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Spontan diktiert: Boris Ghee-Rezept

Da ich immer wieder danach gefragt werde und wir schon so oft versprochen haben, das Rezept aufzuschreiben, hat Boris, der bei uns für die Ghee-Produktion zuständig ist, mir netterweise heute diktiert, wie er Ghee macht. Er hat die Grundlagen aus diesem Kochbuch, das ich euch überhaupt sehr ans Herz legen kann.

Das braucht man:

Bio-Butter
Schraubdeckel- oder WECK-Gläser
Mulltuch

Das Verhältnis Butter zu Ghee ist ungefähr 3:2 – mit anderen Worten: aus 15 Kilo Butter erhält man ca. 10 kg. Ghee.

Und so geht es:

Je nach Buttermenge eine entsprechende Anzahl Schraubdeckel- oder WECK-Gläser in der Spülmaschine gründlich reinigen und sauber bereithalten. Als Anhaltspunkt: Boris verarbeitet immer 10 Päckchen Butter (à 250 g) und benötigt dafür 6-7 von den 1/4-Liter WECK-Glaser

Butter bei mittlerer Hitze in einem großen Topf schmelzen lassen. Langsam zum Kochen bringen und bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Darauf achten, dass die Butter nicht zu heiß wird, sondern nur eben gerade kocht. Nach kurzer Zeit beginnt das Buttereiweiß auszufallen (weiße Flöckchen). Mit einem kleinen Sieb oder Schaumlöffel dieses ausgefallene Butterfett abschöpfen. Den Vorgang wiederholen, bis nur noch geringe Spuren von den Einweißflöckchen vorhanden sind – das dauert etwa 1 Stunde.
Ein Sieb mit einem sauberen Mulltuch auskleiden und auf eine entsprechend große Schüssel stellen. Das heiße Butterfett durch das Mulltuch abgießen, um die letzten Eiweißflöckchen zu entfernen. Das Ghee sollte eine goldene, durchsichtige Farbe haben. Sofort heiß in die bereitgestellten Gläser füllen und diese fest verschließen. Erkalten lassen und nach Erreichen von Zimmertemperatur zum Lagern in den Kühlschrank stellen.

Wir lagern übrigens alle verschlossnen Ghee-Gläser immer im Kühlschrank. Selbst das Glas, das wir grade in Benutzung haben, stelle ich meist in den Kühlschrank, obwohl man sagt, dass Ghee sich auch bei Zimmertemperatur hält. Das muss dann jeder für sich entscheiden, ich habe jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich das Glas im Kühlschrank aufhebe. Ghee wird – wie Butter – im Kühlschrank ganz fest, bei Zimmertemperatur aber weich.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Cala

Balsamico-Orangen-Fenchel oder vegane Fremd-Inspirationen

Boris hat mir am letzten Wochenende eine interessante Website gezeigt, auf die er gestoßen ist. Da ich ziemlich beratungresistent bin, hat er es immer ziemlich schwer, mich für Dinge zu begeistern, die ich nicht selber entdeckt habe. Außerdem hat er mir durch sein veganes Vorreitertum (er geht im Moment mit erhobener Fahne und ganz großen Schritten voran, und ich laufe wie ein beleidigtes Mädchen maulend hinter ihm her) das letzte Alibi für jedweden Fleisch- und Fischkonsum (der ja bei mir sowieso schon minimal ist) genommen. Deshalb bin ich grade sowieso auf Krawall gebürstet, wenn es ums Essen geht. Trotzdem habe ich mich breit schlagen lassen, nachgegeben und siehe da, Sarahs Blog entpuppte sich nicht nur als geniale und für die Sinne sehr versöhnliche Quelle, was vegane Rezepte betrifft, sondern auch als eine tolle kulinarische Inspiration.

Wenn ich einmal für etwas entflammt bin, bin ich nicht zu bremsen (was Boris natürlich dann nicht ohne Häme kommentiert) und so habe ich mir noch am selben Abend auch Sarahs Kochbuch bestellt (zu beziehen über den Blog, den Buchhandel, oder amazon). Ganz abgesehen davon, dass ich sie um das schöne Ergebnis beneide, ist es einfach eine ganz tolle Sammlung sehr guter Rezepte. In nächster Zeit werde ich sicherlich einiges davon ausprobieren. Das Kochbuch kann ich euch sehr empfehlen – selbst wenn ihr nur ab und zu vegan essen wollt, oder einfach mal reinschnuppern möchtet.

Erst mal hatte es mir aber der Balsamico-Orangen-Fenchel von Sarahs Blog angetan, der nicht im Kochbuch ist. Den musste ich einfach sofort ausprobieren, zumal er mir wie gerufen kam: Ich hatte noch einen Fenchel im Gemüsefach und eine Orange im Obstkorb, Balsamico und Honig (nehme ich trotz veganer Küche einfach lieber als Zucker, auch wenn das „politisch“ nicht ganz korrekt ist) haben wir immer im Haus und von Karins eingelegten Oliven war auch noch ein Rest im Kühlschrank.

Das Rezepte stelle ich natürlich jetzt nicht ein, das findet ihr wunderbar aufbereitet hier.

Der Balsamico-Organgen-Fenchel war wirklich genial und schmeckte hervorragend. Mir persönlich sind es allerdings etwas zu viele verschiedene Aromen – ich habe schon bei der Zubereitung die frischen Kräuter weggelassen und habe den Fenchel auch nicht auf Salat, sondern „pur“ (mit Roggenbrot zum Abendessen) gegessen. Aber das ist wirklich reine Geschmacksache, ich bin halt ein Minimalist, was das Kochen betrifft.

