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Ein Mini-Ausflug ins Elsass, Einkaufen in Frankreich und warum sich das für uns lohnt

Unser Jahr hat mit vielen Höhen und Tiefen und leider auch mit zwei Todesfällen begonnen.
Besonders der plötzliche Tod einer lieben Freundin hat mich sehr traurig gemacht und da sie eine treue und fleißige Leserin meines Blogs war, ist es auch ein komisches Gefühl, diesen Post zu schreiben und zu wissen, dass sie ihn nicht lesen wird. Von Anfang an, hat sie den Blog, unsere Projekte und meine Ideen immer unterstützt und auch durch schwierige Zeiten begleitet – dafür bin ich dankbar und auch für alles, was uns verbunden hat. Ich bin froh, dass ich in aller Ruhe habe Abschied nehmen können und weiß, dass das noch eine Weile in mir arbeiten wird…

Anfang des Jahres haben wir wieder einmal einen Ausflug ins Elsass gemacht, den ich diesmal für euch dokumentiert habe. Im meinem aktuellen Podcast findest du einen ausführlichen Reisebericht und viele Hintergrundinformationen.

Hier im Blog zeige ich dir ein paar Bilder von der Reise. Im Post (und z. Teil auch am Ende des Posts) findest du die wichtigsten Adressen.

Meistens sind unsere Einkaufsausflüge nach Frankreich eintägig, diesmal haben wir aber übernachtet und sind Freitag und Samstag im Elsass gewesen.

Wie sind am Freitag relativ spät losgekommen und waren erst gegen Mittag kurz vor Straßburg. Unsere erste Station war Auchan, ein riesiger Supermarkt, wie es sie in Frankreich überall gibt. Das Angebot ist zwar überwältigend, aber es gibt leider nur wenige Bio-Produkte. Manchmal lohnt sich ein Abstecher trotzdem und wir hatten genug Zeit.

Bio-Produkte und Fischtheke im AUCHAN Supermarkt, Straßburg – das Regal rechts zeigt allein die Auswahl an Nahrungsergänzungmittel, im Foto links die Wein- und Spirituosentheke. Insgesamt ist das Bio-Angebot – und dessen Qualität – in den Supermärkten aber eher überschaubar.

Zu Mittag haben wir im Restaurant “Au Pont de l’Ill” in dem kleinen Ort La Wantzenau in der Nähe von Straßburg gegessen. Das Restaurant war bis auf den allerletzten Platz ausgebucht – meine Fotos sind erst nach dem Essen entstanden. Man muss also unbedingt auch fürs Mittagessen reservieren.

Restaurant “Au Pont de l’Ill” in La Wantzenau – eine Reservierung ist auch mittags unbdingt zu empfehlen. Im Podcast berichte ich ausführlich über diesen Restaurantbesuch.

Spaziergang an der Ill in La Wantzenau

Hofladen “Ferme Clauss”, La Wantzenau. In diesen Hofläden muss man explizit fragen, ob das Obst und Gemüse gespritzt/behandelt ist (frz. “traité”)

Nach dem Lunch machen wir einen Hundespaziergang an der Ill  und entdeckten auf diese Weise noch einen kleinen Direktverkauf (Hofladen).

Weiter geht es nach Saint Marie aux Mines, wo wir übernachten.

Am nächsten Morgne besuchen wir einen kleinen Straßenmarkt in Colmar am (Place Saint Joseph), der sich als ein wahres Schatzkästchen entpuppt.

Neben den Ständen der kleinen Fermes (Erzeuger), bei denen man am besten explizit nachfragt, wie die Produkte erzeugt werden, finden sich auch zertifizierte Bio-Stände mit großartigem Angebot. Auf diesem kleinen Märktchen – man glaubt es kaum – hat auch der berühmteste Käse-Affineur des Elsass einen Stand (Fromagerie Saint-Nicolas, Familie Quesnot).

 

Wir sehen uns das Zentrum Colmars an und genießen in der Patisserie
“L‘ Atelier de Yann”, ein gutes spätes Frühstück, einen wunderbaren Kaffee und ein nettes Gespräch mit einem deutsch-französischen Ehepaar am Nachbartisch.

Patisserie “L‘ Atelier de Yann”, Colmar, Adresse unten

Nach einem Abstecher in die benachbarte großartige Buchhandlung RUC mit wunderbarer Schreib- und Bürowarenabteilung (meine Schwäche…) und einem abschließenden Bummel durch Colmar, steuern wir etwas außerhalb einen Biosupermarkt in einem Gewerbegebiet an.

Schön ist der von außen sehr unscheinbare Laden nicht, aber die Fülle des Angebotes ist extrem beeindruckend…

Für einen ausgedehnten Spaziergang fahren wir weiter in die die Weinberge oberhalb von Turckheim.

Schließlich sehen wir uns noch kurz das kleine Örtchen Turckheim an – Elsass pur.

Auf dem Rückweg halten wir dann in Wintzenheim, wo wir auf der Hinfahrt das Schild für einen NatureO Biomarkt gesehen haben, der sich als Bio-Paradies entpuppt.

Für uns, die wir verrückt sind nach guten Lebensmitteln und solche Dinge wirklich zu schätzen wissen, lohnen sich diese Trips auf jeden Fall – wir sind total happy und zehren lange davon…

Liebe Grüße Cala

Die Adressen:

Auchan Supermärkte:
https://www.auchan.fr/magasins/strasbourg/sl-21

Restaurant “Au Pont de l’Ill”, La Wantzenau:
http://aupontdelill.com/de/

Hofladen in La Wantzenau:

“Ferme Clauss“, 4 Rue du Général Leclerc, 67610 La Wantzenau

Unterkunft Saint Marie aux Mines:
La Clé d’Alsace
http://lacledalsace.com/en/

“Fromagerie Saint Nicolas“ (Familie Quesnot):
Ladengeschäft: Rue Saint Nicolas 18, Colmar
vertreten auf diversen Wochenmärkten in der Region und in der Markthalle von Colmar

Patisserie “L‘ Atelier de Yann“:
11 Place de la Cathédrale, 68000 Colmar
http://www.atelier-de-yann.com/#

Buchhandlung und Schreibwarenladen:
Librairie RUC, 6, place de la Cathédrale, 68000 COLMAR
http://www.librairie-ruc.fr/

Biomarkt Gewerbegebiet Colmar

NaturéO – supermarché Bio
37 rue Herzorg Logelbach
Zone Commerciale Leclerc
68140 Wintzenheim
https://www.natureo-bio.fr/magasin-bio/wintzenheim/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei tolle neue Kochbücher für einen guten Start ins neue Jahr

Nochmal drei tolle neue Kochbücher habe ich dir in meinem letzten Podcast 2017 vorgestellt – eines davon kannst du sogar gewinnen. Wie das geht, erfährst du im Podcast, deinen Kommentar hinterlasse bitte hier oder auf unserer Facebook-Seite.

