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Der Sehnsuchts-Kuchen

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Ich muss sagen: Eigentlich habe ich während der 8-wöchigen Darmsanierung nicht allzu viel vermisst.

Auch wenn die Liste der „verbotenen“ Lebenmittel am Anfang lang erscheint, gewöhnt man sich tatsächlich sehr schnell daran, wird kreativ und mein anfänglicher Verdacht, dass ich vielen Dingen hinterhertrauern würde, hat sich überhaupt nicht bestätigt.
Boris ging es genauso.

Einer der wenigen Punkte, an denen ich gerne schwach geworden wäre, war unsere November-Stammtisch, für den  ich diesen Kuchen gebacken habe.

Nicht nur sah er sehr verlockend aus, er duftete auch herrlich…

Das Originalrezept von Chefkoch (hier) hatte eine Bekannte auf Facebook gepostet.

Auch wenn ich beim Stammtisch widerstehen konnte, war mir klar war, dass dieses Rezept nach der Darmsanierung eines der ersten sein würde…

Der Kuchen ist kinderleicht zu machen und braucht nicht viele Zutaten – perfekt, wenn sich überraschend jemand zum Adventskaffee ankündigt… Ich habe für mein Rezept den zucker etwas reduziert und ihn vor dem Servieren mit Puderzucker bestreut..

Kokoskuchen mit Walnüssen, vegan

Zutaten:
6 EL Kokosöl
4 TL Backpulver
250 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
120 g Rohrohrzucker
200 g Mehl (ich habe unser Strudel-Mehl benutzt)
1/2 TL gemahlene Vanille
60 g Kokosraspel
einige Walnüsse (Menge nach Geschmack)
etwas Puderzucker

Zubereitung

1. Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine kleine Sprinform mit Backpapier auslegen.

2. Alle Zutaten – bis auf die Walnüsse und den Puderzucker – zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in die Springform füllen, die Walnüsse auf dem Teig verteilen.

3. Bei 180°C ca. 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

4. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Viel Spaß beim Ausprobieren, lasst es euch schmecken!

Liebe Grüße
Cala

Der erste Adventssonntag…

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Nachdem mich gestern eine sehr traurige Todesnachricht ziemlich erschüttert hat, fällt es mir gar nicht so leicht, „zur Tagesordnung“ überzugehen. Tatsächlich bin gerade sehr nachdenklich.

Andererseits hatte ich mir fest vorgenommen, euch ein bisschen an unserer Adventsstimmung teilhaben zu lassen, die uns die letzen Tage so viel Freude gemacht hat – vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung oder Idee für euch dabei. Ich werde im Laufe der Woche noch mehr Fotos machen.

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Ich bin sehr froh, dass wir schon seit ein paar Jahren relativ entspannt in die Weihnachtszeit starten. Wir besprechen frühzeitig, was wir uns in der Adventszeit wünschen, was möglich ist und was nicht und wie wir unsere Zeit verbringen möchten. Gott sei Dank haben wir sehr ähnliche Vorstellungen und kommen uns nicht in die Quere.

Diese Zeit im Jahr ist ja auch nur dann wirklich nett, wenn sie nicht in Stress ausartet…

Wir lieben Rituale und so beginnt für uns auch die Weihnachtzeit: 2 Wochen vor dem ersten Advent findet der Herbstmarkt im benachbarten Kindergarten statt. Wir schlendern immer gerne hin, kaufen die ersten Plätzchen, trinken den ersten Glühwein und schauen, ob wir etwas Nettes finden – diesmal habe ich mich in einen wunderbaren roten Elch verliebt, der jetzt auf einem Schränkchen steht – genauso nett wie der Elch, war die Dame, die ihn gemacht hat – ich hätte unmöglich widerstehen können…

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Gleichzeitig ist dieser Kindergarten-Samstag dann immer der Startschuss für die Adventsvorbereitungen bei uns zu Hause: am Abend holen wir die Kisten mit dern Weihnachtssachen raus und sichten schon mal, was dieses Jahr noch zu uns passt.

In den letzten Jahren habe ich Berge an Weihnachtskram entsorgt und bin froh, dass das alles leicht und übersichtlich geworden ist. Christbaumschmuck haben wir z.B. gar keinen mehr, weil wir auf einen Weihnachtsbaum gerne verzichten. Alle Weihnachtssachen bewahre ich in zwei robusten Boxen auf, dadurch ist auch nach Weihnachten alles wieder schnell und sauber verpackt.
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Ich merke ohnehin, dass ich es von Jahr zu Jahr immer natürlicher mag. Ich brauche nicht mehr so viel Klimbim, lasse Zweige gerne ohne Anhänger wirken, mag die einfachen Sachen. Ich liebe unsere antike Weihnachtswäsche – Bettwäsche, Küchenhandtücher und Servietten, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe und auf die ich mich jedes Jahr freue.

Das macht alles schon eine wunderbare Stimmung….

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Am Wochenende vor dem ersten Advent ist dann im Nachbarort traditionell der Herbstmarkt der Waldorfschule – für uns ebenfalls ein Fixpunkt während des Jahres. Hier gehen wir nicht nur hin, weil es unendlich viele selbstgemachte Leckereien gibt, sondern auch, weil es riesigen Spaß macht, dort zu stöbern. Hier ist noch alles sehr liebevoll selbstgemacht, es gibt überhaupt nichts Konventionelles, das ist richtig shcön zu sehen.

