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Der Laden im August

Apotheker-Gefäße: 18,00 €, Kerzen groß: 7,50 €, klein: 4,50 €, Glas-Kübel: 3,50 € (nicht über den online-Shop erhältlich), WECK-Gläser: 1,50 €, Seifen (Michiko/Hambug): 2,50 € // Silber und Bücher: privat, Seesterne, Muscheln, Deko: privat

Endlich ist wieder ein großer Schritt gemacht: seit gestern ist unser online-Shop freigeschaltet (über die Menüleiste oben zu erreichen). (Fast) alle Waren, die wir im Laden haben, sind jetzt eingepflegt – es ist aber noch nicht allzu viel da, wir warten noch auf einige Lieferungen, die aber erst im September eintreffen werden.

Apothekergefäße, alt, Stück 18,00 €

Aus einer Apothekenauflösung haben wir wunderschöne Keramikgefäße erstanden und da ich selber schon eine ganze Sammlung davon besitze (ich liebe diese herrlich dekorativen Allround-Talente), sind diese hier für euch.

In 2 Größen habe ich tolle, hellblaue Kerzen eingekauft, damit wir wenigstens farblich ein bisschen an den Sommer erinnert werden – ihr seht sie auf dem Bild ganz oben. Die kleinere Größe passt übrigens prima in die Glas-Kübel (siehe unten).

Naturseifen von Michiko Hamburg, Sorten Grapefruit & Rosmarin, Olive und Amyris, Stück 2,50 €

Von Michiko, einer ganz kleinen Seifenmanufaktur aus Hamburg, haben wir herrlich duftende Naturseifen eingekauft, in die ich mich sofort verliebt habe. Sie werden in Handarbeit hergestellt und sind auch wunderschön zum Verschenken.
Außerdem habe ich schöne, ganz schlichte und wunderbar robuste Glas-Kübel für euch, die man ganz vielseitig nutzen kann (als Vasen, Windlichter, für Salate und Brot, für Krimskrams und Fundstücke…). Diese Kübel können aber nur direkt im Laden gekauft werden, sie sind im Web-Shop nicht erhältlich, weil wir sie nicht verschicken können – die Bruch-Gefahr wäre einfach zu groß. Ihr seht sie oben auf dem Foto ganz hinten auf dem Tisch.

Und last but not least habe ich natürlich eine große Menge WECK-Gläser in meiner Lieblingsgröße bestellt, für alle, die meine WECK-Glas-Rezepte ausprobieren möchten und keine Gläser haben – ihr bekommt sie jetzt einzeln bei uns im Shop.

In Zukunft wird es so sein, dass wir ein festes Food-Sortiment haben werden. Ende August/Anfang September kommt der tolle Bio-Honig von Neber (Steiermark) – die Ernte 2011 wird gerade abgefüllt. Zusammen mit dem Bio-Rotwein aus der Toskana kommt auch das sensationelle Bio-Olivenöl von „Podere Il Casale“, das wir nach langem Ringen nun tatsächlich offiziell importieren dürfen. Wir sind aber mit dem bisher einzigen deutschen Anbieter so verblieben, dass wir das Öl nicht über unseren Webshop vertreiben werden, sondern nur auf Anfrage – ihr könnt einfach mailen (shop@cala-kocht.de) oder bei einer Bestellung über den Webshop als Bemerkung dazuschreiben, dass ihr auch Öl haben wollt. Ich denke, das wird sich schon einspielen. Vor Ort im Laden ist das Öl dann natürlich auch immer da. Die Flasche mit 500 ml kostet 11,20 €.

Olivenöl, Podere Il Casale, 500 ml 11,20 €

Ich schätze, dass Öl und Wein Ende August/Anfang September hier sein werden, es ist alles bestellt, wir suchen nur noch nach dem sinnvollsten Transportweg. Vorbestellungen für das Olivenöl nehme ich aber gerne schon entgegen, im Moment haben wir ja noch Einfluss auf die Liefermengen. Außerdem verhandle ich gerade mit einem Anbieter für hochwertigste Gewürze in Bio-Qualität – ich möchte aber noch keinen Namen nennen, lasst euch überraschen! Ich hoffe, dass wir bereits bei unserem Wein- und Öl-Tasting am 20. August das Geheimnis lüften können und die Gewürze hier haben werden – drückt die Daumen! Sie sind nicht nur von erstklassiger Qualität, sondern kommen auch in wunderschönen Gefäßen, so dass sie auch ein ideales Geschenk sind, dem man die Wertigkeit ansieht. Wein, Honig und Gewürze werden selbstverständlich auch über den online-Shop erhältlich sein, wir stellen die Lebensmittel aber erst ein, wenn wir sie tatsächlich hier haben.

