Cala meint
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Kochen um der Freude am Kochen willen – mir aus dem Herzen gesprochen….

„Kochen oder Nichtkochen ist eine folgenschwere Frage. Mir ist klar, dass ich die Angelegenheit damit ein wenig zu banal darstelle. Kochen bedeutet für verschiedene Leute zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes.

Selten ist es ein Alles-oder-Nichts-Vorhaben.

Wenn man nur einige wenige Tage in der Woche selber kocht, wenn man am Sonntag einige Mahlzeiten für die kommende Woche vorbereitet oder wenn man ab und zu versucht etwas zu kochen, was man sonst nur im Restaurant bekommt, dann wird selbst dieser bescheidene Akt zu einen Votum.

Ein Votum für was genau?

In einer Welt, in der so wenige von uns noch kochen müssen, ist es ein Protest gegen die Spezialisierung, gegen die totale Rationalisierung des Lebens, gegen das Eindringen wirtschaftlicher Interessen in den letzten Winkel unseres Lebens, Kochen um der Freude am Kochen willen, dem Kochen einen Teil unser Freizeit zu widmen, heißt, dass wir uns unabhängig von jenen Unternehmen machen, die jeden Moment unserer Leben eine Gelegenheit zum Konsum ansehen.

Kochen hat nicht nur die Macht, Pflanzen und Tiere zu verwandeln, Kochen verschafft uns die im modernen Leben so seltene Möglichkeit, uns selbst und unsere Angehörigen zu versorgen.

In wirtschaftlicher Hinsicht mag der Hobbykoch seine Zeit vielleicht nicht immer besonders effizient nutzen, aber gerade das ist das Schöne.

Gibt es eine weniger egoistische, weniger entfremdende Arbeit, weniger verschwendete Zeit als etwas Köstliche und Nahrhaftes für die Menschen zuzubereiten, die man liebt?“

zitiert aus: Michael Pollan, „Cooked: A Natural History of Transformation“
und der gleichnamigen, unglaublich sehenswerte Netflix-Serie

Ich möchte hinzufügen:

Nicht nur die Liebe zu anderen, auch die Liebe zu uns selbst und zur Schöpfung
verdient diesen Respekt.

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