Nach diesem Fest mache ich am Abend immer unseren Adventskranz, der über die Jahre auch ganz einfach geworden ist: Als Gerüst dient ein großer Strohkranz, den wir jedes Jahr wiederverwenden und bevor ich fehlende Zweige im Gartenmarkt einkaufe, schaue ich immer, was ich auf meinen Spaziergängen finde – wir haben eine kleine Grünmülldeponie ganz in der Nähe und die schönsten Zweige finde ich eigentlich immer dort. Bei einem Glas Wein ist der Kranz dann schnell gemacht.
Nur über die Farbe der Kerzen kann ich mich jedes Jahr nicht entscheiden…

Ich wünsche euch eine schöne und genussvolle Adventszeit,
habt Spaß und genießt das Leben…

Eure
Cala

Calas Ofengemüse mit Äpfeln und Kräutersaitlingen

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Für den Geschmack hat die hübsche Anordnung (fast) keine Relevanz, man könnte das Gemüse also auch einfach mischen. So nett präsentiert, ist das Gericht aber besonders hübsch und es macht Spaß, wenn man sich etwas Besonderes gönnen will oder Gäste hat. Und keine Angst: so aufwändig, wie es aussieht, ist es gar nicht…

Achtung:
Die Rote Beete braucht 1 Stunde Vorlaufzeit, ggf. schon am Vorabend garen…

Zutaten (für 2 Portionen)
2 Knollen Rote Beete
1 großer Apfel
2 rote Zwiebeln
1 mittelgroße Süßkartoffel
6-8 kleinere Kräutersaitlinge
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
Fett zum Braten: Bratöl, Ghee oder Butter

Vorbereitung für die Rote Beete:
Ofen auf 175° vorheizen. Die Rote-Beete-Knollen mit Schale in einer feuerfesten Form in den Ofen stellen. Nach ca. 1 Stunde sind sie weich und die Schale lässt sich – solange sie heiß sind – ganz leicht abziehen.

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Zubereitung

1. Ofen auf 175° vorheizen.

2. Rote Beete in dünne Scheiben schneiden. Apfel, Zwiebeln und Süßkartoffel schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

3. Die Gemüsescheiben in einer Auflaufform im Wechsel anrichten (siehe Foto oben). Knoblauch schälen, vierteln und zwischen das Gemüse stecken.

4. Etwas Olivenöl und Meersalz über das Gemüse geben und für ca. 45 Minuten in den Ofen geben.

5. In der Zwischenzeit die Kräutersaitlinge putzen und in Scheiben schneiden. Kurz vor dem Ende der Garzeit des Gemüses die Kräutersaitlinge in einer beschichteten Pfanne mit etwas Fett braten. Salzen, pfeffern und warm stellen.

6. Das Gemüse zum Servieren vorsichtig mit einem Spatel oder Tortenheber aus der Form nehmen und auf dem Teller auffächern. Die Kräutersaitlinge ebenfalls auf dem Teller anrichten. Mit Olivenöl beträufeln.

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Viel Spaß beim Ausprobieren und einen
guten Start in die neue Woche

eure
Cala

Von einer Zeitreise, interessanten Erfahrungen und ein paar Abschieden…

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Seit einigen Wochen räumen Boris und ich das Haus meiner Stiefgroßmutter aus, die in ein Pflegeheim umgezogen ist.

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Wie haben wir uns um diesen Affen gestritten, den mein Bruder von meinem Vater geschenkt bekommen hatte. Ich musste betteln, um ihn anrühren zu dürfen. Jetzt saß er viele Jahre lang auf dem Schrank bei meiner Oma – ich habe überall rumgefragt, wer ihm noch eine Chance geben würde und freue mich sehr, dass die kleine Lilli ihn adopiert hat… Die Ledertaschen hat mein Stiefopa (er war Sattler) für meine Oma gemacht – die lange für die langen Stricknadeln, eine kurze für die kurzen Stricknadeln und eine andere für die Rundstricknadeln. So lagen sie auf dem Dachboden, seit vielen Jahren unberührt, inklusive Inhalt… Für sie habe ich noch keine Verwendung gefunden und auch niemanden, der sie haben möchte – sie wegzuschmeißen bringe ich aber nicht übers Herz..

Irgendwie war uns wichtig, dass möglichst viele Dinge noch irgendwo Verwendung finden, und nicht einfach auf dem Müll landen. Kostet Zeit und Mühe, ist aber auch auch eine wichtige, teilweise traurige, manchmal sehr ernüchternde, aber mitunter auch sehr schöne Erfahrung für uns. Es ist erschreckend, wie sich ein ganzes Leben einfach auflöst, wie wenig Wert Gegenstände haben, wenn ihr Besitzer sie nicht mehr mit Bedeutung füllt und wie wertlos dann alles ist. Andererseits ist es schön zu sehen, wenn Menschen sich über etwas wirklich freuen, das sie erstanden oder geschenkt bekommen haben und den Dingen neues Leben einhauchen.