Mit diesem Rezept werde ich in der nächsten Zeit bestimmt noch ein bisschen experimentieren (ich werde berichten). Sarah mag Fenchel nicht und kocht ihn deshalb vor dem Einlegen – ich hingegen mag Fenchel sehr und werde mal Versuche mit rohem oder nur leicht blanchiertem Fenchel machen. Außerdem werde ich die Oliven und die Orangenscheiben weglassen, dafür mehr Thymian benutzen, mal sehen…

Auf jeden Fall möchte ich euch die vegane Küche von Sarah Kaufmann sehr ans Herz legen. Der Blog ist klasse und wird ab jetzt auf jeden Fall regelmäßig gelesen. Aber auch das Kochbuch ist eine echte Bereicherung. Es enthält so tolle Sachen wie „Apfel-Walnuss-Salat“, „Austernpilz-Creme-Suppe“, Mandeltofu-Pilz-Birnen-Salat“, „Hokkaido-Risotto“ oder“Seitan-Tandoori-Spieße“. Außerdem vegane Back- und Dessertrezepte wie „Nussecken“ oder „Kirsch-Schoko-Törtchen“…

Schaut mal rein!

Liebe Grüße
Cala

drei vegane Pastasaucen

Ab und zu esse ich gerne Pasta. Nicht mehr so oft wie früher, weil die meisten Mahlzeiten bei mir eine ausgewogene Kombination aus Eiweiß und Gemüse darstellen, aber manchmal eben doch. Und auch hier gilt für mich im Moment die Maxime, möglichst vegan zu kochen aber keine der üblichen Fleischersatzprodukte zu verwenden, die es für die vegane Küche zuhauf gibt, von denen ich aber nicht viel halte.

Gestern habe ich drei Pasta-Saucen gekocht, die zu 100% aus pflanzlichen Zutaten bestehen. Hier sind sie:

Das erste Rezept für eine Sauce mit Staudensellerie, habe ich im Juli schon mal gepostet. Es enstand nach einer Anregung aus unserem Lieblingsrestaurant in Montepulciano. Jetzt habe ich es nur unwesentlich abgeändert (ich habe das Ghee zum Anbraten weggelassen und auch auf Salz und Pfeffer verzichtet, die Kapern sind würzig genug).
Hier meine aktualisierte (vegane) Version (Foto oben):

Zutaten:
Staudensellerie (pro Portion ca. 150g)
Kapern (pro Portion ca. 2 Teelöffel)
Schale von 1 Biozitrone
sehr gutes Olivenöl (ich verwende unser Bio-Olivenöl von Il Casale)

Staudensellerie waschen und in feine Streifen schneiden. Kapern fein hacken. Staudensellerie mit etwas Wasser in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anbraten. Kapern hinzugeben und etwas schmoren lassen (der Sellerie sollte leicht bissfest bleiben), bei Bedarf noch etwas Wasser angießen. Abkühlen lassen und mit geriebener Schale von einer Bio-Zitrone abschmecken. Mit  sehr gutem Olivenöl mischen und über die Pasta geben.

Sauce Nummer 2 besteht aus Frühlingszwiebeln und Knoblauch.

Zutaten:
Frühlingszwiebeln (pro Portion ca. 150g)
frischer Knoblauch (pro Portion mind. 1 Zehe)
Schale von 1 Biozitrone
sehr gutes Olivenöl (ich verwende unser Bio-Olivenöl von Il Casale)
Salz (ich verwende Sel Gris)

Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Pro Portion mindestens 1 Knoblauchzehe schälen und in feine Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne einen Esslöffel Wasser erhitzen und die Frühlingszwiebeln anbraten. Knoblauch hinzugeben und etwas Salz hinzugeben, schmoren lassen und bei Bedarf etwas Wasser angießen. Abkühlen lassen, mit Zitronenzesten abschmecken, mir sehr gutem Olivenöl (alternativ könnte ich mir auch Hanföl gut vorstellen) mischen und über die Pasta geben.

Nein, nein, Sauce Nummer 3 ist keine Tomatensauce, sondern eine Paprikasauce. Klingt vielleicht zunächst etwas befremdlich, ist aber sehr lecker.

Zutaten:
rote Paprika (pro Portion ca. 150g)
frischer Knoblauch (pro Portion 1 Zehe)
etwas Thymian (frisch oder getrocknet)
Schale von 1 Biozitrone
sehr gutes Olivenöl (ich verwende unser Bio-Olivenöl von Il Casale)
Salz (ich verwende Sel Gris)

Paprika und eine grob gewürfelte Knoblauchzehe zusammen pürieren. In einer beschichteten Pfanne einen Esslöffel Wasser erhitzen und die Paprikamasse anbraten, dabei Flüssigkeit erst einmal auffangen und erst später hinzugeben. Mit Thymian und Salz würzen, etwas Wasser angießen und mit Zitronenzesten abschmecken. Schön durchschmoren lassen. Etwas abkühlen lassen mit sehr gutem Olivenöl mischen und über die Pasta geben. Übrigens kann ich mir vorstellen, dass diese Sauce im Sommer auch sehr gut in einer Mischung aus Tomaten und Paprika schmeckt – das aber nur, wenn man sehr aromatische Tomaten bekommt, was im Moment so gut wie aussichtslos ist, weshalb ich es erst gar nicht probiert habe. Eine geschmacklose Tomate würde die Sauce vermutlich lediglich verwässern.

Viel Spaß beim Ausprobieren und
liebe Grüße
Cala

 

 

vorgesorgt – wie ich mich gerade über mein eingefrorenes Obst freue

Im Sommer war ich mir gar nicht so sicher, ob sich die Mühe lohnt, jetzt bin ich richtig happy, dass ich’s getan habe: ich genieße jetzt oft zum Frühstück mein eingefrorenes Obst und stelle fest, dass sich Pflaumen und Kirschen auf diese Weise hervorragend konservieren lassen. Sie sind wunderbar saftig und köstlich und einfach eine schöne Bereicherung für den Speiseplan jetzt im Winter.

