), habe ich euch  einen Buchtipp gegeben, den ich gerne auch hier nochmal aufgreifen möchte.

Es geht um das Buch „Das Leben ein Fest“ von Anissa Helou, das im Sommer 2020 im at-Verlag erschienen ist.

Der Untertitel „Kochbuch der islamischen Welt“ verrät, worum es geht, es handelt sich nämlich um eine dicke Sammlung von Rezepten vor allem aus Arabien, Persien und Nordafrika, großformatig und mit vielen Bildern. Es ist nicht nur eine Sammlung mit über 300 authentischen Rezepten, sondern auch ein Buch mit viel Hintergrundwissen über Traditionen, Feste, Geographie, Geschichte und Religion.

Vor allem ist es aber die sicherlich bisher umfassendste Sammlung von Rezepten aus der islamischen Welt. Der New Yorker urteilte sogar, das sei eines der bisher 10 besten Kochbücher des 21. Jahrhunderts und ich freue mich wirklich, dass das Buch jetzt auch meine Kochbuchsammlung ergänzt.

Man findet hier wirklich alle typischen Gerichte wie Fatoush, Tabouleh, Humus und Falafel, aber auch viele Fleischgerichte und die typischen Lamm- und Auberginengerichte.
Wer vegetarisch oder vegan lebt, für den ist das Buch vermutlich von den Rezepten her nicht wirklich geeignet, weil eben doch immer wieder Fleisch in den Gerichten vorkommt und nur wenige Gerichte völlig vegetarisch oder vegan sind.

Das Buch ist gegliedert in 8 Kapitel, von denen eines eine kurze Einleitung ist, dann folgt ein Kapitel über Brot, das ich per se schon mal ganz toll finde, weil dort die ganzen klassischen Rezepte für zum Beispiel Naan-Brot und diverse Schicht-Brote enthalten sind, aber auch Rezepte die man so vielleicht noch nicht kennt.

Dann folgt das Kapitel mit dem Titel „das ganze Tier“, das die typischen Fleischgerichte wie Shishkebab oder Satée-Spieße enthält, und natürlich sehr viele Lammgerichte. Letztere sind nichts für mich, weil ich da schon zu weit weg bin von Thema Fleisch, aber das ist natürlich mein persönliches Ding und in eine Sammlung islamischer Rezepte gehören sie natürlich ohne Zweifel hinein.

Das Kapitel über Reis, Getreide und Hülsenfrüchte finde ich sehr spannend. Natürlich sind die typischen Biryanis dabei, die aber auch häufig mit Fleisch oder Geflügel zubereitet werden. Es gibt ein Kapitel mit Fischgerichten und ein separates Kapitel über Gewürze und Gewürzpasten das natürlich sehr hilfreich und auch spannend ist. Ein Gemüse-Kapitel und ein Kapitel über Süßigkeiten runden das Buch ab. Im Gemüsekapitel sind Gerichte wie eingelegte Auberginen, viele Salate und Dipps, gefüllte Weinblätter usw. vertreten, aber auch dieses Kapitel kommt nicht ganz ohne Fleisch aus. Im Süßigkeiten-Teil findet man die typischen islamischen Süßspeisen, aber auch solche, die vielleicht noch nicht so bekannt sind. Hier werden auch die traditionellen Tees und Kaffees der arabischen Welt vorgestellt. Mir gefällt auch das Glossar am Ende des Buches, wo nochmal ein paar Begriffe erklärt werden und natürlich gibt es auch ein umfangreiches Rezeptregister.

Mein Fazit: Dieses Buch möchte man als Profi oder ambitionierter Hobbykoch auf keinen Fall in seiner Sammlung missen. Es ist ein geniales Nachschlagewerk ist, wenn es um Gerichte der islamischen Welt geht. Für mich ist es nicht unbedingt ein Kochbuch, das ich typischerweise für Rezeptideen nutzen, also zur Entspannung und Inspiration  durchblättern würde – dazu ist es mir dann doch zu fleischlastig. Aber ich habe mir tatsächlich einige Rezepte markiert, die ich mal wieder ausprobieren möchte und freue mich außerdem, jetzt ein kompaktes Nachschlagewerk in meiner Küchen-Bibliothek zu haben. Das ist ein Buch, das man einfach besitzen möchte und es ist sicherlich auch ein tolles und sehr hochwertiges Geschenk für alle, die gerne kochen und essen und die orientalische bzw. islamische Küche lieben.

