Alle Artikel in: Cala meint

Weihnachtsgrüße aus Südtirol und ein Last-Minute-Dessert-Rezept

Mit ein paar Eindrücken aus dem weihnachtlichen Bruneck senden wir euch herzliche Weihnachtsgrüße. Wir wünschen euch schöne, enstpannte und genussreiche Feietage! Liebe Grüße Cala und Boris Am Tag vor unserer Abreise habe ich noch ein Dessert ausprobiert – vielleicht passt es ja bei euch noch ins Weihnachtsmenü. Es geht schnell, ist schön fruchtig und ein toller Abschluss für ein festliches Menü. Ich hatte noch Ricotta im Kühlschrank und zwei Orangen im Obstkorb und so ergab sich dies: Ricotta-Orangen-Creme mit Kakaosplittern pro Portion 1 Orange ca. 100g Ricotta (z.B. von hier) 1-2 TL Kakaobohnensplitter (hier) Kakaopulver (hier) Orangen auspressen. Ricotta mit Orangensaft und -fruchtfleisch pürieren, bis eine feine Creme entsteht. Wer möchte, kann sie zusätzlich mit Orangenöl, Kaffee-Mandel-Öl (hier) oder etwas Zimtblüte abschmecken. Kakaobohnensplitter unterheben und in Dessertschalen füllen. Mit Kakaopulver garnieren. (Das Glas auf dem Foto ist von hier, Leinen-Serviette von hier.

wunderbare Zeit der Gewürze und Aromen

Am Freitag habe ich einen kleinen Vortrag über Gewürze gehalten, viele Gewürze verkostet und ein paar Gerichte serviert, die ich mit ausgesuchten Gewürzen gekocht habe. Und ich dachte, dass das Thema – in einer Kurzfassung – auch für den Blog interessant sein könnte, zumal die Weihnachtszeit ja die klassische Zeit der Gewürze ist. Gewürze – im engeren Sinne – sind Pflanzenteile, die eine Würzkraft besitzen: Wurzeln, Zwiebeln, Rinden, Blätter, Kräuter, Blüten, Früchte und Samen. Aber auch anorganische Stoffe wie Salz oder Raucharomen und tierische Substanzen wie Honig, Schmalz, Butter, Fleischextrakt und fermentierte Saucen zählt man oft dazu Gewürze machen das Essen schmackhafter, können aber auch der Gesundheit dienlich sein, z.B. indem sie Speisen besser verdaulich machen. Der Mensch hat von jeher Gewürze verwendet, um seine Speisen zu veredeln – man weiß z.B. von Ausgrabungen, dass Kümmel schon in der Jungsteinzeit zum Würzen verwendet wurde. Auch in der Antike wurden Gewürze und pikante Würzsoßen reichlich verwendet. Zu diesem Thema gibt es einen ganz tollen Radiobeitrag von Bayern2 aus dem Sommer 2013, den ihr hier als Podcast …

Sylt, (m)ein Wintermärchen, eine neue Liebe und ein Buch, auf das ich zurückkommen werde

Ich habe mich in ein Kochbuch verliebt. Ich weiß und ich höre euch schon sagen, dass meine Kochbuchliebe eine flatterhafte ist und ich schon viele solche als ganz besondere bezeichnet habe. Aber diesmal ist es wirklich etwas anderes! Für die  Buchmesse hatte ich in diesem Jahr wegen der Vorbereitungen für den Kochkurs nicht allzu viel Zeit. Trotzdem habe ich – Ehrensache ! – den Stand des Rolf Heyne Verlages besucht. Schon seit einiger Zeit pflege ich nämlich einen sehr netten telefonischen Kontakt zum Leiter der Presseabteilung. Und die Buchmesse – zumal wenn man sie vor der Haustür hat – ist eben ideal, um solchen Kontakte eine persönliche Begegnung folgen zu lassen. Und wo Sympathie ist, da ist man schnell und tief im Gespräch, brainstormt gemeinsam, schwelgt über Bücher und Themen, lässt die Ideen fließen. Und während wir über Arthurs Tochter (hier und hier), das großartige Gewürzebuch von Bettina Matthai (hier) und andere wunderbare Bücher sprachen, lag irgendwann auch dieses auf dem Tisch – und es war um mich geschehen. Selten, wirklich selten habe ich ein …