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Seine Weingläser waren der ganze Stolz meines Stiefgroßvaters. Am Jahresende bekam nur derjenige eines, der im ganzen Jahr keine einzige Singstunde verpasst hatte – und mein Großvater ging jede Woche tapfer zu seinem Gesangverein – trotz Kriegsbehinderung und Diabetes – nicht zu fehlen war ihm so wichtig, wie sonst kaum etwas anderes. Die Gläser wurden gesammelt und liebevoll im Wohnzimmerschrank präsentiert – ich glaube, wir haben am Ende 49 gezählt und ich habe mich riesig gefreut, dass ich eine Sammlerin gefunden habe, die sie so liebevoll verpackt hat, dass ich wusste, dort sie sind in guten Händen….

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Einer unserer Dachbodenfunde: ein Puppenwagen aus den 50er Jahren, der seinen Weg über ebay genommen hat… Das schöne Kaffeeservice hat ein lieber Freund von uns bekommen, der sich sehr darüber gefreut hat und der es auch wieder benutzt wird….

Mit der Räumerei haben wir uns nicht nur eine Menge Arbeit angelacht, wir haben uns auch auf eine kleine Zeitreise begeben, denn es kam einiges aus dem Leben meiner Stiefgroßeltern zum Vorschein, das noch mal gewürdigt und besprochen werden wollte.
Ich habe gar kein sehr enges Verhältnis, aber in einer Zeit meines Lebens, haben mich Lina und Willi einmal sehr unterstützt und dafür werde ich immer dankbar sein.

Dies war eine Gelegenheit, etwas zurückzugeben.

Aber es ging nicht nur darum, die Sachen meiner Großeltern aufzulösen.
Ich habe mich auch selber auf eine kleine emotionale Entdeckungsreise begeben, denn auf dem Dachboden standen auch noch ein paar uralte Kartons von mir mit allerlei vergessenen Erinnerungen. Ehrlich gesagt ist das meiste – auch durch das lange Rumliegen – nicht mehr zu gebrauchen, aber es war trotzdem anrührend, die Kartons, Kisten und Schachteln zu öffnen.

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Mit unendlicher Geduld hat meine Mutter alle unsere Kuscheltiere und Puppen bestrickt und benäht – das ist etwas, was ich absolut von ihr geerbt habe: die Fähigkeit, mich in Details zu verlieren und daran Freude zu haben… Den Monchichi bekam ich zu meiner größten Verzückung zu Ostern von meiner Tante Renate, nachdem sich meine Eltern strikt geweigert hatten „für so etwas“ Geld auszugeben – ich war selig und überglücklich und werde mich an dieses Osterfest immer erinnern… Swinnie, das Meerschweichen, fiel bei mir in Ungnade, weil mein Bruder es zu meinem Entsetzen an den Stinkefüßen meines Onkels hatte schnuppern lassen – ich konnte es nie wieder anrühren, ohne daran zu denken….

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Sogar die Namenlosen, die nicht zu unseren Favoriten gehörten und mit denen wir selten spielten, hatten einen festen Platz in unseren Herzen und wir brachten es nicht über uns, uns von ihnen zu trennen – nicht mal von dem wirklich sehr fragwürdigen Räuber mit der Säufernase – er tat uns einfach Leid….

Ein paar Kindheitserinnerungen habe ich natürlich aufgehoben, für die anderen habe ich einen brauchbaren Kompromiss gefunden, habe sie fotografiert und werde mir ein virtuelles Erinnerungsalbum machen….

Mich hat überrascht, wie all die Dinge aus der Vergangenheit die Erinnerung in fast schon plastischer Weise wecken – es erwacht alles wieder zum Leben, regelrecht magisch… Trotzdem kann (und will) ich diese Dinge nicht auf Dauer mit mir herumschleppen, das macht keinen Sinn und blockiert auch…

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Ein Teil der „Kleintierfamilie“, das eines unserer Lieblingsspiele war. Links „Hedi“, das Muttertier, sie trägt den Namen einer Tante, die ich besonders gern mochte. Das Häschen rechts hat immer schon so mürrisch geschaut, ich hatte es trotzdem irgendwie gern. Das Oberhaupt der Familie war mein Eselchen „Bim“, das leider unauffindbar ist.

Sehr gefreut habe ich mich, als vor zwei Wochen die Flüchtlingshilfe da war und ein kleiner Junge freudestrahlend meine ausrangierten Kuscheltiere eingepackt hat. Ich dachte, dass man die nur noch wegwerfen kann, habe aber gelernt, dass solche Sachen gewaschen und gereinigt werden und dass sich die Kinder in den Flüchlingsunterkünften sehr darüber freuen.

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…ein großer alter (leider beschädigter) Frankfurter Topf, eine sehr nette Reiseschreibmaschine, ein paar alte Tische – ein paar Sachen wollen wir noch versuchen zu verkaufen….

Sehr, sehr traurig war ich, dass ich mein Eselchen „Bim“ nicht wiedergefunden habe, an dem mein Herz wirklich sehr hängt. Bei einem meiner vielen Umzüge ist es verloren gegangen und nie wieder aufgetaucht, ich suche es schon seit Jahren.