Anissa Helou
Das Leben ein Fest
Das Kochbuch der islamischen Welt
ISBN 978-3039020645
48,00 €

Lecker & gesund: Pfannkuchen mit Kastanienmehl

Der Beitrag enthält Werbung für die Produkte der Firma BAUCK

Als Kind liebte ich „Eier-Pfannkuchen“. Die gab es – wenn es sie gab – bei uns grundsätzlich mit Marmelade. Die Reste davon kamen dann auch gerne mal als „Frittaten“ in Suppe.

Pfannkuchen mit Weißmehl gibt es bei mir heute nur noch sehr selten.

Stattdessen bereite ich sie in einer deutlich gesündere Variante zu, nämlich mit Kastanienmehl. das Rezept habe ich irgendwann mal bei Chefkoch gefunden und für meine Zwecke ein bisschen vereinfacht bzw. abgewandelt. Es funktioniert tadellos und liefert sehr leckere Pfannkuchen – z.B. für ein Sonntagsfrühstück.

Ich benutze dafür das großartige Kastanienmehl vom Bauckhof, das ich sowohl aufgrund der Qualität, aber auch wegen des hervorragenden Geschmacks liebe.

Den Teig rühre ich auf unterster Stufe im Standmixer. Mit der Dicke muss man etwas experimentieren – dickerer Teig liefert dickere, weichere Pfannkuchen, umso dünner der Teig, desto schneller wird der Pfannkuchen fertig und wenn man sehr dünnen Teig ausbäckt, erhält man eine ganz dünne knusprige Variante. Für den Anfang würde ich raten, ihn ruhig erst mal ein bisschen dicker anzurühren.

Marmelade passt immer noch gut dazu, wobei ich dann darauf achten, dass sie keinen Zucker enthält, sonst ist der gesunde Effekt dahin. Eine gute Alternative sind pürierte Früchte (besonders Beeren eignen sich gut). Erdbeeren und Sahne passen ganz wunderbar, oder Quark und Blaubeeren. Man kann einfach ein bisschen experimentieren.

Meiner Erfahrung nach werden diese Pfannkuchen auch von Kindern sehr gerne gegessen.

Das Kastanienmehl hat per se sehr viel Eigensüße, so dass kein zusätzlicher Zucker erforderlich ist. Menschen mit einer Fructose-Intoleranz sollten natürlich vorsichtig sein, denn Kastanien enthalten relativ viel Fructose bzw. Saccharose (ca. 10,5 g pro 100g, davon 5,25 g Fructose).
Oft ist aber eine kleine Menge dennoch gut verträglich.

Dafür sind diese Pfannkuchen aber laktose- und glutenfrei und eignen sich daher gut für die darmfreundliche Ernährung.  Außerdem benötigen sie kein Backpulver (wie z.B. Pancakes), das ja auch häufig schlecht vertragen wird.

Der Teig entsteht durch eine Kombination von Ei und Kastanienmehl:

Pro Ei benötigst du ca. 40g Kastanienmehl.

Gibt eine kleine Prise Salz hinzu und verrühre die Mischung mit etwas Wasser (ich mache das im Standmixer auf der untersten Stufe). Durch die Menge des Wassers regulierst du die Dicke des Teiges.

Gib dann für jeden Pfannkuchen etwa einen Teelöffel Kokosöl in eine beschichtete Pfanne und backe die Pfannkuchen aus.

Zur Orientierung:
Ein Ei + 40g Kastanienmehl liefert einen großen Pfannkuchen, wenn du den Teig etwas dicker haben möchtest. Je nachdem, wie viele Pfannkuchen du machen möchtest, kannst du diese Menge beliebig vervielfachen.

Viel Freude beim Ausprobieren, liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Cala

Auf der Alm und zu Hause: Ein Hoch auf gesundes Brot…

©Lutz Geißler aus „Lutz Geißlers Almbackbuch“, Verlag E. Ulmer



#Werbung

Wer mich schon eine Weile kennt, der weiß, dass ich zu Brot und Getreide eine zwiespältige Meinung habe. Während meiner Ausbildung zur Ernährungsberaterin habe ich gelernt, dass Getreide ganz oft problematisch ist, Entzündungen im Körper begünstigen kann und häufig für Unverträglichkeiten sorgt. Wenn jemand Darmprobleme hat, macht es also durchaus Sinn, mal eine Weile auf Getreide zu verzichten. Die zucker- und getreidefreie Ernährung ist mir ein großes Anliegen und ich habe mehrere Rezeptsammlungen dazu geschrieben (hier).