Übrigens sind grade für die Kirschen (die Pflaumen sind zu groß, man müsste sie klein schneiden und das möchte ich nicht) auch wieder die WECK-Gläser ideal. In ihnen lassen sich die Früchte wunderbar und ohne Plastik-Abfall einfrieren, gut im Gefrierfach stapeln und auch leicht entnehmen.

Für alle, die nach einem festne Ernährungsplan leben und ihre Lebensmittel abwiegen:  Ich habe vor dem Einfrieren das Gewicht bestimmt und mir auf dem Glas notiert:
z.B. entsprechen 3 von meinen Pflaumen etwa 100g. Das erleichtert die Handhabung beim Auftauen.

Ich esse die Früchte übrigens am liebsten zu meinem Hafeflocken-Sojamilch-Frühstück. Die Hafeflocken röste ich in einer Pfanne ohne Fett, die Sojamilch mache ich warm, schäume sie auf und gebe sie über die Hafeflocken.

Die Früchte brate ich in gefrorenem Zustand in einer Pfanne schön an (geht mit und ohne Fett) und schmore sie eine Weile, dabei geben sie auch leckere Flüssigkeit ab. Dann gebe ich sie warm zu Haferglocken und Sojamilch. Ich lasse das ganze etwas abkühlen und gieße dann einen Löffel Leinöl darüber.

Lohnt sich auszuprobieren – gefrorene Früchte ohne Zusätze gibt es auch im Bio-Supermarkt.

Liebe Grüße
Cala

zurück zu einem gesunden Leben: meine guten Vorsätze für 2012

So, in den letzten Tagen habe ich wirklich genug geschlemmt und auch sehr ungesund gegessen – ich gebe es zu. Vor allem alles was süß ist wird mir leider immer sehr schnell zum Verhängnis. Dass ich dabei etwas zugenommen habe, ist gar nicht so schlecht, aber was mir nicht gefällt, ist, dass ich mich einfach nicht wohl fühle in meiner Haut und auch nicht richtig glücklich bin mit meinem Körper. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber nach Weihnachten habe ich mich richtig träge und fett gefühlt – und das ist für mich immer ein Zeichen, dass es höchste Zeit wird, eine Kehrwende einzuleiten und zu einer gesunden Ernährung zurück zu finden. Außerdem bekommt mir üppiges Essen immer weniger – ich schlafe nach solchen „Orgien“ oft sehr schlecht, fühle mich träge und schlapp.

Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, ist gesundes Essen und die Rückkehr zu einer vernünftigen Ernährungsweise auch nach solchen saisonalen „Ausflügen“ überhaupt kein Problem mehr: ich richte mich einfach wieder nach den Grundregeln und esse nach Plan – that’s it. Ich habe vor, im Frühjahr noch mal eine komplette Entgiftung zu machen – also dann auch zwei Wochen ölfrei zu essen – was einmal im Jahr sinnvoll erscheint.

Da ich immer sensibler werde, was den Konsum von tierischen Produkten angeht, möchte ich mehr vegane Gerichte in meine Ernährung einbauen. Und was ich in diesem Zusammenhang auch mal kritisch hinterfragen werde, ist die Eiweißmenge, die bei mb ja eine ganz große Rolle spielt, vielfach aber negativ bewertet wird. Damit muss ich mich mal näher befassen, um für mich eine Entscheidung zu treffen, wie ich das künftig handhaben will. Zumindest aber will ich mehr pflanzliche Eiweiße zu mir nehmen und die tierischen Eiweiße deutlich reduzieren.

Bis auf weiteres bin ich jetzt aber „erst mal“ „nur“ in die Phase 2 bzw. 3 zurückgekehrt und mache es mir damit gemütlich. Außerdem würde ich gerne wieder in einen regelmäßigen Lauf-Rhytmus zurückfinden, was sich bei den milden Temperaturen da draußen jetzt einfach  anbietet. Auch mein Yoga- und Meditationsprogramm möchte ich gerne wieder aufnehmen. Das reicht eigentlich an guten Vorsätzen für das neue Jahr, oder?

Ob ich das einhalten kann? Ich glaube schon. Wer mich kennt, weiß, das ich ein willensstarker Mensch bin und dass ich mich von Erfolgen auch gerne beflügeln lasse, insofern habe ich eigentlich keine Sorge. Und da ich das jetzt auch vor so viel Zeugen niedergeschrieben habe, kann ich ja eigentlich auch gar nicht mehr anders, als das konsequent umzusetzen…

Auf jeden Fall merke ich schon nach zwei Tagen, wie gut es mir tut, wieder mit einem guten Gefühl, regelmäßig und in überschaubaren Mengen zu essen.

Zum Auftakt gab es gestern Kartoffen mit Quark & Leinöl und dazu Feldsalat mit gebratenen Champingnons. Das ist zwar wegen der Kartoffeln nicht nicht ganz mb-konform für die strengen Phasen, aber für den Übergang sicher nicht schlecht, zumal ich nicht unbedingt wieder an Gewicht verlieren möchte. Wer ganz mb-konform essen möchte, isst dazu statt Kartoffeln einfach eine Scheibe Roggenbrot.

Feldsalat waschen und putzen. Champignons in breite Scheiben oder Viertel schneiden und in Ghee andünsten. Über den Feldsalat geben. Mit Olivenöl, Himbeeressig, Salz und grünem Pfeffer abschmecken. Den Quark (aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch) mit 1-2 Esslöffeln Leinöl glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wunderbar erfrischend ist dieser Zitronenspinat, momentan eines meiner Lieblingsgerichte:

Spinat waschen und in etwas Ghee leicht anbraten. Dann salzen, pfeffern und mit Zitronenzesten abschmecken, dabei aber nicht mehr stark erhitzen.

