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Orientalisch inspiriert: die wunderbare Welt der Gewürze und Aromen

Gewürze, Kräuter und Aromen sind etwas Herrliches. In die Welt der Gewürze kann man eintauchen wie in ein kulinarisches Paradies. Ähnlich wie bei den Ölen ist aber auch hier die Qualität entscheidend. Keinen Cent würde ich für so ein fades Pülverchen aus dem Supermarkt ausgeben. Gewürzkauf ist Vertrauenssache, deshalb sollte man auch die Quelle immer nachvollziehen können. Die Auswahl gehört in die Hand von Fachleuten, die nicht nur wissen, wo sie die beste Qualität bekommen, sondern auch beim Geschmack keinerlei Kompromisse machen. Wer Lust hat mehr zu erfahren kann in dem schönen Buch von Ingo Holland schmökern („Gewürze“, erschienen im Tre Torri-Verlag) oder das nette und kurzweilige swr-3-Interview mit der „Spice Queen“ Birgit Erath hören, die den berühmten „Spice Shop“ auf der Portobello Road in Nottinghill/London gegründet hat. Auch wenn ich Ingo Holland und Birgit Erath sehr schätze, vertraue ich bei der Auswahl meiner Gewürze trotzdem auf eine andere Quelle und habe dafür auch meine Gründe. Ersten kaufe ich grundsätzlich und mit minimalen Ausnahmen (z.B. beim Tasmanischen Bergpfeffer) auch bei den Gewürzen nur Produkte aus biologischem Anbau und zweitens halte ich überhaupt nichts von der gängigen Praxis, Gewürze in Metalldosen zu lagern, was leider beide tun. Ich finde das nicht nur optisch und haptisch unschön, es tut auch den Gewürzen nicht gut. Ich habe deshalb für unserem Shop lange nach einem passenden Lieferanten gesucht und Pfeffersack & Söhne bietet mir in jeder Hinsicht genau das, was für mich entscheidend ist: Erstklassige Qualität, geschmacklich hervorragende Produkte und ein unglaublich schönes Design mit handgefertigten Keramikdosen, die mit Naturkork verschlossen werden. Außerdem ist das Unternehmenskonzept klasse und fast alle Arbeitsschritte von der Fertigung der Dosen bis zur Abfüllung der Gewürze erfolgen in Handarbeit. Wo immer möglich wird Regionalität gefördert und die Herkunft der Gewürze ist für mich als Händler (und Verbraucher) lückenlos nachvollziehbar. Ich finde, besser geht es nicht. Auch unsere Kunden sind durchweg begeistert und das Feedback ist ein überwältigend.

Aber jetzt zurück zum Kochen, das für mich viel mit Sinnlichkeit zu tun hat, weshalb ich persönlich die orientalische Küche, die mit Gewürzen und Aromen in besonderer Weise „spielt“. Ich könnte stundenlang in meinen orientalischen Kochbüchern blättern und schwelgen. Eine ganz besondere Fundgrube für immer neue Ideen ist für mich der „Zauber der orientalischen Küche“ (Edition Styria), auch weil die Rezepte nicht zu speziell sind. Aus diesem Kochbuch stammt zum Beispiel das Rezept für

„Fasulye piyazi“ – Salat von weißen Bohnen.

Diesen Salat gibt es in vielen Abwandlungen im gesamten Mittelmeerraum. Auch in Armenien ist er sehr beliebt. In der Grundversion mischt man dafür ganz einfach die weißen Bohnen mit halbieren Oliven und Tomatenscheiben – ideal, wenn es schnell gehen muss. Etwas raffinierter ist diese Variante aus Istanbul. Ich mache ihn grundsätzlich mit Ghee, im Original wird die warme Version mit Butter, die kalte Version mit Pflanzenöl gekocht:

Weiße Bohnen über Nacht einweichen (mind. 12 Stunden). In leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, dann runterschalten und auf kleinerer Stufe bissfest garen. Ghee (bzw. Öl oder Butter) in einem Topf erhitzen. Eine Zwiebel in hauchdünne Scheiben schneiden und im Ghee goldgelb anschwitzen. Ein mittelgroße Tomate häuten, in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Eine Knoblauchzehe fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben. Pro Portion 2 EL frisches Basilikum und 2 EL frische (glatte) Petersilie waschen, hacken und in die Pfanne geben. Mit Salz, Pfeffer und Piment würzen und 5-10 Minuten schmoren, dann etwas abkühlen lassen. Die Bohnen abgießen (Kochwasser auffangen) und in eine Schüssel geben. Die Tomatensauce zu den Bohnen geben. Ich gebe außerdem noch etwas Olivenöl hinzu. Bei Bedarf noch etwas von dem Bohnenkochwasser hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Den Salat kann man entweder warm essen, oder ganz kalt – dafür sollte man ihn 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchziehen kann. Normalerweise werden dazu außer gehackter Petersilie und Zitronenspalten auch hart gekochte Eier serviert, da ich mich aber normalerweise an die Regel halte, nur ein Einweiß pro Mahlzeit zu essen, lasse ich die Eier grundsätzlich weg (die Bohnen sind hier die eigentliche Einweißquelle).

Viel Spaß beim Experimentieren und
liebe Grüße

Cala

Öle, Gewürze, Hülsenfrüche, Nüsse und Samen bekommt ihr bei uns im Shop.

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