Das Sortiment der Non-Food-Artikel wird immer wechseln, ich bin grade dabei, Kontakte zu knüpfen und werde mit ganz ausgesuchten kleinen Manufakturen zusammenarbeiten, immer limitierte Auflagen haben, eigene Serien produzieren oder nur kleine Stückzahlen einkaufen. Mit machen Anbietern werden wir auch dauerhaft zusammenarbeiten, wenn euch die Produkte gefallen. Bei vielen Produkten (z.B. bei kleinen Wäsche-Serien) wird es aber keine Möglichkeit der Nachbestellung geben, weil die Kollektionen limitiert sind, so dass es dann auch gilt, schnell zu sein, wenn euch ein Produkt gefällt. Aber ich denke, das macht die Sache auch ein bisschen spannend und man kann sicher sein, etwas Außergewöhnliches zu bekommen. Es wird alos einige Produkte geben, die ihr über einen längeren Zeitraum in gleicher oder wechselnder Form immer wieder bei uns bekommt und andere, die nur für eine kurze Zeit erhältlich sind. Ich habe vor, das Angebot immer monatlich zu aktualisieren und farblich und inhaltlich dem Wechsel der Jahreszeiten und unseren Stimmungen anzupassen. Ich bemühe mich sehr, auch hier möglichst Bio-Produkte anzubieten und fair einzukaufen, weshalb es bei mir auch keine Dumping-Preise geben wird. Ich bin überzeugt davon, dass ein gutes Produkt zu Recht seinen Preis hat, den es wert ist. Und ich persönlich zahle lieber einen höheren Preis für ein Produkt, das mit Liebe und Sorgfalt hergestellt wird, anstatt mit Massenprodukten Geld zu sparen. Ich bin halt persönlich davon überzeugt, dass unsere Welt nur eine Chance hat, wenn wir von dem Prinzip wegkommen, immer mehr für immer weniger Geld besitzen zu wollen und uns statt dessen wieder auf Werte wie Beständigkeit und Nachhaltigkeit besinnen. Auf jeden Fall werde ihr bei mir immer Sachen finden, die ich selber mag und verwenden würde.

Das eine oder andere Produkt werde ich im Laufe eines Monats auch immer noch einmal im Blog näher vorstellen und beschreiben und ggf. auch zeigen, wie man es verwenden oder einsetzen kann.

Dann kann man auch mal eine Hintergrundgeschichte erzählen, oder zeigen, wie die Dinge hergestellt werden, so dass ein persönlicher Bezug möglich wird und die Dinge Charakter bekommen. Ich freue mich sehr darauf!

In diesem Sinne viel Spaß beim Stöbern und
viele liebe Grüße

Cala

PS: Wer regelmäßig über unsere Angebote informiert werden möchte, kann entweder bei Facebook Fan unserer Seite werden (nach „cala kocht“ suchen) oder sich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen (bitte Nachricht an info@cala-kocht.de)

 

Neues aus dem WECK-Glas

Ich experimentiere im Moment fast täglich mit dem Kochen, Garen & Backen im WECK-Glas. WECK kann nämlich nicht nur süß, sondern auch deftig. Funktioniert einfach hervorragend und ich bin total begeistert.

Das Entscheidende scheint zu sein, dass die Gläser, die ich benutze verhältnismäßig klein sind. Ich benutze das „1/4-Liter Sturz-Glas Rundrand 100 von WECK“. Es reicht genau für eine Portion, somit füllt das Gargut das Glas fast komplett aus. Wenn man größere Mengen zubereiten will, oder für mehrere Personen kocht, kann man das entweder in größeren Gläsern tun, oder man verwendet mehrere von den kleinen Gläsern. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass zwischen Gargut und Topf nicht zu viel Luft sein darf – umso weniger Platz im Glas ist desto eher „schmort“ das Gargut im eigenen Saft und umso intensiver wird der Geschmack.

Da meine Rezept ja ohnehin auf eine Person zugeschnitten sind (ich gehe von mir selbst aus und davon, dass ich unter der Woche meist nur für mich alleine koche), ist die Methode für mich ideal. Von euren Zuschriften und Kommentaren weiß ich, dass inzwischen viele die Methode auch ausprobiert haben oder damit experimentieren, deshalb hier noch mal einige meiner Lieblingskreationen.

Die Gläser habe ich inzwischen übrigens in einer größeren Stückzahl bestellt – ihr bekommt sie einzeln bei mir im Webshop (hoffentlich ab morgen online…), so dass niemand einen ganzen Karton kaufen muss. Ihr könnt mir aber auch einfach eine E-Mail schicken an info@cala-kocht.de. Die Gläser kosten bei mir mit Deckel pro Stück 1,80 €, wer möchte kann separat dazu Klammern und Gummiringe bestellen (Set aus Gummiring und 2 Klammern kostet 0,30 €). Ich verwende die Gläser grundsätzlich ohne Klammern, nur ab und zu ist es vorteilhaft, wenn man den Deckel fixieren kann. Die Gummiringe habe ich noch nie benutzt, sie ermöglichen einen luftdichten Abschluss des Glases (z.B. beim Einkochen), sind aber sicherlich für das Garen in Ofen nicht geeignet (und auch nicht erforderlich).