Heute gabe es diese Kartoffel-Kürbis-Pfanne mit Chili und Rosmarin, die mir sehr gut geschmeckt hat. Ich verwende Muskatkürbis, dessen Geschmack und Vieleitigkeit ich immer mehr zu schätzen lerne.

Als Kartoffeln nehme ich „Bamberger Hörnchen“, diese kleinen länglichen Kartoffeln, die ein bisschen aussehen wie Ingwer-Knollen und die ich wegen ihres feinen Geschmacks und den kurzen Garzeiten ideal finde.

Kartoffeln und Kürbis schälen und in feine Scheiben schneiden. Zunächst die Kartoffeln in Ghee anbraten, nach ca. 5 Minuten die Kürbisscheiben hinzugeben. Unter Rühren braten (nicht salzen!).

Wenn Kartoffeln und Kürbis gar sind, mit frisch gemahlenem Chili und Rosmarin, grünem Pfeffer und Meersalz abschmecken. Auch hierzu schmeckt Quark, den ich mit einem Esslöffel Leinöl glatt rühre.Lecker sind aber sicherlich auch alle Sorten von Käse, allen voran würziger Schafs- oder Ziegenkäse.

Ich sehe schon: in nächster Zeit werde ich euch endlich wieder mit gesunden (und mb-konformen) Rezepten verwöhnen (ich hatte auch schon ein ganz schlechtes Gewissen…). Zu Silvester sind wir noch einmal zum Raclette eingeladen, aber das wird definitiv schon wieder eine Ausnahme sein.

In diesem Sinne euch allen eine gute Zeit
eure
Cala

cala lässt kochen oder: unser Weihnachtsmenü

Ich fürchte, was unser Weihnachtsessen angeht, sind wir ziemlich einfallslos. Seit Jahren (genau genommen seit Erscheinen des legendären Kochbuches von Ingo Holland „Meine Gewürze“ gibt es bei uns zu Weihnachten ein und dasselbe Gericht: Geröstete Jakobsmuschel auf Paprikabaumkuchen und Sternanisschaum.

Zum Glück kann ich mich darauf verlassen, dass Boris im Laufe des Jahres immer vergisst, wie extrem aufwändig dieses Gericht in der Zubereitung ist. Zuverlässig erklärt er sich vor jedem Weihnachtsfest bereit, das Gericht zu kochen. Und da Boris am liebsten ohne mich kocht (verstehe ich gar nicht…) kann ich immer stundelang lesen, in meinen Büchern blätten oder meinen Ideen nachhängen, während er in den Küche steht und dieses himmlische Vergnügen zaubert.

Den Baumkuchen kann man gut schon einige Tage vorher zubereiten – im Kochbuch wird empfohlen, ihn spätestens am Vortag zu backen:

Zutaten:
25g Marzipan-Rohmasse
7 Eigelbe
100g weiche Butter
1 EL Zitronensaft
1 Msp. gemahlene Vanille (bekommt man im Gewürz-, Bio- oder Feinkosthandel, alternativ kann man sicher auch ausgeschabtes Vanillemark nehmen)
1 Msp. gemahlener Sternanis
10g Piment de Espelette (bekommt man über den Webshop von Ingo Holland, alternativ kann man notfalls auch Chili nehmen)
10g Weizenmehl Typ 550
90g Speisestärke
1 Msp. Natursalz
100g Rohzucker
5 Eiweiße

Zubereitung (siehe Ingo Holand „meine Gewürze“, S. 93):
„Mit dem Handmixer das Marzipan glatt rühren und die Eigelbe nach und nach dazugeben. So lange schlagen, bis eine kompakte, cremige Masse enstanden ist. In einer anderen Schüssel die gut weiche Butter mit Zironensaft, Vanille gemahlenem Sternanis und Piment d’Espelette schaumig schlagen. Abwechselnd das Mehl-Stärke-Gemisch sowie Salz und die Eigelb-Marzipan-Masse einrühren. Das mit Zucker steif geschlagene Eiweiß unte die Masse heben. Eine runde Springform (wir nehmen eine kleine Springform, damit der Kuchen höher wird) leicht mit etwas Butter ausstreichen. Ein wenig Mehl darüber streuen und wieder ausklopfen. Am Backofen die Funktion Oberhitze oder Grillen einstellen und den Rost auf die vorletzte Schiene schieben. Die Springform für eine Minute zum Aufheizen in den Ofen schieben. Wieder harausnehmen und mit einer Winkelpalette (wie nehmen einen Kelle und verteilen den Teig mit einem Teigschaber) so viel Teig auftragen, dass der Boden sehr dünn bedeckt ist: höchstens 1-2 mm. Im Ofen so lange backen, bis eine haselnussbraune Farbe entstanden ist. Wieder aus dem Ofen nehmen, und die nächste Schicht ebenso dünn auftragen, wieder zurück in den Ofen und Farbe annehmen lassen. So weiter verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Wichtig ist, dass alle Schichten so gleichmäig wie möglich aufgetragen werden, damit eine ansprechende Optik entsteht.