Andererseits liebe ich Brot. Schlicht und ergreifend. Ich finde es eines der köstlichsten Lebensmittel überhaupt. Eine Scheibe frisches Sauerteigbrot mit Butter oder ganz dünn geschnittenem Käse – ein Traum…

Ganz auf Brot zu verzichten, gelingt mir nicht. Seitdem ich durch die Diagnose meiner Fruktoseintoleranz auch nochmal genauer hinschaue, was mir bekommt und was nicht, stelle ich fest, dass Brot überraschenderweise eben nicht zu den Lebensmitteln gehört, die mir persönlich Probleme machen. Allerdings esse ich auch fast ausschließlich sehr hochwertiges, handwerklich hergestelltes Brot, am liebsten mit Bio-Mehlen gebacken.

In der aktuellen Folge meines Podcasts habe ich ein Interview mit Lutz Geißler geführt. Er mag es überhaupt nicht, wenn man ihn als „Brot-Guru“ bezeichnet, aber auf jeden Fall ist Brot seine große Leidenschaft. Er hat inzwischen 11 (!) Bücher zum Thema geschrieben, bloggt und podcastet über das Brotbacken und gibt Workshops und Seminare.

Wir sprechen über sein „Almbackbuch“, über die Leidenschaft zu Brot, was ein gutes Brot ausmacht, wie man seinen eigenen Sauerteig herstellt und vieles mehr.

Wenn du Lust hast, hör‘ doch mal rein.

Du findest die aktuelle Folge hier, aber natürlich kannst du meinen Podcast „Calas Welt“ auch über alle gängigen Podcast-Apps und Spotify abrufen.

Viel Spaß bei der aktuellen Folge und liebe Grüße
deine
Cala

Das Buch
Lutz Geißlers Almbackbuch
Die besten Brotrezepte und -geschichten
von der Kalchkendlalm.
Ulmer-Verlag September 2020, 464 Seiten
978-3818611309

Ein Loblieb auf den Herbst: Maronencreme

Liebst du Maronen auch so sehr wie ich?

Herbstzeit – und natürlich auch der beginnende Winter – ist Maronen-Zeit und ich liebe es mit Maronen zu kochen. Auf dem Weihnachtsmarkt sind Maronen für mich ein Muss – nur leider wird dieser Genuss 2020 ja coronabedingt ausfallen.

Deshalb muss ich erst recht die schmackhaften Nussfrüchte jetzt vermehrt auf unseren Speiseplan bringen. Pur aus dem Ofen, gekocht als Beilage, als wunderbare Maronen-Suppe oder als leckeren Aufstrich wie hier.

Wusstest du, dass Maronen ursprünglich aus dem Gebiet rund um das Schwarze Meer stammen wo sie wild wuchsen? Heute werden sie hauptsächlich in Italien, Spanien und Südfrankreich angebaut.  In vielen Ländern rund um das Mittelmeer wird diese herbstliche Spezialität daher auch besonders geschätzt. In der Toskana isst man z.B. den Castagnaccio, ein Kuchen, der mit Kastanienmehl gemacht wird und der auch auf meiner herbstlichen „to-do-Liste“ steht. Kastanienmehl wird – vor allem weil es glutenfrei ist – inzwischen auch bei uns immer beliebter.

Das Fruchtfleisch der Maronen besteht hauptsächlich aus Stärke, hat einen hohen Nährwert und sättigt gut – in den Bergregionen und im gesamten Süden Europas waren Maronen deshalb vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts eines der Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung.

Durch die komplexe Zusammensetzung der Kohlenhydrate sättigen Maronen sehr gut und bremsen Heißhungerattacken aus. Außerdem enthalten Maronen viel Vitamin C, aber auch viel Kalium, das zur Herzgesundheit beiträgt. Die enthaltenen Ballaststoffen sind nicht nur gut für Verdauung und Darm, sie sollen sogar LDL-Cholesterin binden können.