Mit Ricotta gefüllte Paprika

1 kleine rote Paprika waschen, den Deckel abschneiden (aufheben), Kerne entfernen und in ein WECK-Glas geben. Ricotta würfeln und in die Paprika füllen.

Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, getrocknetem Salbei und Rosmarin würzen.

Statt des natürlichen Paprika-Deckels den Glasdeckel des WECK-Glases aufsetzen und bei 185° für ca. 30 Minuten in den Ofen geben. Achtung: Der Glasdeckel sollte wirklich ganz fest aufliegen, sonst entwickelt sich nicht genügend Feuchtigkeit, um die Paprika zu garen. Zur Not – falls die Paprika zu groß und dadurch ein bisschen widerspenstig ist – entweder die Ränder abschneiden oder die Metallklammern benutzen, um den Deckel zu fixieren.

Der eigentliche Garprozess beginnt, wenn es im Glas zu brodeln beginnt. Die Paprika wird im Ofen butterzart und die Gewürze entfalten ein herrliches Aroma.

Vor dem Servieren die Paprika noch einmal mit dem eigenen Saft von oben begießen und mit einem erstklassigen Olivenöl beträufeln. Zum Servieren kann man den richtigen Deckel wieder auf die Paprika setzen, oder damit den Teller dekorieren.

Dieses Gericht müsste eigentlich auch super mit Tofu oder Frischkäse funktionieren.

Als Beilage eignen sich Kartoffeln (kann man parallel im WECK-Glas zubereiten, siehe unten) oder Reis.

Kartoffeln

Kartoffeln habe ich bisher in zwei Varianten zubereitet: im Ganzen (dazu habe ich die kleinen „Pellis“ benutzt) und in Scheiben geschnitten. Man gibt die Kartoffeln ins Glas, würzt sie nach Wunsch – ich verwende am liebsten Salz und Rosmarin –, setzt den Glasdeckel auf und gart sie wie gehabt.

Tomate(n)

Tomaten gebe ich ganz oder geschnitten ins Glas. Toll eignen sich die „Ochsenherz“-Tomaten, wenn man das Glück hat, ein kleineres Exemplar zu erstehen. Tomaten ohne Flüssigkeit ins Glas geben, salzen, pfeffern und ggf. mit Kräutern würzen. Dann den Glasdeckel aufsetzen und ab in den Ofen.

(Wald-)Pilze

Pilze kleinschneiden und mit Kräutern (Rosmarin) und Salz ins Glas geben. Eventuell etwas Öl dazugeben. Garen wie gehabt. Müsste auch toll mit ganzen kleinen Champignons schmecken – dann aber ohne Öl (erst vorm Servieren mit einem sehr guten Olivenöl beträufeln).

Weiterhin viel Spaß beim Ausprobieren & Nachkochen und
viele liebe Grüße
Cala

 

 

Wunderbare Weck-Gläser

Mit Johannisbeeren fing es an. Die hatte ich letzen Samstag irgendwie im Überfluss gekauft und mochte sie dann roh nicht essen. Also habe ich sie gewaschen (die Beeren lassen sich ganz leicht mit einer Gabel von den Rispen entfernen), in ein Weck-Glas gepackt und in den Ofen gestellt (ca. 180° C).

Und siehe da: nach gar nicht allzu langer Zeit begann es fein zu brodeln. Ich ließ die Beeren schmoren, bis sie schön weich geworden waren und viel Fruchtsaft abgegeben hatten. Das Ergebnis war extrem lecker – ich habe die Johannisbeeren abkühlen lassen, bis sie nur noch leicht warm waren und dann einfach pur aus dem Glas gelöffelt.

Jetzt war mein Forschergeist geweckt und ich habe dasselbe mit Pflaumen, Kirschen, Blaubeeren und Äpfeln durchexerziert – genial. Wer gesund essen will, kann sich so aus puren Mono-Früchten ohne jeden Aufwand einen wirklich leckeren Nachtisch zaubern, der auch ideal ist, wenn man Gäste bewirten will.

Zwischendurch habe ich dann auch mal die Reste von meinen Tarte-Teig aus dem Gefrierfach geholt (siehe meinen Post zu „Ed Browns Erdbeertarte“) und vorm Backen auf den Früchten verteilt, auf diese Weise bekommt man im Handumdrehen einen klassischen Crumble. Man kann es aber auch  einfach haben, und einen grob zerkleinerten Haferkeks in die warmen Früchte rühren – schmeckt wunderbar.

Als herzhafte Variante habe ich auf die gleiche Weise rote Zwiebeln im Glas geschmort – phantastisch und so lecker, dass sie es nicht mal als Beilage auf den Teller geschafft haben: auch die habe ich direkt aus dem Glas gelöffelt…

Viel Spaß beim Ausprobieren, ich bin sehr gespannt auf eure Experimente!

Liebe Grüße
Cala

PS: Für alle, die die Weck-Gläser nicht kartonweise kaufen möchten (http://www.shop-weck.de/shopindex.htm), habe ich ab Montag einzelne Weck-Gläser im Laden und im Shop.