Zum Schluss den Ofen auf 180° Heißluft einstellen und den Baumkuchen nochmals 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen. Die Ränder so abschneiden, dass ein quadratisches Stück entsteht (das machen wir nicht, wir haben kein Problem mi dne abgerundeten Ecken und schneiden den Baumkuchen so auf, wie er ist). In Folie einpacken  und im Kühlschrank aufbewahren.“

Sternanisschaum:
50ml Noilly Prat (bekommt man im Spirituosenhandel, alternativ kann man  extratrockenen Martini nehmen)
50ml trockener Weißwein
50ml weißer Portwein
1 gehackte Schalotte
120ml flüssige Sahne
12 Sternanis-Kapseln
50g gekühlte Butter

„Den Wermut (gemeint ist der Noilly Prat) und die Weine in einen kleinen Topf gießen, gehackte Schalotte dazugeben und auf ein Drittel reduzieren. Die flüssige Sahne zugießen und aufkochen. 5 Minuten lang kochen lassen und um ein Drittel reduzieren. Die Sternaniskapseln zugeben und mindestens 15 Minuten ziehen lassen (im Originalrezept steht an dieses Stelle nichts über die Hitze; wir machen es so, dass wir die Platte komplett abschalten). Die Creme nochmals aufkochen und durchrühren, damit sich abgesetzter Rahm wieder vermischt. Durch ein sehr feines Sieb gießen und am Ofenrand warm stellen.“
(Tipp: da die Soße sehr lecker ist, kann auch ruhig die doppelte Menge zubereiten…)

Die Jakobsmuscheln
(wir rechnen pro Person für eine Vorspeise 2-3 Jakobsmuscheln, als Hauptgericht 5-6 Jakobsmuscheln)
Chili-Gelee
Kerbel
Piment d’Espellette

Ingo Holand verwendet frische Jakobsmuscheln und löst diese selbst aus der Schale. In seinem Rezept gibt es dazu ausführliche Tipps.

Wir machen es uns einfacher und kaufen ausgelöste Jakobsmuscheln – bitte unbedingt darauf achten, dass diese frisch und von erstklassiger Qualität sind.

„Die Jakobsmuscheln salzen, pfeffern und in Mehl wälzen. Eine sehr flache Pfanne erhitzen, sehr wenig Pflanzenfett zugeben (wir nehmen Ghee) und die Muscheln auf beiden Seiten braun rösten.“ (Wir mögen es, wenn die Muscheln innen noch leicht roh sind, das ist aber Geschmacksache und geht natürlich nur, wenn man für die Muschen eine einwandfreie Quelle hat)

Anrichten: Den Baumkuchen in ca. 5mm breite Streifen schneiden „und auf vorgewärmten Tellern verteilen. Die Sternaniscreme nochmals aufkochen, die kalte, gewürfelte Butter mit dem Stabmixer einmixen und mit Salz abschmecken.“

Ingo Holland bestreicht den Baumkuchen mit seinem Chili-Gelee, das wir bis heute aber leider verzweifelt suchen und auch im Onlineshop des alten Gewürzamtes nie gefunden haben. Insofern lassen wir es weg und da wir nicht wissen, wie es geschmacklich wirkt, haben wir es nie vermisst.

„Die heißen, auf beiden Seiten braun gerösteten Jakobsmuscheln sofort“ auf den Baumkuchen „setzen und mit dem Sternanisschaum umgießen. Mit Piment d’Espelette, Kerbel und Sternanis dekorieren.“

Tipp: Wenn ihr Reste vom Baumkuchen übrig habt, könnt ihr (da er ohnehin fast nur aus Eiern besteht) daraus die Luxus-Variante des klassischen amerikanischen Frühstücks zubereiten: Er schmeckt vorzüglich mit gebratenem Speck.

Morgen machen wir es uns bei einem Schweizer Käsefondue noch mal so richtig gemütlich und tun das, wonach wir uns das ganze Jahr sehen: schlafen, lesen und ausruhen. Himmlich.

In diesem Sinne euch noch schöne Feiertage
eure
Cala

 

Dankeschön!

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Dieses herrliche Geburtstagsgeschenk – die Fotos sind leider nicht so besonders geworden – wollte ich unbedingt mit euch teilen. Mein Schatz hat mir diese herrliche Sachertorte gebacken, von der ich heute Morgen das letzte Stück feierlich verspeist habe. Das Rezept kommt aus „Das-Neue-Sacher-Kochbuch“ und ist wirklich ein Traum. Es ist natürlich NICHT das 100% Originalrezept, denn das ist und bleibt ja ein Geheimnis des Hauses Sacher und wird nach wie vor nicht verraten, aber es kommt dem Original schon ziemlich nah, finde ich. Vor allem ist die Torte unglaublich saftig und lecker, selbst meine Mutter, die sonst überhaupt keinen Kuchen mag, war begeistert.

Hier das Rezept, für alle die es selber ausprobieren möchten (ich habe österreichische Begriffe ins Deutsche übersetzt und manchmal Anmerkungen gemacht, diese erkennt ihr an der Kursivschrift. Ansonsten ist dies das Original-Rezept aus dem o.g. Sacher-Kochbuch (s.284):

Zutaten
für eine Springform mit 22-24 cm Durchmesser
(das ist kleiner als das übliche Format; Boris hat sogar eine noch kleinere Form genommen, die Torte wird dann schön hoch, ich mag das und fand auch die Größe der Stücke nett)

140 g zimmerwarme Butter, 110 g Staubzucker (Puderzucker)
ausgekratztes Mark von ½ Vanilleschote
6 Eidotter, 6 Eiklar
130 g Speiseschokolade (Boris hat Bio-Zartbitter-Schokolage genommen)
110 g Kristallzucker, 140 g Mehl, glatt (gemeint ist gesiebt)
ca. 200 g Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)
Butter und Mehl für die Form

für die Glasur:

200 g Kristallzucker
125 ml Wasser
150 g Schokolade (Bio-Zartbitter, wie oben)

Zubereitung:

„In einer Schüssel weiche Butter mit Staubzucker und Vanillemark cremig rühren. Eidotter nacheinander langsam einrühren und alles zu einer dickschaumigen Masse schlagen. Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen und unterrühren. Eiklar (=Eiweiß) steif schlagen, dabei den Kristallzucker einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis der Schnee schnittfest und glänzend ist. Schnee auf die Dottermasse häufen, das Mehl darüber sieben und mit einem Kochlöffel alles vorsichtig vermengen (vorsichtig unterheben, nicht rühren!).

