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Der Laden im November

Der Laden im November: ausgesuchte Geschenkideen, edle Weihnachtedekorationen, kleine Aufmerksamkeiten. Pyjama aus Bio-Baumwolle, aus kleiner, schneiderhandwerklicher Manufaktur: 119,00 € // Geschirrhandtuch, von Hand gewebt, limitierte Auflage: 45,00 € // Handtücher: 22,00 € / 5,50 € // Glaskugeln und Herzen 0,45 € // Filzuntersetzer 1,60 € / 2,20 € Teelichthalter (Glas): 1,60 € / 2,20 € // Schokoladen von Zotter: 3,20 €

Heute bin ich endlich so einigermaßen fertig geworden und habe den Laden so weit dekoriert, dass ich Fotos machen konnte. Ich hoffe, ihr habt Spaß am Stöbern (vor Ort genauso wie virtuell). Ihr findet alle Produkte in meinem Shop – falls ihr etwas vermisst, das vielleicht noch nicht eingepflegt ist, meldet euch einfach per Mail.

wunderschöne Teelichthalter aus Glas, traumhaft zum Dekorieren. In Flieder, Türkis und Grün. Wabenmuster: 2,20 € // geriffelt: 1,60

Diese Teelichthalter liebe ich. Ich habe sie ja bei unserem letzten Tasting zur Dekoration benutzt und das hat mir so gut gefallen, dass ich mir privat gleich auch ein paar zu Seite gelegt habe – sie lassen sich einfach super kombinieren und sehen auf dem Tisch ganz toll aus. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn man zwei verschiedene Sorten in der gleichen Farbe kombiniert.

Edle Handtücher. Badehandtuch 70 x 130 cm mit silbergrauer Monogramm-Stickerei, 22,00 € // Gästehandtuch mit kleinen Pompons, 30 x 50 cm 5,50 €

Diese Handtücher finde ich ein wunderschönes Geschenk und kein bisschen einfallslos. Sie sind edel genug um nicht wie ein Verlegenheitsgeschenk zu wirken und neutral genug um so ziemlich zu jedem Stil zu passen – ich kann sie mir einem modernen Bad genauso gut vorstellen, wie in einem verspielteren Ambiente. Schön auch in Kombination mit unseren tollen hangeschöpften Seifen, die wir jetzt übrigens auch in einer größeren (90g) Variante haben.

Laterne (Holz und Metall) 24,50 € // Adventskalender mit 24 handgefertigten Papiertütchen: 6,50 € // Kerzen, verschiedene Größen und Farben 4,50 € // 12,50 €

Ich liebe Laternen, weil man mit ihnen auf einfache Weise eine sehr stimmungsvolle Dekoration zaubern kann, die verspielt wirkt aber nicht übertrieben kitischig ist. Ganz toll finde ich diese Holzlaterne, wenn man sie mit einer farbigen Kerze kombiniert – zum Beispiel in einem tiefen Lila. Sie sieht im Winter sicherlich auch wundeschön auf der Terrasse oder dem Balkon aus. Wegen des Holzes würde ich sie aber nicht nass werden lassen. Die Adventskalender sind mit der Banderole so schön vepackt, dass ich sie nicht auseinanderreißen wollte, auch wenn es für das Foto wirklungsvoller gewesen wäre, sie offen zu zeigen – die Tütchen sind einzeln von Hand gestempelt. An einer Schnur befestigt oder in einem schönen Korb dekoriert, lässt sich damit ein schöner Adventskalender gestalten, den es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt…

„Gewürze und Aromen“ – die Rezepte vom Tasting am 05. November 2011

Bei der Tisch-Deko habe ich mich von allem inspirieren lassen, was es im Moment, im Wald, auf dem Feld und im Garten zu entdecken gibt, und was ich auf einem Spaziergang gesammelt habe. Die lila Teelichthalter bekommt ihr bei uns im Laden.


Geschafft. Endlich sind alle Rezepte vom letzten Tasting online – im Nachhinein kann ich kaum fassen, dass ich das wirklich alles in einer Verkostung untergebracht habe – was habe ich mir nur dabei gedacht? Kein Wunder, dass wir fast 4 Stunden getafelt haben und dass Boris und ich hinterher fix und fertig waren. Leider muss ich auch alle enttäuschen, die jetzt mit der Hoffnung auf ein ähnliches Programm zu uns kommen: wir hatten uns an diesem Abend definitiv hoffnungslos übernommen und haben daraus eine Menge gelernt: die nächsten Tastings werden ihrem Namen wieder Ehre machen, wirklich „nur“ Verkostungen sein – möglichst nicht länger als 2 Stunden dauern und maximal 6 Gerichte beinhalten. Ob ich das wirklich hinkriege? Naja, ich bin zumindest wild entschlossen 😉

Übrigens haben wir für das nächste Tasting zum Thema „Winterküche“ am 21. Januar  noch einige freie Plätze – Anmeldung und Fragen einfach per Mail an info@cala-kocht.de.

Viele liebe Grüße und ganz viel Spaß beim Nachkochen, Experimentieren und Kommmentieren

eure
Cala

 

Ed Browns Winterkürbissuppe mit Kreuzkümmel und Kardamom
Kreuzkümmel, Kardamon, Sel Gris und Tasmanischer Bergpfeffer von Pfeffersack & Söhne


Wie viele von euch wissen, war ich im Sommer im Zen-Zentrum Eisenbuch, um den legendären Edward Espe Brown bei seinen berühmten Kochkurs „How to cook you life“ zu erleben. Einige von euch kennen ihn sicher aus dem gleichnamigen Dokumentarfilm von Doris Dörrie. Das war nicht nur in vielerlei Hinsicht ein sehr nachdrückliches Erlebnis, sondern auch kulinarisch ungeheuer inspirierend. Ed kocht zwar deutlich „üppiger“ als ich (obwohl mich Zen das Gegenteil erwarten ließ…), er ist aber ein Quell an Inspirationen für interessante Zusammenstellungen und verfügt über jede Menge Wissen und Erfahrung – im Leben wie in der Küche. Ihm zuzuhören war für mich eine Offenbarung und sein „Complete Tassajara Cookbook“ kann ich jedem ans Herz legen, der sich ein englisches Kochbuch zutraut. Und keine Frage: ich werde auch im nächsten Sommer in Eisenbuch sein, ich habe schon gebucht…

Zutaten

Kürbis
Zwiebeln gehackt
Ghee
Knoblauchzehe(n) gehackt
geriebener Ingwer
Apfel in Scheiben
Kreuzkümmel, Kardamom, beide frisch gemahlen oder im Mörser zerstoßen
heißes Wasser
Zitronensaft
Sel Gris und Tasmanischer Bergpfeffer aus der Mühle

Kürbis ca. 1 Stunde mit Schale im Ofen backen. Dann erst aufschneiden, entkernen und das Fruchtfleisch auslöffeln. Ich finde, dass die Suppe am besten mit Hokkaidokürbis schmeckt, bei dem man ja bekanntlich die Schale mitessen kann. Trotzdem entferne ich sie für dieses Rezept: ich finde, dass sie dem Geschmack der Suppe nicht gut tut.