„Lagom“, ist ein schwedisches Kochbuch, das ich auf der Buchmesse entdeckt habe.Es präsentiert  über 100 Rezepte, von Frühstück über Mittagessen und Desserts bis zu schwedischem Gebäck.

Das ist ein (Koch-)Buch ganz nach meinem Geschmack, denn mit den wunderschönen Bilder, ist es auch was für’s Gemüt, zum Blättern und Schmökern. Was mir auch gefällt sind die Hintergrundinformationen zur schwedischen Kulinarik.

Die Rezepte sind nicht banal, aber auch nicht zu kompliziert oder langwierig in der Zubereitung. Die Hauptgerichte enthalten leider allesamt viel Fleisch, aber natürlich auch Fisch und es gibt eine Fülle hervorragender Gemüsegerichte, was das Buch zu einer Fundgrube auch für vegetarisch oder vegan lebende Menschen macht, sofern sie flexibel sind und sich die Rezepte entsprechend abwandeln können.

Steffi Knowles-Dellner
Lagom – Das Kochbuch: Skandinavisch, harmonisch, gut
Edition Michael Fischer Oktober 2017
ISBN: 978-3863558383
192 Seiten mit zahlreichen Fotos, 29,99 €

„Sammeln, Ernten, Kochen“ ist im Knesebeck-Verlag erschienen und ist interessant für alle, die saisonal einkaufen, gerne auf Märkten stöbern und das verarbeiten, was zur entsprechenden Jahreszeit bei uns in Hülle und Fülle zu bekommen ist.

ein Gedicht: “Blauschimmelkäse mit Honig, Thymian, Datteln, karamellisierten Zwiebeln und Kürbiskernen“ (S.14)

„Die Wertschätzung Für gute, Frische und saisonale Zutaten und ihren Ursprung Habe meine Art zu kochen geprägt. Sie lehrte mich, mich mehr und mehr auf die natürliche Qualitäten zu verlassen, und half mir, einen Kochstil zu entwickeln, der schnörkellos und ehrlich sein will.“

Dieses Zitat des Autors im Vorwort hätte von mir sein können und die Rezepte sind entsprechnd verlocken, z.B. „Blauschimmelkäse mit Honig, Thymian, Datteln, karamellisierten Zwiebeln und Kürbiskernen“ (S.14), “Geröstete rote Beten mit erntefrischem Knoblauch Liebstöckel und Thymian” (S. 94)  oder „Gebratene Birnen mit roten Röstzwiebeln und knusprigen Puy-Linsen” (S. 122). Alles ist so schön fotografiert und illustriert, dass man sofort einkaufen gehen möchte…

Gill Meller ist Küchenchef im berühmten River Cottage in Winchester, das Buch ist schon 2016 in England, erschienen, die deutschsprachige Ausgabe Ende 2017.

Ich bin mir nicht sicher ob Vegetarier und Veganer mit dem Buch glücklich werden. Es ist kein Buch für Menschen die generell auf tierische Produkte verzichten möchten, sondern eher für solche, die zwar alles essen, aber sehr bewusst und hochwertig einkaufen.

Mein Fazit: Ein großartiges Buch, für alle,  mit sehr gängigen Lebensmitteln  außergewöhnlich kochen und ihr kulinarisches Spektrum erweitern möchten. Es ist für Menschen gedacht, die gute Lebensmittel wertschätzen und sie abseits der Supermärke auf Wochenmärkten, Bauernhöfen oder anderen Direktvertrieben kaufen und Freude daran haben, ihre Zubereitung zu zelebrieren ohne sich mit komplizierten Rezepten herumschlagen zu müssen.

Gill Meller: Sammeln | Ernten | Kochen
Verlag Knesebeck Juni 2017
ISBN: 978-3957280329
288 Seiten mit zahlreichen Fotos, 29,95 €

Low Carb Vegetarisch” von Bettina Matthaei ist bei uns zur Zeit im Dauer-Einsatz – wir haben schon etliche schöne Rezepte daraus probiert und ich empfehle es im Moment auch allen meinen Klienten – es ist großartig für die getreide- und zuckerfreie Ernährung, fast alle Rezepte sind bestens dafür geeignet. Du kannnst das Buch schon über Boris Webshop bestellen (hier).

“Veggie trifft Low Carb Hight Fat“ ist die Überschrift des Vorwortes und das Buch beginnt dann auch mit einem sehr hilfreichen Einleitungsteil, indem dieser Ernährungs-Stil erklärt wird.

 

Wir lieben die Kräuter Spinat Tarte (Seite 66), aber auch die  Brote, Brötchen Wraps und Cracker, sind genial, denn selten finde ich in Kochbüchern Rezepte, die für meine Klienten geeignet bei getreidefreier Ernährung geeignet sind.  Hier kommen sämtliche Rezepte  ohne Getreide aus. Die “hellen Brötchen” (Seite 63), die auf Basis von Eiern und Kokosmehl gemacht werden, gibt es bei mir schon regelmäßig. Die “Gelbe Paprika Safransuppe” (S. 34), war eines der ersten Rezepte, die wir ausprobiert haben und wir waren begeistert. Hier muss noch mal betont werden, dass Bettina Matthaei wirklich ein Garant für hervorragende Rezepte ist.

Bettina Matthaei: Low Carb Vegetarisch – die gesunde Alternative
Becker Joest Volk Verlag Dezember 2017
ISBN: 978-3954531462
192 Seiten mit zahlreichen Fotos, 29,95 €

Liebe Grüße und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und genussreiches neues Jahr wünscht dir

deine
Cala

 

Herzhaftes Frühstück: Rührei mit Topinambur und Pak Choi

Im Moment arbeite ich an einer neuen Rezeptsammlung für diejenigen meiner Klienten, die sich (eine zeitlang oder dauerhaft) frei von Getreide, Zucker und Hülsenfrüchten ernähren.

Weil es schwer ist, entsprechende Rezepte zu finden, dokumentieren ich viele meiner eigenen Rezepte und stelle sie meinen Klienten zur Verfügung (die erste Sammlung mit 40 Rezepten findest du hier).

Eine schöne Variante eines der Rezepte für die aktuelle (und noch nicht veröffentlichte) Sammlung ist das folgende. Topinambur ist übrigens ein sehr gesundes Gemüse für den Darm. Er enthält Inulin und sog. Fructooligosaccharide, die im Dünndarm zu kurzkettigen Fettsäuren umgebaut werden.