Meine allerletzte Hoffnung war, dass es in irgendeinem Winkel des Hauses zum Vorschein kommen würde – leider war das aber nicht so…

Das Haus ist jetzt für den Entrümpler bereit, der die letzten Reste Mitte des Monats entsorgen wird.

Wir haben Abschied genommen und für mich war das auch gut und richtig so…

In all dem Chaos…

…ein paar herrliche Tage Urlaub….

Nach Buchmesse und wirklich viel, viel Arbeit, haben wir uns ein paar Tage Urlaub gegönnt – dreimal dürft ihr raten, wo 😉

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…gut gegessen, ausgeschlafen, wunderbare Spaziergänge gemacht….

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…und wie immer hatten wir tolles Wetter und haben uns prima erholt – hier fühlen wir uns einfach sauwohl… 

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Jetzt ist mein fester Vorsatz, etwas kürzer zu treten und wieder mehr Ruhe einkehren zu lassen – hoffenlich komme ich dann auch wieder öfter zum Bloggen…

Liebe Grüße
Cala

Alles neu?

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Ihr wundert euch bestimmt, dass es auf dem Blog so ruhig geworden ist.

Tatsächlich tut sich bei mir gerade eine Menge und ich weiß gar nicht so genau,
wie ich das auf dem Blog umsetzen soll, ohne mir selbst untreu zu werden.

Von der Ernährung her sind wir seit drei Wochen sehr „speziell“ unterwegs, weil wir die angekündigte Darmsanierung machen und auf vieles verzichten – allem voran auf Zucker, Weißmehl, aber auch auf Getreideprodukte aller Art, Hülsenfrüchte usw. Dazu kommt eine spezielle Nährstoffkombination, die den Darm in sein natürliches Gleichgewicht zurückbringen soll.

Vegan war das nicht möglich was dazu führt, dass wir unser ganzes Ernährungsverhalten zur Zeit neu überdenken – alles ist auf den Kopf gestellt.

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…aus den ersten Tagen der Ernährungsumstellung: Blumenkohl mit Cashew-Sahne (Rezept am Ende des Blogposts)

 

Wir erfahren wieder einmal, wie gesund und bereichernd „Verzicht“ sein kann und machen viele interessante Erfahrungen – vor allem auch mit längeren Essenspausen.

Was ich euch an Rezepten zeigen kann, ist insofern nicht sehr spektakulär – selbst wenn es uns sehr gut schmeckt und glücklich macht ;).

Für mich ist der eingeschränkte Speiseplan eine willkommene Herausforderung, so was mag ich ja. Es erinnert mich an die Zeit meiner Ernährungsumstellung vor ein paar Jahren, als ich auch nur bestimmte Lebensmittel zur Auswahl hatte und jede Menge Spaß daran, diese interessant und schmackhaft zu kombinieren. Außerdem stelle ich ja seit vielen Jahren Rezepte und Ernährungspläne für unsere Kunden zusammen und habe insofern Übung.

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warmer Frühstücksbrei mit Buchweizen, dunkler Schokolade, Nüssen und Kokosöl – so lecker…

Die ganze Geschichte geht 8 Wochen lang und ist für mich ein Testdurchlauf dessen, was ich (neben vielem anderen) im ersten Teil meiner Ausbildung im Sommer gelernt habe. Boris hat sich netterweise angeschlossen und auch zwei Freundinnen machen mit, so dass ich ganz gut zu tun habe und schon richtig „am Klienten“ üben kann. Diese neue Aufgabe gefällt mir sehr und merke auch, dass das genau die Richtung ist, in die es künftig gehen soll. Gleichzeitig arbeite ich mich durch die Rückfragen und die „Betreuung“ immer mehr in die Materie ein und es macht Spaß, mein Wissen immer mehr zu vertiefen.

Wie das mit unserer Ernährung weitergehen wird, wenn die 8 Wochen vorbei sind, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich glaube nicht, dass wir wieder 100% vegan leben werden, aber wir werden sicherlich wieder den Großteil unserer Mahlzeiten vegan bestreiten – schon allein aus ethischen Gründen wäre für mich alles andere unvertretbar…

Die Rezepte:

Calas „Frühstückssalat“
(Titelfoto)

Zutaten (pro Portion)
1 mittelgroßer Apfel
1/2 nicht zu reife Avocado
3-4 Esslöffel Hanfsamen
5-6 Pekannusshälften
1 Esslöffel Mandelmehl
1 Esslöffel Leinöl
1 Esslöffel Olivenöl
etwas frischer Zitronensaft
1 Prise Salz

Apfel und Avocado schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit den Hanfsamen mischen. Mandelmehl, die Öle, den Zitronensaft und das Salz hinzugehen und erneut mischen.

Blumenkohl in Cashew-Sahne mit Zedernnüssen
(2. Foto)

(Achtung: die Cashews müssen 3-4 Stunden eingeweicht werden)

Zutaten (pro Portion)
½ mittelgroßer Blumenkohl
eine Handvoll Cashewmüsse
1-2 Esslöffel Zedernnüsse
Instant Gemüsebrühe (ohne Hefe & ohne Zucker)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

3-4 Stunden vor Zubereitung Cashews in kaltem Wasser einweichen (ich nehme etwa doppelt soviel Wasser wie Cashews).

