Sorgen, Hoffnungen und das Glück heller Tage

Wir machen uns große Sorgen um unsere Seni. Sie baut mit ihren 14 Jahren ziemlich ab in letzter Zeit. Sie hatte eine Phase, in der sie extrem müde, traurig und lustlos gewirkt hat und uns ist bewusst, dass sie nicht mehr allzu lange bei uns sein wird.

Das einzige, wofür sie sich nach wie vor immer begeistern kann – auch in schlechten Zeiten – ist fürs Fressen und wir bemühen uns, ihre Lieblingswünsche zu erfüllen und sie glücklich zu machen.

Jede schöne Stunde und jeder gute Tag ist im Moment etwas Besonderes für uns.

Selbstverständlich ist schulmedizinisch alles abgeklärt worden, was sinnvoll und möglich ist und vor einer Woche waren wir zusätzlich auch bei einer Spezialistin in der Nähe von Bamberg, die sie eingehend untersucht hat und homöopathisch unterstützen wird.

Die Situation ist vor allem deshalb schwierig, weil es keinen konkreten Anhaltspunkt gibt – die Laboruntersuchungen und Röntgenbilder haben (Gott sei Dank!) keine gravierenden pathologischen Befunde geliefert und Seni hat zwischendurch auch ganz wunderbare Tage, an denen es ihr sehr gut zu gehen scheint. Im Moment sieht es auch so aus, als ob die Medikamente anschlagen und sie hat Tage, an denen sie quietschfidel ist.

Am wahrscheinlichsten ist wohl die Theorie, dass die Ursache für ihre Beschwerden eine altersbedingte degenerative Veränderung im neurologischen Bereich ist, was sich auch in ihrem Bewegungsapparat zeigt. Aber etwas Genaues kann uns niemand sagen.

Die Sorge um Seni treibt mich sehr um und ich wünsche mir vor allem, die Zeit mit ihr genießen zu können. Insofern trifft es sich gut, dass wir schon Ende des letzten Jahres ein paar Entscheidungen getroffen haben, die uns entlasten – sowohl finanziell, als auch von unserer Zeit her. Ich bin so froh darüber…

Wie alle Hunde, mögen es auch unsere beiden am liebsten, wenn wir alle zusammen sind. Deshalb versuchen wir, soviel Zeit wie möglich auf diese Weise zu verbringen, was den netten Nebeneffekt hat, dass wir uns öfter mal die Zeit nehmen, einfach daheim zu entspannen (in den letzten Jahren haben wir das nur selten getan).

Boris hat mich infiziert mit den Koch-Serien bei Netflix, was auch eine willkommene Ablenkung von unseren Sorgen ist. Zuerst haben wir die 4-teilige Serie „Cooked“ geschaut (extrem sehenswert!), jetzt sind wir hängengeblieben bei „Chef’s Table“ – traumhafte Portraits großartiger Köche und Köchinnen, absolut sehenswert, wir sind vollkommen fasziniert…

Mein eigenes Kochen ist im Moment stark von meinen Coachings geprägt. Da die nicht immer 100% vegan sind, sind leider nicht alle Rezepte für den Blog geeignet, wo ich gerne weiterhin vor allem vegane Rezepte dokumentieren möchte.

Ein ganz schnelles Rezept kann ich euch trotzdem vorstellen – es wirkt so simpel und ist trotzdem sehr lecker – ideal also für den Alltag. Wer fasten oder Gewicht verlieren möchte, isst es pur oder mit einem Süßkartoffelpürree, alle anderen dürfen es auch zu Pasta genießen.

Solche einfachen Gerichte schmecken natürlich nur, wenn man erstklassige, frische Zutaten verwendet – am besten in demeter-Qualität. Der ganze Geschmack hängt von dem ab, was Chinakohl, Pilze und Olivenöl an Eigengeschmack mitbringen…

Shiitake-Pilze mit Chinakohl

Zutaten (pro Portion)
ca. 60g möglichst kleine Shiitake-Pilze
150-200g Chinakohl
Bratöl oder Kokosfett (kein Kokosöl!)
50ml Gemüsebrühe
Meersalz und Pfeffer – beides frisch gemahlen
zum Servieren: erstklassiges Olivenöl

Zubereitung
1. Die Shiitake-Pilze gründlich putzen, ggf. kurz abspülen.
2. Den Chinakohl waschen und in dünne Streifen schneiden (ca. 4 mm).
3. In einer Pfanne etwas Bratöl erhitzen und die Pilze anbraten, bis sie fast gar sind.
4. Chinakohl hinzugeben und 1-2 Minuten mitschmoren. Brühe angießen und nochmal 2-3 Minuten schmoren lassen. Mit Meersalz und Pfeffer würzen (beides frisch gemahlen).
5. Zum Servieren mit reichlich Olivenöl übergießen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag – besseres Wetter gibt’s ab Mittwoch, habe ich grade gehört…

Liebe Grüße
Cala

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