Alle Artikel in: Cala meint

Ganz einfach zu machen: Spargel im Käsenest

Wir genießen nach wie vor die Spargelzeit, die ja traditionell am 24. Juni (Johannistag)  endet. Das hat zwei Gründe: Zum einen verlangsamt sich dann allmählich das Wachstum der Pflanze, wodurch sie noch mehr von der für die Nieren schädlichen Oxalsäure anreichert (dies gilt übrigens auch für Rhabarber, weshalb man auch bei diesem Gemüse die Ernte im Frühsommer einstellt). Zum anderen braucht die Pflanze die verbleibende Zeit, um ihre grünen, obirdischen und nadelförmigen Blätter auszubilden und dadurch genug Kraft für das kommende Jahr zu sammeln – denn nur über das Kraut kann die Spargelpflanze durch Photosynthese Energie erzeugen. Den Kreislauf des Spagelanbaus beobachte ich bei meinen Spaziergängen mit den Hunden das ganze Jahr hindurch und finde es immer wieder spannend. Leider gibt es in unserer Nähe nur konventionellen Spargelanbau und der Bio-Spargel auf dem Markt finde ich nach wie vor unerschwinglich – am vergangenen Wochenende lag das Kilo bei immerhin 16 Euro. Ab und zu gönnen wir uns das trotzdem, aber meistens kaufe ich dann doch den Spargel von den umliegenden Bauern – wir sind hier …

Mein Kochbuch des Monats: Tim Mälzers „Greenbox“

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan vom „Küchenbullen“. Ich kann dieses Jamie-Oliver-mäßig, kumpelhaft-männliche Gehabe überhaupt nicht leiden. Allerdings gehören Meinungen revidiert, wenn sie sich als überholt erweisen. In einem Podcast habe ich ein Interview mit Tim Mälzer gehört und fand ihn dort nicht nur sehr sympathisch, sondern auch sein neues Kochbuch und dessen Entstehung sehr spannend. In den letzten Wochen habe ich es endlich genauer unter die Lupe nehmen können, viel darin gestöbert und einige Rezepte ausprobiert. Tatsächlich lohnt es sich sehr, das Buch ausführlich zu lesen – es ist eine Fundgrube für klassische Rezepte und ungewöhnliche Kombinationen. Es strotzt vor Ideen und guten Tipps und kommt dabei vollkommen ohne Fleisch aus. Viele Rezepte sind sogar vegan. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Eiweiße mischen möchte, kann die meisten Rezepte wunderbar abwandeln. Und auch wer auf tierische Produkte ganz verzichten will, findet hier viele Anregungen. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass es viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt, z.B. für die Verarbeitung von Artischocken oder wie man Sommerrollen aus Reispapier wickelt. Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, …

Nochmal Südtirol: Spaziergang ins Jaufental und ein Abend im Pretzhof

Auch wenn ich jetzt mit dem Schreiben eine längere Pause gemacht habe (ich war mit den Vorbereitungen für den Themenabend am Freitag beschäftigt), möchte ich euch den Rest unseres Südtirol-Urlaubs nicht vorenthalten. Am Samstag, dem letzten Tag vor unserer Abreise war das Wetter endlich doch mal gut genug, dass man einen längeren Spaziergang einplanen konnte… Wir sind mit den Hunden von Gasteig aus ein Stück ins Jaufental  Richtung Außertal gelaufen. Seni und Anny waren überglücklich und man merkt richtig , wie wohl sie sich in dieser Gegend fühlen  – sie bekommen gar nicht genug… Und auch wir können uns gar nicht satt sehen an der Natur –  egal wo man hinsieht, alles wirkt wie ein absolut perfektes Kunstwerk… Wir hätten noch stundenlang weiter laufen können, vor allem weil es tatsächlich endlich einmal nicht regnete… Nach so viel frischer Luft (und allmählich wieder schlechterem Wetter) haben wir es uns dann aber schließlich doch in unserem Lieblingscafé in Sterzing gemütlich gemacht und ein paar Einkäufe erledigt. Für den Abend hatten wir eine Reservierung im Pretzhof – für …

Müde Hunde, Bio-Gärtnerei Bartgaishof, sehr viel Regen und eine Stippvisite bei der „Knödelkönigin“