Blumenkohl putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und in heißem Salzwasser garen (nicht zu weich werden lassen).

Zedernnüsse in einer beschichteten Pfanne rösten, bis sie bräunen, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Cashews mit frischem Wasser in einem Blender geben und zu einer feinen Creme pürieren – falls sie zu fest wird, noch etwas Wasser dazugeben.

Etwas Ghee oder Bratöl in die Pfanne geben, den Blumenkohl hineingeben und kurz erwärmen, dann die Cashewsahne dazugeben. Mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren die gerösteten Zedernnüsse darübergeben und mit etwas frisch geriebener Muskatnuss bestreuen.

 

 

 

 

 

Alles auf Anfang? Oder: Was essen wir denn jetzt?

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Ich bin zurück aus Salzburg. Genau genommen aus dem kleinen Örtchen Hallein bei Salzburg, wo ich in den Räumlichkeiten der  Salzburger Sportuni das erste Modul meiner Ausbildung zur Ernährungsberatung absolviert habe. Ich war restlos begeistert….

Es hat sich ausgezahlt, dass ich a) gründlich recherchiert und nach einer fundierten (medizinisch-wissenschaftlichen) Ausbildung gesucht habe und b) tatsächlich den Weg nach Salzburg gemacht habe, um mich – weg von daheim – voll und ganz auf das Thema konzentrieren zu können.

Die Kulisse war atemberaubend, die Räumlichkeiten der Uni wunderschön (wir hatten noch dazu das Glück auf den besonders netten Hörsaal im Schloss ausweichen zu „müssen“…), das Wetter traumhaft und der Dozent (Therapeut für klinische PNI, Heilpraktiker und Sportwissenschaftler) wirklich großartig – ich habe richtig gepaukt und bin vollgestopft mit Wissen und absolut brennend für das Thema zurückgekehrt….

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Jetzt geht es an die Umsetzung und die hat leider einen gewaltigen Haken…

Schon seit meinem Neurodermitis-Rückfall im letzten Jahr (besser gesagt seit meiner Genesung) beschäftigt mich die Frage, ob ich wieder komplett zur veganen Ernährung zurückkehren kann und möchte. Im Moment lebe ich ja nicht 100% vegan, sondern mache meiner Gesundheit zuliebe ein paar Kompromisse.

Die detaillierte Ausbildung führt mir jetzt nochmal vor Augen, dass es bei der veganen Ernährung einige ernstzunehmende Probleme und eine Menge zu berücksichtigen gibt – dass das so ist, wusste ich schon, aber jetzt verstehe ich auch wieso. Eingentlich hatte ich irgendwie gehofft, dass man mit dem richtigen Hintergrundwissen enstehende Probleme gezielt kompensieren kann, aber es stellt sich heraus, dass das ganz so einfach leider nicht ist.

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Natürlich wird jetzt jeder, der vegan lebt und weiterhin vegan leben möchte, zu Recht argumentieren, dass es zig Beispiele von Menschen gibt, die sich jahrzehntelang vegan ernähren und vor Gesundheit und Vitalität strotzen. Und ja: diese Menschen gibt es ohne jede Frage. Aber leider lässt sich das Prinzip nicht umkehren. Die Tatsache, dass es viele Veganer gibt, die völlig gesund sind, heißt nach allem was ich verstanden habe – und ich bin wirklich tief eingetaucht – leider nicht im Umkehrschluss, dass es medizinisch sinnvoll ist, sich vegan zu ernähren, wenn man gesund bleiben will. Soll heißen: Es mag sein, dass jemand, der sich über Jahre und Jahrzehnte vegan ernährt, nie irgendwelche Probleme bekommt. Das heißt aber nicht, dass sich das als Prinzip verallgemeinern und umkehren lässt.

Kurzfristige Auswirkungen sind zwar eher unwahrscheinlich, auf lange Sicht ist die Sache aber keinesfalls ohne Risiko (O-Ton meines Dozenten: „Immer mal wieder für ein paar Wochen oder Monate vegan zu leben ist sicherlich eine gute Sache, langfristig ist es aber keine wirklich gute Idee.“)

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Jetzt werden natürlich die nächsten sagen, dass Fleisch und Milch auch total ungesund sind und dass das stimmt, wird ja immer deutlicher (im aktuellen Spektrum der Wissenschaft ist gerade wieder ein interessanter Artikel darüber im Zusammenhang mit der Entstehung von Multipler Sklerose). Wobei man aber auch hier fairerweise sagen muss, dass offenbar immer mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, damit bestimmte Mechanismen greifen.

Aber dass Fleisch und Milch von Vierbeinern problematisch für die Gesundheit sind, hat  auch unser Dozent ausführlich beleuchtet. Jedoch betreffen diese negativen Aspekte eben a) nicht alle tierischen Produkte und es gibt b) leider auch ein paar Inhaltsstoffe, auf die wir praktisch nicht verzichten können.

