Alle Artikel in: Rezepte

drei vegane Pastasaucen

Ab und zu esse ich gerne Pasta. Nicht mehr so oft wie früher, weil die meisten Mahlzeiten bei mir eine ausgewogene Kombination aus Eiweiß und Gemüse darstellen, aber manchmal eben doch. Und auch hier gilt für mich im Moment die Maxime, möglichst vegan zu kochen aber keine der üblichen Fleischersatzprodukte zu verwenden, die es für die vegane Küche zuhauf gibt, von denen ich aber nicht viel halte. Gestern habe ich drei Pasta-Saucen gekocht, die zu 100% aus pflanzlichen Zutaten bestehen. Hier sind sie: Das erste Rezept für eine Sauce mit Staudensellerie, habe ich im Juli schon mal gepostet. Es enstand nach einer Anregung aus unserem Lieblingsrestaurant in Montepulciano. Jetzt habe ich es nur unwesentlich abgeändert (ich habe das Ghee zum Anbraten weggelassen und auch auf Salz und Pfeffer verzichtet, die Kapern sind würzig genug). Hier meine aktualisierte (vegane) Version (Foto oben): Zutaten: Staudensellerie (pro Portion ca. 150g) Kapern (pro Portion ca. 2 Teelöffel) Schale von 1 Biozitrone sehr gutes Olivenöl (ich verwende unser Bio-Olivenöl von Il Casale) Staudensellerie waschen und in feine Streifen schneiden. Kapern …

vorgesorgt – wie ich mich gerade über mein eingefrorenes Obst freue

Im Sommer war ich mir gar nicht so sicher, ob sich die Mühe lohnt, jetzt bin ich richtig happy, dass ich’s getan habe: ich genieße jetzt oft zum Frühstück mein eingefrorenes Obst und stelle fest, dass sich Pflaumen und Kirschen auf diese Weise hervorragend konservieren lassen. Sie sind wunderbar saftig und köstlich und einfach eine schöne Bereicherung für den Speiseplan jetzt im Winter. Übrigens sind grade für die Kirschen (die Pflaumen sind zu groß, man müsste sie klein schneiden und das möchte ich nicht) auch wieder die WECK-Gläser ideal. In ihnen lassen sich die Früchte wunderbar und ohne Plastik-Abfall einfrieren, gut im Gefrierfach stapeln und auch leicht entnehmen. Für alle, die nach einem festne Ernährungsplan leben und ihre Lebensmittel abwiegen:  Ich habe vor dem Einfrieren das Gewicht bestimmt und mir auf dem Glas notiert: z.B. entsprechen 3 von meinen Pflaumen etwa 100g. Das erleichtert die Handhabung beim Auftauen. Ich esse die Früchte übrigens am liebsten zu meinem Hafeflocken-Sojamilch-Frühstück. Die Hafeflocken röste ich in einer Pfanne ohne Fett, die Sojamilch mache ich warm, schäume sie auf …

zurück zu einem gesunden Leben: meine guten Vorsätze für 2012

So, in den letzten Tagen habe ich wirklich genug geschlemmt und auch sehr ungesund gegessen – ich gebe es zu. Vor allem alles was süß ist wird mir leider immer sehr schnell zum Verhängnis. Dass ich dabei etwas zugenommen habe, ist gar nicht so schlecht, aber was mir nicht gefällt, ist, dass ich mich einfach nicht wohl fühle in meiner Haut und auch nicht richtig glücklich bin mit meinem Körper. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber nach Weihnachten habe ich mich richtig träge und fett gefühlt – und das ist für mich immer ein Zeichen, dass es höchste Zeit wird, eine Kehrwende einzuleiten und zu einer gesunden Ernährung zurück zu finden. Außerdem bekommt mir üppiges Essen immer weniger – ich schlafe nach solchen „Orgien“ oft sehr schlecht, fühle mich träge und schlapp. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, ist gesundes Essen und die Rückkehr zu einer vernünftigen Ernährungsweise auch nach solchen saisonalen „Ausflügen“ überhaupt kein Problem mehr: ich richte mich einfach wieder nach den Grundregeln und esse nach Plan – that’s it. Ich …