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Tortenrand mit Butter ausstreichen sowie mit Mehl ausstreuen. Masse einfüllen, glatt streichen und im vorgeheizten Backrohr (Backofen) bei 170 Grad C 55-60 Minuten backen. Dabei die ersten 10-15 Minuten die Backrohrtür (Ofentür) einen Finger breit offen lassen, dann schließen. (Der Kuchen ist richtig durchgebacken, wenn ein leichter Fingerdruck sanft erwidert wird.) Torte mit der Form auf ein Kuchengitter stürzen und etwa 20 Minuten überkühlen (abkühlen) lassen. Dann Papier abziehen, Torte umdrehen und in der Form völlig erkalten lassen, um die Unebenheiten der Oberfläche zu glätten. Aus der Form lösen und mit einem scharfen Messer waagerecht halbieren. Marmelade leicht erwärmen, glatt rühren, beide Tortenböden damit bestreichen und wieder zusammensetzen. Rundherum ebenfalls mit Marmelade bestreichen und etwas antrocknen lassen.

Für die Glasur Zucker und Wasser 5-6 Minuten sprudelnd aufkochen, dann leicht überkühlen (abkühlen) lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und unter Rühren nach und nach mit der Zuckerlösung vermischen, bis eine dickflüssige, glatte Glasur entsteht (s. Tipp).

Lippenwarme Glasur auf einmal, d.h. in einem einzigen raschen Guss, über die Torte gießen und mit so wenigen Strichen wie möglich mit einer Palette rundum glatt verstreichen. Einige Stunden trocknen lassen, bis die Glasur wirklich erstarrt ist. Portionieren und mit geschlagenem Obers (Schlagsahne) servieren.“

Backzeit: 55-60 Minuten
Backofentemperatur: 170 Grad C

Garniturempfehlung: In der Regel wird Sacher-Torte nicht verziert, nur im Hause Sacher wird sie mit dem berühmten „Tortensiegel“ belegt.

Tipp für die Glasur: Um die richtige Konsistenz der Glasur zu überprüfen, lassen Sie die Glasur über einen Holzlöffel laufen. Dieser sollte dann von einer etwa 4 mm dicken Glasurschicht bedeckt bleiben. Gerät die Glasur zu dick, so kann sie durch einige Tropfen Läuterzucker (Zuckerrückstände im Topf nochmals mit wenig heißem Wasser lösen) verdünnt werden. Achten Sie auch darauf, dass die Glasur nicht zu heiß wird – sie bleibt sonst nach dem Trocknen stumpf und keinesfalls glänzend.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich natürlich auch bei allen Gratulanten für die vielen lieben Glückwünsche bedanken. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr an mich gedacht habt!

Alles Liebe
Cala

Ginger Lemon Tea – Erinnerungen an den Himalaya

Bei diesem Wetter und dem ganzen Stress – ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde diese Zeit extrem herausfordernd, körperlich und auch emotional – brauche ich abends etwas, was die Seele tröstet und innerlich wärmt.

Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, zwei Wochen an einem der schönsten Orte der Welt verbringen zu dürfen. Das  Ananada Spa liegt mitten im Himalaya – diese unvergesslichen Eindrücke werden mich sicher ein Leben lang begleiten.

Eine wunderschönes Ritual dort war das frühmorgendliche Wecken mit einem „Ginger-Lemon-Tea“. Diesen Tee koche ich mir heute noch daheim, besonders dann wenn ich etwas Tröstliches und Wärmendes brauche, kränkle oder müde bin.

Bio-Ingwer
(geschält oder ungeschält, pro Tasse ca. 3 cm von einem daumendicken Sück)
Bio-Zitrone
Honig
(ich nehme fast ausschließlich unseren steirischen Waldhonig von Neber, er eignet sich  wegen des leicht herben Charakters optimal und ist deshalb so was der geschmackliche Geheimtipp für den Tee)

So bereite ich den Tee zu:
Ingwer in feine Scheiben schneiden und in der entsprechenden Menge Wasser aufkochen. Dann runterschalten und ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, der Ingwer darf nicht nur überbrüht werden (wie das leider viele machen), sondern muss richtig ausgekocht werden. Dann unbedingt etwas abkühlen lassen, bevor man den Tee mit Zitronensaft und Honig abschmeckt (ich verwende von beidem reichlich, weil es gesund ist und einfach herrlich schmeckt).

Wie im Ananda, trinke ich den Tee am allerliebsten im Bett. Dort schaute ich beim Aufwachen auf den Ganges und bereitete mich auf das morgendliche Yoga vor. Hier komme ich augenblicklich zur Ruhe, wenn ich den ersten Schluck trinke. Es ist, als würde mein Körper sofort auf einer spirituellen Ebene erinnern, dass es einen tiefen Frieden gib, der durch nichts Weltliches zu erschüttern ist.

Ganau das ist es, was ich im Moment brauche…

Der Laden im Dezember: kleine und große Ideen zum Verschenken oder selber Genießen

mein "Gabentisch" im Laden: ausgesuchte Geschenkideen für jeden Geldbeutel

Ich wollte schon schreiben, dass es bei mir etwas mit dem Alter zu tun hat, aber bei längerem Nachdenken habe ich festgestellt, dass ich eigentlich schon immer ein kritischer Schenker war. Das liegt daran, dass ich einfach keine Lust auf Müll habe – weder im wörtlichen, noch im übertragenen Sinne. Deshalb war ich auch nie abgeneigt, Socken, Gutscheine und Wein zu verschenken (und geschenkt zu bekommen). Ich fand immer, dass das noch wesentlich besser ist, als irgendein Verlegenheitsgeschenk das ohnehin über kurz oder lang in den Müll wandert.