Nach der Diagnose meiner Fructoseintoleranz bin ich mit Maronen vorsichtiger geworden, denn sie enthalten relativ viel Fructose (5,25 g auf 100g). Runter gerechnet auf dieses Rezept, landen wir bei rund 4,2 g, aber wenn man den Aufstrich nicht auf einmal ist, sonder etwas aufteilt, kann ich die Creme sogar für die Karenzzeit empfehlen: auf vier Portionen verteilt hat man dann nicht viel mehr als 1 g Fructose.

Für meine Maronencreme weiche ich außerdem ein bisschen vom Protokoll ab, denn klassisch wird sie meist mit Butter, Honig und Sahne gemacht. Ich habe mich bei meinem Rezept aber für eine etwas weniger fettreiche und weniger süße Variante entschieden.

Zutaten:

🍂 80 g Maronen (gekocht, geschält und vom braunen Häutchen befreit, siehe Tipp)
🍂 2-3 Esslöffel Sauercreme oder Crème Fraîche
🍂 1 Esslöffel Haselnuss- oder Walnussöl
🍂 1/4 Teelöffel Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten werden im Blitz Hacker (zur Not geht auch ein Pürierstab…) zu einer cremigen Masse püriert. Falls nötig – also wenn die Masse zu trocken ist, um cremig zu werden – kann man ganz vorsichtig Wasser (oder Sahne…) hinzugeben (dann aber nur teelöffelweise).

Tipps:
Maronen bekommst du um diese Jahreszeit entweder als ganze Frucht auf den Wochenmarkt bzw. im Biohandel oder vorgekocht und vakuummiert im Supermarkt. Ich bevorzuge es, die Maronen selber zu kochen, es ist leicht zu machen und man kann die Qualität der Früchte besser einschätzen. Dazu die Schale der Maronen einfach kreuzweise einschneiden und in kochendem Wasser circa 20 Minuten kochen. Dann die Schale und die braune Haut entfernen. Maronen  schmecken auch wunderbar im (Endivien- oder Feld-)Salat, zu Wirsing oder im Müsli.

 

Herbstliebe – die einfachste (und natürlich beste) Kürbissuppe

Zum Herbst gehören Kürbissuppen. Unbedingt.
Selbst mit meiner (hoffentlich vorübergehenden) Fructoseintoleranz verzichte ich nicht komplett darauf (ich esse einfach kleinere Portionen). Kürbis hat auch gar nicht so schrecklich viel Fructose (im Durchschnitt ca. 1,5 g auf 100g Fruchtfleisch), nur summiert sich die Menge halt schnell. 500g Kürbis sind schnell verarbeitet. Aber so gesehen sind Kürbissuppen bei einer Aufnahmestörung für Fructose natürlich immer noch besser als das Fruchtfleisch pur zu essen, z.B. aus dem Ofen (was ohne Frage auch sehr lecker ist…).

Für Kürbissuppen gibt es natürlich unzählige Rezepte.

Meine Lieblings-Kürbissuppe kommt allerdings mit ganz wenigen Zutaten aus und das macht sie zu einem Alltagsfavoriten bei uns.

Muskatkürbis hat – wie ich finde – einen ganz besonders angenehmen, fruchtigen Geschmack. Ich persönlich esse ihn viel lieber als den ganz besonders beliebten Hokaido-Kürbis.

Den Muskatkürbis muss man schälen, im Gegensatz zum Hokaidokürbis, bei dem man die Schale (theoretisch) mitessen kann (ich mag sie allerdings nicht und schäle deshalb jeden Kürbis, auch den Hokaido.

Muskatkürbisse sind sehr viel größer als Hokaidos – man bekommt sie am besten in Hofläden und auf Wochenmärkten, wo sie zurechtgeschnitten und in Stücken verkauft werden.

Zutaten (für 3-4 Portionen)
ca. 500g Muskat-Kürbis
1-2 Esslöffel Ghee
1,5 Liter Hühnerbrühe (siehe Tipp)
Salz, Pfeffer (falls verträglich)
optional: Muskatnuss (siehe Tipp)
Creme Fraiche nach Geschmack

Zubereitung
Hühnerbrühe erhitzen. Kürbis schälen und in Würfel schneiden (ca. 3 x 3 cm). Ghee in einem großen Topf erhitzen und die Kürbiswürfel kräftig anbraten. Hühnerbrühe hinzugeben, einmal aufkochen und dann auf kleiner Hitze lange köcheln lassen (gerne ein Stunde).
Pürieren und mit etwas Salz abschmecken, optional (wenn gewünscht und verträglich) auch mit Pfeffer und Muskatnuss. Mit Creme Fraiche servieren.