Zwiebeln in Ghee anbraten und 1-2 Minuten schmoren. Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel und Kardamom hinzugeben und weitere 1-2 Minuten anschmoren. Apfelscheiben und heißes Wasser hinzugeben (bitte kein kaltes Wasser verwenden um den Garprozess nicht zu unterbrechen). Ed Brown kocht die Suppe dann lediglich 10 Minuten, ich finde aber, dass diese Zeit keinesfalls ausreicht, um die Aromen wirklich zu entfalten. Deshalb köchelt die Suppe bei mir gut 30 Minuten. Ed püriert sie und schmeckt sie mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab. Da ich mit ganzem Kardamom und Kreuzkümmel arbeite (ich halte absolut nichts von fertigem Pulver, gute Gewürze müssen einfach frisch vermahlen oder zerstoßen werden…) streiche ich die Suppe nach den Pürieren durch ein feines Sieb, um die Samenrückständen von den Kardamom-Kapseln und vom Kreuzkümmel loszuwerden. und schmecke dann noch einmal fein ab. Die Suppe wird dadurch auch in sich feiner und ist auch von der Konsistenz her eine schöne Abwechslung zu den üblichen Kürbissuppen. Der Tasmanische Bergpfeffer hat sich als ideale Ergänzung erwiesen, weil er auch ein leicht fruchtiges Aroma mitbringt. Wer mehr robuste Schärfe mag, kann auch Tellycherry-Pfeffer verwenden.

Zu der Suppe passt Ziegenkäse oder ein Gewürzjoghurt.

 

Karins Auberginen-Peccorino-Türmchen mit San-Martino-Hausdressing
Olivenöl von Il Casale, Sel Gris und Tellycherry-Pfeffer von Pfeffersack & Söhne

Eine der schönsten kulinarischen Begegnungen habe ich in diesem Jahr in der Fattoria San Martino in Montepulciano erlebt. Karin kocht hervorragend, bewirtet ihre Gäste in einzigartiger Kulisse und serviert dabei rein vegetarische Kost. Sie eine Meisterin an Ideen und Kreativität und hat ein einzigartiges Gespür für Ästhetik und Stil. Und sie arbeitet, kocht und lebt ganz ähnlich wie ich: mit dem Anspruch ohne viel Aufwand, möglichst natürlich und mit gutem Gewissen gesund zu genießen in dem Bewusstsein, dass Essen sehr viel mehr ist als Nahrung allein. (Und ja: wir haben überlegt gemeinsam einen Kochkurs zu geben… )

Zutaten

Ghee
Auberginenscheiben
Auberginenmus (Zubereitung siehe unten)
Peccorinoscheiben (ca. 5mm dick)
Sel Gris
Tellycherry-Pfeffer

für das San-Martino-Hausdresing:
4 schwarze Oliven, 1 TL Kapern, 1/2 Knoblauchzehe, Olivenöl

Für das Auberginenmus einfach eine Aubergine rundherum mit einer Gabel einstechen und für ca. 30 – 45 Minuten in den Ofen geben, bis sie weich ist und auf Druck nachgibt. Fruchtfleisch auslöffeln, grob zerkleinern und beiseite stellen.

Für das San-Martino-Haus-Dressing: 4 Oliven, 1 TL Kapern und ½ Knoblauchzehe fein hacken. Mit Olivenöl bedecken und ziehen lassen, bei Bedarf leicht salzen. (Dieses Dressing ist absolut vielseitig, schmeckt generell zu Gemüse sehr gut, passt aber auch toll  zu Pasta und Fisch).

Auberginenscheiben in einer Grillpfanne ohne Öl von beiden Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Peccorinoscheiben in einer beschichteten Pfanne ganz kurz von beinen Seiten anbraten (geht in Sekundenschnelle). Je eine Auberginenscheibe mit einer Peccorino-Scheibe belegen, etwas Auberginen-Mus darauf verteilen und mit dem Dressing würzen.

Übrigens schmeckt das Dressing auch toll mit gehackten Walnüssen!

Calas Peccorino-Walnuss-Risotto mit indischem Stangenpfeffer
italienischer Bio-Reis, Peccorio von Il Casale (Toskana), Walnüsse aus dem Odenwald,
Sel Gris und indischer Stangenpfeffer von Pfeffersack & Söhne, Olivenöl von Il-Casale

Zutaten
italienischer Reis (Arborio-Reis)
1-2 Schalotten
Ghee
heißes, leicht gesalzenes Wasser
Walnüsse gehackt
Walnuss-Hälfen zur Deko
Zesten von einer Bio- Zitrone
Peccorino gewürfelt
bestes Olivenöl

für die Gremolata:
½ Bund Petersilie
Zesten von einer Bio-Zitrone

Schalotte(n) schälen und sehr fein würfeln. In etwas Ghee anbraten und unter Rühren leicht schmoren lassen, bis die Zwiebeln glasig werden. Reis waschen, zugeben und anbraten. Jetzt wie bei jedem Risotto immer wieder etwas (heißes!) Wasser zugeben und unter Rühren warten, bis der Reis das Wasser aufgenommen hat. Ich verwende für dieses Risotto bewusst weder Brühe noch Weißwein, weil ich möchte, dass die Aromen von Walnuss und Peccorino voll zur Geltung kommen. Etwa nach der Hälfte der Garzeit 2/3 der gehackten Walnüsse und ein paar Zitronenzesten zugeben, den Rest der gehackten Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Peccorino würfeln. Auf ganz kleine Flamme stellen, den Käse einrühren und schmelzen lassen. Mit Zitronenzesten, Salz und Stangenpfeffer abschmecken. Auf einem Teller anrichten, die gerösteten Walnüsse und Olivenöl darübergeben. Noch einmal etwas Stangenpfeffer darüber mahlen und mit den Walnusshälften dekorieren.

Für die Gremolata Petersilie waschen und hacken. Mit den Zitronen-Zesten mischen. Zum Risotto servieren.