Seit gestern sind wir zurück aus Südtirol, aber es gibt noch einiges zu berichten und zu zeigen. Der Wettergott war uns ja diesmal leider nicht so wohl gesonnen und die so sehr erhoffte Sonne haben wir nur ganz selten zu Gesicht bekommen. Trotzdem haben wir das beste aus den Tagen gemacht und versucht, die Zeit trotz allem zu genießen. Am Freitag haben wir die Bio-Gärtnerei Bartgaishof in Vahrn besucht (Salernerstr 24, Tel. 0472-801408), die als sozial-psychotherapeutische Reha-Einrichtung an ein Krankenhaus angeschlossen ist und zum Bioland-Verband gehört (alle Produkte sind zertifiziert). Wie bei uns in Deutschland, gibt es auch in Italien viele Bio-Projekte, die Wiedereingliederungsmaßnahmen fördern. So gibt es auf dem Bartgaishof neben einer Gärtnerei auch eine Töpferei und Koch- und Wohntrainings für psychisch kranken Menschen. Sehr nett wurden wir in der Gärtnerei nicht nur vom Leiter, Paul Pramstaller, empfangen, sondern auch von seinen Mitarbeitern, die sich mit viel Geduld (und obwohl wir nach umständlicher Suche erst kurz vor Geschäftsschluss eintrafen) unseren Fragen und Wünschen gewidmet haben. In der Gärtnerei selbst fanden wir eine Fülle interessanter …

immer wieder Südtirol… (und diesmal auch ein bisschen München)

Wieder einmal sind wir in Südtirol – und total glücklich. Trotz Regen und verhangenem Himmel geht es uns rundum gut und wir lassen uns einfach durch den Tag treiben. Weil unsere Urlaube manchmal sehr kurz sind, ist es mir wichtig, schon die Reise selbst als Urlaub zu genießen und das heißt für uns, dass wir – auch den Hunden zuliebe – viele Zwischenstationen machen und uns schöne Orte zum Verweilen suchen. Da das Wetter gestern noch so schön war und wir wussten, dass uns schlechteres Wetter erwartet, haben wir diesmal in München lange Zwischenstation gemacht und sind durch den englischen Garten geschlendert, wo jetzt alles herrlich grünt und blüht. Wegen des Feiertages war natürlich eine Menge los, aber dafür war auch die Atmosphäre toll – ich finde die Münchner ja insgesamt wunderbar unanstrengend und entspannt, gerade an solchen Orten. Das Mittagessen haben wir ausfallen lassen und waren statt dessen im Café Luitpold, das ich schon im Dezember besuchen wollte (da hatte es geschlossen). Ich muss allerdings sagen, dass ich ein bischen enttäuscht war. Zwar finde …

Aronia, Tofu & das Warten auf den Sommer

Sehnt ihr euch auch so sehr nach dem Sommer? Ich bin ganz unglücklich, dass der Frühling immer nur eine Stippvisite bei uns macht – ich kann den grauen Himmel nicht mehr sehen… Unterdessen blüht vor meinem Küchenfenster die Magnolie unbeschreiblich schön. Weil unser Vorgarten nicht ganz so viel Sonne abbekommt, blüht sie immer etwas zeitversetzt und ich genieße ihre Schönheit, wenn die Magnolien in der Nachbarschaft die Blüten schon wieder verlieren. Jedes Jahr hoffe ich, dass die Magnolienblüte von Sonnenschein begleitet ist, um mal eine Fotoserie zu machen, aber bis auf ein paar Sonnenstunden, war auch diesmal das Wetter zu trüb… Rezeptmäßig habe ich in den letzten Tagen vor allem mit unseren neuen Aronia-Produkten experimentiert – und in diesem Zusammenhang sogar meine Abneigung gegen Seidentofu ein bisschen revidiert… Boris Aronia-Tofu-Shake (vegan) Ich weiß, dass viele Menschen Seidetofu sehr gern mögen – an mich geht er aber so gar nicht. Alle Versuche bisher sind gescheitert. Deshalb war ich zunächst auch sehr skeptisch, als Boris mir von seinem veganen „Milchshake“ vorschwärmte. Aber ich muss sagen, das Rezept …

Was tun mit… …Pecorino?

Wenn wir Pecorino aus Italien bekommen können, sind wir selig – und auch einige unserer Kunden warten immer sehnsüchtig darauf. Im Moment sind wir durch drei Lieferungen (und eine große Portion Glück) sehr gut bestückt – Grund genug, einmal ein paar Anregungen für Rezepte zu geben. Der echte Pecorino ist ein reiner Schafskäse und wird in der biologischen Landwirtschaft vor allem im Frühjahr aus Rohmilch gemacht, wenn die Schafe gelammt haben und es viel Milch gibt. Leider werden Schafs- und Ziegenprodukte ja auch bei uns immer beliebter, so dass die Massentierhaltung auch hier längst Einzug gehalten hat – idyllische Schaafherden gibt es wohl tatsächlich nur noch in der biologischen Landwirtschaft – achtet also bitte unbedingt darauf, wo ihr kauft und seht den Käse als das, was er ist: ein einzigartiges Lebensmittel, das unsere Wertschätzung verdient. Unser Pecorino kommt von Podere Il Casale in der Toskana – aus einer Region, in der es weit und breit keinen nennenswerten Verkehr und keine Industrie gibt. Das Val d’Orcia gehört nicht umsonst inzwischen zum UNESCO Weltnaturerbe. Ulisse hat dort …

