Alle Artikel in: Rezepte

Inspired by „Cooking for Seven“

Einer der Blogs, die ich regelmäßig besuche und lese, ist „Cooking for Seven„. Und vor ein paar Tagen hat Erica Lea diese „HONEY ROASTED PEARS“ gepostet – ihrerseits adaptiert von Sprouted Kitchen (der Thymian im Originalrezept hätte mich gereizt, ich habe aber zu spät bemerkt, dass Erica Lea ihn nicht verwendet hat). Dafür kombiniert Erica die heißen Birnen statt mit Sahne und Joghurt mit Vanilleeis – eine Kombination, der ich nicht widerstehen konnte… Gestern gab es also die honiggerösteten Birnen bei uns zum Dessert. Sie waren großartig. Würden meiner Meinung nach übrigens auch hervorragend in ein Weihnachtsmenü passen… Hier mein Rezept, das dem von Erica entspricht – bis auf die roten Walnüsse, die ich ergänzt habe: Zutaten (für 2 Portionen) 3-4 Birnen (Erica nimmt sehr reife, da ich keine allzu reifen Birnen mag, waren meine weich, aber noch nicht überreif) 2-3 TL Butter 2-3 TL Honig eine Prise Salz Mark einer mittelgroßen Vanilleschote Vanilleeis nach persönlichem Gusto 3-4 Esslöffel rote, in Honig eingelegte Walnüsse Ofen auf 200° vorheizen (Ober- und Unterhitze). Schon beim Vorheizen eine …

Herbst in Südtirol und eine wärmende Tiroler „Gerschtsupp“

Ich finde immer: Sobald die Uhren auf die Winterzeit umgestellt werden, geht es schnurstraks auf den Winter zu. Das letzte Ferienwochenende der Herbstferien haben wir deshalb in Südtirol verbracht. Die Idee war schon auf der Rückreise von unserem Sommerurlaub entstanden. Das kleine Hotel, das wir für unseren Zwischenstop in Sterzing ausgesucht hatten, hat uns im Juli so gut gefallen, das wir dort jetzt direkt einen kleinen Herbsturlaub verbracht haben (und haben für den Winter auch schon wieder gebucht…) Wir wurden so herzlich empfangen, dass es sich fast wie Heimkommen anfühlte. Außerdem hatten Waltraud und Rony geduldig all die Päckchen für uns gelagert, die im Vorfeld aus dem südlicheren Italien für uns eingetrudelt waren – wir wollten diese Option ausprobieren, um Ware von unseren italienischen Lieferanten aus de Toskana zu ordern, ohne jedesmal von Deutschland aus eine Spedition beauftragen zu müssen. Auch das hat völlig problemlos geklappt und wer uns auf Facebook liest, hat vielleicht meinen Post mit den vielen Paketen gesehen, die dann in unser Auto gewandert sind. Das Wetter war sehr gemischt und von …

Alesienne inspiriert von Arnaud Daguin

Vor unserer Reise nach Südtirol (ich berichte noch) haben Boris und ich auf Arte ganz begeistert  die Sendung „Das Glück liegt auf dem Teller“ verfolgt.  Es ging um Köche aus aller Welt, die sich um die Herkunft ihrer Produkte Gedanken machen und die eine einfache, auf das Wesentliche konzentrierte und nahe am Produkte orientierte Küche verfolgen – also genau mein Thema. Vielleicht hat der eine oder die andere von euch die Sendung auch gesehen. Besonders begeistert hat mich Arnaud Daguin (HEGIA, Frankreich), der unter anderem eine Art Gemüse-Alesienne gemacht hat – das musste ich unbedingt auch selber probieren… Zutaten (für 1 Portion) ca. 130g gemischtes Gemüse bestehend aus Aubergine Zucchini Karotte grüne Paprika Schalotten Tomaten Den Ofen auf 180° vorheizen (Ober- und Unterhitze, keine Umluft!) Gemüse waschen, gegebenenfalls schälen und in dünne Scheiben schneiden. Nacheinander so in eine Auflaufform schichten, dass es immer abwechselnd aufgefächert in der Form liegt (siehe Foto).  Mit etwas Olivenöl begießen (nicht zu viel, maximal 1-2 EL pro Portion), mit grobem Meersalz würzen und in den Ofen geben. Ca. 30 min …