Calas „Romescosauce“ mit Mandeln & Chili
Spanische BIO-Mandeln von Fandler, Olivenöl von Il-Casale, getrocknete Chilischoten und Tellycherry-Pfeffer von Pfeffersack & Söhne

Zutaten
1 Hand voll Mandelkerne (ohne Schale)
1 Chilischote
1/2 Tomate
Sel Gris
Tellycherry-Pfeffer
sehr gutes Olivenöl

Vor vielen Jahren – ich war Anfang 20 – habe ich mit meinem damaligen Freund einen Kurzurlaub in Tarragona gemacht – das ist ein Küstenstadt etwa 100 km südwestlich von Barcelona. Dass ich schon damals verrückt nach kulinarischen Genüssen war und besessen davon sie schriftlich festzuhalten, stellte ich fest, als ich neulich ein Notizheft aus dieser Zeit beim Aufräumen fand. Darin hatte unter anderem auch das Rezept für eine eine regionale Spezialität notiert, die „Romescosauce“. Sie wird vor allem aus Mandeln, Chili und Tomaten hergestellt. Natürlich habe ich nach der Entdeckung dieser Aufzeichnungen sofort angefangen zu experimentieren. Meine „Sauce“ ist etwas grober als das Original und ich mache sie mit Meersalz und Olivenöl:

Eine Handvoll Mandeln, eine halbe Tomate, eine scharfe Chilischote (im Original wird die Sauce eher mit den milderen Chilis gemacht) etwas grobes Meersalz und 1-2 Esslöffel bestes Olivenöl pürieren, bis eine leicht cremige Masse entsteht. Mit Salz und Tellycherry-Pfeffer kräftig abschmecken.

Die Sauce wird im Original zu Gemüse, Meeresfrüchten und Fisch vom Grill seviert, schmeckt aber auch hervorragend auf (geröstetem) (Weiß-)Brot und zu Pasta.
Im Sommer könnte ich mir übrigens auch glatte Petersilie in der Sauce gut vorstellen.

Wie immer gilt auch hier: umso weniger Zutaten man verwendet, desto ausgesuchter, edler sollte die Qualität sein – nicht eine einzige davon darf versagen. Das gilt auch für die Mandeln – ich nehme bewusst unsere edlen Mandeln von Fandler, irgendwelche faden Kerne ohne Aroma machen überhaupt keinen Sinn…

Heilbutt pur und in Koriander-Pfeffer-Panade

Heilbutt ist ein typischer Winterfisch. Das liegt daran, dass er sehr fett ist, wodurch er auch anfälliger ist und leichter verdirbt. Für mich gibt es kaum eine Fisch, der roh besser schmeckt als frischer Heilbutt. Deshalb schafft er es bei mir auch selten bis in die Pfanne – in aller Regel nasche ich ihn in Scheiben geschnitten einfach mit Salz und Olivenöl direkt in der Küche. Aber auch wenn ich Heilbutt brate, tue ich dies nur ganz kurz – außen minimal gegart, innen roh, schmeckt er phantastisch. Allerdings braucht man für solche Experimente eine absolut verlässliche Quelle für eine Top-Qualität, weshalb ich euch hier besser zwei Rezepte für gebratenen Heilbutt mit auf den Weg gebe.

Heilbutt mit Olivenöl, Sel Gris und Grünem Pfeffer
BIO Olivenöl von Il-Casale, Sel Gris und Grüner Pfeffer von Pfeffersack & Söhne

Zutaten
Heilbutt-Filet
Sel Gris
grüner Pfeffer aus der Mühle
Ghee
bestes Olivenöl
eventuell Zitrone, geviertelt

Heilbuttfilet waschen und trocken tupfen. Entweder ganz lassen oder in mundgerechte Stücke schneiden. Ghee in einer Pfanne schmelten lassen und den Heilbutt je nach gewünschtem Gargrad ganz kurz oder etwas länger von beiden Seiten anbraten. Auf einem Teller anrichten, üppig mit Sel Gris und grünem Pfeffer betreuen und großzügig mit Ölivenöl übergießen. Wer möchte, kann etwas Zitronensaft darüberträufeln.

Heilbutt mit Koriander und indischem Stangenpfeffer
Koriander, indischer Stangenpfeffer und Sel Gris von Pfeffersack & Söhne,
BIO Olivenöl von Il-Casale

Zutaten
16 Heilbuttfilet in Würfeln
Koriandersamen
Sel Gris
indischer Stangenpfeffer
Ghee
1 Bio-Zitrone, geviertelt

Reichlich Koriander, Pfeffer und Salz im Mörser oder einer Gewürzmühle zerstoßen bzw. mahlen. Fisch leicht salzen, ev. mit Zitronensaft einreiben und in den Gewürzen wenden. Etwas Ghee in einer Pfanne schmelzen und den panierten Fisch darin braten.
Mit Zitronenvierteln servieren.

Wirsing mit Tofu und Hanföl
Hanföl von Fandler

Dies ist eines meiner Lieblingsgerichte im Moment und ich hatte das Rezept auch schon mal im Blog (vielleicht erinnert ihr euch an das Foto). Dazu muss man wissen, dass man mich „eigentlich“ (das heißt bevor ich meine eigene Zubereitungsweise entdeckt habe) mit allem, was nur annähernd in die Richtung von Kohl geht, „jagen“ kann (die einzige von mir heißgeliebte Ausnahme war schon immer Rosenkohl). Inzwischen habe ich festgestellt, dass mir viele Kohlgerichte vor allem deshalb nicht schmecken, weil der Kohl oft sehr lange gegart wird und dann schon ziemlich matschig und verkocht ist. Solange er aber einigermaßen knackig und nicht zu weich ist, hat er ein ganz tolles Aroma, finde ich.

Zutaten
Wirsing in feinen Streifen
Tofu in Würfeln
Ghee
Hanföl
Salz, Pfeffer
eventuell Walnüsse

Wirsing waschen und in feine Steifen schneiden. Tofu in kleine Würfel schneiden. Etwas Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Tofuwürfel kräftig anbraten. Wirsingstreifen hinzugebe und ebenfalls anbraten, dabei die Hitze etwas reduzieren. Salzen (ich nehme das Sel Gris, löse es in etwas heißem Wasser auf und gebe es Teelöffelweise vorsichtig hinzu). Eventuell etwas Wasser hinzugeben, damit der Wirsing nicht anbrennt, jedoch immer nur so viel, wie unbedingt nötig. So lange schmoren, bis der Wirsing die gewünschte Konsistenz erreicht hat – ich probiere ihn zwischen durch immer wieder, um den genauen Zeitpunkt abzupassen, wenn er noch ein bisschen knackig, aber auf keinen Fall mehr roh ist… Vor dem Servieren noch einmal mit Salz und Pfeffer (ich verwende den Tasmanischen Bergpfeffer) abschmecken. Etwas abkühlen lassen und großzügig mit Hanföl begießen. Wer möchte kann gehackte Walnüsse darüberstreuen.