Herrje ist das kompliziert…

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Basis einer gesunden Ernährung – so haben wir es gelernt – ist (und das war mir schon mal eine große Beruhigung) tatsächlich Gemüse, während man beim Obst wegen der vielen Fructose durchaus schon relativieren muss. Daneben gibt es pflanzliche Proteine (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte), die für den Darm höchst problematisch sind und offenbar durchaus ein paar tierische Proteine, die für uns wichtig und gesund sind – und für die es leider auch keinen pflanzlichen Ersatz gibt (ich hätte auch gerne etwas anderes gehört…).
Ich will jetzt hier nicht zu tief ins Detail gehen, zumal es ja neben Gemüse und Proteinen auch noch andere wichtige Bestandteile der Ernährung gibt und auch die Menge, Art und Frequenz der Nahrungszufuhr für die Gesundheit wichtig ist, aber das würde jetzt ausufern.

Für mich war entscheidend, die Stoffwechsel-Mechanismen bis hin zur Zellebene zu verstehen, die hinter all diesen Dingen stecken, denn jetzt erklärt sich mir so manches sehr viel besser.

Im Moment bin ich dabei, zu überlegen, wie ich das Gelernte am besten umsetzen und – vor allem – mit meinen ethischen Vorstellugen in Einklang bringen kann. Was dabei herauskommen wird, kann ich noch gar nicht genau sagen, es gilt ja auch ein bisschen abzuwägen. Ich werde also in mich gehen (müssen) und nachdenken, wie ich mich und meine Famile künftig ernähren möchte, was ich (in beiderlei Richtung) verantworten kann und was nicht.

Da wir auch eine Methode für eine gezielte Darmsanierung gelernt haben und ich jetzt  verstehe, dass ich meinem Darm in den letzten Jahren ziemlich zugesetzt habe, wird das mein allerster Schritt sein. Das nämlich dürfte auch die wichtigste Voraussetzung dafür sein, dass ich meinen Stoffwechsel wieder in den Griff bekomme und mich gesund ernähren kann. Und natürlich möchte ich bei dieser Geglegenheit auch selber erfahren, was ich später meinen Klienten an die Hand geben werde.

Ich bin sehr gespannt, voller Elan und neugierig, wie es weitergeht…

In diesem Sinne liebe Grüße
und ein wunderbares, sonniges Wochenende

eure
Cala

 

Vegane Quiche mit Tomaten und Frühlingszwiebeln

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Ich sage es ja immer wieder: oft entdeckt man die schönsten Rezepte ganz unverhofft und meisten ist das bei mir der Fall, wenn ich irgendwelche Reste verwerte.

Für unseren Stammtisch am Samstag (hier) hatte ich eigentlich einen Käsekuchen geplant, bekam dann aber auf dem Markt so wunderbares Obst – herrliche Kirschen und Aprikosen… -, dass ich mich spontan entschlossen habe, lieber zwei Obstkuchen zu machen.

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So war der Seidentofu überflüssig geworden und wollte anderweitig verarbeitet werden. Außerdem hatte ich noch ein paar Frühlingszwiebeln im Haus und ein paar wunderbar aromatische Tomaten. Ich habe dann ein Quiche-Rezept gefunden und (leicht abgewandelt) ausprobiert, das wohl ursprünglich von Taifun-Tofu stammt (hier) und in mehreren Versionen im Internet kursiert. Ich habe die Quiche ohne Kräuter und mit frischem Kurkuma gemacht, den ich zufällig da hatte. Außerdem habe ich den Teigboden ganz dünn gemacht, um Mehl und Fett zu sparen, und deshalb nur die Hälfte der angegebenen Teigmenge zubereitet. Wir waren vom Ergebnis total begeistert.

Taifuns Tofu-Quiche – Calas Version

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Zutaten

für den Teig
160 g (Vollkorn-)Weizenmehl
75g Alsan (vegane Margarine)
40 ml Wasser
1/4 TL Meersalz

für den Belag
200-300g Tomaten (möglichst reif und aromatisch, Cherry-Tomaten oder kleine Strauch-Tomaten sind ideal)
4-5 Frühlingszwiebeln

für die Tofu-Creme
400g Seidentofu
ca. 1 cm von einem daumendicken Stück Kurkuma
Muskat
schwarzer Pfeffer (beides frisch gemahlen)
2 EL Olivenöl
etwas Kala Namak (alternativ ein anderes Speisesalz)
2 EL Speisestärke oder sehr feines weißes Mehl (ich verwende unseren Weizendunst)

Zubereitung
1. Die Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit einem Tuch abdecken oder in ein WECK-Glas geben und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt stellen (wichtig!).

2. Für den Quiche-Belag die Tomaten waschen und in feine Spalten schneiden (Cherrytomaten achteln). Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.

3. Für die Tofu-Creme den Seidentofu in ein hohes Mix-Gefäß oder einen Blender geben. Kurkuma schälen, reiben und zum Tofu geben. Olivenöl und Speisestärke hinzugeben. Mit Salz, etwas Muskatnuss und Pfeffer würzen. Alles zu einer feinen Creme pürieren.

4. Backofen auf 175 Grad vorheizen.

5. Den Quiche-Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zwischen zwei Backpapierlagen dünn ausrollen. Obere Lage von Backpapier abziehen und den Teig auf der unteren Lage Backpapier in eine Quiche-Form geben (in diesem Video zeige ich das Prinzip). Überstehende Ränder und überflüssiges Papier ggf. abschneiden.

