Cala meint
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Ein zuckerfreier Zwetschgenflan und die Frage, was für mich persönlich Zuckerverzicht bedeutet

Wenn es um die Verwendung von Zucker geht, bin ich ziemlich konsequent. Ich staune immer, wenn ich in den Zuckerfrei-Gruppen bei Facebook lese, wie Industriezucker weggelassen und dann munter durch alle möglichen Ersatzzucker ersetzt wird, nur um weiterhin süß zu essen.

Ich habe dazu jetzt auch mal eine Podcastfolge aufgenommen, um das Problem von mehreren Seiten ausfühlich zu beleuchten. Du findest sie hier.

Denn mit dem Ersatz von Industriezucker redet man sich die Sache eigentlich nur schön:
Viele dieser Zuckerersatz-, Zuckeraustauschstoffe oder Zuckeralternativen sind ähnlich schädlich oder sogar noch schädlicher als Zucker selbst.

Außerdem ist mit dem Verzicht auf Zucker nicht automatisch jedes Gericht gesund: auch die restlichen Zutaten spielen schließlich eine Rolle.

Ich handhabe es für mich persönlich deshalb so, dass ich im Alltag versuche, auf zugesetzte Süße vollständig zu verzichten und meine Geschmack entsprechend zu trainieren.

Dafür genehmige ich mir hin und wieder dann auch mal Zucker, esse ein Stück besonders verlockenden Kuchen oder ein Eis und schlage damit 2 Fliegen mit einer Klappe: ich bin die überwiegende Menge an Zucker im Alltag komplett los, muss mich aber nicht kasteien, kann Ausnahmen wunderbar genießen und habe dann auch kein schlechtes Gewissen oder das ständige Gefühl, verzichten zu müssen (beides ist auch nicht gesund…). Und wenn dann – wie neulich – diese wunderbaren Marillenknödel auf der Karte stehen, natürlich mit Zucker und – noch schlimmer – jeder Menge Butter, dann mache ich dafür gerne eine Ausnahme und freue mich auch darüber….

Zurück zum Zuckerverzicht. Wenn ich in meinem zuckerfeine Alltag koche oder backe, dann sind die Gerichte eben konsequent zuckerfrei. Da helfe ich auch nicht mit etlichen Datteln, Xylit oder Kokosblütenzucker nach. Und ich finde, das muss auch gar nicht sein. Ein Zwetschgenflan wie dieser, schmeckt nämlich auch in seiner natürlichen leicht säuerlich-süßen Variante ganz wunderbar. Übrigens so gut, dass Boris mir die Hälfte einfach weggefuttert hat…

Zuckerfreier Zwetschgenflan

4-5 Esslöffel Dinkelgrießbrei (mit Wasser oder Mandelmilch gekocht)
3-4 Esslöffel Joghurt
2 mittelgroße Eier
10-15 Zwetschgen, gewaschen, entsteint und geviertelt

1. Ofen auf 175° vorheizen

2. Die Hälfte der Zwetschgen in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte ofenfeste Form geben. Für 15 Minuten in den Ofen stellen.

3. In der Zwischenzeit Grießbrei, Joghurt und Eier im Mixer zu einem glatten Teig verrühren.

4. Den Teig auf die bereits vorgegarten Zwetschgen geben. Restliche Zwetschgen auf den Tei geben (sie sinken in den Teig ein).
Den Flan für 30-40 Minuten in den Ofen geben, bis er leicht bräunt. Vorsichtig aus der Form lösen – der Teig ist sehr weich.

Übrigens: Die vorgegarten Zwetschgen haben ihren Sinn:  Sie geben dem Flan seine leichte Süße.

Kommentiert gerne, wie ihr Zuckerverzicht handhabt.

Viel Freude beim Ausprobieren
und liebe Grüße
Cala

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