 

Pasta mit Staudensellerie und sardischen Kapern


In dem kleinen Restaurant „A Gambe di Gatto“ in Montelpulciano hatte ich Pasta mit Staudensellerie und Kapern gegessen und war total begeistert – vielleicht erinnert ihr euch an meinen Post. Dort habe ich auch diese wunderbaren sardischen Kapern erstanden, die wirklich ein Traum sind.

Am Wochenende habe ich die Pasta nachgekocht – wir haben es geliebt!

So habe ich es gemacht:

Staudensellerie waschen und diagonal in feine Streifen schneiden. Schale von einer Bio-Zitrone schälen und hacken. Kapern eventuell ein paar Minuten wässern, dann hacken.

Staudensellerie in Ghee anbraten. Gehackte Zitronenschale dazugeben, leicht (!) salzen und pfeffern. Da die Kapern sehr salzig sind, muss man mit Salz sparsam sein, so lange die Kapern noch nicht untergemischt sind.

Wasser angießen und eine Weile schmoren lassen, der Sellerie sollte aber noch leicht bissfest sein. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Nach Geschmack 1-2 Esslöffel sehr gutes Olivenöl (wir essen praktisch nur noch das Olivenöl von Il Casale) unterrühren und die Kapern unterheben. Nach Zugabe der Kapern eventuell noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse passt hervorragend zu Pasta (wir haben unsere toskanischen „Pici“ dazu gemacht), ist aber auch sehr lecker zu Ricotta oder zu einem anderen schnittfesten, milden Frischkäse. Ich könnte mir auch Ziegenkäse sehr gut dazu vorstellen.

Unbedingt probieren!

Liebe Grüße
Cala

ein Nachmittag mit Bio-Produkten aus der Toskana

Vielen lieben Dank für eure Besuche gestern, das war nett! Wir hatten in unserer Garage behelfsmäßig eine kleine „Toskana-Ecke“ aufgebaut und erfreulicherweise hat ja auch das Wetter mitgespielt… Das war ein schöner Nachmittag bzw. Abend mit anregenden Gesprächen übers Essen und Trinken in der Toskana und anderswo. Hat uns richtig Spaß gemacht! Nun sind alle Lebensmittel erst mal wieder ordnungsgemäß im Vorratskeller verstaut, weil ich sie in der Garage nicht dauerhaft lagern kann, aber wir arbeiten daran, eine Präsentationsmöglichkeit zu schaffen, die wir nicht dauernd auf- und abbauen müssen.

Eine Freundin hatte mich heute Morgen angemailt und gebeten, eine Übersicht zu machen, über die „Reste“, die jetzt noch da sind, das mache ich gern:

Wir haben noch

2 Flaschen Olivenöl von Il Casale à 11,20 €*
1 Flasche Thymian-Honig-Essig à 9,80 € (250 ml)
1 Flasche Apfelessig von Fontecornino à 6,20 € (750 ml)
1 Packung weiße Bohnen (Fagioli) – je 500g à 5,40 €
2 Packungen Kichererbsen – je 500g à 4,60 €
1 Glas in Salz eingelegte Kapern aus Sardinien à 9,80 € (50g)
1 Glas Pflaumenmus – reine Frucht ohne Zucker à 4,90 € (400g)
1 Glas Feigenmus – reine Frucht ohne Zucker à 4,90 € (400g)
Gelees (begleitend zu Käse, Fleisch und Gemüse) von LaBandita**, je 106g à 4,20 €
Ich habe noch jeweils 1 Glas von den folgenden Sorten:
Birne & Grappa, rote Zwiebeln, Wein-Aspik, rote Paprika, gelbe Paprika, Rosmarin-Aspik und Sellerie

* der ursprünglich angegebenes Preis von 9,50 € war falsch, da wir für die Flaschenabfüllung einen höheren Preis bezahlen mussten
** Achtung: La Bandita ist (noch) nicht bio-zertifiziert, sie haben die Zertifizierung aber beantragt.

Bei Interesse könnt ihr einfach eine Mail an mich schicken: info@calas-welt.de

Außerdem sind wir im Moment dabei, nach Möglichkeiten zu suchen, einzelne Bio-Produkte aus der Toskana dauerhaft zu importieren – drückt die Daumen, dass es klappt, ich halte euch auf dem laufenden!