Zutaten (für 1 Portion)

1 mittelgroße Topinambur-Knolle
ca. 50g Pak Choi
2 Eier
Ghee
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung

1. Topinambur schälen und in feine Scheiben schneiden (oder hobeln)
2. Pak Choi waschen und in feine Streifen schneiden.
3. Eier aufschlagen und je nach Geschmack mehr oder weniger stark verquirlen
4. In einer beschichteten Pfanne 2 TL Ghee schmelzen und die Topinambur-Scheiben anbraten.   Pakchoi dazugeben und etwas mitschmoren.
5. Ei hinzugeben und nach Geschmack mehr oder weniger stark stocken lassen.
6. Mit Salz Pfeffer und Muskatnuss würzen.

 

Die neuen Kochbücher

Dieser Beitrag enthält Werbung

https://www.at-verlag.ch/Livedaten/hires/9783038009726.jpg

In meinen aktuellen Podcast-Folgen (hier) stelle ich unter anderem die tollen neuen Kochbücher vor, die ich auf der Buchmesse für euch entdeckt habe. Gerne nutze ich den Blog, um das eine oder andere auch hier noch mal zu präsentieren, zumal einige dieser Bücher natürlich auch ganz tolle Weinhnachtsgeschenke sind.

“Eat better not less – Around the World” von Nadia Damaso ist so ein Buch, das es mir  schon auf der Buchmesse angetan angetan hat – ein traumhaftes Koch- und Lesebuch mit hervorragenden, stimmungsvollen und inspirierenden Bildern. Ein Buch, in dem man einfach gerne blättert und schmökert und das noch dazu ganz tolle Rezepte enthält.

Dies ist bereits das zweite Buch der 21-jährigen Bloggerin und Autorin aus der Schweiz. Ihr erstes Buch mit gleichem Titel (aber ohne Untertitel) war auf Anhieb ein Bestseller – mit inzwischen schon 40.000 verkauften Exemplaren.

Das vorliegende Buch ist eine traumhaft schöne kulinarische Reise durch viele Länder – wunderschöne Fotos, kurze Geschichten und persönliche Reiseerfahrungen prägen das Buch und die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungstour rund um die Welt. Dazu gibt es Inspiration aus den Küchen der Welt mit dem Fokus auf gesunden Lebensmitteln und Zutaten, die auch bei uns gut erhältlich sind. Ganz viele Rezepte sind vegan – Fleisch, Fisch und Milchprodukte spielen nur eine Nebenrolle. Die Zutaten sind leicht erhältlich und die Zubereitung nicht zu schwer – ideal also, um auch die Alltagsküche zu bereichern.

Großartig und sehr alltagsorientiert finde ich übrigens auch die nach der Hauptzutat gegliederten Rezeptübersicht im Anhang – so machen Kochbücher dauerhaft Spaß…

Ein ganz klare Empfehlung von mir!

Nadia Damaso
Eat better not less – Around the World:
Rezepte inspiriert von Aromen, Farben und Gewürzen aus aller Welt
AT-Verlag September 2017
ISBN 978-3038009726
29,90 €

 „VEGAN“ ist eigentlich kein Kochbuch mehr im klassischen Sinne, sondern defintiv eine Art Standardwerk für die vegane Küche.

Jean-Christian Jury gilt als einer der Stars der veganen Kochszene.
Nach einem Herzinfarkt stellte er seine Ernährung komplett um – basierend auf Rohkost und vegane Speisen. Seine Erkenntnisse übertrug er auf die Gastronomie und eröffnete in Berlin das erste vegane Fine-Dining, das „La Mano Verde“.

Für „Vegan“ hat Jury hat Gerichte aus der ganzen Welt gesammelt, die seinem Anspruch nach gesunder und nachhaltiger veganer Küche gerecht werden. Was mir dabei besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass die Rezepte für das Buch nicht einfach „veganisiert“ werden mussten – sie präsentieren stattdessen die ursprüngliche vegane Vielfalt in den Rezepten der Kulturen dieser Welt.

Neben diesen 800 – teilweise bebilderten – Rezepten beinhaltet „Vegan” sehr viel Grundlagenwissen (z.B. zur Ausstattung der veganen Speisekammer) sowie ein Kapitel mit Inspirationen von Koryphäen der Szene wie zum Beispiel Dan Barber (Blue Hill), Tony Lu (Fu He Hui) oder Michel Bras (Le Suquet).

Das Buch hat einen unschätzbaren Wert als Nachschlagewerk. Man kann in „Vegan” sehr gezielt nach Anregungen suchen – durchaus auch für die Altagsküche. Es ist sicherlich in erster Linie ein Kochbuch für Menschen, die vegan leben und Abwechslung für ihren Speiseplan oder Grundlgenkenntnisse suchen. Genauso ist es aber auch geeignet für Menschen, die nicht prinzipiell vegan leben, aber gern (mehr) vegane Gerichte in ihre Alltagsküche integrieren möchten. Unter diesen Voraussetzungen ist das Buch eine regelrechte Fundgrube an Ideen – noch dazu hervorragend gegliedert: Der Rezeptteil ist aufgeteilt in Salate, Suppen, Hauptgerichte, Getreide & Hülsenfrüchte, Pasta & Nudeln und Desserts.

Alle Rezepte sind mit einer Länderangabe bezüglich ihrer Herkunft versehen.
Die Zutaten sind weitergehend problemlos beschaffbar, in einigen wenigen Rezepten werden jedoch auch exotische Lebensmittel (z.B. Bananeblüten) benötigt.

Ungewöhnliche Kombinationen spiegeln die kulturelle Vielfalt der Küchen der Welt und sind hervorragende Inspirationsquellen, um Abwechslung in die Alltagsküche zu bringen.

JEAN-CHRISTIAN JURY
VEGAN – DAS KOCHBUCH
584 Seiten, Hardcover mit 100 Abbildungen
€ 39,95
Verlag Phaidon by Edel
ISBN 978-3-944297-32-3
(erschienen im Oktober 2017)

Mit der persischen Küche werde ich immer im Herzen verbunden sein: Der Einfluss der großartigen Küche meines angeheirateten persischen Onkels hat in den 70er und 80er Jahren die Küche meiner Mutter revolutioniert. Zu einer Zeit, in der in der gängigen deutschen Küche Auberginen eher eine Seltenheit waren, brutzelten sie bei uns schon regelmäßig in der Pfanne. Onkel Said kochte so gut, dass meine Mutter sich bei unseren Besuchen in München seine Rezepte geben ließ, oder ihm über die Schulter schaute. Onkel Saids Essen war himmlisch.

Das Kochbuch von Zehre Shahi mit dem Titel „Jaan – Die Seele der persischen Küche“ hat es mir deshalb auch sofort angetan. Leider stellte sich auf den zweiten Blick heraus, dass es sehr „fleischlastig“ ist – vor allem Lammfleisch wird in der persischen Küche ja sehr häufig verwendet und das geht für mich heute gar nicht mehr… Andererseits kann man mit etwas Geschick viele Rezepte auch abwandeln, auf jeden Fall kann man zumindest anderes Fleisch verwenden.