Wunderbare Herbstrarität – Bucheckernöl

Vergeblich habe ich im letzten Jahr versucht, Bucheckernöl zu bekommen – diese Rarität ist immer sehr schnell ausverkauft. Dieses Jahr hat es geklappt und ich bin ganz glücklich, es endlich probieren zu können. Die Ölmühle Solling produziert jedes Jahr im Herbst unter unglaublichem Aufwand dieses eizigartige Öl. Die winzigen Bucheckern werden von Hand gesammelt, 90% kalt und 10% mild geröstet gepresst. Dabei wird übrigens penibel auf die Qualität geachten und das gepresste Öl auf etwaige Rückstände überprüft. Durch das nussig-herbe Aroma passt Bucheckernöl hervorragend zu Wintersalaten wie Endivien oder Feldsalat. Außerdem wird es zu Pilz- und Wildgerichten empfohlen. Ich persönlich mag es sehr gerne auch mit geschmortem Apfel, in Gemüsesuppen oder wie in diesem Rezept (Fotot oben): Leicht gedünsteter Spinat mit Bucheckernöl und Ziegenjoghurt Zutaten: pro Portion ca. 120g frischen Spinat ca. 80g Ziegenjoghurt frisches Meersalz 1-2 Esslöffel Bucheckernöl etwas Kokosöl zum Braten Spinat waschen und trockentupfen. Grobe Stiele entfernen. Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und den Spinat anbraten. Unter Rühren leicht zusammenfallen lassen. Inzwischen den Joghurt in einem tiefen Teller oder in einer Schüssel …

Zwetschgenkuchen ohne Zucker und ein halb gelungener Mohnstriezel

Am Wochenende haben wir bei unserer Obsfrau noch einmal ein Kilo wunderschöne Zwetschgen erstanden – sicherlich so ziemlich die letzen. Da wir außerdem am Samstag beim Dottenfelder Hof waren, hatte ich ausnahmsweise am Wochenende alles griffbereit, um einen  Zwetschgenkuchen zu machen – alles bis auf Zucker. Einmal wieder eine Gelegenheit also, Backrezepte ohne Zucker auszuprobieren. Zutaten (für zwei kleine oder eine große Springform) 20g Hefe (1/2 Würfel) 100ml Milch 200g Weizenmehl, ca. 75g Weizenschrot (ich habe das tolle Mehl vom Dottenfelder Hof in demeter-Qualität verwendet) 1 Ei 50g Butter 1 Prise Salz etwas Ghee Milch erwärmen und die Hefe darin auflösen. In der Küchenmaschine Mehl mit Ei, Salz und Butter vermengen. Milch und Hefe hinzufügen und so lange kneten, bis der Teig Blasen wirft – er sollte aber nicht zu fest werden. Zudecken und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Wieder durchkneten und erneut 15 Minuten ruhen lassen. Die Springform mit Ghee auspinseln, etwas Teig hineingeben (maximal 1,5 cm hoch) und verteilen. Ofen auf 50° vorheizen. Zwetschgen waschen, entkernen und ganz dicht …

Herbst – Calas Kürbis-Apfel-Suppe mit Ingwer

Es gibt kein Vertun: es wird eindeutig Herbst. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell die Tage dann kürzer werden und wie kalt die Abende und Nächte schon sind, selbst wenn es manchmal tagsüber ja noch angenehm warm und sonnig ist. Ich weiß, dass viele Menschen den Herbst durchaus zu schätzen wissen – für mich bedeutet er aber vor allem den Übergang in eine kalte und dunkle Zeit, die ich nicht besonders mag. Der Mangel an Licht und Wärme bekommt mir nicht und mir geht es eindeutig im Sommer besser als im Herbst und Winter. ALLES ist mir Recht, um dieser Zeit etwas Schönes abzugewinnen und natürlich sehe ich diese Dinge auch: die Farben des Laubes und des Himmels, die Fülle an frischem Obst und Gemüse auf dem Markt, die  man jetzt besonders genießen kann. Dass es wieder Kürbisse gibt gehört eindeutig zu den schönen Seiten des Herbstes und ich experimentiere gerne mit ihnen. Ich mag besonders den Hokkaido-Kürbis, nicht nur, weil man ihn nicht zu schälen braucht, sondern weil ich den Geschmack sehr …

Messevorbereitungen, Tee-Genüsse und ein erfrischender Sommersalat

Im Moment sind wir vor allem mit den Vorbereitungen für die Fitness & Business beschäftigt, wo wir am Wochenende ausstellen werden (unsere erste Messe…). Ich bin gespannt und auch ein bisschen aufgeregt – drückt die Daumen, dass alles gut klappt! Die Ware ist schon verpackt, der Stand geplant und es wird einiges zum Probieren und Kennenlernen geben. Dankbar sind wir, dass wir so viel Unterstützung bekommen haben und sogar die Möbel für den Stand geliehen bekommen. Ich freue mich richtig! Ansonsten schwelgen wir in Tee-Genüssen; Ende letzter Woche ist eine riesige Ladung Tee von Lov Organic gekommen, die ich für die Messe bestellt habe. Natürlich findet ihr die neuen Sorten auch schon in unserem Shop. Und Nachfüllpackungen für die Metalldosen gibt jetzt auch endlich, ich bin ganz happy… Besonders angetan hat es mir der Schwarze  Tee mit Rose und der Grüntee mit Jasmin. Selbstverständlich gibt es erst mal einen Einführungspreis – alle Sorten bekommt ihr im Moment bei uns für 6,50 € pro 100g. Später gleichen wir die Preise dann dem Webshop von Lov Organic …