Übrigens schmeckt Wirsing auch ganz toll mit Senföl – Solling hat jetzt eines auf den Markt gebracht, bei dem die Säuren so reduziert sind, dass es für den Verzehr geeignet ist. Es ist köstlich und mit seiner milden Schärfe ganz toll einsetzbar, ich finde es vor allem mit Spitzkohl und Wirsing klasse, fange aber grade erst an zu experimentieren…

lauwarmer Salat von grünen Bohnen mit Koriander und Kreuzkümmel
Kreuzkümmel, Koriander, Tasmanischer Bergpfeffer und Sel Gris von Pfeffersack & Söhne
Bio-Olivenöl von Il Casale (Toskana)

Eines meiner Basics und zugleich einer meiner Lieblingssalate. Ich mache ihn im Sommer nur mit Kreuzkümmel, lasse den Koriander und die Walnüsse weg und serviere ihn kalt (siehe Foto). Dann ist er herrlich erfrischend.

Im Winter mag ich ihn etwas üppiger und lauwarm:

Zutaten
grüne Bohnen bester Qualität
Kreuzkümmel
Koriandersamen
Tasmanischer Bergpeffer
Sel Gris
gehackte Walnüsse
Olivenöl
Zitronenzesten
Zitronensaft

Bohnen waschen und putzen (Enden abschneiden). In Salzwasser kurz garen, bis die Bohnen gar, aber noch bissfest sind. Inzwischen die Gewürze in einem Mörser oder einer Mühle vermahlen (je nach Wunsch grober oder etwas feiner). Wenn die Bohnen gar sind, diese in etwa 3cm lange Stücke schneiden und zusammen mit den Gewürzen, den gehackten Walnüssen und dem Olivenöl in eine Schüssel geben und mischen.
Mit Zitronensaft, Zitronenzesten, Salz und Pfeffer abschmecken.

Weinschmeckers Linsensalat mit Pölzer Apfel Balsam Pflaumen Essig
Toskanische Linsen, Steirischer Apfel-Pflaumen-Essig von Pölzer
Tasmanischer Bergpfeffer und Sel Gris von Pfeffersack & Söhne

Auch dieses Rezept habe ich in anderer Form schon mal im Blog veröffentlicht.
Im Originalrezept wird der Linsensalat nämlich mit Balsamicoessing und Trüffelöl gemacht. Ich habe aber festgestellt, dass viele Leute den Trüffelgeschmack gar nicht so gerne mögen. Außerdem habe ich grade gelernt, dass der Trüffelgeschmack in aromatisierten Ölen immer von Erdöl stammt – wer will das denn…

Also musste eine andere Variante her und hier ist sie (manche sagen, sie sei sogar besser als das Original…)

Zutaten
Schalotten, gehackt
Möhren fein gewürfelt
Knollensellerie fein gewürfelt
Apfel-Pflaumen-Essig (wir verwenden unseren sensationellen Essig von Pölzer)
Olivenöl
Linsen
Salz
Pfeffer

Linsen waschen und in wenig Wasser (ohne Salz) kochen. Dabei jedoch noch nicht vollständig garen. Etwa nach 2/3 der Garzeit das Gemüse hinzugeben Wenn die Linsen gar sind, ev. überschüssiges Wasser abgießen und in eine Schüssel füllen. Abkühlen lassen. Mit dem Essig, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Ist übrigens auch ein idealer Salat zum Mitnehmen.

Calas Kokos-Kicherebsen mit Chili
Chili, Koriandersaat, Kurkuma und Sel Gris von Pfeffersack & Söhne
Kichererbsen von Pieve a Salti (Toskana)

Eine tolle Inspiration ist das Buch „Kochen nach Ayurveda“ von Dr. Karin Pirc. Auch wenn ich selten die Rezepte 1:1 umsetze, hole ich mir dort immer wieder Ideen für Kombinationen und den Einsatz von Gewürzen. Das nachfolgende Gericht entstand nach einer Anregung aus diesem Buch.

Zutaten:
Kichererbsen
Kokosfett
Chili (frisch oder getrocknet, fein gehackt)
1 Tomate (gewürfelt)
Koriandersaat (gemahlen)
Kurkuma (gemahlen)
etwas heißes Wasser
Salz
Zitronenzesten
Olivenöl
frisches Koriandergrün oder glatte Petersilie (gekackt)

Kichererbsen mindesten 12 Stunden – am besten über Nacht – einweichen. Einweichwasser abgießen. Eine großzügige Menge Kokosfett in einer Pfanne schmelzen und die Kichererbsen darin anbraten. Gehackte Chili, Tomaten (gewürfelt), Koriander, Kurkuma und etwas heißes Wasser hinzugeben. Aufkochen, dann auf ganz kleiner Flamme ca. 45 – 60 Minuten im geschlossenen Topf garen. Wenn die Kichererbsen fast gar sind, den Deckel abnehmen und weiter köcheln, bis das Wasser verkocht ist. Mit Salz und Zitronenzesten pikant abschmecken. Wer möchte, kann noch einmal etwas Kokosfett zugeben. Großzügig mit Olivenöl beträufeln und mit frischen gehacktem Koriander oder Petersilie servieren.

Tipp: dieses Gericht lässt sich auch mit Kokosmilch zubereiten und schmeckt dann toll zu Reis.

Zum Abschluss dieses Marathons haben wir eine Pan Pepato aufgeschnitten – eine dunkle Panforte aus der Toskana, die mit Pfeffer und diversen anderen Gewürzen angereichert ist. Dazu gab es einen wunderbaren Gewürzlikör, den wir gerade für den Laden entdeckt haben – übrigens ein geniales Weihnachtsgeschenk, wir haben ihn im Shop…

 

 

Dankeschön…

Euch vielen lieben Dank für euren Besuch gestern und den wunderbaren Abend!

Die Rezepte schreibe ich im Laufe der Woche ins Reine und stelle sie online.

Unser nächstes Tasting steht unter dem Motto „Winterküche“ und findet statt am Samstag, den 21. Januar ab 17 Uhr (Anmeldungen sind ab sofort per mail möglich an info@cala-kocht.de).

Liebe Grüße
Cala

Olivenernte in der Toskana

Seit gestern bin ich zurück aus der Toskana und habe nicht nur der Kopf voller neuer Eindrücke und das Auto voller großartiger Produkte, sondern auch wieder viel gelernt. Unglaublich beeindruckend war die Olivenernte und ich bin sehr froh, dass ich den langen Weg auf mich genommen und mir die Ernte und das Pressen tatsächlich vor Ort angesehen habe.