Das Kochbuch hat den Untertitel „Meine persisch-israelisch-palästinensischen Familienrezepte. Rohre Shahi stammt aus dem Iran, eine der beiden Töchter ist mit einem aus Israel stammenden Palästinenser verheiratet. Die gesamte Familie lebt in Deutschland.
Die Rezepte sind deshalb aus allen drei Kulturen – Israel, Palästina und Persien inspiriert.
Viele Rezepte im Buch werden vom Schwiegersohn persönlich kommentiert – mit Rezeptvariationen oder persönlichen Anmerkungen.

Dieses Kochbuch ist wieder so, wie ich es gerne mag: wunderschöne Bilder illustrieren die Rezepte – ein bisschen 1001 Nacht… Die Rezepte selbst sind allesamt nicht schwer nachzukochen, es wird viel gegrillt und geschmort. Die wenigen reinen Gemüsegerichte sind  spannend und man findet auch Standard-Gerichte wie Falafel, Gewürzreis oder Taboulleh.

Der Titel „Jaan“ heißt übrigens “Seele” und die Perser bezeichnen damit den unvergleichlichen Duft und das herrliche Aroma Persischer Gerichte. Dieses Aroma entsteht durch Geduld und langsamen Garen – genau so wie ich Kochen mag…

Die Einteilung in verschiedene Anlässe (Hochzeit, Frühstück, Ramadan, Shabatt usw.) finde ich nicht ganz so glücklich, ich mag es lieber, wenn Rezepte thematisch geordnet sind, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Aufgrund der Fleischlastigkeit würde ich das Kochbuch für Vegetarier oder Veganer nicht empfehlen – es sei denn man sucht wirklich nach besonderen Anregungen und kann über die Tatsache hinwegsehen, dass hier so unzeitgemäß viel Fleisch verarbeitet wird. Wenn man “Jaan” aber als Ausdruck eine Kochkultur lesen kann, einen Bezug zu Persiens hat oder esondere Inspirationen sucht dann ist es auf jeden Fall ein sehr schönes Kochbuch.

Rohre Shahi
Jaan – Die Seele der persischen Küche: Meine persisch-israelisch-palästinensischen Familienrezepte
GRÄFE UND UNZER Verlag, Oktober 2017
ISBN: 978-3833861550
192 Seiten
24,99 € (auch als ebook erhältlich)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und freue mich natürlich sehr, wenn ihr eure Meinung zu den vorgestellen Büchern aber vielleicht auch eure eigenen aktuellen Favouriten der Kochbuch-Neuerscheinungen in den Kommentaren hinterlasst.

In diesem Sinne
liebe Grüße
Cala

 

 

 

Saisonal kochen: das findest du jetzt auf dem Wochenmarkt

In meinen aktuellen Podcast-Folgen (hier) habe ich euch das Gemüse vorgestellt, das im Oktober Saison hat und jetzt frisch und günstig auf dem Wochenmärkten zu finden ist.
Dazu habe ich euch ein paar Zubereitungsvorschläge gemacht, so dass ihr kreativ werden könnt und nicht von Rezepten abhängig seid.

Der Oktober bietet uns ja wirklich eine grandiose Fülle und ich finde die Wochenmärkte in dieser Zeit auch immer ganz besonders spannend. Es gibt Blumenkohl, Brokkoli, grüne Bohnen, Champignons (und andere Pilze, vor allem Waldpilze), Fenchel, Kohlrabi, Kürbis, Lauch und Lauchzwiebeln, Karotten, Mangold, Paprika, Pastinaken, Rote Beete, Rotkohl, Schwarzwurzeln, Spinat, Steckrüben, Topinambur, Weißkohl, Wirsing und Zucchini.

Im Podcast habe ich euch zu den einzelnen Gemüsearten vielseitige Ideen gegeben, deshalb möchte ich mich hier nicht wiederholen. Wenn Ihr Ideen sucht, hört euch also sehr gerne die Podcastfolge an :).

Ihr könnt aber auch das Gemüse, das ihr vom Wochenmarkt mitgebracht habt, hier im Blog in die Suchfunktion eingeben und findet dann viele Ideen und Inspirationen – ich stöbere oft selber auf dem Blog und freue mich, Rezepte wiederzufinden, an die ich gar nicht mehr gedacht habe. Ihr wisst: meine Rezepte sind immer alltagstauglich und kommen fast immer mit wenigen Zutaten aus. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass euch dann etliche Zutaten fehlen.

Ich habe im Podcast auch versprochen, zwei neue saisonale Rezepte online zu stellen. Eigentlich hatte ich euch einen Brokkoli-Salat angekündigt, nachdem der Podcast online war, habe ich aber gesehen, dass das Brokkoli-Rezept aus meinen Coachings für den Blog nicht geeignet ist.*

Ihr bekommt statt dessen ein tolles Rezept für eine Kürbissuppe. 🙂

Ein Rezept, das wir im Moment lieben, ist so leicht zu machen, dass ihr wirklich keinerlei Aufwand damit habt. Für dieses Gericht kaufe ich am liebsten die Rote Beete im Bund (also mit Blättern), weil die am frischesten ist (die Blätter kann man übrigens auch essen – z.B. wie Spinat gedünstet, sie sind sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sehr viel reicher als die Knollen selbst).

Rote Beete hat sehr viel Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure und ist ein rundum gesundes Gemüse, das gekocht oder gedünstet noch dazu sehr bekömmlich ist. Frische Rote Beete hat geschmacklich nichts zu tun mit dem labbrigen Zeug, das man manchmal vorgekocht und vakuumiert kaufen kann.

Rote Beete mit Ziegekäse

Zutaten (pro Portion)
2-3 mittelgroße Rote-Beete-Knollen
fester Bio-Ziegen-Frischkäse (demeter-Qualität)
etwas Meersalz (am besten frisch gemahlen)

Außerdem brauchst du einen gusseisernen Topf mit Deckel. Wenn du keinen hast, kannst du die Rote Beete auch nach meiner Methoden in WECK-Gläsern garen (siehe hier).

