Cala meint
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von Zünften, Handwerkern und einem leckeren Mango-Karottensalat

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Gestern habe ich mich mit einer lieben Freundin auf den Weg nach Seligenstadt gemacht, um Manfred von der Weberei Heydenmühle zu treffen, der einen Stand auf dem Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt hatte.

Wenn es sich einrichten lässt, nutze ich solche Gelegenheiten gerne für eine kurze persönliche Begegnung, einen Austausch über die Zusammenarbeit, um Ware entgegenzunehmen oder das eine oder andere Geschäftliche zu besprechen.

Anders als in der Weberei kann ich mir dabei auch einen ganz guten Überblick über das Sortiment verschaffen, denn ganz abgesehen davon, dass ein Besuch in der Heydenmühle für uns immer mit größerem Aufwand verbunden ist, ist in der Weberei vieles verräumt und nicht zugänglich.

Solche Märkte sind aber natürlich auch generell interessant für mich, denn nicht selten ergeben sich hier neue Kooperationsmöglichkeiten für Cala kocht, wenn ich etwas entdecke, das spannend sein könnte. So gesehen war es ein wunderschöner Vormittag im traumhaften Ambiente des Klostergartens von Seligenstadt – wie schön es dort ist, hatte ich gar nicht mehr richtig “auf dem Schirm“, ich war ewig nicht mehr dort…

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Manfreds Stand lag leider sehr versteckt in einem der hinteren Teile des Klosters, in die sich – glaube ich – nur wenige Besucher „verirrt“ haben. Das ist natürlich sehr schade für die Heydenmühle, die sonst gerne ein Publikumsmagnet ist.

Auch wir haben eine gefühlte Ewigkeit gesucht und sind auf dem Gelände und im Kloster umhergeirrt – erst ganz zum Schluss – ich wollte schon fast aufgeben – haben wir die Heydenmühle dann gefunden. Manfred hat sich sehr gefreut und wir hatten tatsächlich Zeit, uns ein bisschen auszutauschen und Pläne für künftige Projekte zu schmieden.

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Die Heydenmühle hat sich mit einem der kleineren Webstühle präsentiert und ich habe mich gefreut, dass das „Cala“-Spültuch-Muster gerade aufgezogen war, so dass man noch mal sehen konnte, wie unsere neuen Geschirr- und Spültücher entstehen.

Völlig erstaunt war ich, zu hören, dass jedes unserer Handtücher mindestens ein Tagewerk für einen Weber der Heydenmühle bedeutet. Ein sehr guter Weber schafft einen Meter am Tag, viele aber nur 20cm. Ich glaube, ich habe die Mühseligkeit dieser Arbeit völlig unterschätzt. Manfred hat dann auch noch mal klargestellt, dass das der Grund ist, warum es fast keine Handwebereien mehr in Deutschland gibt – erschwinglich werden diese Textilien überhaupt nur durch die Tatsache, dass sie von Behinderten gemacht werden…

Abgesehen davon, dass es sehr schön war, nicht allein unterwegs zu sein, war es für mich auch sehr hilfreich, meine Freundin dabei zu haben, denn ich habe festgestellt, dass man zu zweit doch noch mal anders reflektiert und dass es auch hilfreich für mich ist, die Dinge nicht nur aus meinem eigenen Blickwinkel zu betrachten.

Dadurch, dass wir so lange gesucht haben, haben wir dann auch fast jeden Winkel des Marktes gesehen und ich muss wirklich sagen, dass ich selten einen so schönen besucht habe.

Er ist nicht in erster Linie kommerziell ausgerichtet, sondern bietet auch eine Fülle an Information, sehr, sehr liebevoll aufbereitet.

Dieser Markt wird ganz sicher jetzt für uns ein fester Bestandteil des Frühsommers werden – bei so prächtigem Wetter wie an diesem Wochenende ist das ein traumhafter Ausflug. Sehr zu empfehlen ist auch das Brot der Klosterbäckerei, das ich probiert habe – es wird nicht nur an Festtagen, sondern immer donnerstags in Seligenstadt gebacken.

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Besonders guts gefallen hat mir ein Korbflechter, der Körbe aus Binsen und Stroh flicht.
Sie wären wunderbare Einkaufskörbe für den Laden, ich werde aber auch mal mit dem Korbflechter in Kontakt treten und schauen, ob er uns die Körbe auch zum Weiterverkauf zur Verfügung stellen kann.

Wieder daheim musste ich dann unbedingt noch einen Salat ausprobieren, den ich so ähnlich am Freitag bei Natural Floor in Frankfurt gegessen hatte (vielleicht habt ihr meinen Facebook-Post gesehen?). Natürlich wandle ich immer ein bisschen ab und mache mein eigenes Ding – hier haben ich Avocado ergänzt. Der Salat ist schnell gemacht und schmeckt wirklich phantastisch – wir haben ihn zu dem tollen Klosterbrot genossen.

Mango-Karotten-Salat mit Avocado, Koriander und Chili

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Zutaten
1 Wildmango, geschält und in mundgerechte Würfel geschnitten
1 kleine Avocado, geschält und in mundgerechte Würfel geschnitten
2 mittelgroße Karotten, geschält und grob geraspelt
eine Handvoll frischer Korianderblätter, gewaschen und grob gehackt
ein paar Chilifäden oder frisch gehackte Chili (Menge nach persönlichem Gusto)
Olivenöl
Meersalz
Zitronensaft (ggf. auch Abrieb, dann unbedingt eine Bio-Zitrone verwenden)

Zubereitung
Mango, Avocado, Karotten und Koriander vorsichtig miteinander vermischen und mit Olivenöl, Zitronensaft und Meersalz abschmecken.

Tipp: Wer möchte, kann zusätzlich auch die Zesten (Abrieb) von der Zitrone zum Abschmecken des Salzes verwenden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag – genießt das tolle Wetter 🙂

Liebe Grüße
eure
Cala

 

1 Kommentare

  1. Was für ein schöner Bericht mit tollen Bildern. Das Blumenmeer könnt ich mir noch Stunden ansehen. Beim nächsten Mal werde ich versuchen dabei zu sein, ich stelle mir die Produkte in dieser Umgebung einfach traumhaft schön und zum verweilen einladend vor.

    Liebe Grüße

    Silke

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