Ulisse und Sandra vom Podere Il Casale sind vor mehr als 20 Jahren aus der Schweiz in die Toskana gekommen. Hier, zwischen Pienza und Montepulciano, machen sie seitdem einen unbezahlbaren Job und tragen mit viel Herzblut, Leidenschaft und persönlichem Einsatz zum Erhalt ländlicher Strukturen und landwirtschaftlichem Wissen bei. Sie stellen aus Schafs- und Ziegenmilch in einer eigenen Käserei phantastischen Käse her, machen hervorragendes Olivenöl, Pasta und Honig, kümmern sich um Ziegen, Schweine, Schafe, Esel, Zeigen, Hunde, Katzen und Bienen, führen an diesem traumhaften Ort ein Gästehaus und bewirten zweimal am Tag eine ganze Schar von Gästen, die zum Lunch oder Dinner auf den Hof kommen. Ich kann kaum glauben, dass Ulisse sich trotz dieses unglaublichen täglichen Programms die Zeit genommen hat, mir die Olivenernte zu zeigen und zu erklären. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich seinem herrlichen Schweizer Akzent stundenlang zuhören könnte und daher eine willige Zuhörerin bin – seit dem Sommer habe ich unglaublich viel von ihm gelernt. Umgekehrt liegt ihm viel daran, sein Wissen weiterzugeben und Menschen zu sensibilisieren, wenn es um gesunde Ernährung geht.

Was die Olivenernte betrifft, so stand in meiner Vorstellung ab Oktober die halbe Toskana auf kleinen Leitern an Olivenbäumen und pflückte ganz romantisch einzeln jede Olive vom Baum – ich stellte mir das in etwa so vor, wie das Pflaumenpflücken bei uns… Inzwischen habe ich festgestellt, dass so gut wie jeder außer mir wusste, wie die Olivenernte wirklich funktioniert – für alle anderen hier mein Bericht…

Ich komme am frühen Nachmittag nach Il Casale und Ulisse schickt mich grob in Richtung Waldrand, wo ich dann schon einen blauen Traktor sehen würden. Waldrand und Traktor finde ich gleich, allerdings dauert es eine Weile, bis ich den Zugang zu dem Landstück entdecke, auf dem die Olivenbäume stehen. Vorbei an den Bienenstöcken geht es über eine Wiese in dieser bizarr stillen Landschaft, die so unglaublich schön ist, dass allein das mein Herz aufgehen lässt: die Vorstellung, dass die Oliven für das Öl, das ich das ganze Jahr über essen werde, einen ganzen Sommer lang in dieser Kulisse – ohne jedwede Industrieabgase, ohne Verkehr, ohne Lärm reifen durften, finde ich großartig.

unter den Olivenbäumen werden feine Netze ausgelegt

Ich treffe schließlich auf ein Gruppe aus drei Personen, die mit der Olivenernte beschäftigt ist. Es ist noch mal ein schöner, heißer Tag und da in Il Casale immer jede Menge Leute aus aller Welt zusammentreffen, geht es auch bei der Olivenernte international zu und man erzählt sich bei der Arbeit, wo man herkommt und was man im „richtigen“ Leben so tut.

Geerntet wird, indem man unter die Olivenbäume große Netze legt. Dann werden mit einer elektrischen Maschine an einem langen Stock die Oliven von den Zweigen geschüttelt. Niedrigere Zweige erreicht man mit der Hand und „kämmt“ die Oliven mit einer Art Plastikkamm von den Zweigen. Ist ein Baum abgeerntet, werden die Oliven aus den Netzen in Kisten gesammelt.

Wenn genügend Oliven zusammengekommen sind (für 1 Liter Olivenöl braucht man ca. 10 kg Oliven!), werden die Oliven in die Mühle gebracht. Für die Qualität des Öl ist es entscheidend, dass die Oliven nach der Ernte so schnell wie möglich gepresst werden. Sobald eine Olive beschädigt – also geöffnet – ist, beginnt ein Oxidationsprozess, der die Qualität des Öls massiv beeinträchtigt. Schon ein kleines Loch – verursacht z.B. durch die Olivenfliege – kann einen solchen Schaden herbeiführen. Auch längeres Liegen beeinträchtigt die Qualität enorm.

Über 20 km geht es im geschlossenen Lieferwagen von Pienza in einen Vorort von Montelpulciano wo die Familie Burashi, mit der Ulisse befreundet ist, seit 40 Jahren eine Ölmühle betreibt. Früher wurden hier die Oliven in großen schweren Mühlsteinen durch Matten gepresst. Das komplizierte Verfahren, bei dem die Oliven lange dem Sauerstoff ausgesetzt waren, war nicht nur unglaublich anstrengend, sondern wirkte sich auch extrem negativ auf die Qualität des Öls aus. Deshalb wissen selbst Olivenbauern, die die Tradition lieben, die modernen Maschinen zu schätzen. Niemand, der es sich leisten kann, und der eine genügend große Menge an Oliven zu pressen hat, würde deshalb heute auf diese Möglichkeit verzichten. Auch die Burashis besitzen eine solche – besonders hochwertige – Maschine.

alte Mühlsteine - so wurde früher das Ol gepresst

Jetzt zu Anfang der Erntezeit, arbeiten die Mühlen noch nicht jeden Tag, aber trotzdem sind doch einige Leute vor uns und wir warten geduldig, bis wir an der Reihe sind. Vor und nach dem Ausladen wird das Lieferfahrzeug gewogen und so die Menge der angelieferten Oliven errechnet. Ein Post-it an der Maschine regelt dann ganz unkompliziert die Reihenfolge und markiert, wem welches Öl gehört.

Ulisse kippt die Oliven in den Trichter vor der Mühle

Wer an der Reihe ist, kippt seine Oliven in einen großen Trichter außen in der Mühle, durch den die Oliven in die Maschine laufen. Zuerst werden dann mit einem Gebläse die Blätter und kleinen Zweige entfernt, dann werden die Oliven gewaschen. Nach dem Waschen werden sie zerquetscht und der Brei ausgiebig geknetet. Dann die eigentliche Pressung und aus dem grauen Matsch fließt plötzlich ein wunderschönes, intensiv grünes Öl. Dieser gesamte Prozess findet in einem geschlossenen System unter Ausschluss von Sauerstoff statt.

Der Brei aus Oliven und Olivenkernen wird intensiv in mehreren Stufen geknetet - die Produktion des Öls erfolgt maschinell in einem geschlossenen System unter Sauerstoffausschluss

nach langem geduldigen Warten beginnt endlich das Öl zu fließen: fruchtig grün und wunderbar duftend...