wie bestellt: Auberginenrezepte

  Ich bin nach Auberginen-Rezepten gefragt worden und da lasse ich mich – selbst um diese Jahreszeit – nicht zweimal bitten. Auch wenn sie thematisch tatsächlich eher in den (Spät-) Sommer gehören, bekommt man auch jetzt im Winter teilweise sehr schöne Exemplare für ganz kleines Geld – ich habe am Wochenende am Biostand auf dem Wochenmarkt gerade mal 3,95 € für das Kilo bezahlt. Auberginen schmecken natürlich gefüllt ganz phantastisch. Man kann sie der Länge nach aufschneiden, mit Fleisch oder Käse füllen und im Ofen garen. Auch Auberginen-Mus ist leicht zu machen und schmeckt toll zu Pasta, aber auch lecker auf Brot. Für das Grundrezept einfach eine Aubergine rundherum mit einer Gabel einstechen und für ca. 30 – 45 Minuten in den Ofen (ca. 180°) geben, bis sie weich ist und auf Druck nachgibt. Fruchtfleisch auslöffeln, grob zerkleinern und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl abschmecken. Einer meiner „All-Time-Favourites“ ist dieses Rezept: Geschmorte Auberginen (siehe Foto) Aubergine waschen und den Stengel entfernen. In dicke Scheiben schneiden. Salzwasser zum Kochen bringen. Auberginenscheiben im Salzwasser ca. 20 …

„Gewürze und Aromen“ – die Rezepte vom Tasting am 05. November 2011

Geschafft. Endlich sind alle Rezepte vom letzten Tasting online – im Nachhinein kann ich kaum fassen, dass ich das wirklich alles in einer Verkostung untergebracht habe – was habe ich mir nur dabei gedacht? Kein Wunder, dass wir fast 4 Stunden getafelt haben und dass Boris und ich hinterher fix und fertig waren. Leider muss ich auch alle enttäuschen, die jetzt mit der Hoffnung auf ein ähnliches Programm zu uns kommen: wir hatten uns an diesem Abend definitiv hoffnungslos übernommen und haben daraus eine Menge gelernt: die nächsten Tastings werden ihrem Namen wieder Ehre machen, wirklich „nur“ Verkostungen sein – möglichst nicht länger als 2 Stunden dauern und maximal 6 Gerichte beinhalten. Ob ich das wirklich hinkriege? Naja, ich bin zumindest wild entschlossen 😉 Übrigens haben wir für das nächste Tasting zum Thema „Winterküche“ am 21. Januar  noch einige freie Plätze – Anmeldung und Fragen einfach per Mail an info@cala-kocht.de. Viele liebe Grüße und ganz viel Spaß beim Nachkochen, Experimentieren und Kommmentieren eure Cala   Ed Browns Winterkürbissuppe mit Kreuzkümmel und Kardamom Kreuzkümmel, Kardamon, Sel …

Wirsing mit Tofu und Walnüssen

Ich verspreche es: Auch wer bisher keinen Wirsing mochte, wird nach diesem Rezept süchtig werden – ich könnte es im Moment dreimal am Tag essen…. Pro Portion wird benötigt: etwa 130 g Wirsing (ich mag die kleinen hellgrünen, feinen Köpfe sehr viel lieber als die dunkelgrünen Riesen…) etwa 80g Tofu etwas Ghee 3 Walnüsse – wer keine Nüsse essen darf, kann sie auch weglassen. Salz (ich verwende fast nur noch das Sel Gris aus der Bretagne) 1 EL Hanföl ev. Pfeffer Wirsing waschen und in ganz feine Streifen schneiden (ich persönlich bin faul und mache es umgekehrt: ich schneide erst, dann wasche ich die Streifen im Sieb, das finde ich einfacher als die ganzen Blätter zu waschen). Ghee in einer Pfanne erhitzen. Tofu in kleine Würfel schneiden. Etwas Ghee in eine Pfanne geben und den Tofu anbraten. Etwas Farbe nehmen lassen, dann den Wirsing hinzugeben. Etwas anbraten, dann salzen – da ich den Geschmack vom Sel Gris liebe, dieses aber sehr gröbkörnig ist, helfe ich mir, indem ich es in etwas Wasser auflöse und dann …

Birne auf Chicorée unter einer Haube aus Ziegenfrischkäse mit Walnüssen

Zutaten pro Portion: eine Handvoll Walnusskerne Ziegenfrischkäse (ca. 80 – 100g) Chicorée (ca. 130-150g) 1 festen nicht zu süße Birne grobes Meersalz (am besten Sel Gris) Tasmanischer Bergpfefer (oder ein anderer fruchtig-scharfe Pfehher) Thymian (getrockent) Walnussöl Walnusskerne mit Ziegenfrischkäse, Salz und Pfeffer pürieren. Birnen waschen, halbieren und das Kerngehäuse mit einem Melonenausstecher entfernen, so dass eine Mulde ensteht. Chicorée waschen, halbieren und ggf. den bitteren Strunk entfernen (ich nehme gerne sehr kleine, junge Chicorée, weil bei ihnen generell der Strunk nicht so extrem bitter ist und fast vollständig mitgegessen werden kann – Bitterstoffe sind gesund!). Chicorée in feine Streifen schneiden. In eine feuerfeste Form geben und leicht salzen und pfeffern. Birnenhälften auf die Chicorée-Steifen setzen und die Mulden mit der Nuss-Ziegenfrischkäse-Creme füllen. Mit getrocknetem Thymian bestreuen und in den Backofen geben (bei 175° langsam garen) Kurz bevor der Chicorée weich ist, mit der Grillfunktion die Käsehaube leicht bräunen. Mit Walnussöl servieren. Viel Spaß beim Ausprobien und liebe Grüße Cala  