Maldon Sea Salt & schon wieder ein Rote-Beete-Rezept

Ich weiß nicht, wer von euch im Moment die neue Staffel der „kulinarischen Abenteuer“ von Sarah Wiener auf arte verfolgt, aber ich war doch sehr angetan, als ich in der letzten Folge vom 19. April „unser“ Maldon Sea Salt  entdeckte, das im Moment ja auch eines meiner absoluten Salz-Favoriten ist. Überhaupt schwärme ich zur Zeit für die verschiedenen Salze (auch Pfeffersack & Söhne haben ihr Sortiment massiv erweitert, dazu aber ein andermal mehr). Ich habe also erfreut zur Kenntnis genommen, dass auch Sarah Wiener die englischen Salz-Flakes liebt, die  nicht von ungefähr in manchen Kreisen als das beste Salz der Welt gelten. Sie werden an der Küste von Essex gewonnen. Durch die Flut landet das Salzwasser des Blackwater-River in großen Mengen im Marschland, wo es durch natürliche Prozesse gefiltert wird – ein Jahrtausende altes Ökosystem.  Schon die Römer haben hier Salz abgebaut. Seit 1882 produziert ein kleiner Familienbetrieb, die „Maldon Crystal Salt Company“, die Salzflakes, die von den Luxusrestaurants der Welt berühmt gemacht wurden –  die Verfügbarkeit ist durch die Herstellungsbedingungen begrenzt, wodurch das Salz …

Die Gewinner unsere Osteraktion und die (Rezept-)Tipps von Frau Gonder

Gestern waren wir den ganzen Tag in Stuttgart auf der Slow-Food-Messe „Markt des guten Geschmacks“ und sind sehr begeistert, ziemlich müde und randvoll beladen heimgekehrt – ich werde noch berichten! Inzwischen haben wir aber auch die Gewinner unserer Oster-Aktion ausgelost. Über ein „Kokospaket“ mit jeweils einem Buchset vom (bereitgestellt vom systemed Verlag) und einem Kokosöl (bereitgestellt von der Ölmühle Solling) dürfen sich Doris G., Stefan S. und Marina H. freuen. Herzlichen Glückwunsch und noch mal vielen Dank für eure lieben Kommentaren und Mails! Auch Frau Gonder noch mal vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und der Ölmühle Solling und dem Systemed-Verlag für die Unterstützung und die Bereitstellung der Give-Aways. Letze Woche habe ich auch in Ruhe die wunderbaren Rezept-Tips von Frau Gonder (siehe hier) ausprobiert. Habt ihr die Rezepte auch schon getestet? Besonders gefreut habe ich mich über das ungewöhnliche Rote-Beete-Rezept. Ich bin ja (im Gegensatz zu Boris) absolut kein Rote-Beete-Fan (schon gar nicht im Rohzustand) und bin deshalb auch immer dankbar für Rezept-Tips, um die gesunden Knollen wirklich regelmäßig in die Ernährung zu integrieren. …

Manchmal ist es ganz einfach…

Am Dienstag gab es die erste grüne Soße bei uns. Ich war erstaunt und froh, dass trotz der schlechten Ernten der angekündigte Lieferengpass offenbar ausgeblieben ist, auch der Preis ist (im Gegensatz zum Spargel…) stabil geblieben. So habe ich am Dienstag also ein wunderschönes Päckchen frische Kräuter für Grüne Soße auf dem Wochenmarkt ergattert. Weil ich noch eine Flasche Sauermilch im Kühlschrank hatte, habe ich die gehackten Kräuter (unbedingt gründlich waschen!) ganz unspektakulär einfach mit der Sauermilch verrührt und war überrascht, wie lecker das ist. Ich habe viel gesundes Leinöl dazugegeben und mit weißem Pfeffer (momentan mein Lieblingspfeffer) und Meersalz gewürzt. Wir haben dann zum Abendessen zwei große Gläser ausgelöffelt  und dazu Pellkartoffeln gegessen – wunderbar! Die Grüne Soße hat dabei jeder von uns  nach eigenem Gusto noch mit Meerrettich– bzw. Senföl verfeinert. Auf Zwiebeln verzichte ich in der Grünen Soße übrigens bewusst ganz gern, weil ich rohe Zwiebeln leider immer noch sehr schlecht vertrage. Einen Teil der Kräuter habe ich abgezwackt und benutzt, um mir für mein Frühstück am Mittwoch einen Kräuterquark vorzubereiten – …