Dieses Öl ist nicht nur farblich, sondern auch geschmacklich großartig: fruchtig und sehr kräftig…. Es hat die beste Qualität, die möglich ist und trägt deshalb – im Gegensatz zu vielen anderen Ölen, die wir bei uns zu kaufen bekommen – zu Recht die Bezeichnung „extra vergine“, ist also natives Olivenöl, extra kaltgepresst und so schonend wie möglich gepresst. Ein so frisches Öl bekommen wir hier in Deutschland allerhöchsten mal durch Zufall zu sehen und sicherlich ist niemand von uns diesen Geschmack wirklich frischen Olivenöls gewohnt. Ich persönlich liebe es so, kenne aber auch Menschen, denen der Geschmack zu kräftig ist. Das Öl reift allerdings in den Flaschen nach – der extrem kräftige Geschmack hält in etwa 2-3 Monate an, dann wird das Öl automatisch milder.

über eine moderne Abfüllanlage wird das Öl auf Flaschen gezogen und verschlossen

Während wir auf das neue Öl warten, führt mich Ulisse in einen Nebenraum der Mühle, wo auf modernen Abfüllanlagen das Öl auf Flaschen gezogen wird. Wir alle helfen mit, das Öl von der Pressung vom Sonntag abzufüllen. Man kennt sich und jeder hilft jedem. Zwischendurch geht Carla Burashi immer mal wieder raus in die Küche, weil sie das Abendessen auf dem Herd hat, man schwätzt, erzählt sich die Neuigkeiten aus der Gegend und bleibt gelassen, wenn mal etwas nicht so funktioniert wie geplant.

Etikettiert werden die Flaschen im Podere, Ulisse nimmt sie mit und wir verabreden, dass ich die bestellten Flaschen von meiner Abreise am Mittwoch abhole. Müde und sehr beeindruckt fahre ich zurück in die Fattoria, natürlich nicht, ohne mir eine Flasche Öl für das Abendessen mitzunehmen, denn nachdem ich den ganzen Tag diesen wunderbaren Geruch in der Nase und das Öl vor Augen hatte, kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als eine Mahlzeit mit Weißbrot, Käse und Olivenöl – und natürlich einem schönen Glas Wein.

Lebensmittelkauf ist Vertrauenssache

Auch der Olivenölmarkt ist mittlerweile weltweit hart umkämpft, Dumping-Preise, übelster Pfusch und Geldmacherei sind an der Tagesordnung. Dass der Abfall von der ersten Pressung dann nicht selten noch ein zweites und drittes Mal gepresst wird und immer noch „extra virgine“ genannt wird, ist dabei noch das geringste Übel. Olivenöl ist ein Massenprodukt und allein wenn man sich vor Augen hält, dass Italien 15% mehr „Olivenöl“ exportiert als es selber produziert, kann man sich in etwa ausmalen, was da so alles bei uns im Handel landet (ganz abgesehen davon, dass der beträchtliche Inlandskonsum noch eingerechnet werden muss). Billigprodukte aus Nordafrika drängen zunehmend auf dem Markt. Das soll nicht heißen, dass diese Öle per se schlecht sind, denn das ist nicht der Fall. Aber umso undurchsichtiger die Quellen sind, desto schwerer wird es, Qualität, Herstellungs- und Arbeitsbedingungen zu prüfen – wir kaufen die Katze im Sack und akzeptieren, dass vertrauenswürdige, traditionelle Strukturen systematisch zerstört werden.

der Abfall vom Pressen - nicht selten wird er nochmal gepresst und landet auf dem Verbrauchermarkt

Wer ein qualitativ hochwertiges Olivenöl haben möchte, sollte sich auf jeden Fall einen Händler suchen, dessen Quellen nachvollziehbar sind und der auch selber weiß, was in seinen Flaschen ist und wie es dort hingekommen ist. Dass man ein solches Produkt nicht im Supermarkt findet, versteht sich von selbst.

Für viele Olivenbauern in Italien lohnt sich die Herstellung von Olivenöl leider überhaupt nicht mehr. Viele sind den Preiskampf und den ewigen Druck leid, verkaufen ihre Olivenbäume an reiche Villenbesitzer auf der ganzen Welt, die damit ihren Vorgarten schmücken (das ist kein Scherz…) und produzieren nur noch eine kleine Menge für den eigenen Bedarf. Die regionalen Ölmühlen schließen und wie überall auf der Welt hat das Sterben des einen den Tod des anderen unweigerlich zur Folge – profitieren tun davon wirklich nur die ganz Großen. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass an wirklich gutes, traditionelle Olivenöl nur noch derjenige kommt, der selber gute Beziehungen nach Italien hat, oder wenigstens jemanden kennt, der gute Beziehungen hat.

uralter Olivenbaum

Im Klartext heißt das aber auch: Wer nicht möchte, dass diese Strukturen vollends aussterben und wer auch morgen noch anständiges Öl kaufen will, muss bereit sein, für gute Qualität vernünftig zu bezahlen. Die reinen Herstellungskosten für 1 Liter Olivenöl liegen bei etwa 9 Euro und wenn man das weiß, dann kann man sich sehr gut überlegen, was man bekommt, wenn man nur 4 oder 5 Euro bezahlen möchte.

Ich bin sehr froh, dass wir eine Quelle für unser Olivenöl gefunden haben, dessen Herkunft und Produktionsprozess für mich von A bis Z nachvollziehbar ist und hinter dem äußerst liebenswerte, lebendige Menschen mit Herz, Seele und Geschichte stehen, deren erste Absicht es ist, ein hochwertiges Produkt zu machen.

Ich glaube es ist keine Fehlinterpretation, wenn ich beobachte, dass es immer mehr Menschen gibt, denen die Herkunft der Lebensmittel, die sie konsumieren am Herzen liegt und die kleine, gesunde Strukturen unterstützen möchten. Umso mehr freue ich mich, Ulisse und Sandra von Il Casala mit ihrem Enthusiasmus kennengelernt zu haben und euch ein Stück von dieser Welt mitbringen zu können.

In diesem Sinne
liebe Grüße
eure
Cala

PS: Bitte denkt daran: Wir dürfen dieses Öl aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht im Webshop zeigen. Wenn ihr Olivenöl bestellen wollt, schreibt mir bitte einfach eine E-Mail an info@cala-kocht.de.

 

 

 

zurück aus der Toskana

Hallo ihr Lieben,

ich bin zurück aus der Toskana und habe den Kopf voller Ideen und  das Auto voll mit guten Sachen mitgebracht. Bevor ich jetzt glücklich und zufrieden schlafen gehe, in aller Kürze schon mal eine Liste für euch als Überblick – ihr könnt am Samstag (17 bis 19 Uhr) und Montag (9 bis 12 Uhr) direkt in den Laden kommen, oder per Mail bestellen (info@cala-kocht.de).