Tipps:

Ich mache meine Hühnerbrühe am liebsten selbst, weil ich mit einem großen Topf Brühe viele Gerichte auf einmal machen kann. Ich verwende für eine Brühe übrigens gerne Hähnchenflügel – da ich grundsätzlich alles, was vom Tier kommt, in Demeter-Qualität kaufe, haben diese Flügel ausreichend Fleisch und bestehen nicht nur aus Knochen und Haut. Sie eignen sich hervorragend für Suppen.

Zum Thema Muskatnuss: Viele schwören ja auf Muskatnuss in der Kürbissuppe (Boris übrigens auch…). Ich bin kein gar kein Muskatfan und lasse ihn einfach weg – ich finde, er macht Suppen irgendwie „muffig“…

Viel Spaß beim Ausprobieren – ich freue mich wie immer über deinen Kommentar zum Rezept.

Liebe Grüße
deine Cala

PS: Wenn dich das tolle (getreidefreie!) Brot auf den Bildern interessiert, folge meinem Instagram-Kanal „calakocht“ – dort demnächst mehr dazu…

Saisongemüse Mai & Juni – Blogbeitrag zur aktuellen Podcastfolge

Wer einen Garten hat, der weiß natürlich besonderes zu schätzen, was gerade Saison hat: sämtliche Salate, Radieschen und vor allem Kräuter kann man jetzt schon reichlich ernten.

In der aktuellen Podcastfolge (hier) gebe ich euch Tipps, was ihr mit dem Gemüse der Saison so alles anstellen könnt. Das Thema Spargel haben wir schon im April besprochen, deshalb geht es diesmal vor allem um Salate, Kräuter und Erdbeeren 🙂

Beim Thema Erdbeeren kann man gar nicht oft genug auf die wunderbare Erdbeertarte von Ed Brown verweisen (hier). Unser größter Favorit sind aber nach wie vor Erdbeeren mit frischer Sahne – so genieße ich sie wirklich am liebsten. Im Podcast erkläre ich übrigens auch, warum wir nur noch Bio-Erdbeeren essen.

Was ich in dieser Jahreszeit am meisten mag, sind frische Salate und Kräuter. Es ist gar nicht so lang her, dass ich angefangen habe, mit reinen Kräutersalaten zu experimentieren. Meine Favoriten sind dabei Kerbel, Koriander und Petersilie – nicht gemischt, sondern einzeln als Basis für einen tollen Salat.

Schöne Kombinationen sind z.B. Koriander, Avovado, Mango & Cashewkerne oder Petersilie mit blanchierten Mandeln und Hühnchenfleisch. Kräutersalate schmecke ich nicht mit Essig, sondern mit Zitronensaft ab, ich finde, dass der Essig in diesen feinen Salaten zu dominant ist. Ein gutes Olivenöl, Zitronensaft, ein schönes Salz und – wer ihn verträgt – ein bisschen Pfeffer, dann passt es meist schon.

Was ist mit dir? Was sind deine Lieblingsrezepte in dieser Jahreszeit?

Lass mit gerne einen Kommentar da und teile deine Ideen!

Viele liebe Grüße
Cala

 

Vitaminboost im Winter: Steckrübensuppe

Die Steckrübe (auch „Kohlrübe“ oder „Runkelrübe“)  ist ein typisches Wintergemüse. Weil sie während der Kriegsjahre – wegen ihrer guten Haltbarkeit – oft das einzige war, was die Leute überhaupt noch zu esssen hatten und sie deshalb so ziemlich für alles herhalten musste, verschwand sie nach dem Krieg erst mal für viele Jahre fast vollkommen von der Bildfläche…

Erst seit ein paar Jahren erlebt sie – absolut zu Recht – wieder eine Renaissance. Die Steckrübe hast nämlich – wie viele Wintergemüßse – viele gesunde Inhaltsstoffe, die uns gerade jetzt im Winter besonders gut tun.