Zubereitung
1. Ofen auf 175° vorheizen (Ober/Unterhitze, keine Umluft)
2. Rote Beete von den Blätter befreien, kurz abwaschen und in den Topf geben. Mit dem Deckel verschließen. Topf für ca. 1,5 Stunden in den Ofen geben.
3. Nach dem Ende der Garzeit die Rote Beete schälen (man kann die Haut jetzt einfach abziehen), auf einem Teller anrichten (gegebenenfalls halbieren) und den Ziegenkäse krümelig darauf verteilen

Kürbissuppe mit Kokosmilch und Kürbiskerngremolate

Zutaten
für die Suppe
400-500g Muskat- oder Hokkaidokürbis
1-2 mittelgroße weiße Zwiebeln
Kokosfett zum Anbraten
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 kleines Stück Kurkuma (etwa die Hälfte der Ingwermenge)
1,5 Liter Gemüsebrühe
(möglichst frisch gekocht oder sehr gute Fertig-Qualität, unbedingt ohne Hefe)
1 Dose (400ml) Kokosmilch
Meersalz, Pfeffer, (Muskatnuss)

für die Gremolata
2-3 EL Kürbiskernöl
eine Handvoll Kürbiskerne
1 Bio-Zitrone, heiß abgewaschen
Meersalz

Zubereitung

1. Kürbis schälen, entkernen und das Kürbisfleisch würfeln. Zwiebeln schälen und achteln. Ingwer und Kurkuma schälen und fein reiben.

2. Gemüsebrühe erhitzen. 2-3 Esslöffel Kokosfett in einem großen Topf erhitzen. Hitze etwas reduzieren, die Zwiebeln anbraten und schmoren lassen. Kürbisstücke dazugeben und anbraten, dann die Hitze ggf. weiter reduzieren, Ingwer und Kurkuma hinzugeben, kurz mitschmoren. Gemüsebrühe angießen, kräftig aufkochen, dann Hitze auf ein Minimum reduzieren und die Suppe mit geschlossenem Deckel ca. 30-40 Minuten köcheln lassen.

3. Inzwischen für die Gremolata die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne rösten, dann salzen und abkühlen lassen. In einem Blitzhacker hacken. Mit Kürbiskernöl und Zitronenabrieb mischen, mit Meersalz abschmecken

4. Nach der Kochzeit die Kokosmilch angießen. Die Suppe kräftig pürieren, so dass sie fein und cremig wird. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit der Gremolata servieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren und

liebe Grüße
Cala

PS: Für alle, die doch Sehnsucht nach dem Brokkoli-Salat haben: Ich habe für meine Klienten und alle, die sich darmfreundlich (also getreide-, zucker- und hülsenfrüchtefrei) ernähren, eine Sammlung mit 40 Rezepten online gestellt, ihr findet sie hier.

Frühstück, das satt macht…

Sattmacherfrühstück: Avocado, Geflügel (alternativ Tofu), Nüsse, Papaya, Öliven- und Leinöl

In meinem aktuellen Podcast (hier) spreche ich darüber, dass ich eine Reduktion der Mahlzeitenfrequenz für sinnvoll halte und berichte, dass ich schon seit einiger Zeit fast jeden Tag nur noch zwei Mahlzeiten esse: Frühstück und Mittagesen.

Ich habe festgestellt, dass ich besser schlafe und mich fitter fühle, wenn ich abends nichts mehr esse und somit vom Ende des Mittagessens bis zum nächsten Frühstück keine Nahrung mehr aufnehme. Das ergibt eine Pause von bis zu 18,5 Stunden.

Diese Ernährugnsweise wird auch intermittierenden Fasten bzw. Intervallfasten genannt.

Um das durchhalten zu können – was übrigens sehr viel leichter ist, als es scheint – ist es wichtig, dass die verbleibenden Mahzeiten nahrhaft und gut sättigen sind.

Avocados, Mozzarella, Basilikum und geröstete Walnüsse auf in Olivenöl geschmortem Raddiccio. Idee: Edward Brown

Brot mit Aufstrich oder ein Müsli mit etwas Pflanzenmilch reicht da zum Frühstück nicht.

Da ich auch in der Ernährungsberatung diese Ernährungsweise empfehle, werde ich immer wieder vor allem nach sättigenden Frühstückrezepten gefragt.

Hier sind zwei Vorschläge.

Es ist mir wichtig dabei auf Getreide zu verzichten – denn Brot oder Haferflocken machen zwar im ersten Moment scheinbar satt, halten aber nicht lange vor. Außerdem ist der hohe Konsum von Getreide ohnehin nicht sinnvoll.

Sattmacher in meinen Vorschlägen sind neben den pflanzlichen Proteinen vor allem die Fette. Avodado kann in diesem Zusammenhang gar nicht oft genug genannt werden – sie schmeckt sowohl in fruchtigen als auch in herzhaften Gerichten, liefet viele wichtige Nährstoffen und macht durch ihren hohen Fettgehalt lange satt.

Vorschlag 1:
Frühstückssalat ohne Obst

Zutaten:
1 Avocado
2 kleine Tomaten (oder eine entsprechende Menge Cocktailtomaten)
1 kleine Landgurke (geschält)
2-3 EL Nüsse (z.B. Walnuss, Haselnuss, Manden)
1 EL Mandelmehl
1 EL Olivenöl
1 EL Leinöl
Pfeffer

Avocado und Gurke schälen, Tomaten waschen, die Stielansätze entfernen. Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Gemüse, Nüsse und Mandelmehl in eine Schüssel geben. Mit Olivenöl, Leinöl und Pfeffer nach Wunsch abschmecken.

Tipp: In diesem Salat schmeckt auch ein säuerlicher Apfel sehr gut.

Vorschlag 2:
Die fruchtige Variante

Zutaten:
1 Avocado
1 nicht zu reife Banane
½ Khaki-Frucht
2 EL Hanfsamen
2 ELSonnenblumenkerne
2 EL Leinöl
2 TL Maracujaöl
1 Prise Salz

Avocado schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Khaki-Frucht waschen und ebenfalls in Würfel schneiden. Banane schälen und in Scheiben schneiden.
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen.

Für ein spätes herzhaftes Frühstück eigenet sich auch diese Variante mit Papaya, Avocado und Tomate auf Ruccolasalat, dazu Frischkäse und Walnusskerne.

Wenn du weitere Rezepte suchst, Unterstützung bei deiner Ernährung brauchst oder einfach deine Ernährung einmal unter die Lupe nehmen und durch neue Ideen ergänzen möchtest, maile mir gerne an info@cala-kocht.de


Yes we did… :)

Es hat sich lang hingezogen und ist jetzt auch schon eine Weile her, ich möchte euch aber trotzdem unbedingt noch von meinem Töpferkurs – und vor allem von den Ergebnissen – berichten. Ja, ihr lest richtig: ich habe getöpfert.

Das wollte ich schon lange mal tun. Ich habe sehr nette Erinnerungen daran aus der Schulzeit und hatte immer darüber nachgedacht, es mal wieder zu probieren. Dann ergab sich, dass eine Freundin ihrer ganzen Familie zu Weihnachten einen Töpferkurs geschenkt hat. Und weil ich die Idee so nett fand und sie beneidet habe, durfte ich kurzerhand mitkommen.

Und so haben wir uns also im Frühjahr vier Wochen lang jeden Mittwoch im Nachbarort in einer wunderschönen kleinen Werksatt zum Töpfern getroffen.