Fagioli (weiße Bohnen), Toskana, Bio, 500g – 4,90 €
Kichererbsen, Toskana, Bio, 500 g: 4,60 €
Linsen, Toskana, Bio, 500g: 5,20 €
Olivenöl, Toskana, Bio – neue Ernte 2011, vor 4 Tagen gepresst (Achtung – noch sehr fruchtig!)
500ml: 13,20 €
250ml: 8,20 €
Olivenöl, Toskana, Bio – Ernte 2010, 500ml: 11,20 €
Kleehonig Il Casale, Toskana, Bio, 250g: 5,60 €
Süßkleehonig Il Casale, Toskana, Bio, 250g: 5,60 €
Apfelessig Fontecornino, Toskana, Bio, 500 ml: 6,20 €
Äpfel Fontecornino, Toskana, Bio (herrlich saftig) 1 kg: 3,20 €
Kastaniennudeln, 250g, Toskana, Bio: 4,20 €
Risotto-Reis, 500g, vakuumverpackt, Bio, 7,20 €
Kapern, Sardinien, 40g: 9,80 €

Liebe Grüße
Cala

PS: Wenn ihr parallel zu einer E-Mail-Bestellung auch Ware dem Online-Shop bestellt, fallen natürlich nur einmal Versandkosten an – wir führen die Bestellungen natürlich zusammen.

 

 

Wirsing mit Tofu und Walnüssen

Ich verspreche es: Auch wer bisher keinen Wirsing mochte, wird nach diesem Rezept süchtig werden – ich könnte es im Moment dreimal am Tag essen….

Pro Portion wird benötigt:

etwa 130 g Wirsing
(ich mag die kleinen hellgrünen, feinen Köpfe sehr viel lieber als die dunkelgrünen Riesen…)
etwa 80g Tofu
etwas Ghee
3 Walnüsse – wer keine Nüsse essen darf, kann sie auch weglassen.
Salz
(ich verwende fast nur noch das Sel Gris aus der Bretagne)
1 EL Hanföl
ev. Pfeffer

Wirsing waschen und in ganz feine Streifen schneiden (ich persönlich bin faul und mache es umgekehrt: ich schneide erst, dann wasche ich die Streifen im Sieb, das finde ich einfacher als die ganzen Blätter zu waschen). Ghee in einer Pfanne erhitzen. Tofu in kleine Würfel schneiden. Etwas Ghee in eine Pfanne geben und den Tofu anbraten. Etwas Farbe nehmen lassen, dann den Wirsing hinzugeben. Etwas anbraten, dann salzen – da ich den Geschmack vom Sel Gris liebe, dieses aber sehr gröbkörnig ist, helfe ich mir, indem ich es in etwas Wasser auflöse und dann in die Pfanne gebe – der Wirsing braucht ohnehin einen kleinen Schuss Wasser zum Garen, aber nicht zuviel, damit er bissfest bleibt. Walnüsse knacken und aus den Schalen lösen, zum Wirsing in die Pfanne geben. Bei Bedarf etwas Wasser angießen, und nur so lange gar, bis der Wirsing gerade weich ist – er sollte auf jeden Fall noch etwas Biss haben. Auf einen Teller geben und mit Hanföl servieren – das Öl aber erst über den Wirsing geben, wenn dieser schon etwas abgekühlt ist, um das wertvolle Öl durch die Hitze nicht zu zerstören. Wer möchte kann zusätzlich mit Pfeffer würzen, mir persönlich ist das zuviel.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
liebe Grüße

Cala

PS: Hanföl und Sel Gris bekommt ihr bei uns im Shop, Ghee im Reformhaus oder im Bioladen.

Vorbestellungen für Produkte aus der Toskana

Vom 14. bis 20. Oktober fahre ich in die Toskana, besuche unsere Lieferanten und schaue mir die diesjährige Olivenernte an. Natürlich bringe ich auch wieder einige Leckereien mit, die wir normalerweise nicht im Sortiment haben. Diese Produkte verkaufen wir allerdings nur gegen Vorbestellung per E-Mail an: info@cala-kocht.de. Eure Bestellung muss bei uns bitte bis zum 13. Oktober eingehen, damit ich vernünftig planen kann

Von der Bio-Apfelzucht “Fontecornino” in Montepulciano bringe ich natürlich wieder unseren legendären Apfelessig mit. Da wir noch immer nicht sicher sind, ob wir einen vernünftigen Weg finden, um diesen dauerhaft zu importieren, wäre dies eine Gelegenheit, euch ein paar Flaschen zu sichern. Der Preis für 750 ml beträgt 6,20 €

Die Panforte ist eine Spezialität aus Siena und Umgebung und wurde ursprünglich vor allem als traditionelles Weihnachtsgebäck gegessen. Heute isst man sie auch außerhalb der Weihnachtszeit und man kann sie das ganze Jahr über in ausgesuchten Pasticcerias kaufen. Das Gebäck erinnert ein bisschen an Lebkuchen, ist aber kompakter (jedoch nicht hart). Anders als beim Lebkuchen werden die Zutaten nur grob zerkleinert und ohne Triebmittel gebacken.

Wir beziehen unsere Panforte von der kleiner Bäckerei Mariuccia in Montalcino und haben uns in die „Torta Marita“ verliebt, die der Hausherr Angelo zu Ehren seiner Tochter kreiert hat, deren Namen sie trägt. Die Zutaten sind Wasser, Zucker, kandierte Orange, Honig, schwarze Schokolade, Mandeln, Haselnüsse, Mehl, Kakao, Korianderpulver und Vanillin. Wer schon das Glück hatte, sie bei mir probieren zu dürfen, weiß, wieso ich sie unbesehen jedem deutschen Lebkuchen und jedem Früchtebrot (abgesehen vielleicht von einem guten Kletzenbrot…) vorziehen würde. Ein Stück davon zu einer schönen Tasse Kaffee ist einfach ein Traum…

Ich bringe die Torta Marita als dekorativ verpacktes, rundes 250g-Stück mit (siehe Foto) – übrigens auch ein schönes Geschenk.
(Kosten ca. 11 €, den genauen Preis kann ich leider erst vor Ort sagen)

Kastaniennudeln
Kastanienpasta ist eine Winterspezialität mit einem einzigartigem, weichen und feinen Geschmack. Die Kastanien für die Pasta von Il Casale werden in jahrhundertealten Kastanienhainen angebaut, geerntet und mit der Wärme eines Holzfeuers 3 Wochen lang getrocknet. Dann werden sie mit einer Steinmühle gemahlen und zusammen mit Hartweizen zu Pasta verarbeitet.
Passt hervorragend zu Wildgerichten, ist aber auch sehr lecker mit Haselnussöl und einer einfachen Gremolata aus Zitronzesten und gehackter Petersilie.