Liebe Grüße
Cala

Fagioli (weiße Bohnen)

Natürlich will ich im Moment alles ausprobieren, was ich aus der Toskana mitgebracht habe. Heute habe ich die weißen Bohnen zubereitet und war restlos begeistert. Ich weiß nicht ,ob das reines Wunschdenken ist, aber ich bilde mir ein, dass die Bohnen aus der Toskana viel besser schmecken als die Biobohnen, die ich hier gekauft habe – ich habe übrigens noch mal auf die Packungen geschaut: restlos alle Hülsenfrüchte aus dem Bioladen (bis auf ein paar kanadische Linsen) stammen aus der Türkei… Ich weiß jetzt schon, dass ich versuchen werde, Nachschub aus der Toskana zu bekommen, ich weiß nur noch nicht genau, wie…

Hier, was ich aus den Bohnen gemacht habe:

Eiweiß: weiße Bohnen (getrocknet)
Gemüse: rote Zwiebeln, Tomaten
außerdem: Rosmarin, Salbei (geröstet), frischen Knoblauch, Zitronenzesten, Salz & Pfeffer aus der Mühle, Ghee (Butterschmalz)

Die Bohnen werden gewaschen und über Nacht (mindestens 12 Stunden) in Wasser eingeweicht. Dann in frischem, leicht gesalzenem Wasser entweder nach Packungsanweisung oder bis zur gewünschten Konsistenz kochen.

Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in etwas Ghee anbraten. Knoblauch fein hacken und dazugeben. Bohnen hinzufügen und ebenfalls anbraten. Die Tomaten häuten und zu den Bohnen geben. Zitronenzesten, Rosmarin und etwas Wasser hinzugeben und gut durchschmoren, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Dann mit Salz & Pfeffer würzen. Auf einem Teller anrichten und mit geröstetem Salbei bestreuen. Nach Wunsch mit Olivenöl servieren.

Dazu schmeckt ein grüner Salat: ich mache meinen neuerdings mit geriebenem Knoblauch – auch eine Anregung aus der Toskana. Dazu schmecke ich den Salat – im Moment liebe ich in feine Steifen geschnittenen Romana-Salat – erst ganz normal mit Öl (Kernöl ist klasse!), Salz und Pfeffer ab. Zum Schluss gebe ich eine Mischung aus Zitronensaft, Olivenöl und geriebenem frischen Knoblauch darüber…

Toskanischer Reissalat

Erinnert ihr euch an Karins Reissalat? Hier kommt meine erste eigene Variante davon – super lecker!

Eiweiß: Peccorino, Feta- oder Bergkäse in kleinen Würfeln
Gemüse: nach Wunsch – in Würfel oder feine Streifen geschnitten
außerdem: etwas kalten Reis, Olivenöl, Zitronensaft, Kapern und/oder Oliven,
frische Basilikum- und Salbeiblätter, Salz, Pfeffer

Ich habe diese Version mit Auberginen, Roter Beete, roten Zwiebeln und Tomaten gemacht – im Prinzip ist man aber vollkommen frei in der Auswahl der Gemüse, wobei ich denke, dass Auberginen und Tomaten ziemlich ideal sind.

Die Auberginen habe ich in Scheiben geschnitten und im Ofen gegart (man kann sie vorher mit einer Mischung aus Olivenöl und Knoblauch bestreichen, muss man aber nicht). Nach dem Garen habe ich sie in kleine Würfel geschnitten.

Die Rote Beete (ich hatte noch wunderschöne aus dem Bioladen in Montepulciano) habe ich nach Ed Browns Rezept mit der Schale im Ofen gegart und sie erst später geschält, das klappt prima. Die roten Zwiebeln habe ich in Würfel geschnitten und in Ghee leicht angebraten. Auch die Salbeiblätter habe ich in etwas Ghee knusprig angebraten – das dauert eine Weile, deshalb bereite ich immer eine größere Menge davon zu, die ich dann für verschiedene Gerichte verwende.

Den Basilikum habe ich in feine Streifen geschnitten und roh verwendet, die Kapern fein gehackt – da ich die in Salz konservierten Kapern aus Sardinien verwende (genial!), habe ich sie vorher etwa eine Viertelstunde gewässert. Das klein geschnittene Gemüse wird mit dem kalten Reis gemischt und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und den Kräutern abgeschmeckt. Zum Schluss die Käsewürfel unterheben – wenn man sehr salzige Käsesorten verwendet, sollte man den Salat erst nach dem Zufügen des Käses salzen.

Der Reissalat schmeckt herrlich frisch, ist leicht zuzubereiten und ist auch hervorragend zum Mitnehmen geeignet – unbedingt ausprobieren! Ich freue mich schon darauf, eine Variante mit Staudensellerie und Fenchel zu machen.

Wer aus Gesundheitsgründen keinen oder nur wenig Reis essen darf oder will, kann entweder die Reismenge erheblich reduzieren, oder den Salat nur mit Gemüse zubereiten – wobei ich dann ein bisschen mit den Käsesorten experimentieren würde um herauszufinden, was am besten passt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und

liebe Grüße
Cala

Ed Browns Erdbeertarte

Um frisches Obst und Gemüse für Zuhause zu haben, machen wir vor unserer Abreise aus Montepulcinao noch einen Großeinkauf im Bioladen. Ich bin wie immer hin und weg von dem Angebot, vor allem von der enormen Frische – es gibt nur ganz wenig von allem, aber was es gibt ist sichtbar tagesfrisch und kommt direkt von den Bauern der Umgegend. Ergänzt wird das Angebot durch Käse, Wurstwaren, Hülsenfrüchte, Reis und Pasta, so dass am Ende wirklich alles da ist, was gebraucht wird – komplett von regionalen Produzenten. Oh gäbe es doch nur etwas halbwegs Vergleichbares bei uns…

Sicherlich muss man ganz klar sagen, dass die Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse in der Toskana natürlich ganz andere sind als bei uns: Man schmeckt die Reife der Produkte und die Sonne unter der sie wachsen.