Neustart – mein 10-Tage-Programm nach dem Urlaub

Nach einem solchen Urlaub voller kulinarischer Highlights ist auch bei mir ein Neustart erforderlich. Nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht, sondern durchaus auch was das Gewicht angeht: ich habe mir 2 kg angefuttert, die ich auf jeden Fall wieder loswerden möchte. Mir kommt zugute, dass ich ein relativ disziplinierter Mensch bin und ganz gut mit Regeln klarkomme.  Für mich ist deshalb die beste Methode, einfach Schritt für Schritt mein Leben wieder in gesunde Bahnen zu lenken. Tag 1 – Trinken, trinken, trinken Es ist wichtig, dass der Körper jetzt erst einmal entschlackt und entgiftet. Dazu ist ausreichend Flüssigkeitszufuhr notwendig. Die optimale Trinkmenge wird im Ayurveda  durch eine Faustformel, die sog. „Aqua-Formel“ berechnet: Körpergewicht x 0,03 Liter.  Das heißt für mich bei rund 50 Kilo Gewicht 1,5 Liter Wasser pro Tag. Ausreichend zu trinken fällt mir nicht immer leicht und gerade nach dem Urlaub, wo ich eher nach den Durst, als nach Mengen gegangen bin, fällt es mir besonders schwer.  Deshalb ist es für mich vorerst auch okay, wenn ich Kräutertee statt Wasser (oder zusätzlich zum Wasser) …

Mandelmilch selbst gemacht

Meine Freundin Patricia hat mir vorgestern ein Glas selbst gemachter Mandelmilch mitgebracht. Die habe ich dann am Mittwoch als Kakao zum Frühstück getrunken – lecker! So lecker, dass ich mir jetzt das Rezept habe geben lassen und selber angefangen habe, Experimente zu machen. Hier die Grundidee: 2-3 gehäufte Esslöffel Mandel 500 ml Wasser in einem leistungsstarken Mixer pürieren und danach (falls erforderlich) in einem dünnen Tuch abseihen. Heute Morgen habe ich das ganze selber ausprobiert, wobei ich die Mandeln zunächst vermahlen und dann in einem Mixer mit einem guten stillen Mineralwasser aufgeschlagen habe. Das Abseihen war nicht erforderlich. Die Milch schmeckt pur schon hervorragend, wenn man mit kaltem Wasser arbeitet, ist sie wunderbar erfrischend. Man könnte natürlich auch noch etwas Vanillemark hinzugeben. Außerdem habe ich meine Mandelmilch mit Erdbeeren püriert, das schmeckt auch toll Foto oben). Ich habe sie im Kaffee getrunken – ebenfalls wunderbar. Und meiner Variante von gestern als Kakao war auch sehr gut. Fazit: eine tolle, einweißreiche und einfach zuzubereitende Frühstücksidee – wird es jetzt öfter bei mir geben. Ich habe übrigens …

Rhabarber-„Flammkuchen“

Von Boris habe ich heute früh ein Stück Hefeteig bekommen. Während er seinen Teil  zu einem Brot verarbeitet hat, habe mein Teigstück für eine Art Flammkuchen benutzt, eher ein Versuch und spontan aus der Not heraus geboren, das Ergebnis war allerdings ganz überraschen und so toll, dass es das jetzt sicherlich öfter bei mir geben wird. Vor allem war das Ganze ideal zum Mitnehmen und da ich heute den ganzen Tag arbeite habe, war ich richtig dankbar für diese leckere Mittagspause. Und da Rhabarber zum Gemüse, nicht zum Obst, hatte ich auch meine Gemüseration wunderbar verarbeitet und habe mir zum Nachtisch noch einen Erdbeerquark gemacht. Und so geht es: Der Hefeteig 500g Weizenmehl (siehe Anmerkung unten) 1 Päckchen frische Hefe 1 Prise Zucker etwas Salz Olivenöl Ofen auf 60° C vorheizen, bei Erreichen der Temperatur ausschalten. Eine hohe Tasse zu einem Drittel mit lauwarmen (wichtig!) Wasser füllen. Darin die Hefe zusammmen mit dem Zucker verrühren. Diesen Vorteig in den ausgeschalteten Ofen stellen. In der Zwischenzeit das Mehl in eine große Schüssel sieben, in die Mitte …