Heute kaufe ich unter diesen Gesichtspunkten auch für den Laden ein. Na klar: es muss auch mal das eine oder andere nette Deko-Stück geben aber am allerliebsten mag ich schöne, funktionale und qualitativ hochwertige Gebrauchsgegenstände. Ich habe kein Problem damit, eine Margrethe Rührschüssel, ein schönes Flairspray oder ein paar edle Gewürze zu verschenken – im Gegenteil: solche Sachen nutzt man in jedem Fall, das Geld ist gut angelegt und Schenker und Beschenkter haben nicht das peinliche Gefühl, dass hier nur aus Verpflichtung geschenkt wird. Wenn ich gar keine Idee habe, verschenke ich übrigens sehr gerne Wein oder Blumen. Ich finde, damit ist man immer auf der sicheren Seite und kann nicht viel falsch machen.

nicht nur für die eigene Küche, auch schön zu verschenken (einzeln oder im Set) sind die Gewürze von Pfeffersack & Söhne (ab 7,90 €)

Im Laden brauchte ich nicht lange zu überlegen, um ein paar nette Ideen zusammenzustellen. Ganz wichtig ist uns in diesem Jahr, auf Verpackung möglichst vollständig zu verzichten oder diese ganz minimal zu halten. Am schönsten finde ich sowieso kleine Boxen, die man wiederverwenden kann – wir haben inzwischen eine ganze Sammlung davon, die zu Geburtstagen und zu Weihnachten einfach immer wieder neu bestückt werden.

Ein paar schöne Geschenkboxen und Verpackungsideen haben wir für euch im Laden. Das Besondere: Ihr könnte jede Verpackung, die ihr bei uns gekauft habt nach Gebrauch zurückbringen, solange sie in (einigermaßen) einwandfreiem Zustand ist. Ihr bekommt dann 50% des Verpackungspreises zurückerstattet. Das gilt übrigens auch für Schleifenbänder, die bei uns gekauft wurden (ab 1m).

Die Fandler-Öle lassen sich in speziellen Geschenkrollen wunderschön verpacken - die Verpackung nehmen wir nach Gebrauch auch gerne wieder zurück.

Womit man meiner Meinung nach nie etwas falsch machen kann, sind Wein, Cognac, Whiskey & Co. Wer gerne einen guten Tropfen trinkt, wird einen qualitativ hochwertigen Wein immer zu schätzen wissen. Wer selber Wein mag, weiß, dass man sich darüber immer freut, auch wenn andere es als Verlegenheitsgeschenk empfinden – ich sehe das ganz und gar nicht so. Als ich mir selber noch keine teuren Weine leisten konnte, habe ich mich immer sehr gefreut, etwas Besonders geschenkt zu bekommen und auch heute, wo ich mir gerne selber gute Weine leiste, freue ich mich nach wie vor über eine schöne Empfehlung oder Neu-Entdeckung, weil es meine Erfahrung, meinen Geschmack und mein Repertoir nur bereichern kann.

ein wunderbares Geschenk: Gewürzlikör "Hilaritas", ganz edel verpackt, 34,00 €

Über unsere Gutscheine ist ja schon viel berichtet worden. Gerade hat eine Kundin ein komplettes Tasting gebucht und verschenkt die Gutscheine dafür zu Weihnachten. Aber auch Wertgutscheine (die Höhe kann man vollkommen frei wählen) sind ganz beliebt bei den Geschenken – wir „verpacken“ sie in kleinen WECK-Gläschen.

Gutscheine und kleine Gaumenfreuden (Zotter-Schokolade: 3,20 €)

Ein ganz beliebtes, weil einzigartiges und super hochwertiges Geschenk sind die CHROMA-Gewürzmühlen – für die Weihnachtszeit bei uns im Angebot zusammen mit einem Gewürz von Pfeffersack & Söhne nach Wahl.

Chroma-Gewürzmühle: ab 139,00 €

Ich finde, dass auch die Öle, Honig und Nüsse ganz tolle Geschenke sind – ich selber freue mich jedenfalls riesig über solche Geschenke und ich weiß von einigen Kunden, dass sie Freunden und Familie mit solchen „Kleinigkeiten“ eine Freude machen. Grade heute haben wir ein ganzes Paket mit Honig verschickt und ich weiß, dass das das Weihnachtsgeschenk für den Vater wird – eine schöne Idee, finde ich.

Olivenöl von Il Casale, ab 11,20 € // Mandeln (Fandler) 6,80 €

Ganz stolz sind wir auf unsere Weihnachtkarten, ein Direktimport aus England. Es sind Drucke von einem Illustrator, die mein Schatz entdeckt hat (die Quelle hat er nicht einmal mir verraten, so stolz ist er drauf, aber er war zumindest einverstanden, ein paar Karten für den Laden einzukaufen). Sind die Motive nicht einfach wunderbar?

very british - wunderbar... Unsere Weihnachtskarten kommen direkt aus UK, Stück 3,80 €

Unsere schönen Pyjamas aus Bio-Baumwolle bekommt ihr im Dezember automatisch in einer schönen, hochwertigen Geschenkbox mit Schleife, so dass ihr keine Verpackung braucht.

unseren schönen Pyjama in Bio-Qualität gibt es zu Weihnachten in einer verpackungssparenden Geschenkbox

Und natürlich gibt es noch viele andere schöne Geschenkideen, die ich alle gar nicht einzeln vorstellen kann. Am besten, ihr stöbert ein bisschen im Shop. Ein tolles Geschenk finde ich z.B. auch die Margrete-Rührschüsseln, allen voran die Megabowl, die ich euch immer wieder ans Herz legen kann, weil sie so unglaublich praktisch und vielseitig ist. Oder unser handgewebtes Küchenhandtuch, die schönen Seifen von Michiko, die netten Teelichthalter aus Glas oder Porzellan, die Filzuntersetzer (mit und ohne Hirsch)… – wir haben uns wirklich viel Mühe gemacht, schöne Ideen für euch zusammenzustellen.