Unter anderem habe ich eine Schale traumhafter Erdbeeren mit nach Haus gebracht, und da ich ohnehin in der Küche mit Kneten und Rühren beschäftigt bin, weil ich Karins Sauerteig-Ansatz gleich verarbeiten möchte, um ein frisches Brot zu backen, beschließe ich, eine Mini-Version von Ed Browns Erdbeertarte zu machen.

Ich finde das Rezept vor allem deshalb reizvoll, weil ich immer wieder mal extreme Lust auf einen „Kuchen“ im weitesten Sinne habe und schon eine Weile nach einen unkomplizierten Rezept suche, das es mir ermöglicht, schnell eine ganz kleine Menge zuzubereiten und eine Mini-Tarte zu backen. Hier ist es…

Die Original-Zutaten nach dem Rezept von Ed-Brown für eine große Tarte-Form (oder den Boden einer Springform) sind:

200g Weizenmehl
50g Weizenvollkornmehl
eine Prise Salz
3 EL Zucker
Schale von einer Zitrone (der Saft wird später gebraucht)
175g Butter
etwas getrocknetes Vanillemark (Bioladen)

Ich habe für meine Version die Zutaten einfach um die Hälfte reduziert und statt Weizenmehl hälftig Roggen- und Weizenmehl verwendet, um eine kleinere Menge zu erhalten und den Weizenmehl-Anteil zu reduzieren. Auch den Zucker könnte man noch etwas weiter reduzieren, ich finde den Teig noch sehr süß.

Die Zitronenschale wird mit einem Messer dünn von der Zitrone geschnitten und dann mit einem scharfen Messer klein gehackt oder geschnitten. Bitte keinen einen Zestenreißer verwenden – ich war sehr überrascht wie wunderbar das Zitronenaroma bei dieser (viel einfacheren) Methode ist, bitte unbedingt probieren!

Alle Zutaten kommen zusammen in eine Schüssel und werden „verknetet“ in dem man sie zwischen den beiden Handflächen vorsichtig zerreibt, bis eine Art „Brösel“ entstehen.

Diese Brösel drückt man vorsichtig auf den Boden einer (beschichteten) Tarte- oder Springform. Bei beschichteten Formen ist ein Anfetten nicht erforderlich, da der Teig selber genug Fett enthält. Andere Formen kann man entweder buttern und mehlen, oder mit Backpapier auslegen. Man kann mit dem Teig auch vorsichtig einen kleinen Rand bilden, sollte aber aufpassen, dass dieser nicht zu hoch und zu dünn wird, damit der Teig an diesen Stellen nicht verbrennt.

Da Ed keine Angaben zu den Backtemperaturen und Garzeiten gemacht hat, habe ich die Tarte bei 180° mit Umluft gebacken und immer wieder nachgeschaut. Wenn der Teig leicht bräunt, ist der Boden fertig – meiner brauchte (allerdings in einer Form mit sehr hohen Rändern) etwa 20 Minuten.

Inzwischen etwas Magerquark (Ed nimmt einen etwas fetteren Quark oder Topfen, mir ist das aber zu üppig…) mit Honig und Zitronensaft abschmecken (auch hier könnte man versuchen, den Honig wegzulassen, ich finde den Kontrast aus dem süßen Teig und dem herben Quark eigentlich ganz reizvoll).

Der Quark wird auf den fertigen Tarteboden gestrichen (je nach persönlichem Geschmack mehr oder weniger dünn) und dann mit den Erdbeeren belegt. Ed schmeckt die Erdbeeren vorher mit Zucker, Balsamico-Essig und Anissamen ab, mir persönlich sind die reinen Früchte lieber, weil es mir sonst zu viele verschiedene Komponenten werden. unbedingt merken sollte man sich aber die Kombination Erdbeeren & Balsamico – ein traumhaftes und simples Dessert für die Erdbeerzeit.

Für die Tarte kann man natürlich auch alle möglichen anderen Früchte verwenden – ich werde demnächst z.B. Äpfel probieren, diese aber vorher kochen oder backen. Sehr lecker kann ich mir die Tarte auch mit Zwetschgen oder Aprikosen vorstellen – Aprikosen gibt es ja schon und die Pflaumenzeit müsste jetzt eigentlich auch bald beginnen.

Wie gesagt: Diese Tarte ist ganz sicher kein „gesundes“ Essen im Sinne moderner Ernährungsprogramme, sie ist aber lecker und wenn einem nach etwas Süßem der Sinn steht sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Ich werde weiter damit experimentieren und auch schauen, wie man die Zutaten durch gesündere oder leichter bekömmliche ersetzen kann. Auch den Zucker werde ich versuchen zu reduzieren. Ich will auch gerne mal versuchen, ob man einen Teil der Butter durch Öl ersetzen kann.