Ich war erstaunt, dass wir so produktiv waren, denn die Sache selbst ist gar nicht so schwer (ich dachte, wir müssten erst ganz viel lernen und üben…)

Schon nach einer kurzen Anleitung von Pia Stenger-Petz wurden eifrig Vasen, Bierkrüge und Schüsseln fabriziert – es hat mir so viel Spaß gemacht!

Was ich selber töpfern wollte, wusste ich vorher schon, denn wir stehen grade total auf handgemachte Keramik und haben auch schon ein paar schöne Stücke in Holland gekauft. Dazu passend – oder zumindest in ähnlichem Stil – habe ich also bei Pia Ess-Schalen und Teller getöpfert und bin ganz stolz…

Was mir aber vor allem gefallen hat, war, dass ich mich vollkommen in das Handwerken hineinfallen lassen konnte – ich war richtiggehend absorbiert und für 2 Stunden wirklich
von allem Alltagskram gedanklich befreit – ein Segen.

Wenn es nach mir geht, würde ich das jederzeit wiederholen.

 

Neu & endlich da: Der Cala-kocht-Podcast

Mit RINGANA fing es an: Ich hatte euch – aus Spaß an der Freud’ und weil ich’s ausprobieren wollte – ein paar Wochen lang mit einem Podcast die RINGANA-Produktwelt nähergebracht und euch mit Hintergrundinfos zur Kultmarke aus Österreich versorgt.

Leider ist dieser Podcast aber nicht konform gewesen mit den Vorgaben für RINGANA-Partner. Die sollen nämlich ausschließlich die offiziellen Werbemittel nutzen, weil sonst jeder macht, was er will. Ich kann das absolut verstehen und habe deshalb auch keine Sekunde mit dem Schicksal gehadert, dass wir den Podcast aufgeben mussten – auch wenn das für uns bedeutet hat, dass wir alle 5 Folgen aus dem Netz nehmen mussten.

Mir dämmerte ja schon nach der ersten Folge, dass das Projekt möglicherweise problematisch sein könnte und wir haben deshalb selber bei RINGANA angefragt, insofern bin ich wirklich überhaupt nicht böse.

Wie dem auch sei: Was das Thema Podcast angeht, bin ich sowas von auf den Geschmack gekommen. Zum Glück haben wir aus einem ganz andere Grund schon seit einiger Zeit die erforderliche Technik im Haus und so lag es damals nahe, die Sache einfach mal zu testen.

Aber schon als ich den ersten Ringana-Postcast eingesprochen habe, wusste ich, dass ich dieses Format auch für Cala kocht lieben würde und dass das eine großartige Ergänzung zum Blog und zu meiner Ernährungsberater-Praxis wäre. Manches erzählt sich einfach besser als es sich aufschreiben lässt und viele – ich auch – nutzen ja Podcasts, um beim Autofahren, Arbeiten oder Spazierengehen etwas zu hören, das sie interessiert und unterhält. Ein perfektes Format also, um auch auf andere Wege als über den Blog ernährungsinteressierte Menschen zu erreichen.

Trotzdem hat es noch ein bisschen gedauert, bis die ersten Scripts fertig war, jetzt aber kannst du schon zwei Folgen meines Cala-kocht-Podcasts hören (hier).

Hier auf dem Blog gibt es für die Podcasts jezt einen eigenen Menüpunkt oben in der Leiste, dort findest du auch immer die Shownotes zum jeweiligen Podcast, also kurze Informationen und weiterführende Links.

Und bei iTunes findest du meinen Podcast auch schon, entweder über diesen Link, oder indem du nach „Cala kocht“ suchst. Hier kannst du dann den Podcast auch abonnieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir ein Feedback gibst, denn ich möchte sehr gerne deine Meinung hören – z.B. unter diesem Blogpost als Kommentar, auf meiner Cala-kocht-Facebook-Seite oder per EMail an info@cala-kocht.de.

Vor allem würde es mich interessieren, was du dir von einem Cala-kocht-Podcast in Zukunft wünschen würdest und wie ich deinen Alltag durch den Podcast bereichern kann.

Wenn du mich unterstützen möchtest, wäre es super, wenn du mir bei iTunes eine 5-Sterne-Bewertung gibst, denn das hilft mir, bekannt zu werden.

Und last but noch least ist es natürlich großartig, wenn du den Podcast an andere ernährungsinteressierte Menschen weiterempfiehlst.

Ich freue mich auf dein Feedback!

Viele liebe Grüße
Cala

Schnäppchenjäger aufgepasst….

Hinweis: Das jeweils aktuelle Tages-Angebot findest du am Ende des Beitrags

Der RINGANA Summer-Sale ist in vollem Gange und läuft noch bis 31. August.
Das Besondere daran: Jeden Tag – 24 Stunden lang – ist ein anderes Produkte um 20% reduziert. Der Summer-Sale ist aber kein Ausverkauf im klassischen Sinne:
Alle RINGANA-Produkte werden selbstverständlich IMMER frisch produziert.
Deshalb gilt der Rabatt auch ohne Wenn und Aber nur 24 Stunden lang. Verpasst ist verpasst…

Heute ist das geniale Hydroserum im Angebot, Schritt 3 im RINGANA-Pflegebaukasten für die Basis-Pflege:

1. Reinigung
2. Gesichtswasser
3. Feuchtigkeit
4. Creme oder Tönungsfluid

Aber nicht nur das: Das Hydroserum ist das Must-Have für eine gute Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit – ich sage immer: falls man sich nur ein einziges RINGANA-Produkt leisten kann, dann dieses.

Das Hydroserum schleust wie ein Turbo feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe in die Haut und stärkt gleichzeitig die Barrierefunktion – pralle Frische und eine wunderschöne, strahlende Haut sind das Ergebnis.

Für mich war das Hydroserum seinerzeit eine echte Entdeckung und hat meine Haut nachhaltig reguliert. Heute verwende ich konsequent morgens und abends die RINGANA-Produkte in den vier Pflegeschritten und habe überhaupt keine Hautprobleme mehr – so schön wie heute war meine Haut nicht mal, als ich sehr viel jünger war…

Im Summer-Sale spart ihr beim Hydroserum heute, am 13. August 2017, sage und schreibe fast 10 € – es kostet nur 37,52 € statt regulär 46,90 € – das lohnt sich richtig…

So könnt ihr bestellen:
– direkt über meine RINGANA-Partnerseite (hier)
– per EMail an info@cala-kocht.de
– über meine RINGANA Facebook-Seite (hier)

Für Neukunden gibt es sogar noch ein kleines Extra-Goodie von mir:
Jeder, der im August die Chance nutzt und über mich im RINGANA-Summer-Sale einkauft bekommt automaisch von mir noch einen 5-€-Gutschein für die nächste Bestellung.