6. Die Tofucreme auf den Teig geben, dann die Tomaten und die Frühlingszwiebeln darauf verteilen.

7. Die Quiche auf der mittleren Schiene bei 175°C ca. 35-40 Minuten backen.

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Diese Quiche wird es jetzt sicherlich öfter bei uns geben. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, zusätzlich noch weiße Zwiebeln und eventuell auch etwas Räuchertofu unter die Tofumasse zu geben – überhaupt könnte ich mir vorstellen, dass das Rezept auch eine tolle Grundlage für einen veganen Zwiebelkuchen ist und werde das bestimmt ausprobieren.

Tipp: Ich habe gesehen, dass in einigen Rezepten die Quiche bei sehr viel höheren Temperaturen gebacken wird. Olivenöl sollte man jedoch grundsätzlich nie zu stark erhitzen. 175° reichen auf jeden Fall aus.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
liebe Grüße
eure
Cala

Feine Nuss-Linsen-„Lasagne“ mit selbstgemachtem Nudelteig

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An einem der Mai-Wochenenden hatten wir lieben Besuch von einer Schulfreundin und ich hatte Lust, mal wieder Nudeln selber zu machen. Dass klappte so gut und hat so lecker geschmeckt, dass ich mich in der Woche darauf entschlossen habe, noch ein bisschen damit zu erperimentieren und zu schauen, ob sich der Nudelteig auch ohne Nudelmaschine gut weiterverarbeiten lässt.

Herausgekommen ist diese schöne Nuss-Linsen-Lasagne, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Das Rezept klingt sehr viel komplizierter, als es ist – letztendlich geht alles ganz leicht von der Hand, so dass das immernoch ein alltagstaugliches Gericht ist.

Den Nudeteig mache ich mit unserem Weizendunst und bin immer wieder begeistert, wie hervorragend die Mehle von der Hofbräuhaus Kunstmühle sind – ich habe noch nie mit so schönen Mehlen gearbeitet.

Nuss-Linsen-Lasagne

Zutaten (für 2 Portionen)

Nudelteig
200g doppelgriffiger Weizendunst (hier)
lauwarmes Wasser (ca. 110 ml)
eine Prise Salz

Linsen-Nuss-Füllung
ca. 100g Linsen (siehe Tipp unten)
eine große Hand voll Pecannüsse
2-3 Esslöffel Alsan (vegane Margarine)
2-3 Esslöffel Mandelmehl
ca. 200ml Gemüsebrühe
etwas Zitronensaft
Hefeflocken
Salz, Pfeffer

zum Servieren: sehr gutes kaltgepresstes Olivenöl

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Zubereitung

1. Mehl in die Schüssel des Rührgerätes geben, langsam Wasser zugeben und kneten, bis ein geschmeidiger, ganz glatter Teig entsteht – ich knete den Teig ganz lang und langsam.
Den Teig mindestens 1 Stunde abgedeckt den Kühlschrank stellen.

2. Inzwischen die Linsen kochen und die Pekannüsse hacken.

3. Mit Alsan und Mandelmehl eine sog. „Mehlschwitze“ machen:
Alsan in einem Topf schmelzen, Mandelmehl hinzugeben und leicht (!) anbraten. Gemüsebrühe langsam dazugeben und mit einem Schneebesen schnell verrühren, so dass ein dicke, sämige Sauce (möglichst ohne Klümpchen) entsteht. Mit Hefeflocken, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Linsen und Pekannüsse dazugeben und nochmals abschmecken. Die Masse warmhalten (oder vor dem Servieren noch mal leicht erwärmen).

4. Den Nudelteig zwischen zwei Backpapierlagen so dünn wie möglich ausrollen (siehe Videoanleitung hier). Kreise ausstechen (Durchmesser ca. 8-10 cm).

5. Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen. Nudeln vorsichtig ins kochende Wasser geben. Hitze reduzieren und die Nudeln kochen – je nach Dicke dauert das 6-10 Minuten.

6. Anrichten: Ein oder zwei Nudelplatten auf einen Teller geben, Füllung drauf verteilen, und wieder mit einer Nudelschicht abdecken.

7. Üppig mit Olivenöl begießen und ggf. mit Pekannusshälfen garnieren

Mein Tipp:
Verwende für die Lasagne keine Linsen, die beim Kochen schnell verfallen (z.B. gelbe oder rote Linsen), sondern wähle eine Sorte, die etwas bissfester bleibt (z.B. Berglinsen). Ich benutze für solche Gerichte immer unsere schönen Linsen aus der Toskana (hier), weil sie ein wunderbares, leicht nussige Aroma und eine sehr schöne Konsistenz haben.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße

Cala

von Zünften, Handwerkern und einem leckeren Mango-Karottensalat

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Gestern habe ich mich mit einer lieben Freundin auf den Weg nach Seligenstadt gemacht, um Manfred von der Weberei Heydenmühle zu treffen, der einen Stand auf dem Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt hatte.

Wenn es sich einrichten lässt, nutze ich solche Gelegenheiten gerne für eine kurze persönliche Begegnung, einen Austausch über die Zusammenarbeit, um Ware entgegenzunehmen oder das eine oder andere Geschäftliche zu besprechen.