Die Teigmenge, die ich aus der Hälfte der angegeben Zutaten gemacht habe, war übrigens immer noch so viel, dass ich etwas mehr als die Hälfte davon eingefroren habe, was sicherlich problemlos möglich ist. (Ich habe für eine Tarteform mit 13 cm Durchmesser nur knapp die Hälfte des Teiges gebraucht). Wenn ich also jetzt im Spätsommer frische Früchte bekomme, die sich für eine Tarte eignen, habe ich jederzeit die Möglichkeit, schnell einen Teig zu backen…

 

A Gambe di Gatto

Gestern waren wir in einem sehr ambitionierten kleinen Lokal in Montelpulciano, das von einem jungen Pärchen geführt wird – sie kocht, er bedient und verköstigt Weine und Olivenöl. „A Gambe di Gatto“ liegt in der Altstadt von Moltepulciano und war an diesem Sonntagabend erstaunlich leer, worüber wir glücklich waren, denn wir hatten gehört, dass unter der Woche ein reger Betrieb herrscht und man zum Essen sehr viel Zeit mitbringen muss. Das Angebot ist eine Kombination aus landestypischen bzw. regionalen Gerichten und verschiedenen kulinarischen Raffinessen. Gekocht wird ausschließlich mit biologischen Produkten und wer hier gegessen hat, weiß hinterher auch, was ein wirklich guter Balsamico kostet: zwischen 60 und 160 € muss man – je nach Dauer der Reifung – investieren. Außerdem lernt man im Gambo e Gatto ein paar von den mehr als 200 verschiedenen Olivenölen Italiens kennen. Die geschmacklichen Unterschiede sind interessant und die Erklärungen des Hausherrn dazu auch – stets bietet er eine Auswahl aus 3-4 Weinen zu einem Gang an und verköstigt sie alle, bevor man sich festlegen muss: eine gute Möglichkeit die Weine der Region entspannt kennen zu lernen.

Was das Essen betrifft, waren wir unter anderem von der Vorspeise begeistert – einer Kombination aus Schafskäse mit frittierten roten Peperoni. Der Käse stammt netterweise von „Il Casale“, einem Bio-Schafzüchter in der Nähe von Pienza, was uns freut, weil bei wir dort heute unseren letzten Abend verbringen, Käse kaufen und auch essen werden.

Doch zurück zum Gambo di Gatto. Im Zwischengang haben wir Pasta – einmal die „Pici“, die Nudeln, die überall in der Toskana gegessen werden, mit einer herrlichen würzigen Soße aus einer regional typischen Wurst. Ich probiere Linguine mit einer vom Haus besonders empfohlenen Kapernsorte und Staudensellerie – denn nach Rezepten mit Staudensellerie werde ich immer wieder gefragt und freue mich, neue Ideen aufzugreifen. Von den feinen und milden Kapern bin ich so begeistert, dass ich auch davon ein paar Gläser kaufe, um sie nach Deutschland mitzubringen. Ich brauche sie nicht nur für Nudelgerichte, sondern auch für den Reis- bzw. Gemüsesalat nach Karins Rezept, von dem ich schon berichtet habe.

Im Hauptgang gibt es für mich Schweineleber, die – gekocht in verschiedenen Kräutern – hervorragend zubereitet war, für mich aber aber eine Ausnahme bleibt, weil ich generell ja versuche, so wenig Fleisch wie möglich zu konsumieren. Ich denke also gar nicht darüber nach, solche Gerichte nachzukochen. Ich merke übrigens auch, dass mir – umso gesünder ich lebe – fleischlastige und üppige Mahlzeiten immer mehr zusetzen und ich nach einem solchen Abend (vor allem in Kombination mit Alkohol) sehr schlecht schlafe, häufig aufwache und mich auch am nächsten Tag noch unwohl fühle. Insofern war in diesem Urlaub für mich auch der Vergleich zwischen Karins sehr leichter Gemüse-Küche und den teils sehr viel üppigeren Restaurant-Besuchen lehrreich: Genuss hat für mich immer mehr auch mit der Frage zu tun, wie ich mich nach einem Essen fühle – der spontane Genuss kann noch so toll sein: wenn ich mich hinterher wie gerädert fühle, ist der Sinn für mich doch fraglich, zumal sich dann automatisch bei mir auch ein schlechtes Gewissen einstellt. Ich finde zwar, dass man sich die Fähigkeit zum spontanen Genießen und Schlemmen unbedingt erhalten sollte, aber ich glaube auch, dass eine gewisse Ausgewogenheit entscheidend ist. Wenn der generelle Verzicht dazu führt, dass aus den Ausnahmen Orgien werden, ist das Konzept sicherlich fraglich…

Obwohl ich ausreichend satt bin und der Sinn mir ganz sicher nicht nach Dessert steht, entscheide ich mich, die angebotenen frischen Erdbeeren (mein Gott sind sonnengereifte Erdbeeren lecker…) mit einen 12 Jahre alten Balsamico zu probieren – ein wunderbares Geschmackserlebnis. Trotzdem entscheide ich mich gegen den Kauf des teueren Balsamicos, da ich in Deutschland eine interessante Quelle habe, wo ich in kleineren Mengen und daher zu günstigeren Preisen kaufen kann (ich werde das in den nächsten Tagen noch mal recherchieren).