TEXT Flairsprays von Lichtjuwel, ab 29,95 €

Und bitte denkt daran: Lasst die Verpackung weg. In den allermeisten Fällen, kann man auf Geschenkpapier wirklich verzichten. Und wenn es gar nicht anders geht, genügt oft eine einfache Banderole. Alles, was wir nach Weihnachten wieder wegschmeißen (weil es überflüssiger Plunder ist oder wir es nicht wirklich brauchen) ist eine unnötige Belastung für unsere Umwelt und dient wirklich niemandem.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine wunderschöne (Vor-)Weihnachtszeit, enspannt, ohne zu viel Stress und vor allem mit viel, viel Freude.

Liebe Grüße
eure
Cala

 

kleine Geschenke: Tellichthalter, Porzellan: 8,50 € -- Filzuntersetzer ab 1,80 € -- Teelichthalter Glas ab 1,60 €

 

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wie bestellt: Auberginenrezepte

 

Ich bin nach Auberginen-Rezepten gefragt worden und da lasse ich mich – selbst um diese Jahreszeit – nicht zweimal bitten.

Auch wenn sie thematisch tatsächlich eher in den (Spät-) Sommer gehören, bekommt man auch jetzt im Winter teilweise sehr schöne Exemplare für ganz kleines Geld – ich habe am Wochenende am Biostand auf dem Wochenmarkt gerade mal 3,95 € für das Kilo bezahlt.

Auberginen schmecken natürlich gefüllt ganz phantastisch. Man kann sie der Länge nach aufschneiden, mit Fleisch oder Käse füllen und im Ofen garen.

Auch Auberginen-Mus ist leicht zu machen und schmeckt toll zu Pasta, aber auch lecker auf Brot. Für das Grundrezept einfach eine Aubergine rundherum mit einer Gabel einstechen und für ca. 30 – 45 Minuten in den Ofen (ca. 180°) geben, bis sie weich ist und auf Druck nachgibt. Fruchtfleisch auslöffeln, grob zerkleinern und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl abschmecken.

Einer meiner „All-Time-Favourites“ ist dieses Rezept:

Geschmorte Auberginen (siehe Foto)

Aubergine waschen und den Stengel entfernen. In dicke Scheiben schneiden. Salzwasser zum Kochen bringen. Auberginenscheiben im Salzwasser ca. 20 Minuten garen. Abkühlen lassen und mit der Hand das Wasser auspressen, dann grob hacken. Tomate häuten und würfeln. Zwiebel hacken und in Ghee (Butterschmalz) anbraten. ½ Knoblauchzehe hacken und dazugeben. Gewürfelte Tomate und Aubergine dazugeben. Frische Zitronenzesten hinzugeben. Ein wenig heißes Wasser angießen und sanft schmoren lassen. Mit Salz, kräftigem schwarzen Pfeffer (ich nehme den Tellychery-Pfeffer von Pfeffersack & Söhne), Oregano, Thymian und Rosmarin würzen und etwas weiterschmoren lassen.

Wer möchte, kann Quark, Joghurt oder Frischkäse dazu essen. Was auf keinen Fall fehlen darf ist jede Menge frisches Olivenöl. Auch gehackte Petersilie schmeckt lecker dazu.

Die geschmorten Auberginen passen super zu frischen Ofenkartoffeln; ich selber mache mir auch gerne ein Zitronen-Risotto dazu.

Natürlich kann man dieses Gericht im Sommer hervorragend mit frischen Kräutern machen. Jetzt im Winter benutze ich getrocknete. In den CHROMA Gewürzmühlen lassen sie sich ganz fein vermahlen und würzen herrlich, ohne dass man auf irgendwelchen getrockneten Stielen herumkauen muss…

Calas Auberginenmus

Zutaten:
1 Auberginen
2-3 Knoblauchzehen
Zitronenzesten
Saft von einer Bio-Zitrone
Salz
Thymian (frisch oder getrocknet; ich verwende den getrockneten Thymian von Pfeffersack & Söhne)
Kreuzkümmel
sehr gutes Olivenöl

1 Aubergine waschen, rundherum mit der Gabel einstechen und im Ofen bei ca. 180° so lange garen, bis das Fruchtfleich auf Druck nachgibt (die Schale wird dann runzelig, auch das ist ein Zeichen dafür, dass das Fruchftfleisch weich genug ist). Etwas abkühlen lassen, dann das Fruchtfleisch grob aus der Schale lösen, nicht zerkleinern. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Knoblauch und Thymian mit dem Auberginen-Fruchtfleisch mischen und in ein Weck-Glas geben. Mit Olivenöl auffüllen, so dass das Fruchtfleisch bedeckt ist (das WECK-Glas nicht zu groß wählen, damit man nicht so viel Olivenöl braucht). Mit Gummiring und Klammern abdichten und mindestens über Nacht (besser 24 Stunden) in den Kühlschrank stellen. Dann Kreuzkümmel, Salz und Zitronenzesten himzugeben und ganz fein zu einer Creme pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Schmeckt sehr lecker zu Roggenbrot oder als Dipp zu (Dinkel-)Crackern. Mann kann die Creme aber auch als Gemüsebeilage essen.

Viel Spaß beim Experimentieren und
liebe Grüße
Cala

 

PS: Wenn ihr auch ein gutes Auberginen-Rezept habt, stellt es doch einfach über die Kommentar-Funktion ein. Unter allen, die ihr Auberginen-Rezept teilen, verlose ich Ende Januar eine Flasche von unserem toskanischen Olivenöl.