Anders als in der Weberei kann ich mir dabei auch einen ganz guten Überblick über das Sortiment verschaffen, denn ganz abgesehen davon, dass ein Besuch in der Heydenmühle für uns immer mit größerem Aufwand verbunden ist, ist in der Weberei vieles verräumt und nicht zugänglich.

Solche Märkte sind aber natürlich auch generell interessant für mich, denn nicht selten ergeben sich hier neue Kooperationsmöglichkeiten für Cala kocht, wenn ich etwas entdecke, das spannend sein könnte. So gesehen war es ein wunderschöner Vormittag im traumhaften Ambiente des Klostergartens von Seligenstadt – wie schön es dort ist, hatte ich gar nicht mehr richtig „auf dem Schirm“, ich war ewig nicht mehr dort…

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Manfreds Stand lag leider sehr versteckt in einem der hinteren Teile des Klosters, in die sich – glaube ich – nur wenige Besucher „verirrt“ haben. Das ist natürlich sehr schade für die Heydenmühle, die sonst gerne ein Publikumsmagnet ist.

Auch wir haben eine gefühlte Ewigkeit gesucht und sind auf dem Gelände und im Kloster umhergeirrt – erst ganz zum Schluss – ich wollte schon fast aufgeben – haben wir die Heydenmühle dann gefunden. Manfred hat sich sehr gefreut und wir hatten tatsächlich Zeit, uns ein bisschen auszutauschen und Pläne für künftige Projekte zu schmieden.

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Die Heydenmühle hat sich mit einem der kleineren Webstühle präsentiert und ich habe mich gefreut, dass das „Cala“-Spültuch-Muster gerade aufgezogen war, so dass man noch mal sehen konnte, wie unsere neuen Geschirr- und Spültücher entstehen.

Völlig erstaunt war ich, zu hören, dass jedes unserer Handtücher mindestens ein Tagewerk für einen Weber der Heydenmühle bedeutet. Ein sehr guter Weber schafft einen Meter am Tag, viele aber nur 20cm. Ich glaube, ich habe die Mühseligkeit dieser Arbeit völlig unterschätzt. Manfred hat dann auch noch mal klargestellt, dass das der Grund ist, warum es fast keine Handwebereien mehr in Deutschland gibt – erschwinglich werden diese Textilien überhaupt nur durch die Tatsache, dass sie von Behinderten gemacht werden…

Abgesehen davon, dass es sehr schön war, nicht allein unterwegs zu sein, war es für mich auch sehr hilfreich, meine Freundin dabei zu haben, denn ich habe festgestellt, dass man zu zweit doch noch mal anders reflektiert und dass es auch hilfreich für mich ist, die Dinge nicht nur aus meinem eigenen Blickwinkel zu betrachten.

Dadurch, dass wir so lange gesucht haben, haben wir dann auch fast jeden Winkel des Marktes gesehen und ich muss wirklich sagen, dass ich selten einen so schönen besucht habe.

Er ist nicht in erster Linie kommerziell ausgerichtet, sondern bietet auch eine Fülle an Information, sehr, sehr liebevoll aufbereitet.

Dieser Markt wird ganz sicher jetzt für uns ein fester Bestandteil des Frühsommers werden – bei so prächtigem Wetter wie an diesem Wochenende ist das ein traumhafter Ausflug. Sehr zu empfehlen ist auch das Brot der Klosterbäckerei, das ich probiert habe – es wird nicht nur an Festtagen, sondern immer donnerstags in Seligenstadt gebacken.

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Besonders guts gefallen hat mir ein Korbflechter, der Körbe aus Binsen und Stroh flicht.
Sie wären wunderbare Einkaufskörbe für den Laden, ich werde aber auch mal mit dem Korbflechter in Kontakt treten und schauen, ob er uns die Körbe auch zum Weiterverkauf zur Verfügung stellen kann.

Wieder daheim musste ich dann unbedingt noch einen Salat ausprobieren, den ich so ähnlich am Freitag bei Natural Floor in Frankfurt gegessen hatte (vielleicht habt ihr meinen Facebook-Post gesehen?). Natürlich wandle ich immer ein bisschen ab und mache mein eigenes Ding – hier haben ich Avocado ergänzt. Der Salat ist schnell gemacht und schmeckt wirklich phantastisch – wir haben ihn zu dem tollen Klosterbrot genossen.

Mango-Karotten-Salat mit Avocado, Koriander und Chili

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Zutaten
1 Wildmango, geschält und in mundgerechte Würfel geschnitten
1 kleine Avocado, geschält und in mundgerechte Würfel geschnitten
2 mittelgroße Karotten, geschält und grob geraspelt
eine Handvoll frischer Korianderblätter, gewaschen und grob gehackt
ein paar Chilifäden oder frisch gehackte Chili (Menge nach persönlichem Gusto)
Olivenöl
Meersalz
Zitronensaft (ggf. auch Abrieb, dann unbedingt eine Bio-Zitrone verwenden)

Zubereitung
Mango, Avocado, Karotten und Koriander vorsichtig miteinander vermischen und mit Olivenöl, Zitronensaft und Meersalz abschmecken.

Tipp: Wer möchte, kann zusätzlich auch die Zesten (Abrieb) von der Zitrone zum Abschmecken des Salzes verwenden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag – genießt das tolle Wetter 🙂

Liebe Grüße
eure
Cala