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Okraschoten in Bioqualität und Erinnerungen an meine Türkei-Reisen

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Ich habe mich sehr gefreut, dass ich letzte Woche auf dem Markt Okraschoten in Bio-Qualität bekommen habe (Querbeet) – eine absolute Rarität. Beim Türken und Inder kann man sie fast immer kaufen, aber da sind mir die Quellen zu dubios. Deshalb ist es auch schon lange her, seit ich zum letzten Mal welche gegessen habe – eine Delikatesse.

Beim Kauf ist es wichtig, auf Frische zu achten, die Schoten sollten schön grün und prall sein, runzlige, bräunliche Exemplare braucht ihr gar nicht erst zu kaufen.

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Okraschoten erinnern mich immer an meine Reisen in die Türkei. Eine Zeitlang war ich halb beruflich, halb privat öfter dort.  Und unter anderem habe ich stundenlang in der Abendsonne auf der Terrasse gesessen und mit der Mutter eines türkischen Freundes Okraschoten geputzt – wenn ich die Augen zumache, sehe ich die Szene deutlich vor mir.

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Beim Vorbereiten der Okraschoten gibt es folgendes zu beachten: Der Stielansatz muss entfernt werden, die Frucht sollte aber nicht beschädigt werden. Das funktioniert am besten, wenn man sie mit einem Messer „bleistiftartig“ anspitzt (siehe Fotos).

Die Okraschoten vom Wochenmarkt habe ich in einem Schmorgericht weiterverarbeitet:

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Schmortopf mit Okraschoten

Zutaten (für 3-4 Portionen)
ca. 150g Okraschoten
1 kleine Aubergine
3-4 Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 kleine Zucchini
½ Blumenkohl
4-5 sehr reife Tomaten
Meersalz
Pfeffer
Kreuzkümmel (frisch gemahlen)
eventuell Saft und Schale einer Zitrone
(alle Zutaten möglichst in Bio-Qualität)

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Gemüse waschen und putzen. Zwiebeln in mundgerechte Stücke, Knoblauch in Scheiben schneiden. Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Zucchini und Aubergine in mundgerechte Würfel schneiden. Tomaten kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser übergießen und die Schale abziehen.

Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln anbraten und unter Rühren schmoren, bis sie glasig sind, dann den Knoblauch dazugeben und ebenfalls leicht anbraten. Gemüse hinzugeben und anbraten. Salz, Pfeffer und reichlich gemahlenen Kreuzkümmel dazugeben. Deckel aufsetzen, die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren und mindestens 45 Minuten schmoren lassen, bis die Okraschoten ganz weich sind – eine lecker Sauce entsteht dabei automatisch. Vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken. Wer möchte, kann auch etwas Zitronensaft oder –zesten hinzugeben.

Dazu passt idealerweise Reis oder Getreide.

Eine einfachere Variante – gleiche Zubereitung wie oben, jedoch lediglich mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch gab es gestern noch mal bei uns zu Pasta – am Freitag bereits vorgekocht, ist das ein ideales Essen zum Aufwärmen am nächsten Tag.

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Liebe Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren

eure
Cala

6 Kommentare

  1. Hallo,
    habe Deinen Artikel mit dem Rezept über Okra gelesen. Es soll auch Okrapulver geben (Okravit). Okra ist sehr gut für den Darm. Okra könnte man zu bestimmten Speisen hinzugeben. Weiß nur nicht wo man Okrapulver bekommen kann. Wenn Du mir sagen könntest wo man Okrapulver bekommen kann wäre ich sehr dankbar.
    Viele Grüße

    • Hallo Karl,
      leider habe ich überhaupt keine Idee, wo man das Pulver bekommen kann – ich habe, offen gestanden, davon auch noch nie gehört…
      Viel Glüch bei der Suche
      und viele liebe Grüße
      Cala

  2. E. Wuenscher sagt

    Ich frage nach Okravit nach und immer wieder wird das Wort‚ automatisch, korrigiert in Okiravit, alles ueber den Kombucha Pilz.
    Welche Moeglichkeit schlagen Sie vor? Ich habe eine ueber 20 Jahre alte kommerzielle Beschreibung. Ob der Inhalt nach so vielen Jahren noch zutrifft, wollte ich im Internet nachlesen. Mit freundlichen Grüßen E. wuenscher.

    • Lieber Herr Wuenscher,
      beides – “Okravit” und “Okiravit” sagt mir gar nichts und hat sicherlich auch nichts mit meinen Okraschoten (ein Gemüse!) zu tun.
      Liebe Grüße und viel Erfolg bei Ihrer weiteren Recherche
      Cala

    • Cala sagt

      Hallo Gordon,
      leider kann ich da keinen Tipp geben. Wie ich im Blogpost schrieb: auch für mich war es eine kleine Sensation, sie in Bioqualität auf dem Wochenmarkt zu entdecekn. Danach, habe auch ich leider nie wieder welche in Bio-Qualität bekommen…
      Viel Erfolg bei der Suche und lassen Sie es mich bitte wissen, falls Sie fündig werden…

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