Viel Spaß und liebe Grüße
Cala

Tages-Angebot Donnerstag, 31. August 2017:

Der letzte Tag unseres RINGANA Summer-Sales bringt euch nochmal über 10 € Ersparnis. RINGANAdea_ _ unterstützt bei Diäten und Detoxkuren. Die Shots werden nicht pur (!), sondern mit 1 L (kaltem oder heißem) Wasser verdünnt über den Tag verteilt getrunken. Elf natürliche Zutaten helfen – in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und Bewegung – beim Abnehmen und bei der Fettverbrennung – ausgesuchte Inhaltsstoffe bekämpfen dabei gezielt auch das besonders hartnäckige Viszeralfett, das “Bauchfett”. Enthält Koffein. Heute 42,32 € statt 52,90 €

Bestellung per Mail über mich (info@cala-kocht.de) oder direkt hier.
Neukunden erhalten als Dankeschön einen Gutschein.

How to cook your life – Eisenbuch, 29. Juni – 02. Juli 2017

Donnerstag, 29. Juni 2017, 16:10 Uhr
im Garten, eine Stunde nach meiner Ankunft

Der erste Tag hier ist immer seltsam. Ab 14 Uhr erlaubt das Kloster die Anreise und die Leute trudeln zu unterschiedlichen Zeiten ein. Um 18 Uhr geht es mit dem Abendessen offiziell los. Ich bin gerne früh da, weil ich in Ruhe ankommen möchte. Das Bett beziehen, den Koffer auspacken, „Home away from Home“. Alles fühlt sich irgendwie fremd an und man puzzelt sich erst mal zurecht.

Sitzen im Zen-Garten. Es riecht mächtig nach Landluft, Handyempfang wie immer gleich Null, ich finde auch keine einzige Stelle im Haus, wo es besser funktioniert. Macht nichts, so wollte ich es ja. Ich hätte trotzdem gerne noch einen Gruß nach Hause geschickt: „Bin gut angekommen, vermisse euch schon.“

Mal wieder fühle ich in mir die Skepsis wachsen, ob es richtig war, hierher zu fahren. Werde ich vier Tage zurecht kommen? Halte ich das aus? Werde ich mich mit den Leuten anfreunden können? Überhaupt: Was werden das für Leute sein? Wird die Zeit wirklich innerlich wieder so bereichernd sein, wie ich es in Erinnerung habe – oder habe ich das alles nur irgendwie mächtig verklärt?

Das Seminarhaus liegt ganz still, im Garten ist nur das Rascheln der Bäume zu hören und das Brummen des Gülle-Traktors auf dem benachbarten Feld. Sonst Ruhe. Irgendwann, ich weiß, kann ich diese Ruhe auch annehmen, aber soweit ist es noch nicht.

Jetzt genieße ich einfach die letzten Sonnenstrahlen – die Aussichten für die kommenden Tage sind nicht mehr so gut. Es ist ein schönes Gefühl, Zeit zu haben.

17:40 in meinem Zimmer

Die Ruhe hier ist so penetrant, dass man gar nicht anders kann, als selber zur Ruhe zu kommen. Diese rigorose Entschleunigung im wahrsten Sine des Wortes verblüfft mich immer wieder. Wie ist das innerhalb so kurzer Zeit möglich? Ich fühle mich wie aus der Welt katapultiert und im Moment scheint es unvorstellbar, dass es sie irgendwo hinter diesen sanften Wissen, dem heute wirklich penetranten Geruch nach Kuhmist und diesem unbeschreiblichen Idylle noch die Welt existiert, die ich heute morgen verlassen habe. Vielleicht doch alles nur in meinem Kopf?

Am Abend

Das immergleiche Kennenlernen. Ed fragt: “Welches war dein Lieblingsgericht in deiner Kindheit?” und wir machen die Runde und stellen uns vor. Erstaunlich, dass ich mich nie daran erinnern kann, was ich beim letzten Mal gesagt habe, aber ich glaube es ist immer dasselbe: Die französische Zwiebelsuppe meiner Mutter, ich habe sie so geliebt (und nie so gut nachkochen können). Diesmal bin ich nicht allein mit der Zwiebelsuppe, obwohl ich immer dachte, das sei ein ziemlich exotisches Lieblingsessen für ein Kind… Apfelstrudel wird auch genannt, das hätte ich auch aufzählen können… So banal das ist, aber wir kommen uns tatsächlich schon näher durch diese Runde, ein erstes Erkennen im anderen, ein Erstaunen oder auch das herzliche Lachen über eine lustig erzählte Geschichte oder eine exotische Vorliebe. Ich freue mich, dass Michael immer noch kommt und auch Susanne wiederzusehen und sie so erfüllt zu erleben, freut mich sehr.

Es gibt so unendlich viele Regeln, dass man sich automatisch ganz langsam bewegt, um keine davon zu verpassen. Immer wieder schaue ich auf den Zeitplan und genieße sehr, dass für mich gesorgt ist – ich brauche mich nur einzufügen, sonst nichts. Immer wieder bin ich froh, in meinem Zimmerchen einen Rückzugsort zu finde.

Die Meditation ist eine echte Herausforderung für mich, ich habe so lange nicht mehr gesessen. Eds Aufforderung, eine Erfahrung zu machen, statt meinem Körper zu sagen, was er zu tun hat, macht mich nachdenklich – und dankbar.

Freitag, 30. Juni 2017, 8:15 Uhr
nach Qui Gong (6:00), Meditation und Frühstück

Ich sitze in meinem Zimmer mit einer Tasse Kaffee und schreibe an meiner Abschlussarbeit für die Ernährungsberater-Ausbildung. Die Meditation (30 Min) war auch heute Morgen eine echte Herausforderung. Wenngleich weniger anstrengend als gedacht, spürte ich aber doch meine Müdigkeit arg. Der Hafeflockenbrei zum Frühstück ist himmlisch. So einfach und so gut. Ich wünschte mir würde er zu Hause so gut gelingen, ich habe es so oft probiert, aber irgendwie schmeckt er nur hier so…

Am Nachmittag

In den Pausen während des Kochkurses komme ich hervorragend mit meiner Abschlussarbeit voran und ich merke wie unglaublich gut ich mich hier konzentrieren und fokussieren kann.

Meinen Plan, hier nicht mit der Arbeit weiterzumachen habe ich aufgegeben zugunsten des guten Gefühls für eine realistische Chance, den Abgabetermin einhalten zu können. Das ist ein bisschen schade, weil mir eine Menge Erholung entgeht, andererseits möchte ich die Arbeit nicht im Kreuz haben, wenn wir am Mittwoch in den Urlaub fahren, das wäre noch schlimmer. Nach den Anstrengungen der letzten Wochen ist es auch irgendwie erleichternd und wohltuend zu spüren, dass ich in Ruhe arbeiten kann und es macht mir nichts aus. I have a choice – and I chose.