Steckrüben sind kalorienarm (100g haben nur etwa 22 kcal), fettarm und sehr vitaminreich.
Sie enthalten Beta-Karotin, viele Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, viel Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K. Auch Mineralien und Spurenelemente haben sie reichlich, vor allem Kalium, aber auch Kalzium, Phosphor, Schwefel, Chlor, Magnesium, Natrium, Flur, Jod, Zink und Eisen.
Das Eisen liegt in der Steckrübe zudem in einer Form vor, die besonders gut vom Körper aufgenommen werden kann. Deshalb sind Steckrüben auch in der veganen und vegetarische Küche sehr wichtig. Ihr Ballaststofgehalt regt die Verdauung an und wirkt positiv auf die Darmflora.

Wie ihr wisst, bin ich kein Rüben und auch kein Kohl-Fan. Das Rezept für die folgende Steckrübensuppe habe ich mir deshalb nach meinem Geschmack zusammengestellt und finde es in dieser Form tatsächlich sehr, sehr lecker. Die Suppe ist schnell gemacht, sättigt sehr gut und ist auch ein bisschen „Seelenfutter“ an einem kalten Wintertag….

Zutaten (für 2 Portionen)
250g Steckrübe (geschält gewogen)
1 Karotte (ca. 100g, geschält gewogen)
1 Kartoffel (ca. 75g, geschält gewogen)
2 TL Ghee (alternativ Bratöl)
800ml Gemüsebrühe
1 Zehe Knoblauch (siehe Tipps)
Räuchersalz
Zitronensaft
3-4 Esslöffel Kresse
evtl. Sahne oder Sauerrahm  zum Servieren

Zubereitung
1. Gemüse schälen und in Würfel schneiden.
2. Gemüsebrühe erhitzen.
3. Ghee in einen großen Topf geben und erhitzen. Gemüse anbraten, dann mit der heißen Brühe übergießen. Deckel aufsetzen, aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei kleiner Flamme ca. 40 Minuten köcheln.
4. Suppe pürieren. Mit Zitronen-Saft und Rauchsalz abschmecken.
5. Ich serviere die Suppe gerne mit etwas Sauerrahm (am liebsten) oder Sahne und streue die Kresse darüber. Sie schmeckt wunderbar mit einem rustikalen Brot…

Tipps:
In Hollland bekommen wir auf dem Markt geräucherten Knoblauch, der sich für diese Suppe hervorragend eignet. In Deutschland habe ich ihn leider noch nirgendwo gesehen, aber vielleicht hast du ja eine Quelle…
Ich mag die Suppe am liebsten, wenn sie nur mit Rächersalz und Zitronensaft abgeschmeckt wird. Wem das zu wenig ist, kann mit Pfeffer, Muskatnuss oder Kreuzkümmel experimentieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren, danke für eure Kommentare und
viele liebe Grüße
eure Cala

Last-Minute-Geschenktipp: Yvette von Boven „Weihnachten in Amsterdam“

Werbung

„Weihnachten in Amsterdam“ – das haben wir ja oft erlebt und lieben es…

Stimmungsvoll, aber entspannt genießen die Holländer die Weihnachtszeit – gemeinsam gut zu essen, spielt eine wichtige Rolle dabei. In diesem Jahr ist im Dumont- Verlag ein ganz tolles Buch von Yvette van Boven erschienen, das das weihnachtliche Amsterdam kulinarisch zu euch nach Hause bringt: „Weihnachten in Amsterdam“ liefert auf knapp dreihundert Seiten tolle Rezepte, sehr ansprechend fotografiert mit vielen stimmungsvollen Bildern und leicht nachzukochenden Rezepten – sowohl herzhaft, als auch süß.

Hier ein paar meiner Favoriten (ich habe etliche…):

Kartoffel-Lauch-Cremesuppe mit Jakobsmuscheln und Petersilienöl (S.89), Gerösteter Blumenkohl mit Ziegenkäsecreme (S.119, Staudensellerie-Mandel-Salat (S. 180), Rosenkohl à la Carbonara (S. 191 – ich ersetze den Speck durch Räuchertofu…), Vollkornreissalat mit Äpfeln, Walnüssen und Cranberrys (S. 202), Cranberrykompott (S. 266) und, und und….

Yvette van Boven
Weihnachten in Amsterdam
Dumont-Verlag
Hardcover, ca. 300 Seiten: 34,00 €