Zutaten: Biologischer Hartweizen, Biologisches Kastanienmehl, Wasser
250g  – 4,20 €
Ich freue mich auf euere Bestellungen!

Viele liebe Grüße
Cala

Wunderbare Kürbiszeit… Unser Angebot zum Wochenende

Damit ihr ausgiebig experimienteiren und die Kürbiszeit genießen könnt, haben wir zum Wochenende wieder ein besonderes Angebot für euch: 250ml Fandler BIO Kürbiskernöl und 250g Fandler BIO Kürbiskerne kosten dieses Wochenende im Set nur 12,50 € (ihr spart 2,50 € gegenüber der Summe der Einzelpreise). Bitte die Produkte einfach einzeln im Shop bestellen, wir ziehen den Rabatt automatisch ab. Dieses Angebot gilt ab sofort und bis einschließlich Sonntag, 09.10., 24 Uhr.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
eure Cala

PS: Die Kürbiskerne von Fandler – auch die für das Öl – stammen übrigens aus Österreich (nicht aus China…), sind von allerbester Qualität und geschmacklich hervorragend. Hier kauft ihr wirklich allerbeste Qualität und das schmeckt man auch…

Birne auf Chicorée unter einer Haube aus Ziegenfrischkäse mit Walnüssen

Zutaten pro Portion:

eine Handvoll Walnusskerne
Ziegenfrischkäse (ca. 80 – 100g)
Chicorée (ca. 130-150g)
1 festen nicht zu süße Birne
grobes Meersalz (am besten Sel Gris)
Tasmanischer Bergpfefer (oder ein anderer fruchtig-scharfe Pfehher)
Thymian (getrockent)
Walnussöl

Walnusskerne mit Ziegenfrischkäse, Salz und Pfeffer pürieren. Birnen waschen, halbieren und das Kerngehäuse mit einem Melonenausstecher entfernen, so dass eine Mulde ensteht. Chicorée waschen, halbieren und ggf. den bitteren Strunk entfernen (ich nehme gerne sehr kleine, junge Chicorée, weil bei ihnen generell der Strunk nicht so extrem bitter ist und fast vollständig mitgegessen werden kann – Bitterstoffe sind gesund!). Chicorée in feine Streifen schneiden. In eine feuerfeste Form geben und leicht salzen und pfeffern. Birnenhälften auf die Chicorée-Steifen setzen und die Mulden mit der Nuss-Ziegenfrischkäse-Creme füllen. Mit getrocknetem Thymian bestreuen und in den Backofen geben (bei 175° langsam garen) Kurz bevor der Chicorée weich ist, mit der Grillfunktion die Käsehaube leicht bräunen. Mit Walnussöl servieren.

Viel Spaß beim Ausprobien und
liebe Grüße
Cala

 

wunderbare Kürbiszeit…

Ich liebe die Kürbiszeit. Ich finde die Gerichte, die man mit Kürbis machen kann wunderbar sättgigend und farblich versöhnlich, wenn ich das Gefühl brauche, etwas Nahrhaftes und Beruhigendes zu mir nehmen zu können. Ich verwende übrigens fast ausschließlich den Hokkaido-Kürbis, nicht nur wegen seiner tollen Farbe, sondern auch, weil ich zu faul bin zum Schälen und man bei diesem Kürbis die Schale mitessen kann.

Ganz lecker sind natürlich Kürbis-Suppen in allen Varianten. Vor allem mag ich die fruchtigen Versionen, bei denen ein Obst mit gekocht wird, oder die Supper mit einem Fruchtsaft abgeschmeckt wird. Hier zwei von meinen Lieblingsrezepten:

 

Kürbissuppe mit Apfel und Kreuzkümmel

Kürbis waschen, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Kürbis- und Apfelstücke mischen und in WECK-Gläsern (oder einem anderen geeigneten Gefäß mit Deckel) im Ofen garen (ich mache mir immer gleich zwei oder mehrere Portionen, die ich im Kühlschrank aufhebe oder einfriere). 1TL Kreuzkümmel in Ghee kurz anbraten. Gebackenen Kürbis und Apfel hinzugeben und kurz anschmoren. Etwas Wasser zugeben, kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und pürieren. Noch ein bisschen köcheln lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Kürbissuppe mit Zwiebeln und Quitten

Um diese Jahreszeit frage ich mich immer, wohin ich mit den ganzen Quitten soll, die mein Bäumchen im Garten so fließig produziert. Und da ich sowieso gerne experimentiere, war es an der Zeit, eine Kürbissuppe damit zu versuchen:

Kürbis waschen. Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Quitte ebenfalls waschen, dabei gründlich von ihrem „Pelz“ befreien, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Eine Zwiebel würfeln und in etwas Ghee anbraten. Kürbis- und Quittenwürfel dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Thymian kräftig würzen und schön schmoren lassen – dabei immer wieder rühren, damit nichts anbrennt. Wasser angießen und weiterschmoren lassen, bis Kürbis und Quitte schön weich sind. Pürieren und kräftig abschmecken. Mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen servieren – super lecker!

Das folgende Rezept ist mal wieder unter Zeitdruck entstanden. Ich war mit einer Freundin zum Hundespaziergang verabredet und wollte direkt danach essen können. Also habe ich einfach mal wieder eines meiner Experimente gewagt und siehe da, es ist was Feines dabei herausgekommen… (Ich habe übrigens einfach die Zeitschaltuhr des Ofens auf 30 Minuten gestellt, danach hat sich der Ofen abgestellt, und als ich von meinem Spaziergang zurückkehrte, war mein Essen gar und immer noch schön heiß – auch das spricht für den Kürbis: dass er sowas problemlos verzeiht…)



Gebackener Kürbis mit Ricotta und feinen Kräutern

Ricotta und Kürbis in Würfel schneiden und schichtweise in größeres WECK-Glas geben. Zwischen die Schichten grobes Meersalz (ich benutze das SEL GRIS von Pfeffersack & Söhne), Thymian, Oregano und Pfeffer geben. Glasdeckel aufsetzen und bei 175°C ca. 30 Minuten in den Ofen stellen (Kombination Backen & Umluft). Falls der Kürbis noch nicht gar sein sollte, einfach noch eine Weile im warmen, ausgeschalteten Ofen nachziehen lassen. Auf einen Teller geben, mit Hanföl beträufel und mit Kürbiskerenen bestreut servieren.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren

Liebe Grüße
Cala

PS: Falls jemand von euch auch ein tolles Kürbis-Rezept hat, bitte mailen an info@cala-kocht.de