Susanne hat des WLA der Klosters aktiviert und auf der Bank vorm Büro haben wir sogar Empfang. Ich kann mit meiner Klientin kommunizieren und die nötigen Rückfragen stellen, das erleichtert mir die Arbeit sehr.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Gruppe langsam zusamenwächst, sich findet.
Erste Sympathien werden deutlich und es finden einzelne – auch sehr intensive, berührende – Gespräche statt. Was für unglaublich nette und interessante Menschen sich hier einfinden, ich bin jedesmal so beglückt darüber. Jeder für sich, den man anspricht, oder von dem man angesprochen wird ist neugierig offen, friedfertig.

Zum dritten Mal erlebe ich, wie sich das entfaltet, wie Menschen sich hier ganz anders begegnen als „draußen“, denn wir wissen alle, dass von unserem Miteinander für jeden einzelnen auch die Erfahrung des gesamten Aufenthaltes hier abhängt. Und so begegnen wir uns: respektvoll und mit dem Wissen, dass wir alle daran interessiert sind, hier eine gute Erfahrung zumachen.

Allerdings macht Ed diesmal auch schon im Vorfeld sehr deutlich, dass er während des Kochkurses nicht durch Privatgespräche gestört werden möchte und so ist es vormittags sehr ruhig, was ich als angenehm empfinde. Da ich Programm und Menü (bis auf wenige Abweichungen) kenne, halte ich mich zurück und genieße es zuzuschauen. Ich helfe, wenn es mir sinnvoll erscheint und merke, dass es trotzdem nicht immer willkommen ist.

Freitag, 21:15 Uhr

Die Meditaion ist – ich bin erstaunt – sowohl am Morgen als auch in den beiden Abendmeditationen schon sehr viel tiefer und ruhiger als gestern Abend. Ich bin hier angekommen und es ist – Gott sei Dank – schon vieles von mit abgefallen. Die Schmerzen im Nacken haben mich losgelassen, die mich wochenlang fest im Griff hatten und auch die Schultern sind leichter geworden. Es gelingt, auch die Sorgen um Seni ein bisschen loszulassen. Sie ist bei Boris in guten Händen und ich kann dringend eine Pause von meiner tiefen Angst, der Unsicherheit und des Grübelns gebrauchen.

Ich genieße sehr, dass hier für mich gesorgt ist und ich mich um nichts selber kümmern muss – ich brauche mich nur an den Tisch zu setzen. Ich könnte Berge essen…

Eds Abendvortrag ist so ergreifend, dass ich die Tränen einfach laufen lasse und so dankbar bin, dass mich jemand mit seinen Worten so tief berührt. Er verspricht, nach dem Kurs die Ton-Aufzeichnung von den Vorträgen zu schicken und ich hoffe er tut es wirklich, denn irgendwann bin ich so absorbiert, dass ich mir keinen Notizen mehr machen kann sondern einfach nickenden und weinend, lachend oder kopfschüttelnd sitze und staune.

Und einfach nur dankbar bin. Auch für die anschließende Geh-Meditation die ich so gerne beibehalten würde, was mir nie gelingt. “Inhale – one step forward, exhale – shift your weight.” Was würden wohl die Nachbarn sagen, wenn ich das zu Hause im Garten versuche? Und schon ist sie wieder da die horizontale Welt…

Schön, so früh schlafen zu gehen – und früh aufzuwachen. Die Vorhänge am Fenster schließe ich nicht, ich machen kein Licht und beobachte, wie der Tag sich immer mehr entzieht. Wenn Michael uns morgen um 5:30 mit der großen Glocke weckt, wird es schon wieder hell sein.

Ich spüre eine tiefe Dankbarkeit – kein aufgeregtes Glücksgefühl, sondern wirklich eine tiefe, satte Dankbarkeit. Und ich bete, dass dieser Weckruf hier mich endlich wieder mehr Spiritualität in meinen Alltag integrieren lässt. Mich nährt das und ich spüre wie sehr etwas tief in meinem Innern das vermisst.

Samstag 01. Juli 2017

5:30 Uhr Wecken, 6:00 Chi Gong, 6:45 Meditation, 7:30 Frühstück.
Jetzt habe ich eine Stunde Zeit um an meinem kleinen „Schreibtisch“ im Zimmer zu sitzen, Kaffee zu trinken, Schokolade zu essen und an meiner Abschlussarbeit zu schreiben. Heute ist es kalt in meinem Zimmer und ich habe auch beim Chi Gong gefroren. Hoffentlich kommt die Sonne wieder.

Gestern war das morgendliche Arbeiten schöner. Der Kaffee schmeckte so gut und die Sonne schien vor meinem Fenster, ich hatte nicht den Druck im Nacken noch duschen zu müssen, bevor der Kurs beginnt.

Das Thema Erwartung/Planung/Kontrolle kommt immer wieder auf und es ist gut, dass Ed viel darüber spricht. Die Dinge können ganz anders sein, als ich es erwarte, hoffe, fürchte. Wie kann ich flexibel bleiben? Was ist (trotzdem) schön oder vielleicht sogar schöner?

Nach der Abendmeditation brechen merkwürdigerweise einige das Schweigen. Ob das bewusst oder unbewusst geschieht oder nur, weil sie niemand erinnert hat – ich weiß es nicht. Ich genieße die abendliche Stille und begebe mich auf mein Zimmer. Die Unterhaltungen werden ohnehin jetzt immer mehr und immer intensiver und so schön das ist – es strengt auch an.

Die Abendmeditation ist wunderbar und es ist wie Ed sagt: es ist immer eine Überraschung, was kommt, es ist unmöglich das zu planen. Und ja: Es wäre defintiv viel spannender, zu beobachten und neugierig wahrzunehmen, statt das Erlebte ständig mit dem Erwarteten abzugleichen und enttäuscht zu sein. Nicht nur in der Meditation.

Der Abendvortrag, von dem ich mir nach gestern so viel erhofft und versprochen habe, spricht mich heute leider gar nicht so sehr an, während meine Meditation sensationell tief ist und ich sehr berührt davon bin.

In der Nachmittagsmeditation war ich noch sehr erschüttert von meinen ständig springenden Geist, der wie ein Vogel hierhin und dorthin hüpft und ich mich plötzlich in Gedanken wiederfinde, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Am Abend experimentiere ich mit einem Mantra und siehe da, wenn ich den Geist beschäftige, dann ist tiefe Ruhe möglich und ich tauche ein in mich. So sieht es bei mir aus? Ich stelle fest: ich war schon lange nicht mehr da. Das bin ich. Das bin ich. Das bin ich.

Website Zen Zentrum Eisenbuch
https://www.eisenbuch.de/zentrum/
Eisenbuch auf Cala kocht
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