Sellerie-Püree mit schwarzen Trompetenpilzen

Sucht ihr schon Inspirationen für euer Weihnachtsmenü? Oder für ein stimmungsvolles, vorweihnachtliches Essen mit Gästen? Zumindest für diejenigen von euch, die vegan essen möchten, hätte ich eine sehr feine Idee… Wie ihr wisst, versuchen Boris und ich auf Fleisch möglichst zu verzichten und zumindest im Alltag sind wir da auch sehr konsequent. Auch andere tierische Produkte versuchen wir in Maßen zu essen – umso mehr, seit ich einen Vortrag von Rüdiger Dahlke zu dem Thema gehört habe (siehe auch seine Bücher hier). Diese Einstellung stellt uns nicht nur vor die Herausforderung, neue (nicht-tierische) Eiweißquellen zu finden, sondern beschert uns auch die eine oder andere wunderbare Entdeckung. Bei dem spanischen Lieferanten, von dem wir unsere Shiitake-Pilze bekommen, hatten wir auch den schwarzen Trompetenpilz entdeckt (hier), der einen noch höheren Proteingehalt hat. Ich habe ihn schon das eine oder andere Mal für Risotto verwendet, ihn jetzt aber zum ersten Mal „pur“ zubereitet. Zusammen mit dem Sellerie-Kartoffel-Püree ergab das eine Mahl für Könige, das ihr unbedingt probieren müsst… Für das Sellerie-Püree gare ich den Sellerie im Ofen – …

lecker & supergut – die Welt der Superfoods

Unsere Themenabende (hier) machen mir eine Menge Spaß. Und der letzte hat es mit besonders angetan. Es ging um Superfoods und ich habe bei dieser Gelegenheit nicht nur unser Angebot im (Web-)Laden endlich um die tollen Produkte von Flores Farm erweitert (hier und hier), was wir schon seit 2 Jahren planen, sondern habe auch ausgiebig genascht, probiert und experimentiert 😉 Auf Facebook habe ich über eine Neuentdeckung schon kurz berichtet – und sofort per Kommentar zu hören bekommen, dass das offensichtlich „alte Kamellen sind“ 😉 Macht aber nichts. Auch wenn ich hoffnungslos hinterher bin und in jeder Küche außer meiner bereits eifrig Macadamia-Mayonnaise gerührt wird, bleibt es dabei: für mich war das neu und ich habe mich sehr über das Rezept gefreut. Milder gewürzt schmeckt die Creme auch als Brotaufstrich, klassisch finde ich sie wirklich sehr nahe an einer würzigen Mayonnaise und könnte mir gut vorstellen, dass man damit sogar eine Salatcreme rühren kann. Macadamia-Mayonnaise (leicht abgewandelt) pro Portion 25 Macadamia-Nüsse 2-3 EL Olivenöl 1-2 Esslöffel Apfelessig 1/2 TL Himalaya-Salz 50-100ml (Quell-)Wasser Macadamia-Nüsse mindestens 6 …

Im Herbstgarten geerntet: Rote Beete

Langsam wird es ziemlich ungemütlich im Garten und viel wächst auch nicht mehr. Was ich aber (neben Feldsalat und ein paar Kräutern) immer noch ernte, sind Rote Beete. Ich gebe zu, dass ich nach wie vor nicht der größte Fan der Beeten bin, aber ich esse sie fleißig, weil sie gesund und robust sind und ich mich freue, dass sie in meinem Garten so gut gedeihen. Außerdem habe ich inzwischen durchaus ein paar Rezepte gefunden, die mir gut schmecken. Ich verwende übrigens immer frische Knollen, nie vorgekochte – die finde ich scheußlich 😉 Eine klassische Kombination sind (Rote) Beete, Zwiebel und Äpfel – z.B. in  einer Suppe. Für ein klassisches Rezept brät man Zwiebeln an, gibt geschälte und in Stücke geschnittene Rote Beete und Äpfel dazu, brät alles kräftig an, löscht mit (heißem) Wasser oder Brühe ab, köchelt ca. 30 – 45 Minuten bis die Beete gut weich ist, püriert und schmeckt ab. Ein anderes, etwas aufwändigeres Suppenrezept mit den gleichen Zutaten findet ihr unten. In folgender Creme habe ich ebenfalls die klassischen Zutaten verwendet, …

Cala kocht – der Kochkurs in Sterzing (Südtirol) Oktober 2013 – Impressionen

Biobauer Harald Gasser erklärt, wie er Raritäten in 1100 m Höhe kultiviert (siehe auch hier). Wir sind faziniert von seinem Wissen und der Leidenschaft, mit der er seine Arbeit macht. Außerdem bringen wir kiloweise Gemüse für unsere Gerichte mit und kochten sie im Laufe der Woche – nicht nur Bekanntes wie Lauch, Zwiebeln, Pastinaken und Petersilienwurz, sondern auch Exoten wie Erdmandel, Makawurzeln, Zicchorie und europäische Kartoffel. Diese Vielfalt ist natürlich ein Traum…Tomaten in allen Farben für unser Schmorfleisch im WECK-Glas, die Fischsuppe, herzhafte Einlagen für unsere Crêpes und ein feines Ingwer-Tomaten-Süppchen: Ingwer-Tomaten-Süppchen Tomaten enthäuten und in Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, fein würfeln und in Olivenöl anbraten. Tomaten hinzugeben, kurz mit anbraten, dann mit heißem (!) Wasser auffüllen bis das Gemüse etwa 2 cm hoch bedeckt ist. Ingwer fein reiben und hinzugeben, salzen, dann 20 Minuten schmoren lassen. Tomaten und Zwiebeln pürieren, so dass eine feine, cremige Suppe entsteht. Mit Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Dazu schmeckt eine Einlage aus fein gewürfelten und in Ölivenöl kurz angebratenen Karottenwürfeln. Ein Ausflug ins Pustertal führt uns in …