wunderbare Kürbiszeit…

Ich liebe die Kürbiszeit. Ich finde die Gerichte, die man mit Kürbis machen kann wunderbar sättgigend und farblich versöhnlich, wenn ich das Gefühl brauche, etwas Nahrhaftes und Beruhigendes zu mir nehmen zu können. Ich verwende übrigens fast ausschließlich den Hokkaido-Kürbis, nicht nur wegen seiner tollen Farbe, sondern auch, weil ich zu faul bin zum Schälen und man bei diesem Kürbis die Schale mitessen kann. Ganz lecker sind natürlich Kürbis-Suppen in allen Varianten. Vor allem mag ich die fruchtigen Versionen, bei denen ein Obst mit gekocht wird, oder die Supper mit einem Fruchtsaft abgeschmeckt wird. Hier zwei von meinen Lieblingsrezepten:   Kürbissuppe mit Apfel und Kreuzkümmel Kürbis waschen, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Kürbis- und Apfelstücke mischen und in WECK-Gläsern (oder einem anderen geeigneten Gefäß mit Deckel) im Ofen garen (ich mache mir immer gleich zwei oder mehrere Portionen, die ich im Kühlschrank aufhebe oder einfriere). 1TL Kreuzkümmel in Ghee kurz anbraten. Gebackenen Kürbis und Apfel hinzugeben und kurz anschmoren. Etwas Wasser zugeben, kurz …

Orientalisch inspiriert: die wunderbare Welt der Gewürze und Aromen

Gewürze, Kräuter und Aromen sind etwas Herrliches. In die Welt der Gewürze kann man eintauchen wie in ein kulinarisches Paradies. Ähnlich wie bei den Ölen ist aber auch hier die Qualität entscheidend. Keinen Cent würde ich für so ein fades Pülverchen aus dem Supermarkt ausgeben. Gewürzkauf ist Vertrauenssache, deshalb sollte man auch die Quelle immer nachvollziehen können. Die Auswahl gehört in die Hand von Fachleuten, die nicht nur wissen, wo sie die beste Qualität bekommen, sondern auch beim Geschmack keinerlei Kompromisse machen. Wer Lust hat mehr zu erfahren kann in dem schönen Buch von Ingo Holland schmökern („Gewürze“, erschienen im Tre Torri-Verlag) oder das nette und kurzweilige swr-3-Interview mit der „Spice Queen“ Birgit Erath hören, die den berühmten „Spice Shop“ auf der Portobello Road in Nottinghill/London gegründet hat. Auch wenn ich Ingo Holland und Birgit Erath sehr schätze, vertraue ich bei der Auswahl meiner Gewürze trotzdem auf eine andere Quelle und habe dafür auch meine Gründe. Ersten kaufe ich grundsätzlich und mit minimalen Ausnahmen (z.B. beim Tasmanischen Bergpfeffer) auch bei den Gewürzen nur Produkte aus …

Hirschkalbslende in Rotwein mit grünen Bohnen und Mohn-Petersilien-Pesto

Ihr wisst sicherlich mittlerweile alle, dass ich eine ziemlich kritische Haltung zu Fleisch habe. Ich esse es einfach nicht gern, weil ich Fleischkonsum ethisch mächtig problematisch finde. Trotzdem sind wir (vor allem aus gesundheitlichen Gründen) keine strengen Vegetarier, sondern versuchen Kompromisse zu machen, mit denen wir einigermaßen leben können. Wild finde ich – neben BIO, BIO, BIO-Fleisch – in diesem Zusammenhang immer noch eines der besten Alternativen. Wir haben auf dem Wochenmarkt einen phantastischen Metzger, der regelmäßig frisches Wild aus dem Spessart anbietet – diese Tiere sterben zumindest nicht deshalb, weil sie als billiges (Massen-)Nahrungsmittel gezüchtet wurden, sondern weil die Bestände ohnehin kontrolliert werden müssen. Auch davon mag man halten, was man will, für mich ist das jedenfalls im Moment ein einigermaßen tragbarer Kompromiss. am Samstag hatte uns jedenfalls jener Metzger eine wunderschöne Hirschkalbslende mitgebracht und ich habe sie mit Wurzelgemüse im Ofen geschmort. Auch wenn ich mich regelmäßig mit meinem Schatz über die Garmethoden von Fleisch streite, mag ich das langsame Schmoren im Ofen einfach am liebsten, weil das GEmüse, das ich mitschmore dadurch …