Heute Abend schließen wir unseren Urlaub mit einem Kurzbesuch in Pienza ab, wo ich im Geschäft von Karins Freundin nach Stoffen schauen will. Karins Entwürfe haben mich inspiriert, vielleicht doch noch mal in dieser Hinsicht kreativ zu werden. Mal sehen….

Auf dem Rückweg sind wir zum Dinner in Il Casale und werden unsere restlichen Einkäufe tätigen.

Schwer sich vorzustellen, dass wir morgen diesen traumhaften Ort verlassen müssen und tatsächlich die Rückfahrt nach Deutschland antreten… Andererseits freue ich mich darauf, die vielen Inspirationen zu verarbeiten und wieder selber zu kochen – das wird sicherlich spannend …

Karin kocht – die traumhafte Küche von Karin Lijftogt in der Fattoria San Martino in Montepulciano

Karin Lijftogt

Wenn Karin Lijftogt anbietet, am Abend ein Dinner zu kochen, sagen alle Gäste der Fattoria begeistert zu: wer einmal in den Genuss gekommen ist, hofft inständig, dass er während seines Aufenthaltes noch ein zweites Mal an der langen Tafel Platz nehmen darf, die dann im Garten oder im Frühstücksraum gedeckt wird. Hier kommt dann buchstäblich die ganze Welt zusammen und plaudert, während Karin ihre Gerichte serviert und erklärt, was sie sich hat einfallen lassen.

Vorspeise aus Frischkäsebällchen, Birnenkompott, Gemüse und eingelegtem Tofu

Das Essen ist großartig – Karin kocht so gesund wie möglich, rein vegetarisch und inspiriert von allem, was sie selber anspricht und was zu ihrem Stil passt. Sie ist sehr vertraut mit den Grundsätzen der makrobiotischen Küche, ist aber überzeugt, dass gesundes und genussvolles Essen nicht so extrem reglementiert sein darf. Als Holländerin sei sie sowieso gewohnt, zu experimentieren und kreativ zu sein, erzählt sie lachend.

Karins Gemüsegerichte sind unglaublich vielseitig – selbst ich bin erstaunt, dass die vegetarische Küche derartig innovativ, abwechslungsreich und genussvoll sein kann.

Zu ihren Gemüse-Kreationen kombiniert Karin nur wenige, ausgesuchte Milchprodukte. Dafür experimentiert sie umso mehr mit Aromen, legt z.B. Tofu und rote Zwiebeln in Umeboshi ein (ein japanischer Pflaumen-Essig), oder rundet ihre Gerichte mit einem rafinierten Pesto ab.

Verschiedene Käse präsentiert sie so außergewöhnlich, dass eine kleine Menge genügt um ein Gericht zu ergänzen: z.B. mischt sie Parmesan und (Ziegen-)Frischkäse, formt kleine Kugeln und wälzt sie in Sesam oder gehackten Nüsse – eine phantastische Komposition, zu der sie dann Birnenkompott und frittierte Algen serviert.

Zwischengang: kalter Reissalat mit Gemüse

Ebenfalls eine traumhafte Inspiration ist Karins kalter Reissalat – ein erfrischendes, sommerliche Pendant zum Risotto, das in Italien eher im Winter gegessen wird. Teils roh, teils angebraten und in feine Würfel oder Streifen geschnitten, werden Aubergine, Zucchini, Staudensellerie, Basilikum, Rote Beete und Kirschtomaten mit kaltem Reis und Käsewürfeln gemischt und abgeschmeckt, dann mit einer Mischung aus gehackten Oliven und Kapern bestreut – himmlisch. Mit diesem Gericht werde ich daheim ganz sicher experimentieren – ich könnte mir z.B. auch Avocado und Fenchel gut darin vorstellen. Und auch ganz ohne Reis dürfte ein solcher „Gemüsesalat“ interessant sein.

Als Hauptgericht serviert Karin eine Art „Samosa“, verschiedene Gemüse in einem Teigmantel, dazu kleine Kartoffel-Würfel mit Petersilie, Tomaten und Pistazien und ein Auberginen-Mus.

Zum Dessert gibt es eine leichte Creme aus Joghurt oder Ricotta mit Obst und dazu Karins selbstgemachte „Pralinen“ aus Feigen, Kokosmus, Sonnenblumenkernen und Nüssen, in Kakao gewälzt – auch etwas, das ich ganz sicher zu Hause ausprobieren werde…