Kochen um der Freude am Kochen willen – mir aus dem Herzen gesprochen….
„Kochen oder Nichtkochen ist eine folgenschwere Frage. Mir ist klar, dass ich die Angelegenheit damit ein wenig zu banal darstelle. Kochen bedeutet für verschiedene Leute zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes. Selten ist es ein Alles-oder-Nichts-Vorhaben. Wenn man nur einige wenige Tage in der Woche selber kocht, wenn man am Sonntag einige Mahlzeiten für die kommende Woche vorbereitet oder wenn man ab und zu versucht etwas zu kochen, was man sonst nur im Restaurant bekommt, dann wird selbst dieser bescheidene Akt zu einen Votum. Ein Votum für was genau? In einer Welt, in der so wenige von uns noch kochen müssen, ist es ein Protest gegen die Spezialisierung, gegen die totale Rationalisierung des Lebens, gegen das Eindringen wirtschaftlicher Interessen in den letzten Winkel unseres Lebens, Kochen um der Freude am Kochen willen, dem Kochen einen Teil unser Freizeit zu widmen, heißt, dass wir uns unabhängig von jenen Unternehmen machen, die jeden Moment unserer Leben eine Gelegenheit zum Konsum ansehen. Kochen hat nicht nur die Macht, Pflanzen und Tiere zu verwandeln, Kochen verschafft uns die im modernen Leben …
