Cala meint
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Campus Food die zweite: Das Feedback von Eva und Sebastian – “Mein bislang bestes veganes Kochbuch”

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Ich unterbreche meinen Bericht von unserer Italien-Reise, weil ich euch den Post von Eva und Sebastian, unseren studentischen Test-Lesern nicht länger vorenthalten möchte. Eigentlich war der Post schon im Juli geplant, aber ich habe es trotz guter Vorsätze nicht mehr geschafft, den Text vor unserer Abreise noch zu redigieren.

Eva und Sebastian haben das Buch „Campus Food“ für uns gelesen  – erinnert ihr euch (siehe Post hier und hier)? Eva lobt das Buch sehr und hat von ihren Erfahrungen berichtet – ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß beim Lesen wie ich…

Liebe Grüße
Cala

***Gastbeitrag*********************************************************************

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(Foto: Eva und Sebastian)

„Sebastian und ich, Eva, sind beide Studenten. Sebastian studiert Chemie und ich Dienstleistungsmanagement als Duales Studium. Seit etwas mehr als einem Jahr haben wir uns für eine vegane Ernährung entschieden, anfangs vor allem aus gesundheitlichen Gründen.

Wenn man nach einem langen Arbeits- oder Uni-Tag heim kommt, hat man meistens nur noch wenig Lust zu kochen oder hat in Prüfungsphasen (die leider lang und häufig sind…) jede Menge zu tun. Damit wir – wenn wir uns aufgerafft haben – nicht immer das gleiche kochen, nehmen wir gerne ein Kochbuch in die Hand und lassen uns inspirieren.
Aber wenn man sich die gängigen veganen Kochbücher ansieht, verkünsteln sich die Autoren leider oft… Dabei kann veganes Kochen doch so einfach sein!

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(Originafoto aus “Campus-Food”)

Insofern waren wir gespannt, ob „Campus Food“ Chancen hätte, es auch wirklich in die Realität unsrer Küche zu schaffen…

Der erste Eindruck: Als Sebastian und ich das Buch in den Händen hielten, kamen wir gerade vom Sushi-Essen. Sehr bezeichnend, denn das haben wir uns später dann auch zum Nachkochen ausgesucht. Das Buch sieht schön aus, irgendwie ökologisch und passend zum veganen Thema, aber auch nicht langweilig – die richtige Mischung zwischen der Logik des Veganismus und dem Pep eines Studenten 😉 Liegt gut in der Hand und mit dem quadratischen (etwa) DinA5 eine gute Größe. Zu bemerken sei auch der Umfang: mit guten 160 Seiten und 55 Rezepten fühlt man sich weder überfordert („Das bekomme ich nie alles gekocht…“) noch um die Auswahl betrogen.

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(Foto: Eva und Sebastian)

Aufbau: Das Buch ist nicht klassisch in Vorspeise, Hauptgang und Dessert gegliedert (was manchmal ja auch gar nicht wirklich nützlich ist), sondern umfasst folgende Themen:

Quick and Tasty: Wenn es mal schnell gehen soll, was mir als Studentin nach einem langen Arbeitstag in der Praxisphase enorm wichtig ist…

Futtern wie bei Muttern: Die „Klassiker“ – Erbensuppe, Ragout, Milchreis, Frikadellen (alles natürlich in veganen Varianten). Wer daheim auszieht, lernt Mamas Küche schnell zu vermissen und so kommt ein Stück davon wieder zu einem zurück…

Party – Feeling: Ideal wenn man Freunde einlädt oder etwas zu einer Party mitbringen soll – so viel zu der Meinung, dass Veganer nur Körner und Tofu futtern… Bei den Blaubeer-Schoko-Muffins (Seite 62) wurden wir mehr als einmal um das Rezept gebeten…

Gourmet-Student: Wenn mal etwas mehr Geld übrig ist und man sich die ein oder andere Zutat gönnen kann, die sonst nicht unbedingt daheim vorhanden ist, aber auch, wenn man den Partner beeindrucken möchte: Sebastian hat mich mit dem Pilz-Risotto mit Granatapfel (S. 90) verwöhnt….

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(Foto: Eva und Sebastian)

Brain- / Nerd-Food: Diese Rezepte gehen zum einen schnell und geben zum anderen viel Energie! Gut durchdacht und perfekt für die stressigen Prüfungswochen, die ich zum Glück gerade überstanden habe, wohl auch mit dem einen oder anderen Smoothie: der Mango-Orangen-Smoothie (Seite 100) ist ein Gedicht!

Gut + Günstig: Wie der Titel schon sagt: der Monat geht zu Ende, das Budget wird knapper. Wir kochen jetzt mit günstigen Zutaten und Sachen, die wir ohnehin daheim haben. Wobei die Rezepte auch jederzeit superlecker sind, wenn der Monat grade angefangen hat 😉

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(Foto: Eva und Sebastian)

Besonders gut haben uns die Infoseiten gefallen. Sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Veganer gab es ab und an eine Doppelseite mit nützlichen Tipps. Was ersetze ich durch was, wie gehe ich vegan grillen oder auch Argumente für das vegane Leben.

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(Originalfoto aus “Campus-Food”)

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Tipps zum Umwandeln der veganen Rezepte zu einem vegetarischen Rezept. Wenn jemand ein veganes Kochbuch kauft, hat er wohl auch Interesse daran, wirklich vegan zu kochen. Und notfalls weiß man ja auch selbst, dass man normale Milch oder konventionellen Käse hernehmen könnte…
Die kleinen Hinweise an manchen Rezepten stören nicht groß, bringen mir persönlich aber auch nicht viel.