Unser Kochkurs in Sterzing – der erste Tag

Bevor ich jetzt totmüde ins Bett falle muss ich euch unbedingt noch ein paar Eindrücke von unserem Kochkurs posten – Boris hat heute fleißigst fotografiert. Heute Morgen standen erst einmal ein paar Einkäufe auf dem Programm – super freundlich wurden wir von Astrid Siller & Team im Gemüseladen in Sterzing empfangen, die inzwischen – zu unserem Glück – eine schöne große Bio-Auswahl hat. Dann ging es ans Kochen. Heute mittag standen Hülsenfrüchte in allen Variationen auf dem Programm – orientalisch scharf gewürst, als mediterrane Paste, in Salbeiöl geschwenkt und als Linsen-Kürbis-Salat. Unglaublich aromatisch: Salbei in Olivenöl gebraten als Basis für weiße Bohnen. So einfach und so wunderbar lecker… Abends haben wir uns mit den Eiweißpilzen – Shiitake und Trompetenpilz – beschäftigt und verschiedene Risottos gekocht. Wir haben unsere Mitnahme-Salate für morgen vorbereitet und uns auf kulinarische Entdekcungsreisen gemacht – wie verändern Gewürze und Öle den Geschmack einer Speise? Wie finde ich die richtige Zutat und ein ausgewogenes Aroma. Und wann ist es zuviel? Mitgereist sind natürlich auch meine CHROMA-Mühlen und eine ganze Gallerie der Gewürze …

Unser Kochkurs in Sterzing – der Ankunftstag

Nachdem wir gestern Abend spät in Sterzing eingetroffen sind, kamen heute im Laufe des Tages auch unsere Gäste an. Die Küche ist vorbereitet und wir freuen uns auf 5 erlebnisreiche gemeinesame Tage. Schöne Zimmer hat Waltraud für uns reserviert… Überall im Goldenen Löwen finden sich liebevolle Details und es hat richtig Spaß gemacht, heute Morgen im leeren Haus durch die Zimmer zu spazieren und alles vorzubreiten. Ein kleines Begrüßungsgeschenk für die Teilnehmer gab es auch von der Ölmühle Solling. In der Küche haben wir jede Menge Platz und wir haben den Vormittag damit verbracht, alles zu bestücken. Sterzing begrüßte uns mit weißen Berggipfeln – hier hat es vor drei Tagen richtig viel geschneit und in der Altstadt werden schon die Kastanien gebraten – der Herbst in Südtirol ist auch kulinarisch ein besonderes Highlight. Die Umgebung vom Goldenen Löwen lädt zu einem Spaziergang ein – hier läuft man sogar auf einem Teil des Jakonsweges. Zum Auftakt des Kurses haben wir am Abend  den Teilnehmern eines unserer Lieblingsrestaurants (hier) gezeigt. Und auch diesmal war der Schaurhof ein …

Wer Kürbis und Linsen mag…

…wird diese Kombination lieben. Meike (hier) hatte einen ähnlichen Salat für unseren letzen Themenabend gemacht und seitdem experimentiere ich damit – wir lieben es… Noch dazu ist der Salat sehr leicht zu machen und schmeckt warm genauso wie kalt (also auch toll zum Mitnehmen Gebackener Hokkaido-Kürbis mit Linsen und Senfsauce Zutaten (pro Portion) ca. 150g Hokaido-Kürbis mit Schale, gewaschen und entkernt ein paar Salatblätter – ideal ist Feldsalat ca. 60g rote Linsen Sel Gris, Pfeffer, Senf und Olivenöl Ofen auf 175° vorheizen. Kürbis in Würfel schneiden, mit Olivenöl, Pfeffer und frisch gemahlenem Salz mischen und auf einem Backblech in den Ofen geben. 20-30 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist (duftet großartig…) Inzwischen die Linsen waschen und in wenig Wasser ohne Salz aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und ca. 10 Minuten köcheln, bis die Linsen (bissfest) weich sind. Abgießen. Sel Gris in etwas warmem Wasser auflösen, Senf und Olivenöl hinzugeben und zu einer Vinaigrette verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. (Feld-)Salat waschen und in einer Schale anrichten. Den gebackenen Kürbis darauf und darüber die Linsen …