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(Foto: Eva und Sebastian)

Die Rezepte: Ich bin ja meistens etwas “verschnäkt” und war wirklich überrascht wie viele Rezepte es mir angetan haben. Ein großer Vorteil ist, dass man sich nicht verkünstelt und alles gut kochbar ist, schön bodenständig in der Zubereitung und trotzdem richtig kreative Sachen als Ergebnis.

Bei vielen veganen Kochbüchern besteht das Problem, dass mit elendig teuren speziellen Zutaten gekocht wird (meist mehrere pro Rezept und in nicht vertretbaren Mengen). In „Campus Food“ kam selten etwas wirklich Exklusives vor und wenn, dann in absolut bezahlbaren Mengen und nicht andauernd. Bringt einen zum Ausprobieren und schont dennoch den Geldbeutel. Großer Pluspunkt!

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(Foto: Eva und Sebastian)

Fazit: Mein bislang bestes veganes Kochbuch. Keine unfassbar teuren Zutaten oder ewige Zubereitungsprozesse. Rezepte, die Lust aufs Nachkochen machen und auch noch super schmecken. Zehn von zehn Punkten und noch drei Sternchen obendrauf. 🙂 Ich bin ehrlich und ohne Übertreibung begeistert und schwer überzeugt!”

****************************************************************Ende Gastbeitrag***

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Weil Eva und Sebastian so begeistert waren, haben wir mit dem Verlag gesprochen und stellen nochmals zwei Exemplare von „Campus-Food“ zur Verlosung zur Verfügung.

Was ihr dafür tun müsst?

Antwortet bis zum 29. September 2014 auf diesen Post (Kommentarfunktion) und erzählt uns, welche Erfahrungen ihr mit der veganen studentischen Ernährung gemacht habt – ich freue mich auf eure Berichte und vielleicht auch auf den ein oder anderen Tipp oder ein Rezept?

Unter allen Beiträgen verlosen wir am 30.09.2014 zweimal das Kochbuch “Campus Food”.

Liebe Grüße
Cala

4 Kommentare

  1. Natascha sagt

    Vegane Küche ist ja meist sehr kostenspielig und zeitaufwändig. Einige Produkte bekommt man nur im Bioladen und die meisten Rezepte nehmen eine halbe Ewigkeit in Anspruch. In meinem Studentenalltag bleibt wenig Zeit – ich bin duale Studentin – somit gibt’s bei mir momentan veganes essen nur bei Mutti wenn ich ab und an mal in die Heimat fahre. Doch mit diesem Studi-Kochbuch würde sich das Blatt bestimmt wenden, mit einigen Tipps für studentenfreundliche vegane Rezepte 🙂

  2. Katja sagt

    Ich lebe jetzt seit etwas über einem halben Jahr vegan und muss sagen, dass das – auch in der Uni – ziemlich gut funktioniert. Oft bin ich überrascht, wie gut die veganen Gerichte der Mensa schmecken und wie hilfsbereit die Mitarbeiter reagieren, wenn man dann doch noch mal nachfragen will ;-). Für’s Kochen nehme ich mir aber schon ziemlich viel Zeit raus, die dann – jaa zugegebener Maßen – beim Lernen manchmal ein wenig knapp wird. Meistens mache ich aber doch Gerichte à la “Was habe ich eigentlich noch so im Kühlschrank?” – Also Nudeln mit Tomatensugo, Paprika/Pilzpfanne oder irgendwas mit Zucchini… Von daher klingt dieses Kochbuch wirklich spannend!! Auf jeden Fall macht der Beitrag Lust darauf, mal wieder ein Kochbuch in die Hand zu nehmen.. scheint sich zu lohnen 😉

  3. Leider gibt es in unserer Mensa nur 1-2x in der Woche veganes Essen. Dort wiederholen sich die Gerichte formal alle 4 Wochen, gefühlt gibt es aber jede Woche das gleiche. Durch die Lage meines Fachbereichs ist es leider auch nicht grade einfach, zum Mittagessen in die Stadt zu fahren, um schnell nen veganen Snack aufzunehmen. Als Chemiestudent, der von 8 bis 18 Uhr (oder länger) an der Uni ist, ist es natürlich dann auch nicht gerade einfach, ein wirklich umfangreiches Mahl anzurichten. Meist läuft es dann auf Fast-Food-Alternativen oder belegte Brote hinaus. Wenn ich dann koche, dann versuche ich das groß zu machen, damit ich mehrere Tage davon zehren kann. Vielleicht ist dieses Kochbuch auch sinnvoll, wenn darin recht schnelle Rezepte vorgestellt werden. 🙂

  4. Daniela B. sagt

    Selber fange ich mit dem Studium erst diesen Oktober an, habe also mit dem veganen Studentenessen noch keine eigenen Erfahrungen gemacht.
    Letztens hat mir allerdings ein Freund ein Foto geschickt, auf dem er mit einem Fähnchen mit der Aufschrift “vegan” zu sehen ist. Anscheinend hat eine vegetarische Freundin von ihm sich in der Mensa ein veganes Brötchen mit eben diesem Fähnchen drin gekauft. Kurz darauf kamen eben diese Bilder auch von ihr. Als ich die beiden das nächste Mal traf, wurde mir das Fähnchen feierlich überreicht und ich posierte grimassenschneidend für weitere Bilder.
    So wurde eine Bilderreihe aus dem legendären Fähnchen.
    Heute hängt es demonstrativ an meiner Magnetwand und lässt mich darauf hoffen, dass das Studentenessen mir viele Möglichkeiten bieten wird.

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